Leserstimmen zu
Einmal lieben geht noch

Rachel Corenblit

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Den Titel dieses Buches von der französischen Autorin Rachel Corenblit könnte man doch direkt auch als Lebensmotto verwenden, oder? Zumindest hat die Protagonistin Lucie genug vom Singledasein und beginnt nun dem Schicksal ein bisschen auf die Sprünge zu helfen. In insgesamt vierzig kurzen Kapiteln schildert die Autorin Lucies verschiedenste Wege, um Mister Right zu finden. Dabei lässt sie wahrlich keine Gelegenheit aus, was sie manchmal etwas verzweifelt rüberkommen lässt. Für ein kurzweiliges Lesevergnügen ist dieses Buch gut geeignet, aber man sollte keine große Geschichte erwarten und ist, aufgrund der vielen kurzen Abschnitte, auch relativ schnell fertig mit der Lektüre. Die Suche nach dem Richtigen lässt viel Raum für lustige Geschichten, schade, dass Lucie oft als oberflächlicher Charakter rüberkommt. Dennoch habe ich beim Lesen oft gelacht und darauf kommt es doch letztenendes an. Dass man über all die furchtbaren Dates im Leben mal hinwegsieht und das Leben trotzdem genießt. Also schnappt euch ein Gläschen Sekt, legt euch in die Badewanne und begleitet Lucie in die verrückte Datingwelt zwischen Exfreunden, Jugendlieben, Workshops, Supermarktregalen und kaputten Heizungen.

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Mir hat dieses Büchlein gut gefallen. In humoristischer Art lässt die Autorin den Leser an den Erlebnissen der Hauptfigur Lucie teilnehmen, die mit dem männlichen Geschlecht so ihre Probleme hat. In ihren Erlebnissen kann sich sicher manche Leserin wiederfinden und auch mir zauberte so manche Geschichte ein Lächeln auf das Gesicht in Erinnerung an ähnliche Begegnungen ... Lucie, die von ihrem Freund genug hatte und ihn verließ, zweifelt immer mehr doch noch eine bessere Häfte für sich zu finden. Ihre Mutter versucht sie dabei zu verkuppeln. Doch Lucie sucht die Liebe auf den ersten Blick und die ist sehr schwer zu finden, denn oft lässt sie sich vom ersten Anblick des männlichen Gegenübers abschrecken. Sie versucht wirklich auf allen Gebieten ihren Traummann zu finden : in der Kaufhalle, im Schwimmbad, in der Tanzstunde oder im Sportverein...Beim Lesen wünscht man Lucie viel Erfolg ...So wie die Hauptheldin, erkennt mancher im wahren Leben leider nicht oder vielleicht zu spät, dass man beim Suchen nach dem richtigen Partner übersieht, dass man ihn vielleicht schon längst gefunden hat... Die Geschichte hat mich sehr unterhalten und ich wünsche ihr viele Leserinnen.

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Rachel Corenblit ist eigentlich für ihre Jugendbücher bekannt, bei "Einmal lieben geht noch" versucht sie sich nun an Erwachsenen-Stoff. Der ewigen Suche nach Liebe und den Irren und Wirren drum herum. Ihre Hauptperson Lucie sucht einen Mann. Wer selber mal als Single unterwegs war, weiß, dies ist gar nicht mal so einfach heutzutage. Da hangelt man sich durch Datingportale, Verkupplungsversuche der Freunde, die jemanden kennen, der jemand kennt oder Speed Dates. Was allemal erst klingt wie viel Klischee ist durchaus auch was, dass man vielleicht selber mal erlebt hat. Auch sind die Augen bei jeder von Lucies Aktivitäten darauf gerichtet, ob hier nicht der Mann fürs Leben rausspringen könnte. Schwimmbad, Yoga, Origami, Supermarkt und Party-Meile. Die Lehrerin sucht und wird einfach nicht gefunden. Und was nicht den gewünschten Erfolg bringt wird einfach mal wieder gestrichen oder man muss eben peinlich berührt ab jetzt in den Supermarkt, der fünfmal so weit entfernt ist. Lucies Kriterien sind bei der Suche wirklich hoch, jeder Mann ein quasi Reinfall. Und so wird die Verzweiflung groß und größer. Beim flammenden Brief an einen Teilnehmer einer Art "Bauer sucht Frau"-Sendung musste ich schmunzeln. Klingt jetzt amüsant oder? Trotzdem hat mir das Buch im Großen und Ganzen nicht gefallen. Ich glaube bei mir braucht es gerade weniger (überspitze?) Realität und mehr Hoffnung. Die Hoffnung auf die große Liebe und ein Happy End. Ein bißchen mehr Schmacht und so. Dafür ist Lucie einfach die Falsche.

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Lucie ist Lehrerin und lebt irgendwo in einer Stadt in Frankreich, durch die die Garonne fließt. Sie raucht und trinkt und futtert gerne fettige Chips. Eigentlich hasst sie Sport, sie lässt kleine Katzenbabies auf den Boden fallen, weil sie sowieso keine Katzen mag. Sie ist oft aggressiv und abweisend. Nicht gerade der Inbegriff also einer sympathischen, strahlenden Heldin. Darüber hinaus hat sie Ehemann Pascal vor einigen Jahren den Laufpass gegeben und lebt nun alleine in einer noch nicht wirklich ganz eingerichteten Wohnung (vor dem inneren Bild entsteht eine eher ungemütliche, kalte, lieblose Bleibe). Und, entscheidend: Lucie steuert unaufhaltsam auf die vierzig zu. Was das bedeutet? Torschlusspanik! Lucie will`s noch einmal wissen – und begibt sich auf die Suche nach der einen, einzigen, großen, wahren Liebe. Und zwar überall, zu jeder Zeit. Kein Ort, kein Mann, keine Gelegenheit ist vor ihr sicher… „Einmal lieben geht noch“ nennt sich schließlich auch das Buch von Rachel Corenbilt, die damit ihren ersten Roman für Erwachsene vorgelegt hat. Wobei im Hintergrund mehr oder weniger stets der Ton bisher verfasster Jugendbücher mitschwingen mag – heftig, deftig, oft abschätzig, manchmal unter der Gürtellinie, ein bisschen pubertär, glatt, oberflächlich… in 40 Kapiteln wandelt Lucie durch „Die Liebe im Allgemeinen“, „Die Liebe zwischen Granatäpfeln und Grillhähnchen….“, „Die Liebe in freier Natur“, „Die Liebe in einer Bar zu später Stunde“…. – auf Schritt und Tritt werden Männer begutachtet, in Betracht gezogen, verworfen, beurteilt, abgeurteilt, bekommen ihr Fett ab. Zwischen Speed-Datings über Yoga- Salsa- und Theaterkurse, vorbei an Marktständen, Internetbörsen, Schwimmbädern und Supermaktkassen zieht Lucie ihre Runden. Immer wachsam, immer auf der Suche… Es ist nicht so ganz mein Stil, dieses Buch, muss ich zugeben. Und Lucie mag ich nicht wirklich – sie ist nicht die Frau, mit der man befreundet sein möchte. Aber das Buch liest sich locker-flockig und weist immer wieder humorvolle, satt-ironische Passagen auf. Es ist das ewige Thema, das hier aufgegriffen ist, die Liebe in all ihren Verkleidungen und Verwicklungen und Verirrungen, und sie wird in flottem Tempo abgehandelt, wie es vielleicht manchmal unserem Zeitgeist entspricht. Das Ende bleibt offen… Der letzte Satz: „Also heirateten sie und bekamen viele Kinder“… doch davon soll man sich nicht täuschen lassen.

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Vor ein paar Wochen erreichte mich eine E-Mail in der mir ein Rezensionsexemplar des vorliegenden Buches angeboten wurde. Da der Klappentext vielversprechend klang, habe ich zugegriffen. Vielen Dank noch einmal an den Penguin Verlag für das Angebot. Lucie ist Single und auf der Suche nach Mr Right. Dabei grast sie so ziemlich alles ab, wo man Männer treffen kann: auf Hochzeiten, im Beruf, im Speeddating – ja, sogar mit dem Ex ihrer besten Freundin trifft sie sich. Doch es will einfach nicht so recht klappen mit der Liebe und am Schluss gibt sie sogar den Verkupplungsversuchen ihrer Mutter nach. Zuerst einmal das Positive: Die Geschichte ist in einem witzigen, fast zynischen Schreibstil geschrieben und an manchen Stellen musste ich wirklich schmunzeln. Lucie nimmt ihr Leben selbst nicht wirklich ernst – zumindest gewinnt man diesen Eindruck. Sie betrachtet die Partnersuche mit Humor, selbst in unangenehmen Situationen. Die Schreibe der Autorin ist einzigartig, das kann man nicht abstreiten. Und eigentlich war es auch ganz erfrischend, zwischendurch mal etwas völlig anderes zu lesen – und dieses Buch ist etwas völlig anderes, als alles, was ich bisher gelesen habe. Die Kapitel waren himmlisch kurz, meist nur fünf, sechs Seiten. Das hat mir auch sehr gut gefallen, denn so konnte man auch einfach zwischendurch mal ein Kapitel lesen und lief nicht Gefahr, mittendrin abbrechen zu müssen. Das habe ich sehr genossen, denn ich mag überlange Kapitel nicht so gerne. Bei kurzen Kapiteln lese ich auch insgesamt schneller, weil ich mir am Ende eines Kapitels denke: „Ach, eines schaffst du noch!“ Diesbezüglich war dieses Buch ideal. Dennoch konnte ich dem Buch nicht mehr als drei Sterne geben. Woran lag’s? Die einzelnen Kapitel hängen nur selten zusammen und es kommt einem eher vor wie eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten, als ein Roman. Es ist eine interessante Herangehensweise, aber ich mag lieber zusammenhängende Geschichten, wo die Kapitel aufeinander aufbauen. Das war hier meistens nicht der Fall. Auch war mir Lucie unsympathisch. Sie ist eine sehr oberflächliche Person, die Menschen nach ihrem Äußeren verurteilt und das mochte ich überhaupt nicht an ihr. Sie macht sich über ihre rundliche Nachbarin lustig, nur weil sie etwas zu viel auf den Rippen hat. Das hat mir ein bisschen weh getan, weil ich selbst auch nicht die Schlankeste bin und da mitfühlen kann. Auch die Männer beurteilt sie alle nach dem Aussehen. An manchen Stellen dachte ich mir ernsthaft: „Kein Wunder, ist die Single.“ Sie kann auch eine richtige Zicke sein. Das hat sie mehrmals unter Beweis gestellt. Wäre ich ein Mann, würde ich um sie einen großen Bogen machen. Insgeheim hat es mich gefreut, als einer der Typen, die sie angepflaumt hat, ihr eine echte Ansage gemacht hat. Es war Zeit, dass sich mal einer wehrt. Ich fand es schade, dass sie mir so unsympathisch war. Mit einer Heldin, die man nicht mag, fiebert man auch nicht mit. Lucie hat mein Herz definitiv nicht erobert, dazu war sie mir einfach zu gefühlskalt. Ihre Nachbarin Annelyse fand ich da viel sympathischer. Aber die spielte eher eine Nebenrolle. Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, nicht richtig in die Geschichte reinzukommen. Wahrscheinlich, weil ich mit Lucie nicht mitfühlen konnte. Ich kam mir ständig vor, wie ein Zuschauer, der am Rand steht, anstatt mittendrin zu sein. So ging es mir schon bei mehreren Büchern, aber meistens gab sich das nach den ersten fünfzig Seiten – bei diesem Buch leider nicht. Abschließend kann ich nur sagen: Ich fand das Buch nicht schlecht, aber richtig überzeugen konnte es mich leider nicht. Deshalb gibt es von mir drei Sterne für „Einmal lieben geht noch“.

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Eine Frau wird von ihrem Freund für eine andere verlassen. Eigentlich ist das bereits alltäglich, doch die Geschichte von Lucie ist ein wenig anderes. Die Protagonistin verfällt trotz Enttäuschung in kein tiefes Loch. Sie steht auf und lernt durch ihren Job als Lehrerin viele neue Männer kennen. Die Idee fand ich ganz nett, wobei mir die Überschriften besonders gut gefallen haben. Auch die verschiedenen Orte waren eine Abwechslung zu den gewöhnlichen Orten eines Liebesromans. Zum Beispiel lernt Lucy Männer im Schwimmbad, am Schulhof oder beim Arzt kennen. Das sind nur jene Orte, die mir spontan eingefallen sind. Wobei mir die Szene im Hallenbad wirklich gut gefallen hat. Den Schreibstil war eigentlich ganz anders, als ich ihn mir erwartet habe. Oder das ganze Buch war eine Überraschung für mich. Der Leser nimmt eine Außenrolle in diesem Buch ein. Man ist demnach nicht die Protagonistin oder irgendeine andere Person, sondern diese Geschichte wird als außenstehender erzählt. Das finde ich ein wenig schade, da ich dadurch nicht wirklich den Draht zu Lucie gefunden habe. Aber es gab dann doch Stellen oder Beschreibungen, die mich zum Lachen gebracht haben, aber der Schreibstil war zusammenfassend nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte, dass er mich wirklich zu hundert Prozent gepackt hätte. Ich saß dann manchmal mit dem Buch in der Hand und fragte mich, soll ich eine Pause machen? Das fand ich wirklich schade, denn dieses Buch hat Potential. Es wurden auch andere Charaktere mit in die Geschichte miteinbezogen. Beispielsweise Lucies Nachbarin, die ebenfalls an Herzschmerz leidet und zusammen mit der Protagonistin um die Häuser zieht. Das ist eine nette Idee und gefällt mir gut. Zusammenfassend ist zu sagen, dass es ein netter Roman war, der mich leider nicht zu hundert Prozent überzeugt hat.

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Die Lehrerin Lucie ist ein sehr unglücklicher Single. Ihre Beziehungen endeten alle fatal und eine neue Liebe ist nicht in Sicht. Also macht sie sich auf die Suche nach der wahren Liebe. Überall streckt sie ihre Fühler aus. Egal ob ich Schwimmbad, im Supermarkt, bei Singlevätern ihrer Schüler oder Ärzten. Die biologische Uhr tickt unaufhörlich, die 40 rast mit riesen Schritten heran. Es muss doch einen Weg geben, das Glück zu erzwingen. Meine Meinung: Ich hatte meine Erwartungen irgendwie anders gesteckt. Ich glaubte, eine locker flockige Liebesgeschichte zu erhalten. Bekommen habe ich eine teils recht schwermütige Erzählung, die wirklich sehr nah an die Wirklichkeit angelehnt ist. Lucie ist ehrlich, sympathisch aber leider auch ein wenig zu pessimistisch. Dabei gibt sie sich ehrlich Mühe, scheitert allerdings oft an ihren hohen Ansprüchen und manchmal fehlt ihr auch der Mut den entscheidenden Schritt zu tun. Die Autorin erzeugt ein sehr realistisches Bild über Frauen jenseits der 30, die einen echten wertvollen Partner suchen. Dabei kommen auch Wortwitz und Bildsprache nicht zu kurz. Hätte ich nur vorher die Rezensionen gelesen, wäre ich nicht so „enttäuscht“ gewesen bzw. hätte eine andere tief gehende Geschichte erwartet.

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Wer suchet, der findet! Diese Weisheit haben Generationen von Müttern an Generationen von Kindern weitergeben. Dass sie stimmen mag, möchte ich gar nicht bestreiten. Doch wie ist das eigentlich mit der Liebe? Findet da auch immer der, der am akribischsten sucht? Oder findet die Liebe nicht letztlich uns, wenn wir aufgehört haben zu suchen? Man kann nicht behaupten, Lucie sei ein schlechter Mensch. Als Lehrerin ist sie stets um das Wohl ihrer Schüler besorgt und auch in ihrer Freizeit hat sie ein offenes Ohr für ihre mehr oder weniger anstrengenden Nachbarn und Freundinnen. Doch während die biologische Uhr bedrohlich tickt und ihre Mutter sich schon ihrer Oma-Rolle beraubt sieht, will eines in Lucies Leben so gar nicht nach Plan laufen. Nachdem sie ihren letzten Lover Pascal vor Jahren vor die Tür gesetzt hat, ist die Ausbeute seither eher mau. Lucie muss ihrem Schicksal auf die Sprünge helfen und lässt keine Gelegenheit ungenutzt, den Mann für's Leben zu finden. Ob der Ex der besten Freundin, Väter ihrer Schüler oder der Typ von der Kühltheke im Supermarkt, Lucie macht auf der Suche nach Mister Right vor niemandem Halt. Rezension: Der Klappentext des Buches klang vielversprechend und so nahm ich es jeden Morgen auf meiner Bahnfahrt zur Arbeit für ein paar Minuten in die Hand. Ich hatte mir kurzweilige Unterhaltung versprochen und vor allem eine gute Prise Humor. Denn wer kennt sie nicht, die vermasselten Dates, die Typen, die auf den ersten Blick großartig waren und nach ein paar Tagen oder manchmal auch nur Stunden zum Reinfall des Dating-Jahres wurden. Wer kennt sie nicht, die "ich will so unabhängig bleiben und mein Ding machen"-Typen? Die, die noch nicht über ihre Ex hinweg sind, aber auf jeden Fall eine neue Beziehung möchten. Sofort! Um jeden Preis! Oder noch schlimmer: Die, denen plötzlich nach einem halben Jahr einfällt, dass sie zu Hause noch eine Langzeitfreundin sitzen haben. Hoppla...wie ärgerlich! Ich habe mich tatsächlich auf das Buch gefreut, denn ich erwartete einen chaotisch-humorvollen Frauenroman mit Wiedererkennungswert, doch was mich erwartete, war irgendwie anders. Ich vermag gar nicht genau sagen, was so anders an "Einmal lieben geht noch" war, ob dieses "anders" gut oder schlecht war und woran es eigentlich überhaupt lag. Dennoch sprang mir eine Tatsache direkt ins Gesicht. Der Schreibstil von Rachel Corenblit ist gewöhnungsbedürftig und das nicht zu knapp. Kennt man es von Romanen vergleichbarer Genres, dass sie sich leicht und locker herunter lesen lassen, so stolperte ich über die Geschichte rund um Lucie zunächst sehr. Corenblit schreibt abgehackt, kurz, knapp, knackig. Es lassen sich wohl viele Synonyme finden, doch eines bleibt gleich: Der flüssige Faden fehlt. "Einmals lieben geht noch" hangelt sich von Episode zu Episode durch Lucies Alltag, doch ohne dass der Leser wirklich mitgenommen wird. Eine kurze knappe Info, wo Lucie sich gerade befindet, in welchem Zusammenhang sie auf Männerfang ist, sind alles womit ich mich begnügen durfte. Ein Umstand, der es schwer machte, eine Bindung zur Protagonistin aufzubauen. Selbst nach der Lektüre des gesamten Buches vermag ich nur vermuten, dass Lucie beispielsweise in Frankreich lebt, eventuell in Paris, aber so ganz klar ist mir das nach wie vor nicht. Das Thema, dem sich Rachel Corenblit widmet ist so alt wie die Menschheit selbst und doch verbergen sich dank unserer modernen Gesellschaft so viele humorvolle Details in ihm. Details, in denen sich jeder von uns früher oder später wiederfindet. Die Autorin ließ so ziemlich jedes davon auf der Strecke verhungern. Für meine Zweck, also für ein Dasein als Lektüre im morgendlichen Bahn-Pendler-Leben hat "Einmal lieben geht noch" mit Sicherheit eine gute Struktur, denn die Episoden sind kurz und selbst auf einer 25 Minuten Bahnfahrt, konnte ich locker drei von ihnen schaffen. Doch ohne roten Faden und ohne den leser mit auf die Reise zu nehmen, ist ein Buch nicht das, was ich als besonders empfinde. "A reader lives a thousand lifes" sagt man, doch ich für meinen Teil habe nicht das Gefühl, dass ich Lucies Leben leben oder zumindest ihre Geschichte MITerleben durfte. Um der Geschichte nicht nur Schlechtes zu wollen, könnte man sie vielleicht aus Ansammlung von Einzelepisoden aus dem Leben ein und derselben Figur beschreiben. Für mich nimmt das dem Buch immer noch das Besondere, aber es fasst den Rahmen vielleicht besser zusammen als ein schlichtes "gefällt mir gar nicht." Abgesehen von einem roten Faden hätte ich mir sicher noch mehr Details gewünscht. Die einzelnen Dates, die einzelnen Versuche sich den mann fürs Leben zu angeln und auch die einzelnen Herren in Lucies Leben, werden leider viel zu oberflächlich, ja gar lieblos dargestellt. Ein Umstand, der wieder den Kreis zum fehlenden Erleben der Geschichte schließt. Fazit: Als Bahnlektüre hat "Einmal lieben geht noch" seinen Dienst getan und mich zumindest beschäftigt. Leider hält der Inhalt rein gar nicht das, was der wirklich ansprechende Klappentext versprach. Wer lieber knappe und kurze Episoden lesen möchte, der ist mit dem Buch von Rachel Corenblit sicher gut unterhalten. Wer hingegen gerne eine humorvolle Aufbereitung vermasselter Dates, der Suche nach Mister Right und der Liebe an sich lesen möchte, der wird enttäuscht sein. Mein Geschmack war es leider gar nicht. Ich möchte abschließend deshalb auch nur 1 von 5 Sternen vergeben.

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