Leserstimmen zu
Wenn’s weiter nichts ist

Allison Pearson

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"Wenn´s weiter nichts ist" von Alison Pearson ist der Fortsetzungsroman von "Working Mum" aus dem Jahr 2004, welches damals bestimmt einige von Euch gelesen haben. "Pubertierende Kinder, tüdelige Schwiegereltern, aufreibender Job - wenn´s weiter nichts ist..." Kate Reddy steht vor ihrem 50. Geburtstag und fragt sich, wo ihr Leben geblieben ist. Dabei ist das Alter längst nicht ihre einzige Sorge: Kate plagt sich mit zwei Teenagern herum, kümmert sich um kränkelnde Schweigereltern und eine Mutter, die zunehmend auf Hilfe angewiesen ist. Und sie sucht den Widereinstieg ins Berufsleben, da ihr Mann beschlossen hat, dem Hamsterrad Ade zu sagen und die Kunst der Achtsamkeit zu erlernen. Als sich dann auch noch eine verflossene Liebe bei Kate meldet, wird es kompliziert... Die Alltagsheldin Kate erzählt mir viel Selbstironie ihr Leben als starke Frau, Mama, Ehefrau und (Schwieger) Tochter, welches aus ganz normalen Alltagssituation besteht, die wohl jede von uns erlebt und mitgemacht hat. Man fühlt mit ihr mit, wenn die beiden Teenie-Kinder wieder mal am Rad drehen, wenn Hilferufe der Schwiegereltern oder Mutter sie erreichen, die mittlerweile in einem Alter sind, in dem sie nicht mehr so können wie sie vielleicht wollen, oder aber wenn ihr lieber Ehemann seinen Job hinwirft um die Kunst der Achtsamkeit zu erlernen. Bei all diesen alltäglichen Problemen möchte Kate auch wieder in ihrem Beruf voll durchstarten und auch das geht nicht so ganz ohne Schwierigkeiten vor sich. Trotz der Dicke des Buches, 600 Seiten, würde man diesen wunderbar locker geschriebenen Roman am liebsten in einem Rutsch durchlesen. Ein Lesevergnügen mit Charme und Witz, welches jedoch immer wieder zum Nachdenken anregt und einem selbst den Spiegel vorhält. Denn ganz ehrlich, so unterschiedlich sind unsere Leben nicht und jeder Leser, egal welchen Alters, kann sich mit irgendeiner Generation in diesem Buch identifizieren.

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Es handelt sich um die Fortsetzung von "Working Mum",welches 2004 erschienen ist. Es lässt sich aber völlig problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Diese unterhaltsame Geschichte ist aus der Sicht von Mutter Kate erzählt und ist sehr flüssig und locker zu lesen. Die 600 Seiten flogen nur so dahin. Ich entdeckte viele Parallelen im Leben mit Teenagern in dieser Lebensphase und musste oftmals laut lachen und konnte Kate gut verstehen und fühlte mit ihr. Alle Charaktere sind authentisch dargestellt und durch den amüsanten,aber auch sarkastischen Stil,fühlte ich mich durchweg gut unterhalten. Das Cover mit der "To-do-Liste" fand ich auch passend gewählt und zeigt wieviel eine Mutter leisten muss. Fazit: Ein netter Roman für Zwischendurch, der zum Nachgehen anregt und gut unterhält. Ich vergebe hierfür 4/5 🌟und eine Leseempfehlung.

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Meinung: “Der Alltag der meisten Menschen ist ein stilles Heldentum in Raten” von Anna Magnani. Kate ist für mich definitiv eine Heldin des Alltags. Mit viel Selbstironie und einigen Wortwitzen, aber auch urkomischen Situationen erleben wir den Alltag unserer Protagonistin. Was ist wenn mit 50 auf einmal dein ganzes Leben Kopf steht? Dein Mann denkt, er muss sich nun selbstverwirklichen? Deine eigene Mutter und deine Schwiegereltern werden vom Lauf der Zeit erfasst und können nicht mehr wie sie wollen und zu allem Überfluss drehen deine Kinder im Teenie-Alter komplett am Rad? Das Ganze wird durch einen wundervollen und lockeren Schreibstil von Allison Pearson untermalt. Man hat nicht das Gefühl ein so dickes Buch in der Hand zu haben, sondern fliegt über die Seiten. Dennoch gelingt es der Autorin in ihrer humorvollen Art und Weise auch den Leser zum Nachdenken anzuregen. Sie platziert in ihren Alltagssituationen für mich eine Art Spiegel, der dazu anregt sich selbst zu reflektieren und zu hinterfragen. Das schenkt diesem Buch einen ganze besonderen Charme. Denn es ist nicht einfach nur eine Geschichte… …es ist das Leben. In diesem Fall von Kate. Ich finde die Ich – Perspektive perfekt gewählt, denn so erleben wir alles noch intensiver. Auch wenn mein Sohn noch jünger ist, meine Mama noch fit – konnte ich mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen. Auch alle anderen Charaktere wurden von der Autorin sehr bildhaft skizziert und so spielte sich mehr als einmal ein Film vor meinen Augen ab. Vor allem Kates Mann Richard wollte ich mehr als einmal schütteln und wachrütteln. Dennoch muss ich auch hier sagen, sein Verhalten ist nicht “unnormal” und daher total passend gewählt. Natürlich gab es die eine oder andere Situation, in der ich auch über Kate nur den Kopf schütteln konnte. Aber genau das macht es ja auch aus… Sie ist eine starke Frau. Eine Mama, eine Ehefrau, eine Tochter, eine Schwiegertochter – soviele Rollen und dennoch darf sie nicht vergessen sich selbst zu verlieren, ob ihr das gelingt? Mein Fazit: “Wenn’s weiter nichts ist” von Allison Pearson ist eine brilliantes Buch. Mit Witz und Charme werden wir durch verschiedene Alltagssituationen manövriert und man erkennt sich in der einen oder anderen sicherlich wieder. Ein Lesevergnügen für Alt und Jung, der dennoch an der einen oder anderen Stelle zum Nachdenken anregt. Absolute Leseempfehlung !!

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Mittlerweile bin ich ja ein Fan des Wunderraum Verlags, doch ich gestehe, das ich bei diesem Titel im Vorfeld skeptisch war. Nicht weil sich die Story nicht interessant angehört hätte, sondern wegen des Aufdrucks auf der Verpackung, mit der der Verlag darauf aufmerksam macht, das es sich hier um die Fortsetzung des Titels "Working Mom" handelt. Und den habe ich leider nicht gelesen. Ich habe also ein wenig gezögert, das Buch auf der Liste der zu lesenden Bücher nach hinten verschoben, mich schließlich dann aber doch getraut, nachdem ich so viele positive Stimmen dazu gehört habe. Und ich kann euch beruhigen: Man kann das Buch komplett unabhängig lesen. Und sollte es unbedingt tun, wenn man auf der Suche nach einer heiteren, selbstironischen Geschichte ist, die direkt ins Herz zielt. Denn genau solch eine ist "Wenn's weiter nichts ist". Kate steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag und ihre Familie dreht gerade durch. Die Teenager fallen dem digitalen Zeitalter zum Opfer, ihr Mann schmeißt seinen Job, um sich fortan um die Ausbildung als Lifecoach zu kümmern und auf der Achtsamkeitsschiene zu fahren. Nicht das Kate damit ein wirkliches Problem hätte, doch das alles verschlingt jede Menge Geld und irgendwie bleibt sie selbst ein wenig auf der Strecke. Zeit also, sich um einen neuen Job zu bemühen und zu sich selbst zu finden. Da sie aber ja mittlerweile kurz vor der 50 steht, sieht die Situation auf dem Arbeitsmarkt natürlich etwas mau aus. Also macht sie sich kurzerhand einfach ein wenig jünger und hat Erfolg. Was sie nicht ahnen konnte, ist allerdings, wie aufreibend die Vereinbarung von Job und Familie sein kann. Völlig aus der Bahn gerät dann aber alles mit der Email einer längst verflossenen Liebe. Ach, herlich. Dieses Buch ist so urkomisch und amüsant, Kate so eine wunderbare Protagonistin, das mir beim Lesen immer wieder das Herz aufging. Ich konnte mich absolut gut in sie hineinversetzen, da meine Situation zumindest zu Teilen manchmal schon ganz ähnlich ist und ich weiß wie es sein kann, einen nicht ganz ernst zu nehmenden Teenager im Hause zu haben. Der Schreibstil ist angenehm leicht, so das man gar nicht merkt, wie schnell man durch die doch recht anständigen 600 Seiten fliegt. Neben all der unterhaltsamen Momente in Kates Leben, gibt es aber auch ernste Töne, die zum Nachdenken anregen. Ein ganz wunderbarer Roman !

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How hard can it be, so der Originaltitel von „Wenn’s weiter nichts ist“. Wieder einmal schlägt das Original den deutschen Titel um Längen. Aber zu diesem Thema mag ich nichts mehr schreiben. Es ist eine unendliche Geschichte … Was vorliegt ist optisch und haptisch ein kleines Schmuckstück, das mich aufgrund des Covers mit hübsch gestalteter To-Do-Liste und seiner Inhaltsbeschreibung lockte. Beides weist deutlich auf die Zielgruppe hin. Frauen, speziell Mütter, die sich von ihrer Jugend unwillig aber unaufhaltsam verabschieden müssen. In Würde zu altern klingt so logisch und einfach, bis Mensch selbst an diesem Punkt angekommen ist. „Mein Badezimmerschrank beispielsweise ist ein Schrein für die Göttin des Anti-Agings. Nennen wir sie Utopia.“ Protagonistin und Ich-Erzählerin Kate Reddy, ehemalige erfolgreiche Fondsmanagerin, muss sich damit und mit all den anderen kleinen sich summierenden Problemchen einer Mittelschichtexistenz herumschlagen und sie nimmt den Kampf auf. Das mag sich trivial anhören, ist sicher keine hohe Literatur, doch nah, sehr nah an der Realität etlicher Frauen. Kates unaufhaltsamem inneren Monolog zu lauschen, teils in Form von E-Mails mit Freundinnen, teils im Zwiegespräch mit Roy, ihrem Hüter des Gedächtnisses der einen harten Job hat, weil Kate so viel Krimskrams verschiedenster Art auf ihrer Agenda stehen hat. Ab und an liefert Roy ihr die benötigten Informationen zu spät. Aber er liefert noch. Das alles ist so banal wie unglaublich witzig, enthält sowohl Screwball- als auch Slapstickmomente. Monty Python, Martina Schwarzmann, Monika Gruber und Amy Shumer lassen grüßen, denn Autorin Allison Pearson beherrscht die Kunst, einerseits die Realität zu beschreiben, sie dabei gekonnt zu persiflieren, dabei aber die Dramatik die sich daraus für die Betroffenen entwickelt, immer wieder ins tragikomische zu verwandeln, ohne den Tatsachen zu schaden. Ab und an bemüht sie den Zufall ein wenig zu sehr, hat einen der Roman aber bereits gepackt, so wie mich, stört das nicht und, tatsächlich, hatte ich gegen Ende sogar mit feuchteren Augen als normal zu kämpfen. „Sind meine Ängste noch im Rahmen? Haben alle Frauen das Gefühl, allein im Tower der Flugsicherung zu sitzen? Zugegebenermaßen mache ich schon Sorgen, seit Emily auf der Welt ist. Ich schätze das ist wohl normal. Sind die Kinder denn nicht ein Teil von uns? Und ist es nicht ideal, wenn dieser Teil von dir bei fremden Leuten übernachtet und dir keine Nachricht schickt, weil der >Akku leer war<. Wenn du dir aussuchen könntest, wem du dein lebenswichtigstes Organ mitgibst, dann doch sicher keinem schusseligen Teenager, der sein Handy aufzuladen vergisst, oder? Leserinnen, die ähnliche Erfahrungswerte haben wie Kate – und sie ist gnadenlos ehrlich, ab und an geradezu brutal – hasten mit der Protagonistin durch ihr Leben, leiden mit und können sich doch bei diesem temporeichen Kopfkino entspannen. Wunderraum sollte ein Mindestalter auf diesen Roman drucken und eine Warnung an die U-30er Mädels, deren Lebenswelt eine völlig andere ist. Es ist nie gut, zu weit in die Zukunft blicken zu können. Allison Pearson gönnt ihrem Bericht skurriles Nebenpersonal und scheut sich nicht, Klischees einzubauen. Das passt meistens gut, denn interessanterweise treffen diese im Alltag erstaunlich oft zu. Nur ab und an vergaloppiert sie sich ein wenig, wie hier, wo Kate zum X-Mas Konzert des Sohnemanns, hetzt um gemeinsam mit ihrem Gatten zuzuhören: „Doppelt gut, dass ich zum Konzert gefahren bin, denn Richard war nicht da. Er schrieb mir, er hätte ein wichtiges Achtsamkeits-Treffen vergessen. Wie wäre es, wenn er seinem Kind mal etwas Achtsamkeit entgegenbringen würde?“ Den bitteren letzten Satz hätte sie sich zugunsten des Gags und im Hinblick auf mitdenkende Leserinnenschaft getrost sparen können. Doch das ist Nörgeln auf hohem Niveau. Allison Pearson schreibt für Frauen, doch weit über dem klischeehaften frauenromantypischem No-brain-no-pain-Usus. Sie schildert leicht, amüsant und luftig den Alltag einer Alleinverdienerin, die nach etlichen Jahren Pause versucht, wieder beruflich Fuß zu fassen, Tochter und Sohn heil durch die Pubertät zu begleiten, sich um Mutter und Schwiegereltern zu kümmern und sich selbst dabei nicht völlig aus den Augen zu verlieren, und mit ihrer beginnenden Menopause zurechtzukommen. Ihr Mann ist dabei keine wirkliche Stütze: „Richard irrte auf seiner Reise zur Selbstfindung durch einen dunklen Wald, wie Leute in unserem Alter es tun, hatte aber vergessen Brotkrumen zu verstreuen, damit ich ihm folgen konnte. Ich hatte keine Ahnung wo er war, und aufgehört es wissen zu wollen, vor allem weil er es anscheinend gar nicht merkte oder es ihn nicht kümmerte, dass ich nicht mehr nach ihm suchte.“ Nebenbei beschreibt sie eine warmherzige, ergreifende Lobeshymne auf die Liebe und die Freundschaften unter Frauen. Ehrlich, ohne andere Frauen, die uns zuhören, sich ab und an mit uns andudeln und rumalbern, könnten wir doch gar nicht überleben! Loyalität, Solidarität, Zeit und offene Ohren und große Herzen – Mädels, ihr wisst wen ich meine – fühlt euch gedrückt. CHEERS! Die witzige feministische Sicht auf unsere Gesellschaft, in der Gleichberechtigung zwar festgeschrieben aber immer noch nicht umgesetzt ist – und es wohl auf lange Sicht noch nicht sein wird, obwohl wir im Westen schon viel erreicht haben -, mit der Pearson ihre Kate erzählen lässt ist das Erfrischende und Besondere an diesem Roman über Älterwerden, Liebe, Mutterschaft, Beziehungen und das verdammte, schöne alltägliche Leben, das manchmal so bittersüß und manchmal so dermaßen herausfordernd sein kann, dass wir gerne erst gar nicht morgens aufstehen möchten. Einfach liegenbleiben … nur einmal. Die meisten stehen, wie Kate, aber doch auf. Auch nach nur vier Stunden schlechtem Schlaf, kümmern sich und organisieren, machen weiter. „Wenn’s weiter nichts ist“ ist gleichzeitig witzige Unterhaltung, Motivationstraining, die beruhigende Versicherung, dass wir nicht alleine sind, wir sogenannten Babyboomerinnen, und LachYoga. Denn ernsthaft, wer nicht älter werden möchte verpast alles was nioch kommt und das möchte ja keine die noch einigermaßen bei Verstand ist. Dann doch lieber in Würde – und mit besserer Musik als einst auf der Titanic – in wunderbarem Schwanengesang gemählich untergehen. Mit Genuss! Und vor allem mit viel, viel Humor, den darf Frau sich gerne bei Allison Pearson abholen. Wellnesslesen.

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Das Buch ist die Fortsetzung von "Working Mom", das damals auch mit Sarah Jessica Parker in der Hauptrolle verfilmt wurde. Ich hatte das Buch auch gelesen und es hat mir gar nicht gefallen, es war so belanglos und voller Plattheiten, deshalb hatte ich etwas Bedenken, als ich den Hinweis auf die Fortsetzung entdeckt hatte. Aber: das Buch hat mich wirklich überrascht, es hat nichts gemein mit dem Vorgänger, es ist erwachsen geworden. Es ist auch völlig unabhängig davon zu lesen, man braucht keinerlei Vorwissen. Humorvoll beschreibt das Buch das Leben von Kate, zwischen Pubertät der Kinder mit all dem Social Media & Online-Wahnsinn, dem Älterwerden der (Schwieger-)Eltern und dem daraus resultierenden Betreuungsaufwand, dem Ehemann, der sich ganz der Achtsamkeit verschrieben hat und ihrer Familienernährerrolle, die mit streng auf die 50 zugehend alles andere als einfach zu wuppen ist. Zum Glück hat Kate Freundinnen, die ihr zur Seite stehen (und alle so herrlich unterschiedlich sind, super ausgearbeitet). Vordergründig ist das Buch witzig und erfrischend und hat mir fast ein Dauergrinsen beschert, weil so viele Alltagssituationen auf den Punkt gebracht sind (ihr kennt doch auch die Drop-down Listen zur Altersauswahl bei Online-Buchungen? Und das gruselige Gefühl, dass man immer weiter nach unten gehen muss, weil das eigene Geburtsjahr immer mehr nach unten rutscht?). Es hat aber auch eine andere Seite, denn es wird erschreckend klar ausgearbeitet, wie der Hase läuft. Vom Sexismus im Berufsleben bis "an allem ist die Mutter schuld". Kate versucht es allen recht zu machen und hat vor lauter To-Do Listen gar keine Zeit, über die Situation nachzudenken (und einmal gehörig auf den Tisch zu hauen). Noch ein paar Worte zur Optik: Das Buch ist im Wunderraum-Verlag erschienen und wie alle Bücher dort hochwertig: Neben bedrucktem Lesebändchen (mit jeweils unterschiedlichem Spruch, jedenfalls bislang bei meinen Büchern) und Leinenrücken sowie schönem Vorsatzpapier auch optisch ein Genuss. Mein Fazit: Ein Buch, das die gefühlte Massenschwemme der Bücher mit dem Inhalt "Mutter mit Baby zwischen Babybrei und Businsesskostüm, Kindergeburtstag und Karriere" (Filmzitat zu Working Mom) verlässt und die Zeit danach thematisiert. Witzig, erfrischend und doch ist vieles so wahr, 608 Seiten, die beim Lesen nur so dahinfliegen. Beste Unterhaltung für die Ü40 Generation.

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** Meine Meinung: ** Als ich das Buch angefangen habe zu lesen war ich ersteinmal vollkommen perplex. Der Schreibstil hat mich von Anfang an einfach sprachlos gemacht, denn dieser war einfach so wundervoll, dass ich sehr gut in die Geschichte hineingekommen bin. Dadurch dass dieser Stil auch sagenhaft flüssig und leicht war, war es so, dass auch ein vorankommen im Buch einfach sehr gut war und die Seiten sind einfach nur so davon geflogen. Wenn man einmal drin ist, dann lässt sich das Buch auch nicht einfach aus der Hand legen, denn es will einfach gelesen werden. Der Schreibstil der Autorin vermittelt auch nicht das übliche Gefühl, welches andere Bücher vermitteln, sondern ein ganz eigenes und dies hat mir sehr gut gefallen. Kate Reddy ist eine Protagonistin, die ich auf Anhieb gemocht habe. Ihre gesamte Art und ihr Charakter waren sowohl ernst, lustig aber auch unterhaltend, was einfach ins Gesamtbild dieser Protagonistin passte. Kate ist einfach bezaubernd auf ihre Art und Weiße. Sie schaffte es, dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe, dass die Botschaft die sie vermittelt hat angekommen ist und das sie trotz ihres Lebens eine gute Mutter und Ehefrau ist kam auch sehr gut rüber. Auch ihre zwei Kinder, die mitten in der Pupertät stecken, waren immer für ein Lachen da. Mich haben die Figuren in diesem Buch einfach begeistert, da sie so ganz anders sind, positiv anders und trotzdem so authentisch waren. Die Story in diesem Buch vermittelt einem, dass das Leben in zunehmendem Alter nicht immer einfach ist. Diese Story und die Botschaft dahinter ist einfach so sagenhaft gewesen, dass ich einfach nachdenklich wurde. Die Storyline war gerade heraus geschrieben und hat mir einfach sehr gefallen. Das Zusammenspiel von Story und Storyline ergab eine Explosion der Gefühle, denn bei diesem Buch konnte ich mich einfach fallen lassen und es richtig genießen. Für mich war diese Story und Storyline eine große Herausforderung, die mich vollkommen ausgefüllt hat und welche ich gut bestanden habe. Auch die Handlung in diesem Buch war flüssig und leicht verständlich, was ich erst nicht gedacht hätte. Die Handlung war einfach fesselnd gehalten und hat sich auch bis zum Schluss so gehalten, was ich sehr schön fand. Beim Handlungsstrang war ich mir anfangs gar nicht so sicher ob ich ihn gut verstehen werde aber meine Zweifel waren unbegründet, denn er war einfach gigantisch und leicht zu verstehen. Er hatte auch einen perment vorhandenen roten Faden, der nicht nur greifbar war sondern auch deutlich spürbar, was ich noch nie hatte. ** Mein Fazit: ** Nach beenden dieses Buches ziehe ich als Fazit, dass es mir sehr gut gefallen hat und ich direkt mit einem weiteren Buch aus diesem Verlag weitermachen werde. Dieses Buch berührte mich, brachte mich zum lächeln und rief Gefühle in mir hervor, die noch nie beim lesen hervorgerufen wurden. Auch der Schreibstil war einfach unheimlich fesselnd, flüssig und locker, was ich sehr genossen habe. Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich durch dieses Buch auf den Geschmack derartiger Bücher gekommen bin und vergebe diesem Buch 5 von 5 Diamanten.

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Kate Reddy war mir von Beginn an sympathisch. Sie steht im Leben, sie hat einen fantastischen ironischen Humor und sie ist so realistisch, dass man mit Freude ihr zuhört. Zugegeben, ich musste mir anfangs die Carrie aus Sex and the city aus dem Kopf klopfen, aber danach war es einfach nur ein rundum gutes Hörbuch. Und es hatte nichts mit dieser Serie und schon gar nichts mit der Carrie gemein - außer eben dieser Stimme, denn Irina von Bentheim hat auch Sarah Jessica Parker synchronisiert. Kate Reddy hat zwei pubertierende Kinder, einen gesundheitsfanatischen und sportabhängigen Mann, eine Mutter, die sie immer wieder an den Rand treibt und Schwiegereltern, die langsam alt werden und eine verpasste Karriere. Sie ist fast 50 und sieht sich vor dem Problem zu alt zu sein. Zu alt für scheinbar alles. Doch sie sieht es nicht ein und sie kämpft mit allen Mitteln und sie ist schonungslos ehrlich. Ja, sie ist in den Wechseljahren mit all ihren Nebenwirkungen. Ist sie deshalb nicht mehr begehrenswert? Ja, sie wird 50, aber ist sie deshalb langsamer im Kopf als jüngere Menschen? Was ist mit ihrer bisherigen beruflichen Erfahrung? Was ist mit ihrer Lebenserfahrung? Zählen diese im Arbeitskarussell nichts mehr? In der Finanzbranche werden die Krallen ausgefahren und die alten Kollegen auf das Abstellgleis geschoben. Sie muss kämpfen, um wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen und greift dafür durchaus in die Trickkiste. Während sie kämpft, nimmt sich ihr Mann zurück und geht den Weg der Achtsamkeit und möchte noch einmal neu durchstarten. Nun könnte man meinen er steckt in einer Lebenskrise, aber nicht doch, er sieht es anders (natürlich). Dafür wird das Geld knapp, die Sorgen größer und dann passiert es. Ein Mann taucht auf und wirbelt das Leben der Kate Reddy noch mehr durcheinander. Ich habe mit ihr gelacht, den Kopf geschüttelt und fassungslos geschaut und bei jeder Niederlage wollte man ihr den Arm umlegen und ihr Mut zu sprechen. Doch sie schafft es und bis dahin zeigt sie die ganz alltäglichen Dinge, den normalen Familienwahnsinn und den Zynismus der Gesellschaft gegenüber dem Älterwerden.

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