Leserstimmen zu
Dark Wonderland - Herzkönig

A.G. Howard

Die Dark Wonderland-Reihe (3)

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Vor einem Monat wurden Jeb und Morpheus von Königin Rot bei dem Abschlussball entführt und landeten im IrgendWoanders, während Alyssas Mutter von Schwester Zwei nach Wunderland verschleppt wurde. Gleichzeitig wurde das Kaninchenloch verschlossen und damit der einzige Weg nach Wunderland versperrt. Alyssa muss also irgendwie einen anderen Weg hineinfinden, um die Menschen zu retten, die sie liebt. Der Charakter der Alyssa ist aber reifer geworden und so langsam wird sie zur Königin, die Morpheus von Anfang an in ihre gesehen hat. Trotzdem hatte ich zwischendurch meine Probleme mit ihr und konnte nicht jede ihrer Handlungen nachvollziehen. Ich hatte allgemein auch Probleme der Handlung richtig zu folgen, vorallem im mittleren Teil. Es war noch skuriller und wunderlicher als die ersten beiden Bände und dadurch noch verworrener. Dadurch das die ganze Geschichte nicht nur im Wunderland, sondern auch im IrgendWoanders gespielt hat und es dort noch verrückter war, war es sogar mir zu abgedreht. Schon Mitte des zweiten Bandes hatte ich die Vermutung, wie die Dark Wonderland Trilogie enden könnte und für wen sich Alyssa entscheiden wird. Dem Menschen Jeb oder den Netherling Morpheus, was eine schwere Entscheidung ist, da sie in beiden Welten zuhause ist. Ich werde euch nicht verraten, was ich vermutet habe, aber ich kann euch zumindest sagen, dass ich recht hatte. Ich hatte schon seit meiner Vermutung Zeit mich mit dem Ende anzufreunden und mich zu entscheiden, ob es mir so gefällt. Das Ende hat so wie es war, einfach perfekt zur Geschichte gepasst und eigentlich hätte ich mir auch kein besseres Ende vorstellen können. Ich kann aber sagen, dass ich von dem ganzen Finale mehr erwartet habe und es mich nicht so überzeugen konnte, wie die ersten beiden Bände. Es war gut, aber nicht fantastisch und erst zum Ende hin kam ich wieder in die Geschichte rein. Ich fand es immer toll, wie die Autorin die ganze Geschichte um Alice und das Wunderland und deren Bewohner abgewandelt hat und was ganz neues geschaffen hat. Ich hatte aber hier einfach das Gefühl, dass sie die ersten beiden Bände an Verrücktheit übertreffen wollte. Was sie auch geschafft hat, nur leider war es einfach zu viel und zu abgedreht. Das Cover ist aber wieder unglaublich schön und genauso passend zur Geschichte wie bei den ersten beiden. Es gibt kaum Cover, die so perfekt zu den Bpchern passen und gleichzeitig auch noch so toll sind. Die Cover sind jedes Mal ein Eyecatcher und eine Verschönerung für das Regal.

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Allie hat alles verloren was ihr lieb ist. Ihre Mutter ist gegen ihren Willen nach Wunderland verschwunden und ihre beiden Helden, der gutherzige Menschenjunge Jeb und der hinterhältige Netherling Morpheus, sind ins IrgendwoWoanders, in die Spiegelwelt, gezogen worden; dem Reich für verbannte Netherlinge, wo Wahnsinn und Chaos selbst für die unsterblichen Geschöpfe tödlich sein können. Allie ist verzweifelt und der einzige Weg zurück nach Wunderland ist es, die Erinnerungen ihres Dads zurück zu holen, denn dieser war einst auch in Wunderland: er war ein gefangener Traumjunge, den Morpheus und ihre Mutter gerettet haben. Allie ist eine Erbin von Alice Liddell, der Alice, die einst ins Wunderland kam und deren Geschichte Lewis Carroll niedergeschrieben hat. Doch Allie weiß, dass die Wahrheit ganz anders aussieht, als das weltberühmte Kindermärchen. Wunderland ist ein dunkler Ort voller Chaos und Bewohner, die grausam sein können, wild und voller intriganter Ideen. Die menschliche Seite und die Netherlingsseite Auch im dritten Band von „Dark Wonderland“ kämpft Allie mit ihrer Netherlingsseite, die das Chaos liebt, gerne Intrigen schmiedet, bösartig ist und Abenteuer erleben will und ihrer Menschenseite, die gutherzig ist und niemandem etwas Böses will. Doch inzwischen hat sie es gelernt, auch die dunkle Seite in ihr anzunehmen. Sie ist im Gleichgewicht mit sich selbst, doch ihr Dad, der erst seit Kurzem seine Vergangenheit zurück erlangt hat, findet diese Seite gar nicht gut. Für ihn ist sie immer noch seine liebenswürdige Tochter. Und so hardert Allie wieder mit ihrem wahren Ich während gleichzeitig Schuldgefühle, an ihr nagen. Denn Allie hat das Kaninchenloch geschlossen und somit vielen Netherlingen die Rückkehr ins Wunderland verwehrt. Sie glaubt, ihre Mutter, Jeb sowie Morpheus im Stich gelassen zu haben, als diese ihre Hilfe nötig hatten. Aber im IrgendWoanders ist tatsächlich alles anders als erwartet. Jeb und Morpheus haben sich beim Übergang in die Spiegelwelt verändert. Sie erkennt Jeb kaum noch, der die Macht der Netherlinge nun in sich spürt. Spricht Morpheus die Wahrheit? Dieses Mal entsteht ein anderer Kampf zwischen Mensch und Netherling und Allie kommt sich hilflos vor, denn im NirgendWoanders sind ihre Kräfte begrenzt. Jeb scheint sie zu hassen und genau dieses Gefühl verstärkt Allies Unzulänglichkeit gegenüber dem alles entscheidenden Kampf um das Wunderland. Die Geheimwaffe: verworfene Erinnerungen Eine ganz besondere Rolle spielen die Erinnerungen in diesem dritten Band von „Dark Wonderland“. Nicht nur Allies Dad erhält seine Erinnerungen und damit seine Vergangenheit zurück, auch Königin Rot hat absichtlich Erinnerungen verworfen, die Allie nun findet. Doch sie dienen ihr nicht nur als Geheimwaffe, sondern bohren sich direkt in Allies Herz: Königin Rot war einst eine mitfühlende Person, deren Entscheidungen in der Vergangenheit schreckliche Ereignisse zur Folge hatten. Mit dem Verlust dieser Erinnerungen hat sie auch ihre Persönlichkeit und den Grund ihres Handelns verloren. Die verworfenen Erinnerungen sind eine faszinierende Idee, die dem Abschlussband von „Dark Wonderland“ eine gewisse Reife geben – und Allie an den Rand des Wahnsinns führen. Endlich ein Ende und doch … Es ist ein wohliges Gefühl eine Reihe zu beenden, doch irgendwie hat mich „Herzkönig“ von A. G. Howard etwas unzufrieden zurückgelassen. Der Anfang war extrem langwierig, das Geschehen ging nur langsam voran und der Fokus lag eindeutig auf der Dreiecksbeziehung zwischen Morpheus, Jeb und Allie. (Der Kampf zwischen Netherling und Mensch in einem Körper wiederholt sich.) Dies ändert sich irgendwann, als plötzlich neben Königin Rot auch die Herzkönigin – oder Königin Hart – eine Rolle spielt und man als Leser noch tiefer in die Historie von Dark Wonderland eintaucht. Der Mittelteil dagegen hatte es dann doch in sich, der Leser wird hinters Licht geführt, die Action ist spürbar und leider auch schnell wieder vorbei. Das Ende dagegen ist ein Ende, das wenig echte Entscheidungen von Allie verlangt: Alles oder nichts steht gar nicht erst zur Debatte. Einzig die verworfenen Erinnerungen sind besonders in diesem Buch. Sie bringen den Wahnsinn mit sich, gegen den Allie sich zum wiederholten Mal erwehren muss. Erinnerungen formen eine Persönlichkeit, können aber einen Menschen auch zerstören, wenn er von Reue zerfressen wird. Die Vergangenheit und die Erinnerung daran sind der Schlüssel zur Rettung Wunderlands und verleihen besonders Königin Rot eine Vielschichtigkeit, die verdeutlicht: Schwarz und Weiß, Gut und Böse existieren nicht in dieser extremen Gegensätzlichkeit.

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MEINUNG: Ich muss ja gestehen, dass ich absolut in die schönen Cover dieser Reihe verliebt bin. Sie passen toll zusammen und sind jeder für sich ein kleines Kunstwerk. Der Einstieg in das Buch gelang mir nur mittelmäßig. Es ist schon etwas her, dass ich den ersten und zweiten Band gelesen hatte und so musste ich mich erstmal wieder einfinden, was teilweise gar nicht so einfach war. Wer diese Reihe liest, weiß, dass sie wirklich skurril ist und man sich darauf einlassen können muss. Es wurde immer mal wieder spannend, sodass man gerne weitergelesen hat - aber im Gegensatz dazu gab es für mich auch einige langatmige und verstricktere Passagen. Wie schon in den Vorgängerbänden finde ich den Schreibstil des Autors ein wenig anstrengend, irgendwie fällt es mir immer schwer den gesamten Überblick bei der Geschichte zu behalten, was schnell zu Frustration führen kann. Deswegen ist dies kein Buch für mal "eben schnell zwischendurch".Ich habe es neben einem anderen leichterem Buch abends immer Stück für Stück gelesen, damit ich nicht zu schnell die Lust daran verliere. Der Schauplatz wechselt im dritten Band, es gibt neues zu erkunden und das sorgt für gelungene Abwechslung. Die Protagonistin Alyssa hat sich im Laufe der Bücher immer weiter entwickelt und wirkt Stück für Stück ingesamt stärker, auch wenn das leider nicht ihre Gefühle für das andere Geschlecht gilt. Das Ende ist ein tolles Finale und ich konnte das Buch mit einem guten Gewissen schliessen. Alles in allem gefällt mir die Idee hinter den Büchern sehr und die Anlehnung an Alice im Wunderland. Ich mag die schillernden Beschreibungen und auch die skurrilen Ideen. Trotzdem hätte ich mir ingesamt einen etwas leichteren Schreibstil gewünscht, bei dem man besser den Überblick behalten kann. FAZIT: Ein würdiges Finale der Reihe, dass mit seiner schillernden Fantasie überzeugen kann. Dennoch ist es auch etwas anstrengend zu lesen, da man vieles im Hinterkopf behalten muss. Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!

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