Leserstimmen zu
Weißt du, warum ich tot bin?

Kim Lock

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eBook
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Fairlie Winter erhält einen Brief von ihrer besten Freundin Jenna. Doch Jenna ist seit einigen Tagen tot. Den Brief hat sie abgeschickt, bevor sie starb. Jennas kleine Familie schien perfekt, aber jetzt wird Fairlie klar, dass ihre Freundin Geheimnisse vor ihr hatte. Geheimnisse, die sie das Leben gekostet haben. Fairlie muss die Wahrheit herausfinden. Eine Wahrheit, für die sie möglicherweise nicht bereit ist. „Weißt du, warum ich tot bin?“ ist ein Buch von Kim Lock, welches im Diana Verlag erschienen ist. Es geht in Richtung Psychothriller und hat die eine oder andere Überraschung parat. Es beginnt damit, dass sich Fairlies beste Freundin Jenna umgebracht hat und keiner weiß, wieso. Sie ist verheiratet, hatte durch ihren Mann ein relativ gutes Einkommen und einen zweijährigen Sohn. Die Gefühle, die geschildert werden, sind ein großer Teil dieses Romans und nehmen den Leser richtig mit. Nach und nach stellt sich heraus, was alles passiert ist. Sei es durch die Sprünge in die Vergangenheit oder Briefe, die Jenna von ihrer Mutter erhalten hat, es kam immer mehr zum Vorschein, dass Jenna in der Beziehung zu ihrem Mann unglücklich war und sich unterdrückt fühlte. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Geschichte lässt sich schnell lesen. Durch die guten Beschreibungen kann man sich alles auch gut vorstellen. Einzig allein die Untergliederung der Kapitel hätte man anders lösen können, aber das bleibt mehr oder weniger eine Geschmackssache. Insgesamt aber ein gelungenes Werk!

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Fairlie Winter und Jenna Rudolph (beide 26 Jahre alt) sind schon ihr Leben lang beste Freundinnen, obwohl sie recht verschieden sind: Fairlie dunkelhäutig, pummelig, oft spontan und immer noch Single; Jenna hingegen weiß, schlank, meist überlegt handelnd, verheiratet und Mutter eines zweijährigen Sohnes. Seit Jennas Heirat jedoch ist der Kontakt der beiden Frauen nicht mehr so intensiv wie einst. Eines Tages erhält Fairlie von Jennas Mann Ark einen Anruf, in dem er ihr mitteilt, dass seine Frau tot sei - sie hat sich in der Badewanne die Pulsadern aufgeschnitten. Fairlie ist zutiefst geschockt und kann kaum glauben, dass die Freundin Selbstmord begangen haben soll. Sie hatte immer den Eindruck, dass sie dem kleinen Henry eine liebevolle Mutter und trotz gelegentlicher Eheprobleme nicht verzweifelt war. Je mehr Fairlie darüber nachdenkt, desto stärker wird das Gefühl, dass Jenna ihr etwas Gravierendes verheimlicht hat. Als sie einen Brief erhält, den die Freundin kurz vor ihrem Tod abgeschickt hat, bekommen ihre dunklen Ahnungen noch mehr Nahrung, und sie muss unbedingt die Wahrheit über Jenna herausfinden. Resümee: Das Buch besteht aus 24 Kapiteln, die zwischen "Damals" und "Heute" alternieren und mit Perspektivwechseln einhergehen. Der Strang, der Ereignisse aus der Vergangenheit schildert - inbesondere das Verhältnis von Jenna und Fairlie sowie Jenna und Ark -, nähert sich immer mehr dem Gegenwartsgeschehen, bis beide Zeitebenen komplett miteinander verschmelzen. Eingeschoben in die Handlung sind Briefe von Jennas Mutter an ihre Tochter, bei denen man sich anfangs nach dem Bezug zum Gesamtgeschehen fragt. Dieser wird jedoch immer deutlicher und liefert schließlich die Erklärung für das zum Schluss schlechte Mutter-Tochter-Verhältnis und die Beziehung der Freundinnen zueinander. Durch den geschilderten Aufbau des Romans steigt die Spannung stetig an: Es werden Umstände aus der Vergangenheit beider Frauen offenbart, mit denen man nicht gerechnet hat, und auch das Gegenwartsgeschehen lässt einen so manches Mal fassungslos den Atem anhalten. Alle drei Protagonisten - Fairlie, Jenna und deren Ehemann Ark - sind in ihren für die Handlung relevanten Eigenschaften hervorragend gestaltet: Fairlie - dunkelhäutig, pummelig und oft spontan - wurde als Kind von einer weißen Familie adoptiert und leidet darunter, dass sie ihre richtigen Eltern nie kennengelernt hat. Ihre beste Freundin Jenna - weiß, attraktiv und meist überlegt handelnd - ist behütet aufgewachsen, obwohl der Vater die Familie früh verlassen hat. Ark ist ein extrem kontroll- und eifersüchtiger Mensch, der seine Frau als Eigentum betrachtet, mit dem er nach Belieben verfahren kann. Die das Geschehen dominierenden Themen ergeben sich aus den genannten Merkmalen: Freundschaft, Mutter- bzw. Elternliebe, physische und psychische Gewalt in der Ehe. Im Hintergrund stellte sich mir auch immer die Frage, ob Fairlie die Situation ihrer Freundin rechtzeitig hätte erkennen und deren Selbstmord verhindern können. Fazit: ein spannendes Buch mit einer ebenso interessanten wie Unheil erzeugenden Themen-Zusammenstellung.

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Das Cover gefällt mir sehr gut. Das Wasser und die Beine einer Frau darin wirken irgendwie beruhigend und doch geheimnisvoll. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Geschichte beginnt gleich mit der schrecklichen Nachricht von Jennas Tod. So wird gleich zu beginn Spannung aufgebaut und ich war sofort in der Geschichte gefangen.  Die Protagonistinnen Fairlie und Jenna wurden sehr schön herausgearbeitet und beschrieben. Beide besitzen Tiefe und ich konnte mich in beide hineinversetzen. Zu Ark hätte ich mir etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht.  Die Trennung zwischen "Heute", "Damals" und den Briefen der Mutter über ein Geheimnis fand ich ganz gut ausgearbeitet, obwohl die Autorin meist dann einen Zeitsprung einbaute, wenn es gerade richtig spannend und aufregend wurde. So wollte ich einfach immer weiterlesen und wissen, was passiert.  Einfach ist die Geschichte rund um Jennas Vergangenheit nicht. Ark und sie haben einfach viel zu schnell geheiratet und erst dann hat er sein wahres und krankes Gesicht gezeigt. Immer wieder musste ich stoppen und durchatmen. Jenna tat mir oft richtig leid.  Die Lovestory, wie sich Jenna und Ark kennen und lieben gelernt hatten, hätte man etwas verkürzen können, da sie stellenweise etwas mühsam und langwierig war.  Fazit Ich kann das Buch wirklich empfehlen, da die Geschichte spannend geschrieben wurde und sie auch zum Nachdenken anregt. Man sollte nichts überstürzen und sich die Zeit nehmen, einen Menschen wirklich kennen zu lernen.

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Meine Meinung Als ich das Cover gesehen habe und den Klapptext gelesen hatte, war klar dass ich dieses Buch lesen muss. Das ganze klang für mich sehr nach einer Geschichte alla „Tote Mädchen lügen nicht“ und ich wurde nicht enttäuscht – denn es war noch besser. Doch erstmal zum Grundsätzlichen. Der Aufbau der Geschichte unterscheidet sich in drei Teile: Damals, Heute und Briefe von Jenna’s Mutter an Jenna. Damals und Heute werden beide aus der Sicht einer Dritten Person geschrieben, die Briefe sind natürlich aus der Sicht von Jenna’s Mutter schrieben. In den Kapiteln „Heute“ steht hauptsächlich Farlie im Fokus, während „Damals“ die Geschichte von Jenna erzählt. Die Kapitel wechseln sich ab und enden manchmal mit einem Cliffhänger, die mich oftmals in den Wahnsinn trieben. Heute: Farlie erfährt hier das Jenna sich umgebracht hat. Für sie bricht eine Welt zusammen und ich hatte wirklich das Gefühl dabei zu sein. Ihre Fassungslosigkeit und ihre Reaktion wird so unglaublich authentisch beschrieben, ich konnte gar nicht anders als mitzutrauern. Ark lernen wir hier auch kennen, genauso wie Henry, den Sohn von ihm und Jenna. Der kleine tat mir die ganze Zeit über so unglaublich Leid, jedoch hätte ich mir gewünscht etwas mehr über seine Bindung zu Jenna zu erfahren, beziehungsweise wie er reagiert wenn er versteht. Ark’s Reaktion auf Jenna’s Tod lies einen Erahnen was für ein Mensch er ist, er war mir von Beginn an total unsympathisch. Farlie kann er offensichtlich nicht sonderlich leiden, und zu Henry scheint er keinen Bezug zu haben. Doch was für ein Mensch Ark wirklich ist erfahren wir in den Kapitelabschnitten „Damals“. Farlie kommt im Laufe der Kapitel einer Sache auf die Spur, die ich hier nicht näher erläutern möchte. Jedoch ist Farlie auch hier unglaublich authentisch dargestellt und gefällt mir wirklich sehr. Damals: Jenna begegnet hier zum ersten Mal Ark und ihre Geschichte beginnt. Farlie ist zu Beginn ein großer Teil davon doch das ändert sich schnell und an ihre Stelle tritt Ark. Was genau sie damals an ihm fand verstehe ich bis jetzt nicht. Denn im Laufe der Geschichte verändert sich Ark. Ohne es zu merken wird Jenna abgegrenzt und abhängig von Ark. Ich konnte ihre Reaktion nicht immer nachvollziehen aber Ark war auch ein, entschuldigt den Ausdruck, Kotzbrocken. Ich weiß nicht wie ich reagiert hätte in der ein oder anderen Situation. Jenna wird nach und nach isoliert und schließlich nimmt sich Ark einfach was er will. Funktioniert es nicht verdreht er Tatsachen zu seinen Gunsten und misshandelte sie auf psychischer Ebene um zu bekommen, was er will. Am Ende habe ich verstanden, nein das wäre gelogen. Ich war nicht mehr ganz so wütend auf Jenna. Verstehen, wie sie ihr Kind alleine lassen konnte, war mir nicht möglich. Die Briefe: Die Briefe sind zu Beginn sehr kryptisch geschrieben und ich habe nicht ganz verstanden was sie mit der Handlung zu tun haben. Doch nach und nach merkt man, dass hier erklärt wird warum Jenna den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen hat, an jenem Tag an dem sie Ark begegnete. Und die Briefe nehmen irgendwann auch Bezug zu der Handlung aus den Kapiteln „Heute“. Als ich mit dem Buch fertig war, war ich erschrocken wie schnell ich es gelesen hatte. Irgendwann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, denn ich musste wissen was Jenna dazu getrieben hatte und vor allem ob Ark am Ende blutet. Leider blutete er mir persönlich um einiges zu wenig. Farlies Reaktion auf die Enthüllungen, die Jenna ihr hinterließ, war mir um einiges zu rational und deckte sich nicht mit meinem Eindruck zu Beginn der Geschichte. Auch wenn Evelyn, Jennas Mutter und Pattie, Farlies Mutter, nicht sehr im Fokus der Geschichte stehen, haben sie doch einen Großen Anteil daran. Ich weiß das diese Rezension sehr wage gehalten ist, aber mehr wollte ich nicht sagen um die Geschichte nicht zu spoilern. Ich wurde von der Geschichte völlig eingenommen und war zwischendurch geschockt, traurig, wütend oder auch einfach sprachlos. Ich hoffe sehr das es Frauen gibt die sich Hilfe suchen und es nicht öfter so Enden muss. Das Ende der Geschichte finde ich, bis auf Ark’s Ende, sehr gut, vor allem das wir wissen wie es mi Henry weiter geht. Fazit Ein tolles Buch mit einem sehr schwierigen aber auch wichtigem Thema. Mir wurde das ein oder andere mal etwas übel, denn es ist traurig wie die Geschichte endet. Daher, wenn ihr selber von diesem Thema (Kontrollsüchtiger Ehemann, psychische/physische Misshandlungen) betroffen seid, überlegt euch ob ihr dieses Buch lesen könnt ohne unnötig getriggert zu werden. Ansonsten eine tolle Story, auch wenn ich mir den ein oder anderen Charakter etwas tiefgreifender Gewünscht hätte sind Farlie und Jenna so authentisch dargestellt, das ich super mit ihnen mit fühlen konnte. Das Ende hat mich im Hinblick auf Ark etwas enttäuscht, wobei man hier auch realistisch denken muss. Das hat die Autorin wohl getan.

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