Leserstimmen zu
Unsterblich

Jens Lubbadeh

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Paperback
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Wir schreiben das Jahr 2044. Marlene Dietrich ist verschwunden. Wie bitte? Ja, ganz richtig gehört! Die Technik hat sich weiterentwickelt, und es ist nun möglich, Verstorbene digital wieder zum Leben zu erwecken allerdings mit einigen Einschränkungen. Sie können sich beispielsweise nicht mehr an ihren Tod erinnern und sind auch nur virtuell dank eines Implantats zu sehen, sodass man seine geliebte Großmutter zwar wieder um sich haben, sie jedoch nicht umarmen kann. Allein die Grundidee hat mich schon gereizt, diesen Roman lesen zu wollen, und die Geschichte des Versicherungsagenten Benjamin Karl, der den Auftrag erhält, die verschwundene Marlene Dietrich zu finden, weil er damals ihre Überprüfung übernommen hatte, liest sich auch meistens recht spannend. Es gibt natürlich allerlei Komplikationen, ihm werden von unerwarteter Seite Steine in den Weg geworfen, während er sich ebenso überraschend mit jemandem zusammentut, der auf den ersten Blick ganz andere Interessen zu haben scheint. Mir hat die Story gefallen, allerdings fehlte der letzte zündende Funke zu einer Empfehlung als Buchtipp. Dafür war mir manches zu wenig durchdacht (Wieso akzeptiert der Großteil der Menschen diesen Stillstand anstelle von Neuerungen einfach? Warum sollte man die eingeschränkte virtuelle Kopie eines längst verstorbenen Menschen einfach so annehmen oder gar an die Macht wählen?), viele Charaktere blieben zu oberflächlich, und einige Längen im Mittelteil trugen ihr Übriges dazu bei. Der Roman ist zweifellos gut, aber aus der Idee hätte man meiner Meinung nach noch mehr machen können …

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Im Jahr 2044 arbeitet Benjamin Kari für das amerikanische Unternehmen Fidelity in deren Auftrag er die virtuellen Kopien von verstorbenen Berühmtheiten, insbesondere Schauspielern, zertifiziert. Diese so genannten Ewigen werden den Menschen mit Hilfe eines Gehirnchips direkt in ihren Alltag eingeblendet. So können verstorbene Familienmitglieder weiterexistieren und längst verstorbene Filmstars erneut Kassenhits produzieren. Einer dieser Stars ist Marlene Dietrich, die damals von Benjamin auf ihre Originaltreue zertifiziert wurde. Jetzt wird Benjamin in das Büro seines Chefs gerufen, wo ihn der gesamte Fidelity-Vorstand erwartet. Die Dietrich ist verschwunden. Man kann sich nicht erklären, was dahinterstecken könnte. Wurde ihr Programm gelöscht oder entführt? Steckt ein Hacker oder ein Virus dahinter? Immortal, der Konzern, der die Technologie hinter den Ewigen erfunden hat und alle Server betreibt, schweigt sich aus. Nach Möglichkeit soll die Presse von dem Vorfall nie etwas erfahren. Obwohl er eigentlich gar nicht dafür qualifiziert ist, schickt man Benjamin los, um Marlene Dietrich aufzuspüren oder herauszufinden, wie sie verschwinden konnte. Dazu reist er nach Hamburg, um sich mit dem Regiseur Lars von Trier zu treffen. Dieser hat die Dietrich zuletzt gesehen. Er erzählt Benjamin, dass sich die beiden in einem Berliner Restaurant getroffen haben, um über ein bevorstehendes Filmprojekt zu sprechen. Erstaunlicherweise sollte es in dem Film um den Selbstmord eines Ewigen gehen. Eine Sperre in deren Programmen schließt jedoch normalerweise jegliches Nachdenken über den Tod kategorisch aus. Benjamin reist weiter nach Berlin, um sich die Überwachungskamerabilder aus dem Restaurant anzuschauen. Auch hier macht er eine unerklärbare Entdeckung. Am nächsten Tag hat die Presse von dem Vorfall erfahren und es kommt zu Protesten auf den Straßen, da die Menschen glauben, ihre ewige Existenz sei jetzt nicht mehr sicher. Als sich Benjamin das Haus von Marlene Dietrich anschauen will, trifft er auf die NDR-Reporterin Eva Lombard, die ihn zu einer Zusammenarbeit überreden kann. Gemeinsam gehen sie auf Spurensuche. Doch schon bald wird der Fall gefährlich, als in ihrem Umfeld immer mehr rätselhafte Morde passieren. Jemand scheint seine Spuren verwischen zu wollen und Benjamin und Eva sind nun zu ungeliebten Zeugen geworden. Nach einem eher gemächlichen Start nimmt das Buch immer mehr Fahrt auf und verwandelt sich gegen Ende in einen spannenden Science Fiction-Thriller. Im Vordergrund stehen neben der Aufdeckung von Verschwörungen Fragen wie: Was ist eigentlich Bewusstsein? Was ist Leben? Und bedeutet ewige Existenz Stillstand? Die Welt von Unsterblich bietet viele Möglichkeiten für Geschichten, konzentriert sich aber sehr auf das Vorhandensein der Ewigen und nicht allzu sehr auf die Technologie dahinter. Bei einer Lesung in Berlin hat Jens Lubbadeh erklärt, dass er mit seinem Buch eine bestimmte Geschichte erzählen und nicht große Teile des Inhalts mit technischen Erklärungen füllen wollte. Ihm war bewusst, dass es natürlich noch viele andere Aspekte gibt, die man in den dreißig Jahren an Technologie und Gesellschaft hätte verändern können, diese aber eben bei seiner Handlung nicht der Fokus waren. Das ist nachvollziehbar und es ist ihm auch dadurch gelungen den möglichen Stillstand, der mit so einer Technologie einhergehen könnte, zu verdeutlichen. Mir ist beim Lesen immer wieder aufgefallen, dass Jens Lubbadeh als Journalist im Technologiebereich arbeitet, da mir viele Entwicklungen in seinem Roman aus Artikeln, die ich ebenfalls gelesen habe, bekannt vorkamen. Er hat sich scheinbar von seiner Arbeit inspirieren lassen und so eine durchaus realistische Zukunftsvision geschaffen.

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Im Jahre 2044 ist die Unsterblichkeit nur wenige Programmzeilen entfernt. Die Firma Immortal ermöglicht es, dass man nach seinem körperlichen Tod in der digitalen Welt weiterlebt. Aber was, wenn einer der berühmtesten Ewigen plötzlich verschwindet? Der Leser erlebt einen Großteil der Geschichte aus der Sicht von Benjamin Kari, der damit beauftragt wird herauszufinden was passiert ist. Er lebt in einer Welt in der die Blendet Reality zum Alltag gehört. In der man sich nicht mehr die Hand gibt zur Begrüßung um seine digitalen Mitbürger nicht zu brüskieren. Die Sprache des Buches ist angenehm und flüssig zu lesen, manchmal bildhaft, nachdenklich oder nüchtern. Je nach Situation und Charakter. Die einzelnen Charaktere selbst fand ich gut gezeichnet. Sie hatten alle ihre ganz eigene Art, was sich in ihrem Verhalten, ihrer Sprache wiederspiegelte. Lubbadeh hat seine Geschichte in eine Welt eingebettet, die einem gar nicht mal als so fremd erscheint. Einfach nur einige Jahre in der Zukunft, in der es das normalste von der Welt ist sich mit einem nur aus Bits und Bytes bestehenden Menschen zu unterhalten. Einer Welt, in der alles auf digitaler Ebene zusammenhängt, die zeigt welche Ausmaße das Sammeln von Daten annehmen kann. Für mich ein gelungener und spannender Science-Fiction Roman. Hat mir gut gefallen.

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Wir befinden uns im Jahre 2040. Der Konzern „Immortality“ herrscht über die Welt. Dieses Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Menschen nach ihrem Tod unsterblich zu machen. Überall auf der Welt befinden sich „Ewige“, virtuelle Klone von bereits verstorbenen Menschen. Zusätzlich zu den „Ewigen“ hat jeder lebende Mensch einen „Avatar“, damit kann jeder an verschiede Orte reisen und gleichzeitig an zwei verschieden Orten sein. Als eines Tages ein Ewiger verschwindet, kommen Zweifel an der Unsterblichkeit der Menschen auf. Und ausgerechnet ist es eine bekannte Persönlichkeit, Marlene Dietrich, dessen biologischer Körper bereits vor langer Zeit gestorben ist… Ich habe mich auf einen intelligenten Science Fiction Roman gefreut, der dystopische Züge enthält. Und genau das bekommen hier von Jens Lubbadeh geboten. Leider ist diese Dystopie nicht so düster wie man es vielleicht erwartet hat aber dennoch hat mich die Vorstellung über ein Leben, wie die Menschen es in 2040 hier führen, sehr erschrocken. Lubbadeh hat es geschafft die Gefahr sehr subtil darzustellen und immer wieder kurz durchblitzen zu lassen. An manchen Stellen habe ich an dem Setting gezweifelt, da die Technologie sehr weit fortgeschritten ist aber dennoch Computer, wie wir sie kennen verwendet werden. An diesen Stellen habe ich mich immer wieder gefragt, ob das an der Übersetzung lag oder einfach nicht gut durchdacht worden ist. Es gibt natürlich in dieser Welt Technologien, die es definitiv so nicht gibt und doch fand ich sie nicht immer ganz überzeugend. Die Charaktere waren mir leider zu stereotypisch. Sowohl Benjamin Kari, der Protagonist, die Journalistin Eva, mit der er sich im Laufe der Geschichte zusammen tut und die Mitarbeiter des Konzerns. Auch der Hacker, der psychisch labil ist und dennoch alles, und wirklich alles kann – ein echtes Wunderkind“ war mehr ein Stereotyp als ein innovativer, gut ausgearbeiteter Charakter. Dennoch mochte ich letzteren von allen Charakteren am liebsten. Kaum einer der Personen entwickelt sich großartig weiter, außer Kari, der seine Sichtweise auf die Dinge ändert. Aber ansonsten kann jede Person in die Kategorie „Gut“ und „Böse“ eingeordnet werden ,etwas dazwischen gibt es leider so gut wie gar nicht. Auch Marlene Dietrich, von der der Leser mehr Auftritte erwartet hat, kam mir irgendwie fehl am Platz vor und ich hab mich immer wieder gefragt, warum diese berühmte Persönlichkeit gewählt worden ist für diesen Roman. An sich fand ich die Idee grandios aber leider nicht so befriedigend wie ich es mir erwünscht habe. Das Thema „Virtual Reality“ hat in dieser Welt ein tolles Setting bekommen, was mir leider etwas zu wenig ausgearbeitet war- dennoch hatte ich Spaß beim Lesen auch wenn ich meine Kritikpunkte habe.

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Karls Rezension Klappentext DIESE ZUKUNFT IST NUR EINEN KLICK ENTFERNT Der Traum der Menschheit vom ewigen Leben ist Wirklichkeit geworden: Dank Virtual-Reality-Implantaten können die Menschen als perfekte Kopien für immer weiterleben. Auch Marlene Dietrich ist als Star wiederauferstanden und wird weltweit gefeiert – bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Eigentlich unmöglich! Für den Versicherungsagenten Benjamin Kari wird aus der Suche nach ihrem digitalen Klon ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel. Mit »Unsterblich« legt der Wissenschaftsjournalist Jens Lubbadeh einen Debütroman vor, der die Hybris unserer digitalisierten Gegenwartswelt schonungslos und packend entblößt. Der Autor Jens Lubbadeh ist freier Journalist und hat bereits für Technology Review, Greenpeace Magazin, Spiegel Online und viele weitere Print- und Digitalmedien geschrieben. Für seine Arbeit wurde er mit dem Herbert Quandt Medienpreis ausgezeichnet. »Unsterblich« ist sein erster Roman. Jens Lubbadeh lebt in Hamburg. Mein Fazit Story 2044, der Tod ist gestorben, zumindest teilweise. Ein Hightech-Unternehmen hat es möglich gemacht, dass von jedem Menschen Hologrammen angefertigt werden können, die nach dem Tod des Menschen weiterleben. Aber auch schon längst gestorbene Menschen können wiederauferstehen, z.B. John F. Kennedy, der gerade wieder Präsident ist, zumindest sein Hologramm. Michael Jackson rockt wieder die Charts, zusammen mit Elvis Presley, aber auch Filmstars wie z.B. Marlene Dietrich gibt es wieder – und die ist plötzlich verschwunden, ja man glaubt, sie soll ermordet worden sein. Aber wie ist das möglich, ein Hologramm zu entführen, geschweige denn zu ermorden? Der Versicherung Agent Benjamin Kari wird auf die Suche nach dem digitalen Klon geschickt. Schreibstil Das Buch ist, obwohl es viel zu erklären gibt, einfach zu lesen. Es ist schon erstaunlich, wie es dem Autor gelingt, auf knapp 450 Seiten eine neue Welt entstehen zu lassen und die ganzen Vorgänge rund um die neue Technologie zu erklären und dennoch spannend zu erzählen. Charaktere Hauptfigur ist Benjamin Kari. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt. Einen Bezug kann man indes nicht aufbauen, was auch nicht unbedingt vom Nachteil ist, so bleibt die Geschichte flüssig und recht temporeich. Mein Fazit Eine interessante Geschichte in einer Welt von morgen. Die Geschichte ist recht temporeich und spannend. Es sagt uns, welch ungewöhnliche Wege der Mensch gehen kann auf der Suche nach Unsterblichkeit. Kari muss im Laufe der Geschichte erkennen, dass das Unternehmen, für das er tätig ist, nicht ganz die Wahrheit sagt. Und das der Weg, den die Menschheit gewählt hat, auch nicht der richtige ist, obwohl sicherlich nachvollziehbar. Wenn der Lebenspartner früh stirbt, hat man noch den Klon. Schauspieler können weiter Filme drehen usw. Da die Klone für die Menschen an sich keine Gefahr darstellen, ist es für den Leser nicht ganz so einfach, dafür zu sein oder dagegen. Ich vergebe gute vier von fünf Leseratten/Sternen und eine Leseempfehlung für S/F Fans.

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Inhalt Welchen Wert hat das Leben noch, wenn der Tod überwunden wird? Genau das hat die Firma Immortal geschafft, nach dem Tod kann jeder als virtueller Klon, genannt Ewiger, weiterleben. Auch vergangene Berühmtheiten wandeln wieder über die Erde. J.F. Kennedy ist erneut Präsidenten der Vereinigten Staaten, Queen bricht alle Rekorde mit ihrem neuen Album und Steve Jobs kündigt das iCar 6 an. 2044 scheint eine Zeit voller Möglichkeiten und Grenzenlosigkeit zu sein. Und dann passiert das Unmögliche: Die wiederbelebte Marlene Dietrich verschwindet spurlos und scheint wie vom Erdboden verschluckt. Die beunruhigende Nachricht droht an die Öffentlichkeit zu geraten und Zertifizierungs-Spezialist Benjamin Kari wird auf die Suche nach ihr geschickt. Während seinen Ermittlungen in Berlin stößt er auf unfassbare Beweise und bald gerät nicht nur seine, sondern die gesamte Welt aus den Fugen. Erster Satz Der Regen sah aus, als würde er niemals aufhören. Meine Meinung Das erste, was mir ins Auge fiel, war natürlich das Cover: Schlicht, elegant und doch außergewöhnlich. Es ist einfach ein Eyecatcher und eine Bereicherung für jedes Bücherregal. Auch der Klappentext konnte meiner Neugier weiter schüren und so dauerte es nicht lange, bis ich den Roman in Händen hielt, mich mit einer Decke in eine stille Ecke verzog und das erste Kapitel las... Und zweite und das dritte. Die Seiten flogen nur so dahin, ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Autor erschafft mit einem feinen (an manchen Ecken noch etwas holprigen) Schreibstil eine so faszinierende, fremdartige, beängstigende und doch realistische Welt, dass man glatt von ihrem Sog erfasst wird und gar nicht anders kann, als mit Kari (der Hauptperson) auf jeder Seite mitzufiebern. Und wo wir gerade von Charakteren sprechen: Hut ab, Lubbadeh. Mir fällt es normalerweise recht schwer, mich in eine Hauptperson hineinzuversetzen. Oft sind sie mir einfach unsympathisch oder handeln meines Erachtens total schwachsinnig. Doch mit Ben Kari hat der Autor einen so faszinierenden Protagonisten ins Leben gerufen, dass ich nicht genug haben konnte. Er ist nicht so perfekt, markellos und berechenbar, wie es heutzutage häufig in moderner Literatur zu lesen ist. Nein, Kari ist kurz gesagt ein Langweiler, der zwar einen recht interessanten Job hat, aber an besonderer Persönlichkeit nicht viel vorzuweisen hat. Und genau DAS ist das Brillante. Viele seiner Entscheidungen fallen sehr instinktiv und mal auch falsch aus, Gedankengänge lesen wir ungefiltert und etwas chaotisch und doch ist er aufregender und sympatischer, als so viele andere 08/15 Protagonisten. Die ganze Geschichte profitiert von diesem Schachzug! Lubbadeh zeigt, dass es nicht immer ein teuflisch gut aussehender Prinz sein muss, der die Welt rettet oder ein Mädchen, das sich schon immer anders gefühlt hat und plötzlich die letzte Überlebende eines was-weiß-ich-untergegangen-Volkes ist. Kari ist der Durchschnittsmensch von nebenan und gleichzeitig auch wieder nicht. Denn was heißt schon Durchschnitt? Je mehr man ihn kennen lernt, desto interessanter und einzigartiger wird er, letztendlich gibt es uns alle nur einmal. Analog verhält es sich auch mit den Nebenpersonen des Romans. Wer am Anfang der Feind war, kann zuletzt ein Verbündeter sein und gleichzeitig denkt doch jeder, dass er das einzig Richtige tut.Jetzt habe ich soviel über meine Eigeninterpretation der Charaktere geschrieben, obwohl das noch nicht einmal die Hauptaussage der Geschichte, sondern lediglich meine Lobrede an den Autoren und ein großes Dankeschön für so viel Vielfalt auf so wenig Papier ist. Tatsächlich geht es viel mehr um Fragen zu Datenschutz, Macht, Manipulation und natürlich ein Leben nach dem Tod, die Unsterblichkeit. Man wird automatisch dazu verleitet sich selber zu fragen, wie man in dieser Zeit handeln und ob man auch das unsterblich Leben wählen würde. Virtuelle Realität und ihre Grenzen stehen auch sehr im Vordergrund ich könnte jetzt noch seitenweise weiter auflisten, was das Buch alles anspricht. Kurz gesagt, es ist sehr abwechslungsreich und doch wirkt es nie zu philosophisch, politisch oder sachlich. Unsterblich ist nämlich neben all diesen Denkanstößen auch ein Meisterwerk der Science Fiction Literatur. Spannung, Action, Krimi-Atmosphäre und ein Hauch (aber wirklich nur ein sehr, sehr zartes Lüftchen) an Romanze schaffen es, sich ihr Plätzchen in den 450 Seiten zu suchen und machen aus dem ersten (!!!!!) Roman von Jens Lubbadeh ein grandioses Gesamtpaket an Emotionen, Philosophie und Science Fiction. Fazit Es wird wohl kaum überraschen, dass ich Unsterblich als erstes Science Fiction Fans an Herz legen kann, jedoch mit der Warnung, dass es sich hier nicht um einen Action Epos wie Star Wars handelt. Zwar ist Spannung durchaus allgegenwärtig, jedoch eher die eines Krimis. Außerdem endet meine Empfehlung nicht bei Sci-Fi Nerds. Auch philosophisch und politisch ist es sehr anregend und lässt einen Virtual Reality von einem anderen Blickwinkel betrachten. Wenn du also Lust auf Kontroverse, Dramatik und Unterhaltung hast, schnapp dir Unsterblich und verbringe ein paar phantastische Stunden/Tage mit diesem äußerst gelungenen und modernen Werk der Science Fiction Literatur.

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Die Welt im Jahre 2044 - Dank der Firma Immortal ist es den Menschen möglich mit Hilfe eines Implantates nach ihrem Tod als perfekte Kopie für immer weiterzuleben. Auch berühmte Verstorbene werdende wiederbelebt, Stars und Politiker aus allen Bereichen. Benjamin Kari arbeitet im Versicherungswesen der Tochterfirma dieses großen Unternehmens. Er ist dafür zuständig, diese Kopien, sogenannte "Ewige" zu prüfen und freizugeben. Das System ist perfekt und fehlerlos - bis eines Tages die Ewige von Marlene Dietrich verschwindet. Würde sie entführt oder gar ermordet ? Kari wird auf den Fall angesetzt und findet schon bald immer mehr Unstimmigkeiten heraus und scheint geheime Machenschaften und ein Forschungsprojekt aufzudecken, das schließlich in einer wilden Jagd endet. "Unsterblich" hat mich zunächst einmal aufgrund des wahnsinnig gelungenen Covers als erstes im Buchladen angesprochen. Dies Story klang ebenso interessant und ich würde auch nicht enttäuscht. Zu Anfang braucht man natürlich eine kleine weile, bis man sich in diese neue Sci-Fi-Welt eingedacht hat. Das erschreckende daran ist, dass das ganze gar nicht einmal so unwahrscheinlich ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einmal zu virtuellen Wiederbelebungen kommen wird und dass ein uns implantierter Chip als unser Leben aufzeichnet nach dem wir wiederbelebt werden können. Einzig die Form der Wiederbelebung, also der "Ewigen" wie sie in diesem Buch beschrieben sind, hätte ich mir ein wenig anders vorgestellt, als bloße Art von Hologrammen, die nicht berührt oder gefilmt werden können (außer mit speziellen Kameras) oder sich gar im Spiegel sehen können, aber ansonsten vollkommen das Bewusstsein ihres verstorbenen Ichs haben. Wenn ich mir vorstelle weiterleben zu können, aber meine Familie, meinen Partner nicht berühren und umarmen zu könne, wäre das doch recht traurig. Essen und trinken geht natürlich auch nicht. Die Geschichte baut nach anfänglicher Einleitung, durch die man dann auch schnell in die ganze Welt sich einfindet immer mehr an Spannung auf. Die Lage spitzt sich zu, es kommen Ereignisse und Wendungen mit denen man nicht rechnet und man will einfach nur noch weiterlesen. Bis zur großen Enthüllung und zum Knall, doch dahin ist ein steiniger und gewaltsamer Weg der viele Überraschungen für Kari und den Leser parat hat. Am Ende hätte ich mir allerdings auch nochmal etwas mehr gewünscht... Alles in allem ein grandioser Sci-Fi-Roman, der nicht nur Fans dieses Genres begeistern wird. Ich selber lese wenig Scifi, finde aber in letzter Zeit immer mal wieder gefallen an einigen Romanen dieses Genres und habe dies hierin durchaus gefunden. Eine Leseempfehlung von mir ! Schaut unbedingt mal rein.

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Ein rundum super Buch! Von Idee bis Umsetzung muss ich sagen: Hut ab, Herr Lubbadeh! Selten habe ich etwas so faszinierendes gelesen! Vielen Dank für diese zum Nachdenken anregende Erfahrung!

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