Leserstimmen zu
Mein Stadt-Kräuter-Buch

Ursula Stratmann

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Hardcover
€ 16,99 [D] inkl. MwSt. | € 17,50 [A] | CHF 23,90* (* empf. VK-Preis)

Auf jeder Seite in jedem Satz spürt man die Liebe die Ursula Stratmann gegenüber den unscheinbaren Wildkräutern oder den "grünen Schätzchen", wie sie sie selbst nennt, hegt. Mit einer ordentlichen Portion Wissen und einer Prise Humor hat mich die Autorin im "Stadt-Kräuter-Buch" in eine Welt entführt, die zwar immer da war, die mir dennoch bisher verborgen blieb. In der Stadt gibt es nämlich an allen Ecken Wildkräuter, die sogar zum Großteil essbar sind. Das Buch ist in vier Abschnitte eingeteilt. Zunächst geht die Autorin auf die Botanik in der Großstadt ein. Stratmann berichtet von den essbaren Städten Todmorden (Großbritannien) und Andernach (Deutschland), in denen Bewohner und Gäste ungestört ernten, naschen und staunen können. In Innenstädten gibt es häufig keine Wildkräuter, sondern nur Betonwüste. Doch in Parkanlagen, Wiesen, Wäldern oder Brachen gibt es sie. So auch in Großstädten wie München, Berlin und Köln. Man muss nur suchen. Doch am interessantesten finde ich die Abschnitte "Wildes Stadtgemüse" und "Meine wilde Apotheke". Neben Brennnessel, Löwenzahn und Gänseblümchen gibt es in der Stadt noch mehr zum Essen. Bebildert und mit einem Steckbrief versehen, gibt Startmann einen Überblick über ein paar essbare Wildkräuter. Wohlgemerkt: Nur ein paar! Denn in Deutschland gibt es rund 1000 essbare Wildkräuter. Dazu gibt es von Stratman Tipps rund um die Ernte, die Anwendung und ihre liebsten Rezepte, mit denen man die Aromen der Kräuter herauskitzeln kann. Gesucht und gefunden! Essbare Wildkräuter in Leipzig In Leipzig bin ich bereits nach den ersten gelesenen Seiten auf die Suche nach ihnen gegangen. Knoblauchsrauke, Spitzwegerich, Gundermann und das Kletten-Labkraut konnten sich nicht lag verstecken. Und auch Blütenknospe von Gänseblümchen hab ich genascht. Sie haben sofort eine Kindheitserinnerung ausgelöst: Früher habe ich mit meiner Oma immer Lindenblütenknopsen gegessen. Und komischerweise erinnert mich der Geschmack daran. Ich hatte nur vergessen, dass man die auch essen kann. Danke für die neue und vor allem köstliche Sichtweise auf meine Stadt. Überall sprießt Essbares, man muss nur genau hinschauen. Meine Freunde wissen mittlerweile auch Bescheid, denn kein Besuch im Park ohne ausführlichen Vortrag, was man dort alles genüsslich verspeisen kann. Fazit: Für Naturliebhaber, Kräuterhexen und Salatgourmets ist dieses Buch ein absolutes Muss. Doch Vorsicht: Bereits eine Seite dieses Buches, macht süchtig. Spazieren gehen wird nie mehr so sein wie zuvor. Denn plötzlich versteckt sich zwischen jedem Grashalm und Fuge etwas Essbares. Guten Appetit.

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Das Wissen um Kräuter begeistert heute immer mehr Menschen. Was unsere Großmütter noch ganz selbstverständlich wussten, müssen wir uns heute wieder mühsam erarbeiten. Zum Glück gibt es hilfreiche Bücher wie dieses hier. Ursula Stratmann, Biologin und Kräuterkundige, will mit „Mein Stadtkräuterbuch“ auch den Stadtmenschen die Natur etwas näher bringen. Wer mit offenen Augen durch die Städte läuft wird überrascht sein, welche Vielfalt uns auch hier die Natur zu bieten hat. Nicht nur Gänseblümchen und Löwenzahn, deren Blüten essbar sind, sondern auch Scharbockskraut, Gundermann und co. wollen entdeckt werden. Die Autorin spart nicht mit Tipps, an welchen Stellen man essbare Pflanzen findet und von welchen Stellen man lieber die Finger lassen sollte. Wenn es nach ihr ginge, dann sollten sowieso nur noch Pflanzen mit einem Mehrwert gepflanzt werden. Also Obstbäume, Gemüse und Obst neben Kräuter die nicht nur gesund sind, sondern auch noch wunderschön blühen. Die vorgestellten Kräuter sind mit einem ausführlichen Portrait beschrieben. So bringt sie uns nicht nur die Vorteile des Pflänzchens näher, sondern beschreibt die Pflanze ausführlich mit Foto und Zeichnung und einem passenden Rezept. Und eines habe ich festgestellt: Sobald ein Kraut mal einen Namen hat, dann ist es kein „Unkraut“ mehr. Ich erkenne den Wert dieser Pflanze und freue mich plötzlich, dass sie überall wächst. Die berühmteste deutsche „essbare Stadt“ ist wohl Andernach. Man findet hier überall essbares, selbst Kohl und Bohnen, für jeden zugänglich und erlaubt zu naschen. Ein geniales Konzept welches mit Sicherheit in vielen anderen Städten auch funktionieren würde. Und weil Andernach so eine tolle Vorzeigestadt ist wurde dieser einige Seiten in dem Buch gewidmet. Fazit Nicht umsonst wird dieses handliche Buch von Wolf-Dieter Storl empfohlen. Hier wird uns die Natur wieder ein Stückchen näher gebracht zwischen Hochhäusern und Asphalt. Und wer sich so gar nicht traut aus der freien Natur zu bedienen, der kann sich seine Kräuter auch auf dem Balkon oder der Terrasse selber pflanzen. Dank der handlichen Größe passt das Buch auch in jede Handtasche, so dass man es immer zum Nachschlagen dabei haben kann. Ich bin begeistert.

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