Leserstimmen zu
Sturmtage

Leila Meacham

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Inhalt Texas um 1900. Nathan Holloway wächst in bescheidenen Verhältnissen auf einer kleinen Farm auf. Dennoch ist der junge Mann mit seinem Leben zufrieden. Bis ihm eines Tages zu seiner großen Überraschung der wohlhabende Trevor Waverling offenbart, dass er sein leiblicher Vater ist und Großes mit ihm vorhat: Trevor will ins Ölgeschäft einsteigen, und Nathan soll seine Firma langfristig übernehmen. Nach anfänglichem Zögern ergreift Nathan die große Chance und nimmt das Angebot an. Der Beginn eines rasanten gesellschaftlichen Aufstiegs und Anlass einer schicksalhaften Begegnung. Denn bei einem Geschäftstermin mit dem reichen Rancher Neal Gordon lernt Nathan dessen junge Tochter Samantha kennen – ohne zu ahnen, wie sehr Samantha sein Leben verändern wird … (Quelle: Klappentext, Innenseite) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Nathan wird von seiner Mutter mit Nichtbeachtung gestraft, während sein Vater ihm immer wieder Liebe schenkt. Wirklich erwünscht fühlt er sich nie – der Grund wird ihm von heute auf morgen präsentiert. Leon, sein Vater, ist nicht sein leiblicher Vater. Sondern Trevor, der eines Tages vor der Tür steht und seinem Sohn ein Angebot unterbreitet. Nathan zieht zu ihm und wird zu seinem „landman“ – das ihm einiges über sein Leben weiterhin verheimlicht wird, merkt er nicht. Ihm gefällt sein neues Leben und wird bald unverzichtbar für seinen Vater… Nathan kann einem bei dieser Mutter nur leid tun – sie bevorzugt seine Halbgeschwister und lässt ihn außen vor. Sie sieht nie Erfolg in ihm, doch sie irrt sich. Unter Trevor mausert er sich und Leon ist überglücklich über die Entwicklung. Ich fand Trevor sehr sympathisch. Samantha hat sich gegen eine Prestige-Uni und für das Weiterführen der Familienranch entschieden – sie wollte ihren Eltern für ihr Leben danken. Als Adoptivkind hätte es sie deutlich schlechter treffen können – in ihrem Freundeskreis trifft diese Entscheidung auf große Verwunderung. Warum schmeißt sie diese großartige Chance weg? Doch Samanthas Entscheidung steht fest und sie bleibt Zuhause. Aber das Leben dort ist alles andere als einfach, denn sie kommt langsam ihren Eltern auf die Spur, dann ist da noch Sloan mit seiner neuen Freundin Anne, die Mutter, die sie lieber in der Stadt hätte und ein Schädelknochen, der eine Ölbohrung zu nichte machen kann… Samantha hat liebevolle Eltern, die immer hinter ihr gestanden haben. Sie ist zu einer taffen, selbstbewussten und nachdenklichen Frau geworden, die es locker mit den männlichen Chefs aufnehmen kann. Sie macht einen unglaublich sympathischen Eindruck. Sloan und Samantha sind Nachbarskinder und viele Jahre eine untrennbare Paarung gewesen, bis er sich für eine Frau interessiert, die kein gutes Haar an Samantha lässt. Die Kindheitsfreundin zieht sich zurück und versteckt ihre nicht-freundschaftlichen Gefühle für ihn. Sloan ahnt davon nichts, wundert sich aber, warum Samantha plötzlich so kühl ist. Bis er mit der Nase draufgestoßen wird… Sloan hielt sich anfangs für einen netten jungen Mann, der als Jugendlicher die elterliche Ranch übernehmen musste und sich im Laufe der Zeit zum Boss gemausert hat. Er wirkt oft deutlich älter als er ist – bis er etwas versteckt, das ihm nicht gehört und großen Schaden anrichten kann. Das passte nicht zu seinem üblichen Verhalten – da sah er wohl die Dollar-Zeichen vor seinem inneren Auge vorbeischausen. Neal ist der Vater von Samantha, auch wenn sie nicht ihre leibliche Tochter ist, lieben sie Neal und Estelle über alles. Neal versucht sie seit ihrer Kindheit an die Leitung des Hofes zu gewöhnen, auch wenn die Interessen der Tochter auch in eine andere Richtung gehen. Als Samantha schließlich erwachsen ist und Nachforschungen über ihre Herkunft anstellt, ist Neal sehr enttäuscht. Er hat Angst sie zu verlieren, auch wenn diese völlig unbegründet ist. Samantha liebt ihre Eltern, sie will halt einfach nur wissen, warum man sie nicht behalten wollte. Neal plant schon lange sie mit ihrem guten Freund Sloan von der Nachbarranch zu verheiraten, aber die beiden stehen noch nicht zu ihren Gefühlen. Neal wollte schon immer ein Titan werden und als man bei ihm auf dem Land Erdölvorkommen findet, steht er kurz davor in die Geschichtsbücher einzugehen… Neal will das die Ranch auch Generationen nach ihm bestehen hat, doch er vergisst dabei auch oft die Leidenschaft seiner Tochter. Ja, sie tritt in seine Fußstapfen und hat dabei auch Spaß – aber ihr Hobby werden immer die Knochen bleiben. Einerseits fand ich Neal wirklich sympathisch, aber andererseits handelte er für meinen Geschmack zu impulsiv und überzogen, was überhaupt nicht zu einem Mann seiner Klasse passt. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird von unterschiedlichen Charakteren (u. a. zum Beispiel von Nathan, Samantha oder Neal), was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Ein Zwillingspaar, das bei der Geburt getrennt wird – so beginnt die Geschichte. Danach liest man in zwei einzelnen Handlungssträngen über das jeweilige Leben von Samantha und Nathan und irgendwann fügen sich beide Handlungen in eine zusammen. Mir hat das gut gefallen – eine interessante, spannende und gefühlvolle Familiengeschichte mit Höhen und Tiefen. Wirklich lesenswert!

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Ein unglaublich gut zu lesender Roman! Was zu Beginn wie eine einfache Familiengeschichte daher kommt, entpuppt sich einige Seiten später als Dreiecksgeschichte der besonderen Art: sehr gut ausgedacht und aufgelöst. Zwar so, dass der Leser sich schnell im Klaren darüber ist, wer mit wem wie (ungefähr) zusammenhängt und was sich wann ungefähr ereignete, damit es soweit, wie es zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Geschichte gekommen ist. Dennoch bleibt der Roman bis zum Ende spannend. Historische Zusammenhänge erfährt man im Roman verpackt über die ersten Ölbohrungen in Texas, die Denkweise derjenigen, die mögliche zukünftige Ölfelder pachten wollten und derjenigen, denen dieses Land gehörte und die zum Teil um das Land und seine Ökosysteme fürchteten. Dabei ist es eindeutig keine Öko-Geschichte, kein Abenteuerroman oder gar ein Krimi - es ist und bleibt eine wunderbar geschriebene Familiengeschichte, deren Mitglieder sich über vier Familien hinwegziehen. Absolut lesenswert, ein echter Schmöker, den man auf gar keinen Fall abends erst beginnen sollte ;-)

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Autor: Leila Meacham Verlag: Goldmann ISBN: 978-3-4422-0517-2 Erschienen: 2016 Preis: 14,99 € Seiten: 665 Inhalt: Der junge Nathan erfährt an seinem Geburtstag, dass sein Vater mit dem er aufwuchs nur sein Stiefvater ist. Denn der leibliche Vater stattet ihm einen Besuch ab um ihn kennen zu lernen. Ihn als seinen Erben in die Familie zu holen um seine Firma abzusichern. Zuerst kann Nathan es nicht glauben. Das alles sollte eine Lüge gewesen sein? Doch dann nimmt er seine neue Zukunft an, in der auch eine junge Dame namens Samantha, im Laufe des Buches, eine Rolle spielen wird. Meine Meinung: Ich habe wirklich lange gebraucht um diese Rezension zu schreiben. Denn ich möchte weder zu viel weglassen noch etwas verraten. Es war nicht einfach die richtigen Worte zu finden. Die Geschichte war wunderbar! Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und musste mich dazu zwingen kurze Pausen einzulegen. Direkt zu Beginn wird der Leser in eine Situation geworfen die für Kopf schütteln sorgt ehe es mit der richtigen Handlung weiter geht. Das Buch ist aus mehreren Sichten geschrieben. In erster Linie von Nathan und Samantha. Nathan ist ein ruhiger, zurückhaltender und sehr empathischer junger Mann. Er hasst Ungerechtigkeit und versucht es jedem so recht wie möglich zu machen. Durch seine ruhige, verständnisvolle Art schafft er es nicht nur sich bei allen beliebt zu machen, sondern sorgt auch dafür das Andere sich ihm anvertrauen. Ihre Geheimnisse sind bei ihm sicher und erst wenn er glaubt, dass sie gelüftet werden müssen spricht er sie aus. Ein schönes Beispiel dazu gibt es etwas weiter hinten im Buch in Bezug auf seinen Vater und seiner Großmutter. Samantha ist eine junge, energische Frau die genau weiß was sie möchte. Sie liebt ihre Eltern, will ihnen keinen Kummer bereiten und merkt recht schnell, dass sie verliebt in jemanden ist. Eine Person die ihre Liebe wohl nicht zu erwidern scheint. Ihr Interesse gilt nicht nur der Ranch sondern auch der Paläontologie und Petrographie. Beide Erwachsenen sind es gewohnt sich durchs Leben zu schlagen, lieben das Land auf dem sie aufgewachsen sind und wollen nicht von diesem getrennt werden. Was zumindest in Nathans Fall nicht eingehalten werden kann. Warum und weshalb wird im Laufe des Buches geklärt. Samantha und Nathan begegnen sich an verschiedenen Orten immer wieder und sind von Anfang an auf einer Wellenlänge. Das merkt man in den Gesprächen sehr gut. Einer hört dem Anderen zu und gibt den ein oder anderen Tipp, der dann auch noch Früchte trägt. Die Gespräche und Beschreibungen der Umgebung sind mit so viel Liebe beschrieben. Die Charakter mühsam ausgearbeitet und kommen einem schon nach wenigen Seiten vertraut vor. Man muss sie einfach gern haben. Allerdings gab es einen Charakter, die mir von der ersten Seite an unsympathisch war: Nathans Mutter. So eine undankbare, egoistische und auch arrogante Frau ist mir schon lange nicht mehr untergekommen. Wut und die Enttäuschung falscher Hoffnungen haben sie zu einer verbitterten, gefühlskalten Frau gemacht die nichts und niemanden liebt. Außer ihren zwei jüngsten Kinder für die sie nur das Beste möchte. Ich habe es genossen, als sie endlich ihre gerechte Strafe bekam für das was sie getan hat. Wenn ihr das Buch lest wisst ihr genau was ich meine. Samanthas Vater stehe ich auch etwas zwiegespalten gegenüber. Zwar kann ich seine Ängste und Sorgen gut verstehen, aber deshalb sich so zu verhalten wie er es macht… nein das fand ich nicht in Ordnung. Auch sonst gab es einige Verworrenheit, Streitereien und Intrigen. Doch sie alle zu erklären würde die Rezension bei weitem sprengen. Leila Meacham hat mit diesem Werk etwas Schönes, in sich abgeschlossenes geschrieben. Was trotzdem am Schluss weiter Raum für die eine oder andere Spekulation lässt. Ich hoffe, dass es noch weitere Bücher der Autorin geben wird. Von mir gibt es 5 Sterne!

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Von Leila Meacham habe ich bereits die beiden vorherigen Romane gelesen, mit diesen hat sie mich bereits ohne Ende begeistern können. Auch ihr neuestes Werk steht dem in nichts nach und ich bin einfach nur vollkommen überwältigt. Der Klappentext verspricht viel Spannung und ein komplexes Werk. Was es auch ist. Man sollte sich auch keinesfalls von der hohen Seitenanzahl abschrecken lassen, denn es liest sich einfach wunderschön, so das man einfach nur durch die Seiten fliegt. Von Anfang an hat mich die Geschichte in Atem gehalten. Allen voran konnte mich vor allem Nathan begeistern, der ein Mann mit spürbaren Ecken und Kanten ist, was ihn gleich lebendig und vor allem authentisch erscheinen lässt. Auch seine Entwicklung während des gesamten Buches hat mir wirklich gut gefallen. Seine Emotionen waren für mich durchweg gut spürbar und so teilte ich Leid, Freude und Verzweiflung. Aber auch die anderen Charaktere sind einfach wundervoll ausgearbeitet. Sie wachsen schnell ans Herz und man fühlt und leidet mit Ihnen mit. Die ganze Story ist in 3 Teile gegliedert, was ich hier auch als sehr wichtig erachte, denn es erstreckt sich über einen gewissen Zeitraum. Es spielt zur Jahrhundertwende und die Autorin gelingt es mit einem sehr einnehmenden und bildgewaltigen Schreibstil mich immer tiefer in das Buch hineinzuziehen. Ständig gibt es neue Erkenntnisse und Eindrücke, die mich immer weiter vorangetrieben haben. Die mich nicht losgelassen und auch das ein oder andere Mal nachdenklich gestimmt haben. Es gibt einige Überraschungen und Wendungen zu verzeichnen, die man nicht kommen sieht und die gerade auf der emotionalen Ebene besonders mitnehmen. Es gibt Charaktere die haben mich besonders ergriffen. Allen voran natürlich Nathan der hier einen zentralen Punkt innehat. Aber auch Samantha hat mir unglaublich gut gefallen. Mit ihrer Art, wie sie fühlt, was sie antreibt. Aber neben der Liebesgeschichte die mit sehr vielen Details sehr gut ausgearbeitet ist. Bekommt man auch den industriellen Aspekt geboten, der mehr als interessant ist. Man erfährt mehr darüber und das hat mich stellenweise wirklich in Atem gehalten. Man kann sich alles sehr gut vorstellen und sich direkt hineinversetzen. Dabei spürt man das ganze viel intensiver und kann sich umso besser fallenlassen. Die Handlung an sich ist in verschiedene Erzählstränge unterteilt und da muss man auch genau aufpassen, um ja nichts zu verpassen. Denn auch wenn anfangs noch alles etwas lose wirkt, so schafft es die Autorin doch wirklich sehr geschickt das Ganze am Ende gekonnt miteinander zu verbinden. Längen gab es für mich keine zu verzeichnen, da ich das ganze Geschehen sehr interessant fand. Man bekommt dabei auch verschiedene Perspektiven geboten, wodurch das ganze sehr viel Raum und Tiefe entwickelt. Es ist ein Roman der den Leser in ein Wechselbad der Gefühle reißt. Man liebt, man leidet und fühlt einfach alle Facetten an Emotionen , was sich einem bietet. Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl, ich kann gar nicht mehr auftauchen, so sehr hat es mich mitgerissen und in Atem gehalten. Besonders gut hat mir auch der Nachspann gefallen, wo man dann erfahren hat, was später mit den Personen geschieht. Was ich vielleicht noch gut gefunden hätte, wäre ein Personenverzeichnis. Dann hätte man alles auf einen Blick gehabt. Letztendlich ist es für mich ein wahres Meisterwerk das mich vom Flair teilweise an die Dornenvögel oder auch Dallas erinnert hat. Wer gerne in die historische Zeit abtaucht und dem auch die Geschichte dahinter interessiert, der sollte hier unbedingt zugreifen. Fazit: Leila Meacham ist mit ihrem neuen Werk etwas sehr facettenreiches und bewegendes gelungen, was mich auf ganzer Ebene überzeugt hat und darüber hinaus. Ein malerisches Setting, tiefgründige und authentische Charaktere und eine Geschichte die mich Tränen und Schluchzer gekostet haben. Es ist ergreifend, gewaltig und voller Liebe zum Detail gestaltet. Für mich gehört die Autorin defintiv zu den ganz Großen. Eine klare Leseempfehlung und für mich ein absolutes Highlight.

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Texas 1900. Nathan Halloway wächst mit seinen zwei Geschwistern auf der kleinen Farm seiner Eltern auf. Er ist glücklich und zufrieden mit seinem Leben. An seinem 20. Geburtstag taucht plötzlich der wohlhabende Trevor Waverling auf und offenbart ihm, sein leiblicher Vater zu sein. Er möchte ihn als seinen Erben mit nach Dallas nehmen, wo er eine Firma besitzt und ins Ölgeschäft einsteigen will. Dabei soll Nathan ihn unterstützen. Endlich hat Nathan eine Erklärung für das distanzierte Verhältnis seiner Mutter zu ihm. Doch der Abschied von Leon, seinem geliebten Stiefvater fällt ihm schwer, aber die Chance auf ein Leben im Wohlstand will er sich nicht entgehen lassen. Kurze Zeit später lernen Nathan und Trevor zufällig die junge Samantha kennen - ohne zu ahnen, in welcher Verbindung die junge Frau zu ihnen steht… Schon das Cover deutet auf einen Südstaatenschmöker, auf eine Familiensaga hin, und genau das ist dieses Buch auch. Bereits im Prolog (ein Rückblick) wird dem Leser verraten, dass es außer dem neugeborenen Jungen von Millicent und Leon noch eine Zwillingsschwester gibt. Millicent will aber nur ein Kind behalten, das andere gibt sie weg. Die Kinder erfahren nichts voneinander und lernen sich erst zufällig 20 Jahre später kennen, ohne jedoch ahnen, dass sie Geschwister sind. Im ersten Drittel des Buches wechseln die Kapitel hauptsächlich zwischen Nathan und Samantha. Später gibt es auch Kapitel aus der Sicht anderer Personen, was ich sehr gelungen finde, weil dadurch auch deren Gedanken und Vorhaben deutlich werden. Der Schreibstil von Leila Meacham ist flüssig und lässt sich schnell lesen. Die (vielen) Charaktere sind gut gewählt und ausgearbeitet. Besonders gut haben mir Nathan, seine Oma Mavis und seine Halbschwester Rebecca gefallen. Von ihnen hätte ich gerne mehr gelesen. Auf den 663 Seiten hat das Buch allerdings auch einige Längen, vor allem wenn es um die geplanten Ölbohrungen geht. Insgesamt ist das Buch aber ein schöner Schmöker, der gut unterhält.

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Zum Inhalt Texas um 1900. Nathan Holloway wächst in bescheidenen Verhältnissen auf einer kleinen Farm auf. Dennoch ist der junge Mann mit seinem Leben zufrieden. Bis ihm eines Tages zu seiner großen Überraschung der wohlhabende Trevor Waverling offenbart, dass er sein leiblicher Vater ist und Großes mit ihm vorhat: Trevor will ins Ölgeschäft einsteigen, und Nathan soll seine Firma langfristig übernehmen. Nach anfänglichem Zögern ergreift Nathan die große Chance und nimmt das Angebot an. Der Beginn eines rasanten gesellschaftlichen Aufstiegs und Anlass einer schicksalhaften Begegnung. Denn bei einem Geschäftstermin mit dem reichen Rancher Neal Gordon lernt Nathan dessen junge Tochter Samantha kennen – ohne zu ahnen, wie sehr Samantha sein Leben verändern wird … Zum Buch Nathan ist ein fleißiger junger Mann, der sein Leben eher bescheiden auf einer kleinen Farm lebt. Harte Arbeit ist ihm nicht fremd und obwohl er immer etwas zu kämpfen hat und nicht sehr reich ist, ist er ist eigentlich ganz zu Frieden, mit dem was er hat und wie sein Leben bisher verlaufen ist. Eines Tages allerdings, verändert sich auf einen Schlag sein ganzes Leben. Der reiche Geschäftsmann Trevor Waverling erzählt ihm, dass er sein leiblicher Sohn ist und von nun an große Ziele für sich und seinen Sohn geplant hat. Trevor steigt ins Ölgeschäft ein und Nathan soll an seiner Seite arbeiten. Die Geschäftswelt kennen lernen und auf lange Sicht sogar das Geschäft später übernehmen. Für Nathan kommt das alles mehr als Überraschend und die Umstände verwirren ihn anfangs, doch dann lässt er sich darauf ein und nimmt die Herausforderung an... Bei einem der Geschäftstermine lernt er dann die hübsche Samantha kenne. Sie ist die Tochter des reichen Rancher und Geschäftsmannes Neal Gordon, der ebenfalls am Ölgeschäft beteiligt ist. Wieder wird sich durch die Begegnung mit Samantha erneut Nathans Leben total auf den Kopf stellen... Meinung Historische Romane gehören eigentlich nicht zu den Büchern, die ich sehr häufig lese und trotzdem hat mich der Inhalt von Sturmtage sehr neugierig gemacht. Die Geschichte hat eine eindrucksvolle Kulisse im Texas des 19. Jahrhunderts und Leila Meacham hat einen so bildlichen Schreibstil, dass man sich direkt im Geschehen wieder findet und hinein versetzen kann. Die Figuren sind sehr gut durchdacht und wirken authentisch und sind perfekt aufeinander abgestimmt. Es wirkt alles sehr stimmig und natürlich ist die große Familiensaga auch wirklich interessant und spannend. Es gibt einige Irrungen und Wirrungen, die am ende natürlich alle gelöst werden. Das Historische Zeitgeschehen kommt auch nicht zu kurz. Die Arbeit auf einer Farm bzw. Ranch, die in dieser Zeit noch schwerer war, als in der heutigen. Die Industrialisierung und das große Öl Geschäft. Auch hier gibt es natürlich Intrigen. Uns was natürlich auch nicht zu kurz kommt ist die Liebesgeschichte und Nathan und Samantha, die mir natürlich besonders gefallen hat. Fazit Alles in allem ein wirklich toller Historischer Roman, der alles zu bieten hat, was man sich in dem Genre wünscht und dabei nie zäh oder langweilig wird. Klare Empfehlung! Auch gut als Einstieg in das Genre der Historischen Romane geeignet.

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Texas um 1900. Nathan, der sich ein Leben lang drauf eingestellt hat Landwirt zu werden und die Farm seines Vaters zu übernehmen, bekommt Besuch von seinem angeblich leiblichen Vater, der ihm sein Unternehmen zeigen und lehren möchte, um es ihm zukünftig zu vermachen. Verwirrt und unsicher wohin er hingehört, folgt er ihn und lernt ein neues Leben in der Stadt kennen. Bis sie beide Samantha kennen lernen, und sich alles ändert, denn es verbindet sie so viel mehr als gedacht... Eine unglaublich tolle Familiensaga umwoben von Geheimnissen, Heimlichtuereien, durch egoistische wie wohlgemeinte Motive, die aber zwei junge Menschen in deren Unkenntnis leiden lassen. Mir gefiel das Setting extrem gut, mit den ersten Ölbohrungen in den USA, die großen Dinosaurierfunde, eine neue Wirtschaftslücke, die gefüllt wird, das Cowboy Leben auf den Farmen und das Überleben davon. Eine sehr interessante Thematik, die ich bisher noch gar nicht in Romane hatte. Ebenso die vielen Charaktere, die alle miteinander zu tun haben, sich zusammen fügen und verwoben werden. Ich mochte Nathan und Samantha extrem gerne und habe im Laufe der Geschichte immer mehr mit Ihnen gefiebert, dass sich die Geheimnisse zu ihren Gunsten auch lüften. Teilweise haben mich diese Geheimnisse sehr zur Verzweiflung gebracht, da vieles so viel einfacher gewesen wäre, wenn ein paar Menschen gebeichtet hätten. Andererseits habe ich diese ganze Atmosphäre, das Land und die Menschen sehr gemocht und das Lesen sehr genossen. Ich fand das Buch extrem schön. Die "Message" davon gefiel mir extrem gut: dass Geheimnisse nicht ewig verborgen bleiben können. Das was zusammen gehört schon zueinander findet, ganz egal wieviele Steine man dazwischen legt. Ein toller Südstaaten-Roman, den man sehr gerne gelesen haben sollte!!! Note:4,5/5

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„Sturmtage“ ist nach „Land der Verheißung“ und „Die Erben von Somerset“ der dritte Roman von Leila Meacham, der in deutscher Sprache erschienen ist. Und wer Familiensagas a la Dallas, Denver, Vom Winde verweht etc. liebt, der wird auch diesen Roman lieben :-) Auf umfangreichen 672 Seiten passiert wirklich viel, was sich aber leicht lesen lässt: beginnend mit der Geschichte rund um die Geburt eines Zwillingspärchens, welche gleich nach der Geburt getrennt werden, zweigt sich die Geschichte erst einmal in zwei Erzählstränge auf. Man verfolgt Nathan, einen jungen Mann, der mit seinen Eltern und zwei Geschwistern eine Weizenfarm in den USA bewirtschaftet. Und man lernt Samantha kennen, eine junge Frau, welche auf einer Rinderfarm aufgewächst und mit ihrem Vater dort die Verantwortung trägt, während die Mutter in einem Stadthaus lebt. Bald stehen in beiden Familien große Veränderungen an: Nathan lernt seinen leiblichen Vater und dessen Familie kennen, arbeitet bald in dessen Entwicklungsfirma für industrielle Gerätschaften mit und Samantha bekommt nach einigen Verwirrungen einen Heiratsantrag ihres engen Freundes aus Kindertagen... und doch verbindet diese beiden so unterschiedlich anmutenden Geschichten etwas. Sie lernen sich während einer Ölbohrung auf dem Anwesen von Samanthas Vater näher kennen... und mit diesem Kennenlernen fügen sich auch die beiden Erzählstränge mehr und mehr zusammen. Ein geschicktes Mittel der Autorin, nicht nur inhaltlich, sondern auch in ihrem Schreibstil die Leser mitzunehmen bzw. zu leiten – das gefällt mir wirklich gut. Der Roman lässt sich leicht und locker lesen... aber man sollte nicht zu viele Stellen überfliegen, denn die Handlung wird von vielen einzelnen Charakteren bestimmt, deren Person/Handlung irgendwann wieder in der Geschichte auftaucht und dieser eine neue Richtung gibt bzw. „den Knoten“ löst. Aber das Lesen fiel mir wirklich leicht, denn Leila Meacham beschreibt sowohl die Personen wie auch die Umgebung so bildhaft, dass ich sofort einen Film vor Augen hatte und immer wieder an Südstaaten-Serien denken musste: eine große Rinderfarm a la Dallas (der Eindruck wird durch das Farmerhaus auf dem Buchcover noch verstärkt), auf der nach Öl gebohrt wird oder das Leben in der Stadt wie in „Winde verweht“ mit all den wunderbaren Kostümen und stattlichen Häusern. Ja, ich muss zugeben, der Roman hat mich wirklich einvereinnahmt und ich war fast traurig, als die Geschichte zu Ende war, obwohl dies nicht abrupt geschah, sondern man im „Nachspann“ sogar noch erfährt, wie die einzelnen Familien später weiterleben... Und ich bin wieder einmal fasziniert von der Kreativität solcher Autorinnen wie Leila Meacham, die es schaffen, auf vielen Seiten (immer fast 680 Seiten – ein dicker Schmöker also!) eine solche Vielfalt an Persönlichkeiten und deren spannende Geschichten sowie ein bisschen wahre Geschichte so miteinander zu verbinden, dass ein wirklich toller Roman daraus entstanden ist. Wie schreibt der „Publisher Weekly“so treffend: ...mit einem ganzen Bouquet von Familiengeheimnissen, schicksalhaften Entscheidungen und unsterblicher Liebe... das trifft es tatsächlich ziemlich gut ;) und daher möchte ich euch gerne diesem Roman zum Zeitvertreib im neuen Jahr ans Herz leben. Viel Freude damit!

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