Leserstimmen zu
Das Spiel - Rache

Jeff Menapace

"Das Spiel"-Trilogie (2)

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Sie haben es geschafft! Was sich anfangs wie ein schöner Urlaub am See anhörte, entwickelte sich für die Familie Lambert zu einem sadistischen Horrortrip voller Schmerzen und Erniedrigung. Jedoch haben sie es geschafft, sich aus den Fängen der beiden Brüder Arty und Jim zu befreien, ihn ins Jenseits und Arty schwer verletzt in das Gewahrsam der Polizei zu schicken. Seitdem haben sie einen harten Weg der physischen und psychischen Genesung beschritten, den sie auch fast bewältigt haben. Aber die Fanelli-Brüder haben Freunde. Freunde, mit denen man sich besser nicht anlegt. Freunde, die auf Rache aus sind... Ich muss sagen, dass mich schon der erste Teil der "Spiel-Trilogie" überzeugt hat und für mich ein echter Pageturner war, der mich an den Film Funny Games erinnert hatte. Sadistische Spielerein des Spaßes der Brüder halber. Der zweite Teil ist da ein bisschen anders. Die Familie denkt, dass der ganze Spuk nun endlich ein Ende hat, bis auf einmal seltsame Dinge passieren, die ihnen das Leben schwer machen. Um alle Eventualitäten auszuschließen, rufen sie sogar bei der Polizei an, um sich zu vergewissern, dass Arty Fanelli noch in Haft ist. Und er sitzt immer noch im Kittchen und wartet auf seine Anhörung. Aber wer verübt die Schläge gegen die Familie? In diesem Teil werden der Familie nicht nur physisch, sonder auch psychisch erhebliche Schäden zugefügt, worauf im ersten Teil nicht so viel Wert gelegt wurde. Persönlich finde ich einen Einblick in die Psyche des Menschen immer von Bedeutung bei einem Thriller. Es reizt einfach die Spannung bis auf das Maximum. Und das war bei dem zweiten Teil der Trilogie ganz eindeutig der Fall. Jeff Menapace weiß, was es heißt einen Pageturner zu Papier zu bringen, jedoch den Stil seines Schreibens relativ einfach zu halten. Sein einfacher, jedoch nicht primitiver Stil erinnert mich an Richard Laymon, der so ähnlich schreibt. Was ich ein bisschen verwunderlich fand war, dass das Ende relativ in sich abgeschlossen ist, was komisch ist, da es ja eine Fortsetzung geben wird. Aber ich bleibe gespannt und muss mich bis zum Mai gedulden, um den dritten Teil zu lesen. Das Spiel - Rache ist insgesamt ein extrem spannender Roman, bei dem jedoch manchmal ein oder zwei Logikfehler auftreten, was dem ganzen aber nicht viel abtut. Wie schon unter dem Klappentext steht ist der Roman etwas für Laymon-Fans, was ich auch nur bejahen kenn. Folgernd gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen.

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Gleich vorweg: Um dieses Buch wirklich genießen zu können, muss man Teil 1 gelesen haben. Sonst kennt man einfach nicht alle Zusammenhänge. Es wird zwar einiges auch im zweiten Band erklärt, sodass man es verstehen könnte, aber so wirklich Spaß macht das Lesen nur, wenn man die Fannelli-Brüder von Anfang an kennengelernt hat. Der zweite Teil steigt nur kurz nach Ende des Ersten ein: Die Lamberts erholen sich noch von den Strapazen, während Arty Fanelli mit schweren Verletzungen im Krankenhaus liegt. Soweit so gut, könnte man meinen - aber auf einmal mischen neue, bisher unbekannte Personen, mit. Und es wird wieder spannend. Zugegeben: Den Sprung, der hier gemacht wird, um weitere Familienmitglieder der Familie Fannelli aufzutreiben bzw. "mit ins Spiel zu bringen" ist etwas weit hergeholt und auch nicht unbedingt glaubwürdig, aber es verleiht dem Ganzen natürlich einen neuen Kniff und nur so macht ein weiterer Teil rund um die beiden Familien auch einen Sinn. Wieder leidet man mit den Lamberts mit, als eine schlimme und tragische Sache nach der anderen passiert - die Sympathien sind einfach immer auf ihrer Seite :) Dieser Band ist nicht ganz so brutal wie der erste. Zwar passieren hier auch einige Morde und unschöne Dinge, allerdings wirken diese nicht so bösartig bzw. werden nicht so detailreich geschildert. Oder mich hat der erste Band einfach so sehr abgehärtet, dass es mir jetzt harmloser vorkam :) Auch wieder sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil und die kurzen Kapitel mit den häufigen Perspektivwechseln. So bleibt es immer rasant und spannend, man muss einfach weiterlesen. Am Ende gibt es wieder ein fulminantes Finale mit einigen Toten, nach dem man sich fragt, wie es denn jetzt noch einen weiteren Band geben kann. Ich bin auf jeden Fall gespannt und vergebe, weil mir dieses Buch noch ein kleines bisschen besser gefallen hat als sein Vorgänger, 4,5 Sterne!

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Enthält Spoiler zu Band 1, "Das Spiel - Opfer" Die Lambert Familie, die im Herbst 2008 Opfer der Fannelli Brüder wurden, haben überlebt. Einer der Brüder ist tot und der andere sitzt hinter Gittern und wartet auf seinen Prozess. Die Lamberts versuchen mit dem Erlebten klar zu kommen, haben sich und ihre Kinder in Therapie begeben, allerdings erinnern sie ihre körperlichen Wunden täglich immer wieder an die schrecklichen Ereignisse, die sich damals in der Hütte zugetragen haben. Eigentlich bräuchten sie keine Angst mehr zu haben, eigentlich, wären da nicht, Monica und John, die Arty bei seiner Rache an der Familie unterstützen wollen.... Die Spiel-Trilogie geht weiter und hat in Band zwei, "Rache", eine spannende Fortsetzung gefunden. Band eins ist wahrlich nichts für schwache Gemüter, wobei die Fortsetzung genauso spannend ist, allerdings nicht ganz so blutdurchtränkt wie der erste Teil. In Band zwei lernt der Leser zwei neue, ebenso durchgeknallte Charaktere, wie die Fannelli-Brüder kennen. Beide sind wahrlich brutal, allerdings zielt "Rache" noch mehr auf Psychospielchen ab, die sich die Familie Lambert ausgesetzt sieht. Perfide Spiele, böse Spiele, die drohen, die Familie endgültig zu vernichten.Patrick Lambert hat geschworen, dass seiner Frau und seinen beiden Kindern nie wieder so etwas, wie damals in der Hütte, zustoßen wird und merkt als Erster, dass es noch nicht vorbei ist, als sich schlimme Vorkomnisse häufen und einfach nicht mehr dem Zufall geschuldet sein können. Das Spiel, das die Fannelli Brüder begonnen haben geht weiter und die Familie holt sich im Laufe der Story Hilfe, die den Fannellis ebenbürtig zu sein scheint und der Familie Lambert endlich den wohlverdienten Frieden bringen will. Arty Fannelli sitzt im Gefängnis und kommt einfach nicht damit zurecht, dass er und sein Bruder adoptiert wurden, noch weniger passt ihm, dass es in der Öffentlichkeit scheinen könnte, dass er ein ganz "gewöhnlicher" Mörder ist und eben nicht einzigartig! Er sieht seine Felle davonschwimmen, muss damit klarkommen, dass sein Gehirn eher nicht erforscht wird, wie ihm immer wieder von den allzu bösen Gefängniswärtern eindrucksvoll eingebleut wird, was Arty natürlich so richtig auf die Palme bringt! Er kann es einfach nicht abwarten, das begonnene Spiel würdig zu beenden, gerade die Rache an Patrick Lambert ist ihm das Wichtigste. So kommt ihm die Hilfe seiner, na ja... "Freunde" gerade recht! Zur Story selbst ist genug erzählt! Ich war sehr spannend auf den zweiten Teil und eigentlich dachte ich, dass es böser schon gar nicht mehr geht aber was die Lambert`s nun durchmachen müssen ist mindestens genauso schrecklich wie die Folter, die sie im Herbst 2008 durchstehen mussten. Vor allem wissen sie erst mal nicht, wer dieses mal ihr Gegener ist, was das ganze noch schwieriger macht. Jeff Menapace legt einen hochspannenden zweiten Band der "Spiel-Trilogie" vor, die mich sehr neugierig auf den finalen Teil macht. Vor allem zerbreche ich mir nach dem Ende von "Rache" wirklich den Kopf, wie das wohl im dritten Band weitergehen könnte und das Warten fällt schwer! "Das Spiel - Tod" erscheint am 10. April 2017 ebenfalls im Heyne Hardcore Verlag und so ist die Wartezeit dann doch nicht mehr so lange! "Die Spiel-Trilogie" ist genau das Richtige für Thrillerfans, die es gerne noch mehr hardboiled mögen! Leser, die etwas zartbesaiteter sind, rate ich allerdings von der Trilogie ab! Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich diese Trilogie sehr gerne lese und dass ich mich sehr auf "Das Spiel - Tod" und noch viel mehr von Jeff Menapace freue! Deshalb gibt´s von mir eine absolute Leseempfehlung!

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zum Inhalt Einige Zeit ist es nun her, dass Familie Lambert den Fängen, der in Serie mordenden Fannelli Brüder entkommen ist. Etliche Leben wurden ausgelöscht, einer der Mordsbrüder - Arthur - wartet eingesperrt auf seinen Prozess, der andere ist tot. Höchstpersönlich abgemurkst von Mr. Lambert himself. Ihr wisst schon... Notwehr. Als Arti denkt das Spiel ist aus, kommt ihm seine richtige Familie zur Hilfe und das geisteskranke Spiel geht in die zweite Runde. Fragt sich nur, wer hier an wem Rache nimmt.... meine Meinung Ich finde den zweiten Teil der Spiel Trilogie schwächer als Teil eins. es geht weniger ausführlich um die kranken Spielchen und irren Schlachtereien. Das Ganze ist mehr psychologisch gestrickt und baut eine komische Angst-Spannung auf...die sich dann in einem dramatischem, endlich blutigem, Knallerende entläd. Der Schreibstil ist wie auch im ersten Teil klasse und man fliegt nur so durch die Seiten, das liegt auch wieder an den schön kurzen Kapiteln. Ein bißchen schade fand ich, neben dem wenigen Blut, das Arty irgendwie nicht mehr die Hauptrolle war. Da die Bindung zu seiner *Familie* im Buch gar nicht rüberkommt...fehlt da ein bißchen die Verbindung. Man weiß zwar, dass es Familie ist, aber es fühlt sich einfach an wie Fremde. Zudem sind mir *die Neuen* zu perfekt. Das Cover ist blutig..allerdings rätsel ich immer noch was das sein soll..Gummistiefel? In jedem Fall bin ich sehr gespannt, was das Finale *das Spiel - Tod* das im April erscheint zu bieten hat. 4 ★★★★

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Filmreif!

Von: Thomas Lawall

14.01.2017

Der ganz besondere Knalleffekt im letzten Satz des ersten Bandes, um an die Rezension von "Das Spiel - Opfer" direkt anzuknüpfen, spielt im zweiten Band der "Spiel-Trilogie" nur eine untergeordnete Rolle. Erst einmal steht ein Arztbesuch an, um aus psychologischer Sicht zu prüfen, ob mit dem Sohn der Familie Lambert alles in Ordnung ist. Patrick und Amy überlebten das grausame "Spiel" der Fanelli-Brüder, jedoch nicht weniger traumatisiert als deren Kinder Carrie und Caleb. Jeder verarbeitet die Ereignisse, die sich in Crescent Lake während ihres Urlaubs zugetragen haben, auf seine Weise. Nur indem sie den Spieß umdrehten, entkamen sie dem ihnen zugedachten Schicksal. James, einer der Brüder, überlebte die unerwartete Gegenwehr ihrer Opfer nicht. Arty wurde schwer verletzt und wartet auf seinen Prozess. Die Ausgangslage in "Das Spiel - Rache" ist klar, und alles scheint, bis auf die seelischen Narben, in Ordnung zu sein. Jeff Menapace webt die maßgeblichen Teile der Vergangenheit geschickt in die Gegenwart ein, so dass die Lektüre des ersten Teiles nicht zwingend notwendig erscheint. Empfehlen muss ihn der Rezensent trotzdem, zumal sich die beiden Teile in ihrer Grundstimmung erheblich voneinander unterscheiden. Herrschte im ersten Teil neben den vordergründigen Effekten vor allem ein, in seiner Wirkung auf den Leser wesentlich verstörender wirkender, unterschwelliger Horror vor, gestaltet er den zweiten Teil eher mit bekannten Thriller-Elementen, die aber wiederum Gräuel mehr oder weniger nur andeuten und auf die Phantasieebene der Leser übertragen. Zunächst wechselt er die Schauplätze und stellt uns zwei neue "Mitspieler" vor, die sich aus bestimmten Gründen berufen fühlen, jetzt die Bühne zu betreten. Monica Kemp und John Brooks sind ganz und gar nicht gewillt, die Ereignisse auf sich beruhen zu lassen. Ihre diesbezüglichen Planungen treiben jetzt das "Spiel" auf die Spitze, wobei die Vorzeichen im Prinzip jenen in Crescent Lake ähneln, diesmal aber von den "Opfern" als solche erkannt werden! Leider geht in diesem Zusammenhang eine Zeile des Klappentextes zu weit. "Fürchtet eure Opfer" gibt dem aufmerksamen Leser von Band eins einfach zu viel Information über den Verlauf der Fortsetzung. Dadurch geht etwas Spannung verloren, was allerdings ganz und gar nicht bedeutet, dass es keine Überraschungen mehr gibt. Im Gegenteil, denn diesmal hat sich Jeff Menapace einen noch größeren Knalleffekt für das Ende ausgedacht. Diese Szene, und dann auch noch in jener Stadt, würde ich gerne in einer Verfilmung sehen! Ein Rätsel bleibt jedoch, denn der Schluss hat etwas Endgültiges. Alles ist sozusagen "geregelt", weshalb eine Fortsetzung unmöglich erscheint. Dass aber genau diese in wenigen Monaten erscheint, macht die Sache wiederum überaus spannend!

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Ein paar Monate sind vergangen, seit das Ehepaar Amy und Patrick Lambert mitsamt den Kindern Carrie und Caleb das Martyrium durch die psychopathischen und sadistischen Brüder Arty und Jim Fannelli überlebt hat. Es gelang ihnen, Jim in Notwehr zu töten und Arty schwer zu verletzen; Arty sitzt seither im Gefängnis. Die Lamberts versuchen derweil, ihr altes Leben wieder aufzunehmen und die erlebten Schrecken zu verarbeiten. Es gelingt ihnen gut, auch wenn vor allem die sechsjährige Carrie noch sehr darunter leidet. Sie ahnen nicht, dass unterdessen die gleichfalls sadistische Mörderin Monica herausgefunden hat, dass sie die leibliche Schwester der Fannelli-Brüder ist. Die ebenso attraktive wie skrupellose Monica will gemeinsam mit ihrem ebenso perversen Vater John Rache an den Lamberts dafür nehmen, dass diese Jim töteten und Arty schwer verletzten. Kurz darauf erleben die Lamberts einige Unglücksfälle, die wie Zufälle wirken. Noch dämmert ihnen nicht, dass dies nur der Anfang der Rache sein soll ... Bewertung: Der zweite Teil der Spiel-Trilogie von Jeff Menapace knüpft eng an den ersten an und steht auch in Sachen Brutalität ganz in seinem Zeichen. Was seinerzeit als idyllischer Urlaub am Crescent Lake geplant war, endete für Familie Lambert in einer Katastrophe, die sie nur um Haaresbreite lebend überstanden. Einer der Fannelli-Brüder ist tot, der andere hinter Gittern - aber Monica und ihr Daddy John sind erpicht darauf, die Familientradition fortzusetzen. Schon früh erfährt der Leser, dass Monica ihren Brüdern in Sachen Grausamkeit in nichts nachsteht. Wie ihre Brüder wurde sie adoptiert, fand jedoch im Gegensatz zu ihnen ihren leiblichen Vater - wie seine Kinder auch er ein Psychopath, dem jegliches Mitgefühl fehlt und der dafür mörderische Spiele liebt. Daddys little girl bezieht sexuelle Lust aus dem Quälen und Töten von Menschen, und man darf gespannt sein, ob und wie die Lamberts die erneute Attacke auf ihr Leben überstehen werden. Die Lamberts sind eine amerikanische Durchschnittsfamilie, deren Leben vor der Begegnung mit den Fannelis in geordneten Bahnen verlief. Ein Fokus liegt auf der innigen Beziehung zwischen Amy und Patrick: Zwar gibt es durchaus immer wieder kleinere und größere Reibereien, aber es ist stets deutlich, dass sie sich nicht nur nach wie vor sehr lieben, sondern dass sie gleichzeitig auch beste Freunde sind. Der Überfall durch die Fannellis hat dies nur verstärkt, schließlich haben sich Amy und Patrick gegenseitig das Leben gerettet. Die beiden sind freilich keine sonderlich markanten oder einprägsamen Charaktere, aber sie sind sympathisch genug, dass man um sie bangt. Dass sie auch diesmal überleben, ist längst nicht gesichert; ein dritter Teil könnte auch mit anderen Figuren funktionieren. Recht interessant ist außerdem die Entwicklung der Kinder Carrie und Caleb. Carrie ist sichtlich traumatisiert durch das Geschehen und träumt beispielsweise schlecht; der erst vierjährige Caleb hat nach ärztlicher Meinung die Tragweite der Ereignisse glücklicherweise nicht begriffen. Allerdings hat Caleb neuerdings Spaß daran, seiner Mutter Reißnägel in die Schuhe zu legen - es bleibt abzuwarten, wie sich Caleb weiterhin verhält und welche Spuren die Zeit am Crescent Lake bei ihm hinterlassen haben. "Rache" ist kein Werk, das in die Tiefe geht, trotzdem bietet es gute Unterhaltung, wenn man etwas blutigere Thriller mag. Es ist kein Splatterroman, der Gewaltszenen aneinanderreiht. Monica und ihr Vater bauen ihre Rache an den Lamberts sehr langsam auf; die ersten bedrohlichen Ereignisse werden von ihren Opfern als Zufälle wahrgenommen. Erst spät realisieren Patrick und Amy, dass mehr hinter den Zwischenfällen steckt. Wer sich an detaillierten Metzeleien erfreuen will, findet dazu passendere Bücher, bei Richard Laymon beispielsweise gibt es im Schnitt mehr blutige Szenen. Allerdings sind weder Arty noch Monica noch ihr Vater besonders komplexe Figuren. Ihre simple Bösartigkeit nutzt sich mit der Zeit etwas ab. Sie sind zwar intelligent in ihrer Vorgehensweise, aber keine charismatischen Charaktere. Natürlich ist es auch nicht gerade sehr glaubwürdig, dass gleich eine gesamte Familie von Geburt an böse ist und das ganze Leben aufs Töten ausrichtet. Zudem ist es erstaunlich, dass Monica mit einem technischen Equipment zur Überwachung ausgestattet ist, auf das FBI-Agenten neidisch werden würde. Fazit: "Rache" ist die gute Fortsetzung der Spiel-Reihe von Jeff Menapace, die direkt auf dem ersten Teil aufbaut. Wieder steht die Familie Lambert im Vordergrund, wieder werden sie von Psychopathen bedroht. Der Roman ist nicht sonderlich tiefgehend, aber unterhaltsam und nicht so blutig, wie man zunächst vermuten könnte. Die Gegenspieler sind allerdings keine komplexen oder besonders interessanten Charaktere.

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Ein paar Monate nachdem Familie Lambert ein Martyrium durchlebt und überlebt hat, versuchen die Lamberts mit Hilfe von Psychologen an der Seite, einen geregelten Alltag zu haben und das Erlebnis zu verarbeiten. Ich frage mich gerade, ob es bei mir zum Dauerzustand wird, dass ich vom Auftakt mehr als nur begeistert, vom Nachfolger jedoch ziemlich enttäuscht bin. Denn die Begeisterung, die ich bei Opfer hatte, kommt hier im gesamten Verlauf nicht einmal ansatzweise auf. Während der Beginn wirklich realistisch wirkt, scheint der weitere Inhalt irgendwie zunehmend an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Fast bis zum Schluss habe ich gehofft, dass es mich vielleicht nochmal so richtig fesselt und packt, doch stattdessen ist das Ende fast schon an Absurdität nicht zu übertreffen. Trotzdem freue ich mich auf den letzten Band, der im April 2017 erscheint.

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Der zweite Teil der Spiel-Trilogie und man sollte hier wirklich den ersten Teil kennen, wie ich finde. Die Lamberts versuchen ein normales Familienleben zu leben. Fast ein Jahr ist es her, dass sie in den Fängen der Fanelli-Brüder waren. Die körperlichen Wunden sind verheilt, die seelischen noch nicht. Sie versuchen wieder zur Ruhe zu kommen, doch neue Spieler sind ihnen schon auf der Spur, die die Fanelli-Brüder rächen wollen. Eine neue Spielrunde beginnt, das Spiel geht weiter... Nach dem mir das erste Buch sehr gefallen hat, war ich nun auf den zweiten Teil gespannt. Welche Überraschungen hält der Autor diesmal bereit, wer sind die neuen Gegner der Familie? Doch bevor das Spiel weitergeht, erlebt man erst einmal die Familie Lambert, wie sie ihren Alltag nun versuchen in ruhigere Bahnen zu lenken. Sie versuchen so gut es geht, in ein normales Leben zurückzukehren und der Autor beschreibt eigentlich sehr gut, wie es der Familie Lambert geht. Am Anfang wird dem Leser jedoch schon das neue Team vorgestellt. Wer sie sind und wie sie zu "spielen" pflegen. Und man bekommt ein Gefühl für die Gefahr, die aufkommen wird. Mit Monica hat der Autor dabei eine Protagonistin erschaffen, wo man ihr das Böse nicht auf den ersten Blick ansieht. Sie ist auf der einen Seite eine Meisterin um unerkannt und unscheinbar zu bleiben, auf der anderen Seite ist sie knallhart, gnadenlos und in einem wahren Blutrausch. Doch sie weiß Ruhe und Geduld zu haben, um an ein Ziel zu kommen, dass sie noch mehr berauscht. Das Auftreten dieser Person hat mir doch das ein oder andere Mal eine Gänsehaut beschert. Es ist diese subtile Gefahr, die mir so sehr an dem Buch gefallen hat. Die Familie, die sich in Sicherheit wähnt und die Spieler, die soviel Geduld und Raffinesse beweisen, um ihren Plan in die Tat umzusetzen. Das Buch ist teilweise sehr blutig und in der Vorgehensweise der Spieler, sehr perfide. Eines der Bücher, die ich nicht ständig lesen muss, aber doch ab und zu sehr gerne lese. Spannung ist garantiert, auch wenn sich ein paar Längen eingeschlichen haben. Die Gefahr ist immer spürbar. Am Ende wird geht es schon in Richtung Splatter und ja, es hat mir gefallen. Wer also nichts gegen viel Blut und perfide Pläne liebt, der ist bei der Reihe auf jeden Fall gut mit bedient.

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