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Leserstimmen (46)

Sophia Khan: Das Leuchten meiner Welt

Das Leuchten meiner Welt Blick ins Buch

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-35896-6

Erschienen: 13.06.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Spurensuche nach einer verlorenen Liebe

Von: Petra Radtke Datum : 13.07.2017

petrasbuecherinsel.blogspot.de/

Mit 10 Jahren geschieht der 10jährigen Irenie das Schlimmste, was einem Kind passieren kann, ihre Mutter Yasmeen verschwindet spurlos...Ihr Vater James erklärt ihr nicht was passiert ist...5 Jahre später findet sie eine Kiste Briefe. Nun ahnt sie, dass ihre Mutter tot ist...
Der Leser wird in dieser Geschichte mitgenommen auf der Suche Irenies nach der Wahrheit. Sie möchte herausfinden, was mit ihrer Mutter passiert ist und ob James wirklich ihr Vater ist. Die Autorin lässt ihre Hauptgestalt in der Ich-Form erzählen. Demgegenüber stehen die Gedanken und Erlebnisse aus der Sicht des Vaters.
Es ist eine Geschichte von Liebe und den Kampf um Liebe und Anerkennung im Leben. Es zeigt auf, dass es nicht immer leicht ist für zwei Menschen, die unterschiedlichen Nationalitäten angehören, ein gemeinsames glückliches Leben aufzubauen. Auch zeigt es auf, dass es wichtig ist, wenn zwei sich lieben, alle Probleme offen anzusprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden.
Beim Lesen habe ich mit Irenie mitgefiebert, die mit ihren 10 Jahren versucht hat, die Rolle der Mutter zu übernehmen und den Haushalt zu führen und ihrem Vater täglich ein leckeres Essen zu servieren. James versteht es nicht seiner Vaterrolle gerecht zu werden. Er versinkt in Selbstmitleid und findet zu Irenie keine tiefe Bindung. Im Roman erfährt der Leser auch, wie es soweit kommen konnte, dass Irenies Mutter die Familie verlässt.
Es gibt große Teile des Romans, wo durch Rückblenden vieles wiederholt wird und durch lange Beschreibungen bestimmter Handlungen, der Lesefluss gestoppt wird. Das ist eigentlich schade, da der Inhalt der Geschichte sehr unterhaltsam ist, aber der Spannungsbogen dadurch abgeflacht wird.
Gut gefiel mir die die Beschreibung des Lebens in Pakistan, wohin Irenie reist, um alle Geheimnisse des wahren Lebens ihrer Mutter aufzudecken.
Wird es ihr gelingen, hinter das Geheimnis des Verschwindens ihrer Mutter zu kommen und wird James für Irenie ein richtiger Vater werden oder entscheidet sie sich Amerika für immer zu verlassen, um in Pakistan, der Heimat ihrer Mutter zu bleiben?
Für Leser, die Familiengeheimnisse lieben, empfehlenswert, auch wenn es einige Abstriche bei der Unterhaltung durch die Erzählweise gibt.

Ein sehr bewegender Roman über das Verschwinden einer Mutter

Von: Book-Point Datum : 04.05.2017

www.book-point.eu/

"Das Leuchten meiner Welt" von Sophia Khan ist ein sehr ruhiger, aber bewegender Roman über eine außergewöhnliche Familie. Oftmals habe ich gelesen, dass dieses Buch "langatmig" sei. Ich kann diese Aussage nicht unterstreichen. Ich würde eher behaupten, dass es sich um einen anspruchsvollen Roman mit einer sehr poetischen Sprache handelt. Dieses Buch ist nichts für zwischendurch und ich glaube, dass genau dieser Umstand die vielen negativen Kritiken ausgelöst hat. Wenn man dieses Buch sieht und die Inhaltsangabe liest, erwartet man nicht, dass man einen solchen eindrucksvollen Roman in Händen hält.

Der Leser erhält durch die wechselnde Erzählperspektive immer wieder neue Eindrücke von Irenie und ihrem Vater James. Ebenso ist das Buch in zwei Teile gegliedert: Amerika & Pakistan. Besonders schön fand ich, dass jedes Kapitel mit einem Briefausschnitt beginnt, wobei ich manchmal gerne noch etwas mehr daraus gelesen hätte.

Nach und nach begibt Irenie sich auf eine Reise in die Vergangenheit und rekonstruiert das Leben ihrer Mutter Yasmeen. Diese Rekonstruktion zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Erinnerungen an die Mutter vermischen sich mit Erlebnissen aus der Gegenwart. Das Verschwinden der Mutter hat das weitere Leben der Familie sehr stark geprägt und dieses Gefühl bringt die Autorin optimal rüber. Irenie und ihr Vater leben zwar zusammen, aber jeder lebt doch in seiner eigenen Welt. Nicht mal das Verschwinden der Mutter verbindet die beiden miteinander.

Am Ende fügt sich dieser Roman zu einem großen Ganzen.

Ein leises Buch

Von: Seite 101 Datum : 02.03.2017

www.seite101.de

Ein bewegendes Buch über eine ungewöhnliche Mutter-Tochter-Vater Beziehung. Und eine Reise in die Vergangenheit und eine fremde Welt.
Irenie ist eine sehr starke und selbstbewusste Hauptprotagonistin, die mir in einzelnen Kapiteln ihre Geschichte erzählt.
Dazwischen werde ich immer wieder in die Vergangenheit geworfen, immer wieder zu unterschiedlichen Zeitpunkten erlebe ich Yasmeens Leben.
Die Kapitel mit Irenie gefallen mir sehr gut. Die Beziehung zu ihrem Vater ist nicht ganz einfach, weil sie ihn für das Verschwinden der Mutter mitverantwortlich macht. Sie ist eine junge Frau auf der Suche nach sich selbst und geht mit dem Schicksal auf verwobenen wegen über die Vergangenheit ihrer Zukunft entgegen.
Doch die Kapitel, die mir die Vergangenheit schildern, die machen mir das Nachvollziehen der Geschichte ein wenig schwer. Ich kann mich zwar immer wieder in diese Kapitel einlassen, aber sie stören so ein wenig den Lesefluss. In welcher Zeit in Yasmeens Leben begegne ich der jungen Frau? Wo ist sie gerade?
Das hätte man so schön lösen können, wenn man die Kapitel mit Jahreszahl oder sonstigem gekennzeichnet hätte.
Nichts desto trotz bekomme ich eine sehr gut durchdachte, ein wenig dramatische und rührende Familiengeschichte. Ein Hauch Romantik ist ebenfalls zu finden. Alles in allem ein sehr solides Buch, was ich gerne gelesen habe. Es ist still, man darf keine lauten großartigen Wendungen erwarten. Das Buch besticht eher im Kleinen, es berührt das Herz und lässt den Leser mit einem zufriedenen Lächeln zurück. Was gibt es auch schöneres, als zu sich selbst zu finden?
Von mir, für eine leise, herzergreifende Geschichte 4 Eselsöhrchen.

Eine etwas andere Familiengeschichte

Von: Sabs Bookparadise Datum : 23.02.2017

sabsbookparadise.blogspot.ch/

Irenie hatte keine leichte Kindheit: Als sie eines Tages nach Hause kommt, ist ihre Mutter verschwunden und ihr Vater antwortet nicht auf ihre Fragen. Nach einigen Jahren findet der Teenager eine Kiste mit Briefe ihrer Mutter und sie kommt ihrem Geheimnis näher. Ihre Suche führt sie in die Heimat ihrer Mutter: Pakistan. Und dort lernt sie zu verstehen, was hinter dem Verschwinden steckt und welche Bedeutung es für ihr bisheriges Leben hatte...

Der Schreibstil der Autorin finde ich gut, auch wenn die Geschichte an sich zum Teil ihre kleinen Längen hatte. Sie hat jedoch durchaus Potential und die Idee dahinter hat mir sehr gut gefallen. 'Das Leuchten meiner Welt' ist eine Familiengeschichte, der etwas anderen Art, die ich in dieser Form noch nicht gelesen habe.

Das Buch besticht nicht mit Action, sondern mit der Ruhe. Die Suche nach Antworten ist zwar interessant, aber ein paar Highlight hätten der Geschichte keinen Abbruch getan.

Die Charaktere fand ich okay, aber sie konnten mich nicht richtig überzeugen. Obwohl die Hintergründe der Hauptprotagonisten sehr gut ausgearbeitet waren, konnte ich die einzelnen Personen nicht greifen. Das fand ich sehr schade.
Die Nebencharaktere sind etwas flach ausgefallen, was ich mir ein wenig anders gewünscht hätte. Vielleicht hätte man hier die ein oder andere Person anders einfliessen lassen oder beleuchten können.

Das Cover ist ein Traum und passt sehr gut zur Geschichte!

Fazit

Obwohl ich zwei, drei Kritikpunkte habe, finde ich die Geschichte erfrischend anders. Daher bekommt sie von mir 4 Sterne.

nicht gänzlich überzeugendes Liebesdrama

Von: Rosenmadl Datum : 20.01.2017

visionsofbeautyandmore.blogspot.de/


Inhalt:

Irenie ist gerade mal 9 Jahre alt, als Yasmeen, ihre Mutter sie einfach verlässt. Ihr Vater hält sich bedeckt und weicht all ihren Fragen aus. So entschließt sich Irenie, die 5 Jahre später eine Kiste mit Briefen ihrer Mutter findet, von Amerika bis nach Pakistan zu reisen. Kommt sie dort dem Geheimnis und dem Verschwinden ihrer Mutter näher?


Meine Meinung:

Meine Probleme beginnen immer damit, wenn zu viele Personen in einem Buch genannt werden, wenn zu viele Namen ein Wirrwarr der Buchstaben ergeben. Und wenn es dann auch noch exotische Wörter, Namen oder Bedeutungen sind, dann bin ich oft schon gänzlich verloren. Ich befinde mich dann in einer Art Labyrinth und kann den Taten oder dem Geschehen nicht mehr so akkurat folgen, wie ich es gerne hätte.

Auch konnte mich die gesamte Geschichte um Irenie und die Suche nach ihrer Mutter nicht überzeugen. Meist erfährt man nur Bruchstücke vom Leben mit ihrem Vater. Und auch dass Yasmeen eigentlich einen anderen Mann liebte und dennoch James zum Manne nahm, sind für mich schleierhafte Verwicklungen. Ich konnte mich weder in die Gefühle der Mutter noch in die Gefühle des Vaters versetzen.
Auch die Protagonistin Irenie schaffte es nur teilweise, dass ich Mitgefühl empfand. Trotz des recht weichen Schreibstils und der schönen Zitate (Ausschnitte von Liebesbriefen) vor jedem einzelnen Kapitel kam ich mir nicht vor als lese ich eine berührende Geschichte. Vielleicht ein Tagebuch, ein Stück davon, welches einfach ohne große Emotionen geschrieben wurde, ja, so empfand ich die ganzen Seiten des Buches. Schade, da ich mir sehr viel mehr erhofft hatte.

Und das Ende, das Ende habe ich nur halb verstanden. Schön, dass Irenie wieder mit ihrem Vater reden konnte und zu ihm zurückkehren wollte, aber was genau hat die Reise nach Pakistan ihr genutzt? Was genau waren ihre Gefühle? Wieso wollte sie erst dort bleiben und danach wieder nicht. Ich hätte mir einfach ein wenig mehr Erklärungen gewünscht, ein wenig mehr Harmonie und ein wenig mehr zusammenhängende Szenarien. Oft war es für mich ein Durcheinander, mal in der Vergangenheit, dann wieder schnell in die Gegenwart zurück zu kehren. Ich bin damit leicht überfordert gewesen.


Fazit:

Die gesamte Geschichte um Irenie, ihren Weg nach Pakistan, ihren Weg nach der Wahrheit zu suchen, konnten mich nicht ganz überzeugen. Obwohl der Schreibstil sicher, warm und weich erschien habe ich meine Gefühle, meine Emotionen nicht spüren können. Sicher gibt es aber Leser und Kenner des Genres, die sich über das Buch mächtig freuen dürften. Für mich war es ein netter Zeitvertreib, nicht mehr und nicht weniger. Und deswegen vergebe ich

3 Sterne !

Das Leuchten meiner Welt

Von: frolleinbuecherwurm Datum : 07.01.2017

frolleinbuecherwurm.blogspot.de/

Zum Inhalt:
Irenies Leben veränderte sich drastisch als ihre Mutter plötzlich verschwand. Mit gerade einmal zehn Jahren muss sie erwachsen werden, den Haushalt schmeißen und kochen. Irenies Vater scheint das alles nicht zu interessieren. Er lässt niemanden auch sich ran und beantwortet seiner Tochter keinerlei Fragen. Fünf lange Jahre voller Unwissenheit vergehen, bis Irenie plötzlich eine Kiste mit Briefen findet. Es scheint als würde sie dem Geheimnis ihrer verschwundenen Mutter endlich näher kommen. Es sind Briefe ihrer Mutter an einen Mann namens Ahmed. Um mehr über die Vergangenheit und die Liebe ihrer Mutter zu erfahren reist Irenie nach Pakistan, in der Hoffnung, das plötzliche Verschwinden endlich aufklären zu können.


Meine Meinung:
Familiengeheimnisse können so schön und gleichzeitig so dramatisch sein. Beides findet man in Sophie Khans Roman "Das Leuchten meiner Welt". Das Buch lässt sich gut lesen, verfügt aber trotzdem über ein relativ hohes Niveau. Besonders schön habe ich den Einblick in die alten Briefe von Yasmeen, Irenies Mutter, empfunden. Leider fehlte mir zwischendrin ein bisschen Spannung in der Handlung. Trotzdem kann ich diesen Roman jedem empfehlen, der auf Familiengeheimnisse steht. Von mir gibt's 3 von 5 Sternen.

Eine bewegende Geschichte über das Verlassenwerden

Von: Farbwald Datum : 27.12.2016

farbwald.blogspot.de

Vorsicht Spoiler!

"An dem Tag, an dem ich die Kiste finde, weiß ich, dass meine Mutter tot ist."
Sophia Khan, Das Leuchten meiner Welt, Diana Verlag, 1. Auflage, Seite 11

Mit dem Verlust ihrer Mutter kämpft die 15-jährige Irenie schon seit fünf Jahren. Damals kommt sie von einem gemeinsamen Urlaub mit ihrer Freundin und Nachbarin Celeste nach Hause und ihre Mutter ist nicht mehr da. Und von diesem Tag an, nimmt Irenie die Rolle ihrer Mutter ein, als diejenige, die sich um den Haushalt kümmert. Ihr Vater James und sie entfremden sich und an diesem Punkt setzt die Geschichte ein.

Irenie findet eine Kiste mit Briefen ihrer Mutter. Getrieben davon, endlich herauszufinden, was ihrer Mutter Yasmeen zugestoßen ist, liest sie die Briefe und begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Aber nicht nur Irenie, sondern auch ihr Vater erzählt seine Sicht der Dinge.

James nimmt uns mit zu jenen Tagen, an denen er Yasmeen kennen gelernt hat. Die wunderschöne Frau, die ihre Wurzeln in Pakistan hat, zieht ihn vom ersten Moment der Begegnung in ihren Bann. Und auch Yasmeen scheint von James angetan zu sein und die beiden heiraten, trotz eines recht großen Altersunterschieds. Dabei heraus kommt ihre Tochter Irenie, die ihre Mutter schon bald vergöttern wird. James berichtet aber auch von seinen Affären und Fehltritten, die man zunächst noch verurteilt. Doch je länger die Geschichte andauert und je tiefer man in das Leben der Eccles eintaucht, desto mehr fängt man an, die Familie und jeden Einzelnen von ihnen zu verstehen.

Irenie, die schon als Kind erwachsen werden musste, erzählt zunächst die wunderschönen Seiten ihres Lebens mit ihrer Mutter. Sie haben eine innige Verbindung und die Tochter blickt zu ihrer Mutter auf. Doch Irenie hat auch mit den Geistern ihrer Mutter zu kämpfen, die Yasmeen in die Depression zwingen. So rettet die sechsjährige Irenie ihrer Mutter nach einem Selbstmordversuch das Leben und hält deren Kopf über das Wasser in der Badewanne.
Schon vor dem Verschwinden der Mutter regelt Irenie also den Tag und unterstützt ihre Mutter, sodass James von der Krankheit seiner Frau und ihrem Alkoholkonsum bis zum Selbstmordversuch nur wenig mitbekommt.

Aber zurück zu den Briefen, die Irenie findet, denn diese enthalten den Briefwechsel ihrer Mutter mit Ahmed Kakkezai. Und diese Briefe verhelfen Irenie zu einer neuen Sicht der Dinge, denn nun weiß sie nicht nur von den Affären ihres Vaters, sondern auch davon, dass ihre Mutter einen anderen Mann geliebt hat. Dieser jedoch hat, wie Yasmeen auch, jemanden anderen geheiratet.

Nach einigen Nachforschungen in Amerika beschließt Irenie, die alles über die Vergangenheit ihrer Mutter herausfinden möchte, zu ihrer Familie nach Pakistan zu fliegen, um dort möglichst viel über Yasmeen herauszufinden.

Dort muss sie die Erfahrung machen, dass ihre Großeltern nicht über das Leben ihrer Tochter sprechen möchten. Der Schmerz der Familie ist tief verwurzelt, sodass sie sich auf die Suche nach anderen Quellen macht und Baby Tamasha trifft, die Irenie so einiges zu erzählen weiß und auch von einem Tagebuch erzählt, das sie von ihrer Mutter habe. Außerdem erfährt Irenie, dass ihre Großeltern und auch die gesamte Familie der Frau von Ahmed, Mehrunissa, die Schuld am Tod Yasmeens geben.

Auf einer Hochzeit in Pakistan trifft Irenie auf Mehrunissa und auch auf den Sohn von Ahmed und Mehrunissa und das Geheimnis wird vollends gelüftet.

Mehr wird wie immer nicht verraten, denn ihr sollt schließlich das Geheimnis selber lüften können! Ein bisschen spoilern muss ich aber dennoch, denn so sehr ich mir während des Lesens ein großes, bedeutsames Geheimnis erhofft hatte, so wurde ich ein wenig enttäuscht. Das Geheimnis ist nicht besonders groß oder weltbewegend, bringt dem Buch aber dennoch die Wendung und Veränderung für die Charakter, die benötigt ist.
Die Geschichte zu lesen war zwar nicht so einfach, wie ich es gewohnt bin. Häufig lese ich völlig überzogene Liebesgeschichten, um mich aus meiner eigenen Welt entführen zu lassen. In diesem Buch aber wird man in die Vergangenheit von Irenie und James mit genommen, die sich mit der Depression und Alkoholsucht Yasmeens auseinandersetzen mussten und mit dem plötzlichen Verlust eines geliebten Menschen. Diese Geschichte ist also weder besonders romantisch, noch besonders dramatisch, sondern einfach besonders ehrlich und lebensnah!
Während des Lesens muss ich zugeben, dass mir die Dramatik und Spannung ein wenig gefehlt hat, aber nachdem ich das Buch nun gelesen habe, bin ich bewegt von der Tiefe der Charaktere und davon, was gerade Irenie in ihrem jungen Leben bereits durchmachen und leisten musste. Ich wurde von dieser Geschichte so emotional berührt, dass ich nun einfach so froh bin, dass ich sie lesen durfte, denn die Geschichte ist einfach echt - eine Geschichte wie das Leben sie erzählen würde!

Schöne Geschichte, von der ich etwas mehr erwartet hatte

Von: Biggi Friedrichs Datum : 21.12.2016

vergessenebuecher.blogspot.de/2016/12/rezension-zu-das-leuchten-meiner-welt.html

Irenie ist neun Jahre alt, als ihre Mutter Yasmeen die Familie verlässt. Irenie, die ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Mutter hat und zu ihrem Vater eigentlich gar keine Beziehung hat, muss damit klar kommen. Sie übernimmt neben der Hausarbeit das Kochen von aufwendigen Currygerichten.

Von ihrem Vater erfährt Irenie nicht, was geschehen ist. Fünf Jahre später entdeckt Irenie in einer Kiste versteckte Briefe ihrer Mutter an einem Mann namens Ahmed. Ihre Neugier ist geweckt und sie fährt nach Pakistan, um das Geheimnis um das Verschwinden ihrer Mutter und um die Liebe ihrer Mutter zu Ahmed zu ergründen.

Dieses Debüt von Sophia Khan liest sich flüssig und bewegt sich sprachlich auf hohem Niveau, allerdings fehlen spannende Momente in dieser Geschichte.

Erst nach etwa der Hälfte des Buches fährt Irenie gegen den Willen ihres Vaters nach Pakistan und befragt Verwandte und Freunde von Yasmeen nach deren Beziehung zu Ahmed.


In der ersten Hälfte erfahren wir sehr viel über ihren Vater James, wie er Yasmeen kennengelernt hat und was es mit Ahmed auf sich hat. Irenie erzählt aus der Ich-Perspektive, da sollte man meinen, dass der Leser dem einsamen Mädchen nahe kommt, doch das ist leider nicht so.

Der Anfang der einzelnen Kapitel ist mit Auszügen aus den Briefen von Ahmed und Yasmeen. Diese Briefauszüge sind wunderschön, fast poetisch geschrieben und haben mir sehr gut gefallen.

Obwohl wir sehr viel von den einzelnen Charakteren erfahren, blieben die Personen alle etwas auf Distanz zum Leser. Der Geschichte fehlen spannende, geheimnisvolle Momente und Charaktere, die den Leser an das Buch fesseln.

Ich hatte mir von diesem Buch mehr erhofft.

Eine Reise in die Vergangenheit, um das Hier und Jetzt zu verstehen

Von: Blog-a-holic Datum : 20.11.2016

blog-a-holic.de/

Zum Inhalt:

Die zwei Leben meiner Mutter und die Wahrheit ihrer Welt

Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.



Über die Autorin:

Sophia Khan wurde 1985 als Tochter einer amerikanischen Mutter und eines pakistanischen Vaters geboren. Sie wuchs in beiden Ländern auf, reiste viel, studierte in den USA und lebt heute mit ihrem Mann in Islamabad. Das Leuchten meiner Welt ist ihr erster Roman.



Mein Fazit und meine Rezension:

Irenie und ihre Mutter Yasmeen sind ein Herz und eine Seele. Mutter und Tochter verbindet ein tiefes Band und eine sehr enge Beziehung. Noch nicht einmal ihrem Vater gelingt es, in diese besondere Mutter-Tochter-Beziehung einzudringen und ebenfalls ein Teil des großen Ganzen zu werden. Doch von jetzt auf gleich endet Irenies Kindheit, denn ihre Mutter verschwindet und niemand weiß, wo sie abgeblieben ist und ob sie wiederkommen wird. Irenie hofft täglich darauf, dass ihre Mutter zur Haustür hereintritt und wieder alles so ist, wie es einmal war. Aber tief in ihrem Inneren ist sie davon überzeugt, dass dieser Tag nie kommen wird und das Verhalten ihres Vaters tut sein übriges. Doch warum ist ihre Mutter verschwunden? Was weiß ihr Vater darüber? Hat er sie gehen lassen oder gar fort geschickt? Und was hat es mit dieser seltsamen Kiste auf sich, die ihre Mutter wie einen Schatz behütet hat? Findet sich darin die Antwort auf all ihre Fragen? Und wer ist der unbekannte Anrufer, der sie und ihren Vater fast täglich aus ihrer Lethargie reißt, um dann doch wortlos wieder aufzulegen? Viele Geheimnisse ranken um die Geschichte ihrer Mutter, insbesondere um ihre Vergangenheit, die es nun zu ergründen gilt. Doch will man alles wissen, was in dem Leben seiner Eltern geschehen ist? Vor allen Dingen dann, wenn es die eigene Welt aus den Fugen heben kann?

Irenie ist für den Leser im ersten Moment ein sonderbares Kind, denn sie ist mehr eine kleine Erwachsene als ein naives und lebhaftes Kind. Schon vom ersten Tag an war sie stark mit ihrer Mutter verbunden und fühlte sich zu ihr hingezogen. Kein Wunder also, dass es auch sie schmerzlich trifft, als ihre Mutter eines Tages einfach so verschwindet, ohne Lebewohl zu sagen. Irenie ist sich sicher: ihr Vater steckt hinter all dem und er weiß ganz genau, wo ihre Mutter ist und weswegen sie gegangen ist! Immerhin hat sie ihn bereits bei seiner Untreue ertappt und wenn ein Kind das aufdecken kann, ist es für ihre Mutter sicherlich ein Leichtes gewesen.

Mit jedem Tag gleicht Irenie ihrer Mutter mehr und mit jedem Tag, der ins Land geht, ohne dass sie Neuigkeiten von ihr erfährt, wird ihr Groll gegen ihren Vater tiefer und tiefer. Um die Erinnerung an ihre Mutter aufrecht zu erhalten, erschafft sie sich als ihr Ebenbild, indem sie sich genauso kleidet wie sie, die Gerichte des Heimatlandes ihrer Mutter kocht und ebenfalls akkurat für den Haushalt sorgt. Doch all dies kann ihr die Liebe ihrer Mutter nicht ersetzen. Und auch ihr Vater merkt, dass Irenie sich immer weiter von ihm entfernt. Aber er kann nicht noch einen geliebten Menschen verlieren.

Eines Tages findet Irenie auf dem Dachboden die geheimnisvolle Kiste ihrer Mutter und öffnet sie. In ihr befinden sich unzählige Briefe, die ihre Mutter an einen Mann namens Ahmed geschrieben hat, die Antwortbriefe sind ebenfalls säuberlich in der Kiste enthalten. Für mich als Leserin war es spannend, dass Irenie die Briefe vor ihrem Vater verborgen hat und im Geheimen in ihnen gelesen hat. So war Yasmeen kein Geist mehr (denn im Buch lernt man sie immer nur aus Erinnerungen kennen), sondern eine richtige Ehefrau und Mutter und vor allen Dingen eine Frau mit eigenen Bedürfnissen. Ich konnte ab einer gewissen Zeit gar nicht mehr aufhören zu lesen und musste einfach wissen, wie es mit Yasmeen weitergeht, was Ahmed damit zu tun hat und wo sie geblieben ist.

Das Ende dieser wunderbaren Geschichte möchte ich euch jetzt nicht verraten, nur so viel: mit Hilfe der Briefe finden Vater und Tochter wieder zueinander, Irenie lernt ihre Wurzeln in Islamabad kennen und trifft dort auf eine Familie, mit der sie mehr verbindet, als sie zunächst gedacht hatte.

Ich kann dieses Buch einfach nur weiterempfehlen. Man merkt, dass die Autorin darin auch eigene Geschehnisse verarbeitet hat und dass sie ihren Charakteren Tiefe gegeben hat. Yasmeen ist für mich ein Charakter aus Fleisch und Blut und Irenie ist in meinen Augen Sophia selbst, die mit diesem Buch ein Stück ihrer eigenen Vergangenheit zu verarbeiten und ggfs. zu verabschieden versucht. Ich hoffe sehr bald ein weiteres Buch von dieser talentierten und jungen Autorin lesen zu dürfen!

Eine Reise auf der Suche nach Antworten

Von: Charlene Glaeser Datum : 19.11.2016

mylittlebookpalace.weebly.com

" Das Leuchten meiner Welt " ist eines dieser Bücher die sich nach Liebe, Freiheit und Offenbarungen anhört und auch so aussehen. Und ich muss wirklich sagen das ich nicht enttäuscht wurde, dieses Buch sieht nicht nur wunderschön aus, sondern beinhaltet auch die wunderbare Geschichte von Irenie Eccles, die der Vergangenheit ihrer Mutter auf der Spur ist und dabei durch die ganze Welt reist.

Zuerst war ich ja etwas skeptisch und wusste nicht wirklich was ich über Irenie halten sollte. Wer ist denn auch so verschlossen Vorallem ihrem Vater gegenüber und führt nicht das Leben was eine normale 15jährige führen sollte. Doch nach kurzer Zeit erfährt man mehr über Irenie und ihre Vergangenheit und zumindest ich konnte danach wirklich shympatie ihr gegenüber aufbringen. Es muss sehr schwierig für ein zehnjähriges Mädchen, welches ihre Mutter anbetet ihre Mutter zu verlieren und nicht zu wissen ob ihre Mutter Tod ist oder ohne sie in der Weltgeschichte rumreist.

Am Anfang hatte ich ein paar Probleme mich in die Charaktere und Geschichte einzufinden, doch wie oben schon erwähnt konnte ich nach einer Weile shympatie für die Protagonistin Irenie aufbringen und am Ende sogar für ihren Vater, denn ich am Anfang ja gar nicht mochte. Doch auf Irenies Weg erfährt man einfach sehr viel über die Beziehung zwichen ihren Eltern und ihrer Mutter mit einem anfangs noch unbekannten Geliebten.

Durch den schnell gelesenen Schreibstil der nicht verschnörkelt ist kommt man sehr schnell voran, doch mir haben die kurzen Texte an den Kapitelanfängen sehr gefallen und ich habe mir sogar einige aufgeschrieben, weil ich sie einfach so schön fand.

Die Charaktere konnte man erst nach einer Weile verstehen und als am Ende Aufeinmal so viele dazu gekommen sind kam ich ganz schön ins Stolpern, doch durch den Stammbaum am Ende des Buches fiel es mir irgendwann leichter. Doch durch ihre große Indische Familie habe ich sogar ein bisschen über die Kultur dort gelernt. Ich habe sogar gegoogelt was eine Sari ist und mich bringen nicht viele Bücher zum googlen;)

Doch am Ende ist dieses Buch ein gelungener Roman über ein junges Mädchen, welches alles dafür gibt um zu erfahren was wirklich mit ihrer geliebten Mutter geschehen ist.

Kleine Bruchstücke vervollständigen das Gehemeimnis

Von: Lovelyceska Datum : 03.11.2016

https://lovelyceska.wordpress.com

Ich las viele gute Rezensionen über Sophia Khans Debütroman "Das Leuchten meiner Welt". Außerdem heißt es: „Anrührend und klug erzählt Sophie Khan in ihrem beeindruckenden Debüt von einer geheimen Leben und deren Folgen für eine ganze Familie.“

»Die zwei Leben meiner Mutter und die Wahrheit über ihre Welt.«
Über das Buch:

Autorin: Sophia Khan - Verlag: Diana (13. Juni 2016) - Format: Taschenbuch Buchlänge: 480 Seiten - Preis: 9,99€ Erwerben ♥ - ISBN: 978-3453358966

Über die Autorin:

Sophia Khan wurde 1985 als Tochter einer amerikanischen Mutter und eines pakistanischen Vaters geboren. Sie wuchs in beiden Ländern auf, reiste viel, studierte in den USA und lebt heute mit ihrem Mann in Islamabad. Das Leuchten meiner Welt ist ihr erster Roman.

Klappentext:

Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.

Meine Meinung:

Als das Buch mich erreichte, verliebte ich mich sofort in das Cover. Der Schriftzug vom Titel ist glänzend gold und veränderte seine Nuancen je nach Blickwinkel. Das Gold harmoniert sehr schön mit dem dunkelblauen Hintergrund. Zudem zeigt es Papierschnipsel sowie Poststempel und passt dementsprechend gut zur Geschichte.

Mit 15 Jahren findet Irenie eine mysteriöse Kiste mit den Geheimnissen ihrer Mutter. Wohin ist ihre Mutter verschwunden und warum hat sie Irenie verlassen? Die Geschichte zeigt, wie sehr eine Tochter an ihrer Mutter hängt. In jungen Jahren klammert Irenie sich sehr an ihre Mutter, will sie nicht mit ihrem Vater teilen und sie am liebsten für sich allein haben. Doch dann verschwindet die Mutter und Irenie ist auf sich allein gestellt.

»Deine Abwesenheit hat in meine eine Leere hinterlassen, einen Abgrund von ungeheurer Tiefe. Sie hat mein Leben bedeutungslos gemacht.«
Zu Beginn jedes Kapitels stehen kurze Abschnitte aus den Briefen, welche sehr emotional geladen sind. Damit werden die Gefühle der Charaktere sehr deutlich.

»Er hat mir meine Mutter auf jede erdenkliche Weise geraubt.«
Es werden die Perspektiven der Tochter und des Vaters gezeigt, was sehr abwechslungsreich ist. Es sind immer wieder Rückblicke aus der Vergangenheit eingebaut, was die Charaktere sehr gut darstellt und die Empathie für sie steigt. Die Geschichte liest sich wie ein Puzzle, es tauchen immer wieder kleine Bruchstücke auf, die das Geheimnis vervollständigen. Zwischendurch gibt es einige kleine Schocker, wodurch immer wieder kleine Spannungen erzeugt werden. Insgesamt kann die Entwicklung der Charaktere gut mitverfolgt werden und es werden viele Facetten von ihnen gezeigt, sodass sie immer wieder in neuem Licht betrachtet werden können.

»Er hoffte, dass Irenie eines Tages begreifen würde, dass nicht alles im Leben wie im Märchen sein musste.«
Ich habe einige Zeit benötigt, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Einige Sätze sind sehr komplex und verschachtelt geschrieben, sodass auch mehrmaliges Lesen notwendig war. Nach einigen Kapiteln hat sich dies jedoch gelegt. Da auch pakistanische Gerichte und einige Charaktere aus Pakistan auftreten, kommen auch schwierige Namen vor. Eine große Verwechslungsgefahr besteht hierbei bei Irenie und Irene! Die Geschichte ist in zwei Teilen unterteilt: Der erste Teil spielt in Amerika und der zweite in Pakistan. Die Teile schließen aber nahtlos aneinander an, sodass lediglich ein Ortswechsel stattfindet. Die Beschreibung der Umwelt ist sehr gelungen, sodass der Leser sich wirklich gefühlt auf einem anderen Kontinent befindet, was mit der Wortwahl und der Schilderung der Atmosphäre erreicht wird.

Bewertung:

Das Buch hat mir gut gefallen und ich schließe mich den anderen Rezensionen an. Ich bewerte es mit einer 1-2. Besonders gelungen finde ich die Ausarbeitung der Charaktere und die Schilderung von allen möglichen emotionalen Facetten. Der Weg zur Lüftung des Geheimnisses verläuft nicht linear noch oben, sondern hat spannungsmäßig seine Höhen und Tiefen. Wenn man sich auf die pakistanischen Einflüsse einlässt ein sehr empfehlenswertes Buch! Eine Leseprobe bekommt ihr hier ♥

An dieser Stelle möchte ich mich vielmals beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar bedanken! Ich freue mich schon über weitere Zusammenarbeit! ♥

♥Lovelyceska♥

sprachlos

Von: Biancas-Zeilenliebe Datum : 30.10.2016

https://biancaszeilenliebe.blogspot.co.at/?m=1

Das Buch lässt mich mit einem wirklich sehr bewegten Gefühl zurück. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass mich diese Tragik sehr berührt und traurig gemacht hat.
In diesem Buch erkennt man, wie wichtig das Reden und das Sprechen über die eigenen Gefühle und der, der anderen Familienmitglieder ist.

Kitschig, politisch, emotional - ein vielversprechendes Debut von Sophia Khan

Von: Detlef M. Plaisier Datum : 20.10.2016

lesekabinettleipzig.com

<em>Die Debutautorin Sophia Khan ist die Tochter eines pakistanischen Vaters und einer amerikanischen Mutter. Die 31-Jährige lebte in beiden Ländern, reist viel und wohnt seit einigen Jahren in Islamabad.</em>

[caption id="attachment_16577" align="alignleft" width="189"]<a href="http://lesekabinettleipzig.com/?attachment_id=16577#main" rel="attachment wp-att-16577"><img class="size-medium wp-image-16577" src="https://lesekabinettleipzig.files.wordpress.com/2016/10/khan_sdas_leuchten_meiner_welt_171077.jpg?w=189" alt="www.randomhouse.de" width="189" height="300" /></a> www.randomhouse.de[/caption]

Wie fühlt es sich an, zu erfahren, dass die eigene Mutter ein geheimes Parallelleben geführt hat? Irenies Mutter verschwand vor fünf Jahren. Seitdem lebt die 15jährige mit ihrem Vater allein. Sie übernimmt den Haushalt, die beiden reden wenig miteinander. Auch nicht über das Verschwinden der Mutter. Bis Irenie auf dem Dachboden eine Kiste mit Briefen findet. Für sie eröffnet sich ein großes Geheimnis ihrer Mutter, dem sie von da an nachgeht und deren Spuren sie bis nach Pakistan führen.

Die Autorin gibt sich viel Mühe, die Charaktere sehr genau zu zeichnen. Die Perspektiven zwischen den Protagonisten wechseln sich ständig ab, was herausfordernd und gleichzeitig interessant ist. Auch das Aufzeigen der Verbindungen zwischen dem Nahen Osten und Amerika gelingt der Autorin gut. Als Leserin bekomme ich ein lebhaftes Bild von Irenies amerikanisch-pakistanischer Familie und auch die Schauplätze und Nebenfiguren werden sehr anschaulich und detailliert beschrieben. Das lässt die Geschichte leider an vielen Stellen auch etwas zäh wirken.

Großes Minus sind für mich die jedem Kapitel vorangestellten Briefausschnitte, die an Kitschigkeit kaum zu überbieten sind. Ansonsten ist das Buch zwar gefühlvoll, aber erträglich. Als Leserin habe ich ein vorhersehbares Ende erwartet, wurde aber eines Besseren belehrt.

<strong>Fazit: </strong>Ein emotionales Buch, das tiefsinniger als eine leichte Strandlektüre ist. Dennoch ist die Geschichte an vielen Stellen zu schnulzig und langatmig erzählt. Ich bin dennoch gespannt, wie sich die nächsten Bücher der jungen Autorin entwickeln, da die amerikanisch-pakistanische Sichtweise sehr viel Potential für interessante Geschichten birgt.

Rezensentin Franziska Schmidt schreibt für den Autorenpool von Detlef M. Plaisier [Der Mann für den Text].

Anspruchsvolle Liebesgeschichte mit Spurensuche zwischen den Kulturen

Von: Wortlichter Datum : 07.10.2016

www.wortlichter.com

„Das Leuchten meiner Welt“*, ist das Debüt von Sophia Khan, einer pakistanischen Autorin mit amerikanischen Wurzeln. Das Buch wurde aus dem Englischen übersetzt und ist im Diana-Verlag erschienen. Aufgrund der Einordnung als Liebesgeschichte, einer jugendlichen Protagonistin und dem schönen verspielten Cover, habe ich viele Rezensionen auf Blogs von sehr jungen Mädchen gesehen. Ich möchte jedoch gleich anmerken, dass das Buch über eine einfache Liebesgeschichte hinausgeht. Sowohl vom Schreibstil, als auch vom Inhalt, ist es durchaus für Erwachsene geeignet und bietet einen gewissen Anspruch. Tatsächlich wird dieser Aspekt, von vielen jüngeren Rezensentinnen, sogar stark kritisiert. Für mich ist das natürlich positiv zu bewerten.

Es geht um die junge Irenie, Tochter eines Amerikaners und einer Pakistanerin, welche in Amerika aufwächst. Als sie 10 Jahre alt ist, verschwindet ihre Mutter Yasmeen spurlos. Die Story setzt einige Jahre später ein, als Irenie auf dem Dachboden eine Kiste mit alten Briefen ihrer Mutter findet. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dieser verbotenen Liebe? Irenie begibt sich auf eine Spurensuche, die sie bis nach Pakistan führt. Warum verschwand ihre Mutter und welche Rolle spielten die einzelnen Personen ihrer Familie dabei?

Die Geschichte wechselt in der Erzählperspektive zwischen Irenie und ihrem Vater James. Abwechselnd erfahren wir einige Kapitel der Handlung von Tochter und Vater. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Während sich Irenie im ersten Teil in Amerika befindet und versucht mehr über die geheimnisvollen Briefe herauszufinden, begibt sie sich im zweiten Teil nach Pakistan.

Der Schreibstil ist etwas anspruchsvoller als in den meisten Liebesgeschichten. Zusätzlich zu den zwei Perspektiven kommen noch unzählige Rückblenden und Zeitsprünge. Da erzählt der Vater von seiner Beziehung zu Yasmeen, von seiner Schwester und seiner Kindheit. Und auch Irenie, erzählt Episoden aus ihrer Kindheit, erinnert sich an die Mutter und an Erlebnisse mit ihrer Freundin. Das macht die Geschichte sehr vielseitig und lebendig, man muss jedoch aufmerksam lesen. Die Sprache bewegt sich zwischen poetisch und kitschig. Der Schreibstil passt aber sehr gut zum Genre und zur Handlung. Man merkt, dass sich die Autorin Gedanken gemacht hat und ihre Worte mit Bedacht auswählt. Jedes Kapitel wird mit einem Abschnitt aus den gefundenen Briefen an die Mutter eingeleitet.

Zwischen anderen Liebesgeschichten sticht das Buch heraus, weil es mehr ist, als nur eine klassische Liebes-Story. Vielmehr rekonstruiert die Autorin die Geschichte der verschwundenen Mutter anhand Erinnerungen, Briefen und gegenwärtigen Geschehnissen. Außerdem ist das Thema von binationalen Beziehungen, selten mit so guter Sprache und Hintergrundwissen verbunden, wie hier. Nebenbei bekommt man besonders im zweiten Teil, tiefe Einblicke in die pakistanische Kultur, was das Buch ungeheuerlich bereichert.

Erinnerungen vermischen sich in dieser Geschichte mit der Gegenwart. Nach und nach erfahren wir immer mehr von Yasmeen und spüren auch, wie das Verschwinden der Mutter, die Tochter Irenie geprägt hat. Diese jagt jedem erdenklichen Fetzen, den sie über ihre Mutter findet, hinterher. Die Tochter quält das Verschwinden so sehr, dass sie jede Erinnerung für sich vereinnahmt. Sie kocht ihrem Vater pakistanisches Essen und kauft immer noch die selbe Kleidung, die ihre Mutter ihr kaufte. Umso mehr sie über ihre Mutter erfährt, umso mehr erfahren wir auch über Irenie, die sich mit dem Vater und ihrem Umfeld nicht so ganz identifizieren kann. Sie ist eher eine verträumte Einzelgängerin, entwickelt sich jedoch im Laufe des Buches weiter, wächst zusammen mit ihren Entdeckungen über die Mutter. Sie gewinnt immer mehr an Klarheit über sich, ihre Mutter und ihre Herkunft.

Im Original heißt das Buch übrigens „Yasmeen“ und ich finde den Titel viel besser, als „Das Leuchten meiner Welt“, da es wirklich vorwiegend um die verzwickte Lebensgeschichte von Yasmeen geht. Das Cover ist in Englisch auch ganz minimalistisch gehalten. Das bunte deutsche Cover täuscht ein bisschen über den Inhalt und den Anspruch. Das erklärt auch die vielen eher enttäuschten Rezensionen von besonders sehr jungen Leserinnen, die mit dieser Geschichte überfordert waren oder etwas anderes erwartet hatten. Das Buch lebt besonders von seiner Vielseitigkeit an zwischenmenschlichen Beziehungen und wundervoll ausgearbeiteten Charakteren, die sich langsam entfalten, wie ein guter Wein.

Reden ist Silber, Lesen ist Gold, Manchmal muss über die Wahrheit gesprochen werden...

Von: Floh Datum : 06.10.2016

www.lovelybooks.de/mitglied/Floh/

„Das leuchten meiner Welt“. Dass ist ein Titel, der nach dem Lesen des Buches einen ganz anderen Klang erhält, als vor dem Lesen des Buches. Die junge Autorin Sophia Khan hat einen sehr bewegenden und tiefgründigen Roman geschrieben, der den Leser zum Nachdenken und Einkehren bringt. Ganz nah und intensiv erzählt sie in ihrem Debütroman von einer ehrlichen Liebe, von einer verlorenen Hoffnung, von einem Drama und den Hinterlassenschaften eines familiären Scherbenhaufens. Vom Verstehen, Nachfühlen, Verzeihen, Verurteilen und Erkennen. Ein Familiendrama, welches es so nicht hätte geben müssen, wenn nur einmal ein offenes Wort gesprochen worden wäre… Traurig, schwermütig, tiefgründig und auf seiner ganz leisen Weise auch sehr berührend und schön.
Erschienen im Diana Verlag (https://www.randomhouse.de/Verlag/Diana-Verlag/31000.rhd)

Inhalt:
"Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.

Anrührend und klug erzählt Sophia Khan in ihrem beeindruckenden Debüt von einer geheimen Liebe und deren Folgen für eine ganze Familie."

Darum wollte ich dieses Buch lesen:
Eigentlich war es die begeisterte Lesestimme einer Mitarbeiterin/Lektorin des Diana Verlags, die in dem Verlags Flyer „Herzenszeilen“ einen Kommentar zu diesem Roman hinterlassen hat, der mich sofort gefangen genommen hat: „Mein Lieblingsbuch… Sophia Khan hat mein persönliches Lieblingsbuch geschrieben – so klug und fesselnd erzählt sie von der Liebe, so sehr berührt mich die Geschichte von Irenie, die sich aufmacht, das Geheimnis um ihre verschwundene Mutter zu enthüllen. … Ein großartiges Debüt von einer spannenden neuen Autorin.“ (Zitat: Cardin Klemenz; Lektorin Diana Verlag). Die Mitarbeiterin / Leserin und Lektorin klingt hier so verliebt in dieses Buch, dass ich mich angesteckt fühlte und es ebenfalls lesen wollte. So kam ich auf den Geschmack zu „Das Leuchten meiner Welt“…

„Seit ich diese Kiste auf meinem Schoß geborgen halte, frage ich mich, ob ich für Jahre ein Echo bewohnt habe.“ (Seite 11)

Zum Schreibstil:
Die Autorin Sophia Khan hat es mir anfangs mit ihrem Roman nicht allzu leicht gemacht. Die junge Autorin versucht sich erst gar nicht zu verstecken und schreibt ihren Roman selbstbewusst, voller Überzeugung und ist sich sicher, wo sie ihre Leserschaft hinbewegen möchte. Dazu nutzt sie einen intelligenten Stil, der von Anspruch, Herzensangelegenheit, Hintergrund und Tiefe zeugt. Gerne zeigt sie sich und ihr schriftstellerisches Maß in langen und verschachtelten Sätzen, die den Leser dazu einladen, diesen Roman nicht einfach nur wegzulesen, sondern zu verdauen und zu verarbeiten. Sehr klug und lenkend. Das hat mich überrascht und fasziniert. Sophia Khan hat in ihrem Interview, welches man in den Klappen der Klappbroschur-Ausgabe des Taschenbuchs findet schon erklärt, dass ihr der Part aus Sicht von Irenie geschildert leichter zu verfassen und zu Papier zu bringen gelang, als die Passagen, in denen James den Leser in sein zerrüttetes Leben blicken lässt. Ich finde jedoch, dass der Autorin beide Sichtweisen unheimlich gut gelungen sind. Sophia Khan wechselt nicht nur die Erzählperspektiven der jeweiligen Ich-Form und die des stillen Beobachters aus dritter Sicht erzählt, sondern auch die zeitliche Ebene.
Dieser Wechsel lässt sich in den Absätzen leider manchmal nur schwer differenzieren und verfließt mit den vorherigen Zeilen, sodass man sich als Leser darauf konzentrieren muss, wo und bei wem wir uns gerade befinden. Da hätten bei der Umsetzung einige Absätze oder Kapitelüberschriften sehr gut getan. Leider fehlt das hier, was aber mit dem Schreibstil der Autorin an sich gar nichts zu tun hat.
Die pakistanische Herkunft der Autorin verleitet sie auch dazu, den Lesern ihre Heimat nahe zu bringen. Dieses Kunststück gelingt ihr dadurch, dass sie Speisen, Gerüche, Farben, Sitten, Kleidung und Festakte in ihrem Roman verwebt und den Leser ganz nah teilhaben lässt an einem zweierlei Familienleben. Das schweigsame Nebeneinanderleben in den USA, wo Irenie mit ihrem Vater James und ihrer schwermütigen Mutter Yasmeen lebt und das offene und redliche Großfamilienleben in Islamabad in Pakistan, wo Irenie den Spuren ihrer verschwundenen Mutter folgt… Sophia Khan überrascht hier mit sehr vielen Einflüssen, gibt Psychogramme auf, betreibt Charakter- und Familienstudien und schreibt einen Roman, der sehr intensiv und tiefgründig ein Drama zeigt, was durch offene Worte niemals so tragisch und hoffnungslos geendet hätte, wie es hier der Fall ist. Sophia Khan lädt ihre Leser dazu ein, noch lange über diesen Roman nachzudenken und ihn wirken zu lassen. Längst, nachdem man die letzten Zeilen bereits gelesen hat… Denn das Ende wird nur angeregt und der eingeladene Leser darf sich nach den letzten Zeilen: „Dieser Koffer gehört mir nicht!“ selbst ein Ende für diese Geschichte ausmalen. Sehr schön!

„Sie sieht mich durchdringend an, und mir ist, als kenne sie jede Hoffnung und jeden Gedanken, die ich jemals hatte. Du hast die Augen deines Vaters, Irenie! Sagt sie und marschiert hinaus in den Sturm“ (Seite 98)“


Schauplätze:
Die geformten, realen und überaus detaillierten Schauplätze haben mich wirklich absolut überzeugt und begeistert. Hier gibt es nicht nur Orte des Wohlgefallens, der Herzlichkeit, Harmonie und Familiengeschichte, nein hier gibt es ausladende Charaktere, die ihre eigene Geschichte mit ihrem eigenen bisherigen Leben und daraus resultierenden Kulissen und Schauplätze bieten. Irenie Khalil lebt in den USA mit einer pakistanisch stämmigen Mutter und einem westlichen Vater. Ihr Haus ist alt und an vielen Stellen baufällig, vor allem der Hängeboden des Hauses erweist sich als löchrig und brüchig. Doch genau da sitzt die stille und schweigsame Irenie so gern und beobachtet ihren Vater, der ebenso schweigsam und in sich gekehrt in seinem Arbeitszimmer sitzt und schreibt. Bis Irenie auf eine silberne Schatulle stößt und sich ihre ein Geheimnis zu offenbaren scheint. Antworten auf all die unausgesprochenen Fragen… Die Autorin schafft es bereits nach wenigen Zeilen den Leser abzuholen und in ihre Geschichte der Familie Khalil zu platzieren. Wir durchstreifen viele verschiedene Kulissen, die je nach Zeitebene und Handlungsort von unterschiedlichen Facetten und Einflüssen geprägt sind. Das Familienhaus von James, Irenie und zuvor auch Yasmeen, ehe sie spurlos verschwand. Die alte Universität an der sich James und Yasi in ihren jungen Jahren begegneten und an der James noch immer unterrichtet. Der bereits genannte Hängeboden des Hauses, der eine Schlüsselrolle spielen wird, der Rosengarten der Familie, Irenies Verwandtschaft in Islamabad (Pakistan), wo sie versucht das Leben und die Liebe ihrer Mutter nachzuvollziehen… All die Emotionen, die mit den Kulissen und Orten einhergehen, die allesamt gleich wichtig sind, bringt die Autorin wunderbar zum Wirken und zur geltung. Man fühlt, lebt, leidet und Denkt mit diesem Buch und befindet sich stets an den beschrieben Orten und fühlt beinahe das Gleiche wie die Protagonisten selbst. Die Eindrücke sind einfach einzigartig und so nah beschrieben, dass man sich als Gast in dem Buch willkommengeheißen fühlt. Ich jedenfalls. Geheimnisvoll, real, bildhaft und charmant. Hier gibt es enorme Atmosphäre, Vegetation, Flair, Gemütlichkeit, Kultur, Einfluss und eine Reise in die Vergangenheit und die Spur eines Geheimnisses und den nie gesprochenen Worten. All die atemberaubenden Kulissen werden stets gespickt mit Nuancen aus Tradition und Kultur, sowie den modernen Denken und der westlichen Welt. Melancholisch, einsam und schwermütig. Tragisch, dramatisch und hoffnungslos, Mutmachend, optimistisch und voller Wärme und Zuversicht. Die Autorin S. Khan gibt in ihrem Roman immer ein authentisches und zeitgemäßes Bild der Schauplätze wieder. Dies bezieht sich nicht nur auf das Leben von James und Yasmeen, ihrer Liebe, die Liebe zwischen Ahmed und Yasmeen und der heranwachsenden Irenie selbst, nein, die Autorin entführt den Leser an die Örtlichkeiten, zeigt das Leben und lässt einiges Revue passieren. Hier spürt der Leser viel Herzblut und Verbundenheit zur Geschichte, die die Autorin mit sehr viel Liebe verfasst hat. Mein besonderes Highlight und die absolute Stärke hier in diesem Buch!!!!

„Doch mir gefällt es, ihm das Essen zu bringen. Wenn ich alles kann, was meine Mutter konnte, gelingt es uns vielleicht, so zu tun, als wäre sie noch da. „ (Seite 104)

Charaktere:
Bei den Charakteren bekommt der Leser sehr viel Stoff und Anreiz zum Nachdenken, einlenken, nachfragen, sinnieren, reflektieren und kapitulieren… Ja, das Buch wird nicht einfach sein zu verdauen und es wird dem Leser auch nicht einfach sein Partei für Jemandem aus dem Buch zu ergreifen. Irenie ist 15 Jahre alt und wächst nach ihrer Kindheit als Halbwaise auf, wobei man nicht von Waise sprechen kann, da niemand weiß, wo ihre Mutter Yasmeen geblieben ist. Bis zu dem Tag an dem Irenie eine Blechkiste mit alten Briefen (Liebesbriefen) von ihrer Mutter mit einem unbekannten Mann, Ahmed, findet. Irenie lebt mit ihrem Vater James zusammen. Beide hegen eine ganz traurige Vater-Kindbeziehung. Dies war leider auch schon vor dem Verschwinden der Mutter der Fall. Sogar nach Irenies Geburt war James nicht imstande sein rosafarbenes, schmieriges Kind willkommen zu heißen und es in sein vaterherz zu schließen. Diese Distanz zieht sich bis zu Irenies Jugend durch. Die Familie lebte nebeneinander her. Zur Mutter Yasmeen hat Irenie eine ganz besondere Beziehung und Nähe, obwohl sich diese Bindung auch eher als psychologischer Knackpunkt erweist, denn Irenie fühlt sich für ihre Mutter verantwortlich und will sie beschützen. Mutter Yasmeen verfällt immer wieder in Depressionen, hat schwermütige Phasen und verlebt einen Teil ihrer Mutterpflichten in Gedanken und Träumen, die sie traurig machen… Für den Leser wird es genauso lange dauern, die Tragik dieses Familienlebens zu entschlüsseln und zu erkennen, wie für James und Irenie selbst. Häppchenweise nähern wir und Zeile um Zeile, Erzählung um Erzählung, dem eigentlichen Drama und der eigentlichen Tragödie. Das Schweigen legt sich permanent wie ein Demokleschwert über diese Familie, die ihrem Leben selbst eine Wunde dadurch zufügt und sie immer wieder durch nichtgesagte Worte aufreißen lässt.

Die Autorin Sophia Khan gibt hier tiefenpsychologische Einblicke in die Gedankenwelt und das Seelenleben einer zerrütteten Familie. Mit all seinen Folgen und Momenten. Hier hat die Autorin sehr eindringliche Charaktere erschaffen, die sie wunderbar nachfühlbar beschreibt, um ein klares Bild des Ausmaßes dieser verurteilten Liebe zu erhaschen. Neben den Hauptprotagonisten, Vater James, Mutter Yasmeen und Tochter Irenie, werden auch Nebencharaktere eine sehr wichtige und abwechslungsreiche, sowie prägende Rolle einnehmen. Hier möchte ich Irenies Freundschaft zur Nachbarin Celeste nennen, James Arbeitskollegen von der Universität, einige seiner vor allem weiblichen Studentinnen, die ganze Verwandtschaft und Familie Khalil aus Pakistan, die Liebschaft zu Ahmed, Ahmeds Sohn Firdaus… All die Charaktere und Nebenrollen werden diesen Roman vollkommen erscheinen lassen, obwohl hinter jeder Person ein Stück Schicksal und Hoffnung steckt.

Die Autorin schenkt den Lesern ein genaues Bild ihrer besonderen Charaktere und deren Leben und deren Zusammenleben nach und vor dem Verschwinden von Mutter Yasmeen. Bei der Ausformung und Darstellung der einzelnen Charaktere aus Haupt- und Nebenrollen hat die Autorin aus den Vollen geschöpft, verschenkt nicht eine nützliche Nuance und bietet ausgefeilte und bemerkenswerte Studien eines Familiendramas.

„Im Park dagegen brach sie bei den Astern in Rufe des Entzückens aus und schwärmte von den Gänseblümchen, wobei sie genug Abstand hielt, damit ihre Begeisterung die Blumen nicht verschrumpeln ließ.“ (Seite 196)

Meinung:
Zuerst möchte ich die vielen versteckten dennoch offensichtlichen Botschaften aus dem Roman loben, die sich darauf beziehen, wie wichtig es doch ist in einer Familie miteinander zu sprechen. Hier hat das eiserne Schweigen eine Familie zerbrochen!!!! Aber auch die Wichtigkeit der eigenen Wurzeln, der Familie, die Brocken der Vergangenheit, die das Heute prägen, die Verletzlichkeit der Liebe, das zarte Band der Verbundenheit...der Weg in die Vergangenheit und der eigene Schatten der überwunden werden muss, und auch der sensible Umgang mit Lebenslügen und echter Freundschaft. Hier hat Sophia Khan sehr genau auf das Ausmaß geachtet und ich finde es ist ihr sehr galant gelungen. Eine perfekte Mischung und ein perfekter Mix aus zwei wichtigen Säulen, auf denen dieser Roman gebaut ist, das Davor und das Danach.

Ich wurde sehr überrascht vom Buch, wo meine Vorfreude aufgrund der tollen Leserstimme doch so unendlich hoch war und meine Erwartungen dementsprechend geprägt waren. Dieser Griff zu diesem bewegenden und tiefsinnigen Roman hat sich gelohnt. Im letzten Drittel tauchen zwar einige Längen auf und der Trubel um die Hochzeitsvorbereitungen der Cousine in Islamabad nehmen für meinen Geschmack zu viel Raum ein, doch möchte ich resümierend keine der gelesenen Zeilen missen. Das Buch hat mir den Einstieg jedoch nicht so leicht gemacht. Auf den ersten knapp 60 Seiten musste ich mich zwischen Erzählperspektive und Zeitebene doch zurechtfinden und mich erst einmal selbst sortieren und platzieren. Diese Standortbestimmung nimmt die Autorin den Lesern leider nicht ab. Ihr Roman beginnt sofort und dem Leser ist es an der Hand gegeben sich mit diesen ersten Zeilen und Brocken anzufreunden. Mutig, selbstbewusst und von sich überzeugt startet die Autorin ihr Debüt und lässt sich das Zepter dann nicht mehr aus der Hand nehmen. Das lobe ich ihr und das wertschätze ich auch. Einzig der schnelle Wechsel der Perspektiven und der nahtlose Übergang zu den unterschiedlichen zeitebenen, ohne großen erkennbaren Absatz im Text und zwischen den Charakteren muss ich kritisieren. Ein Kritikpunkt, dem nicht der Autorin zu schulden ist, sondern eher der Umsetzung und der Aufteilung des Romans beim Druck. Kapitelüberschriften hätten Abhilfe geschafft. Es hätte noch viel schöner werden können, wenn alle Komponenten so rund geworden wären, wie der Schreibstil und der Sinn der Geschichte, wie es sich die Autorin gedacht hat. Nun denn… Meckern auf hohem Niveau. Sehr schön sind die kursiv gedruckten Zeilen einer tragischen Liebe und der Umgang mit dem Verlust der Herzenshälfte zu jedem neuen Kapitel als Einleitung. Hinten im Buch befindet sich ein Stammbaum der Familie Khalil, dem es eigentlich nicht benötigt hätte, der aber vielleicht dem einen oder anderen Leser Hilfestellung bringt.
Autorin Sophia Khan bedient viele Emotionen und glänzt mit einem ruhigen und langsamen Ton und lässt ihren Roman nur langsam fortschreiten. Scheibchenweise kommen wir den Antworten näher und erkennen nach und nach die ganze Tragik dieses zerrütteten in Schweigen gehüllten Familienlebens. Das Buch hielt einfach dass, was es für mich aufgrund des Klapptextes, des Covers, der Lesestimmen und Pressestimmen versprach!

Pluspunkte:
• Ganz klar die lobenswerte Ausarbeitung und Beschreibung der Kulissen und der detaillierten Beschreibungen der zerfallenen gelben Villa von James, Yasmeen und Irenie mit dem Garten, den Rosen, dem Hängeboden und dem Keller…
• Liebevolle Einleitungen verlorener Zeilen einer Liebe als Kapitelüberschriften. Tolle Idee!
• Absolut authentische Kulissen und Atmosphäre
• Das undurchsichtige Leben einer verurteilten Liebe und das Leben in einer Familie, in der geschwiegen wird. Schmerzlich, tragisch und fatal.
• Die Darstellung und Ausarbeitung der Charakterstudien, vor allem die besonders traurige Vater-Kind-Beziehung zwischen James und Irenie
• Gesellschaft, Brauch und Sitte, vor allem die Familienfeste und Angelegenheiten in Pakistan bei Irenies Verwandten.
• Ein wunderschönes Cover
• Eine eindringliche Botschaft und Metapher dieses Romans. Ein Kreis der sich schließt.
• Viele beschriebene Gerüche, Düfte, Farben, Kultur und Brauch (vor allem die pakistanischen), jedoch auch der staubige Hängeboden, der düstere Keller, die alte Treppe, das Arbeitszimmer von James, die Badewanne in dem alten Haus….
• Botschaften um Liebe, Vertrauen, Bindung, Mitgefühl, Toleranz und Sich-fallen-lassen…
• Die sympathische Autorin hat mich überzeugt und ich hoffe, dass sie uns noch viele weitere Romane bieten wird, die den Nahen Osten und Pakistan in all seinen Facetten zeigen. Schön.

Kritikpunkte:
• Der Schreibstil ist wunderbar, trotzdem benötigte ich knapp 60 Seiten um mich neu einzunorden. Sophia Khan zeigt sich mutig und fordert ihre Leser heraus.
• Das Ende des Romans hätte für mich gerne anders ausfallen können. Dieser Faden letzter Antworten und Hoffnungen (vor allem in bezug auf James und Irenie und ihrer Beziehung) bleibt lose. Und doch finde ich den Schlusssatz: „Dieser Koffer gehört mir nicht!“ super und rund. Der Leser wird auch hier wieder aufgefordert sich sein Ende zu erdenken und die Geschichte selbst zu Ende zu schreiben
• Der Perspektivenwechsel ist nicht immer sogleich zu erkennen und wechselt nahtlos. Ebenso die zeitebene, was verwirrend sein kann, ehe man verstanden hat wo und bei wem man sich jetzt gerade befindet. Das stört an einigen Stellen sehr. Ein erkennbarer Absatz hätte hier gereicht.
• Im letzten Drittel (im zweiten Teil des Buches) tauchen Längen auf. Die Hochzeitsvorbereitungen nehmen verhältnismäßig viel Raum ein, der die Geschichte jedoch wenig bis gar nicht vorantreibt sondern nur ein Bild der pakistanischen Lebensfreude und Lebendigkeit zeigt. Als Kontrast zum Leben mit James in dem verwaisten Haus ein gelungener Gegenpol.

Die Autorin:
"Sophia Khan wurde 1985 als Tochter einer amerikanischen Mutter und eines pakistanischen Vaters geboren. Sie wuchs in beiden Ländern auf, reiste viel, studierte in den USA und lebt heute mit ihrem Mann in Islamabad. Das Leuchten meiner Welt ist ihr erster Roman."

„Aber als ich die Briefe gelesen hatte, fühlte ich mich deinem Vater näher, als ich meinem jemals gefühlt hatte. Und jetzt habe ich beinahe die halbe Welt durchquert und fühle mich meinem Vater näher als jemals zuvor. Ist das nicht verrückt?“ (Seite 450)


Zum Cover:
Das Cover ist sehr schön und wirkt richtig einladend. Die Ornamente passen zur Kultur, zu Pakistan und zur Autorin. Der Schriftzug des Titels leuchtet in hellem Gold und spiegelt vielerlei wider. Ein Briefstempel als Sinnbild zum Inhalt. Denn mit verlorenen Liebezeilen beginnt dieser Roman an Dynamik zu gewinnen.

Fazit:
Das Buch lässt mich zurück, mit einem wirklich sehr bewegten Gefühl. Ich muss ganz ehrlich sein, dass mich diese Tragik sehr berührt hat und traurig gemacht hat. Hier erkennt man, wie wichtig das Reden und das Sprechen über die eigenen Gefühle und der der anderen Familienmitglieder ist. Mannomann, was für ein mitreißendes und nachhallendes Buch. Mit schönen, aber auch sehr andächtigen Seiten. Über dieses Familiendrama und der Vater-Tochterbeziehung zwischen James und Irenie wird man noch lange nachdenken und darf sich sein Ende selber formen… 4 Sterne +!

Das Leuchten meiner Welt

Von: Merendina Datum : 05.10.2016

www.merendinabloggt.wordpress.com

Das Buchcover von Sophia Khans „Das Leuchten meiner Welt“ hat mich optisch sofort angesprochen. Der Titel ist goldfarben aufgedruckt und scheint zu leuchten, was ja sehr gut zum Titel passt. Auf weißem Hintergrund sieht man blaue Ornamente, die mich gleich an den Orient denken ließen. Wenn man das Cover genauer betrachtet, kann man an den Ornamenten mehrere Poststempel erkennen. Das passt auch perfekt zum Inhalt des Buches, da es hier um Briefe geht.

Als Irenie aus den Ferien zurückkehrt, ist ihre Mutter plötzlich verschwunden und ihr Vater verliert darüber kein Wort. Er weicht allen Fragen nach ihrer Mutter Yasmeen aus. Einige Jahre später entdeckt Irenie eine Kiste mit Briefen ihrer Mutter, die aus Pakistan stammt. Bald wird ihr klar, dass diese Briefe nicht zwischen ihrer Mutter und ihrem Vater ausgetauscht wurden. Gab es da eine heimliche, vielleicht verbotene Liebe? Irenie versucht dieser Geschichte auf die Spur zu kommen und reist von den USA nach Pakistan. Wird sie dort das Geheimnis aufdecken können und wird sie erfahren, was mit ihrer Mutter geschehen ist, ob sie tot ist?

Der erste Teil des Buches handelt vor allem von Rückblicken, dem Verschwinden Yasmeens, dem Auffinden der Briefe. Im zweiten Teil begibt sich Irenie auf die Reise nach Pakistan. Mir haben beide Teile des Buches sehr gut gfallen und ich konnte es kaum mehr aus den Händen legen, weil ich wissen wollte, was es mit dem Verschwinden Yasmeens auf sich hatte und wer der Mann war, dem all die Briefe galten.

Die Sprache der Autorin ist sehr gut und flüssig lesbar. Mit Personen und Handlungsorten findet man sich bestens zurecht. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. So erfährt man einen Teil der Geschichte von Irenie, einen anderen Teil wiederum von ihrem Vater James.

Ein wirklich tolles, emotionales Buch, das ich bestens weiterempfehlen kann und dem ich volle Punktzahl gebe: fünf Sterne!

Liebesbriefe

Von: Anyah Fredriksson Datum : 06.09.2016

https://angisbuecherkiste.blogspot.com

Als die 15jährige Irenie fünf Jahre nach dem plötzlichen Verschwinden ihrer Mutter auf dem Dachboden ihres Hauses eine Schatzkiste mit Briefen findet, weiß sie, dass ihre Mutter tot sein muss, denn dieses Kästchen hat die Mutter wie ihren Augapfel behütet und sich niemals von ihm getrennt. Die enthaltenen Briefe sind Liebesbriefe ihrer Mutter an einen gewissen Ahmed Kakkezai in London. Die Briefe sind über zwanzig Jahre alt. Irenie versucht zu begreifen, denn die Mutter hatte nie von jemandem in London lebend erzählt, auch niemals etwas über einen Ahmed. Das Finden des Kästchens verändert alles für Irenie, die zusammen mit ihrem Vater gehofft hatte, dass die Mutter eines Tages wieder auftauchen würde, genauso geheimnisvoll und plötzlich, wie sie verschwand. Da der Vater niemals mit Irenie über die Mutter sprach, hatte es sich das Mädchen angewöhnt, ihm kleine Symbole durch ein Loch in der Decke seines Arbeitszimmers zu hauchen, wie Zigarettenrauch der Marke ihrer Mutter oder ein Hauch ihres Parfums, nur damit der Vater sie nicht vergessen möge. Doch nun war Irenie klar, dass die Mutter nicht mehr am Leben sein kann und beginnt Nachforschungen zu betreiben, die sie schließlich sogar nach Pakistan führen. Irenie möchte das Geheimnis ihrer Mutter Yasmeen endlich lüften.

Mit „Das Leuchten meiner Welt“ ist der Autorin Sophia Khan ein fulminanter Debütroman geglückt. Ihre wunderschöne Geschichte erzählt sie uns Lesern in herrlicher Sprache, in gutem Tempo und beeindruckendem Schreibstil. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht Irenies und der ihres Vater, was das Lesen sehr abwechslungsreich macht. Die Story selbst ist unglaublich berührend - über die Liebe, Mutter-Tochter-Verhältnisse und das Zurückfinden ins Leben nach einem Schicksalsschlag und natürlich über verschiedene Kulturen und Lebensweisen.

Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch seine wie ich finde wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es unbedingt weiter. Dieses Buch hat all das, was ein Lieblingsbuch mitbringen sollte und deshalb bin ich mir absolut sicher, wir werden in Zukunft noch viele Bücher mehr von dieser Autorin in den Händen halten.

Top Buch

Von: ella_reads Datum : 02.09.2016

https://missbookloversbookblog.wordpress.com/

Das Buch ist wirklich lesenswert! Denn die Idee ist sehr einzigartig und total gut umgesetzt. Ich hatte sehr viel Freude an diesem Buch :)

Ein sehr besonderes Buch

Von: Leapunch Datum : 30.08.2016

leas-lesezauber.blogspot.de

Zu aller erst zum Cover, es ist total schön gestaltet, durch die Ornamente in dem blau wirkt es schon orientalisch, also die erste Gegebenheit aus dem Buch aufgegriffen. Als zweites dann noch der Autorenname und auch der Titel sehen aus wie auf altem Briefpapier, dazu die Briefstempel, machen das Bild komplett und sind ebenfalls aus der Geschichte aufgegriffen. Man hat das Gefühl, hier hat sich jemand wirklich Gedanken über das Cover gemacht. Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, musste ich das Buch sofort in die Hand nehmen und habe mich dazu gleich in den Klappentext verliebt.

Der Schreibstil ist flüssig, informativ aber auch leicht verwirrend, durch die Perspektivwechsel, an die man sich jedoch recht schnell gewöhnt. Die Charaktere sind interessant und auch leicht schräg gestaltet, allen voran natürlich Irenie, sie wirkt vereinsamt und lebt in ihrer eigenen Welt, seit dem Verlust ihrer Mutter ist sie nicht mehr das unschuldige Kind von früher, das bekommt man sofort mit. Ihr Vater James hat auch sichtbare Spuren des Verlusts, er wirkt immer so gedankenverloren, interessiert sich kaum für seine Tochter, was jedoch nur auf den ersten blick so wirkt. Gemeinsam leben sie in einem Haus, in dem alles an den Verlust der Mutter Yasmeen erinnert.

Irenie findet eines Tages eine Metalschatulle mit vielen alten Briefen, von Ahmed und ihrer Mutter, Yasmeen. Irenie schöpft neue Hoffnung, so mehr über das Verschwinden ihrer Mutter zu erfahren und begibt sich auf eine erstaunliche Reise, in die Vergangenheit. Hier fällt auf, das die Autorin mit sehr viel Details, die Geschichte schmückt, was wahnsinnigen Lesespaß bereitet. Die Geschichte wird zunehmend spannender und flüssiger.

Ich fand es schön in die pakistanische Kultur abzutauchen, alles wirkte lebendiger und auch Irenie wirkte wie ausgewechselt. Auch die Beziehung zu ihrem Vater wird anders, irgendwie freundlicher. Diese Geschichte erzählt von Liebe, Trauer, Verlust und so vielem mehr, es zeigt, wie leicht es passieren kann, das Menschen nur noch nebeneinander her leben anstatt miteinander.


Fazit:
Eine eindrucksvolle Liebesgeschichte, mit anderem Hintergrund und tiefen Einblicken in die pakistanische Kultur. Schreibstil und Charaktere haben mich mitgerissen auch wenn ich mich erst mit ihnen arrangieren musste!

Stilistisch wunderschön!

Von: Marie Datum : 29.08.2016

3,5/5*

Meine Meinung:

Sophia Kahn schreibt unglaublich schön. Gekonnt setzt sie da Metaphern, wo sie wirken, und beschreibt da simpel, wo es angebracht ist. Für ein Erstlingswerk war das sehr beeindruckend.

Ich habe das Buch in die Hand genommen, um aus dem YA-Trott herauszukommen, in dem ich zu der Zeit etwas festgesteckt habe, und das hat ganz wunderbar geklappt.
Irenies Perspektive und ihren Weg habe ich sehr gerne verfolgt, sie war mir sympathisch, und ihre jungen Jahre waren trotz der Verantwortung und ihrem zwangsweise sehr erwachsenen Charakter noch zu erkennen.
Im Gegensatz dazu war James mir absolut unsympathisch, und ich musste mich durch seine Passagen etwas durchkämpfen. Ich verstehe, dass das ein wichtiges Element des Buches ist, aber seine Gefühlslosigkeit und Gleichgültigkeit ist mir so unglaublich auf den Zeiger gegangen, ich bin zeitweise richtig wütend geworden!

Yasmeen, nach der das Buch im Original ja benannt ist, wurde als ein dritter Charakter aufgebaut und komplettiert somit die Familie. Posthum wird sie skizziert und ihr Lebensweg durch die Augen von zwei (bzw. drei, wenn man die Briefe mitzählt) Menschen beschrieben, die sie über alles liebten. Besonders gelungen fand ich Irenies Sicht auf die Mutter, und wie sie langsam begreift, dass ihr heroisieren Yasmeens nicht unbedingt angebracht ist.

Die kurzen Einblicke in die pakistanische Kultur machen Lust auf mehr. Ich musste einige Begriffe nachschlagen, vor allem Gerichte und Kleidungsstücke, aber das war nicht weiter schlimm und sogar recht lehrreich ;-).

Fazit:

"Das Leuchten meiner Welt" ist eine sehr berührende Familiengeschichte, mit einem recht vorhersehbaren und leicht offenem Ende, was aber sehr schön gelöst wurde. Allerdings hat mir der PoV von James so wenig gefallen, dass es meine Leselust streckenweise tatsächlich etwas gedämpft hat. Schade, denn Sophia Kahn hat in meinen Augen wirklich Schreibtalent.

Stilistisch wunderschön!

Von: Marie Datum : 29.08.2016

3,5/5*

Meine Meinung:

Sophia Kahn schreibt unglaublich schön. Gekonnt setzt sie da Metaphern, wo sie wirken, und beschreibt da simpel, wo es angebracht ist. Für ein Erstlingswerk war das sehr beeindruckend.

Ich habe das Buch in die Hand genommen, um aus dem YA-Trott herauszukommen, in dem ich zu der Zeit etwas festgesteckt habe, und das hat ganz wunderbar geklappt.
Irenies Perspektive und ihren Weg habe ich sehr gerne verfolgt, sie war mir sympathisch, und ihre jungen Jahre waren trotz der Verantwortung und ihrem zwangsweise sehr erwachsenen Charakter noch zu erkennen.
Im Gegensatz dazu war James mir absolut unsympathisch, und ich musste mich durch seine Passagen etwas durchkämpfen. Ich verstehe, dass das ein wichtiges Element des Buches ist, aber seine Gefühlslosigkeit und Gleichgültigkeit ist mir so unglaublich auf den Zeiger gegangen, ich bin zeitweise richtig wütend geworden!

Yasmeen, nach der das Buch im Original ja benannt ist, wurde als ein dritter Charakter aufgebaut und komplettiert somit die Familie. Posthum wird sie skizziert und ihr Lebensweg durch die Augen von zwei (bzw. drei, wenn man die Briefe mitzählt) Menschen beschrieben, die sie über alles liebten. Besonders gelungen fand ich Irenies Sicht auf die Mutter, und wie sie langsam begreift, dass ihr heroisieren Yasmeens nicht unbedingt angebracht ist.

Die kurzen Einblicke in die pakistanische Kultur machen Lust auf mehr. Ich musste einige Begriffe nachschlagen, vor allem Gerichte und Kleidungsstücke, aber das war nicht weiter schlimm und sogar recht lehrreich ;-).

Fazit:

"Das Leuchten meiner Welt" ist eine sehr berührende Familiengeschichte, mit einem recht vorhersehbaren und leicht offenem Ende, was aber sehr schön gelöst wurde. Allerdings hat mir der PoV von James so wenig gefallen, dass es meine Leselust streckenweise tatsächlich etwas gedämpft hat. Schade, denn Sophia Kahn hat in meinen Augen wirklich Schreibtalent.

Liebe hat viele Facetten

Von: Gela Datum : 29.08.2016

gelas-home-of-books.blogspot.de/

Das Leben der zehnjährigen Irenie gerät aus den Fugen, als ihre Mutter Yasmeen plötzlich verschwindet. Ihr Vater James gibt ihr keine Erklärung und auch ihre Verwandten in Pakistan schweigen. Fünf Jahre später offenbart eine Kiste voller Briefe ein Geheimnis, das für immer verborgen bleiben sollte. Irenie erinnert sich an Ereignisse und setzt Puzzlesteine zusammen, um ihrer Mutter wieder ein Stück näher zu kommen.

Sophia Khan zeichnet eine Familiengeschichte, die nachdenklich stimmt. Nachdem Yasmeen Mann und Tochter verlassen hat, versuchen sie ihr Leben zu organisieren. Beide trauern und sind einsam, finden aber keinen gemeinsamen Weg.
Leise, aber eindringlich lässt die Autorin Vater und Tochter abwechselnd zu Wort kommen. Die Rückblenden helfen, die Protagonisten mit all ihren verletzten Gefühlen und den daraus resultierenden Missverständnissen zu verstehen. Ein wichtiger Punkt ist die Verbindung zweier unterschiedlicher Kulturen (Amerika und Pakistan), die andere Werte und sittliche Vorstellungen haben.

Irenies Kindheit ist geprägt von den Stimmungsschwankungen ihrer Mutter. Mal die beste Freundin, dann wieder ein hilfloses Wesen, das durch die sechsjährige Tochter gestützt werden muss. Doch vielmehr noch Irenies Lebensmittelpunkt, der plötzlich verschwindet.
Erst fünf Jahre später findet Irenie Briefe, die ihr helfen, ihre Mutter wirklich kennenzulernen. In ihr nicht nur die Mutter, sondern auch die junge Frau zu finden, die heimlich einen Freund in Pakistan hat und die zwischen Liebe, Verantwortung und Selbstzweifeln zerbricht.

"Jeder Brief zeugt von dem Versuch, die Fehltritte des anderen zu übertreffen, solange, bis sich ein Fehltritt nicht mehr rückgängig machen ließ und ihre Trennung schließlich ihr Leben wurde.“

Das gespannte Verhältnis zwischen Vater und Tochter wird gekonnt skizziert. James hatte nie die Chance eine enge Beziehung aufzubauen. Er fühlt sich ausgeschlossen. Irenie versucht ihre Mutter zu ersetzen. Sie lernt alle pakistanischen Gerichte aus dem Kochbuch ihrer Mutter zu kochen. Hält den Haushalt in Ordnung, aber bleibt für den Vater fremd. Eine Aussprache findet nicht statt und Gefühle werden von beiden verborgen.

Erst die Reise von Irenie nach Islamabad zur Familie ihrer Mutter bringt die Veränderung, die James dazu zwingt, sich seinen Ängsten und seiner Tochter zu stellen.

Am Ende bleibt die Frage, wann der richtige Zeitpunkt ist, um einem Kind die Wahrheit zu sagen und was passiert, wenn man diesen Zeitpunkt verpasst hat.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich mit dem Schreibstil und der Geschichte anfreunden konnte. Dieser Roman ist nicht aufregend oder fesselnd, sondern besticht durch kleine besondere Momente.

Vater und Tochter begegnen sich

Von: Klene123 Datum : 16.08.2016

klene123.blogspot.de

Das Buchcover ist schön gestaltet und weist schon auf eine etwas andere Welt hin, die ein bisschen chaotisch ist aber auch zauberhaft.

Dieses Buch musste ich am Anfang einige Male bei Seite legen bis es mich packte. Der Wechsel zwischen den beiden Hauptfiguren war etwas befremdlich zeigte sich dann aber als genial um verschiedene Standpunkte zu erläutern oder Handlungen zu erklären.

Beide Figuren im Buch sind Unikate und Tochter sowie Vater sind sich ähnlicher als sie eigentlich denken. Dabei steht augenscheinlich viel zwischen Ihnen, das sich für den Leser nach und nach auflöst und klarer wird.

Es wurde deutlich wie Schweigen in einer Familie Unheil anrichten kann oder wie eine Familie mit Behutsamkeit und Liebe Heilung erzielt. Beides wird hier gut erzählt.

Außerdem taucht man ein in eine fremde Welt, eine Welt aus tausend und einer Nacht, die trefflich beschrieben wird. Die Autorin baut ihre Geschichte logisch auf und bringt sie schlüssig zu Ende, dabei zeigt sie viel Gefühl und man selbst weiß nie richtig was auf einen noch zukommen wird.


Fazit:

Ein Buch, welches das Kennenlernen von Vater und Tochter beschreibt mit schmerzlichen und verständnisvollen, sowie auch lustigen Passagen.

Das Leuchten meiner Welt

Von: EvaMaria Datum : 13.08.2016

https://buecherfansite.wordpress.com

Dies ist ein wirklich sehr schöner und auch recht packender Roman über Irenie, die versucht das Verschwinden ihrer Mutter für sich zu erklären. Ihr Vater ist in diesem Bereich leider nicht sehr hilfreich und weicht allen Fragen aus. Als Irenie aber Briefe von ihrer Mutter findet, versucht sie zu verstehen was passiert ist. Ihre Mutter hatte nämlich eine Art Geheimnis…
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich fand es auch sehr interessant zu lesen. Das Buch wurde in zwei Teile aufgeteilt. Mir hat jetzt Teil 1 besser gefallen, da die ganze Geschichte hier zwar hauptsächlich in Rückblicken erzählt wird, aber etwas übersichtlicher ist. In Teil 2 ist Irenie in Pakistan und beginnt mit der Suche nach dem Geheimnis ihrer Mutter, für mich waren aber hier recht viele Namen und spezielle Ausdrücke vorhanden, die die ganze Sache mitunter recht verwirrend machten.
Mir hat die Handlung im Großen und Ganzen sehr gut gefallen und ich kann auch verstehen, dass man herausfinden will, wieso man verlassen wurde und was passiert ist. Stellenweise war es aber dann doch recht zäh.
Was ich teilweise recht anstrengend fand, war, wie die Erzählungen in den Kapiteln war. Es war nämlich sehr unterschiedlich. Manchmal James, dann wieder Irenie, aber etwas zu durcheinander.
Irenie fand ich einen aufgeweckten, jungen Menschen, der für mich absolut in Ordnung war. Ich fand es nur schade, dass sie manchmal ein komisches Verhalten ihrem Vater gegenüber an den Tag gelegt hatte.
James war mir nicht wirklich sympathisch. Ich fand ihn irgendwie langweilig. Auch finde ich, hätte er die Fragen seiner Tochter beantworten sollen. Allerdings war es auch für mich interessant zu erfahren, wieso er solange still gegenüber seiner Tochter war.
Der Schreibstil war für mich in Ordnung. Ich würde sagen, für einen Debütroman absolut in Orndung. Die Geschichte war leicht zu lesen, leider nur stellenweise doch etwas zäh.
Das Cover fand ich sehr gelungen und war auch einer der Gründe wieso ich das Buch lesen wollte.

Fazit:

4 von 5 Sterne. Das ist eine schöne Geschichte, in der man viel über Liebe und Hoffnungen lernt.

Tolle Idee, leider zu wenig daraus gemacht.

Von: In Love with Lines Datum : 11.08.2016

www.inlovewithlines.blogspot.com

Klappentext: Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.

Anrührend und klug erzählt Sophia Khan in ihrem beeindruckenden Debüt von einer geheimen Liebe und deren Folgen für eine ganze Familie.

Cover: Aufgrund des wunderschönen Covers habe ich mich für das Buch entschieden. Es sprach mich sofort an und ich wollte es unbedingt lesen. Goldene Schrift auf blauen Mehandi-Symbolen, dazu Poststempel, beides weißt schon hier auf die Geschichte hin (Briefe und Pakistan).

Hauptcharaktere:
- Irenie (die Hauptprotagonistin, 15 Jahre alt)
- James (Vater von Irenie)
- Yasmeen (Mutter von Irenie, seit Jahren verschwunden, spielt nur durch Erzählungen mit)
- Ahmed (Ex-Beziehung von Yasmeen, spielt auch nur durch Erzählungen mit)
- Celest (Beste Freundin von Irenie)
- Nana (Mutter von Yasmeen, Großmutter von Irenie, lebt in Pakistan)
- Shamim (Cousine von Irenie, lebt in Pakistan)
- Naaz (Cousine von Irenie, lebt in Pakistan)

Erster Satz: Ich frage mich, ob Du diese Briefe erhältst, und wenn ja, ob ich Dir noch etwas bedeute. (Original aus dem Buch)

Mein liebstes Zitat aus dem Buch: "Sie gingen davon aus, dass sie einander nie verlieren würden." "Man kann immer jemanden verlieren." "Ich weiß", antwortete sie bekümmert. (Zitat)

Für mich die spannendste Stelle im Buch: Als James von Irenie's heimlich geplanten Reise nach Pakistan erfährt bzw. es herausfindet.

Meine Meinung: Als erstes möchte ich mich beim Verlag bedanken, der mir das Rezensions-Exemplar zur Verfügung gestellt hat.

Irenie ist ein sehr verschlossenes Kind, für sie war ihre Mutter immer das Größte, hat am liebsten nur Zeit mit dieser verbracht und wollte auch keine anderen Freunde. Ihre Mutter hat ihr damals Celest als Freundin fast "aufgezwängt" und als diese dann auch nicht mehr aus Irenie's Leben verschwand, wurde Celest zu ihrer, bis heute, besten Freundin.

Irenie besucht mit Celest deren Großmutter in Florida und als der Urlaub vorbei ist und Irenie zurück kommt ist ihre Mutter weg, ihr Vater ignoriert ihre Fragen und Irenie tappt im Dunkeln bis sie eine Kiste mit Briefen ihrer Mutter an einem Ahmed findet.

Sie versucht darauf hin auf eigene Faust herauszufinden, was mit Yasmeen passiert ist und weshalb jeder ein Geheimnis aus der Geschichte von Yasmeen und Ahmed macht. Um an die Wahrheit zu kommen reist Irenie bis nach Pakistan, auch wenn sie sich hierzu erst einmal gegen ihren Vater James stellen muss.

Erst einmal das positive: Während des Buches wird zwischen Irenie und James immer wieder hin und her gewechselt, so das aus beider Sicht erzählt wird. Daher erfährt der Leser nicht nur genaueres über Irenie, sondern auch über James, die Charaktere werden viel offener gelegt.

Auch finde ich es persönlich spannend, dass so viel über die Lebensweise im Islamabad erzählt wird, mit dieser Kultur habe ich mich noch nie befasst und habe während des Lesens oft im Internet zwischendurch recherchiert um mich über manche Dinge nochmals genauer zu informieren.

Leider bin ich aber mit keinem der Protagonisten warm geworden, für das eigentlich ziemlich kurze Buch habe ich äußerst lange gebraucht, da ich es immer wieder zur Seite legen musste. Ich empfand es anstrengend zu lesen und verlor leicht den Faden. Auch wurde für mein Empfinden oft zu sehr ausschweifend erzählt und beim Lesen von bestimmten Situationen oder Rückblicken habe ich mich ab und an dabei erwischt, dass ich nachgesehen habe, wie lange dieses Kapitel denn noch geht.

Schade, hinter diesem Buch habe ich mir mehr erwartet, trotzdem werde ich die Autorin im Auge behalten und ihr gerne noch eine zweite Chance bei ihrem nächsten Buch geben.

Lange habe ich hin und her überlegt, wie viele Sterne ich geben soll. Ein Stern kommt mir so wenig vor, da ich die Geschichte an sich toll finde, aber einfach für meinen Geschmack zu wenig daraus gemacht wurde. Zwei Sterne wiederum wäre unfair gegenüber anderen Büchern, die ich interessanter empfand und trotzdem nur zwei Sterne von mir erhalten haben.

Deshalb, leider, nur einer von fünf Sternen.

Rezension zu "Das Leuchten meiner Welt"

Von: isi.bookworld Datum : 28.07.2016

isibookworld.blogspot.de/

Autorin: Sophia Khan
Verlag: DIANA Verlag
Seiten: 473
ISBN: 978-3-453-35896-6
Preis: 9,99€


Inhalt: Die zwei Leben meiner Mutter und die Wahrheit ihrer Welt.

Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nachhause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens verschwinden endlich zu verstehen.

Fünf Jahre sind nach dem Tod seiner Frau vergangen, und noch immer ist James in seiner Trauer gefangen. Noch immer fehlen ihm die richtigen Worte, um seiner Tochter Irenie die Wahrheit zu erzählen. Hilflos beobachtet er, wie Irenie zu einer zurückgezogenen jungen Frau heranwächst, deren Welt um die abwesende Mutter kreist. Stundenlang verkricht sie sich auf dem Dachboden, füllt das Haus it Yasmeens Düften und Liedern, kocht aufwendige Gerichte aus deren pakistanischen Heimat. Die sprachlose Routine zwischen Vater und Tochter gerät ins Wanken, als Irenie auf eine Kiste mit geheimen Liebesbriefen stößt. Erst jetzt begreift James, dass er handeln muss.


Meinung: Dieses Buch wurde mir vom DIANA Verlag zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Auch wenn ich das Buch so bekommen habe, so ist das, was ich hier schreibe alles ernst gemeint und entspricht meiner Meinung.

Ich möchte erstmal mit dem positven beginnen! Nähmlich mit diesem wunderschöne Cover. Mir gefällt es wirklich richtig gut. Das blaue Muster ist wunderschön.
Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen.
Der Klappentext hatte mir eigentlich auf anhieb gefallen und ich hatte ziemlich hohe Erwartungen. Leider hat sich diese Erwartung nicht bestätigt. Schon am Anfang des Buches habe ich zu kämpfen gehabt. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass es noch besser wird. Ich wollte nicht abrrechen ich habe einfach gehofft, dass es irgendwann Berg auf geht und das es doch noch ganz schön wird.
Leider ist es das nicht geworden.
Ich finde dieses Buch ziemlich anstrengend zu lesen. Der Schreibstil ist meiner Meinung nach nicht sehr angnehm. Es war richtig schwierig und langweilig dieses Buch zu lesen.
Mit den Charakteren bin ich einfach nicht warm geworden. Ich fand dieses Buch insgesamt ziemlich langweilig.
Gerade im letzten Teil habe ich mich dann nur noch durchgequält.
Meiner Meinung nach ist die Idee der Geschichte sehr gut. Den Klappentext fand ich echt super und ich war wirklich sehr begeistert. Aber die Umsetzung hat meiner Meinung nach leider nicht so wirklich gut funktioniert.
Ich kann dieses Buch leider nicht unbedingt weiter empfehlen.
Auch wenn ich in dieses Cover echt verliebt bin. Denn das ist echt wunderschön!

Fazit: Es tut mir sehr leid. Aber ich kann diesem Buch nicht mehr als 2 Sterne geben. Die Idee dahinter finde ich wie schon geschrieben wirklich gut. Aber die Umsetzung leider nicht.
Ich könnte für dieses Buch leider keine Empfehlung aussprechen.

Lesenswert!

Von: Eva-Maria Obermann Datum : 27.07.2016

Irenie findet im Zwischenstock über dem Büro ihres Vaters eine alte Kiste mit Briefen ihrer Mutter, die vor Jahren verschwunden ist. Seitdem führt das Mädchen den Haushalt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Vater den Verlust der Mutter stetig, aber indirekt vorzuwerfen. Sie versprüht das mütterliche Parfüm, raucht ihre Zigaretten, kocht ihre Rezepte. Nun beginnt sie die Briefe zu lesen und stößt auf eine tragische Liebesgeschichte zwischen ihrer Mutter und einem anderen Mann.
Dieses Buch gehört zweifelsohne zu meinen Sommer-Empfehlungen. Es hat etwas gedauert, bis ich mich mit Irenie anfreunden konnte. Sie wirkt als Erzählerin sehr erwachsen, agiert aber gleichzeitig wie ein störrisches Kind. Sehr gut kommt das raus, wenn der Vater mit einem personalen Erzähler eigenen Raum erhält und manche Begebenheiten so mehrere Perspektiven erhält. Irenie als unzuverlässige Erzählerin enttarnt, ist dagegen viel eindrucksvoller.
Gleichzeitig findet hier eine massive Entwicklung statt. Irenie wird zwar nicht erwachsen, aber erkennt, dass sie ihre Mutter immer verklärt hat. Es ist eine Entmythologisierung der Mutter und auch der Mutterfigur, die mich wirklich sehr fasziniert. Tatsächlich schafft Irenie es, die Erinnerungen an ihre Mutter und das, was sie über ihre Mutter als Frau erfährt mit unterschiedlichen Augen zu betrachten und sich trotzdem damit zu versöhnen.
Die Zeit, die Irenie in Pakistan verbringt, ist hier keinesfalls ein Kulturschock oder orientalische Verklärt. Schönes und Schreckliches trifft aufeinander, das Land wird vertraut, ohne je wirklich fremd zu wirken. Großartig gemacht. Hierbei die Parallele in die „grauen“ Staaten wirkt wie eine Rückbesinnung und zeigt deutlich die Loslösung von Vater und Tochter, so dass beide am Ende gestärkt und mit neuen Eindrücken aus der Geschichte gehen.
Etwas verleidet hat mir das Ende das Auftauchen des Jungen, der die Briefe an Irenie geschickt hat. Zwar wird hier der Einfluss des Vaters wesentlich wichtiger, gleichzeitig wirft der Roman die Frage der Wiederholung auf, die Kinder sind nur wegen der Vergangenheit ihrer Eltern voneinander angezogen, was ich etwas kitschig fand.
In Stil und Handlung habe ich mich hier schnell verloren und wurde vom Buch wirklich gepackt. Ein großartiger Roman über eine ganz andere Art von Liebe, die Erkenntnis, dass Liebe allein eben nicht reicht und Glück nicht immer einfach zu definieren ist. Lesenswert!

Liebesgeschichte mal anders

Von: Frauke Gerdes Datum : 19.07.2016

tattoosandbooksandfood.blogspot.de/p/books.html?m=0

Sophia Khan
Das Leuchten meiner Welt
473 Seiten
Diana Verlag
9,99€

Zum Inhalt

In ihrer Kindheit muss Irenie miterleben, wie ihre Mutter einfach die Familie verlässt. Das Verhältnis zu ihrem Vater ist mehr als schlecht und so versucht sie sich damit zu arangieren. Besonders schlimm für sie ist, sie hat keinerlei Ahnung, warum ihre Mutter gegangen ist und ihr Vater antwortet auf keinerlei Fragen.
Fünf Jahre später findet Irenie eine Kiste mit Briefen ihrer Mutter und stösst auf ein Geheinmis. Um der Lösung näher zu kommen, reist sie sogar nach Pakistan.

Meine Meinung

Zum Buch an sich ist zu sagen, dass es wirklich sehr schön gestaltet ist und auch von der Habtik mal was ganz anderes ist. Etwas verwirrend beim Lesen sind die Perspektivwechsel. Man muss auch damit leben, dass man einige pakistanische Begriffe nicht unbedingt kennt. Aber das stört den Lesefluss nicht grossartig.
Alles in allem handelt es sich um eine sehr schöne Liebesgeschichte, eine Reise in die Vergangenheit und eine ganze besondere Reise.

Lesenswerte schicksalhafte Liebesgeschichte

Von: Ingrid Eßer Datum : 12.07.2016

www.buchsichten.de

„Das Leuchten meiner Welt“ ist der Debütroman von Sophia Khan. Die Autorin selbst ist sowohl in den USA wie auch in Pakistan aufgewachsen, wo sie auch heute lebt. In der vorliegenden Geschichte verbindet sie beide Kulturen. Ihre Protagonistin Irenie ist die Tochter eines US-amerikanischen Vaters und einer pakistanischen Mutter. Der Roman gliedert sich in zwei Teile von denen der erste in den USA und der zweite zu einem großen Teil in Pakistan spielt. Das Cover, auf dem unter anderem Poststempel zu sehen sind, lässt den Leser ahnen, dass Briefe in diesem Buch eine Rolle spielen. Sie sind es, die der 15-jährigen Irenie eine ganz andere Seite ihrer seit fünf Jahren verschwundenen Mutter zeigen und deren wohl gehütetes Geheimnis lüften.

Der Dachbodenfund einer Kiste mit Briefen eröffnet Irenie eine lange währende Liebesromanze zwischen ihrer Mutter und einem Mann namens Ahmed. Jedes Kapitel beginnt mit kursiv gesetzten Sätzen voller Gefühl und schon bald wird deutlich, dass es wohl Sätze aus den gefundenen Briefen sein müssen. Für Irenie ist die Entdeckung zunächst ein Schock. Irgendwo in ihrem Innersten hatte sie auch nach so langer Zeit immer noch die Hoffnung, ihre Mutter Yasmeen, auch Yasi genannt, wieder zu sehen.

Doch mit dem Fund der Briefe wird ihr klar, dass Yasmeen sie niemals lebend auf Dauer zurück gelassen hätte. In ihr erwacht Eifersucht auf Ahmed. Sie fühlte sich immer auf dem ersten Platz im Herzen ihrer Mutter und nun muss sie feststellen, dass eine ihr unbekannte Person sie und auch ihren Vater dort verdrängt hat. Das Verhältnis zu ihrem Vater war immer schwierig, eine offene Aussprache nicht möglich. In ihr erwacht der Wunsch mehr über das Liebesverhältnis ihrer Mutter zu erfahren. Und vor allem fragt sie sich, warum beide einen anderen Ehepartner gewählt haben. Durch eine Reise zu ihren Großeltern nach Pakistan erhofft sie sich Antworten auf ihre Fragen.

Im ersten Teil des Buchs kommt Irenie dem Geheimnis der Briefe auf die Spur. Die Geschichte wird wechselnd aus ihrer Sicht in der Ich-Form erzählt sowie mit Blick auf James, den Vater. Beide versuchen sich an gemeinsame Erlebnisse mit Yasmeen zurückzuerinnern. Der Altersunterschied zwischen Yasi und James war groß und sie unterschieden sich in vielen Dingen. Nachdem Yasmeen verschwunden war, übernahm Irenie wie selbstverständlich die Rolle ihrer Mutter als Haushälterin. James, der als Kind einen großen Verlust erlebt hat, ist unfähig sich mit seiner Tochter verbal auseinanderzusetzen. Erst mit und mit wird dem Leser deutlich, dass er weitaus mehr über den Verlust seiner Frau weiß, als er Irenie je gesagt hat. Durch seine Rückerinnerungen entfaltet sich für den Leser das Bild eines Menschen, der nicht nur Sympathien weckt.

Zunächst fand ich eher mühsam in die Erzählung hinein, was wahrscheinlich an dem Nebeneinander von Irenie und ihrem Vater lag. Dieses Unverständnis füreinander wirkte befremdlich auf mich, die Distanz der beiden vermittelte eine kühle Atmosphäre. Je mehr die Zwei jedoch von dem erzählten, was sie bewegt und woran sie sich erinnern, desto besser konnte ich mir beide umgeben von Arbeitskollegen oder Freunden vorstellen und desto deutlicher wurde mir der Schmerz des Verlusts den die beiden erlitten haben. So wurde auch verständlich, warum es für Irenie wichtig war, sich auf die Suche nach der wahren Geschichte hinter der Romanze Yasmeens zu begeben.

Im weiteren Verlauf konnte ich so neben dem, was Irenie über ihr Teenagerleben in Amerika erzählt, im Vergleich dazu eine andere Kultur kennenlernen, während die Autorin den Besuch ihrer Protagonistin in Pakistan bei ihren Verwandten schildert. Es entfaltet sich in diesem Buch eine lesenswerte schicksalhafte Liebesgeschichte, die getragen wird von Charakteren, die lernen müssen sich in den anderen einzufühlen und aufeinander zuzugehen. Gerne gebe ich hierzu eine Leseempfehlung.

Die Wahrheit ihrer Welt

Von: LieblingsBücher Datum : 10.07.2016

https://lieblingsbuecher2016.wordpress.com

Titel: Das Leuchten meiner Welt

Autorin: Sophia Khan

Verlag: Diana

Preis: 9.99 Euro



Klappentext

Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.



Über die Autorin

Sophia Khan ist mittlerweile dreissig Jahre alt und verheiratet. Sie wuchs in Amerika, der Heimat ihrer Mutter, sowohl auch in Pakistan, der Heimat ihres Vater, auf. Sie reiste viel und studierte an einer Universität in der USA. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann in Islamabad, Pakistan.



Meine Meinung

Ich habe dieses Buch mit der lieben Steffi von @_zwischendenzeilen gelesen. Weder sie noch ich waren ausserordentlich begeistert von diesem Buch. Die Geschichte ist in zwei Teile gegliedert, was ich nicht unbedingt nötig finde. Der erste Teil hat mir gar nicht gefallen. Die Autorin hat gar keinen Spannungsbogen aufgebaut, weshalb alles sehr langweilig war. Es kam mir so vor, als ob die Autorin nicht ganz bei der Sache war, als sie das Buch geschrieben hat oder einfach in ihrer eigenen Welt versunken ist. Das ganze Buch liest sich wegen dem Schreibstil, als wäre man in einem Trancezustand, was allerdings zur Geschichte passt. Denn die Protagonistin Irenie lebt in einem Trancezustand, was das alles noch einmal verdeutlicht. Ich glaube, wenn das gewollt war, das es auf jeden Fall ausbaubar wäre. Der zweite Teil hat mir dann wesentlich besser gefallen. Doch auch der war nichts besonderes. Als erstes viel mir auf, dass die Autorin immer die falschen Geschehnisse in die Länge gezogen hat. Ausserdem hatte ich ein Riesen durcheinander mit den Namen, klar hat der Stammbaum, der hinten im Buch aufgezeichnet ist sehr geholfen. Dennoch hätte ich mir auch noch einen von Ahmeds Familie gewünscht. Bei einer Sache sind Steffi und ich uns ebenfalls einig; Wir hätten gerne mal ein paar Briefe in voller Länge gelesen und vor allem gerne gewusst, wer sie genau geschrieben hat.

Steffis Website



Fazit

Der zweite Teil hat mir sehr viel besser gefallen. Wegen dem Klappentext, habe ich mir zu grosse Hoffnungen gemacht, da das Buch eigentlich genau meinen Geschmack treffen sollte. Deshalb leider nur 2 ½ Sterne.

Geheimnisvoll ummantelt

Von: Melanie Enns Datum : 10.07.2016

melbuecherwurm.blogspot.de/

"Das Leuchten meiner Welt" ist ein wundervoller Roman, der uns auf eine Zeitreise schickt und von unerfüllter Liebe erzählt. Irenie vermisst ihre Mutter und bekommt wenig Antworten auf ihre Fragen bezüglich dieser. Für ein Kind / junges Mädchen eine furchtbare Vorstellung, gepaart mit der Hoffnung, dass die Mutter letztendlich doch noch zurückkehren wird. Für mich als Leserin oft nicht nachvollziehbar, warum Irenies Vater sich ausschweigt und die Karten verdeckt behält. Um dem Geheimnis ihrer Mutter auf die Spur zu kommen, widmet sich Irenie einer Kiste mit Briefen, die ihre Mutter schrieb und auch Antworten darauf enthält. Sorgfältig gebügelt und sortiert liegen sie parat und sorgen für Aufklärung. Irenie setzt vorerst alle ihre Energie darauf zu lesen und zu verstehen. Natürlich überfordert es erst, aber nach und nach entsteht ein Begreifen und Verstehen. Mir hat besonders gefallen, das jedes Kapitel mit einigen Zeilen eines Briefes beginnt und mich mitnimmt in eine wundervolle Liebesgeschichte.

Die Erzählperspektive ist außergewöhnlich, da abwechselnd Irenie und auch James ihr Vater zu Wort kommen und ihre Gedanken und Emotionen mit uns teilen, die natürlich sehr unterschiedlich sind und dadurch dem Roman einen gewissen Reiz verleihen. Ich habe das Lesen sehr genossen, denn nach und nach werden Geheimnisse präsent, die anfänglich noch nicht zu erkennen sind. Eigentlich bin ich kein Freund von Geheimnissen oder Lügen, hier passt es hervorragend, um der Story die nötige Würze zu verpassen. Die orientalischen Einwürfe begeistern und lassen einen Geruch von Curry und anderen exotischen Speisen in der Nase aufsteigen. Irenie hat gelernt wie ihre Mutter zu kochen und übernimmt dieses nun. Ich hatte oft das Gefühl, das Irenie nun die Stelle der Mutter einnimmt, die ein großer Verlust auch für James ist. Aber was ist denn nun tatsächlich geschehen? Fast am Ende des Romans angekommen, werden wir begreifen und was mich verwirrt ist die Tatsache, dass James es lange geschafft hat zu schweigen. Den Sinn dahinter habe ich auch nicht begriffen, nachdem ich das Buch zuklappte, dennoch konnte ich eine gewisse Schwermut, gepaart mit Hoffnung wahrnehmen. Jeder Mensch wünscht sich geliebt zu werden und mir hätte es nicht ausgereicht, die ewige Zweite zu sein.

Letztendlich habe ich das Buch mit vielen Seufzern und einem Lächeln gelesen, da die Grundstimmung zwar oft traurig war, aber dennoch ganz viel Schönes und ein gewisser Wohlfühleffekt für mich als Leserin erkennbar war.

★★★★★ (4,5 Sterne)

Das Leuchten meiner Welt

Von: Antika18 aus Wilhelmshaven Datum : 05.07.2016

Klappentext:
Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näherkommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.

Zum Cover:

Das Cover ist wunderschön. Goldene Schrift auf blauen Mehandi-Symbolen, welche bereits auf die pakistanische Kultur hinweisen. Ebenso wie die Poststempel auf die Bedeutung der Briefe verweisen.

Zum Schreibstil:

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Irenie und ihrem Vater James erzählt. Während die Autorin bei Irenie die Ich-Erzählung gewählt hat, verwendet sie bei James die neutrale Erzählform. Diese Zweigleisigkeit verleiht der Geschichte viel Tiefgang und gibt dem Leser die Möglichkeit, ein Wechselbad der Gefühle zu durchleben. Ebenso wie der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist unendlich feinfühlig und gefühlvoll geschrieben. Die Geschichte ist geprägt von Trauer, Schuldgefühlen, Missverständnissen, Geheimnissen und natürlich Liebe der unterschiedlichsten Art. Ich kann mir vorstellen, dass es für die Autorin sehr schwer war, sich in die beiden Personen – Irenie und James – hineinzuversetzen, um deren Gefühle und Gedanken so präzise darzustellen.
Zugleich werden zudem die Unterschiede der verschiedenen Kulturen – Amerika und Pakistan – einleuchtend beschrieben, wobei es allerdings ein paar pakistanische Wörter gab, die ich erst einmal nachschlagen musste.

Ich liebe dieses Buch! Und ich bin mir sicher, dass der Autorin hiermit ein Sprung in die Welt der großen Literatur gelungen ist!

Curryduft, Verlsut und das Erwachsenwerden

Von: Momkki Datum : 05.07.2016

https://zeilenfuchs.wordpress.com

„Das Leuchten meiner Welt“ hat mich ziemlich zwiegespalten. Auf der einen Seite hat mich der Schreibstil von Khan unglaublich fasziniert. Viel Bedeutung in den kleinsten Details, gute Gedankengänge und eine Geschichte zum anfassen. Auf der anderen Seite ist die Story wahnsinnig langatmig und zäh. Natürlich füllen liebevoll ausgewählte Details ein Buch mit Leben. Khan beschreibt, beschreibt und beschreibt. Endlos. Das Buch hätte für mich 1/3 kürzer sein können. Schön fand ich, dass Irenie die pakistanische Kultur ihrer Mutter fortführt und richtig darin aufblüht. Das Buch macht definitiv Lust auf ein leckeres Curry. In der Mitte des Geschehens stehen die Briefe, die Yasmeen und ihre große Liebe Ahmed sich jahrelang – heimlich und verboten – hin und her geschrieben haben. Diese Briefe entfachen in Irenie die Sehnsucht nach Pakistan zu Reisen und der Vergangenheit ihrer Mutter Leben einzuhauchen. Leider steckt James, Irenies Vater, selber nach Jahren noch in der Trauer fest, sodass es ihm sehr schwer fällt, eine Bindung zu Irenie aufzubauen, die immer eher ein Mutterkind war. Eine tragische Familiengeschichte, mit viel Gefühl und zuuu vielen Details.

Eine schöne Familiengeschichte

Von: Mitchel Datum : 04.07.2016

bookiesofpassion.com

Rezension Das Leuchten meiner Welt von Sophia Khan
Zum Inhalt: Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.
Anrührend und klug erzählt Sophia Khan in ihrem beeindruckenden Debüt von einer geheimen Liebe und deren Folgen für eine ganze Familie.



Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand gehalten habe war ich einfach nur fasziniert von diesem wundervollen Cover. Der Einklang der Farben ist einfach sehr gut gelungen. Der blaue Hintergrund mit der goldgelben Schrift wirkt einfach sehr harmonisch und passend.


Der Schreibstil in diesem Buch gefiel mir sehr gut, er war leicht und flüssig zu lesen. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven der Tochter und des Vaters lebt dieses Buch auf und wird lebendig. Man erfährt mehr über den Vater und über die Tochter.
Sophia Khan hat es geschafft in diesem Roman die Geschehnisse sowohl bildlich als auch explizit zu beschreiben,dass der Leser sich mitten in die Geschichte hineinversetzt fühlt.


Die Charaktere sind in ihrem Verhalten, sehr unterschiedlich und wirken auf diese Art und Weise sehr authentisch und echt.
Durch die einzelnen Geschichten und der Wechsel der Vergangenheit und Gegenwart wird die Geschichte zunehmend spannender und fesselt den Leser an dieses Buch.


Dieses Buch handelt nicht nur von einer tragischen Liebesgeschichte sondern lebt auch von vielen Geheimnissen.


Alles in allem war dieser Roman für mich sehr lebenswert und hat auf jeden Fall 4**** verdient.

Gutes Buch

Von: Caro Datum : 01.07.2016

carosbuecherwelten.blogspot.de/

Es geht um Irenies deren Mutter Yasmeen spurlos verschunden ist. Selbst ihr Vater erklärt ihr nichts und weicht allen fragen nur aus. Nach 5 Jahren findet Irenies eine Kiste mit Briefen...kann sie so dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommen?

Meine Meinung:
Es ist eine tolle Geschichte die einen zum Nachdenken anregt.
Das Cover finde ich leider gar nicht gut :/
Fazit:
4/5 echt lesenswert

Rezension - Das Leuchten meiner Welt

Von: TheBookquibbler Datum : 27.06.2016

thebookquibbler.blogspot.co.at

Meinung

Ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut, Inhalt hat mich sehr angesprochen und ich war gespannt darauf wie die Autorin ihre Ideen umsetzen möchte!
Leider hat es ein wenig gedauert bis ich wirklich in die Geschichte reinkommen konnte. Es fängt sehr langsam an und nimmt im Verlauf der Geschichte nicht wirklich viel Schwung an. Vor allem die ersten paar Kapitel ziehen sich ziemlich in die Länge, da es kaum eine eigene Handlung gibt, sondern die beiden Charaktere in Erinnerungen an Yasmeen (Mutter und Ehefrau) schwelgen. Es ist zwar verständlich, dass die Autorin zuerst den Rahmen für das Buch ausmalen möchte, aber ich finde, dass dies auch im Laufe der Geschichte hätte passieren können. Stattdessen erfährt man ziemlich viel darüber wie das Leben der Protagonisten war bevor Yasmeen verschwunden ist.
Im Endeffekt ist das auch die Handlung des Buches. Die beiden Charaktere scheinen in einer Art Stillstand zu sein seitdem Yasmeen verschwunden, das ganze Buch scheint es als wären sie in ihren Erinnerungen gefangen gewesen und sehen kein Vor und kein Zurück.

Dieses in Erinnerungen schwelgen zieht sich durch das gesamte Buch und ist aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt.

Vater und Tochter haben schon immer nebeneinander und nicht miteinander gelebt, das hat sich nach dem Verschwinden von Yasmeen nur verschlimmert. Anstatt zusammenzuhalten scheinen Beide vergessen zu haben, dass der jeweils andere auch eine wichtige Person verloren hat. Das ist ebenfalls ein Aspekt, der sich durch den ganzen Roman zieht. Anfangs hat es einen ziemlich nervigen Eindruck erweckt, nachdem ich jedoch mehr über die Beiden und ihre Beziehung zu Yasmeen erfahren habe fand ich es traurig.

Auf der einen Seite haben wir Irenie, welche ihre Mutter vermisst und mit Hilfe der gefundenen Kiste eine Seite ihrer Mutter kennenlernt, die sie sich nie erwartet hätte. Ihre Mutter war für Irenie immer die wichtigste Person, der einzige Elternteil zu dem sie eine Beziehung aufgebaut hat.
Auf der anderen Seite haben wir James der sein Bestes tut um seine Tochter alleine großzuziehen, auch wenn er nicht weiß wie er mit einem Teenager umgehen soll und meistens Abstand von ihr hält.

Für mich persönlich war es teilweise schwer zu verstehen in welcher Zeit die Geschichte gerade spielt, dadurch habe ich immer wieder den Faden verloren. Ich muss aber gestehen, dass ich nach einer Zeit gar nicht mehr darauf geachtet habe und die Geschichte einfach ohne Zusammenhänge gelesen habe.

Das ist das größte Problem, das ich beim Lesen hatte: Es war teils schwer nachzuvollziehen. Durch die ständigen Erzählungen der Vergangenheit gab es keine Zusammenhänge zum gegenwärtigen geschehen. Teilweise brechen auch Erzählungen der Gegenwart abprubt ab um eine Anektode der Vergangenheit zu weichen.

Das Buch ist auf jeden Fall keines für Zwischendurch, man muss sich Zeit nehmen um die Zusammenhänge zu verstehen und die Handlungen der Protagonisten nachvollziehen zu können.



Schreibstil

Die Geschichte wird aus der Perspektive von James und Irenie erzählt. Dabei hat die Autorin Irenie in der "Ich"- Form sprechen lassen, während James Teil der Geschichte in der dritten Person erzählt wurde. Das hat mir sehr dabei geholfen sofort zu verstehen aus welcher Sicht die Geschichte im Moment erzählt wird. Abgesehen war der Schreibstil zwar angenehm, aber sehr ausgeschmückt. Teilweise waren die Sätze ziemlich lang, so dass ich immer wieder aus der Geschichte rausgekommen bin!

Aufmachung


Meine Neugier auf das Buch wurde auf jeden Fall durch das Cover geweckt, ich hab selten so eine schöne Aufmachung gesehen und bin absolut begeistert davon. Es passt auch wirklich gut zur Geschichte, der Verlag hat sich auf jeden Fall Gedanken darüber gemacht!
Der Titel selbst gefällt mir auch sehr gut und ich finde, dass er den Inhalt des Buches auch sehr gut widerspiegelt.
Alles in allem ist die Aufmachung des Buches echt gut durchdacht und passt perfekt zur Geschichte.



Fazit

Meine Erwartungen an das Buch waren sehr hoch, umso mehr bin ich über den tatsächlichen Inhalt der Geschichte enttäuscht. Ich damit nicht sagen, dass es ein schlechtes Buch ist, es ist lediglich schwer die Geschichte genießen zu können wenn man ständig nachdenken muss in welcher Zeit man sich nun befindet.

Trotzdem würde ich das Buch weiterempfehlen. Ich denke, dass es vielen eine Freude machen wird, für mich war es einfach nicht das Richtige.