Leserstimmen zu
Die Zen-Gebote des Kochens

Frank Oehler, Hinnerk Polenski

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Hardcover
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achtsames Kochen

Von: Heidi

25.03.2019

Zen ist nicht unbedingt esoterisch, und bewusstes Leben ist eine Einstellungssache. Aber sie erfordert die nötige Muse. Den richtigen Moment und die Gelassenheit damit es sich richtig und gut anfühlt. Dieses tolle Buch ist KEIN übliches Kochbuch. Es ist viel eher ein Gesamtwerk was einem bewusst werden lässt und erinnert wie wertvoll Lebensmittel sind. Wie wir sie sehen sollten und ein wenig mehr schätzen. Viele Lebensmittel sind in der Jetzt-Zeit nur noch zu einem Massenprodukt ohne Wertschätzung geworden. Dabei ist es ganz leicht, mit selbigen gut umzugehen und sie zu schätzen. Schließlich ist uns nichts näher als unser Essen. Nachhaltigkeit und ökologisch gesund sollte die erste Priorität haben. Besonders gefallen haben mir die Die Zen-Gebote des Kochens auf Seite 11 und die fünf Erinnerungen auf Seite 111. Dieses Buch ist wirklich super gelungen und daher vergebe ich sehr gerne 5 ***** und eine Leseempfehlung.

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Ich kenne ja Frank Oehler aus dem Fernsehen und finde ihn unheimlich sympathisch. Jedoch wusste ich nicht, dass er so spirituell ist und schon länger diesen Weg verfolgt. Seit über 20 Jahren beschäftigt sich Frank Oehler nun schon mit dem Zen-Weg. Er sagt selbst, er ist kein Philosoph, kein Zen-Mönch und auch kein Zen-Meister. Er ist Koch aber in allererster Linie Mensch. Oehler erzählt uns von seinen Gedanken, seiner Achtsamkeit den Lebensmitteln gegenüber, seiner tiefen Liebe zum Kochen, von seiner Bescheidenheit und Nachhaltigkeit und noch vielen anderen Dingen. Auf seinem Weg hat er den Zen-Meister Hinnerk Polenski getroffen und gemeinsam schrieben sie „Die Zen-Gebote des Kochens“. Nach einem kleinen aber umfangreichen Einblick in die Zen-Lehre kommen wir auch schon zu den Rest- Rezepten. Schon seinen Einkauf sollte man mit Respekt erledigen, möglichst frisch, möglichst regional und möglichst Restarm. Wir werden eingeführt in die Lehre der richtigen Teezubereitung, in Herzensgeschichten und dem Aufruf „Tu es einfach“. Auch hier folgen wieder einige Rezeptideen. Zum Schluss geht es dann noch um das Essen an sich. Essen ohne Ablenkung, Essen genießen, Freude am Essen haben Die Aufmachung des Buches ist wunderschön. Liebevolle Bilder, schön geschriebene Texte und Rezepte. Als Leser bekomme ich einen kleinen Einblick in den Buddhismus und wenn es mich interessiert, kann ich mich ja mit entsprechender Lektüre weiter damit beschäftigen. Fazit Wer hier ein reines Kochbuch vermutet, den muss ich leider enttäuschen. Es sind ein paar Rezepte enthalten, jedoch geht es hier mehr um spirituelle Wege. Die Ansätze sind goldrichtig, gerade in unserer stressigen Zeit. Einfach mal in Ruhe sein, das Konsumverhalten überdenken und einer Wertschätzung der Lebensmittel in unserem Einkaufswagen. Vielleicht so, wie es unsere Großeltern schon gemacht haben?

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Auf dieses Buch war ich bereits in der ersten Verlagsankündigung sehr neugierig gewesen, weil ich mir so wenig darunter vorstellen konnte, es hätte einfach alles sein können. Nun ist es so, dass ich selbst mit dieser Zen-Denkweise und vielem, was damit verwandt ist, aufgewachsen bin und so ist mir das Ganze grundsätzlich nich fremd. Etwas über dieses Buch zu schreiben, ist tatsächlich gar nicht so einfach, man muss selbst mal einen Blick hinein geworfen haben. Um eine Frage aber ganz klar zu beantworten: Es ist kein Kochbuch! Zwar sind ein paar wenige Rezepte darin, aber wegen diesen kauft man dieses Buch sicherlich nicht. Vielmehr berichtet Frank Oehler über seinen Weg hin zum Zen und was diese Lebensweise für ihn mit dem Leben und speziell auch mit dem Kochen zu tun hat. Ergänzt werden diese Texte durch seinen Meister Hinnerk Polenski. Ein Buch über Zen ist quasi automatisch auch immer etwas abgehoben, vielleicht mag es dem ein oder anderen auch weltfremd erscheinen, aber es ist eben eine Entscheidung, ob man sich dem Ganzen öffnen möchte oder nicht. Im Buch gibt es ein paar interessante Gedanken zum Leben, Achtsamkeit, Authentizität und vieles mehr. Ehrlich gesagt finde ich es auch mutig von Frank Oehler, solch ein Buch zu schreiben, denn er macht sich damit auch möglicherweise verletzlich. Mein Fazit: Die Zen-Gebote des Kochens ist ein ganz besonderes Buch. Es ist nicht für jeden etwas, aber es ist spannend zu lesen und wirkt tatsächlich offen und authentisch. Von den Rezepten möchte ich übrigens sehr gern noch das Brioche ausprobieren, denn die Bearbeitung von Hefeteig finde ich sehr passend zum Zen-Gedanken.

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Zum Buch Zitat*: Unabhängig von allem, folge dem Weg deines Herzens. Rund 140 Seiten, eingefasst in einem festen Einband mit Schutzumschlag, zahlreiche Fotos, die den Text oder die Rezepte – völlig ohne geht es nicht – visuell untermalen. Vorne ein ausführliches Inhaltsverzeichnis, hinten eine Danksagung und Quellenverzeichnis. Dazwischen erzählen, berichten, erläutern Hinnerk Polenski und Frank Oehler warum Zen und Kochen sich perfekt kombinieren lassen, wie sie sich kennengelernt und zu sich selbst gefunden haben. Ihre Hauptzutaten sind, abgesehen von Zen, die Tomate und grüner Tee. Klingt mager? Ist es keineswegs. Von Seele, Sprache und Respekt Auf S. 10 sagt Frank Oehler: »Was ich mir sehr wünsche ist, dass ein paar Leser vielleicht nur einen Satz, einen Aspekt in diesem Buch finden, der sie berührt.« Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen, denn ich fand gleich mehrere Sätze, die mich berührten. Dafür: Vielen Dank. Wer Frank Oehler schon einmal im Fernsehen gesehen hat, weiß, dass er superschnell spricht, dazu noch mit Dialekt. Manch einer kommt da nicht mit. Ich mag das. Das Vorwort in »Die Zen-Gebote des Kochens« vermittelt Ruhe, klingt ehrlich und herzlich warm. Ich habe richtig Lust weiterzulesen und das mache ich auch – in einem Rutsch durch und ein zweites Mal einige Wochen danach noch einmal. Abwechselnd erzählen sie von ihren Erfahrungen, der eine mehr auf Kochen bezogen, der andere mehr auf Zen und doch vermischt sich Beides immer wieder. Denn Beide appellieren – ohne erhobenen Zeigefinger – für mehr Achtsamkeit und Respekt, nicht nur Mensch und Tier gegenüber, sondern auch den Lebensmitteln und somit unserem Leben. Dazwischen gibt es kleine Häppchen, wie Tomatensalat oder Käsespätzle, manchmal auch kleine Gerichte aus der Reste-Küche: Reste-Pizza, Reste-Curry, Reste-Suppe. Reste – damit keine Lebensmittel verschwendet werden, das ist Respekt vor Nahrungsmitteln und all denjenigen, die sie angebaut, gehegt, gepflegt, bearbeitet haben. Auch das ist Zen. Was habe ich daraus gekocht? Alles und nichts. Die Resteküche ist eine spontane Küche und Reste verarbeitet ich immer gerne und oft. Ich koche ein, verwende Reste für Eis oder eine Restepfanne – irgendwas fällt mir da immer ein. Diesmal habe ich mir erlaubt, kein Rezept nachzukochen und ein Foto davon online zu stellen. Ich habe das Buch in all seiner Tiefe genossen – sonst nichts. Fazit Bei »Die Zen-Gebote des Kochens« fühlt sich alles richtig an. Ein Buch, das ich immer wieder gerne zur Hand nehmen möchte, weil es mich in meiner Seele anspricht und mich in meinem Bestreben in vielerlei Hinsicht bekräftigt. Ein Buch, das in der heutigen schnellen Welt mit einer oberflächlichen Wegwerf-Mentalität und dem Hang zur perfektionierten Optik ein Kleinod darstellt. Nachdenk-Anregungen und kleine Rezepte mit wenigen Zutaten, schnell zubereitet – wunderbar. Komplette Rezension unter: http://www.nicole-rensmann.de/2016/08/23/rezension-die-zen-gebote-des-kochens-von-frank-oehler-hinnerk-polenski-koesel-verlag/

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