Leserstimmen zu
Briefe, die zum Himmel fliegen

Marielle Seitz

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Über Trauer reden

Von: Prof. Dr. Armin Krenz

27.04.2017

Es ist schon etwas ganz Besonderes, dieses Buch in Händen zu halten, darin zu lesen, die Liebensbriefe (ein Wortspiel zwischen Liebes- und Lebensbrief), die von Kindern verfasst wurden, auf sich wirken zu lassen, die ansprechenden Fotos zu betrachten und dabei unwillkürlich an die eigene Endlichkeit zu denken. Marielle Seitz, Kunstpädagogin, vielseitige Autorin und Leiterin des Instituts für Kreativität und Pädagogik in München, hat mit diesem künstlerischen und interreligiösen „Projekt Liebensbriefe“ etwas ins Leben gerufen und zugleich eine wundervolle Möglichkeit geschaffen, Kindern (und ihren erwachsenen Entwicklungsbegleiterinnen) die Auseinandersetzung mit dem Tod anzubieten. Das Buch greift Kindertrauer auf, sorgt immer wieder für heilsame Kräfte schöner Erinnerungen, bietet Kindern und auch ihren Eltern/Fachkräften Platz zum Nachspüren/-denken und bringt das Leid in eine zum Leben gehörende und notwendige Verbindung, die nicht aufgelöst oder abgespaltet werden darf. Die Kombination von persönlich geprägten und fachlichen Ausführungen mit begleitenden Bildern/Fotos und einer Auswahl von Liebensbriefen ist außergewöhnlich gut gelungen. Prof. Dr. Armin Krenz Therapeut und Fachbuchautor

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Ein wunderbares Buch, in dem sich Kinder und Jugendliche über das Schreiben und Zeichnen von Liebensbriefen auf einfache und doch tiefe Weise mit ihrer Trauer und ihrem Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen oder eines Tieres auseinandersetzen. So entsteht ein Nachdenken und Sprechen über Leben und Tod. Die Autorin beschreibt zu Beginn, wie sie auf die Idee für dieses Projekt und seine gestalterische Umsetzung kam. Allein dies schon fand ich berührend, weil es so nachvollziehbar ist. Im Weiteren beschreibt Marielle Seitz die Umsetzung des Projekts und die Wirkung auf Kinder und Erwachsene. Über die Ausstellung der Briefe werden Kinder und Eltern angeregt über ihre Gedanken und Gefühle zu sprechen. So entsteht ein Raum, in dem gemeinsam Schmerz und Trauer ausgedrückt werden kann. Die Botschaft der Liebensbriefe, Hoffnung, Liebe und Glauben, kommen ohne auch religiöse Ausrichtung als menschliche Grundwerte zum Tragen. Das Buch ist kreativ und sehr ansprechend gestaltet. Die Mischung zwischen Briefen, Bildern, Kommentaren und Wissenswertem ist harmonisch und gut gelungen. Es empfiehlt sich für Familien und auch Kindergärten und Schulen bei der Bearbeitung von Themen wie Tod und Leben, Verlust und Abschied. Es bietet Erwachsenen eine Hilfe und einen Einstieg mit Kinder- und Jugendgruppen diese Themen zu bearbeiten und ihre Gefühle, Ängste und Wunschvorstellungen auf ihre jeweils individuelle Art auszudrücken. Im Austausch und Dialog über die Liebensbriefe entsteht ein miteinander und gegenseitiges Verstehen. Im weiteren Kapitel wird die heilsame Wirkung gut verarbeiteter Trauer für spätere Krisenzeiten beschrieben und es gibt hilfreiche Hinweise für die Gestaltung von Trauerprozessen und verschiedene Rituale, die bei Bewältigung des Verlustes helfen können. Es folgt eine konkrete Anleitung zum Schreiben von Liebensbriefen. Das Kapitel „wie Kinder trauern“ von Franziska Offermann zeigt die unterschiedlichsten Trauerreaktionen je nach Altersstufe, Entwicklung und Beziehung. Es gibt Hinweise wie Kinder in ihrer Trauer begleitet werden können und zeigt auf, wie wichtig das reale Abschied nehmen ist, um ihn er-lebbar und be-greifbar zu machen. Besonders beeindruckt hat mich auch der Abschnitt: „Mit Kindern über den Tod philosophieren“. Wir Erwachsenen können viel lernen, wenn wir Kindern zuhören die unvoreingenommen und selbstverständlich über Fragen des Lebens und Sterbens sprechen. Ein Buch, das sich lohnt immer wieder in die Hand zu nehmen, darin zu blättern, zu lesen, nachzudenken und inne zu halten. Brigitte Schiffner Institutsleitung, Systemisches Institut Kassel

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„Ich bin traurig und ich vermisse Dich sehr!“

Von: Univ.-Prof. Dr. Barbara Wichelhaus aus Viersen

09.01.2017

„Kinder werden in unserer Gesellschaft oft vor der Realität des Todes <geschützt>….Viele Erwachsene sind hilflos, wenn sie Kindern das Sterben oder den Tod von Angehörigen vermitteln sollen“ (Wichelhaus. In: Katalog, Seitz,M.: Liebensbriefe sind Botschaften aus dem Leben, Planegg 2014, 75). Neben der eigenen Trauer sind manche Eltern darüber hinausgehend auch beunruhigt, wie Kinder wohl mit der Situation fertig werden. Vor diesem Hintergrund sind die Projekte von Marielle Seitz, die sie seit 2014 mit verschiedenen Gruppen an sehr unterschiedlichen Orten durchgeführt hat, zu sehen. In gemeinsamen Aktivitäten entwerfen Kinder Briefe an Verstorbene. Das können sehr nahestehende Personen aber auch andere Menschen oder sogar Tiere sein. Seitz knüpft damit an den jeweils individuellen Erfahrungen von Tod und Trauer und den damit verbundenen Gefühlen eines Kindes an. Die „Trauerbriefe“, die sie „Liebensbriefe“ nennt, werden mit weißen Stiften auf mattweiße Folien geschrieben und gezeichnet. Die Präsentationen der Ergebnisse, meist an sakralen Stätten (Kirchen, Klöstern), auch in der Natur, z.B. in Parks oder auf Friedhöfen, und bei spezifischen Ereignissen (Allerseelen, Totensonntag) zeigen eindrucksvoll, was der Verlust eines nahestehenden Menschen oder eines geliebten Tieres für ein Kind bedeuten kann. Mit dieser Herangehensweise an schwierige Lebenssituationen, die verdrängt und in den Erinnerungen häufig ausgeklammert werden, lernen die Kinder einen positiven Umgang mit dem Sterben und erfahren gleichzeitig etwas über den Sinn, der in der eigenen Trauer und der Vergänglichkeit des Lebens liegt. Die z.T. sehr anrührenden kindlichen Werke werden in Installationen miteinander verbunden. Natur oder sakrale Orte, sowie Klänge, Bewegungen und Lichtbrechungen von im Winde flatternden Folien erzeugen spirituelle Assoziationen, die den ästhetischen Eindruck verstärken. Durch die Ausstellungen im öffentlichen Raum entwickeln sich intensive Begegnungen mit Besuchern. Die Bilder können z.B. zum Betrachten und Nachdenken anregen, den Blick auf das Sterben und den Tod verändern und so Trost spenden und Trauerhilfe leisten. Während der Vorläufer, ein 2014 erschienener Katalog, diesen Aspekt besonders betont, hat sich Seitz in dem vorliegenden Buch stärker auf das kindliche Denken und Gestalten in der Verarbeitung von Trauererfahrungen konzentriert. Ihr immenses Wissen über kindliche Bildnereien, über Fantasie und Kreativität über Denken und Handeln, über Liebe, Glaube und kindliches Philosophieren und vor allem über den Schatz an Ressourcen, um gestaltend mit schwierigen Lebenssituationen fertig zu werden, legt sie den Ausführungen über die „Briefe die zum Himmel fliegen“ zugrunde. In dem aufwendig konzipierten Buch werden deshalb auch, integriert in die Texte, zahlreiche Beispiele solcher „Liebensbriefe“ ganzseitig abgebildet. Der besondere Reiz dieser Briefe liegt weniger in der künstlerischen Gestaltung als in der besonderen Auswahl der Materialien und in der Kombination von Text und Bild, durch die emotionale Befindlichkeiten und persönliche Betroffenheit der kindlichen Maler sehr liebevoll und voller Poesie zum Ausdruck gebracht werden. Das Buch, sehr anschaulich und gut lesbar geschrieben, erweist sich als eine wahre Fundgrube für alle diejenigen, die sich mit drängenden Fragen zur Bewältigung der Situation bei trauernden Kindern auseinandersetzen müssen. Gleichzeitig bietet es aber auch für künstlerische, kunstpädagogische oder kunsttherapeutische Interventionen ein breites Spektrum theoretischer Überlegungen und praktischer Hilfen an. Das Thema und die von Seitz gewählte Form der Bearbeitung - das konnte in zahlreichen Gesprächen mit den Teilnehmern aus den Projekten belegt werden - sind auch dann wichtig und aktuell, wenn Kinder nicht mit einem unmittelbaren Trauerfall befasst sind. Damit leistet das Buch zusätzlich einen Beitrag zu Prävention und Kompetenzförderung für existentielle Belastungssituationen.

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Von: Johannes Volkmann

18.12.2016

Die Schönheit des Buches liegt darin, dass es aus einem Prozess der Realität geboren ist. Man spürt dass die Geschichten unendlich umfangreicher sind, das Buch einem aber einen Einblick verschaffen kan.

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Briefe die zum Himmel fliegen

Von: Hannes Matthias aus München

05.12.2016

Ich finde das Buch hervorragend und habe es mit großer Begeisterung gelesen. Besonders beeindruckend fand ich die Darstellung der einzelnen Kinderbriefe, die das Erleben und Empfinden in bisher nie dagewesener Weise zum Ausdruck bringen. Frau Seitz hat hier eine großartige Idee überzeugend umgesetzt und dargestellt. Als dreifacher Großvater wünsche ich diesem wunderbaren Buch eine große Verbreitung.

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Unfassbar wunderbar.

Von: Henrike / Kunstpädagogin aus Biebertal

29.11.2016

Ein wunderbares Buch für Kinder und Erwachsene, das bewegt, nachdenklich und sichtbar macht. Marielle Seitz schreibt in hoffnungsvoller, lichter „Art“ und Weise über allgegenwärtige Themen wie Tod, Abschied oder Verlust. Durch viele Bilder – gezeichnete von Kindern – wird sichtbar, was nicht beschrieben werden kann, wo die Worte fehlen. Unfassbares wird in den Liebensbriefen greifbar gemacht. Tröstend, hoffnungs- und fantasievoll beschreibt die Autorin vieles, was uns „Große“ oftmals eher sprachlos werden lässt aufgrund der eigenen Fassungslosigkeit, Unsicherheit, Unfähigkeit, Beklommenheit, Bedenken oder der Endgültigkeit. Die Texte im Buch machen Mut, legen offen und verbinden Tod, Verlust und Abschied mit Glaube, Hoffnung und Liebe. Im wahrsten Sinne wird hier etwas ins Licht gerückt. Einige Installationen der Liebensbriefe konnte ich bereits erleben – beeindruckt und ergriffen. Durchgeführt und betreut habe ich auch bereits eine Ausstellung im Rahmen eines Gemeindefestes. Gemeinsam mit Kinder im Alter von 3 – 9 Jahren, Jugendliche und Erwachsene wurde das Thema Tod, Verlust, Abschied, Hoffnung & Glaube anschaulich und greifbar. Für mich vervollständigt das Buch – Briefe die zum Himmel fliegen - das „Projekt“ Liebensbriefe. Wunderbar!

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Eine wunderbare Idee, eine echte Bereicherung! Ein tiefer Einblick in die Gefühlswelt unserer Kinder. Ich habe das Buch mit großem Gewinn gelesen.

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Briefe, die zum Himmel fliegen

Von: Elke Neumann aus München

17.11.2016

Ein wunderschönes, qualitätvolles Buch. Ein schwieriges Thema, in unserer Gesellschaft oft verdrängt, wird uns mit einer bislang unvergleichbaren Leichtigkeit vermittelt. In berührenden Bildern zeichnen Kinder und offenbaren uns dabei, zu einem meist verdrängtem Thema, Ihre Gefühle. Ein ideales Buch, das es uns leicht macht, mit Kindern die "Endlichkeit" als Gesprächsthema anzugehen.

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