Leserstimmen zu
Ich bin böse

Ali Land

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Ein Buch, das nichts für sanfte Gemüter ist. Ein Buch, das ich zuweilen weggelegt habe, um das Gelesene zu verarbeiten. Ein Buch, das immer noch in mir nachhallt. Milly, Tochter einer schwer psychopatischen Serienmörderin, lebt in einer Pflegefamilie, in der sie auf die Aussage in der Gerichtsverhandlung gegen ihre Mutter vorbereitet wird. Neben ihr lebt dort noch Phoebe, die leibliche Tochter von Mike, der gleichzeitig auch Millys Psychologe ist. Phoebe ist im gleichen Alter wie Milly, allerdings werden die beiden keine Freundinnen. Es entspinnt sich ein Konkurrenzkampf unter den Teenagern, der die böse Seite in Milly hervorruft. Die Autorin Ali Land erzählt aus der Ich-Perspektive von Milly, der Leser folgt ihren Gedanken. Allerdings sind diese Gedanken durch kurze Sätze und gelegentliche Gedankensprünge nicht immer leicht zu verstehen. Auch der Inhalt der Gedanken hat mich mehrfach erschreckt. Immerhin hat sie fast 16 Jahre mit ihrer Mutter verbracht, die ihr vollkommen wahnsinnige Handlungen und Denkweisen vorgelebt hat. Lange Zeit hat Milly mir leid getan, gegen Ende wich dieses Verständnis aber totaler Fassungslosigkeit wegen der Herzenskälte. Die Autorin ist selbst Psychologin und hat sich lange mit der Psyche von Heranwachsenden beschäftigt. Diese Arbeit ist ganz offensichtlich in das Buch „Ich bin böse“ eingeflossen. Vor diesem Hintergrund macht das Buch mich noch nachdenklicher. Das Buch ist harter Tobak, aber es war trotzdem gut. Die Handlung ist spannend, es gibt immer etwas, das einen packt und dessen Ausgang man wissen möchte. Wenn man keine Angst vor einer herausfordernden Geschichte hat, ist dieses Buch perfekt.

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