Leserstimmen zu
Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten

Anne Jacobs

Die Gutshaus-Saga (1)

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Handlung: Franziska und ihre Mutter mussten Gut Dranitz im zweiten Weltkrig verlassen. Sie werden verjagt und müssen einen Abstand zu dem Gutshof wahren. Jahrelang schwärmt sie davon, eines Tages wieder das Gelände zu betreten und das Gut erneut in den Familienbesitz zu bringen. Doch ein Weg zurück war ausgeschlossen. Bis die Grenze sich öffnet. Für Franziska steht fest: sie will wieder den Gtshof wiedersehen. So betritt Franziska 1990, nach über 40 Jahren, wieder das Anwesen und ist enttäuscht. Das Haus steht zwar noch, ist jedoch verfallen und in keinem guten Zustand. Franziska setzt alles daran, das Anwesen in ihren Besitz zu bringen und ihm wieder zu neuen Glanz zu verhelfen. Mit ihrem neuen Leben bringt Franziska jedoch nicht nur positive Dinge in Erinnerung. Es weckt auch Erinnerungen an ihre Eltern und ihre große Liebe. Für Franziska werden vielleicht doch noch einige Träume erfüllt, auch wenn sie niemals daran gedacht hätte... Meinung: Schon bei der ersten Betrachtung des Covers war sofort eine Ähnlichkeit zu den anderen Romanen von Anne Jacobs zu erkennen.Eine junge Dame, die auf ein herrschaftliches Haus zustrebt, welches traumhaft anzusehen ist. Es gibt viel Wiedererkennungswert und ich finde es ganz nett anzuschauen. Es ist kein Cover, welches sofort ins Auge fällt und in Erinnerung bleibt, dafür fehlt mir etwas besonderes. Die Schreibweise war sehr angenehm, wie ich es schon von Frau Jacobs gewohnt bin. Eine recht einfache Schreibweise, die besonders viel Wert auf Beschreibungen legt und diese bildlich darstellt. Mir hat es sehr gut gefallen, dass teilweise sehr alte Begriffe genutzt wurden, die ich bisher auch noch nicht kannte. Dies hat den Personen in ihren Dialogen oder Gedanken viel Authentizität verliehen und war für die Handlung auch sehr passend. Ein wenig hat mir immer die Spannung gefehlt. Die Handlung war interessant, jedoch ist sie auch ein wenig vor sich hingeplätschert, ohne das etwas Großes passiert, mir hat Dramatik gefehlt, die das Buch zu einem Roman machen, den ich gar nicht mehr aus der Hand legen will. Ich hatte schon vor dem Lesen damit gerechnet, dass der Roman auf verschiedenen zeitlichen Ebenen spielen wird und vielleicht auch mehrere Personen ihre Sicht der Dinge schildern. Wie viele dann letztendlich ihre eigenen Kapitel bekommen haben, hat mich doch sehr verwundert. Ich hatte kein Problem damit, diese auseinanderzuhalten und mich immer wieder neu zu orientieren, gleichzeitig hätte ich es gut gefunden, wenn vielleicht eine Sichtweise, z.B.: die der Enkelin Jenny wegfällt. Sie hat für mich nicht recht in die Handlung gepasst und in ihren Kapiteln hätten gerne Franziska oder Mine mehr zu Wort oder in Erinnerungen schwelgen können. Die Charaktere waren im Einzelnen betrachtet gut gezeichnet, sie hatten Stärken und Schwächen. Jedoch hat die Bindung zueinander bei vielen gefehlt, sie haben nie wirklich miteinander agiert, sondern etwas aneinander vorbei gehandelt. Keine gemeinsamen Erlebnisse oder Handlungen, sondern viele werden als Einzelkämpfer dargestellt. Lediglich zwei Protagonisten fand ich einwandfrei und äußerst sympathisch. Dies waren Mine und ihre Ehemann Karl-Erich. Sie bildeten eine tolle Allianz, agierten miteinander und waren einfach goldig miteinander. Definitv meine Lieblingspersonen! Geschichtliche Fakten wurden einfach und verständlich an den Leser vermittelt, auch wenn ich manche Dinge aus Erzählungen von Verwandten anders kenne. Ich habe an einigen Stellen doch etwas das Gefühl, dass die Ostdeutschen und das Land nach der Wende ein wenig zu einfach beschrieben wurden. Es war zu oberflächlich beschrieben, ohne in die Tiefe zu gehen Auch steht für mich die Familiengeschichte von Franziska zu wenig im Mittelpunkt. Diese schweift in Gedanken zwar ab und an in die Vergangenheit ab, jedoch findet ein Großteil der Handlung 1990 statt. Und diese Kapitel handeln auch mehr von der Zeit nach der Wende, als von der Kriegszeit. Fazit: Der Roman hätte wirklich viel Potenzial, wenn mehr in die Tiefe gegangen worden wäre. Gerade die Abschnitte aus der Vorkriegszeit fand ich wirklich großartig und diese haben genau meinen Erwartungen getroffen. Sie waren detailliert beschrieben, haben eine Familiengeschichte wiedergegeben und wirkten einfach lebendig. Im Gegensatz dazu konnten mich die Erlebnisse von Jenny absolut nicht fesseln, sie war ein Charakter, der durchweg etwas fehl am Platze gewirkt hat. So ganz konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden, ein netter Roman, der sich leider nicht auszeichnen kann. Trotzdem würde ich gerne wissen, wie die Geschichte weitergeht und ob der zweite Teil mich mehr überzeugen könnte.

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Eines Mal vorweg, das hier ist nicht die Tuchvilla und auch keine Fortsetzung davon! Die Autorin nimmt uns mit auf Reise in die Vergangenheit mitten im zweiten Weltkrieg und zur vergangenen Gegenwart um 1990 herum. Franziska Kettler kehrt 1990 zurück nach Mecklenburg – Vorpommern wo das Gutshaus Dranitz steht, dieser Gutshof gehörte ihre Familie und wurde 1945 enteignet. Als Sie dort eintrifft ist Sie enttäuscht von dem Zustand des Gutes und den zugehörigen Höfen. Dabei war es mal ein sehr gut situiertes Gutshaus. Nach langem überlegen entschließt sich Franziska das heruntergekommen Gebäude zu kaufen und es wieder in Schuss zu bringen, dabei bekommt Sie ganz unerwartet Hilfe von ihrer Enkelin Jenny. Das junge Mädchen taucht aber nicht ohne Grund plötzlich bei der Großmutter auf, denn die beiden kannten sich vorher kaum, aber Jenny ist auf der Flucht… Für mich war es eine gelungene Geschichte, aber ich muss auch sagen, dass ich mich umstellen musste. Es war wie gesagt nicht die Tuchvilla und da muss man sich dann auch erstmal drauf einlassen. Auch das die Zeit etwas anders war, trotz allem konnte man der Geschichte gut folgen. Mir persönlich gefiel die erzählende Geschichte der Oma besser als die kleinere Geschichte von Jenny, wobei sich beide doch sehr ähneln. Für mich war da einfach mehr „Geschichte“ vorhanden, aber ich denke das ist eine reine Geschmackssache. An sich für die Handlung würde ich 4 von 5 Sternen geben wollen. Vielen Dank an das #Random Blogger Portal und #Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

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Nachdem ich mit großer Begeisterung die Hörbücher zu Jacobs "Die Tuchvilla" - Saga gehört habe, war für mich klar, dass ich auch "Das Gutshaus" lesen bzw. hören möchte. Anne Jacobs nimmt mich mit auf die Reise in eine vergangene Zeit, die geprägt ist von familiärem Zusammenhalt, von Plänen für die Zukunft, sanfter erster Liebe und dann von der Dunkelheit des Zweiten Weltkriegs überrannt wird. Erzählt wird auf zwei Ebenen und eine davon spielt eben in den Jahrzehnten 1930 und 1940, in denen das Gutshaus zunächst in vollem Glanze als reicher Hof einer gut situierten Familie erstrahlt und kurze Zeit später eingenommen wird, weil man Verrat und Manipulation erwartet. Die zweite Erzählebene findet in den 90ern statt. Franziska von Dranitz kehrt zurück auf das Gut ihrer Eltern und findet sowohl die Gebäude, als auch die Nachbarschaft in desolatem Zustand vor. Ein Anblick, den sie so nicht erträgt und deshalb das Gut Dranitz kauft, um es wieder auf Vordermann zu bringen. Unverhofft bekommt sie Hilfe von ihrer Enkelin Jenni, die auf der Flucht vor der Liebe zur bis dato Unbekannten Großmutter flüchtet. Und erst da wird so richtig bewusst wie sehr die Schatten der Vergangenheit noch auf der Familie lasten. "Das Gutshaus" ist eine Familiensaga vom Feinsten. Durch den Sprung der Erzählebenen, die Reise durch mehrere Jahrzehnte, setzt Jacobs nicht nur Akzente, die ihr neustes Werk vom Vorgänger "Die Tuchvilla" unterscheiden, sondern bringt ein Spannung rein, die an einigen Stellen dafür sorgte, dass ich nicht aufhören konnte der Geschichte zu lauschen. Die Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet und mit Franziska und Jenni haben zwei wirklich starke (und sture) Frauen das Zepter in der Hand. Figuren, mit denen ich gerne meine Zeit verbringe. Gelesen wird der Roman von Daniela Hoffmann, der deutschen Synchronstimme von Julia Roberts. Hoffmann eine schmeichelnd, angenehme und sympathische Stimme, kann sich sehr gut auf die Gefühlslagen der ProtagonistInnen einstellen und verfeinert das Hörbuch dadurch noch ein klein wenig. Im Grunde könnte der Roman mit dem Ende, das er hat, abgeschlossen sein, aber andererseits fängt jetzt eine ganz neue Etappe im Leben der Frauen an und ich bin schon sehr gespannt, was noch alles passieren wird. Teil II "Das Gutshaus: Stürmische Zeiten" (allein der Untertitel ist verheißungsvoll) erscheint voraussichtlich im Dezember 2018.

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Inhalt: Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf. "Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal" Meine Meinung: Ich habe mich wahnsinnig auf "Das Gutshaus" gefreut, da mir Anne Jacobs erste Triologie "Die Tuchvilla" sehr gut gefallen hat. Auch hier hat der Roman wieder ein wunderschönes Cover, welches super zur Geschichte passt. Der Einstieg in die Geschichte war etwas holprig, da man gleich zu Anfang sehr viele verschiedene Perspektiven kennen lernt. Nach einer "Einlesezeit" von ca. 100 Seiten habe ich mich dann gut in der Story zurecht finden können. Franziska und Jenny mochte ich am Liebsten von allen Charakteren. Besonders Elfriede konnte ich gar nicht leiden, was aber von Anne Jacobs wohl so gewollt ist. Zwischendrin hatte der Roman schon einige Längen und gerade die Kapitel aus Mines Sicht fand ich ziemlich langweilig. Am Besten haben mir die Tagebucheinträge gefallen, spannend, dramatisch und prägnant gehalten. Aber auch die Sicht von "Franzi" fand ich spannend, da man viel über Franziskas Vergangenheit erfahren hat. Das große Geheimnis wurde schon relativ bald gelüftet und anschließend musste man ziemlich lange warten, dass auch die Protagonisten verstehen was Sache ist. Sowas finde ich immer etwas anstrengend zu lesen, da auch schon relativ bald ziemlich offensichtlich war, was damals wohl passiert sein musste. Das Ende an sich war ein absolutes Happy-End in jeder Hinsicht. Es gab keinen Kliffhanger, welcher auf einen weiteren Teil der Reihe hinweisen könnte. Dennoch soll es wohl einen geben. "Das Gutshaus" kann absolut nicht mit "Die Tuchvilla" mithalten. Hier war ich doch etwas enttäuscht, weil ich ähnliche Erwartungen hatte. Für mich hätte das Buch auch ca. 200 Seiten kürzer und dafür nicht ganz so ausschweifend sein dürfen. Fazit: Ein eher mittelmäßiges Familiendrama auf zwei Zeitebenen. Da bin ich von Anne Jacobs und auch von anderen Autoren viel besseres gewöhnt. Ich werde die Reihe wohl nicht fortsetzen.

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„Das Gutshaus – Glanzvolle Zeiten“ ist ein Roman von Anne Jacobs und erschien 2017 im Blanvalet Verlag. Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ... Meine Meinung: Die Tuchvilla Saga von Anne Jacobs war mein Einstieg in die Welt der historischen Romane. Erst durch diese Saga habe ich mich an das mir bis dahin Unbekannte zu wagen. Insofern hat Anne Jacobs ihren eigenen Platz in meinem Leserherzen. Es war also ganz logisch, dass ich die neue Trilogie von Anne Jacobs lesen wollte und ich war richtig gespannt, ob sie mich genauso begeistern kann wie die Tuchvilla. Das Buch beginnt im Jahr 1939 und man liest aus der Sicht von Franzi, die heute 70 Jahre alt ist und auch dieser Sicht liest man bald. Außerdem kann man noch aus der Sicht von Jenny und Mine lesen. Ich mochte vor allen Dingen Jenny gleich von Anfang an sehr gerne. Ihre Geschichte und wie sie zu Franziska findet, hat mich sehr berührt. Auch wenn ich in der ehemaligen DDR geboren bin, kann ich dennoch nichts wirklich mit dieser Zeit anfangen, bzw kenne nicht allzu viel aus dieser Zeit, denn dazu war ich einfach zu jung. Und somit finde ich es immer wieder spannend Bücher zu lesen, dessen Geschichten in dieser Zeit leben. Nach wie vor mochte ich die Schreibweise von Anne Jacobs wirklich gerne, obwohl ich diesmal anfangs ein paar Schwierigkeiten hatte in das Buch zu finden. Es konnte mich nicht hundertprozentig fesseln wie die Tuchvilla-Bücher, aber ich hoffe auf eine Steigerung im zweiten Band, der im Dezember 2018 erscheinen wird. Darauf freue ich mich schon sehr. Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit Das Gutshaus knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten. Fazit: 4 Sterne. Ich möchte mich ganz recht herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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Neue Wege

Von: Eliza

07.03.2018

Mit ihrer Saga um „Die Tuchvilla“ konnte Anne Jacobs mich begeistern, ich war zunächst skeptisch, ob ihr dies mit einer ähnlichen Saga ebenfalls gelingen könnte. Doch sie hat mich eines besseren belehrt, „Das Gutshaus“ ist kein billiger „Abklatsch“ der Tuchvilla, auch wenn das Cover dies zunächst vermuten lässt. Gerade bei der Gestaltung des Buches hätte ich mir vom Verlag mehr Mut erwartet, leider hat man diese Chance vertan. Der Klappentext kratzt nur an der Oberfläche, denn in diesem Roman geht es um viel mehr, er stellt die eigentliche Problematik des Romans nicht dar. Auch dies muss man ganz klar dem Verlag ankreiden. Denn die Autoren haben bekanntlich wenig Einfluss auf die Gestaltung des Buches und den Klappentext. Die Autorin hingegen hat einen ganz anderen Roman geschrieben als bei ihrer ersten Saga. Nicht das nur das Setting ein anderes ist, nein sie wählt auch einen anderen Erzählstil und einen komplett anderen Aufbau ihres Romans. Dieser Mut wird belohnt und so schaffte sie es mich mit diesem Roman zu fesseln und zu überzeugen. Bisher habe ich wenige Romane über die DDR gelesen, auch über die Zwangsenteignungen im Osten wusste ich nicht viel. Viele Träume und Hoffnungen sind in dieser Zeit wohl zerplatzt. Der Roman wird nicht stringent erzählt. Er besteht aus vielen Puzzleteilen, die sich erst zum Ende hin zusammensetzen. Die Autorin erzählt die Geschichte nicht nur aus drei verschiedenen Perspektiven, sondern auch auf verschiedenen Zeitebenen, hinzukommen Tagebucheinträge einer vierten Person. Wer glaubt, dass dies im Chaos endet, der irrt, durch verschiedene Schrifttypen und vorangestellte Jahreszahlen hat man als Leser sehr schnell eine Orientierung. Eine Vielzahl von Personen agieren in diesem Roman, was natürlich auch den zwei Zeitebenen geschuldet ist. Aber auch hier schafft die Autorin es, den einen oder anderen Knoten im Gehirn ihrer Leser schnell zu entwirren, sodass der Lese-Spaß definitiv im Vordergrund steht. Zu einigen Figuren baut man sehr schnell eine Beziehung auf, bei anderen dauert es leider etwas länger, aber ich denke dies ist auch so gewollt, denn sonst wäre dieser Roman zu überfrachtet gewesen. Meine Lieblingsfigur war Mine, es war toll diese Geschichte aus ihrer Sicht erleben zu dürfen. Anne Jacobs hat einen klassischen Frauenroman geschrieben, Männer werden eher weniger Freude daran haben, was zum einen daran liegen mag, dass die Geschichte nur aus Frauensicht erzählt wird, zum anderen das die Frauen zweifelsfrei die Protagonistinnen dieses Romans sind. Eine Familiensaga mit Tragweite wie man sie sich sie als Leser wünscht, von mir gibt es dafür eine klare Lese- und Kaufempfehlung. Ich bedanke mich beim Bloggerportal und der Verlagsgruppe Random House für die Bereitstellung des Lese- und Rezensionsexemplars und natürlich bei Anne Jacobs für die wunderbaren und spannenden Lesestunden.

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INHALT: Nach ihrer Flucht im 2.Weltkrieg kehrt Franziska das erste Mal wieder in ihre Heimat in Mecklemburg- Vorpommern zurück. Aufgewachsen ist sie als Kind des Gutsherren in Dranitz, aus dem sie und ihre Familie damals verstossen wurden und das Gut dann enteignet wurde. Sie hat alles verloren: ihre Familie, ihre Heimat und auch ihre grosse Liebe. Jetzt, im Jahre 1990 und als siebzigjährige Frau, sieht die das Gutshaus erstmals wieder und alte Gefühle werden geweckt. Sie erinnert sich, wie glücklich sie hier war. Gerne möchte sie das Gut wieder zurückhaben und herrichten. Doch die Dorfbewohner machen es ihr fast unmöglich, hier wieder Fuss zu fassen. Auch eine alte Hausangestellte von früher wohnt noch im Ort und diese kennt Geheimnisse, die Franziska aber erst noch verarbeiten muss. MEINE MEINUNG: Sofort und wirklich sofort hatte mich das Buch gefangen. Es war, als würde ich zur Familie gehören. Mich haben die Charaktere beeindruckt und ich fühlte mit. Wir begleiten Franziska als junges Mädchen und dann jetzt, als ältere Frau. Sie ist so lebensnah und authentisch und war mir so symphatisch. Dieser Wechsel zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart ist Anne Jacobs so gut gelungen, dass man immer von der jeweiligen Zeit fasziniert war und gespannt weiterlesen musste. Es ist sehr gut herausgearbeitet, wie stark Franziska und auch andere Charaktere sind und auch, dass die schweren Kriegszeiten eigentlich nie aus den Köpfen verschwinden und die Menschen ihr Leben lang leiden. Ich fand das Buch sehr emotional und konnte mich gut in einzelne Charaktere einfühlen, weil ich auch diese Wendezeit bewusst erlebt habe. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. FAZIT: Das Buch nehmen, einkuscheln und in diese wunderbare Familiengeschichte eintauchen. Ich war von der erste Seite an begeistert. Volle 5/5 Sterne. 🌟🌟🌟🌟🌟

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Folgendes kennzeichne ich nach § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: € 10,99 [D] inkl. MwSt. € 11,30 [A] | CHF 15,90* (* empf. VK-Preis) Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7341-0327-8 Erschienen: 13.11.2017 Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal … Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ... Zur Autorin: Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit »Das Gutshaus« knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten. Meine Meinung: Ich bin durch das tolle Cover und den sehr interessanten Klappentext auf das Buch aufmerksam geworden. Da ich auch schon länger etwas von der Autorin lesen wollte, war die Entscheidung schnell gefallen. Freundlicherweise wurde mir das Buch zu Rezensionszwecken vom Verlag bzw. dem Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst allerdings in keinster Weise meine Meinung. Dies ist ja ein historischer Roman. In diesem Genre bin ich ja noch relativ neu. Ich habe aber direkt gut in die Geschichte reingefunden. Man lernt hier die nunmehr ältere Dame namens Franziska kennen, die nach vielen Jahrzehnten wieder in ihre Heimat zurückkehrt. Einst hat sie auf Gut Dranitz ihre Kindheit verbracht, bis der Krieg sie von dort vertrieben hat. Nun möchte sie das Gut wieder zurück bekommen. Es gibt im Verlauf der Geschichte auch immer wieder Tagebucheintragungen von Franziskas jüngerer Schwester Elfriede, die auch einigen Aufschluss über die damaligen Ereignisse gegeben haben. Auf der anderen Seite lernt man Jenny kennen, die sich gerade in einer Art Lebenskrise befindet und daraufhin beschließt, ihre Großmutter nach länger Zeit wieder zu besuchen. Eine Zeitebene spielt so ab 1939 und die andere Zeitebene fängt 1990 an, bei der in der damaligen DDR natürlich gerade Umbruchstimmung herrscht, was ich sehr interessant fand, darüber mehr zu erfahren. Mir hat hier halt gut gefallen, dass man neben der Unterhaltung auch Einiges lesen konnte von der Kriegszeit, aber auch die Zeit nach dem Mauerfall. Mein Fazit: Alles in allem konnte mich der 1. Teil dieser Reihe begeistern und überzeugen. Ich kann hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben, auch für diejenigen, die mal in einen historischen Roman reinschnuppern wollen. Von mir bekommt das Buch sehr gute 4,5 Sterne.

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