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Leserstimmen (28)

Anne Jacobs: Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten (Die Gutshaus-Saga) (1)

Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten Blick ins Buch

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7341-0327-8

Erschienen:  13.11.2017
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Kundenrezensionen

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Mal was anders von Anne Jacobs

Von: WinnieHex Datum : 05.07.2018

https://winniehex.webnode.com/

Eines Mal vorweg, das hier ist nicht die Tuchvilla und auch keine Fortsetzung davon!

Die Autorin nimmt uns mit auf Reise in die Vergangenheit mitten im zweiten Weltkrieg und zur vergangenen Gegenwart um 1990 herum.
Franziska Kettler kehrt 1990 zurück nach Mecklenburg – Vorpommern wo das Gutshaus Dranitz steht, dieser Gutshof gehörte ihre Familie und wurde 1945 enteignet. Als Sie dort eintrifft ist Sie enttäuscht von dem Zustand des Gutes und den zugehörigen Höfen. Dabei war es mal ein sehr gut situiertes Gutshaus. Nach langem überlegen entschließt sich Franziska das heruntergekommen Gebäude zu kaufen und es wieder in Schuss zu bringen, dabei bekommt Sie ganz unerwartet Hilfe von ihrer Enkelin Jenny. Das junge Mädchen taucht aber nicht ohne Grund plötzlich bei der Großmutter auf, denn die beiden kannten sich vorher kaum, aber Jenny ist auf der Flucht…

Für mich war es eine gelungene Geschichte, aber ich muss auch sagen, dass ich mich umstellen musste. Es war wie gesagt nicht die Tuchvilla und da muss man sich dann auch erstmal drauf einlassen. Auch das die Zeit etwas anders war, trotz allem konnte man der Geschichte gut folgen. Mir persönlich gefiel die erzählende Geschichte der Oma besser als die kleinere Geschichte von Jenny, wobei sich beide doch sehr ähneln. Für mich war da einfach mehr „Geschichte“ vorhanden, aber ich denke das ist eine reine Geschmackssache.

An sich für die Handlung würde ich 4 von 5 Sternen geben wollen.

Vielen Dank an das #Random Blogger Portal und #Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Eher mittelmäßig

Von: SophieNdm Datum : 23.04.2018

sophies-leseecke.blogspot.de/

Inhalt:


Franziska kann es nicht glauben:

Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz.


In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen.

Lange gab es keinen Weg zurück.

Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los.

Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen.


Alles schien möglich.

Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte.


Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf.



"Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal"





Meine Meinung:



Ich habe mich wahnsinnig auf "Das Gutshaus" gefreut, da mir Anne Jacobs erste Triologie "Die Tuchvilla" sehr gut gefallen hat.


Auch hier hat der Roman wieder ein wunderschönes Cover, welches super zur Geschichte passt.


Der Einstieg in die Geschichte war etwas holprig, da man gleich zu Anfang sehr viele verschiedene Perspektiven kennen lernt.

Nach einer "Einlesezeit" von ca. 100 Seiten habe ich mich dann gut in der Story zurecht finden können.


Franziska und Jenny mochte ich am Liebsten von allen Charakteren. Besonders Elfriede konnte ich gar nicht leiden, was aber von Anne Jacobs wohl so gewollt ist.



Zwischendrin hatte der Roman schon einige Längen und gerade die Kapitel aus Mines Sicht fand ich ziemlich langweilig.

Am Besten haben mir die Tagebucheinträge gefallen, spannend, dramatisch und prägnant gehalten. Aber auch die Sicht von "Franzi" fand ich spannend, da man viel über Franziskas Vergangenheit erfahren hat.



Das große Geheimnis wurde schon relativ bald gelüftet und anschließend musste man ziemlich lange warten, dass auch die Protagonisten verstehen was Sache ist.

Sowas finde ich immer etwas anstrengend zu lesen, da auch schon relativ bald ziemlich offensichtlich war, was damals wohl passiert sein musste.



Das Ende an sich war ein absolutes Happy-End in jeder Hinsicht. Es gab keinen Kliffhanger, welcher auf einen weiteren Teil der Reihe hinweisen könnte. Dennoch soll es wohl einen geben.

"Das Gutshaus" kann absolut nicht mit "Die Tuchvilla" mithalten. Hier war ich doch etwas enttäuscht, weil ich ähnliche Erwartungen hatte.

Für mich hätte das Buch auch ca. 200 Seiten kürzer und dafür nicht ganz so ausschweifend sein dürfen.


Fazit:



Ein eher mittelmäßiges Familiendrama auf zwei Zeitebenen. Da bin ich von Anne Jacobs und auch von anderen Autoren viel besseres gewöhnt.

Ich werde die Reihe wohl nicht fortsetzen.

[Rezension] „Das Gutshaus – Glanzvolle Zeiten“ von Anne Jacobs

Von: Lesefeuer Datum : 04.04.2018

lesefeuer.blogspot.com

„Das Gutshaus – Glanzvolle Zeiten“ ist ein Roman von Anne Jacobs und erschien 2017 im Blanvalet Verlag.

Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ...

Meine Meinung:
Die Tuchvilla Saga von Anne Jacobs war mein Einstieg in die Welt der historischen Romane. Erst durch diese Saga habe ich mich an das mir bis dahin Unbekannte zu wagen. Insofern hat Anne Jacobs ihren eigenen Platz in meinem Leserherzen. Es war also ganz logisch, dass ich die neue Trilogie von Anne Jacobs lesen wollte und ich war richtig gespannt, ob sie mich genauso begeistern kann wie die Tuchvilla. Das Buch beginnt im Jahr 1939 und man liest aus der Sicht von Franzi, die heute 70 Jahre alt ist und auch dieser Sicht liest man bald. Außerdem kann man noch aus der Sicht von Jenny und Mine lesen. Ich mochte vor allen Dingen Jenny gleich von Anfang an sehr gerne. Ihre Geschichte und wie sie zu Franziska findet, hat mich sehr berührt. Auch wenn ich in der ehemaligen DDR geboren bin, kann ich dennoch nichts wirklich mit dieser Zeit anfangen, bzw kenne nicht allzu viel aus dieser Zeit, denn dazu war ich einfach zu jung. Und somit finde ich es immer wieder spannend Bücher zu lesen, dessen Geschichten in dieser Zeit leben. Nach wie vor mochte ich die Schreibweise von Anne Jacobs wirklich gerne, obwohl ich diesmal anfangs ein paar Schwierigkeiten hatte in das Buch zu finden. Es konnte mich nicht hundertprozentig fesseln wie die Tuchvilla-Bücher, aber ich hoffe auf eine Steigerung im zweiten Band, der im Dezember 2018 erscheinen wird. Darauf freue ich mich schon sehr.

Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit Das Gutshaus knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten.

Fazit: 4 Sterne.

Ich möchte mich ganz recht herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Neue Wege

Von: Eliza Datum : 07.03.2018

https://elizasbuecherparadies.wordpress.com

Mit ihrer Saga um „Die Tuchvilla“ konnte Anne Jacobs mich begeistern, ich war zunächst skeptisch, ob ihr dies mit einer ähnlichen Saga ebenfalls gelingen könnte. Doch sie hat mich eines besseren belehrt, „Das Gutshaus“ ist kein billiger „Abklatsch“ der Tuchvilla, auch wenn das Cover dies zunächst vermuten lässt. Gerade bei der Gestaltung des Buches hätte ich mir vom Verlag mehr Mut erwartet, leider hat man diese Chance vertan.
Der Klappentext kratzt nur an der Oberfläche, denn in diesem Roman geht es um viel mehr, er stellt die eigentliche Problematik des Romans nicht dar. Auch dies muss man ganz klar dem Verlag ankreiden. Denn die Autoren haben bekanntlich wenig Einfluss auf die Gestaltung des Buches und den Klappentext.
Die Autorin hingegen hat einen ganz anderen Roman geschrieben als bei ihrer ersten Saga. Nicht das nur das Setting ein anderes ist, nein sie wählt auch einen anderen Erzählstil und einen komplett anderen Aufbau ihres Romans. Dieser Mut wird belohnt und so schaffte sie es mich mit diesem Roman zu fesseln und zu überzeugen.
Bisher habe ich wenige Romane über die DDR gelesen, auch über die Zwangsenteignungen im Osten wusste ich nicht viel. Viele Träume und Hoffnungen sind in dieser Zeit wohl zerplatzt. Der Roman wird nicht stringent erzählt. Er besteht aus vielen Puzzleteilen, die sich erst zum Ende hin zusammensetzen. Die Autorin erzählt die Geschichte nicht nur aus drei verschiedenen Perspektiven, sondern auch auf verschiedenen Zeitebenen, hinzukommen Tagebucheinträge einer vierten Person. Wer glaubt, dass dies im Chaos endet, der irrt, durch verschiedene Schrifttypen und vorangestellte Jahreszahlen hat man als Leser sehr schnell eine Orientierung.
Eine Vielzahl von Personen agieren in diesem Roman, was natürlich auch den zwei Zeitebenen geschuldet ist. Aber auch hier schafft die Autorin es, den einen oder anderen Knoten im Gehirn ihrer Leser schnell zu entwirren, sodass der Lese-Spaß definitiv im Vordergrund steht. Zu einigen Figuren baut man sehr schnell eine Beziehung auf, bei anderen dauert es leider etwas länger, aber ich denke dies ist auch so gewollt, denn sonst wäre dieser Roman zu überfrachtet gewesen. Meine Lieblingsfigur war Mine, es war toll diese Geschichte aus ihrer Sicht erleben zu dürfen.
Anne Jacobs hat einen klassischen Frauenroman geschrieben, Männer werden eher weniger Freude daran haben, was zum einen daran liegen mag, dass die Geschichte nur aus Frauensicht erzählt wird, zum anderen das die Frauen zweifelsfrei die Protagonistinnen dieses Romans sind. Eine Familiensaga mit Tragweite wie man sie sich sie als Leser wünscht, von mir gibt es dafür eine klare Lese- und Kaufempfehlung.
Ich bedanke mich beim Bloggerportal und der Verlagsgruppe Random House für die Bereitstellung des Lese- und Rezensionsexemplars und natürlich bei Anne Jacobs für die wunderbaren und spannenden Lesestunden.

Eine traumhaft schöner Roman

Von: hope23506 Datum : 28.02.2018

https://www.instagram.com/hope23506/?hl=de


INHALT:
Nach ihrer Flucht im 2.Weltkrieg kehrt Franziska das erste Mal wieder in ihre Heimat in Mecklemburg- Vorpommern zurück. Aufgewachsen ist sie als Kind des Gutsherren in Dranitz, aus dem sie und ihre Familie damals verstossen wurden und das Gut dann enteignet wurde. Sie hat alles verloren: ihre Familie, ihre Heimat und auch ihre grosse Liebe. Jetzt, im Jahre 1990 und als siebzigjährige Frau, sieht die das Gutshaus erstmals wieder und alte Gefühle werden geweckt. Sie erinnert sich, wie glücklich sie hier war. Gerne möchte sie das Gut wieder zurückhaben und herrichten. Doch die Dorfbewohner machen es ihr fast unmöglich, hier wieder Fuss zu fassen. Auch eine alte Hausangestellte von früher wohnt noch im Ort und diese kennt Geheimnisse, die Franziska aber erst noch verarbeiten muss.

MEINE MEINUNG:
Sofort und wirklich sofort hatte mich das Buch gefangen. Es war, als würde ich zur Familie gehören. Mich haben die Charaktere beeindruckt und ich fühlte mit. Wir begleiten Franziska als junges Mädchen und dann jetzt, als ältere Frau. Sie ist so lebensnah und authentisch und war mir so symphatisch. Dieser Wechsel zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart ist Anne Jacobs so gut gelungen, dass man immer von der jeweiligen Zeit fasziniert war und gespannt weiterlesen musste. Es ist sehr gut herausgearbeitet, wie stark Franziska und auch andere Charaktere sind und auch, dass die schweren Kriegszeiten eigentlich nie aus den Köpfen verschwinden und die Menschen ihr Leben lang leiden. Ich fand das Buch sehr emotional und konnte mich gut in einzelne Charaktere einfühlen, weil ich auch diese Wendezeit bewusst erlebt habe. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen.

FAZIT:
Das Buch nehmen, einkuscheln und in diese wunderbare Familiengeschichte eintauchen. Ich war von der erste Seite an begeistert. Volle 5/5 Sterne.
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Interessante Familiengeschichte auf zwei Zeitebenen

Von: lenisvea Datum : 09.02.2018

lenisvea.blogspot.de

Folgendes kennzeichne ich nach § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:
€ 10,99 [D] inkl. MwSt.


€ 11,30 [A] | CHF 15,90*

(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-7341-0327-8
Erschienen: 13.11.2017





Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal …
Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ...

Zur Autorin:

Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit »Das Gutshaus« knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten.



Meine Meinung:



Ich bin durch das tolle Cover und den sehr interessanten Klappentext auf das Buch aufmerksam geworden. Da ich auch schon länger etwas von der Autorin lesen wollte, war die Entscheidung schnell gefallen. Freundlicherweise wurde mir das Buch zu Rezensionszwecken vom Verlag bzw. dem Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst allerdings in keinster Weise meine Meinung.



Dies ist ja ein historischer Roman. In diesem Genre bin ich ja noch relativ neu. Ich habe aber direkt gut in die Geschichte reingefunden.



Man lernt hier die nunmehr ältere Dame namens Franziska kennen, die nach vielen Jahrzehnten wieder in ihre Heimat zurückkehrt. Einst hat sie auf Gut Dranitz ihre Kindheit verbracht, bis der Krieg sie von dort vertrieben hat. Nun möchte sie das Gut wieder zurück bekommen.



Es gibt im Verlauf der Geschichte auch immer wieder Tagebucheintragungen von Franziskas jüngerer Schwester Elfriede, die auch einigen Aufschluss über die damaligen Ereignisse gegeben haben.



Auf der anderen Seite lernt man Jenny kennen, die sich gerade in einer Art Lebenskrise befindet und daraufhin beschließt, ihre Großmutter nach länger Zeit wieder zu besuchen.



Eine Zeitebene spielt so ab 1939 und die andere Zeitebene fängt 1990 an, bei der in der damaligen DDR natürlich gerade Umbruchstimmung herrscht, was ich sehr interessant fand, darüber mehr zu erfahren.



Mir hat hier halt gut gefallen, dass man neben der Unterhaltung auch Einiges lesen konnte von der Kriegszeit, aber auch die Zeit nach dem Mauerfall.



Mein Fazit:



Alles in allem konnte mich der 1. Teil dieser Reihe begeistern und überzeugen. Ich kann hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben, auch für diejenigen, die mal in einen historischen Roman reinschnuppern wollen. Von mir bekommt das Buch sehr gute 4,5 Sterne.

Leider nicht wie erwartet

Von: gedankenbuecherei Datum : 27.01.2018

gedankenbuecherei.wordpress.com

MEINE MEINUNG:
Die Geschichte beginnt mit der Protagonistin Franziska im Jahre 1939. Zu Anfang bekam ich einen kleinen Einblick in das Leben auf Gut Dranitz in den „guten Zeiten“. Dieser Einblick hat mir schon mal gut gefallen, auch habe ich den Schreibstil von Anfang an gemocht. Anne Jacobs schreibt sehr anschaulich, ich hatte immer ein genaues Bild des Schauplatzes vor Augen.
Danach folgt der erste Perspektivenwechsel und auch die Zeit ändert sich. Die einzelnen Kapitel bekommen verschiedene Protagonisten, da wäre Franziska, ihre Enkelin Jenny und Mine, das Hausmädchen der Familie Dranitz. Zu meiner Überraschung spielt der größte Teil der Handlung in den 90er Jahren, Franziska ist nun schon siebzig Jahre alt. Zweimal gab es auch einen Einblick in das Tagebuch von Elfriede, Franziskas jüngere, schon früh verstorbene Schwester. Diese haben mir auch gut gefallen, sie waren für mich das einzige geheimnisvolle und spannende Element der Geschichte.
Der Perspektivenwechsel hat mir gut gefallen, so brachte er Abwechslung und förderte den Lesefluss. Allerdings war das eine ganz schöne Abweichung von dem, was ich eigentlich nach dem Lesen des Klappentextes erwartet habe. Ich habe eigentlich auf eine Geschichte kurz nach dem zweiten Weltkrieg gehofft, die Suche der verlorenen großen Liebe im Vordergrund. Das habe ich allerdings nicht geliefert bekommen. Im Mittelpunkt steht nämlich eindeutig Franziskas Rückkehr in ihre alte Heimat und das sehr viel später, als ich eigentlich erwartet habe. Trotzdem habe ich gerne weitergelesen und war gespannt, wie die Geschichte ihren Lauf nehmen würde.
Mit den Charakteren bin ich leider nicht wirklich warm geworden. Von Franziska wusste ich von Anfang an nicht, was ich halten sollte und das hat sich bis zum Ende durchgezogen. Oft hatte ich das Gefühl, sie würde sich für etwas Besseres halten und diese Einstellung konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Zumal mir die junge Franziska eigentlich ganz gut gefallen hat. Sie war viel verträumter und gefühlvoller als die alte Dame. Jenny war mir direkt unsympathisch. Sie war viel zu naiv und wirkte auf mich ein klein wenig dumm. Auch bei den anderen Charakteren konnte ich mir keinen rauspicken, der mir wirklich gut gefallen hat. Was für mich schon ein Grund ist, weshalb ich diese Reihe eher nicht weiterverfolgen werde.
Die Passagen aus der Vergangenheit konnten mich voll und ganz überzeugen. Sie waren leidenschaftlich und sehnsuchtsvoll. Allerdings gab es davon sehr wenige. Das Erwartete wurde definitiv vermisst. Die Trennung der Liebenden wird auf dem Klappentext erwähnt. Mir erschien es aber, als hätte Franziska ihre große Liebe längst hinter sich gelassen und vergessen. Wenn die Autorin etwas anderes vermitteln wollte, hat sie dies meiner Meinung nach nicht wirklich geschafft.
Die Emotionen blieben auch auf der Strecke. Die gab es dann tatsächlich nur in den Passagen aus der Vergangenheit. Genauso verhielt es sich mit der Spannung. Sie wurde nicht richtig aufgebaut, alles passiert irgendwie so nebenher, selbst bei „großen“ Ereignissen.
FAZIT:
Ich habe etwas komplett anderes erwartet. Zunächst hat mich das nicht gestört, aber leider konnte mich die gelieferte Geschichte nicht wirklich vom Hocker reißen. Die schönen Passagen kamen leider zu kurz. So fand ich die Geschichte eher langweilig, es ist nicht viel passiert, zumindest meiner Ansicht nach. Einen großen Pluspunkt gibt es für den tollen Schreibstil und die Tatsache, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Alles in Allem, trotzdem eine Enttäuschung.

Im Sog der Vergangenheit

Von: Hanne / Lesegenuss Datum : 14.01.2018

www.lesegenuss.blogspot.de/

Im Mai 1990 begibt sich die siebzigjährige Franziska auf eine Reise in die Vergangenheit. Es geht in die alte, verlorene Heimat in Mecklenburg-Vorpommern. Das ehemalige Gut Dranitz lag nicht weit hinter dem Grenzübergang. Die Mecklenburgischen Seen mit ihren herrlichen Orten, für Franziska aber gab es nur ein Ziel: Dranitz. Was würde davon noch da sein? Damals zum Kriegsende war sie mit der Mutter geflohen. Was mit dem Rest der Familie geschah, erfährt der Leser im Laufe der Handlung. Ich möchte da nichts vorweg nehmen. Vor zwei Jahren war Franziskas Mann verstorben. Es hielt sie nichts von ihrem Vorhaben ab, obwohl ihre Tochter Claudia sie für verrückt erklärt hatte, als sie ihr von ihrem Vorhaben berichtete. In der stillen Hoffnung, sie würde mitkommen. Was Franziska in ihrer ehemaligen Heimat erwartete, hätte sie eigentlich schon ahnen können. Alles herunter gekommen. Und das Guthaus war jetzt ein Konsum.

"Glanzvolle Zeiten" ist der Auftaktband von der Autorin Anne Jacobs' "Die Gutshaus-Saga". Die Familiensaga beginnt im November 1939 auf Gut Dranitz. Dort hatte der Großvater zur Treibjagd geladen. Für die neunzehnjährige Franziska und alle anderen hieß es, die Verwandten kommen.
Erzählt wird nicht nur Franziskas Geschichte, ihr Leben. Hinzu kommen noch Jenny, ihre Enkeltochter. Diese arbeitete derzeit als Mädchen für alles in einem Architekturbüro. Und hatte ein Verhältnis mit dem Chef, Simon, verheiratet, Familie. Und das bleibt nicht ohne Folgen. Jenny war schwanger. Kacpar Woronski, angehender Architekt, arbeitete ebenfalls in dem Büro.
In dem alten Dorf Dranitz lebt noch immer Minna. Auch sie kommt in verschiedenen Abschnitten zu Wort, denn sie spielt eine gewichtige Rolle in der Vergangenheit. Mit achtzig Jahren erlebt sie nun die Rückkehr von Franziska. Lange Jahre hatte Minna in dem Gutshaus gearbeitet. So wechseln die Erzählstränge, wobei immer das Jahr und der Erzähler angegeben sind. Man kann dem gut folgen.
Hier geht es darum, was passierte mit dem ehealigen Besitztum, was nach Kriegsende in die Hände des Staates fiel. Franziska setzt alles auf eine Karte und kauft das Gutshaus zurück. Der Ortsbürgermeister hatte andere Pläne. Leicht wird es ihr nicht gemacht. Der Neustart ist mit vielen Hindernissen verbunden. Doch dann taucht Jenny bei der Großmutter auf. Voller Elan und Neugier. Sie holt dann den jungen Architekten nach Dranitz. Und mit ihm an Bord geht es vorwärts. Sie wollen aus dem Gutshaus ein Hotel machen.

Dass die Vergangenheit immer wieder präsent ist, zeichnet die Autorin sehr lebendig. Die geschichtlichen Ereignisse. Hier geht es nicht nur um das Leben und Überleben, sondern auch um Liebe und Lüge, wie dieses ein Leben beeinflussen kann. Verletzend und vom Schicksal geprägt.
Aufschlussreich die Tagebucheinträge von Franziskas Schwester Elfriede, die damals nicht mit geflüchtet war. Doch was war aus Franziskas Liebe Walter geworden?
Anne Jacobs ist es gelungen, die Lebens- und Familiengeschichte der von Dranitz gut zu vermitteln. Ebenso die Beziehung Franziska zu ihrer Tochter als auch Enkelin. Die zwischenmenschlichen Entwicklungen, die Zeitreise in die Vergangenheit, die Reise zur Wendezeit, wird sehr gut dargestellt.
Das Cover gefällt mir wirklich gut. Der Auftaktband ist vielversprechend. Hier wird schon deutsche Geschichte erzählt, fiktiv oder auch nicht. Kein Einzelschicksal, wenn man an sich an die Zeit erinnert.

Ein spannender Auftakt einer Trilogie um ein Gutshaus im Osten

Von: Biggi Friedrichs Datum : 10.01.2018

vergessenebuecher.blogspot.de/

Nachdem mir die "Tuchvilla-Trilogie" von Anne Jacobs so gut gefallen hatte, war ich total gespannt auf das neue Buch der Autorin.


Die 70-jährige Franziska fährt im Mai 1990 zum 1. Mal seit dem Krieg zum Gut ihrer Familie nach Dranitz in den Osten. Als adelige Gutsbesitzerstochter wurde sie von den Russen vertrieben und musste fliehen.

In einem Erzählstrang berichtet die Autorin über Franziskas Erlebnisse in der ehemaligen DDR. Bildhaft kann sich der Leser vorstellen, wie es 1990 dort aussah, Straßen mit Kopfsteinpflaster, die LPG-Bauten, der Konsum im Dorf, der im alten Gutshaus untergebracht wurde und die Plattenbauten.

Gleichzeitig die Stimmung des Aufbruchs, das Misstrauen der Bewohner gegen die Wessies, die alles aufkaufen wollen und die alten "Mächtigen", die immer noch das Sagen haben.

Franziska möchte das Gutshaus ihrer Familie zu altem Glanz verhelfen. Das gestaltet sich als sehr schwierig, da die Dranitzer nicht sehr begeistert von ihren Plänen sind. Insbesondere der unsympathische Bürgermeister spinnt eine Intrige nach der anderen gegen Franziska.

Doch Jenny, ihre Enkeltochter, kommt ihr zu Hilfe und manch ein Dorfbewohner schlägt sich auch auf die Seite der beiden Frauen.

Franziska wird in Dranitz nicht nur mit enormen finanziellen Problemen konfrontiert, da die Sanierung ihres Gutshauses sehr viel Geld kostet, sie erinnert sich auch an verdrängte Erlebnisse in der Vergangenheit.


Das ehemalige Hausmädchen Mine wohnt noch in Dranitz und scheint ein Geheimnis bewahren zu wollen.

Ein weiterer Erzählstrang spielt von 1939 - 1946. Wir nehmen Teil an Franziskas wunderschöner Zeit auf dem Gut in Dranitz, Franziskas erster Liebe und am Familienleben auf dem Gut. Es wird berichtet, wie die Stimmung langsam kippt, wie Flüchtlinge auf dem Hof einquartiert werden und letztendlich die Jahre der Flucht der adeligen Gutsbesitzer und was sie alles erdulden und erleiden mussten.

Elfriedes Tagebucheintragungen, die sich hauptsächlich um die Zeit 1945/46 drehen, sind auch sehr spannend zu lesen. Elfriede ist Franziskas kleine Schwester.
Die Protagonisten in dieser Geschichte sind sehr gut gezeichnet und werden sehr lebendig dargestellt. Die beiden unterschiedlichen Frauen Jenny und Franziska sind zwar nicht immer einer Meinung, sie raufen sich aber immer wieder zusammen.

Das Leben in der ehemaligen DDR zur Zeit der Wende ist sehr gut und sehr lebendig dargestellt, ebenso wie die Zeit um 1939 - 1946.


Mir hat dieser erste Teil der "Gutshof-Reihe" sehr gut gefallen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

Schwacher Start der Reihe...

Von: Yvonne Santjohanser Datum : 08.01.2018

booksandevengel.blogspot.de

Verlagsinfo:

Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal …

Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ...

Zum Cover:

Ich finde es wunderschön, in dem Stil von früher, klasse Design, und die Farben harmonieren super zusammen.

Meine Meinung:

Es hat nun etwas länger gebraucht, es zu lesen, als ich anfangs angenommen habe. Da leider zu viele Stellen da waren, wo nichts passiert ist und sich in die Länge gezogen haben. Der Schreibstil, ist fast so wie bei ihrer Tuchvilla Reihe, jedoch fand ich das Gutshaus schwach gegenüber der Tuchvilla.

Mit den Protagonisten bin ich nicht wirklich warm geworden. Mir hat die Beziehung zu ihnen gefehlt und die Liebe, mich mitreißen zu lassen. Ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben soll, sie haben mich nicht am Herzen berührt und somit konnte ich mich leider nicht einfühlen. Mich nicht in ihre Lage versetzen.

Was mir jedoch gefallen hat, war die Umgebung in der alles spielt. Am Anfang, die ersten 30/40 Seiten hab ich mir das alles sehr gut vorstellen können und gefiel mir von der Beschreibung von der Atmosphäre, aber dabei blieb das ganze auch schon.

Hin und wieder dachte ich, na endlich kommt es ein bisschen in Fahrt, und das wird nun der Knackpunkt sein, das es dich fesselt, aber leider wurde ich genau dann immer enttäuscht. Entweder ist es in eine ganz andere Richtung verlaufen, oder ein neues Kapitel hat angefangen. Manchmal fragte ich mich, ob die ganze Handlung überhaupt einen bestimmten Sinn hat.

Die Szenen mit der Vergangenheit fand ich dann wieder gut, weil man den Einblick in die frühere Zeit bekommen hatte. Da war es wieder spannend. Aber leider nur hauptsächlich in der Vergangenheit, sonst fand ich die Geschichte recht langweilig. Leider. Ich hatte mich sehr darauf gefreut gehabt, es zu lesen, nachdem mir die Tuchvilla so gut gefallen hatte.

Leider war ich etwas enttäuscht über die Geschichte. Ob ich sie weiter verfolgen werde, weiß ich noch nicht.

3 von 5 Sterne...

Ein schöner Auftakt einer neuen Trilogie

Von: Märchenfee/Tiara Datum : 06.01.2018

https://www.lovelybooks.de/mitglied/Maerchenfee/

Inhaltsangabe:
Im Mai 1990 kommt Franziska endlich wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz an. Im zweiten Weltkrieg verloren sie alles und wurden durch die Russen gezwungen, ihr Anwesen zu verlassen.
Dabei träumte sie doch von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Doch der Krieg riss die beiden auseinander und machte all ihre Hoffnungen zunichte.....

Meine Meinung:
Nachdem ich die Tuchvilla-Trilogie mit großer Begeisterung gelesen habe, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass es von Anne Jacobs nun eine neue Trilogie geben wird.
Und der erste Band ist ihr mehr als gelungen.
Die Autorin beschreibt sehr gefühlvoll und eindringlich dass Leben von Franziska und ihrer Familie. Die Geschichte ist in mehrere Erzählstränge aufgeteilt, so bleibt sie stets abwechslungsreich und spannend.
Neben dem Schicksal von Franzi und Walter konnte mich auch das Schicksal ihrer Schwester Elfriede sehr berühren, welches wir in Tagebucheinträgen verfolgen dürfen.
Nach der Rückkehr auf Gut Dranitz möchte Franziska ihr Elternhaus wieder sanieren, da es nach dem Krieg ziemlich zerstört ist. Doch leider wird sie alles andere als mit offenen Armen empfangen. Man steht ihr sehr misstrauisch gegenüber und sogar der Bürgermeister integriert gegen sie. Doch Franziska läßt sich nicht unterkriegen und in Mine, ihrem ehemligen Hausmädchen findet sie eine Verbündete. Allerdings scheint sie ein Geheimnis vor Franziska zu vergergen. Auch in ihrer Nichte Jenny, die zur Zeit ebenfalls Probleme hat, findet sie eine helfende Hand.

Mich konnte dieser erste Teil sehr berühren, der bildhafte Schreibstil führt dem Leser die Wirren des Krieges und die damaligen Zustände in der DDR sehr Nahe.
Eine Geschichte, die nachdenklich macht und große Lust auf die Fortsetzung.

Spannender Auftakt einer neuen Buchreihe

Von: zauberblume Datum : 03.01.2018

https://www.lovelybooks.de/mitglied/zauberblume/

"Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten" aus der Feder der Autorin Anne Jacobs ist der Auftakt der neuen Buchreihe "Die Guthaus-Saga". Dies ist mein erstes Buch, das ich von der Bestsellerautorin "Der Tuchvilla" lese und ich bin wirklich total begeistert. Anne Jacobs hat einen neuen Fan.

Aber nun zur Geschichte: Die 70jährige Franziska Kettler macht sich kurz nach der Wende auf nach Mecklenburg-Vorpommern. Sie will zurück in ihre alte Heimat auf Gut Dranitz. Ihre Familie musste in den Wirren des zweiten Weltkrieges das herrschaftliche Gutshaus verlassen, wurde vertrieben. Lange gab es keinen Weg zurück. Magisch zieht es Franziska an den Ort ihrer Kindheit zurück. Sie hat die glanzvollen Zeiten nie vergessen und auch nicht ihre große Liebe Walter Iversen. Doch der Krieg hat alles zerstört, hat die Liebenden getrennt. Doch Franziska hat die Hoffnung nie aufgegeben.....

Eine atemberaubende Geschichte, die viel zu schnell zu Ende ging. Ich bin und war von Anfang an total begeistert. Franziskas Geschichte hat mich gefangengenommen und nicht mehr losgelassen. Sie beginnt im Jahr 1939. Wir lernen Franzi, als Kind kennen. Sie verbringt auf Gut Dranitz eine traumhafte Kindheit, geborgen im Schoß ihrer Eltern und mit ihren Geschwistern. Die Familie, die einzelnen Charaktere werden so bildlich beschrieben, ich kann mir die Familie lebhaft vorstellen. Und auch das Gutshaus hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ein fantastisches Gebäude, mit vielen Ländereien und sogar ein See gehört zu dem prachtvollen Anwesen. Wir erleben Franzis Jugend, ihre erste Verliebtheit. Und dann kommt der Krieg. Ihr Verlobter Walter muss an die Front und auch ihre Brüder. Und dann werden sie auch noch vertrieben und verlieren alles, das sie je besessen habe. Diese schreckliche Zeit wird uns durch die detaillierten Beschreibungen wieder vor Augen geführt. Ich habe mitgelittenn, gehofft und gebangt. Und dann befinden wir uns im Jahr 1990. Die mutige Franziska, ehemals Baron von Dranitz, will das Gutshaus wieder zum Leben erwecken. Doch ihr werden Steine in den Weg gelegt. Ich bewundere sie für ihren Mut und ihre Entschlossenheit, denn sie lässt sich nicht unterkriegen. Und wunderbare und tatkräftige Unterstützung bekommt sie auch von ihrer Enkelin Jenny. Und mit geballter Frauenpower lassen sich sie nicht einschüchtern. Und so erstrahlt das Gutshaus schön langsam wieder zu altem Glanz.

Ein absolutes Traumbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeitert hat. Die Autorin hat uns auch Geschichte wieder nahegebracht. Ein Buch, das auch zum Nachdenken anregt. Für mich wieder ein absoluter Bestseller, der mir unterhaltsame und interessante Lesestunden beschert hat. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich schon auf die Fortsetzung.

Das Cover ist auch eine echter Hingucker. Genauso stelle ich mir das prachtvolle Gutshaus vor.

Rezension "Das Gutshaus ~ Glanzvolle Zeiten"

Von: Michaela's Büchertraum Datum : 17.12.2017

https://mvschmidt68.wixsite.com/buechertraum

Das Gutshaus ~ Glanzvolle Zeiten
Erstausgabe erschienen am: 13.11.2017
Seitenzahl: 543 Seiten
Format: Taschenbuch
Preis: 10,99 €

Geschrieben von: Anne Jacobs
Verlag: Blanvalet Verlag


Zur Autorin

Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit Das Gutshaus knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten.


Klappentext

Er war ihre erste große Liebe, damals auf Gut Dranitz. Doch dann mussten sie fliehen, und ihre Liebe schien für immer verloren...

Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des Zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Franziska gab die Hoffnung nie auf...


Eigene Meinung

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle!

***Achtung Spoiler***

Da ich die Trilogie "Die Tuchvilla" schon gelesen und geliebt habe, war es für mich ein Muss dieses Buch zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Dieses Buch erzählt von Franziska Kettler, geborene von Dranitz. Von ihrem Leben während dem Krieg und kurz nach dem Fall der Mauer. Das Buch wird aus der Sicht von, Franziska, von ihrer Enkelin Jenny und von den Tagebucheinträgen ihrer kleinen Schwester Elfriede erzählt. Außerdem gab es noch ein paar Kapitel die aus der Sicht von Mine erzählt wurde. Dem damiligen Hausmädchen in dem Gutshaus. Die drei bzw. vier Erzählweisen haben mir persönlich sehr gut gefallen, da man somit einen anderen Blickwinkel auf die Dinge bekommt. Die Tagebucheinträge fand ich sehr interessant und sehr berührend, da man so nicht sehr viel von Elfriede erfahren hatte. Die Einträge von ihr erzählten die Sachen, die während dem Zweiten Weltkrieg im Hause von Dranitz passiert sind.

In den 40er Jahren musste Franziska zusammen mit ihrer Mutter aus ihrer Heimat fliehen. Die kleine Schwester, Elfriede, mussten sie wegen einer Krankheit zurücklassen. Nach all den Jahren wusste sie nicht was damals mit ihrer Schwester passiert ist. Doch das klärt sich auf als Franziska wieder in Dranitz ist. Ihr damaliger Verlobter, Walter Iversen, war an einem Anschlag beteiligt weshalb er zu Tode verurteilt wurde. Franziska setzte sich für ihre große Liebe ein, doch leider hat es nichts gebracht und sie haben die Nachricht bekommen, dass das Todesurteil bereits ausgeführt wurde.
Als sie dann kurz nach dem Mauerfall wieder zurück zum Gutshaus kommt, häufen sich die Hinweise, dass ihre erste, und einzige, große Liebe noch am Leben sein soll. Stimmen diese Hinweise??

Als Franziska dann endlich wieder in ihre alte Heimat zurück kehrt, muss sie mit Erschrecken feststellen, dass es nicht mehr so ist wie in den Kriegszeiten. Die Kriegszeit und die Nachkriegszeit haben auf dem Gutshaus ihre Spuren hinterlassen. Nichtsdestotrotz will Franziska ihr altes Familienhaus wieder renovieren und wieder so aufbauen wie es damals war. Zusammen mit ihrer Enkelin und alten Bekannten geht sie durch Höhen und Tiefen.

Fazit: Eine schöne und spannende Geschichte über eine verloren geglaubte Liebe und den Wiederaufbau des alten Zuhauses. Ich bin schon sehr gespannt wie es weitergeht.


Zitat

"Franziska hörte die beiden kichern und begriff, dass die Welt sich weiterdrehte. Liebe und Kummer, Seligkeit und Verzweiflung wechselten einander ab in unendlicher Folge. Und wer es schaffte, einen Zipfel des irdischen Glücks zu erwischen, der musste ihn festhalten, bevor das Glück für immer davonflatterte." Seite 512 Zeile 4-9

Ganz anders, als die Tuchvilla

Von: My life with books Datum : 04.12.2017

https://www.facebook.com/My-life-with-books-938021842910485/

Nach dem Tod ihres Mannes kehrt Franziska in ihre alte Heimat nach Mecklenburg-Vorpommern zurück. Das Gutshaus Dranitz war einst ein prunkvolles Anwesen, doch Franziska und ihre Familie mussten während des zweiten Weltkrieges aus ihrer Heimat fliehen. Als sie das heruntergekommene Haus entdeckt, ist sie geschockt. Die Bewohner des kleinen Ortes empfangen sie auch nicht gerade freundlich. Doch Franziska muss immer wieder an ihre Vergangenheit auf dem Gutshaus Dranitz und an ihre längst vergangene Liebe Walter denken. Sie ist fest entschlossen, dem alten
Haus wieder seinen ursprünglichen Glanz zu verleihen. Da ich bereits die Tuchvilla Trilogie sehr mochte, habe ich mich sehr über das Erscheinen eines neuen Buches von Anne Jacobs gefreut. Allerdings hat dieses Buch eine vollkommen andere Erzählform. Die Autorin springt immer wieder zwischen den Zeiten hin und her und auch die Perspektive des Erzählers wechselt ständig. Das mich persönlich ein wenig gestört hat. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben, kam mir jedoch zeitweise etwas in die Länge gezogen vor. Geschichtlich gesehen ist das Buch, wie man es bereits auch schon von der Tuchvilla kennt, bestens recherchiert. Das Gutshaus ist eine Familiensaga, die an Werke von Lucinda Riley erinnert. Mir hat das Buch ganz gut gefallen, jedoch kam es für mich nicht an die Tuchvilla Trilogie ran.

Die Schatten der Vergangenheit

Von: hasirasi2 Datum : 03.12.2017

nichtohnebuch.blogspot.de/

Im Mai 1990 fährt die 70jährige Franziska das erste Mal seit dem Krieg wieder zum Familiengut nach Dranitz in die DDR „Gen Osten. Zurück in die Vergangenheit.“ (S. 21). Als Adlige wurde sie von den Russen aus der Heimat vertrieben und floh in den Westen.

Anne Jacobs beschreibt die Zustände in der ehemaligen DDR sehr treffend, die graue Luft der Schornsteine, die vergilbten Fassaden, huckelige Kopfsteinfpflasterstraßen, Autobahnen aus Betonplatten, WBS70-Wohngebiete, den Dorf-Konsum, die typischen Einkaufsnetze. Ich fühle mich in die damalige Zeit zurückversetzt, spüre die aufkommende Wendestimmung, obwohl ich damals gerade 15 Jahre alt war.

Franziska hat niemanden mehr. Ihr Mann ist vor Jahren gestorben. Zu ihrer Tochter hat sie seit 1968 kaum noch Kontakt. Darum hat sie auch ihre inzwischen 20jährige Enkelin Jenny nur zweimal gesehen. Dabei wurde ihr als Kind immer wieder gepredigt: „Ohne Familie bist Du niemand. Über Jahrhunderte hinweg haben wir zueinander gestanden, schwere Zeiten überdauert.“ (S. 26) Die wenigen Überlebenden der einstigen Großfamilie haben sich auf der Flucht oder durch den Mauerbau aus den Augen verloren.

Natürlich freuen sich die Granitzer nicht, als Franziska so plötzlich auftaucht und das Gutshaus zurückfordert. Dabei reicht es an seine alte Schönheit schon lange nicht mehr ran. Aber Franziska hat eine Vision, sie will es im alten Glanz erstrahlen lassen – das ist sie ihrer Familie schuldig.

Die Beziehungen der Figuren untereinander sind sehr komplex und die Handlung verläuft über 2 Zeitstränge – von 1939 bis 46 und 1990/91.
Dadurch erlebt man Franziskas Jugendzeit mit, ihre große Liebe und wie sich durch und nach dem Krieg alles veränderte. Hinzu kommen die Tagebuchaufzeichnungen ihrer Schwester Elfriede, die das Zeitgeschehen der Jahre 1944/45 eindrucksvoll wiedergeben. Manches war mir fast zu viel, zu erschütternd.
In Dranitz holen Franziska die Schatten der Vergangenheit wieder ein, alte Wunden brechen auf, sie erinnert sich plötzlich an Erlebnisse, die sie erfolgreich verdrängt hatte.
Dann ist da auch noch das ehemalige Hausmädchen Mine, die ein Geheimnis hütet, welches für Franziska alles verändern könnte.

Franziska und ihre Enkelin Jenny sind willensstark, tatkräftig und ergänzen sich gut. Ihr Zusammenspiel hat mir sehr gut gefallen, sie gehen aufeinander ein und raufen sich auch in schwierigen Situationen immer wieder zusammen.

Anne Jacobs zeichnet ein sehr lebendiges Bild der Zustände während der Wendezeit. Aus der LPG wird eine Genossenschaft und muss plötzlich wirtschaftlich arbeiten, der Kindergarten trägt sich nicht, Betriebe gehen pleite und die ersten gehen in den „goldenen Westen“ – gerade die Dörfer leeren sich, Familien zerfallen.
Außerdem wurden Filet-Grundstücke direkt am Wasser für einen Schnäppchenpreis verkauft – das schnelle Geld rief und viele wussten es nicht besser.
Zudem kommen die ehemals enteigneten Besitzer wieder und stellen Rückübertragungsanträge.

Insgesamt konnte mich „Das Gutshaus“ nicht zu 100 % überzeugen. Zum Teil wurde mir etwas zu sehr schwarz-weiß gemalt. Einige Handlungsstränge waren zu vorhersehbar und auch das Ende ging mir zu stark in Richtung heile Welt – vor allem nach den Dramen, die sich zuvor abgespielt hatten.
Aber es liest sich sehr unterhaltsam, bedient vom Drama bis zum Happy End (ich verrate nicht von wem) jeden Leserwunsch und mir haben die abwechselnden Handlungsstränge, Blickwinkel und Rückblicke sehr gut gefallen. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Teil.

Zwischen Krieg und Mauerfall

Von: Miss Norge aus Rabenau Datum : 01.12.2017

www.missnorge.de

Mit "Glanzvolle Zeiten" hat die Autorin Anne Jacobs den ersten Band der Gutshaus-Saga vorgelegt und der dicke Roman hat mir, nach einem etwas schwierigen Einstieg, doch noch gut gefallen.
Die Geschichte beginnt im Jahre 1939 und spannt dann einen Bogen zum Jahr 1990, kurz nach dem Fall der Mauer. Hier muss ich kurz einschieben, das mich dieses Klischee "dummer Ossi, schlauer Wessi" sehr gestört hat und das dies auch ziemlich drastisch bzw. überspitzt beschrieben wird. Zudem waren mir einige Passagen zu langatmig und zu oft wiederholt. Das ist aber auch alles, was mir nicht so gefallen hat.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und den Zeiten entsprechend angepasst. Die Hauptperson Franziska von Dranitz (heutige Kettler) hat mir besonders imponiert. Damals wurde sie als junge Frau aus dem Gutshaus vertrieben, in den Kriegsjahren, und nun, nach der Wende, kehrt sie als 70jährige Dame zurück in ihre alte Heimat. Klar, dass das Gutshaus nun nicht mehr so aussieht wie früher. Die 50 Jahre sind nicht spurlos an dem Bau und den Ländereien vorübergegangen. Doch Franzi setzt alles daran wieder Herrin des verfallenen Hauses zu werden, um es zum Hotel umzubauen und so wieder die alte Heimat für sich neu zu finden.
Ein dunkles Geheimnis, zieht sich durch die beiden Erzählungen vom Damals bis ins Heute, und es löst sich erst auf den letzten Seiten auf. Der Schreibstil ist gut zu lesen und durch die wunderbaren Beschreibungen wie das Gutshaus, in den 1940er Jahren aussah, hatte ich Bilder im Kopf wie schön es damals gewesen sein muss. Sehr gut gefallen und berührt haben mich die Tagebucheinträge von Franzi´s Schwester Elfriede, die kein einfaches Leben hatte, vor allem als sie von Mutter und Schwester getrennt wurde und sich ein Aussehen als Junge aneignete, um von den Soldaten in Ruhe gelassen zu werden. Diese schlimme Zeit ist eindrucksvoll und beklemmend erzählt worden. Zum besseren Überblick und Verständnis sind die verschiedenen Zeiten in unterschiedlichen Schriftarten verfasst, die es einfach machten, der jeweiligen Epoche zu folgen. Franzi schwelgt nicht nur in Erinnerungen an die alte gute Zeit, auch im Heute hat sie mit ihrer Enkelin, ihrer Urenkelin und einigen Menschen aus der damaligen genug zutun um einige ungeklärte Umstände doch noch zu erfahren. Doch wie wird sie damit umgehen können, denn eines ist ganz sicher, ihr Leben wird völlig auf den Kopf gestellt.

Fazit
Freundschaft, Familienbande, Dramatik, Krieg, Liebe, das Verlieren eines Zuhauses und deren Wiederfinden nach über 50 Jahren, dies alles vereint dieser Roman, der mich nach anfänglichen Schwierigkeiten, doch noch begeistern konnte.

Emotionale und spannende Familiensaga

Von: Gartenkobold aus Meerbusch Datum : 30.11.2017

Klappentext: Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal …
Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ...
Anne Jacobs nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise nach Mecklenburg-Vorpommern, die Zeit des zweiten Weltkrieges und in die Zeit kurz nach dem Mauerfall. In verschiedenen Erzählsträngen erzählt sie die Familiengeschichte derer von Dranitz aus verschiedenen Sichtweisen die wunderbar harmonisch ineinanderfließen. Viele geschichtliche Details fügen sich gekonnt in die Handlung und lassen vor dem Leser ebenso ein Bild der 40iger Jahre auf dem Gut Dranitz entstehen wie auch Bilder die kurz nach dem Mauerfall die schwierige Lage und unübersichtliche Lage in den neuen deutschen Bundesländern widerspiegeln.
Der Schreibstil ist flüssig und ich empfand die gesamte Handlung als sehr packend und spannend geschrieben, voller Emotionen und nachvollziehbar. Das Cover gefällt mir ebenfalls sehr gut, Gut Dranitz wirkt auf den Betrachter wie ein verwunschenes Kleinod aus einer längst vergangenen Zeit. Die Charaktere wirken authentisch und sind sehr gut ausgearbeitet mit viel Entwicklungspotential.
Ein wunderbarer Schmöker, als Leser vergisst man Zeit und Stunde und erlebt die Geschichte hautnah.

Einfach grandios!

Von: Buecherliebe99 Datum : 30.11.2017

https://buecherliebe99.wordpress.com/

In den Wirren des Kriegs wurde Franziska von ihrem Zuhause, dem Gutshaus von Darnitz getrennt und hat es während der langen Trennung schmerzlich vermisst. Das Gutshaus war der Ort, an dem sie geboren wurde, aufgewachsen ist und ihre Familie zu Hause war. Als Franziska nach dem Fall der Mauer wieder zurück in den ehemaligen Osten fährt, rechnet sie mit dem schlimmsten, denn das Gutshaus könnte abgebrannt sein, völlig zerstört oder bereits dem Erdboden gleich gemacht sein. Doch nichts der gleichen tritt ein. Franziska, die nun Mitte 70 ist, kann ihr Glück kaum fassen, als sie das Gutshaus beinahe unversehrt wieder sieht. Kurzerhand nistet sie sich in Darnitz ein und ist fest entschlossen, dass das Haus bald wieder in ihrem Besitz gelangen wird. Auch die Dorfbewohner erkennen allmählich die ehemalige Baronin wieder und so wird es für Franziska leichter, im Dorf Anschluss zu finden. Schließlich trifft sie auch auf Mine, eine ehemalige Angestellte im Gutshaus, die sich noch gut an Franziska erinnert.

Schließlich taucht auch Jenny vor Ort auf, Franziskas Enkelin. Da zwischen Jennys Mutter und Franziska ein eher gestörtes Mutter-Tochter-Verhältnis vorliegt, kannten sich Enkelin und Großmutter nie wirklich und lernen sich im Gutshaus erst richtig kennen. Doch Jenny ist vor einem Mann aus Berlin geflohen, vor dem sie aller Anschein nach aber nicht wirklich fliehen kann....

Auch Franziska trifft ihre Große Liebe aus alten Zeiten wieder, Walter Iversen. Dabei kommt eine Geschichte ans Tageslicht, mit der Franziska nie gerechnet hatte...

Beim Lesen fühlt man sich bald heimisch in Darnitz. Man wird als Leser mitgerissen und bekommt Einblicke in die Geschichte aus verschiedenen Sichten. Zum einen aus Franziskas Sicht im Jahr 1990, in dem  das Buch eigentlich spielt, und in den Jahren ihrer späten Jugend, beginnend 1939. Die Geschichte wird weiter ausgebaut, denn man bekommt auch Einblicke in Jennys und Mines Leben. Dadurch kann man sich sehr gut in die Protagonisten hinein versetzen und hat die Möglichkeiten, die Geschehnisse aus verschiedenen Standpunkten zu betrachten. Der Schreibstil ist unglaublich packend - ab der ersten Seite! Das Buch war meiner Meinung nach einfach grandios und ich war beinahe traurig, als ich es beendete!

Meine Bewertung: 5/5

gelungener 1. Band, der neugierig auf Weitere macht

Von: Gudrun Datum : 30.11.2017

https://testerblog.jimdo.com/

Das vortreffliche Cover schafft in seiner Farbgebung und der Darstellung mit dem etwas verschwommenen Blick auf das Gutshaus genau die Atmosphäre und das Zusammenspiel, das der Inhalt auch verinnerlicht. So verhält es sich auch mit den Klappeninnenseiten, die das in grelles Licht getauchte Gutshaus etwas näher darstellen. Hier wird die Verbindung zwischen Damals und Heute gelungen aufgegriffen und es macht neugierig auf das, was der Inhalt so zu bieten hat.

Die Autorin, die mit ihrer Trilogie "Die Tuchvilla" die Bestsellerlisten stürmte, möchte jetzt mit diesem 1. Band "Das Gutshaus" wieder die Leser mitreißen.

Der Schreibstil ist super eingängig und vermittelt dem Leser Authentizität sowohl bei der Handlung wie auch mit der Darstellung der Charaktere. Die Mitwirkenden werden nahbar und realistisch dargestellt. So kann man sich in deren Reaktionen und Beweggründe gut hineinversetzen.

Ausserdem wird der Spannungsbogen gekonnt aufgebaut und bis zum Ende hin gehalten. Gekonnt wird die Neugier des Lesers immer wieder auf´s Neue angefacht, indem Andeutungen auf bestimmte Vorgänge genau in der richtigen Dosis ins Geschehen eingewoben und nach und nach immer weiter aufgedeckt werden. Vielerlei Nebenschauplätze, die allesamt interessant und spannend sind, machen aus einer Geschichte viele Wissenswerte.

Die Geschichte gibt einen lebhaften und interessanten Einblick in die jeweiligen Zeiten, die sich zwischen den Kriegs- und Nachkriegsjahren, beginnend im November 1939 bis Mai 1946 sowie der Zeit von Mai 1990 bis Oktober 1991, abspielen.

Unterschiedliche Erzählvarianten, wie beispielsweise Kapitel, die sich zwischen den Zeiten von damals und der näheren Geschichte abwechseln, verschiedene Blickwinkel die die Erlebnisse unterschiedlicher Personen erzählen oder aber auch Tagebucheinträge, die zudem auch noch als Zeitraffer dienen, machen das Buch kurzweilig und hochinteressant. So werden Stück für Stück die Geschichtsstränge immer näher zusammengefügt und dem Leser ein umfassendes Bild vor Augen geführt.

Bei diesen Darstellungen war es äusserst hilfreich, dass diese durch verschiedene Schriftarten voneinander unterschieden wurden, da die Sprünge teilweise etwas zu groß waren und ich ab und an zurückblättern musste, um den Zusammenhang besser verstehen zu können. So konnte das Gesuchte schnell gefunden werden und hat den Lesefluss kaum beeinträchtigt.

Mein Fazit: gelungener 1. Band, der neugierig auf Weitere macht

Auftakt: Das Gutshaus - glanzvolle Zeiten

Von: Erdhaftig schmökert Datum : 24.11.2017

www.erdhaftigschmoekert.wordpress.com

Wie schon die Saga um die Dynastie der Bewohner der "Tuchvilla" ist auch dieses Buch der Auftakt zu einer neuen Serie von Anna Jacobs. Zwei Erzählstränge lotsen den Leser durch die Wirren der 1940-er und 1990-er Jahre. Einmal durch den Verlust des Gutes, einmal durch die Wiedererlangung des alten Besitzes durch die Erben nach dem Mauerfall. Was erstmal nicht so glücklich gewählt klingt, wirkt sich beim Lesen deutlich harmonischer aus. Denn Anne Jacobs zeigt die Parallelen beider Zeiten auf und darüber hinaus lässt sie ihre Figuren in die Tiefe gehen.

Ja, ein tiefgründiger Unterhaltungsroman, einer bei dem man als Leser etwas lernen kann. Solche Romane sind mir die Liebsten, nicht nur spannend und gut geschrieben sondern auch etwas zum geistigen Mitnehmen und Wiederverwerten dabei. Ein belletristisches Überraschungsei sozusagen, ein richtig guter Schmöker!

Schöne Familiengeschichte

Von: Nicole Lehmann Datum : 22.11.2017

herzensangelegenheitbuch.blogspot.com/

Ein altes herrschaftliches Gutshaus in Mecklenburg-Vorpommern. Während des zweiten Weltkrieges verloren und Jahrzehnte später Wiedergefunden. Die 70 jährige Franziska kommt mit ihrer Enkelin ins Gutshaus zurück. Sie lernen sich kennen und schätzen. Die Geschichte um Walter und Franziska, welche sich während des Krieges trennen mussten, erhält eine Überraschung bereit. Kann es sein, dass Walter den Krieg überlebt hat?

Wer die Tuchvilla gerne gelesen hat, wird mit dem Gutshaus vergnügliche Stunden verbringen. Der Auftakt der neuen Serie ist eine gelungene Familiengeschichte mit diversen Wirrungen des zweiten Weltkrieges. Die Charakteren sind auch dieses Mal sehr schön ausgearbeitet und sympathisch. 

Von: Susanne Siever aus Neukirchen-Vluyn Datum : 14.11.2017

Susannesiever@gmail.com

Ich kann nur sagen,daß Anne Jacobs eine wahnsinnig gute Autorin ist!!! Einfach empfehlenswert. Sie versteht es, den Leser so zu fesseln, daß man das Buch am Liebsten nicht mehr aus der Hand legen will. Man möchte unbedingt wissen wie es weitergeht und die historischen Hintergründe sind sehr gut recherchiert. Man fühlt sich zurückversetzt in eine andere Zeit und fiebert mit jeder Figur aus dem Buch mit. Sehr,sehr gut,bitte weiter so und nicht aufhören zu schreiben!!! Da macht das Lesen richtig Spaß!