Leserstimmen zu
Die Fliederinsel

Sylvia Lott

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Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Ich selber liebe Flieder in allen Farben und die mit Flieder gefüllte Vase vor dem Hintergrund des Meeres und dem Leuchtturm hat etwas sehr gemütliches und sieht sehr schön aus. Auch thematisch hat mich dieses Buch vom Klappentext sehr interessiert und angesprochen. Ich lese viele Bücher rund um das Thema 2. Weltkrieg und Nationalsozialismus, deshalb ging ich sehr gespannt an diesen Roman heran. Auch die Beschreibung der Orte und Landschaften hat mir gut gefallen. Das Ferienhaus inmitten der Fliederbäume kann man sich so richtig gut vorstellen und meinst fast, den wunderbar blühenden Flieder riechen zu können, so schön sind die Beschreibungen. Der Start in den Roman war ganz gut, ich kam schnell in die Geschichte rein. Nur nach dem guten Start hatte ich irgendwann leider das Gefühl, dass sich nicht mehr viel tut und das das Geschehen mehr oder weniger vor sich her dümpelt. Dieses Gefühl zieht sich leider durch den ganzen Roman. Hinzu kommt der Schreibstil mit dem ich nicht wirklich warm wurde. Ich empfand ihn teils eher etwas holprig, was sehr schade ist. Die Geschichte verspricht spannend zu werden, als die Vermieterin Inger Olsen ins Spiel kommt und ein weiterer Handlungsstrang entsteht. Ich lese gerne Romane, in denen die Gegenwart sich immer mehr mit der Vergangenheit verwebt und schlussendlich in einer Geschichte endet, jedoch hat mich das Geschehen in diesem Fall leider nicht berührt. Gewünscht hätte ich mir, dass die Geschichte mich packt und mitreißt Leider musste ich mich an einigen Stellen eher überwinden, weiter zu lesen. Da das Buch nicht gerade dünn ist, war es dann schon auf Dauer schwierig hier immer am Ball zu bleiben. Fazit Ich hatte vom Klappentext her recht hohe Erwartungen – leider hat mich das Buch nicht berührt.

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Die Fliederinsel (Sylvia Lott) Erschienen 15. Mai 2017 Seitenzahl: 544 Verlag: Blanvalet Verlag Gebunden: 9,99 € ISBN: 978-3734103353 Die Autorin Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits die Romane »Die Rose von Darjeeling«, »Die Glücksbäckerin von Long Island«, »Die Lilie von Bela Vista« und »Die Inselfrauen“. (Amazon) Die Fliederinsel Celia macht Urlaub in einem wunderschönen Ferienhäuschen, was verträumt auf der idyllischen Insel Fünen, in Dänemark liegt. Versteckt hinter großen Fliederbüschen, liegt das Haus traumhaft abgelegen. Zufällig entdeckt sie eines Tages ein hübsches Fliedergemälde, was ihr wahnsinnig gut gefällt. Als sie es ihrer Vermieterin zeigen möchte, ist diese tief bewegt, denn mit diesem Bild verbindet sie eine tiefgehende Geschichte um ihre Mutter, der jüdischen Malerin Ruth Liebermann. 1938: Ruth und Jakob Liebermann sind frisch verheiratet und entschließen sich aus Berlin zu fliehen. In Dänemark, auf Fünen, erhoffen sie sich ein neues Leben auf zubauen. Im ehemaligen Sommerhaus von Ruths Familie finden die beiden nach einigen Umwegen Zuflucht und erleben dort einige glückliche Jahre zusammen. Als sie jedoch erneut fliehen müssen, treffen Ruth und Jakob eine folgenschwere Entscheidung… Fazit Ein unglaublich tolles Cover, welches durch seine sommerlichen und pastelligen Farben sehr an Sommer, Leichtigkeit und Inselfeeling erinnert. Ein perfektes Buch für den Spätsommer, dachte ich. Auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend. Auf den ersten Seiten folg ich nur so dahin, die Landschaftsbeschreibungen waren sehr gut gelungen, man konnte den Flieder förmlich riechen, so nah war man als Leser im Geschehen verankert. Nach einigen Seiten flaute dieses Gefühl jedoch mehr und mehr ab. Als die Vermieterin von Celia, Inger, ins Spiel kommt, nimmt die Geschichte noch einmal Fahrt auf. Ich mochte die zwei Handlungsstränge, wobei ich den Handlungsstrang in der Vergangenheit um Ruth und Jakob Liebermann deutlich lieber mochte. Er schien mir spannungsvoller und ansprechender, während der Gegenwartsstrang um Celia und Inger immer langgezogener wirkte. Ich fieberte dann der Vergangenheit förmlich hinterher. Die beiden Protagonisten den Gegenwart Celia und Inger scheinen für mich nur Randfiguren der Rahmenhandlung zu sein und bleiben dies leider auch im gesamten Buch. Dies ist eigentlich kein Problem, jedoch hätte das Buch für mich dann auch nur in der Vergangenheit spielen können. Die beiden Charaktere sind eher farblos und nicht wirklich fesselnd. Ganz anders Ruth und Jakob, deren Geschichte von der ersten Seite an faszinierend und ansprechend ist. Als Leser wollte ich immer mehr über die beiden erfahren. Besonders Ruth, die als passionierte Künstlerin arbeitet, allerdings nur in der Freizeit, hat es mir sehr schnell angetan. Durch seine über 500 Seiten ist das Buch ein richtiger Wälzer, was es mir schwer gemacht hat am Ball zu bleiben. Ich habe es trotzdem beendet und glaube, dass es mir leider nicht lang in Erinnerung bleiben wird. Wer jedoch eine nette Unterhaltungslektüre sucht, wird hier definitiv fündig.

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