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Leserstimmen (20)

Tess Gerritsen: Totenlied

Totenlied Blick ins Buch

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-7341-0523-4

Erschienen:  15.01.2018
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Ein etwas

Von: Mehr als nur Buchstaben Datum : 20.02.2018

https://www.facebook.com/MaritasBlog/

Julia Ansdell ist Berufsmusikerin und spielt Violine. Nach einem Auftritt besorgt sie nicht nur für Mann und Tochter ein Reiseandenken. In einem Antiquariat findet sie Noten von einem unbekannten Walzer. Diese Notenblätter muss sie unbedingt kaufen.
Immer wenn sie ihn in Gegenwart ihrer dreijährigen Tochter übt zu spielen scheint das Mädchen komisch darauf zu reagieren....

MEINE MEINUNG:

Ich habe schon einige Thriller von Tess Gerritsen gelesen. Dieser war ganz anders als ihre vorherigen Bücher. Auch dieser hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil ist gut zu lesen, ich konnte mir Handlung, Schauplätze und Personen gut vorstellen und dem Handlungsstrang folgen. Er wirkt authentisch, besitzt kaum Längen und führt mich sowohl in die Vergangenheit, rund um die Judenverfolgung in Italien und ìn die Gegenwart. Wobei der Fokus auf den Walzer gelegt wurde. Realität und Fiktion werden geschickt zusammen gewoben, ohne Wertung oder den mahnenden Zeigefinger. Ich musste mich jedoch erst einmal darauf einlassen da ich damit so nicht gerechnet habe. Der Thriller ist gefühlvoll, erschreckend und hat mich auch nachdenklich gemacht.

Meine Lieblingsprotagonist war eindeutig Julia Anstell. Mit ihr musste ich das eine oder andere mal mitleiden und öfter konnte ich ihr Umfeld, insbesondere ihre Mann Rob, nicht verstehen. Außerdem hat mich die jüdische Famile zimliche gepackt.
Das Ende war durchaus passend, ich konnte es nicht voraus erahnen und war auch etwas überrascht davon.
Die 21 Kapitel und eine geschichtliche Zusammenfassung am Ende des Buches sind unterschiedlich lang. Das Cover passt gut zum Buch, obwohl ich durch den Namen der Autorin auf das Buch aufmerksam wurde.

FAZIT:
"Totenlied " von Tess Gerritsen wird durch den Blanvalet Verlag veröffentlicht.
Dieser Thriller ist anders als die sonstigen Bücher der Autorin. Sie hat eine spannende und gefühlvolle Geschichte erschaffen. Gerade der geschichtliche Hintergrund hat mich oft sehr gepackt und nachdenklich werden lassen.
Nicht nur Tess Gerritsen - Fans könnte dieser Thriller gefallen. Ich erteile eine eindeutige Leseempfehlung

Kein klassischer Gerritsen

Von: black nd beautiful Datum : 19.02.2018

https://blackndbeautiful.wordpress.com/

Autorin: Tess Gerritsen
Verlag: blanvalet
Preis: 9,99 € - Taschenbuch
Seitenzahl: 312
ISBN: 978-3-8090-2670-9
Weitere Formate: Paperback, eBook, Hörbuch

Klappentext:
Wenn das Totenlied erklingt, gibt es kein Entkommen…
Von einer Italienreise bringt die Violinistin Julia Ansdell als Souvenir ein altes Notenbuch mit. Es enthält eine handgeschriebene, bislang unbekannte Walzerkomposition. Julia ist fasziniert von dem Stück, doch jedes Mal, wenn sie die aufwühlende Melodie spielt, geschehen merkwürdige Dinge. Etwas Bösartiges geht von dem Walzer aus; es scheint das Wesen von Julias dreijähriger Tochter zu verändern. Weil niemand ihr Glauben schenkt, reist Julia heimlich nach Italien, um nach der Herkunft der mysteriösen Komposition zu forschen...

Cover:
Das Cover ist Schlicht gestaltet und wirkt durch den dunkel gehaltenen Hintergrund trotzdem bedrohlich. Am rechten Rand sieht man den Kopf einer Geige, der einen eindeutigen Bezug zum Inhalt herstellt. Titel und Autorenname sind in schlichter weißer Schrift aufgedruckt, wobei der Autorenname noch zusätzlich eingepresst wurde und somit leicht vertieft ist.
Insgesamt überzeugt mich dieses Cover vor allem durch seine Schlichtheit und seine düstere Optik.

Inhalt:
Die Geschichte spielt in zwei Zeitzonen. Zum einen begleiten wir Julia, die von ihrer Reise das alte Notenbuch mitbringt und darin die mysteriöse Walzerkomposition entdeckt, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellen wird. Zum anderen begleiten wir den jungen Lorenzo in Venedig kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges und den darauffolgenden Jahren. Durch die Augen des jüdischen Italieners erleben wir hautnah die damaligen Entwicklungen hinsichtlich der Judenverfolgung mit – von einem sorglosen Leben bis hin zur Internierung.
Die beiden Perspektiven wechseln sich nicht nach jedem Kapitel ab, sondern wir begleiten beide immer jeweils über mehrere Kapitel hinweg. Dadurch wird der Lesefluss durch die abwechselnden Handlungsstränge nicht gestört, man kommt immer wieder gut in die jeweiligen Geschehnisse rein und kann allem sofort folgen.
Natürlich stellt sich dem Leser dabei schnell die Frage was die beiden Geschichten miteinander zu tun haben und wie alles mit dem geheimnisvollen Musikstück zusammenhängt.

Fazit:
Tess Gerritsen heißt für mich automatisch auch Rizzoli-&-Isles. Wer allerdings von diesem Stand-Alone-Thriller etwas Ähnliches erwartet, wird enttäuscht werden. Mir war anhand des Klappentextes klar, dass mich hier nicht die klassische Mordermittlung oder ein Serienkiller erwartet.
Man begleitet Julia bei ihrer Suche nach Antworten und fragt sich die ganze Zeit wie der Walzer damit in Zusammenhang steht und wie am Ende alles sinnhaft aufgeklärt werden könnte. Dadurch ist die Spannung hier viel subtiler, aber keineswegs weniger präsent.
Gleichzeitig regt die Geschichte von Lorenzo zum Nachdenken an und macht uns einen dunklen Teil der Geschichte (wieder) bewusst. Diesbezüglich gibt es am Ende des Buches noch eine kurze Anmerkung zum geschichtlichen Hintergrund, sodass man alles sehr gut nachvollziehen kann.
Alles in allem konnte mich das Buch überzeugen und ich kann es durchaus empfehlen. Einen extremen Thriller darf man hier nicht erwarten, aber vor allem die geschichtlichen Aspekte haben mich überzeugt. Wären diese nicht gewesen, fände ich das Buch nur halb so gelungen, da diese Thematik die eigentliche Story teilweise fast schon in den Schatten stellt. Am Ende wird aber alles gut miteinander verknüpft, sodass der Schluss in sich stimmig ist und auch alle Fragen hinreichend geklärt werden.

Hat mich beeindruckt

Von: Nini Datum : 24.01.2018

ninis-kleine-fluchten.blogspot.com

Als großer Fan der Reihe um Rizzoli und Isles habe ich im Laufe der Jahre auch einige Stand-alones von Tess Gerritsen gelesen. Diese konnten mich leider nie wirklich überzeugen, weshalb ich das dann irgendwann aufgegeben habe.

Dennoch konnte ich mir eine Lesung der Autorin (schon viel zu lange her) natürlich nicht entgehen lassen und wenn diese über "Totenlied" ist, nun gut.

Nach der Lesung allerdings wusste ich, dass ich "Totenlied" auf jeden Fall werde lesen müssen! Denn, auch wenn ganz anders als "Rizzoli und Isles", hat dieses Buch etwas ganz besonderes. Im Mittelpunkt steht ein Musikstück, welches tatsächlich existiert und von der Autorin eigens komponiert wurde.

"Incendio", was übersetzt "Feuersbrunst" heißt, wurde während der Lesung von dem österreichischen Violinisten Jörg Widmoser gespielt und in dieser Atmosphäre war das wirklich sehr eindrucksvoll, selbst wenn man, wie ich, sonst nicht viel für Violinmusik übrig hat.

Das Buch selbst wird wechselweise in zwei Handlungssträngen erzählt und auch das ist etwas, was es von anderen Thrillern abhebt: Denn spielt in der Gegenwart die eigentliche Thrillerhandlung, die wenn auch erst gegen Ende wirklich spannend, von einigen Ereignissen zwischendurch abgesehen, sehr unterhaltsam und überraschend ist, so befindet sich der zweite Handlungsstrang zu Zeiten der Judenverfolgung des Dritten Reiches in Italien. Im Mittelpunkt stehen ein junger jüdischer Komponist und seine Familie.

Diesen historischen Handlungsstrang hat Tess Gerritsen mit so einer Eindrücklichkeit geschrieben, dass man nicht nur mittendrin ist, sondern einem die Handlung wirklich unter die Haut geht.

Beides zusammen ist für den Leser ein Wechselbad der Ereignisse und Emotionen. Entsprechend sehr gut ist der Lesefluss und am Ende weiß man, dass "Totenlied" ein Buch ist, das in Erinnerung bleibt