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Leserstimmen (92)

Jenny Downham: Die Ungehörigkeit des Glücks

Die Ungehörigkeit des Glücks Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-10292-3

Erschienen: 22.02.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback, eBook (epub)

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Kundenrezensionen

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Wundervoll und Emotional

Von: Books.are.home Datum : 24.06.2017

booksarehomee.blogspot.co.at/

Meine Meinung:

Zuerst einmal möchte ich mich beim Bloggerportal und beim C.Bertelsmann Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar bedanken.

Als Mary bei ihrer Tochter und ihren Enkeln einzieht, ist Caroline total dagegen. Denn sie denkt, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben lang im Stich gelassen hat. Katie findet ihre Großmutter dagegen total interessant und will viel aus ihrer Vergangenheit herausfinden, was aber nicht so einfach ist, denn Mary hat Demenz und es wird von Tag zu Tag schlimmer. Aber Katie hat eine Idee, sie schreibt alles was Mary ihr erzählt in ein Buch. Die beiden lernen sich immer besser kennen und währenddessen versucht Caroline Mary loszuwerden und ruft in vielen Pflegeheimen an und sie macht sich sorgen um ihre Tochter, denn Mary verändert die schüchterne Katie. Denn auch Katie hat es nicht leicht in der Schule, sie wird von einer Mädchengruppe gemobbt, weil sie ihre ehemalige beste Freundin geküsst hat. Aber sie lernt ein besonderes Mädchen in einem Cafe kennen, in welches Mary und sie fast jeden Tag hingehen.

Die Charaktere sind alle so einzigartig. Besonders Mary habe ich total ins Herz geschlossen.

Fazit:

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich war mir anfangs nicht ganz so sicher, weil mir "Bevor ich sterbe" von der Autorin nicht besonders gefallen hat. Aber das habe ich wirklich verschlungen und kann es jedem empfehlen.

Eins der schönsten Zitate:
"Besser, geliebt und verloren, als überhaupt nie geliebt zu haben." -S. 174

Ein Buch über das Vergessen

Von: magische-zeilen Datum : 15.06.2017

magische-zeilen.blogspot.de/


Am 22. Februar 2016 erschien "Die Ungehörigkeit des Glücks" von Jenny Downham beim C. Bertelsmann Verlag als Hardcover. Das Taschenbuch ist am 03. April 2017 beim cbt Verlag unter dem Titel "Obwohl es mir das Herz zerreißt" erschienen. Wenn ihr dieses Buch also lesen wollt, habt ihr die Möglichkeit, euch für euren Lieblingstitel zu entscheiden. Das Taschenbuch erhaltet ihr für 14,99€ und die Ausgabe als Hardcover ist für 19,99€ zu haben, dafür erwarten euch dann aber auch 480 Seiten.


Katie ist 17, als sie erfährt, dass sie eine Großmutter hat. Bisher hat ihre Mutter Caroline dieses kleine Detail nämlich vor ihr geheim gehalten, denn Caroline und ihre Mutter sind in der Vergangenheit nicht besonders gut miteinander ausgekommen. Zwischen den beiden Frauen gab es viele Streitereien, bei denen sie sich gegenseitig sehr verletzt haben. Doch eines Tages findet Mary ihren Weg zurück ins Leben ihrer Tochter und ihrer Enkeltochter. Caroline stellt schnell fest, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt, denn Mary hat Demenz und deswegen viele Dinge vergessen. Während das für Caroline einem Albtraum gleicht, nutzt Katie die klaren Momente ihrer Großmutter, um sich mit ihr anzufreunden. Gemeinsam mit ihrer Oma ergründet Katie die Geheimnisse ihrer Familiengeschichte, über die ihre Mutter nicht mit ihr spricht. Doch dem jungen Mädchen ist nicht bewusst, was sie mit ihren Bemühungen alles ins Rollen bringt.


Ich muss ja ehrlich zugeben, dass für mich bei diesem Buch das Cover tatsächlich sehr ausschlaggebend war, es mir ins Regal zu stellen. Abgesehen von der Thematik. Ich finde es total faszinierend, wie das Mädchen da auf der Seite liegt und den Leser aus ihren blauen Augen ansieht. Wegen des Covers gefällt mir auch das Hardcover deutlich besser als das Paperback.An diesem Punkt muss ich aber auch zugeben, dass ich das Buch nur mit auf Reisen hatte und dementsprechend den Schutzumschlag immer zu Hause im Regal stehen hatte. Bei mir gehen diese Schutzumschläge leider viel zu leicht kaputt...

Aber auch der Teil zwischen den Buchdeckeln hat mich gefesselt. Jenny Downham versteht sich darauf, Charaktere zu schaffen, die man nur sympathisch finden kann. Da wäre Mary, die putzige Oma, der dank ihrer Krankheit nicht immer all ihre Erinnerungen zugänglich sind, was sie irgendwie noch niedlicher macht. Ach, wir lieben doch alle niedliche Großmütter! Vor allem, wenn sie so schöne Geschichten wie Mary erzählen. Am liebsten würde ich mir auch mal Tee und Kekse schnappen und mich zu ihr setzen und ihrer interessanten Lebensgeschichte lauschen. Dann wäre da noch Katie, die sich mit jeder Seite immer weiter entwickelt und am Ende des Buches ganz anders auf Dinge reagiert als noch zu Beginn. Sie macht einem Mut, dass es einem selber irgendwann genauso ergehen kann. Außerdem ist sie für ihren kleinen Bruder die perfekte große Schwester, denn sie kümmert sich aufopferungsvoll um ihre kleine Familie und stellt auch schon mal ihre eigenen Bedürfnisse hinten an. Auch Caroline ist ein Teil dieser Familie. Sie war mir anfangs eher unsympathisch, denn sie hat Katie und Katies Bruder ziemlich herumkommandiert und bevormundet. Katie musste Kochen, Katie musste auf Chris aufpassen und Katie musste Sonderkurse belegen. Als gegen Ende aber ihre Beweggründe klar wurden, hat sich mein Bild von ihr geändert und ich konnte ihre Handlungen zumindest nachvollziehen. So sind sie alle auf ihre ganz eigene Art total sympathisch und mir während des Lesens ans Herz gewachsen.

Dass mir die Personen so ans Herz gewachsen sind, war unter anderem dafür verantwortlich, dass mich diese sowieso schon so emotionsgeladene Geschichte an der einen oder anderen Stelle so richtig kalt erwischt hat. Das Buch ist eine emotionale Achterbahn. Man freut sich mit den Protagonisten, man leidet mit ihnen, man ist gemeinsam mit ihnen frustriert und man versucht mit ihnen zusammen alles zu ertragen. Stellt euch drauf ein, dass ihr beim Lesen Taschentücher brauchen werdet.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und sie leitet einen sehr sicher durch das Geschehen. Da Jenny Downham sich dazu entschieden hat, über Demenz zu schreiben, ist das Grundgerüst der Geschichte ziemlich ernst. Die Autorin versucht, nichts zu beschönigen. Sie schildert das Geschehen aus der Sicht von Katie, die alles von außen erlebt, und aus der von Mary, die das alles durchmachen muss. Der Leser erfährt, wie Katie sich fühlt, wenn ihre Großmutter vergisst, und wie es Mary ergeht, wenn sie nicht mehr weiß, wo sie ist und was vor sich geht. Ich finde, dass ihr das sehr gut gelungen ist, denn ich hab selber schon in der Rolle von Katie gesteckt und es ist wirklich nicht leicht. Doch Mary schildert ihre Lebensgeschichte auf eine so liebenswerte Weise, dass es dem Ganzen den Ernst etwas nimmt. Das Thema Demenz steht trotzdem noch im Vordergrund, ist durchgehend präsent und der aufmerksame Leser nimmt trotzdem noch was zu dem Thema mit. Ich finde es einfach gut gemacht, wie sie uns diese Krankheit näher bringt, die erst dadurch entstanden ist, dass wir Menschen immer älter und älter werden. Ich war einfach begeistert.

Doch auch dieses tolle Buch hat einige Macken. Als erstes gab es viel zu viele Menschen mit Problemen. Da war nicht nur Mary mit ihrer Demenz, sondern auch Katies Bruder ist krank und Katie selber weiß auch nicht, was mit ihr los ist. Auch Caroline ist durch ihre Kindheit sehr vorbelastet und verhält sich in vielen Situationen dementsprechend. Für mich persönlich ergeben diese vier zusammen etwas viel Krise für eine Familie. An diesem Punkt hat die Autorin eindeutig übertrieben und der Familie zu viele Probleme aufgehalst. Carolines Probleme sind wichtig für die Geschichte, aber Katie hätte keine Probleme mit ihrer Persönlichkeit gebraucht und Katies Bruder hätte auch keine Probleme haben müssen.

Dadurch, dass jede der Personen seine ganz eigenen Probleme hat, überschlagen sich in vielen Kapiteln die Ereignisse. Es geht vordergründig um Katie, Mary und Caroline, die immer mal wieder eine kleine Krise durchleben und das in einem ziemlich rasanten Tempo. Hin und wieder hatte ich als Leser das Gefühl, ich würde von den Ereignissen überrannt werden. Ich wurde an manchen Stellen einfach durch die vielen Ereignisse überfordert und fühlte mich verloren und alleingelassen. Ich hatte kaum das eine überstanden, da kam die Autorin schon mit der nächsten Katastrophe um die Ecke.


Trotz allem muss ich diesem Buch 4/ 5 Sternchen geben, denn es hat mich begeistert, mich gefesselt und ich finde die Message einfach viel zu wichtig. Ich möchte euch dieses Buch also unbedingt ans Herz legen, denn ich hoffe, dass ihr dann mehr Verständnis für Demenz habt. Nicht jeder von uns, hat das Pech, einen Fall in der Familie oder im Bekanntenkreis zu haben, aber wenn man mal auf jemanden trifft, der erkrankt ist, ist man vielleicht nicht ganz so hilflos. Tut mir also den Gefallen und verschließt eure Augen nicht vor dieser Krankheit, denn die Medizin ermöglicht uns zwar ein langes, gesundes leben, aber gegen Demenz kann man noch nichts machen und wir werden noch eine ganze Weile damit umgehen müssen...

Die Ungehörigkeit des Glücks - Jenny Downham

Von: Sophie von herzgespenster Datum : 23.05.2017

herzgespenster.blogspot.de

Meine Meinung
Die Idee hinter "Die Ungehörigkeit des Glücks" hat mich wirklich sehr fasziniert, weil dieses Buch einen in verschiedene Generationen, und in ihre Verbindungen untereinander, eintauchen lässt. Hierbei haben mir besonders die wunderbar ausgearbeiteten Charaktere gefallen. Jenny Downham schafft es mit ihrem Schreibstil, dass man mit den Charakteren sympathisiert und sich sofort in die Gefühlswelt der Charaktere hineinversetzen kann. Außerdem hat mir besonders gut die starke Persönlichkeit der Protagonistin Katie gefallen. Ich finde, dass dieses Buch, besonders durch Katie, viele Leser zum nachdenken anregen kann, weil Katie mit ihrer Art fasziniert und als Vorbild angesehen werden kann. Des Weiteren hat mir die Thematik sehr gut gefallen, weil ich noch nie ein Buch gelesen habe, in dem es um das Thema Demenz geht. Hier hat es Jenny Downham geschafft die Problematik der Krankheit anschaulich darzustellen, diese aber auch mit einer spannenden und wunderschönen Lebensgeschichte zu verknüpfen. Die an Demenz erkrankte Mary, die Großmutter von Katie, war mir von Anfang an sympathisch und ihre Lebensgeschichte ist einfach nur herzerwärmend. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen, dass dieses Buch es geschafft hat wichtige Themen wie Verzeihen, Liebe und Sexualität, aber auch eine Reise durch die Zeit zu verbinden. Außerdem haben mir die Perspektivwechsel zwischen Katie und Mary sehr gut gefallen, sodass man in beide Welten eintauchen konnte. Somit spielen sich zwei Parallelhandlungen ab, die beide sehr spannend sind. Katie ist nämlich nicht nur in einem Zwiespalt zwischen ihrer Mutter und Mary, sondern auch dabei sich selbst zu finden. Allgemein verbindet das Buch somit nicht nur eine wirklich emotionale Geschichte, sondern ist mit sympathischen Charakteren, Humor und einer spannenden Reise durch die Familiengeschichte von Mary, ihrer Tochter, und Katies Mutter, Caroline und Katie ausgestattet.

Fazit
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich absolut begeistert von diesem Buch bin, weil es mich zum nachdenken angeregt hat und wunderschön geschrieben ist. Des Weiteren habe ich die Charaktere sofort ins Herz geschlossen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es spannend und interessant zugleich ist. Somit bin ich wirklich froh das Buch gelesen zu haben, spreche eine absolute Empfehlung aus und vergebe fünf von fünf Sternen.

'Die Ungehörigkeit des Glücks'

Von: JessiBüchersuchti Datum : 08.05.2017

jessibuechersuchti.blogspot.de/

Cover
Ich mag das Cover total gerne. Es ist zwar einerseits irgendwie schlicht, jedoch auf der anderen Seite auch total aussagekräftig und besonders. Das Mädchen hat auch irgendwie etwas, obwohl ja Mädchen auf Covern momentan etwas 0815 ist - jedoch sieht das hier etwas besonders aus. Schwierig zu beschreiben.

Erster Satz
"Als ob ein Alien gelandet wäre."

Meinung
Mich hat der Klappentext einfach total neugierig gemacht, da ich mal wieder etwas mit dieser Thematik lesen wollte. Das ansprechende Cover war natürlich auch ein Grund - aber am meisten hat mich wirklich der Klappentext interessiert und mich total gespannt auf die Geschichte gemacht.

Der Schreibstil von Jenny Downham ist wirklich angenehm zu lesen und man kann sich schnell in die Geschichte und die Charaktere hineinversetzen. Außerdem schreibt sie sehr emotional und einfach wunderschön, sodass mir mehrmals die Tränen gekullert sind (was schon wirklich lang nicht mehr vorkam..).
Katie ist ein total mutiger und starker Charakter, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Sie hat's im Leben nicht grad leicht, aber macht das Beste aus ihrer Situation - was einfach klasse zum mitverfolgen ist. Ich mag es sehr, welche Wandlung sie in diesem Buch durchmacht und auch welche Entscheidungen sie trifft. Aber auch wie sie sich um Mary und ihren Bruder kümmert ist grandios geschildert und absolut authentisch.
Mary ist eine wundervolle alte Dame, die ich auch gerne kennenlernen würde. Ihren Erzählungen zu lauschen hat einfach Spaß gemacht und gleichzeitig waren diese teilweise so emotional, dass ich das Buch erstmal beiseite legen musste um das Gelesene zu verdauen. Ich hätte gerne noch viel mehr aus ihrer Vergangenheit erfahren, vor allem aus ihrem Leben mit Jack - der anscheinend absolut umwerfend war.
Die Geschichte war so emotionsgeladen - insbesondere das Ende - das mir mehrmals die Tränen gekommen sind. Die Erlebnisse von Mary auf der einen und Katies Probleme auf der anderen Seite waren einfach perfekt dargestellt und haben das Buch zu etwas Besonderem gemacht. Ich bin wirklich sehr, sehr froh, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn die Geschichte ist absolut schön geschrieben und könnte jederzeit genau so passieren. Zuletzt ist noch zu sagen, dass 'Die Ungehörigkeit des Glücks' eines der Bücher ist, die ich auf jeden Fall irgendwann nochmal lesen möchte.

Fazit
Jenny Downham hat mit 'Die Ungehörigkeit des Glücks' ein wirklich wundervolles Buch geschrieben, dass mir einige tolle Lesestunden beschert hat und über das ich wahrscheinlich noch eine Weile nachdenken werde weil es mich so berührt hat. Ich kann das Buch einfach jedem empfehlen - aber packt vor allem gegen Ende des Buches ein paar Taschentücher in eure Nähe, denn ihr könntet diese eventuell gebrauchen ;)

Rezension Die Ungehörigkeits des Glücks

Von: Thrillerkiste Datum : 28.04.2017

thrillerkiste.blogspot.de/

Ich war so gespannt auf dieses Buch, weil mein Opa auch an Demenz erkrankt ist und ich gehört habe, dass im Buch auch die Gedanken der erkrankten Person beschrieben wurden. Zuerst muss ich etwas zu dem tollen Cover sagen! Es ist so schön, das man gar wegschauen kann, wenn man dieses Buch im Buchhandel sieht. Ich hatte das Glück, dass ich die Ungehörigkeit des Glücks als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe.
Der Anfang war für mich etwas holprig und mich hat dich Geschichte und auch der Schreibstil nicht besonders begeistert. Je mehr ich dann aber gelesen habe, desto mehr gefiel mir das Buch. Katie ist für ihr junges Alter so selbstständig und stark, sie kümmert sich wirklich rührend um ihre Oma und das ist nicht einfach, wenn sie immer vergisst wer vor ihr steht. Ich weiß aus eigener Erahrung, dass es schwierig ist mir dementen Personen umzugehen. Deshalb großen Respekt an Katie. Ganz im Gegenteil zu Caroline, ich meine, ja, sie hat viel durchgemacht, aber irgendwie bin ich mir ihr nicht warm geworden und mochte sie bis zum Ende nicht.. Zum Schluss noch Mary, die einfach liebenswert ist und ja, sie hat auch viel falsch gemacht, aber ich konnte ihr das verzeihen, weil ich sie unglaublich sympathisch fand. Insbesondere die kurzen Strünge in die Vergangenheit fand ich toll und auch die Abschnitte in denen Marys Gedanken beschrieben wurden. Ob das alles wirklich so im Kopf einer Demenz kranken Person ablauft weiß ich nicht und irgendwie bezweifel ich es auch.
Trotzdem auch ein starkes Ende mit einem wirklich starken Statement von Katie. Tolles Buch über ein Thema, welches, meiner Meinung nach viel zu selten angesprochen wird.
Von mir bekommt das Buch 4/5 Punkten.

Schöner Familienroman mit noch mehr Potenzial

Von: Buecherfreundin_Kathi Datum : 16.04.2017

www.buecherfreundinkathi.blogspot.com

Da ich schon die anderen beiden Romane der Autorin mit recht großer Begeisterung las, hatte ich dieses Buch schon lange auf meiner Wunschliste.

Die Hauptprotagonisten sind hier die 17-jährige Katie, ihre Mutter Caroline & wiederum ihre Mutter Mary.
Katie ist ein junges Mädchen, welches es nicht leicht hat. Nicht nur in der Schule muss sie sich mit verschiedenen Leuten rumärgern, die sie nicht mehr ernst nehmen können, nach einem kleinen Vorfall.
Auch muss sie sich viel um ihren Bruder Chris kümmern, der etwas zurück geblieben ist. Zusätzlich zum täglichen Alltagsstress taucht ihre Großmutter Mary aus dem nichts auf & Katie erhält von ihrer Mutter noch die Aufgabe, sich um Mary zu kümmern und auf sie aufzupassen. Das ist allerdings momentan wohl das schönste und aufregendste in ihrem Leben.
Katie ist ein wirklich sehr symphatisches Mädel, allerdings auch sehr neugierig.

Caroline war für mich von fast vornherein eine eher anstrengende Person. Irgendwie konnte ich mich nicht ganz mit ihrer Art, ihrer Verschlossenheit und sowieso ihrer Persönlichkeit anfreunden.

Mary hingegen tat mir so oft sehr leid, ich mochte sie richtig gerne als Protagonistin. Außerdem war es schön zu lesen, wie Menschen um ihre Träume kämpfen. Leider aber auch, wie sie teilweise hintergangen und für würdelos abgestempelt werden.

Die Protagonisten als Zusammenspiel in der Geschichte, haben mir sehr gut gefallen. Allerdings muss ich sagen, dass mir irgendwie die Tiefgründigkeit gefehlt hat. Ich war in einigen Momenten zwar berührt, allerdings fand ich die Geschichte sehr überladen mit vielen Ereignissen. Deshalb muss ich zugeben, dass ich etwas enttäuscht war. Ich hätte mir lieber erhofft, dass es ein bis zwei ergreifende Ereignisse gegeben hätte, die allerdings viel mehr Einfluss auf die jeweiligen Persönlichkeiten gehabt hätten.

Eine wundervolle Geschichte- die uns demenziell Erkrankte Näher bringt

Von: Laurasbücherwelt Datum : 11.04.2017

lauraihrebuecherwelt.blogspot.de/

Die Ungehörigkeit des Glücks“ wurde mir vom Verlag C. Bertelsmann als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür.

Das Buch hat mich durch seine Thematik direkt angesprochen. Ich arbeite selbst in einem Altenheim mit demenziell erkrankten. Der Klapptext -siehe oben verspricht ein sehr emotionales Buch in dem es um eine Alzheimer erkrankte ältere Dame geht.

Das Cover passt total zur Gesichte, was mir jedoch erst nach Ende des Lesens besser klar wurde. Zuerst dachte ich- was hat ein junges Mädchen mit einer älteren Dame ähnlich bzw. warum ein junges Mädchen auf dem Cover zu sehen ist.


An erste Stelle lernt man in dem Buch KAtie kennen. Sie muss viel lernen, macht alles für ihre Mum und deren beste Freundin sich zur Zeit immer mehr von ihr entfernt.

Doch dann tritt plötzlich ihre demenziell erkrankte Oma in ihr Leben. Ich habe mich zuerst gefragt warum durfte Katie ihre Oma Mary nie Kennenlernen?

Warum Caroline , Katies Mum so abweisend zu ihr ist und sie so schnell wie möglich wieder loswerden will. Aber all das sollte man selbst lesen- Sie werden von der Autorin gefühlsvoll beantwortet und noch viele mehr. Katie entdeckt so vieles.


Ich fand man konnte das Buch sehr gut lesen. Es war trotz der 480 Seiten flüssig zu lesen und man hat immer wieder Momente bekommen, wo die Spannung einen gepackt hat.
Die Charaktere waren sehr gut beschrieben und bezeichnet. Nicht nur Katie,Mary und ihre Mum sind Rollen im Buch sondern auch ihr Bruder, der jedoch leider immer im Hintergrund der Gesichte bleibt.



„Die Ungehörigkeit des Glücks“ ist kein Jugendroman, den man mal einfach so nebenher liest. Denn dieses Buch enthält mehr, als es den Anschein macht. Man lernt das leben einen demenziell erkrankten Dame kennen. Die Autorin wechselt immer wieder die Sichtweisen aus Katies und Marys Sicht- was das Buch einfach so interessant macht.

Das Buch hat 480 Seiten und ist am 22. Februar 2016 im C. Bertelsmann Verlag erschienen.

Die ISBN lautet 978-3570102923. Es kostet als gebundene Aufgabe 19.99€ was ein total legitimer Preis ist für so ein tolles cover und eine wunderschöne Gesichte.



Mein Fazit: „Die Ungehörigkeit des Glücks“ ist ein Buch was ich jedem Menschen von ganzem Herzen empfehlen würde, da es einen packt und hilft sich in demenziell erkrankte hineinzuversetzen.

Ich habe eine andere Umsetzung erwartet

Von: Lasszeilensprechen Datum : 09.04.2017

lasszeilensprechen.blogspot.de/

Das Familienleben der 17-jährigen Katie wird mit einem Anruf durcheinander geworfen. Ihre Großmutter muss für einige Zeit bei der Familie unterkommen, dem stimmt Katies Mutter nur äußerst widerwillig zu, da sie in den vergangenen Jahren keinen Kontakt zueinander hatten. Katie soll sich mit ihrer fremden Großmutter Mary das Zimmer teilen. Die Zeit nutzt sie, indem sie sich von ihrer Oma alte Familiengeschichten erzählen lässt. Allerdings gestaltet sich das als sehr schwierig, denn Mary leidet an Alzheimer..

Ich hatte richtig Lust auf eine Familiengeschichte dreier Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten spielen. Da ich schon gute Rezensionen zu den Büchern der Autorin gelesen habe, habe ich mich gern ans Lesen gemacht. Allerdings konnte mich diese Geschichte nicht wirklich überzeugen. Das Buch ist recht schnell erzählt: Die Großmutter kommt unter und sorgt für mächtig Streit. Katies Mutter möchte nicht über die Vergangenheit reden, aber es ist offensichtlich, dass es einige unausgesprochene Probleme gibt. Katie geht mit Mary häufig spazieren (ja, das wiederholt sich sehr oft) und sucht neben der Vergangenheit auch ihr eigenes persönliches Glück. Wie Katies homosexuelle Neuausrichtung da aufeinmal reinpasste, konnte ich mir nicht erklären. Katties Selbstfindung wirkte leider sehr aufgesetzt bzw, so, als bräuchte die Autorin noch ein weiteres Thema zu der Demenz.

Es fehlt einfach an Spannung, zu wenig Momente, an denen man einfach weiterlesen musste. Dadurch ist das Buch sehr langatmig und auch die Familiengeschichte machte wenig neugierig. Das Thema der Demenz fand ich interessant, es macht einen auch mitunter kirre, also hat die Autorin ja einiges richtig gemacht. Aber das Lesen des Buches ist auch einfach super anstrengend, vor allem wenn die Aktivitäten auch noch so wiederholend sind.

Keine der Protagonisten konnnte mich auch nur ansatzweise überzeugen, mir blieben sie bis zum Ende fremd. Obwohl einige wichtige Fragen behandelt werden, wie "Was macht eine gute Mutter aus?" und "Wie lebt es sich, wenn Angehörige Alzheimer haben" konnte mich das Buch nicht berühren. Da ich dies aber bei solchen Themen voraussetze, kann ich nicht mehr als 2 Sterne vergeben.

Rezension - Die Ungehörigkeit des Glücks,Rezension - die Ungehörigkeit des Glücks

Von: Tamara Datum : 01.04.2017

meinbuchwunder.blogspot.de/

Allgemeine Infos zum Buch:
Verlagswebsite: C. Bertelsmann Verlag

Autor: Jenny Downham

Seitenanzahl: 480

ISBN: 9783570102923

Preis: 19,99€ (Gebunden)

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Genre: Roman

Inhalt:
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …

Meinung:
Wieso? Weshalb Warum?

Ich habe zurzeit richtig Lust klassische Frauenromane zu lesen über die man nicht viel nachdenken muss und einfach loslesen kann. Da die Ungehörigkeit des Glücks genau so ein Buch ist, habe ich mir mit großem Interesse das Buch als Rezensionsexemplar angefragt und auch bekommen.


Schreibstil:

Der Schreibstil von Jenny Downham finde ich richtig gut. Es lässt sich flüssig und angenehm lesen. Man merkt überhaupt nicht, wenn man 100 Seiten am Stück liest, weil man nur so über die Seiten fliegt. Ich werde aufjedenfall mehr von ihr lesen und habe auch durch das Buch eine neue Lieblingsautorin entdeckt.

Handlung:
Besonders gut gefallen hat mir an dem Buch, dass es eine Geschichte ist, die auch wirklich vorkommen kann und sehr realistisch ist. Das Buch tritt auch gleich ins Geschehen ein, was ich sehr gut fand. Die Charaktere sind liebenswert und auch realistisch dargestellt. Alle Personen haben ihre eigenen Gedanken, machen Fehler, Verzeihen und Lieben.
Die Unwahrscheinlichkeit von Glück hat insgesamt drei verschiedene Liebesgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein können und doch in einer Generation sind. Besonders interessant fande ich die Liebesgeschichte von Mary, da sie eine sehr liebenswerte und tolle Person ist.
Leider hat mich etwas gestört, dass es einige langweilige Stellen gab, die sich sehr gezogen haben. Manchmal ist nichts passiert und trotzdem sind 10 Seiten voll geschrieben. Meiner Meinung nach würde es dem Buch nicht schaden, wenn man es um 50-100 Seiten kürzen würde.
Charaktere:

Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Katy und ihrer Großmutter Mary geschrieben. Mit Katy habe ich während des Buches total lieb gewonnen. Allerdings konnte ich ihre Gedanken an manchen Stellen nicht so gut nachvollziehen. Ich möchte jetzt aber nicht zuviel darüber verraten, sonst würde es den ganzen Spaß am lesen nehmen.

Die Sicht von Mary fande ich noch besser, da man so auch mal aus der Sicht einer Alzheimererkrankten lesen kann und sich in solch eine Rolle hineinversetzen kann. Das kann ziemlich interessant sein.

Fazit:

Dieses Buch hat sehr überzeugt, was vorallem an dem tollen Schreibstil lag.

Die Idee der Geschichte finde ich auch toll, es ist absolut mal etwas anderes, aus der Sicht einer Alzheimererkrankten zu lesen und man konnte auch ihre Gedanken gut nachvollziehen.

Insgesamt gebe ich "die Ungehörigkeit des Glücks" 4 von 5 Sternen.
Der Stern abzug ist wegen den Stellen, die sich etwas gezogen haben. , Allgemeine Infos zum Buch:

Verlag: C. Bertelsmann Verlag

Autor: Jenny Downham

Seitenanzahl: 480

ISBN: 9783570102923

Preis: 19,99€ (Gebunden)

Bewertung: 4 von 5 Sterne
Genre: Roman

Inhalt:
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …

Meinung:
Wieso? Weshalb Warum?
Ich habe zurzeit richtig Lust klassische Frauenromane zu lesen über die man nicht viel nachdenken muss und einfach drauf loslesen kann. Da die Ungehörigkeit des Glücks von Jenny Downham genau so ein Buch ist, habe ich mir mit großem Interesse das Buch als Rezensionsexemplar angefragt und auch bekommen.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Jenny Downham finde ich richtig gut. Es lässt sich flüssig und angenehm lesen. Man merkt überhaupt nicht, wenn man 100 Seiten am Stück liest, weil man nur so über die Seiten fliegt. Ich werde aufjedenfall mehr von ihr lesen und habe auch durch das Buch eine neue Lieblingsautorin entdeckt.

Handlung:
Besonders gut gefallen hat mir an dem Buch, dass es eine Geschichte ist, die auch wirklich vorkommen kann und sehr realistisch ist. Die Geschichte tritt auch glech ins Geschehen ein, was ich sehr gut fand. Die Charaktere sind auch liebenswert und realistisch dargestellt. Alle Personen haben ihre eigenen Gedanken, machen Fehler, Verzeihen und Lieben.
Die Unwahrscheinlichkeit von Glück hat insgesamt drei verschiedene Liebesgeschichte, die unterschiedlicher nicht sein können und doch in einer Generation sind. Besonders interessant fande ich die Liebesgeschichte von Mary, da sie eine sehr liebenswerte und tolle Person ist.
Leider hat mich etwas gestört, dass es einige langweilige Stellen gab, die sich sehr gezogen haben. Manchmal ist nichts passiert und trotzdem sind 10 Seiten voll geschrieben. Meiner Meinung nach würde es dem Buch nicht schaden, wenn man es um 50-100 Seiten kürzen würde.
Charaktere:
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Katy und ihrer Großmutter Mary geschrieben. Mit Katy habe ich während des Buches total lieb gewonnen. Allerdings konnte ich ihre Gedanken an manchen Stellen nicht so gut nachvollziehen. Ich möchte jetzt aber nicht zuviel darüber verraten, sonst würde es den ganzen Spaß am lesen nehmen.
Die Sicht von Mary fande ich noch besser, da man so auch mal aus der Sicht einer Alzheimererkrankten lesen kann und sich in solch eine Rolle hineinversetzen kann. Das kann ziemlich interessant sein.

Fazit:
Dieses Buch hat mich sehr überzeugt, was vorallem an dem tollen Schreibstil lag.
Die Idee der Geschichte finde ich auch toll, es ist absolut mal etwas anderes, aus der Sicht einer Alzheimererkrankten zu lesen und man konnte auch ihre Gedanken gut nachvollziehen.
Insgesamt gebe ich "die Ungehörigkeit des Glücks" 4 von 5 Sternen.
Der Stern abzug ist wegen den Stelle, die sich etwas gezogen haben.

Schwieriges Thema, senbsibel umgesetzt

Von: Caro1893 Datum : 29.03.2017

buecherohneende.blogspot.de

Zum Inhalt: (übernommen von Randomhouse.de)
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück … (c) Randomhouse.de

Meine Meinung:
Bisher habe ich noch kein Buch von Jenny Downham gelesen, doch immer wieder gehört, dass sie richtig toll schreiben kann.

Dies kann ich nun nach dem Lesen dieses Buches definitiv bestätigen. Die Autorin weiß das Leben der 17-jährigen Katie auf eine berührende Art zu schildern, die wohl niemanden kalt lassen wird. Besonders viele Emotionen erhält die Geschichte durch die Alzheimerkranke Oma von Katie. Das dies kein einfaches Thema ist, weiß wohl jeder von uns. Umso beeindruckender ist es, wie Downham mit dem Thema umgeht. Sie beschönigt nichts und zeigt die nackte Wahrheit. Die Großmutter macht mal peinliche, mal unverständliche Dinge und dann ist sie kurze Zeit wieder sie selbst. Dies schildert Downham auf ihre ganz eigene Art und trifft dabei genau den richtigen Ton.

Von der ersten Seite an nahm mich die Geschichte um die drei Frauen gefangen. Katie und Caroline haben sowieso kein ganz einfaches Leben, da Caroline Katie und ihren etwas zurückgebliebenen Bruder alleine erzieht. Als dann auch noch Mary in ihr Leben platzt passt das vor allem Caroline so gar nicht. Katie ist dem allen gegenüber deutlich mehr aufgeschlossen. Schon durch den Klappentext wird klar, dass es ein Geheimnis gibt. Dieses zu ergründen macht Katie sich zur Aufgabe. Zudem ist sie nicht bereit ihre Großmutter einfach so vor sich hin vegetieren zu lassen, viel mehr möchte sie ihr noch viele Momente des Glücks schenken.

Dies machte Katie von der ersten Seite an zu einer beeindruckenden Persönlichkeit. Natürlich hat auch sie zunächst Schwierigkeiten mit der Alzheimererkrankung umzugehen. Jedoch merkt man als Leser schnell, wie reif Katie für ihr Alter schon ist und wie schnell sie sich zudem entwickelt. Alle drei Frauen haben ganz eigene tiefe Persönlichkeiten, die Downham ebenfalls wunderbar zu schildern weiß.

Dieses Buch hat wahrlich kein leichtes Thema. Doch dem Alzheimer gegenüber steht die Ungehörigkeit des Glücks. Dies ist ein wunderbarer Gegensatz, der das Buch zu einem wunderbaren Erlebnis macht. Dieses Buch wird sicher nicht mein letztes der Autorin bleiben.

Fazit:
Ein gut geschriebenes Buch mit Tiefgang, welches ein nicht ganz einfaches Thema sensibel behandelt.

Eine nicht alltägliche Thematik

Von: Ela´s Bücherecke Datum : 28.03.2017

elasbuecherecke.blogspot.de/

„Die Ungehörigkeit des Glücks“ wurde mir vom Verlag C. Bertelsmann als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür.

Das Buch hat mich durch seine Thematik direkt angesprochen. Meine Mutter arbeitet im Altenheim und ich wollte verstehen, was sie mit demenzkranken Bewohnern erlebt, ohne ein Fachbuch zu lesen. Denn der Klappentext verspricht ein emotionales Buch, in der die an Alzheimer erkrankte Oma eine sehr große Rolle spielt.

Klappentext:
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …
(Quelle: Verlagsgruppe Randomhouse / C. Bertelsmann)


Da ich ja ein absoluter Covermensch bin, fange ich mit diesem Aspekt an. Ich muss sagen, dass mir dieses anfangs nicht wirklich gefallen hat. Allerdings habe ich nach Beendigung des Buches meine Meinung revidiert und es passt zur Geschichte!

In „Die Ungehörigkeit des Glücks“ lernen wir an erster Stelle Katie kennen. Katie ist das brave, graue Mäuschen von nebenan, dass alles für ihre Mum macht, die sie mehr als betüttelt. Ihre beste Freundin entfernt sich immer mehr von ihr und ihr Leben ist zurzeit sehr trist. Als wäre dies noch nicht genug für einen Teenager, tritt noch plötzlich ihre Demenzkranke Oma in ihr Leben. Die Oma, die sie nie kennengelernt hat.
Da fragt man sich als Leser sofort, warum durfte Katie ihre Oma Mary nie kennenlernen? Warum ist Caroline, Katies Mum, so kalt und abweisend zu Mary und möchte diese so schnell wie möglich wieder los werden?
Diese Fragen werden von Jenny Downham im Buch alle beantwortet und noch vieles mehr. Denn Katie entdeckt im Laufe der Geschichte noch einiges, was ich an dieser Stelle nicht preisgeben möchte.

Für mich war dies das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Ich muss sagen, dass ich angenehm überrascht von ihrem Schreibstil war. Dieser war trotz der Thematik sehr flüssig und leicht zu lesen. Allerdings waren mir die ersten Seiten etwas langatmig, aber danach war die Spannung gegeben und ich konnte das Buch einfach weg lesen.
Die Charaktere waren sehr gut gezeichnet. Sehr ans Herz gewachsen sind mir Katie, die es wahrlich nicht leicht hat und natürlich Mary. Mary ist einfach herzlich und wahrscheinlich gerade durch ihre Erkrankung einfach „süß“! Auf der anderen Seite möchte sie noch Abenteuer erleben und ist spontan wie ein junges Mädchen. Hach, der Charakter Mary ist wunderbar. Lediglich mit Katies Mutter Caroline bin ich einfach nicht warm geworden. Sie ist mir zu kalt, zu besitzergreifend und einfach nicht herzlich. Und Katies Bruder bleibt für mich, einfach blass in der gesamten Story.

„Die Ungehörigkeit des Glücks“ ist kein Jugendroman, den man mal einfach so nebenher liest. Denn dieses Buch enthält mehr, als es den Anschein macht. Ich lernte das Leben mit einer Demenzkranken Oma kennen, ein junges Mädchen, das seinen Platz im Leben und der Liebe sucht. Die Vergangenheit der Protagonisten wird aufgearbeitet und die Tücken von Freundschaft und Liebe sind ein großes Thema. Also wie ihr seht, kann man dieses Buch nicht nur mit einem Wort beschreiben.

Besonders hervorzuheben von meiner Seite ist, dass die Autorin auch aus Marys Sicht schreibt. Sie wechselt zwischen Katies Sicht und der von Mary. Dies macht es für mich einfacher mich in Mary hineinzuversetzen.

Fazit:
„Die Ungehörigkeit des Glücks“ ist ein Buch, welches 3 Themen behandelt, die nicht so alltäglich sind. Durch Marys Erkrankung kann ich mich jetzt besser in Demenzkranke Menschen hineinversetzen. Das ist für mich wirklich ein sehr großer Pluspunkt dieser Geschichte. Allerdings fand ich den Anfang, wie bereits oben erwähnt, etwas langatmig.
Daher vergebe ich 4 gute Sterne und eine Leseempfehlung für Leser, denen diese Thematik gefallen könnte.

Rezi: Die Ungehörigkeit des Glücks

Von: Luna Schwarz Datum : 21.11.2016

lunasbookworld.blogspot.co.at/?m=1

Montag, 21. November 2016
Rezi: Die Ungehörigkeit des Glücks
Rezension:
DIE UNGEHÖRIGKEIT DES GLÜCKS

Um was geht es?

Es geht um drei Frauen
Katie-Mary-Carolina
Als Katie ihre Großmutter zum ersten Mal begegnet leidet diese schon unter Alzheimer.
Und in diesem Buch wird die Geschichte der 3 Frauen erzählt.
Es tauchen verborgene Familiengeheimnisse auf.
Aber es erzählt auch die Geschichte einer liebenswerten Freundschaft vin Großmutter und Enkelin.
Eine Geschichte über Familie und dessen Guten und Schleten Seiten.


Meine Meinung:


Ich finde dieses Buch einfach nur ganz toll. Die Geschichte von den Dreien ist so rührend. Besonders toll fand ich wie man beobachten konnte wie sich die Beziehung zwischen Katie und Mary immer eine größere Bedeutung wurde.
Ich kann nicht viel mehr sagen außer dass ich dieses tolle Buch einfach nur weiterempfehlen kann!! ����




Zur Autorin:


Jenny Downham
Ist eine ganz tolle Autorin!
Ich habe bereits ihren ersten Roman „Bevor ich sterbe“ auch soo sehr geliebt!
Und das neue Buch hat meine Erwartungen auch vollkommenst erfüllt!
Ich liebe diesen symphatischen Schriftstil sehr.



Bewertung:


5/5 ⭐️





Vielen Dank ans Bloggerportal dass ich dieses tolle Buch zugesendet bekommen habe! ��

Sehr Gefühlvoll

Von: Sojemis Welt Datum : 12.11.2016

https://m.youtube.com/channel/UCq4U3dxFoR-0b-c40NG4mEw

Ein wundervolles Buch über Missverständnisse, Fehler aber auch viel Ehrlichkeit.
Drei Generationen, die nicht weiter von einander entfernt sein können, müssen nun zusammen arbeiten. Grandios umgesetzt und sehr Gefühlvoll.

Ein stilles, lange nach klingendes Buch über drei Frauen verschiedener Generationen

Von: Umblättern Datum : 30.10.2016

umblaettern.com

Für die Ungehörigkeit des Glücks habe ich eine unverschämt lange Zeit gebraucht, um es zu Ende zu lesen. Immer wieder musste ich es zur Seite legen und schlucken. Dieses Buch erzählt die Geschichte dreier Generationen, die eher unwillig aufeinanderstoßen.

Katie ist im Teenageralter und leidet unter den hohen Erwartungen und strengen Regeln ihrer Mutter Caroline. Sie ist ein kluges Mädchen, das sich aber nicht nur darauf reduziert sehen möchte. Ihre einzige Freundin hat sie verloren, weil sie sie geküsst hat. So allein auf sich gestellt hadert sie mit sich selbst, als ihre Großmutter Mary wieder in ihr Leben tritt. Mary hat Alzheimer und schwankt zwischen klaren Episoden und dem Horror, den man erlebt, wenn man seine Erinnerung verliert und sich dessen auch bewusst ist. Während Mary und Katie sich erstaunlich gut verstehen, ist Marys Tochter Caroline über die Zusammenführung komplett unglücklich, denn Mary hatte sie als Baby an ihre Schwester Pat übergeben und sich seitdem nicht mehr bei ihr gemeldet.

Nun zeigt sich im Laufe des Buches, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Vor allem Marys und Carolines Geschichte hat einen sehr verworrenen Hintergrund. Hätte ich nun einfach das Buch in einem Rutsch durchgelesen, hätte ich es wohl echt blöd gefunden, wie Caroline mit Mary umgeht. Oder gut gefunden, dass Katie nicht mehr dauernd auf ihre Mutter hört. Aber mit längerem Nachdenken musste ich feststellen, dass jede Medaille eben doch zwei Seiten hat und das fand ich sehr gut vermittelt. Ich muss zugeben, dass die Erzählweise auch ziemlich langsam ist. Es tut sich eigentlich gar nicht viel hier. Die Ungehörigkeit des Glücks ist mehr eine Beobachtung dreier Frauen und deren gemeinsamer Zeit. Und das geschieht mit viel Hingabe zum Detail, mit Ausschmückungen von Momenten und der Konzentration auf Emotionen und weniger auf Taten. Das muss man wollen, aber dann ist es gut gemacht.

Die Wahrheit wird von jeder Person anders ausgelegt ...

Von: Madame Peumbra Datum : 25.09.2016

https://imbuecherzelt.wordpress.com

Seit Ewigkeiten habe ich ein anderes Buch von Jenny Downham auf meiner Wunschliste. Doch wie Ihr sicher wisst, ist es immer so eine Sache mit den stetig wachsenden Wunschlisten … Umso mehr habe ich mich gefreut, als der Bertelsmann Verlag mir die Möglichkeit gegeben hat, dieses wunderbare Buch zu lesen.

Auch dies ist eines aus der Kategorie immer wieder drumherum geschlichen und sich nicht sonderlich dafür interessiert. Ich bereue es zu tiefst es nicht schon eher gelesen zu haben – so viel sei gesagt!

Ich bin eine sehr sensible Person und das vor allem in Bezug auf Krankheiten. Deshalb kostete es mich Einiges an Überwindung dieses Buch zu lesen. Alzheimer betrifft nicht unbedingt uns selbst, jedoch wurden sicherlich viele von Euch schon selbst einmal damit konfrontiert oder hatten damit zu tun. Jenny Downham hat mit ihrer wundervollen Geschichte den Lesern die Welt des Vergessens geöffnet und ihnen gezeigt wie es für Angehörige sein kann und sogar versucht es aus Sicht des Betroffenen zu beschreiben. Zu Beginn hat sich die Story etwas gezogen und ich hatte zum Anderen auch Bedenken es gefühlsmäßig auszuhalten, eine so wahre und rührende Geschichte zu lesen. Doch es hat dann funktioniert und ich bin sehr froh darüber. Detailliert und ausgiebig hat Downham die Lebensgeschichte einer Familie beschrieben wie sich nicht unterschiedlicher und doch gleicher sie nicht sein kann. Man fühlte sich sofort in das Leben hineinversetzt und als vollwertiges Familienmitglied. Mit flossen sehr oft die Tränen, denn es waren nicht nur die zukünftigen Gedanken wie es einmal mit der eigenen Familie stehen kann, sondern man hat mitgelitten. Mitgelitten mit Katie, die gewisse Dinge nicht eingestehen konnte; Chris, der die wirklich den Anschluss fand; Caroline, die ihrer Mutter nicht vergeben konnte und Mary, die sich nichts sehnlicher wünschte als Das – es jedoch immer wieder vergessen hat!

Gefüllvvolles Familiendrama mit drei starken Frauen

Von: vanessaaaxx Datum : 23.09.2016

https://dontburyyourthoughts.wordpress.com/

Infos zum Buch:

Titel: Die Ungehörigkeit des Glücks
Originaltitel: Unbecoming
Autorin: Jenny Downham
Erscheinungstermin: 22.02.2016
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
ISBN: 978-3570102923
Taschenbuch: 480 Seiten
Preis: € 19,99,99 [D] | € 20,60 [A]
→ hier kaufen

Klappentext:

Drei Frauen – Drei Generationen – Drei Lebensgeschichten

Die Begegnung der drei lässt alte Wunden aufbrechen und Lebenslügen zerbrechen. Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …

Infos über die Autorin:

Jenny Downham war Schauspielerin, bevor sie mit ihrem ersten Roman Bevor ich sterbe einen Weltbestseller schrieb. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in London.

Meine Meinung:

„Ich bin ungehörig. Was ihr sehr passend vorkam, denn Mary’s Vater hatte damals immer zu ihr gesagt, sie benehme sich „ungehörig“, wenn sie über die Stränge schlug. etwas gehörte sich nicht, hieß, es war unnatürlich, verkehrt und unschicklich. All das, was ein Mädchen nicht sein sollte.“ – Katie auf Seite 456, Z. 26-31

Wow. So eine Art Roman hatte ich bisher noch nicht gelesen. 3 Frauen, 3 Geschichten und eine Familie. Aber fange ich zu erst mal am Anfang an.

Der Titel finde ich passend. Am Anfang habe ich noch gerätselt warum dieser gewählt wurde aber mit dem Zitat oben habe ich dann den Zusammenhang verstanden. Das Cover finde ich durch die harmonierenden Farben und das Mädchen mit den schönen Augen auch sehr ansprechend.

Nun zum Inhalt. Sonst lese ich eigentlich Dramen oder Thriller. Aber mal wieder ein „ruhiges Buch“ zu lesen fand ich ganz gut. Die Story hat nicht gerade spannend angefangen und es hat sich etwas gezogen aber dann wurde es interessanter, als man mehr über die 3 Frauen erfährt. Mary hat Demenz und verliert ihren Mann Jack . Da sie nun alleine ist kommt sie zu ihrer Tochter Caroline, mit der sie nicht so ein gute Verhältnis hat. Dieses Thema wird innerhalb des Romans aufgeklärt und man erfährt warum Caroline so zu ihrer Mutter steht und ich finde es auf den ersten Blick nachvollziehbar.

Katie verbringt in der Zeit von Mary’s Anwesenheit viel Zeit mit ihrer Großmutter und beginnt die Erinnerungen, die Mary zu frühen Morgenstunden noch hat aufzuschreiben. So lernen wir Mary’s Sicht der Dinge und zu ihrer Vergangenheit mit Tochter Caroline kennen. Der Schreibstil gefällt mir richtig gut. Die Geschichte ist einfach so berührend und Mary tut mir richtig leid. Der Roman ist so lebendig erzählt.

Mit Katies Geschichte konnte ich mich besonders gut identifizieren. Sie findet nicht nur die Dinge über die Vergangenheit ihrer Mutter & Großmutter raus sondern lernt auch viel über sich selbst. Sie lernt nämlich Simona kennen und muss sich klar darüber werden was sie fühlt. Auch diese Geschichte ist so toll geschrieben ich konnte mich richtig gut hineinversetzten und dass nicht nur weil ich es so ähnlich erlebt habe. Ich fand es genau richtig beschrieben, die Ängste von Katie über die Reaktionen ihrer Freundinnen. So habe ich früher auch gedacht und ich finde gut, wie Katie am Ende damit umgeht.

Fazit:

Sehr gefühlvoller Roman, mit 3 starken Frauen und 3 unterschiedlichen Themen die behandelt werden. Ich habe den Roman gerne gelesen.

⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Vielfalt des Lebens

Von: buecherecke Datum : 10.09.2016

buecherecke8.blogspot.de

Inhalt:
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …

Meine Meinung:
Zu diesem Buch wollte ich mir eine eigene Meinung bilden, da ich bisher sehr viel negative Kritik darüber gesehen habe. Außerdem gefiel mir der Roman 'Bevor ich sterbe' von der gleichen Autorin sehr gut. Aber leider teile ich die Meinung der anderen teilweise. Am Anfang kam ich überhaupt nicht voran und hatte auch gar keine Lust aufs lesen, warum ich zwischendurch auch andere Bücher gelesen habe. Die Geschichte zu Beginn war einfach nicht interessant, sondern langweilig. Irgendwann habe ich mir dann gesagt, dass ich das Buch jetzt einfach lese, weil ich mal fertig werden wollte. Und ich muss sagen, mit der Zeit wurde die Story spannender und die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Vor allem die Beziehung zwischen Katie und ihrer ihr eigentlich fremden Großmutter Mary hat mir sehr gut gefallen. Die beiden waren mit Abstand meine Lieblingscharaktere! Gefallen fand ich auch an den Rückblenden, die in der Gegenwart geschrieben waren und aufschlussreiche Einblicke in Marys Vergangenheit gegeben haben. Es gibt eines, was alle Menschen dieses Buches gemeinsam haben: Sie sind einfach menschlich dargestellt und haben alle ihre Schwächen. Katie, ihre Großmutter, ihre Mutter und ihr kleiner Bruder. Gut dargestellt war in diesem Buch Marys Demenz. Dem Leser wird der Prozess des langsamen Vergessens vor Augen geführt und, dass ein Mensch mit Demenz oft in seiner Vergangenheit oder Kindheit lebt. Aber es wird auch gezeigt, dass man trotz der Krankheit noch Freude in seinem Leben haben kann und die Lebensgeister noch nicht verblüht sind. Dafür ist Mary das beste Beispiel: Sie hatte schon immer das Feuer in sich und war eine aufgeweckte, spontane, junge Dame. Auch als alte Dame möchte sie nicht auf Abenteuer verzichten und unternimmt aus diesem Grund viel mit Katie. Im Roman werden außerdem noch eine Vielzahl von schwierigen Themen angesprochen, wodurch der Leser zum Nachdenken aufgefordert wird.

Mein Fazit:
Die Ungehörigkeit des Glücks ist ein Roman mit einem unspektakulären Anfang, dafür aber einer interessanten Geschichte, die direkt aus dem Leben gegriffen scheint.



Die Ungehörigkeit des Glücks bekommt von mir 4/5 Sterne!

Das ureigene Glück

Von: Kerry aus Berlin Datum : 06.09.2016

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Mary und Jack sind ein älteres Ehepaar, das einen friedlichen Lebensabend miteinander verbringt. Sie lieben einander noch immer und geben aufeinander acht. Ihre Liebe ist ohne Forderung, sondern ein reines Geben. Doch ihr Glück endet, als Jack stirbt und Mary allein zurückbleibt. Zwar ist Mary soweit noch fit, doch alleine leben kann sie nicht, denn sie hat Alzheimer und muss daher betreut werden. Das Krankenhaus informiert ihre Tochter Caroline über die Situation.


Diese ist alles andere als begeistert, davon zu erfahren. Nicht nur, dass sie seit Jahren keinen Kontakt mehr mit ihrer Mutter hatte, nun soll sie sich auch noch um sie kümmern, bis ein Platz in einer Pflegeeinrichtung frei wird. Als hätte sie nicht schon genug zu tun, ohne Mann, dafür aber mit Nachwuchs in Form ihrer 17-jährigen Tochter Katie und ihrem behinderten Sohn Chris. Alles in allem so schon keine leichte Situation und jetzt noch die Verantwortung für eine Alzheimerkranke zu übernehmen - das ist zu viel, zumal es sich dabei um die Frau handelt, die sie einst weggegeben hat. Doch zähneknirschend fügt sie sich in ihr Schicksal, mit dem Wissen, dass sie den Behörden ordentlich Dampf machen wird, um ja schnellstmöglich einen Pflegeplatz für Mary zu bekommen.


Derweil wird Mary in Katies Zimmer mit einquartiert. Katie entdeckt schnell, dass ihre Großmutter, so sehr sie auch in der Vergangenheit leben mag, eine überaus interessante Persönlichkeit ist und freundet sich mit ihr an. Es fällt ihr nicht schwer, wahre Gefühle für die alte Frau zu entwickeln, denn sie fühlt: sie sind einander sehr ähnlich. Katie ist geradezu fasziniert von ihrer Großmutter und versucht, so viel wie möglich über deren Leben zu erfahren und wie es zu dem Bruch zwischen ihr und ihrer Mutter kam. Nach und nach taucht sie in die Vergangenheit Marys ein und muss feststellen - ein jeder hat eine ganz eigene Vorstellung vom Glück ...



Das ureigene Glück! Der Plot des Buches wurde sehr einfühlsam und bildhaft erarbeitet. Besonders schön fand ich die Szenen dargestellt, die Mary aus ihrer Vergangenheit erneut erlebt und wie sich vor meinen Augen so ein Bild herauskristallisiert hat, was vor so vielen Jahren wirklich passiert ist. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Begeistert hat mich die Figur der Katie zurückgelassen, denn diese geht so offen und ehrlich mit ihren Mitmenschen um, dass sie fast zu gut für diese Welt ist. Interessant erarbeitet empfand ich auch die Figur der Caroline, denn diese (teils verbitterte) Frau, die es wirklich nicht immer leicht hatte ein ihrem eigenen Leben, erkennt erst sehr spät, dass nicht immer als so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Diese Einsicht jedoch fällt ihr sehr schwer. Den Schreibstil empfand ich als sehr einfühlsam erarbeitet, ich bin förmlich in dem Buch versunken und erst nach Beendigung der Lektüre wieder aufgetaucht.

Probleme des Lebens

Von: Book Love Datum : 20.08.2016

booklove-bloggt.blogspot.de/


Meinung

Jenny Downham ist vielleicht schon einigen ein Begriff. Sie ist die Autorin, welche sich mit dem Buch „Bevor ich sterbe“ an ein sehr schwieriges Thema herangewagt hat und dabei alle Tabus gebrochen hat. In „Bevor ich sterbe“ , geht es um ein junges an Krebs erkranktes Mädchen, welche sich eine Liste mit Dingen macht, die sie noch erleben will, bevor sie stirbt.
Auch in dem Buch „Ich gegen dich“ setzt sie sich in Form eines Jugendbuches mit sehr schwierigen Themen auseinander.
Leider hat mir ihr Buch „Ich gegen dich“, welches ich als zweites von ihr gelesen habe, überhaupt nicht gefallen, so dass ich den Inhalt sehr schnell vergessen hatte.

Mit diesem Buch wollte ich der Autorin und meiner Namensvetterin eine zweite Chance geben.
Vorneweg, das Buch hat mir gut gefallen, aber an „Bevor ich sterbe“ kommt es für mich lange nicht heran, denn bei diesem Buch wurde ich bei jeder Seite von so vielen Emotionen gepackt, dass ich bei jeder Seite mindestens eine Träne vergossen habe. Auch dieses Buch trieft nur so voller Emotionen, jedoch lag es vielleicht einfach an den Themen des Buches, dass ich nicht in der Geschichte versunken bin.

Typisch für Jenny Downham ist es auch, dass sie viel über Konflikte innerhalb der Familie schreibt. In dem Buch „Die Ungehörigkeit des Glücks“ spielen zudem die Themen: Erwachsen werden, Mutter sein und der Umgang mit Alzheimer, eine zentrale Rolle.

Das Buch bringt einen dazu, sich mal selbst zu reflektieren und sich einzugestehen was man wirklich ist und zwar ein Mensch mit Fehlern.

Die Charaktere in dem Buch sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, so dass man sich perfekt in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen kann.
Es ist Ein typisches Buch von Jenny Downham, welches wieder ganz klar Wert auf eine Sache legt: Die ganz großen Gefühle zeigen und auch in einem selbst zu wecken.

Es war unterhaltsam zu lesen, leider aber nicht so spannend, dass man kaum die nächste Seite erwarten kann, dies ist für mich leider ein Minuspunkt, obwohl man die große Spannung bei solch einem Roman auch eigentlich nicht erwarten sollte.
Das Ziel des Buches ist es nämlich nicht große Spannung zu erzeugen, sondern die Leser dazu zu bringen, etwas aus dem Buch zu lernen und ihnen ein paar Weisheiten mitzugeben.

Wer sich von starken Gefühlen überwältigen lassen will und Lust hat viel über sich selber und seine Familie nachzudenken,
für den ist das Buch genau das Richtige. Aber wer auf eine Geschichte wartet, die von Überraschungen und Spannung nur so trotzt, der
wird eher enttäuscht sein.

Katie, die Protagonistin, versucht zwar zusammen mit ihrer an Alzheimer erkrankten Oma die Familiengeheimnisse aufzudecken, jedoch passiert nichts was den Leser wirklich umhaut, da man nicht mit gerechnet hätte.

Man merkt durch dieses Buch einfach wie individuell jeder Mensch ist und wie schwierig es manchmal sein kann, wenn in der Familie völlig verschiedene Charaktere aufeinander treffen.
Wie kann man mit einer Mutter leben, die genau das Gegenteil von einem selber ist?
Was bedeutet es eine gute Mutter zu sein? Was ist die richtige Balance zwischen Strenge und der Freiheit des Kindes?

Unterschwellig ist somit auch Pädagogik ein großes Thema des Buches, denn es werden verschieden Erziehungsstile aufgegriffen.
Zudem konnte ich mir auch einiges Wissen über Alzheimer aneignen. In dem Buch werden Bäume als Metapher für Erinnerungen genutzt, so dass es wunderbar verständlich wurde. Man muss sich vorstellen, jeder Mensch hat einen riesigen Wald im Kopf und bei Menschen mit Alzheimer, wird dieser Wald Tag für Tag immer kleiner, denn die Bäume werden gefällt. Wenn es dann so weit ist und der letzte Baum umfällt, dann weiß der Mensch nicht einmal mehr wie das Atmen funktioniert und stirbt.

An sich kann man über den Inhalt des Buches nicht viel sagen, denn sonst würde man direkt zu viel verraten.

An manchen Stellen ist das Buch sehr schwierig zu verstehen und auch die Thematik des Buches führt dazu, dass ich "Die Ungehörigkeit des Glücks" nicht als wirkliches Jugendbuch sehen kann.
Jedoch beschäftigt sich dieses Buch mit Probleme jeder Altersstufen.
Die Oma plagt das Problem:“Wie ist es mit Alzheimer zu leben?“
Die Mutter fragt sich:“Was macht eine perfekte Mutter aus?“
Und das Kind sorgt sich, über die Probleme, welche auf dem Weg zum Erwachsen werden auftauchen.

"Die Ungehörigkeit des Glücks", warum hört das Glück nicht einfach mal darauf, was ich wirklich will?


Fazit

Das Buch ist für alle Bücherwürmer, die gerne mal über das Leben und die schwierigen Seiten des Lebens nachdenken wollen, die auch mal froh über ein paar Weisheiten sind und sich gerne von den ganz großen Gefühlen packen lassen wollen. Jedoch werden hier die Menschen, die Spannung lieben und etwas jüngere Menschen, nicht auf ihre Kosten kommen.
Probleme mit dem eigenen Leben, tauchen in jedem Alter auf und wer sich gerne mal mit diesen beschäftigen möchte, der ist hier genau richtig.
Ein Buch für alle, die sich mal öfter fragen, wo denn ihre Portion Glück im Leben bleibt.

Gelungenes, andersartiges Buch über Familienprobleme

Von: Beloved Books By Tine Datum : 16.08.2016

lovelybooksbytine.blogspot.de

Das Cover finde ich sehr gut. Leider weiß ich nicht, welche der drei Frauen es darstellen soll. Die Farbe spricht mich spontan sehr an. Außerdem ist alles farblich aufeinander abgestimmt und farbenfroh. Sie wirkt sehr zerbrechlich und gedankenverloren. Die Augen sind sehr ausdrucksstark, leuchtend und durchdringend. Ich habe das Gefühl beobachtet zu werden. Rundum gelungen.
Ohne den Schutzumschlag ist das Buch von dem gleichen Lila.


Es ist nicht so eine 0-8-15-Story über Liebe, Jugend, Fehler und Familie. Es ist viel tiefgründiger.
Katie ist 17 und lebt mit ihrer Mutter Caroline und ihrem Bruder Chris zusammen. Plötzlich kommt ein Anruf aus dem Krankenhaus. Carolines Mutter und Katies Großmutter Mary hatte einen Unfall, bei dem sie verletzt wurde und ihr Lebensgefährte starb.
Es gibt nun aber drei Probleme.
Erstens: Mary und ihre Tochter verstehen sich nicht.
Zweitens: Mary leidet an Demenz und vergisst alles um sich herum.
Drittens: Sie darf nicht wieder allein nach Hause.
Also müssen sie sie mit nehmen. Katie teilt sich von nun an ein Zimmer mit Mary und findet immer mehr über ihre Geschichte heraus. Alles was sie erfährt und findet schreibt sie auf, damit Mary, falls sie es vergisst, alles neu lesen kann und sich wieder erinnert.
Sie taucht immer weiter in die Geschichte ihrer Familie ein und übertritt dabei auch Grenzen. Schließlich findet sie die Wahrheit raus, warum Caroline Mary nicht mag und nicht mehr mit ihr unter einem Dach leben kann.
Bei all dem Familiendrama lernt sie allerdings noch jemanden kennen und ist sich sehr unsicher dabei.
Und sie versucht ihre beste Freundin wieder zurück zu gewinnen.
Was noch passiert und wie es ausgeht, müsst ihr allerdings selbst lesen.


Dieses Buch ist sehr gelungen. Es ist andersartig in vielerlei Dingen, spricht Themen an, über die viele schweigen und mit denen viele nicht umgehen können. ZB die Demenz, jedoch im Klappentext Alzheimer: Demenz ist gerade für Angehörige schwer zu verstehen und zu akzeptieren. Sie kämpfen dagegen an und versuchen mit allen Mitteln und auch Druck die Erlebnisse wieder ins Gedächtnis zu bekommen. Dadurch wird es für alle noch schwieriger. Katie dagegen geht dem sehr gut entgegen und findet eine Möglichkeit, um Mary anders und ohne Druck zu helfen und das jeden Tag von neuem. Zwischendurch weiß Mary wieder vielen, vergisst es aber auch schnell wieder.
Es ist toll, dass so ein schwieriges Thema Hauptteil der Geschichte ist. Es ist spannend zu erfahren, wie verschieden die Menschen damit umgehen und teilweise auch die Gedanken eines Betroffenen zu lesen. ZB im Buch spricht Mary immer wieder von dem Mädchen, das sehr nett ist. Damit ist Katie gemeint und sie vergisst immer wieder ihren Namen.
Die Geschichte geht mir sehr nah und unter die Haut. Sie ist sehr ergreifend.
Dazu kommt der flüssig zu lesende Schreibstil, der es einem ermöglicht, gut durch das Buch zu kommen und Spaß beim lesen zu haben, trotz des Themas.
Auch geht es um das Thema Vertrauen, Wahrheit, Beziehung zwischen Mutter und Tochter und natürlich die Liebe. Wobei diese auch anders und mit Ängsten verknüpft dargestellt wird.


Im Großen und Ganzen sehr gelungen.
Das Einzige, was mich irritiert hat, war, dass im Klappentext von Alzheimer gesprochen wird, dieses Wort aber nirgends im Buch findet. Da wird es als Alters-Demenz und ähnlichem bezeichnet, obwohl dies doch ein Unterschied ist. Denn Alzheimer ist eine Erbkrankheit und Demenz Alters- und Erlebnisse-abhängig.

Wie "Honig im Kopf"?

Von: sunnys_books Datum : 13.08.2016

sunnys-books.blogspot.de/

Inhalt:

Nach dem Weltbestseller "Bevor ich sterbe" kommt nun ein neuer Roman von Jenny Downham.

Katie, Caroline und Mary: Drei Generationen, doch sie kennen sich kaum. Der Fall ist klar, Mary zeigt Anzeichen von Alzheimer und kommt so als Pflegefall zu ihrer Tochter Caroline, die ihre Mutter seit Jahren nicht gesehen und eigentlich auch har nicht kennt. Katie und ihr Buder Chris lernen nun ihre Großmutter kennen, von der sie nicht wussten, dass diese existiert. Caroline ist gar nicht begeistert, von der Idee, ihre Nutter bei sich wohnen zu lassen, doch Katy findet es toll undinteressant diese alte Dame kennenzulernen. Um dem Geheimnis ihrer Großmutter und Mutter auf die Spur zu kommem schreibt sie alles auf, an das Mary sich erinnert. Neben typischen Jugendproblemen muss Katie nun aber auch auf ihre Oma aufpassen und das ist gar nicht so einfach, denn Mary rennt immerwieder weg in die Stadt, als suche sie was. Doch keiner weiß wonach sie sucht und sie selbst weiß es auch nicht mehr, denn ihre Erinnerungen gehen immer mehr verloren.

Meine Meinung:

Ich habe mich sehr darauf gefreut dieses Buch zu lesen, denn es hat mich an "Honig im Kopf" erinnert, den Film von Til Schweighöfer. Jeder hat dieses Buch etwas ganz anderes zu bieten. Die ersten paar Seiten konnte ich super locker leicht weg gewesen auch wenn ich die Mutter Caroline extrem nervig fand und immer noch finde. Katie und Mary jedoch sind mir sehr sympathisch rüber gekommen und so konnte ich mich schnell mit den Protagonisten anfreunden. Das Buch ist in drei Teile gegliedert die jeweils keine Titel haben. In jedem Teil liegt der Schwerpunkt bei einer anderen der drei Personen. Im ersten Teil ist es Caroline, im zweiten Mary und im dritten dann Katie. Störend fand ich, dass dieses Buch nicht in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, denn so hätte es, denke ich, viel mehr Gefühl gehabt. Die kleinen Rückblicke in die Vergangenheit von Mary fand ich sehr interessant, weil man so über sie als auch über Caroline etwas erfahren hat.

Fazit:

Insgesamt würde ich sagen, dass es ein schönes Buch ist, mit einer interessanten Familienbeziehung und bewerten tu ich das ganze mit 3,5 / 5 Sternen, da mir doch ein bisschen was gefehlt hat aber die Geschichte an sich gant wunderbar ist.

Liebe Grüße eure Sunny

Ruhiger und starker Selbstfindungsroman

Von: unzensiert ♡ team Datum : 10.08.2016

unzensiertblog.blogspot.de/

Das Leben der 17-jährigen Katie wird auf den Kopf gestellt, als auf einmal eine alte Dame in ihr Zimmer zieht: Ihre Großmutter Mary, die sie noch nie gesehen hat und die an Alzheimer erkrankt ist. Katie beginnt, Marys Erinnerungen aufzuzeichnen – und findet den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen, während sie mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter die Geheimnisse der Vergangenheit zu lüften beginnt.

Jenny Downham, deren Debütroman "Bevor ich sterbe" ein Weltbestseller wurde, beweist mit diesem Buch erneut ihr Talent für die schwierigen Themen. "Die Ungehörigkeit des Glücks" handelt von drei Frauen, vom Mutter-Sein, von Selbstverwirklichung, von Verantwortungsgefühl und nicht zuletzt der Aufgabe, sich den Dingen zu stellen.
Dabei gibt es keine Schwarz-Weiß-Malerei, keine "einfachen" Lösungen oder Rollenzuschreibungen. Alle drei Frauen und auch Katies Bruder Chris (der zwar eher eine Nebenfigur, aber dennoch liebevoll integriert ist) sind Charaktere mit vielen Facetten, liebenswerten Eigenschaften und negativ aufstoßenden Fehlern – richtige Menschen eben. Hat man sich als Leser zunächst recht schnell eine Meinung über die Figuren gebildet, wird im Verlauf des Buches bald deutlich, dass stets mehr hinter den Personen steckt, als nur das Offensichtliche. Jede hat ihre Sichtweise auf verschiedene Geschehnisse, aber erst, wenn alle drei offenbart werden, kommt die ganze Wahrheit ans Licht.
Neben der Familiengeschichte bringt die Autorin uns einfühlsam das Thema Alzheimer näher. Hier wäre vielleicht noch ein wenig mehr aus Sicht der Mutter interessant gewesen, aber auch so treten die Schwierigkeiten klar heraus. Ein weiterer Erzählstrang befasst sich mit der Entdeckung der eigenen Homosexualität und den Fragen, die sich damit ergeben, sowie den Schwierigkeiten des Coming Outs.
Durch wechselnde Erzählperspektiven kamen wir den Figuren sehr nahe, so dass wir uns gut einfühlen konnten, aber immer noch genug Distanz hatten, alles aus einem übergeordneten Blickwinkel zu betrachten. Jenny Downhams Schreibstil ist leicht zu lesen und zu verstehen. Hin und wieder gibt es ein paar holprige Ausdrucksweisen oder Gedankengänge, die wir vom Gefühl her eher einem jüngeren Mädchen zugerechnet hätten. Grade zu Beginn haben wir daher eine Weile gebraucht, bis wir richtig in der Geschichte "drin" waren – dann aber ließ sie uns nicht mehr los.

Jenny Downham zeigt uns, dass zum Glück manchmal die Ungehörigkeit dazu gehört. Eine spannende und berührende Geschichte, die Mut macht und von uns 4 von 5 Herzen erhält. Eine klare Leseempfehlung, wenn man die Zeit hat, sich auf diesen ruhigen und dennoch intensiven Roman einzulassen.

Totale Überraschung, unbedingt lesen!

Von: SophieNdm Datum : 08.08.2016

sophies-leseecke.blogspot.de/

Inhalt:
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird.
Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen.
Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren.
Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen.
Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet.
Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …


Meine Meinung:
Ich weiß nicht genau was ich eigentlich von diesem Buch erwartet habe, aber es hat mich total überrascht.
Die Story hat ein, für mich, sehr emotionales und ernstes Thema: Alzheimer.
Eigentlich lese ich nicht gerne Bücher, bei denen das Thema Krankheit im Fokus steht, aber bei diesem hier hat sich der Klappentext so interessant angehört, dass ich es unbedingt lesen wollte.
Der Inhalt konnte mich absolut überzeugen und Katie war eine tolle und sehr authentische Protagonistin, in deren Handlung ich mich absolut rein versetzen konnte.
Die "Nebenstory" die noch zusätzlich zu der Geschichte mit Ihrer Oma stattfindet, fand ich auch total interessant und besonders.

Der Schreibstil von Jenny Downham hat mir auch sehr gut gefallen. Er war sehr flüssig und angenehm zu lesen und auch den Aufbau mit den beiden parallelen Geschichten fand ich super!

Für einen Jugendroman fand ich das Thema und auch die Umsetzung sehr besonders.
Es ist mal keine locker-leichte Teenie Story und ich finde, abgesehen davon, dass die Protagonistin 17 Jahre alt ist, könnte das Buch auch gut als "Erwachsenen-Roman" durchgehen.

Fazit:
Mal etwas wirklich anderes für mich. Es ist definitiv kein Buch, dass man mal schnell nebenbei lesen kann, da es doch ein recht ernstes Thema ist.
Ich habe es absolut nicht bereut, dass ich mich mal an was neues rangewagt habe und das war zwar mein erstes, aber definitiv nicht mein letztes Buch von Jenny Downham!

Ein wundervolles Buch

Von: Drakonia Datum : 04.08.2016

drakoniasbuecherwelt.blogspot.de/

Jenny Downham – Die Ungehörigkeit des Glücks

Erscheinungsdatum: 22. Februar 2016
Format: Gebundene Ausgabe
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
Seiten : 480
Preis: 19,99 €

Klappentext:
Aktuell und zeitlos zugleich, zutiefst menschlich und authentisch – einfach große Frauenunterhaltung.

Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …

Meine Meinung:
Das Buch "Die Ungehörigkeit des Glücks" handelt über drei Frauen. Drei Generationen. Eine Familie. Mary, die an Demenz erkrankte Großmutter, Caroline, eine berufstätige zweifache Mutter und Marys Tochter und dann gibt es noch Katie, eine 17-Jährige, fleißige Schülerin, Tochter von Caroline und Enkelin von Mary.
Caroline erhält aus heiterem Himmel den Anruf, das sie Mary, nach dem Tod des geliebten Mannes Jack, bei sich aufnehmen soll. Caroline ist davon alles andere als begeistert. Für sie ist Mary eine Fremde und nicht ihre Mutter. Katie und ihr kleiner Bruder Chris, müssen sich erst einmal an die neue Situation und an Mary gewöhnen.
Katie ist die einzige Person, die an Mary rankommt und fängt an, sich für die Familiengeschichte zu interessieren. Doch um alles von Mary zu erfahren, benötigt sie viel Zeit und Geduld, da Mary an Demenz leidet.
Nicht nur das Katie dem lang und gut gehütetem Familiengeheimnis auf die Spur kommen möchte und sich nebenbei noch um die Pflege ihrer Großmutter kümmert, sie hat auch ihre eigenen Probleme. Katie hat noch ein Schuljahr vor sich und muss sich nach Unis umsehen und überlegen, was sie nach der Schule machen möchte. Wie es in dem Alter üblich ist, spielen bei Katie auch die Gefühle verrückt.

Fazit:
Zunächst hat mir der Klappentext des Buches gefallen. Das Cover fand ich jetzt nicht direkt ansprechend. Am Anfang fand ich das Buch nicht so toll. Es war etwas verwirrend geschrieben, zudem gab es Zeitsprünge in die Vergangenheit von Mary. Diese waren allerdings mit Jahreszahlen gekennzeichnet, somit war klar, dass die in der Vergangenheit spielt. Nach knappen 100 Seiten gefiel mir das Buch immer besser. Es war interessant Katie bei der Suche nach dem Familiengeheimnis zu begleiten. Man hatte erst den Eindruck, das Mary eine herzlose Mutter gewesen sei, der es egal ist eine Tochter zu haben. Aber im Laufe der Geschichte erfährt man mehr von Mary und auch was Caroline versucht seit Jahren zu verstecken.
Die Geschichte ist herzergreifend, witzig und gefühlvoll zugleich.


5 von 5 Büchern

Anmerkung: "Die Ungehörigkeit des Glücks" habe ich vom C. Bertelsmann Verlag als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen. Vielen Dank !

Die Ungehörigkeit des Glücks (Jenny Downham)

Von: Steffinitiv Datum : 03.08.2016

https://zwischendenzeilengelesen.wordpress.com/

Klappentext:
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück.

Cover:
Das Cover ist recht schlicht in Lila gehalten. Man sieht im Vordergrund eine recht junge Frau oder ein junges Mädchen liegen. Sie ist zum Teil hinter Stoff versteckt. Das Cover strahlt eine gewisse Leichtigkeit aus und wirkt trotz der schlichten Gestaltung schön und ansprechend.

Mein Fazit

Inhalt & Gedanken:
Nachdem Mary ihre Tochter Caroline bekam, war sie nicht in der Lage eine gute Mutter zu sein, sie hatte andere Pläne und Angst zu versagen. Sie übergab ihre Tochter in die Hände ihrer Schwester, von der sie vermutete, dass diese das Kind schon großziehen würde. Doch wie dem so ist, vermisst Mary ihre Tochter und versucht sie zu sehen.
Die Geschichte spielt im Jetzt, der Pubertät der Enkeltochter Katie. Diese versucht zusammen mit Mary, die an Demenz leidet, herauszufinden, was damals passiert ist und warum zwischen Mutter und Tochter eine so unüberwindbare Hürde steht. Sie beginnt ein Erinnerungstagebuch zu schreiben, damit Mary sich nicht nur ab und zu an die Vergangenheit erinnert, sondern immer nachlesen kann.
Während Mary durch Katies Hilfe immer mehr zu sich und zu ihrer früheren Selbst findet, findet auch Katie mehr und mehr zu sich selbst und muss sich eingestehen, dass sie auf Frauen steht. Besonders Simona, die Kellnerin aus Marys Lieblingscafe hat es ihr angetan.

Demenz ist eine ernstzunehmende und für alle Beteiligten schwierige Krankheit. Doch die Geschichte beschreibt schön, wie man trotz der Krankheit und einem alten Familiendrama wieder zueinander finden kann. Wie viel ein kleiner Schritt in die Richtung eines Menschen bewirken kann und wie stark manche Bindungen sind, die zwischen den verschiedenen Menschen entstehen können (Mutter-Tochter, Großmutter-Enkelin, Mädchen-Mädchen).

Sprache und Stil:
Die Kapitel waren schön untergliedert, sie waren nicht zu lang und entsprechend schön fand ich es sie zu lesen. Es war alles sehr kurzweilig. Die Einschübe der Erinnerungen, die Mary hat, waren thematisch und inhaltlich passend hineingefügt. Man konnte so genau nachvollziehen, was damals passiert ist und konnte dann auch Marys Gefühle bezüglich einer bestimmten Situation oder einem Café gut nachvollziehen.

Lieblingsstelle / Zitat
Eine Geschichte, beschloss Katie, als sie über den Hof zum Eingangstor ging, ist wie ein Stück Stoff oder ein Wollschal, aus dem man mutig einen Faden rausziehen und ihn betrachten kann, weil man ihn in der Hand hat. Aber sie besteht aus zahllosen miteinander verwobenen Fäden, von denen manche einem selber und andere anderen Leuten gehören, und Widersprüche und Ungereimtheiten fließen in das Gewebe ein. (Seite 450)

Meine Meinung:
Ich fand das Thema Demenz und Familie und die Darstellung der einzelnen Aspekte beider Teile sehr gelungen. Jenny Downham zeigt sehr schön, wie wichtig Liebe und Familie ist, sowohl für die Genesung oder für den Umgang mit Krankheiten, als auch für den Umgang mit eigenen Gefühlen oder Neigungen. Mich hat nur das offene Ende bezüglich Simona und Katie etwas gestört. ^^ Das Buch war super schön zu lesen und ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen.

Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Bewertung
Spannung/Handlung ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Romantik ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Charaktere ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Schreibstil ♥ ♥ ♥ ♥ ♥/ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Gesamt ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

in Roman übers Vergessen, Verzeihen und den Mut zu Lieben

Von: -Leselust- Datum : 28.07.2016

leselustbuecher.blogspot.de

Kurzmeinung:
Ein wunderschöner Roman über Familie, über Liebe und das Vergessen. Übers Mensch Sein, das Fehler Machen und das Verzeihen.
Für alle, die das Thema Alzheimer oder auch LGBT interessiert.

Klappentext:
Aktuell und zeitlos zugleich, zutiefst menschlich und authentisch – einfach große Frauenunterhaltung.

Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …


Mehr Infos zur Handlung:
Es geht also um 3 Generationen von Frauen. Carolines und Katies Alltag wird auf den Kopf gestellt, als ihre Mutter und Großmutter Mary bei Ihnen einzieht. Es bedeutet für sie ein Umdenken und Reflektieren ihrer alten Verhaltensmuster. Katie, die ja bis dahin nicht mal wusste, dass sie eine Großmutter hat, nimmt sich vor, mehr über die Geschichte ihrer Familie herauszufinden. Schnell entwickelt sich eine wunderschöne Beziehung zwischen ihr und Mary. Katie kümmert sich wirklich sehr rührend und ihre Oma und schreibt für sie ein Erinnerungsbuch, in dem sie Marys Geschichten aufschreibt und ihr dann später wieder vorliest. Die sehr brave und angepasste Katie wird durch Mary inspiriert, mehr zu sich selbst zu stehen und mutiger zu sein.
Auch Caroline durchläuft eine Veränderung, als sie sich endlich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt und ihren lang gehegten Groll nach und nach aufgibt. Sie muss lernen, die Mauern um sich herum einzureißen und Gefühle zuzulassen.
Die Geschichte wird aus Sicht der Enkelin Katie und der Großmutter Mary geschrieben. Außerdem gibt es 2 Erzählzeiten: Neben den Kapiteln in der Gegenwart gibt es auch immer wieder Rückblicke zu Marys Kindheit und Jugend und auch ihr späteres Leben, in dem auch ihre Schwester Pat eine große Rolle spielt.

Meinung:
Besonders gut gefallen hat mir an dem Buch, dass es eine Geschichte wie aus dem Leben ist. Von Anfang an fühlt man sich wie mitten im Geschehen. Die Charaktere sind wundervoll komplex dargestellt und durchweg menschlich. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, macht Fehler und verletzt andere, weil man nicht über seinen Schatten springen kann. Als Leser ärgert man sich manchmal über die Charaktere, aber man kann niemandem als "den Bösen" hinstellen, weil man immer die Motive und Beweggründe der Charaktere nachvollziehen kann. Das finde ich unglaublich gelungen. Die Familiendynamik ist sehr komplex dargestellt.
Ebenso gefallen hat mir der herrlich unaufgeregte Erzählstil. Bei vielen Rezensionen hab ich gelesen, dass die Leser das Buch langweilig fanden. Ja, es ist kein Pageturner, aber langweilig fand ich es kein bisschen. Es ist eben eine sehr realitätsnahe Geschichte. Sie erzählt aus dem Alltag des Familienlebens, aus dem Alltag in der Betreuung eines dementen Angehörigen. Und das ist nicht immer super spannend, aber ich finde, die Autorin hat das Zusammenleben der drei Generationen sehr einfühlsam geschildert.
Mein Lieblingscharakter ist Mary. Durch die aus ihrer Sicht geschriebenen Kapitel gewinnt man wertvolle Einblicke in das Empfinden einer an Demenz erkrankten. Es muss schrecklich sein, wenn einem seine wertvollen Erinnerungen langsam aus dem Gedächtnis schwinden. Und trotzdem bleibt Mary so optimistisch. Alles am ihr hat so eine Leichtigkeit. Mir gefällt auch, dass bei ihr manchmal so etwas Kindliches durchkommt, dadurch, dass sie sich nicht mehr um soziale Zwänge schert. Außerdem ist sie so voller Weisheit und lässt uns daran teilhaben. Oft habe ich mir Stellen markiert und Zitate von ihr rausgeschrieben. Sie war so eine starke und emanzipierte Frau, ist ihr Leben lang allein klar gekommen, hat sich durchgekämpft. Und nun ist sie auf andere angewiesen, wird bevormundet. Das hat mich wirklich sehr berührt.

Katie ist auch ein guter Charakter; sie macht über das Buch hinweg eine Entwicklung durch, die man als Leser recht gut nachvollziehen kann. Zwischendurch waren mir ihre Liebesdramen aber ein bisschen zu platt geschrieben, da hat die Tiefe gefehlt. Die LGBT Thematik ist im Prinzip ein spannender Ansatz, aber die Umsetzung hätte für mich noch etwas geschmeidiger erfolgen können.
Caroline ist ein spannender Charakter, der am Anfang sehr viele Asympathien auf sich zieht. Ich hätte es toll gefunden, wenn auch mal Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben worden wären. Aber durch die Rückblicke bekommt man nach und nach ein besseres Bild von ihr. Sie ist wirklich ein sehr komplexer Charakter, der mir im Laufe des Buches immer besser gefallen hat.
Die Männer im Buch bleiben etwas blass. Da gibt es einmal Chris, Katie Bruder, der an einer ominösen Krankheit leidet, die wiederholt thematisiert wird, ohne jedoch je richtig erklärt zu werden. Als Leser habe ich mich dich ganze Zeit gefragt, warum man dieses Element in die Geschichte einbauen musste, bis relativ zum Schluss die Bedeutung für die Handlung deutlich wird. Dann gibt es noch Steve, den (Ex-) Mann von Caroline, über den man so gut wie gar nicht erfährt; und Pats und Marys Vater, der wieder ein interessanterer Charakter ist.
Und Jack, den verstorbenen Lebensgefährten von Mary. Er findet mehr Platz im Buch und ist ein sehr sympathischer Charakter. Er stirbt am Anfang des Buches, erscheint Mary aber an verschiedenen Stellen und taucht auch in den Rückblicken auf. Ein sehr liebevoller Mann, der Mary wirklich sehr geliebt haben muss. Eine meiner absoluten Lieblingsstellen im Buch ist die, als Katie in Marys Wohnung Klebezettel von Jack findet, die er für Mary geschrieben hat, wenn sie sich im Alltag in ihrer Wohnung nicht mehr zurecht fand. Was für eine romantische Geste.
Insgesamt also ein Buch voller spannender, verschiedener Charaktere, die meist sehr differenziert und nachvollziehbar beschrieben werden.

Lieblingszitat:
Mary: ' Einer Erinnerung hinterjagen ist wie durch Nebel spähen. Man weiß, dass sie da ist, aber nicht, ob sie freundlich oder furchtbar ist, ob sie überhaupt der Realität entspricht, und sie ist ständig in Bewegung. Man erhascht kurze Blicke darauf, verlockende oder quälende Bruchstücke. ''

Die Ungehörigkeit des Glücks

Von: Unauffaellig.auffallend aus Saarbrücken Datum : 24.07.2016

https://unauffaelligauffallend.wordpress.com/?p=1698

Dieses Buch wurde mir durch das Blogger-Portal von dem Verlag C. Bertelsmann zur Verfügung gestellt, was mich riesig gefreut hat, da ich schon sehr sehr gespannt darauf war und mich das Cover direkt angesprochen hatte, auch die Thematik war für mich mal etwas neues, anderes, Tiefgründigeres.

Die Begegnung 3er-Frauen wirbelt eine Menge Geheimnisse, verborgenen Gefühlen und die verlorene Vergangenheit einer Familie auf.

Jenny Downham hat einen tollen Schreibstil, er war flüssig und einfach zu lesen, sie brachte schwierige aber wichtige Themen wie die Pubertät, die Sexualität, Akzeptanz und Intoleranz, Mobbing, Familienzusammenhalt, zerstrittene Familienverhältnisse und eine, für mich, unvorstellbar schlimme Krankheit auf. Alzheimer war noch in keinem der Bücher die ich gelesen hatte Thema und ich konnte zum ersten mal einen Einblick erlangen, in die Gedanken und Beweggründe einer erkrankten.

Durch wechselnde Zeitabschnitte und Perspektiven war ich doch ab und an sehr verwirrt, auch weil die Pagen von Mary oftmals ohne Namen „das Mädchen“ und „der Junge“ und „die Frau“beschrieben wurden. Auf der einen Seite war das natürlich verständlich und wirklich interessant, weil die Krankheit somit noch ein Stück deutlicher in den Vordergrund rückte auf der anderen Seite hat es in meinem Fall oft meinen Lesefluss beeinträchtigt.

Die Protagonisten waren durch und durch echt, echt und nachvollziehbar. Katie die Tochter, möchte ihre Mum nicht enttäuschen, sie hört auf Sie und tut alles, damit sie Stolz sein kann, sie kümmert sich um ihren „kranken“ Bruder und ist einigermaßen gut in der Schule. Wie jeder Teenager hat sie abgesehen davon persönliche tief gehende Probleme die sie sich nicht traut nach außen hin zu zeigen. Ich finde Katie hat eine der größten Entwicklung gemacht und ich wurde mehr und mehr stolz auf sie, dachte immer mehr zu was für einer starken und wunderbaren Frau sie sich entwickelt hat. Sie ging wunderbar mit der Begegnung ihrer bislang unbekannten Großmutter um, kümmerte sich, half ihr und wuchs an den Geschichten und Eigenschaften. Sie schaffte ein perfektes und starkes Mittelmaß zwischen dem Mädchen, das sie gewesen war und der Frau, die Ihre Großmutter verkörperte.

Mary die Großmutter, die durch einen bloßen Zufall bei ihrer Tochter einziehen muss leidet an Alzheimer. Sie ist eine Lebensfrohe und wunderbar starke Frau, die immer um ihre Unabhängigkeit gekämpft hatte, was in den 50er 60er Jahre gar nicht so einfach war. Sie hatte eine ereignisreiche aber doch schicksalhafte Vergangenheit. Diese man durch spannende Rückblicke, näher gebracht bekam und somit das Wesen von Ihr besser Verstehen konnte und Entscheidungen nachzuvollziehen die ich nicht immer für gut hieß.

Caro die Mutter von Katie und Tochter von Mary hatte kein leichtes Leben, vieles muss sie durch die Ankunft ihrer Mutter lernen und wieder aus lang vergrabenen Geheimnissen hervorbringen und verarbeiten. Bei ihr dauerte es länger, dass ich mit ihr warm wurde da sie Anfangs doch eine sehr eingeschränkte und veraltete Sicht der Erziehung hatte. Durch ihre Persönliche Gesichte wurden diese Aspekte aber relativ schnell geklärt. Sodass man einiges an Verständnis für sie aufbrachte. Dies hat ihre Entwicklung umso erstaunlicher gemacht.

Auch schockierend, wie Jenny Downham die Problematik der Jugendlichen ins Licht bringt, Mobbing, Unverständnis, Verachtung. Leider ist es nun mal so das die Gesellschaft lange nicht so weit Entwickelt ist, wie sie sollte, immer noch gibt es so viel Hass nur durch Intoleranz.

Drei tolle Frauen.

Von: Svenja Datum : 22.07.2016

the-bookthief.blogspot.de/

Drei Frauen, drei Generationen. Die an Alzheimer erkrankte Mary muss zu ihrer Tochter Caroline ziehen, doch diese ist gar nicht begeistert. Mary und Caroline haben keine klassische Mutter - Kind Beziehung, Caroline wuchs bei ihrer Tante auf und hat wenn nur negative Gefühle für ihre Mutter übrig. Doch Carolines Tochter Katie, die sich von nun an ein Zimmer mit ihrer Großmutter teilt, freundet sich mit der alten Frau an und erfährt so Stück für Stück nicht nur Marys ganz eigene Geschichte sondern auch die ihrer Mutter und allmählich lernt sie auch sich selbst immer besser kennen...


Gestaltung:
Das Cover sticht für mich persönlich nicht sofort ins Auge, es ist ziemlich langweilig und ich muss sagen, dass ich allein die Farbe Lila so gar nicht mag, was aber ins Auge sticht und meine Neugierde geweckt hat ist der Titel des Buches, da musste ich sofort schauen worum es geht. :)


Meinung:
Ich bin generell eine große Freundin von Generations-Romanen, ich mag es in fremde Familiengeschichten einzutauchen und zu sehen warum die Beziehungen sind wie sie sind und hoffe dabei natürlich immer, dass eine Annäherung in der Gegenwart von statten geht. Dieses Buch scheint von daher genau in dieses Muster zu fallen und ich hab es auch wirklich sehr gerne gelesen.

Dieses Buch erzählt von drei sehr unterschiedlichen Frauen, ich mochte es persönlich sehr gerne, dass alle drei einen großen Raum eingenommen haben und jede einzelne von Ihnen seine Geschichte erzählen bzw. bei Katie eher erleben konnte.
Ich mochte sie alle für sich sehr gerne, aber gerade die Beziehung die sich zwischen Mary und Katie entwickelt fand ich wirklich sehr schön, das Thema Alzheimer spielt dabei immer ein bisschen mit, denn Mary leidet teilweise sehr unter der Krankheit und für sie ist es auch schwer sich mit der neuen Wohnsituation vertraut zu machen, weil es manchmal auch für Verwirrung sorgt.
Ich fand die Auseianndersetzung mit dem Thema Alzheimer sehr gut, man merkt, dass die Autorin sich zuvor ausreichend mit der Krankheit befasst hat, ich als Leserin hab sehr viele Informationen zum Ablauf der Krankheit bekommen und fand auch den alltäglichen Umgang damit sehr authentisch und fand auch, dass alle möglichen Ängste und Sorgen hier gut zum Vorschein kommen.
Ich muss sagen, dass ich mich generell sehr für Demenz oder Alzheimer interessiere, weil es für mich einfach ein furchtbarer Gedanke ist alles zu verlieren was mal war und somit auch ein Stückweit wer man ist und ja das löst dann eine gewisse Faszination aus und ich lese darüber gern, auch wenn es mich sehr berührt und manchmal auch ein bisschen zu sehr runterzieht.
Das war in diesem Buch aber nicht der Fall, denn ich finde es geschiehtgenug gutes nebenbei, gerade in Bezug auf die Beziehung von Katie und Mary, so dass es alles nicht so schwer auf mich wirkt.

Generell muss ich aber sagen, dass mir das Geschehen im hier und jetzt immer wesentlich besser gefallen hat, zwar helfen Rückblicke in die Vergangenheit nachzuvollziehen warum Caroline und Mary keine gute Beziehung zueinander haben und Marys Geschichte ist auch wirklich nicht uninteressant, aber dennoch stellten sich dort für mich immer wieder etwas langatmige Szenarien ein, die für mich den Lesefluss störten und auch dafür sorgten, dass ich dieses Buch nicht allzu schnell durchgelesen habe.

Die gesamte Entwicklung des Buches, mochte ich prinzipiell aber sehr und vor allem Katies Entwicklung und Reifungsprozess fand ich sehr schön zu verfolgen, weil sie in dieser Zeit unheimlich viel über sich lernt und wächst, das war wirklich schön zu verfolgen.
Aber auch Caroline und Marys Beziehung fand ich sehr interessant, hier sind viele Emotionen vorhanden die erst mals alle wirklich zu Tage kommen, das hat mich sehr berühren können. :)


Fazit:
Es ist eine wirklich tolle Geschichte über drei verschieden Leben, die miteinander verbunden werden. Emotionen kommen hoch, Freundschaften entsehen und jeder für sich findet zu sich selbst und zu den anderen, ein schönes Leseerlebnis, das manchmal ein bisschen temporeicher hätte sein können. :)

Die Ungehörigkeit des Glücks

Von: Marie Martinez Datum : 19.07.2016

gmariesblog.blogspot.de/?m=1

Diese Geschichte ging mir wirklich unter die Haut.
Perfekte 5 Sterne.

Drei Generationen, drei Lebenswelten- und Geschichten, die alle miteinander vereint sind…

Von: Sabrinas Bücherwunderland Datum : 08.07.2016

komm-mit-ins-buecherwunderland.blogspot.de/

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da ich von der Autorin Jenny Downham bereits Bücher kannte und ihre Geschichten sehr gut finde.
Das Cover hätte mich im Laden jetzt nicht so direkt angesprochen, da es für mich einfach zu schlicht und unscheinbar ist und noch so gar nichts über den Inhalt verrät.
Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht und ich war zu Beginn des Buches sehr gespannt was mich auf den folgenden Seiten erwarten würde.

Das Buch lässt sich aufgrund des sehr einfachen und flüssigen Schreibstils sehr gut und zügig lesen. Man kommt am Anfang gut in die Geschichte rein und ich konnte auch die ganze Zeit über lesen, ohne, dass es mich irgendwie gelangweilt hätte.
Ich fand die Geschichte über Katie, Katies Mutter Caroline und über Carolines Mutter Mary sehr interessant und vor allem sehr vielseitig. Man hat nach und nach immer wieder Stücke aus Marys und aus Carolines Vergangenheit erfahren, sodass man als Leser nach und nach erfährt, warum das Verhältnis zwischen den beiden so angespannt ist.
Auch Katie, Marys Enkelin kommt nicht zu kurz. Bei ihr kann man als Leser vor allem eine charakterliche Entwicklung mit verfolgen.
Katie ist zunächst hin und hergerissen was ihre Gefühle für Jungen und für Mädchen angeht. Sie findet im Laufe der Geschichte zu sich selbst, lernt sich und ihre Gefühle zu akzeptieren und auch zu sich zu stehen. Mir hat das persönlich richtig gut gefallen. Denn diese „gegenwärtige“ Entwicklung passt einfach sehr gut als ergänzende Handlung zu den geschilderten Erlebnissen in der Vergangenheit.

Zu den Charakteren muss ich sagen, dass sie mir allesamt sehr gut gefallen haben. Die Autorin hat sich viel Mühe gegeben jede einzelne Figur mit einem sehr interessanten Charakter auszustatten, die es für den Leser sehr einfach machen, die jeweiligen Personen gut nachvollziehen zu können. Ich fand alle Personen und auch die Handlungen sehr authentisch.
Genauso wie die gesamte Stimmung im Buch sehr „echt“ und wie aus dem Leben geschrieben wirkte. Es hat mir richtig gut gefallen, dass diese Stimmung zwischendurch auch richtig emotional wurde, sodass ich das eine oder andere Mal zu einem Taschentuch greifen musste.
Die Geschichte war alles in allem bis zum Ende hin sehr stimmig und wurde durch schöne Kapitel am Ende und das Klären aller bis dahin offen gebliebenen Fragen zu einer runden Sache.

Mein Fazit:
Das Buch ist ein sehr schönes Buch über Familie, Vergangenheit, die Gegenwart und das Glück!
Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!

Eine wunderschöne Gesichte 3 starker Frauen

Von: MyBookChaos Datum : 01.07.2016

mybookchaos.blogspot.de/

So in Tränen aufgelöst war ich wohl das letzte Mal, als ich mit 14 Titanic im Kino sah. Was für ein großartiges Buch! Und was für wunderbare, liebenswerte und absolut echte Charaktere. Jenny Downhams "Bevor ich sterbe" hat mich schon begeistert, aber dieses Buch legt die Latte gleich noch mal höher.

Protagonistinnen gibt es gleich 3 in diesem Buch, nämlich Katie, aus deren Sicht der Großteil des Buches geschrieben ist, Caroline, Katies Mutter und Mary, Katies Oma. Katie lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Chris zusammen, der an einer Entwicklungsstörung leidet und geistig nicht seinem Alter entsprechend entwickelt ist. Bis zu dem Tag, an dem das Buch auch beginnt, weiß Katie gar nicht, dass ihre Oma überhaupt existiert. Deren Freund Jack wird ins Krankenhaus eingeliefert, in dem er auch verstirbt und Caroline wurde als Notfallkontakt benachrichtigt. Diese ist da überhaupt nicht begeistert von, denn Kontakt zu ihrer Mutter will sie nicht, kommt da aber nicht drum herum, denn alle drei landen bei Katie zu Hause und die Gefühlsachterbahn beginnt.

Mary ist ein großartiger Charakter. Anfangs ist sie noch sehr verwirrt und kann weder die Personen zuordnen, noch weiß sie, was überhaupt passiert ist. Dieses führt vor allem am Anfang oft dazu, dass sie die Nachricht von Jack's Tod immer und immer wieder verarbeiten muss. Mit der Zeit jedoch, beginnt sie Katie zu erkennen und versteht in einigen lichten Momenten auch, was mit ihr passiert und warum sie so viel vergisst. Gerade dieses ist einfach nur großartig und herzzerreißend beschrieben. Man kann mit Mary mitfühlen, wie sie versucht, sich an Erinnerungen festzuhalten, die ihr aber einfach durch die Hände rieseln, die sie nicht greifen kann. In einem Moment macht sie ihre Witze darüber und im nächsten würde sie am liebsten laut nach Hilfe schreien, weil sie so verzweifelt ist und ihr alles entgleitet. Jacks Tod hat da sicherlich einiges zum Fortschreiten der Demenz beigetragen. Immer wieder wird klar, was für einen große Stütze er ihr war und wie sehr er sie geliebt hat. So hat er ihr zum Beispiel kleine Zettel geschrieben und diese in der Küche aufgehängt. Versehen mit Nachrichten, die sie zum Beispiel wissen lassen sollen, dass sie nur einen Teelöffel Zucker nehmen soll, weil sie süß genug ist. Mit vielen solcher Nachrichten hat er versucht ihr das Leben leichter zu machen und diese Hilfe ist nun verschwunden. Doch bald kommt Katie auf die Idee, ein Erinnerungstagebuch zu führen und dort alle Geschichten aufzuschreiben, die Mary aus ihrem Leben erzählt, damit Katie sie dann Mary wieder erzählen kann, falls sie sich nicht mehr erinnert. Und spätestens ab da konnte ich maximal 2 Seiten am Stück lesen, weil die Tränen nicht aufhören wollten zu laufen. Mary erzählt von ihrer Vergangenheit. Von ihrer Kindheit, ihrem Vater, ihrer Schwester, der Geburt von Caroline und der Zeit danach. Und dieses macht Jenny Downham mit einer Intensität, dass es mich einfach umgehauen hat. Selten hat mich eine Geschichte so tief berührt, dass ich am liebsten allen, die Mary jemals Unrecht getan haben, mal ordentlich die Meinung gesagt hätte. So eindringlich wird beschrieben, wie es Mary damals ging und was passierte, wie verzweifelt sie war und dennoch immer voller Liebe, dass es eine Schande ist, dass Caroline das nicht erkennen kann und auch nicht erkennen will.

Caroline hätte ich gerne schon am Anfang des Buches geschüttelt. Selbst als ich noch nicht wusste, was überhaupt vorgefallen ist, war sie mir sehr unsympathisch. Herrisch kommt sie daher, extrem streng und letztendlich lieblos im Umgang mit allen Menschen um sich herum. Alles muss in geregelten Bahnen laufen und jeder hat zu funktionieren. Vor allem Mary lässt sie ihre Abneigung immer wieder spüren. Erst mit der Zeit wird klar, warum Caroline so verbissen ist, so freudlos. Durch die Rückblicke von Mary wird auch ihre eigene Vergangenheit offen gelegt und so hat Jenny Downham erneut etwas geschafft, dass auch nicht oft vorkommt. Plötzlich schlug meine Abneigung gegenüber Caroline in Verständnis und Sympathie um. Das passiert sonst so gut wie nie, wenn ich mir erst einmal eine Meinung über einen Charakter gebildet habe, doch Caroline stellt sich letztendlich als Person heraus, die durch die äußeren Umstände zu dem gemacht wurde, was sie ist. Dieses wird von der Autorin auch wieder absolut überzeugend beschrieben.

Katie ist anfangs ein sehr angepasstes Mädchen. Sie macht, was ihre Mutter sagt, kümmert sich um ihren Bruder, lernt für die Schule und kommt insgesamt als eher graues Mäuschen daher, dass sich lieber vor der Welt versteckt, als sie mit offenen Armen zu empfangen (oder auch nur "Hallo" zu sagen). Sie freut sich sehr darüber, dass Mary bei ihnen wohnt und genießt es, eine Oma zu haben. Ohne es bewusst zu merken, gibt Mary ihr eine Menge Kraft. Sie ist für Mary genauso wichtig, wie Mary für sie. Die Beiden ergänzen sich und haben gleich eine besondere Bindung zueinander. Man nimmt die Veränderung von Katie gar nicht bewusst war, doch schleichend merkt man, dass sie sich mehr traut, selbstbewusster wird. Da trifft sie sich mit einer besonderen Person oder traut sich, ihrer Mutter die Stirn zu bieten und für sich selbst einzustehen. Katie ist am Ende des Buches kaum noch wieder zuerkennen, wenn man sie mit der Katie am Anfang des Buches vergleicht. Und das ist großartig! Es war eine wahre Freude, Katie ein Stück weit beim Erwachsen werden, aber auch beim Finden ihrer ersten Liebe zu beobachten.

Jeder der drei Frauen hat Jenny Downham ein Sprachrohr gegeben, jede lässt sie ihre Geschichte erzählen und jede ist wichtig. Keine von ihnen ist perfekt, alle haben sie große und kleine Fehler gemacht, falsche Entscheidungen getroffen und andere verletzt, aber gerade das macht sie so authentisch, so überzeugend und so einzigartig. Alle drei Frauen wachsen in Laufe des Buches und werden zu etwas ganz Besonderem.


Fazit:
Ein wunderschöner Roman, der so herzlich und rührend geschrieben ist, ohne dabei rührselig zu sein. Einfach nur bezaubernd und ganz klar 5 Sterne wert.

Rezension zu

Von: isi.bookworld Datum : 18.06.2016

isibookworld.blogspot.de/

Die Begegnung der drei lässt alte Wunden aufbrechen und Lebenslügen zerbrechen. Als die 17- Jährige Katie ihre Großmutter Mary zum ersten Mal begegnet, hat diese schon deutliche Anzeichen von Alzheimer. Katie erkennt das Liebenswerte und Faszinierende an der alten Dame, und vor allem beginnt sie, deren Erinnerungen aufzuschreiben. Sie spürt dabei Familiengeheimnisse auf, die nicht nur ihre Mutter Caroline in ein völlig neues Licht rücken.
" Die Ungehörigkeit des Glücks" ist ein berührendes, zutiefst menschliches Familiendrama.

Das Leben der 17jährigen katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary. Katie muss mit der fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary immer öfter große Aussetzer hat. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück.

Der neue Roman von Jenny Downham ist eine berührendes, zutiefst menschliches Familiendrama zwischen drei Frauen, vielschichtig und bewegend erzähl.


Handlung: Die Handlung spielt sich nach einem Anruf des Krankenhauses bei Katie und ihrer Familie Zuhause ab. Zu ihrere Familie gehört ihre Mutter Caroline und ihr Bruder Chris. Dieser hat unerklärliche Entwicklungsstörungen. Der Vater hat die Familie verlassen. Er lebt mit einer anderen Frau und einem Kind zusammen. Schon bald wird das Leben der drei auf den Kopf gestellt. Den die Familie bekommt einen Anruf vom Krankenhaus. Großmutter Mary hat ihrern Lebensgefährten verloren. Dieser ist an einem Herzinfarkt gestroben. Für Mary wird dringend ein Zuhause gesucht. Da sie Anzeichen einer Demenz hat kann sie nicht mehr alleine wohnen und kann den Alltag nicht alleine bewältigen. Großmutter Mary zieht zu Katie und ihrer Familie. Mit ihr treffen einige neue Probleme für Caroline auf. Sie hat ihre Mutter im Haus zu der vorher keinerlei Kontakt bestand. Und Katie beschlisst der Vergangenheit auf den Zahn zu fühlen. Ihre Mutter möchte nichts erzählen. Also muss Katie selbst der Sache auf den Grund gehen. Die Handlung spielt mitten im Familienleben und in der Vergangenheit. Immerwieder gibt es Kapitel die über die Kindheit von Caroline berichten. Und so einige "Geheimnisse" aufdecken.


Meinung: Dieses Buch wurde mir vom C. Bertelsmann Verlag zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Auch wenn ich das Buch so bekommen habe, so ist das, was ich hier schreibe alles ernst gemeint und entspricht meiner Meinung.
Mich hat der Klappentext des Buches schon sehr angesprochen. Ich fand es ziemlich spannend und konnte mir so gar nicht vorstellen wie man durch eine Demenz Kranke Frau einem Familiengeheimnis auf die Schliche kommen soll. Ich finde Jenny Downham hat einen angenehemen Schreibstil. Das Buch hat sich gut und flüssig lesen lassen. Das einzige was mich an ihrem Schreibstil ein bisschen gestört hat war die Umgangssprache von Katie. Klar sie ist sie eine Jugendliche und spricht im wahren Leben wirklich so aber ich fand es in dieser Geschichte und generell in einem Buch eher unpassend die Charaktere in Umgangssprache sprechen zu lassen. Ich finde gut wenn diese normale Sprache in einem Buch beibehalten bleib. Denn Umgangssprache hört man jeden Tag selbst in seinem Alltag. Ich finde es dann gut beim lesen nicht damit konfrontiert zu werden.
Ich fand das Buch sehr gut umgesetzt. Drei Frauen die ihre eigenen Probleme zu bewältigen haben und mit denen sie umgehen müssen. Gleichzeitig leben sie zusamen unter einem Dach und müssen sich untereinander respektieren und miteinander klar kommen. Ich finde in diesem Buch wurde nichts verschönert. Es wurde so geschrieben wie es in der realität wirklich auch aussieht. Dadurch ist es schon an manchen Stellen ein bisschen hart und ich musste teilweise schlucken. Ich finde aber sehr gut das es genau so geschrieben wurde und nichts verschönert wurde. Denn so kann man sich besser hineinversetzen und sieht wie es im Leben laufen kann. Man kann der Geschichte einfach glauben schenken. Die Krankheit Demenz wurde sehr schön verdeutlicht und nochmal gezeigt wie diese Krankheit wirklich abläuft. Viele haben davon ein völlig falsches Bild und nehmen die Krankheit gar nicht ernst. Dieses Buch hat das ganze nochmal sehr schön verdeutlicht und auf den Punkt gebracht.
Jetzt am Ende dieses Buches kann man nicht sagen wer die böse und wer die liebe ist. Alle drei Frauen kann man in ihrem Verhalten verstehen. In manchen Situationen hätte ich genau so gehandelt in manchen nicht. Man kann die Reaktionen von allen sehr gut nachvollziehen wenn man ein bisschen weiter liest.
Mir war Caroline im Buch nicht ganz so symphatisch. Von Anfang an nicht. Dies wurde am Ende des Buches besser aber sie war trotzdem nicht so nett wie ich fand. In manchen Situationen dachte ich mir: " Ein Glück bist du nicht meine Mutter". Auch wenn ich sie nicht so richtig symphatisch fand, so konnte ich sie und ihre Reaktion verstehen.
Was mich noch ein bisschen gestört hat war, dass sich die Geschichte so lang gezogen hat. Ich finde manche Situationen hätte man verkürzen können. Teilweise hat sich das Buch ganz schön gezogen.
Alles in allem finde ich das Buch sehr gelungen mir hat es gut gefallen und ich würde es auf jeden Fall weiter empfehlen.
Fazit: Ich gebe dem Buch insgesamt 4/5 Sternen. Ich finde das Buch wirklich sehr schön. Nur ein paar Kleinigkeiten haben mich gestört. Auf jeden fall kann ich dieses Buch weiter empfehlen.

Rezension - Jenny Downham „Die Ungehörigkeit des Glücks“ ( Spoiler enthalten)

Von: Cinderellas Traumwelt Datum : 17.06.2016

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Der Roman, der die Familiengeschichte dreier Frauen erzählt und somit drei Generationen vereint, hat mich sehr überzeugt.
Zu Beginn finden wir eine äußerst angespannte Stimmung, aufgrund des jahrelang verweigerten Kontakts zwischen Mary und ihrer Tochter Caroline vor. Diese muss nun ihre Demenzkranke Mutter plötzlich bei sich aufnehmen, da der verstorbene Partner Jack, sie als Bezugsperson angab. Warum das Verhältnis zwischen den beiden so ungeklärt ist, finden wir mit Hilfe der Tochter Katie heraus.
Sie findet schnell einen guten Draht zu ihrer Großmutter, obwohl sie zwischendurch immer mal wieder erinnert werden muss, wo und mit wem sie derzeit zusammenlebt.
Caroline wurde von ihrem Ex-Mann verlassen und hat als alleinerziehende, berufstätige Mutter von zwei Kindern und nun auch noch ihrer eigenen Mutter einen hektischen Alltag.
Somit bürdet sie immer häufiger ihrer Tochter auf, auf Mary aufzupassen, da diese gern urplötzlich die Wohnung verlässt, um immer wieder in eine bestimmte Gegend aufzubrechen.
Da ihre eigenen Erinnerungen sie immer wieder im Stich lassen und sie oft nicht mehr weiß, wohin sie unterwegs war, beginnt Katie ein Tagebuch zu führen, mit allen Gedanken und Erinnerungen aus Gegenwart und Zukunft sowie ihren aktuellen Unternehmungen.
Sehr authentisch und gefühlvoll behandelt die Autorin das Thema Demenzerkrankung und seine Tücken im Alltag, aber auch ein tragisches Familiengeheimnis, welches die Spannung in der Geschichte aufrecht erhält.
Die wundervolle Bindung die Mary zu ihrer Enkelin aufbaut ist unglaublich mitfühlend gewesen und hat mich total emotional werden lassen.
Der Witz und Charme der von Mary ausgeht, sorgt immer wieder für eine Portion gute Laune zwischen diesem ernsten Thema und auch Katies 14-jähriger Bruder, der an einer Entwicklungsstörung leidet, sorgte mit seiner liebenswerten Naivität für so einige Schmunzler bei mir.
Katie ist mir als eine der Hauptfiguren sehr sympathisch, vor allem, da sie eine unglaubliche Stärke beweist und sich enorm weiterentwickelt auf dem Weg zu ihrem eigenen Ich. Sie stellt sich ihren größten Ängsten und spricht offen über ihre Sexualität und beweist somit großen Mut.
Da ihre Mutter viel beschäftigt ist, bürdet sie Katie viel Verantwortung auf und verlässt sich vollkommen auf ihre Tochter.
Dass diese nun ganz andere Vorstellungen vom Leben hat und von einem ganz normalen Teenager-Leben träumt kann Caroline so gar nicht verstehen.
Das Verhalten von Caroline gefiel mir zu Beginn überhaupt nicht, da sie nicht wirklich weitsichtig handelt und sehr eigene Ansichten vom Alltag und Leben hat, einen enormen Ehrgeiz an den Tag legt und diesen somit auch von allen anderen Menschen erwartet.
Die nicht vorhandene Toleranz und das fehlende Verständnis so ziemlich jedem Familienmitglied gegenüber fand ich sehr charakterschwach und macht sie mir wenig sympathisch.
Das änderte sich glücklicherweise zum Ende hin, als das große Familiengeheimnis geklärt werden konnte und eine befriedigende Lösung für alle gefunden wird, was ich zu Beginn niemals erwartet hätte.
Ein unglaublich tolles Buch, was mich sehr gut unterhalten hat, mich viel zum Nachdenken bewegen konnte und niveauvoll mit ernster Thematik umgeht.


Bewertung: 5 Sterne

Die Ungehörigkeit des Glücks, Jenny Downham

Von: Mia M. Datum : 16.06.2016

www.miasbuecherchaos.blogspot.de

Aktuell und zeitlos zugleich, zutiefst menschlich und authentisch – einfach große Frauenunterhaltung.
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …


Die Autorin: Jenny Downham

Jenny Downham hat als Schauspielerin in einer freien Theatergruppe gearbeitet, bevor sie anfing zu schreiben. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in London.

Das Cover:
Ich finde das Cover in Ordnung. Mir gefallen die verschiedenen Rosa und Lilatöne. Das Cover ist sehr neutral und fällt nicht zu sehr auf. Die Schriften sind gut zu erkennen und stechen heraus. Außerdem finde ich das, dass Mädchen auf dem Cver sehr schöe Augen hat, die auch im Fokus stehen.

Meine Meinung:
Bei diesem Buch war ich sehr skeptisch ob es mir gefallen wird. Ich habe viele gespaltene Meinungen dazu gehört, muss aber sagen das es schlussendlich doch ein gelungenes Buch mit ein paar Schwachpunkten ist.

Der Schreibstil...

... der Schreibstil ist sehr locker und leicht zu lesen. Trotz der ernsten Themen hat es die Autorin geschafft die Kapitel nicht zu lange zu gestalten und so ist es sehr angenehm dieses Buch zu lesen. Das Buch wird hauptsächlich aus der Sicht von Katie erzählt, dadurch kann man sie sehr gut kennenlernen. Immer wieder tauchen aber auch Szenen aus Marys Vergangenheit auf und so kann man sich dann nach und nach zusammen reimen was früher passiert ist und warum sich Mary und ihre Tochter Caroline entzweit haben.

Die Charaktere...

... die Charaktere sind alle sehr authentisch und man kann sich mit ihnen gut identifizieren. Alle Drei Frauen sind zwar total unterschiedliche Charaktere, dennoch konnte ich mich mit ihnen anfreunden. Manchmal verstand ich die Handlungen der drei Frauen nicht so gut. Sie machten sich das Leben unnötig schwer und konnten nicht immer so gut ihre Gefühle ausdrücken.

Die Handlung...

... die Handlung ist sehr strukturiert. Das Buch handelt von vielen schweren Themen, doch dies konnte die Autorin eigentlich gut umsetzten. Es geht um Familie, sich selbst zu finden und zusammenhalt. Ich fand das die Handlung manchmal etwas uninteressant und zäh war.

Fazit:
Ein berührender und interessanter Roman in dem schwere Themen angesprochen werden.

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen !








Danke an den C. Bertelsmann für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Die Ungehörigkeit des Glücks

Von: unendliche Zeilen Datum : 15.06.2016

www.unendlichezeilen.de

"Die Ungehörigkeit des Glücks" ist eine rührende, authentische Erzählung über das Leben, die Liebe und Familie. Jenny Downham beschreibt, wie Frauen dreier Generationen ihr Glück definieren und es dann versuchen zu finden. Dabei behandelt sie Themen wie Sexualität, Akzeptanz, Identität, und sogar Alzheimer.

Durch die wechselnden Kapitel, die einmal aus Katies Sicht und dann aus Marys Sicht erzählt werden, ist man immer mitten im Geschehen und sehr nahe an den Emotionen der jeweiligen Person. Man versteht, weshalb Mary sich so verhalt, wie sie es nunmal tut. Außerdem erfährt man, dass Katie sich nicht nur so rührend um ihre Oma kümmert, um ihre Mutter so ärgern, sondern auch damit sich Mary wohl und nicht so verloren fühlt. Es gibt ein reges hin und her aus vergangenen Geschichten und der Gegenwart, die alle miteinander verbunden sind. Gemeinsam gehen sie der Vergangenheit auf die Spur, indem sie versuchen, Marys Erinnerungen zu ordnen. Dabei lernt Katie eine Menge über ihre Mutter Caroline und auch über sich selbst.

Doch Katie hat auch ein Leben neben ihrer Großmutter, indem sie sich mit ganz normalen Teenagerproblemen auseinandersetzen muss und als Leser wird einem plötzlich bewusst, wie abhängig wir von der Meinung außenstehender sind.

Die Charaktere sind sehr glaubhaft und detailliert dargestellt, man fühlt sich mit ihnen verbunden. Katie ist ein junges Mädchen, dass man aufgrund ihrer Geduld für ihre Oma, ihrer liebevollen Fürsorge und ihre kleinen Fehler sofort ins Herz schließt. Ihre Mutter Caroline ist sehr streng, aber nur weil sie die Fehler ihrer Mutter nie wiederholen wollte. Und Mary ist eine herzliche, humorvolle Lebefrau, die sich viele als Oma wünschen würden.

FAZIT

Trotz vieler ernster Themen ist "Die Ungehörigkeit des Glücks" eine wahnsinnig humorvolle, rührende Geschichte, die ich einfach nicht aus der Hand legen konnte. Die Idee, der Schreibstil, die Charaktere...einfach stimmig.

Definiere Glück

Von: Mel Bücherwurm Datum : 11.06.2016

melbuecherwurm.blogspot.de/

"Die Ungehörigkeit des Glücks" vereint einige Probleme miteinander, die laut Klappentext nicht ersichtlich waren und mich daher sehr überraschen konnten. Zum einen geht es natürlich hauptsächlich um das Thema Alzheimer und die Veränderungen dadurch, da Mary nicht mehr alleine leben kann und somit zu ihrer Tochter zieht. Eine Tochter, zu der sie wenig Kontakt hatte, da diese von Marys Schwester großgezogen wurde. Dieses allein sorgt schon sehr für Spannung unter den Frauen. Je mehr die Story voranschreitet, verändert sich das Bild, welches ich anfangs von Mary hatte, denn ich erkenne eine ganz andere Frau. Auch ihr Leben hat Fäden gezogen und zeugt von echter Aufrichtigkeit und Liebe, einer Liebe, die zuerst nicht erwidert werden kann. Caroline hat einen großen Schutzwall um sich gezogen und ein klein wenig ist es verständlich. Manchmal müssen aber Schutzwälle auch eingerissen werden, um Heilung schenken zu können.
Katie ist ein sehr offenherziger Mensch. Sie schlägt sich mit vielen kleinen und größeren Problemen herum. Wichtig ist, das sie sich selbstfindet und sich dem stellen kann, was ihr eigenes Glück definiert. Anfangs ist Caroline diejenige die Katies Leben mitbestimmt, aber am Ende ist es Katie, die genügend Stärke beweisen kann, um ihre eigenen Wege zu meistern. Mir hat imponiert, wie aus einem doch recht schüchternen Mädchen, welches gemobbt und ausgegrenzt wird, eine junge Frau wird, die ihr eigenes Glück in die Hand nimmt. Sich mit Mary und ihrem Leben auseinanderzusetzen, ist sicherlich ein wesentlicher Bestandteil innerhalb der Familie.
"Die Ungehörigkeit des Glücks" liest sich sehr flüssig. Auch wenn die Story größtenteils aus Problemen und Lebensgeschichten besteht, lässt sich schnell ein roter Faden erkennen. Ich fühlte mich angesprochen, da Mobbing, Ausgrenzung, Homosexualität und Demenz / Alzheimer einen großen Teil der Story einnehmen konnte. Als Leserin fühlte ich mich nicht überrollt, da dies doch eher auf sanfte Art und Weise geschieht.
Gerne möchte ich eine Leseempfehlung aussprechen für einen Roman, der eine ganz eigene Art von Unterhaltung bietet und völlig unerwartet nicht einfach nur oberflächlich bleibt, sondern hier und da auch zum Nachdenken anregen konnte.