Leserstimmen zu
Der große Trip zu dir selbst

Cheryl Strayed

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1000 Meilen durch die Wildnis und zu mir selbst Pacific Crest Trail ist ein Fernwanderweg, der von der mexikanischen bis zur kanadischen Grenze führt. Ein Weg voller Gefahren, Hitze, Kälte und wilden Tieren. Cheryl geht diesen Weg, damit sie wieder zu sich selbst findet. Der Tod ihrer Mutter, das auseinander brechen der Familie und die Scheidung sind Gründe dafür. Eine Frau ohne Trekkingerfahrung stellt sich dieser Aufgabe. Das Buch fand ich fesselnd, witzig und berührend. Eine Mischung aus Erfahrungsbericht – Reisebericht und Lebenshilferoman!

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Dieses Buch einer begnadeten Schriftstellerin mit einer selten erlebten Einfühlungsgabe hat definitiv eine enthusiastische Rezension verdient. Ich habe viele Bücher gelesen, die mich berührt haben, die Gefühle in mir ausgelöst haben oder die mich zum Nachdenken gebracht haben. Ich habe aber noch nie ein Buch gelesen, dass mich von der ersten erschütternden bis zur letzten ergreifenden Geschichte (es gibt 56 davon!) dermaßen geflasht haben, dass wahre Sturzbäche von tief in mir liegenden Gefühlen freigesetzt wurden, die mich so tief berührten, wie es vorher noch nie der Fall gewesen ist. Bei einigen Geschichten habe ich so hemmungslos geweint, dass ich meine Lektüre erst nach einigen Minuten fortsetzen konnte, weil ich vor lauter Tränen ganz blind wurde. Woran das liegt? Vielleicht daran, dass Cheryl Strayed wirklich gut schreiben kann, vielleicht daran, dass sie sich unglaublich viel Mühe gibt, in die Lebensgeschichte der jeweiligen Email- oder Briefeschreiber einzutauchen und wirklich geistreiche, kluge und fast schon weise Geschichten aus ihrem Leben dazu erzählt, die mir das Herz geöffnet haben. Es liegt vielleicht auch daran, dass ich mir in meiner Kindheit auch so eine liebe, vertrauensvolle, warmherzige, verständnisvolle weibliche Person vorgestellt habe, die mich mir ihren Worten tröstet und mir sagt: „Mach dir keine Sorgen, ist alles halb so schlimm, du bist nicht allein auf der Welt.“ Gleich die erste Email von Johnny hat es in sich, er fragt: „Was hat es mit der Liebe überhaupt auf sich?“ und Cheryl antwortet ihm mit der Geschichte vom Tod ihrer Mutter, wo sie unglaublich offen und ehrlich ihre ambivalenten Gefühle schildert angesichts der Tatsache, dass niemand beim Tod ihrer Mutter anwesend war, und das das letzte Wort, was sie von ihrer Mutter gehört hat, das Wort „Liebe“ war. „Liebe“, schreibt sie Johnny zurück „ist nicht so unbegreiflich, wie du vorgibst. Liebe ist das, was wir für die Menschen empfinden, die uns sehr viel bedeuten und die wir wertschätzen…Das Gescheiteste, was du mit deinem Leben anfangen kannst, ist, aus der Liebe das verdammt noch mal Beste rauszuholen.“ Cheryl Strayed ist keine Therapeutin, ist kein Coach und noch nicht einmal Sozialarbeiterin. Sie hat aber ein Herz für ihre Mitmenschen, ein Gespür für berührende Geschichten und eine Gabe, mit der größtmöglichen Offenheit ihre ungeschminkte Wahrheit zu erzählen, und diese Mischung macht dieses Buch zu einem großen Geschenk für jede Lebenssituation, in der du mit dir und der Welt haderst. Es ist Balsam für Körper, Geist und Seele.

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