Leserstimmen zu
Der Keller

Minette Walters

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Muna wird tatsächlich gefangen gehalten und "wohnt" sozusagen im Keller. Erst als der jüngste Sohn der Familie Songoli von der Schule nicht nach Hause kommt, ändert sich alles. Die Autorin versteht es mit ihren Sorten den Leser geschickt in ihren Bann zu ziehen. Man leidet sogar ein bisschen mit Muna mit. Furchtbaren Sache, denkt man. Aber plötzlich ändert sich alles und der Leser wird mit dem zweiten Ich der Protagonisten konfrontiert. Plötzlich hat einen der Thrill richtig in Griff und man erlebt Luna ganz anders. Ich war stellenweise wirklich erschrocken und habe mir überlegt, ob diese Story wirklich nur ausgedacht war. Hier ist natürlich auch wieder der Schreibstil der Autorin schuld, dass alles so reell klingt. Fazit: Dieses Buch hat mir gut unterhalten und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Eine Story, die mich wirklich nachdenklich gemacht hat. Ist wirklich alles nur der Fantasy der Autorin entsprungen? Für mich wäre die Story wirklich filmreif.

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Titel: Der Keller Autorin: Minette Walters Seitenanzahl: 221 Verlag: Goldmann ISBN: 978-3-442-48432-4 Inhalt Ihr zuhause ist ein Kellerloch, ihr Leben das einer machtlosen Sklavin. Und ihr Racheplan kennt kein Erbarmen ... Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songoli ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen - und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ... Meine Meinung Dieses Buch hat mich sofort gefesselt und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, sodass ich es innerhalb eines Tages beendet habe. Angesichts der nicht allzu vielen Seiten war dies sicherlich keine unglaubliche Leistung, aber man sollte sich von der Seitenzahl nicht täuschen lassen. Was Frau Walters in diese Seiten packt ist ein Psychothriller, der sich gewaschen hat. Der Schreibstil in diesem Buch ist etwas ganz Besonderes. Sehr kühl und distanziert gibt er die Geschehnisse wieder ohne sich mit vielen Beschreibungen aufzuhalten. Auch wenn dieses Buch nicht aus der Ich-Perpektive erzählt wird, erlebt man doch alles aus Munas Sicht, sodass man durch diesen Schreibstil fühlt, wie Muna die Welt wahrnimmt. Ohne Emotionen und mit einfachen Gedanken. Eine weitere Besonderheit des Schreibstils ist, dass obwohl viele Gespäche statt finden, diese nicht mit Anführungszeichen gekennzeichnet werden, sondern mehr oder weniger unauffällig und nur durch Absätze erkennbar in den Text eingearbeitet sind. Bei mir dauerte es nicht lange sich an diese Form zu gewöhnen. Die Figuren waren meiner Meinung nach realistisch dargestellt. Am interessantesten von ihnen ist sicher Muna. Die vielen Misshandlungen haben schwere Schäden bei ihr hinterlassen. In diesem Fall sowohl psychsich als auch physisch. Außerdem wirkt sie wie jemand, der einen hohen IQ hat. Zwar hat sie ihre Probleme damit in der "richtigen" Welt zurechtzukommen, doch ihr hat es niemand beigebracht und dafür sind ihre Fortschritte erstaunlich. Und wir alle wissen ja, dass Intelligenz und psychische Schäden eine extrem gefährliche Mischung sind. Die Story war die ganze Zeit spannend und unberechenbar. Man wusste einfach nicht, was als nächstes passieren würde. Das Einzige, das mich etwas gestört hat, war dass sich alles zu gut gefügt hat. Munas Pläne sind meistens auf Glück und Zufall angewiesen und dafür klappt einfach alles zu gut. Das halte ich für etwas unrealistisch. Das Ende war ziemlich offen, was aber zur Geschichte gepasst hat und den Leser selbst nachdenken lässt, was und ob noch etwas passiert.

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Inhalt vom Klappentext: Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ... Meinung: Ein kurzer Thriller, der jedoch alle Elemente packend vereint, um ein gutes Buch zu werden. Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und gefesselt, durch den außergewöhnlichen Erzählstil und das Auslassen von detailreichen Beschreibungen jedweder Art. Die Autorin lässt den Erzähler nur das Nötigste berichten und kommt Schlag auf Schlag von einer grausigen Handlung zur nächsten. Mit einer bewusst gewählten Distanz zu den Hauptcharakteren kommt wenig Empathie für Familie Songoli bei mir auf und man weiß zunächst nicht, welches das schlimmste Familienmitglied darstellt. Die kleine Muna ist ihnen völlig ausgeliefert und man hofft nur, dass sie dieser Hölle irgendwie entkommt. Von Schlägen und Vergewaltigungen, bis hin zur seelischen Folter gibt es nichts, was die Familie ihr nicht antut. Das Verschwinden des jüngsten Sohnes, soll ihr dann eine Chance bieten sich für alles zu rächen, denn als die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, darf das sonst im Keller versteckte Mädchen mit im Haus leben und wird als Tochter der Songolis vorgestellt. Von nun an hat sie Anspruch auf anständige Bekleidung und gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie. Als zurückgeblieben und unterentwickelt wird Muna bei den Polizisten und Nachbarn beschrieben, doch wenn das mal nicht die größte Täuschung überhaupt ist. Da das Leben des Mädchens ohne Gefühle und Zuneigung verläuft, kann sie diese auch nicht empfinden und wo ich zu Beginn noch Mitgefühl habe, kann ich ihre späteren Handlungen durchaus nachvollziehen und verstehen. Das schicksalhafte Blatt der Familie wendet sich immer mehr und was zu Beginn noch sehr realistisch auf mich wirkte, bekommt immer mehr unglaubwürdigere und konstruierte Züge. Ich hatte das Gefühl, dass jedes der Familienmitglieder seine gerechte Bestrafung erhält, jedoch wird das gesamte Ausmaß des Rachefeldzugs von Muna bis zum Äußersten getrieben. Ebenfalls muss ich feststellen, dass es extrem beängstigend ist, wie sich ein gefühlloses Leben ohne Liebe und soziale Zuneigung, nur erfüllt von Hass, Qualen und seelischen Schmerzen auf einen Menschen auswirkt. Das Buch lässt mich doch etwas verstört und mit einem offenen Ende zurück, was dem Leser noch viel Raum für eigene Gedanken lässt. Der Thriller besticht nicht nur durch seine psychischen Aspekte, sondern auch durch wirklich schlimme Folterungen und Qualen. Die Autorin hat ein Talent, ohne viele Worte, diese Szenarien sehr lebhaft wirken zu lassen, sodass ich wirklich an einigen Stellen schlucken musste vor Entsetzen. Abschließend hat das Buch einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und ich würde es in jedem Fall weiter empfehlen.

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Die Story: Muna wird als kleines Mädchen von den Songolis mit gefälschten Papieren aus einem Waisenhaus "entführt" und muss fortan als Sklavin für die Familie arbeiten und ihr Dasein im Keller fristen. Es ist äußerst bedrückend zu lesen, was ihr widerfahren ist und wie sie sich im Hause Songoli fühlt. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Geschichte. Der Rest beschäftigt sich mit Munas heimtückisch durchdachter Rache, als sie endlich aus ihrem Kellerloch heraus darf. Frau Walters greift hier ein Thema auf, das mir bis dato eher fremd war. Und ich denke, in dieser Konstellation gibt es das auch nicht. Ohne viel Aufhebens und Vorgeplänkel wirft die Autorin den Leser sogleich in die Story. Die Charaktere: Aufgrund der Misshandlungen durch die Familie Songoli hat Muna eine zerstörte Persönlichkeit. Niemand hat ihr beigebracht, was Gefühle sind. Stumm erträgt sie die Schläge der Mutter, der Kinder und die Vergewaltigungen des Vaters. Als der Sohn Abiola plötzlich verschwindet und die Polizei vor der Tür steht, darf sie endlich aus ihrem Keller heraus. Sie muss so tun als wäre sie die Tochter und bis zu einem gewissen Punkt spielt sie brav ihre Rolle. Nach und nach merkt der Leser, wie schlau und berechnend Muna ist. Alles ist genau durchdacht, jedes Wort legt sie sich präzise zurecht und sogar anderen in den Mund. Wenn etwas Unerwartetes geschieht, laviert sie sich geschickt aus der Situation heraus. Für meinen Geschmack hat sie etwas zu viel Glück. Alle trauen ihr blind und lassen sich von ihr einlullen. Sie stellt es zwar sehr geschickt an, aber mir erscheint es nicht ganz glaubwürdig. Ansonsten präsentiert uns Frau Walters sehr überzeugende Charaktere. Ihre Handlungsweisen kauft man ihnen sofort ab, alles wirkt authentisch. Der Schreibstil: Ungewöhnlich, aber interessant finde ich, dass die Autorin zu großen Teilen keine wörtliche Rede verwendet. Es finden zwar Gespräch unter den Personen statt, sie werden aber ohne entsprechende Anführungszeichen dargestellt. Sehr schnell konnte ich mich an diesen Stil gewöhnen und es hat mich überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil - es ist mal etwas anderes. Der Leser betrachtet alles durch die Augen von Muna und kann so voll und ganz begreifen, was in ihr vor sich geht und zu was sie fähig ist. Bisher hatte ich "Im Eishaus" von Frau Walters gelesen, aber den Schreibstil kann man mit "Der Keller" nicht vergleichen. Er wirkt distanzierter, emotionsloser. Möglicherweise lässt die gefühlskalte Art, mit der die Autorin Muna darstellen muss, nicht ihren gewohnten Stil zu. Das zeigt aber wiederum, wie wandelbar Frau Walters ist. Ende: Das Ende ist offen, weil es der Plot zulässt. Ich bin mir ganz sicher, dass hier keine Fortsetzung zu erwarten ist. Den Schluss würde ich schlicht und ergreifend als "okay" bezeichnen, aber aus den Schuhen haut er mich nicht. Fazit: Munas "Werdegang" erscheint mir nicht ganz glaubwürdig. Alles liest sich distanziert und emotionslos. Einzig die Darstellung der Charaktere überzeugt. 3,5 von 5 Isis'

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An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Goldmann Verlag, welcher mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Der Psychothriller "Der Keller" von Minette Walters erschien im Mai 2016 in der Taschenbuchausgabe im Wilhelm Goldmann Verlag. Eine Familie bestehend aus Vater (Ebuka), Mutter (Yetunde), zwei Söhnen (Abiola und Olubayo) und einem Mädchen (Muna) steht vor den Trümmern ihrer schwer aufgebauten Zukunft. Ihr Sohn Abiola ist verschwunden, die Polizei ermittelt. Doch bevor sie die Polizei verständigen können, müssen sie das Mädchen aus dem Keller holen und die Spuren verwischen. Die dadurch entstandene Verzögerung macht die ermittelnde Polizistin nachdenklich und der Vater ist der Hauptverdächtige. Muna wird von der Familie nie als voll behandelt, sie sehen in ihr die zurückgebliebene Sklavin, welche das zu tun hat, was die Familie wünscht. Denn sie wurde von Yetunde aus einem Waisenhaus geholt und nach England gebracht. Obwohl für Ebuka, Yetunde und Olubayo die schwerste Zeit ihres Lebens beginnt, lebt Muna richtig auf, denn sie bekommt Kleidung und ein eigenes Zimmer. Muna ist die einzige Gewinnerin des Schicksalsschlag, doch auch Olubayo wird schwer krank, Epilepsie und während die Mutter mit ihrem Sohn ins Krankenhaus fährt, fällt Ebuka unglücklich in den Keller und ist querschnittsgelähmt. Durch diese Schicksalsschläge entzweit sich die Familie immer mehr und es kommt zu noch mehr unerklärlichen Zwischenfällen. Wer ist Schuld an dem Verschwinden des Jungen Abiola? Eine nervenaufreibende Jagd nach dem Täter und nach Erklärungen beginnt. Durch die Schreibweise von Minette Walters ist es dem Leser möglich, direkt in die Geschichte einzusteigen, mitzufiebern, mit zu raten, was als nächstes passieren wird, um dann doch wieder mit einem anderen Weg überrascht zu werden. Obwohl es nicht in der Ich-Form geschrieben ist, hat man die Geschichte immer von der Seite von Muna vor sich, was sie alles erlebt und aushalten muss in ihrer Familie. Die Entwicklung der Familienmitglieder, als sie merken, dass sie in ihrer Rolle gefangen sind und sich nicht wirklich ändern können ist sehr schön konstruiert. Und man kann mit den Hauptprotagonisten ihre Verwandlung richtig miterleben. Jeder, welcher Psychothriller gerne liest ist mit diesem eher dünnen, aber spannungsgeladenen Buch bestens bedient. Es ist ein Lesegenuss der Extraklasse, welchen man sich nicht entgehen lassen sollte. Kaufempfehlung und 5 Sterne!

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Der Keller

Von: Merendina

09.06.2016

Ich habe schon viele Bücher von Minette Walters gelesen und alle haben mir sehr gut gefallen. Deswegen war ich nun auch sehr auf ihren neuen Thriller „Der Keller“ gespannt. Das Buchcover des neuen Romans ist recht schlicht gehalten, was mir gut gefällt. Im Hintergrund sieht man einen Keller, was natürlich perfekt zum Titel passt. Autorin und Titel sind in Schwarz auf das Buchcover gedruckt. Muna ist ein junges Mädchen, das von der Familie Songolis als Haussklavin gehalten wird. Sie muss tagsüber schwer arbeiten, wird schlecht behandelt und muss in einem dunklen Keller wohnen und schlafen. Noch dazu kommt, dass sie vom Hausherrn missbraucht wird. Da verschwindet eines Tages einer der beiden Söhne der Songolis spurlos. Als die Polizei zu ermitteln beginnt, haben die Songolis ein Problem, denn niemand weiß von ihrer Haussklavin Muna. Mit den Ermittlungen bietet sich für Muna eine Chance. Kann sie den Songolis entfliehen, wird ihr Haussklavinnendasein aufgedeckt? Ich möchte hier nicht mehr verraten. Doch es wird bald klar, dass Muna schlauer ist, als die Familie vermutet hat… Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Spannung war von Anfang an da. Sowohl mit den Personen als auch mit den Handlungsorten findet man sich schnell und bestens zurecht. Man ist schon nach wenigen Seiten ergriffen, welches Schicksal das junge Mädchen in der Familie erleidet und unter welchen Umständen sie überhaupt in deren Haus gekommen ist. Schon nach kurzer Zeit empfindet man großes Mitleid mit dem Mädchen. Muna wirkt sehr verstört und schüchtern, scheint etwas zurückgeblieben zu sein. Durch ihre Arbeit bei den Songolis ist sie sehr erschöpft und dann muss sie auch noch in einem dunklen Kellerloch wohnen. Von der Außenwelt ist sie völlig isoliert, bis eben ein Sohn der Familie spurlos verschwindet. Die Sprache im Buch ist einfach und sehr gut lesbar. Für mich hätte das Buch allerdings etwas dicker sein dürfen. Ich habe es in kurzer Zeit ausgelesen, weil es eben so spannend war und weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit dem Mädchen weitergeht bzw. ob ihr wohl die Flucht von der grausamen Familie gelingen wird. Ich kann dieses Buch jedem Psychothrillerfan bestens weiterempfehlen. Es ist sehr spannend und hat unerwartete Wendungen. Auch wenn es für mich ein paar Seiten mehr hätten sein dürfen, gebe ich diesem packenden Thriller volle Punktzahl: fünf Sternchen!

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Nachdem endlich einmal wieder ein Buch von Minette Walters erschienen ist, musste ich das natürlich unbedingt lesen. Auch dieser Psychothriller der Autorin hat mich nicht enttäuscht. Er ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und fesselnd erzählt. Muna, die aus einem Waisenhaus in Afrika stammt, wird von der Familie Songolis als Sklavin gehalten. Sie lebt im Keller, wird misshandelt und erhält keinerlei Bildung. Doch Muna ist nicht dumm, obwohl sie von sich selbst behauptet, sie hätte einen Hirnschaden. Sie hat von Kindheit an gelernt sich anzupassen und im passenden Moment schlägt sie zurück. Erzählt wird die ganze Story aus Munas Sicht in der 3. Person. Minette Walters benutzt dazu eine einfache, knappe Sprache, die zu Muna passt. Das junge Mädchen ist eine interessante, vielschichtige Persönlichkeit, die die Familie Songolis und den Leser immer wieder überrascht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Szenario, das die Autorin hier erschaffen hat, vorkommen kann. Es gibt leider solche Menschen, die andere Menschen ausbeuten und misshandeln, auch das macht diese Story so spannend. Einige raffinierte Wendungen wurden eingebaut, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte. So mag ich Psychothriller! 5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen raffinierten, abgründigen Psychothriller.

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Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ... Da kommt plötzlich eine Frau ins Waisenhaus und gibt sich als deine Verwandte aus, die gerade erst vom Tod deiner Mutter erfahren hat und dich zu sich nehmen möchte. Du freust dich, weil du endlich jemanden hast, zu dem du gehörst, doch kaum zu Hause angekommen wirst du geschlagen und dir wird erklärt, dass du ab sofort das Dienstmädchen der Familie bist, nicht sprechen darfst, wenn du nicht dazu aufgefordert wirst, Schläge an der Tagesordnung sind, du nur das aller nötigste zu Essen bekommst und auch noch im dunklen Keller schlafen musst. Dass nachts dann auch noch der Herr des Hauses zu dir in den Keller kommt, musst du genauso ertragen wie die Gemeinheiten der beiden Söhne. Und dann ist plötzlich der jüngste Sohn verschwunden und die Polizei kommt ins Haus. Dein Leben verändert sich schlagartig, denn damit die Polizei nichts von deinem wahren Leben erfährt, bekommst du schicke Kleider an, darfst in einem Bett schlafen und wirst besser behandelt. Zumindest so lange die Polizei jederzeit vorbeikommen könnte. Aber du nutzt deine Chance und zeigst der Familie, was sie aus dir gemacht haben...... Minette Walters konnte mich mit ihrem Buch "Der Keller" total begeistern. Mit Muna ist ihr ein großartiger Charakter gelungen, der mir richtig Spaß gemacht hat. Ein schüchternes Mädchen, das auf Fremde zurückgeblieben wirkt und kaum den Mund aufmacht. Bis sie dann ihre Chance sieht. Die Songolis sind eine schreckliche Familie, der ich alles Schlechte gewünscht habe. Und ich kam da echt voll auf meine Kosten. Wie kommt man nur auf die Idee, ein Waisenkind zu sich zu nehmen und dann wie eine Sklavin zu halten? Da kommt doch kein normaler Mensch drauf. Dazu muss man schon wirklich richtig schlecht und abgebrüht sein. Die Geschichte war von der ersten Seite an spannend und ich fieberte dem Ende entgegen, weil ich unbedingt wissen musste, wie das alles endet. Ich hätte am Liebsten noch weiter gelesen, denn die Geschichte war mit ihren 224 Seiten doch sehr schnell zu Ende. Der Schreibstil ist sehr packend und bildhaft, was nicht immer so gut war. Ich habe mir oft vorgestellt, wie schrecklich doch das Leben ist, das Muna führen muss. Ohne die Hoffnung, dass sich irgend etwas ändert. Ich vergebe für diese tolle Geschichte 4 von 5 Punkten. Einen Punkt ziehe ich ab, weil ich die Story gerne etwas ausführlicher gehabt hätte und doch alles sehr schnell voran schritt. Dazu gibt es noch eine absolute Leseempfehlung von mir. Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann Verlag, die mir dieses tolle Buch als Belegexemplar zukommen ließen. © Beate Senft

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