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Leserstimmen (25)

Minette Walters: Der Keller

Der Keller Blick ins Buch

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€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48432-4

Erschienen:  18.04.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Mein Leseeindruck

Von: Chattys Bücherblog aus Bretten Datum : 03.10.2016

chattysbuecherblog.blogspot.de

Muna wird tatsächlich gefangen gehalten und "wohnt" sozusagen im Keller. Erst als der jüngste Sohn der Familie Songoli von der Schule nicht nach Hause kommt, ändert sich alles.

Die Autorin versteht es mit ihren Sorten den Leser geschickt in ihren Bann zu ziehen. Man leidet sogar ein bisschen mit Muna mit. Furchtbaren Sache, denkt man. Aber plötzlich ändert sich alles und der Leser wird mit dem zweiten Ich der Protagonisten konfrontiert.

Plötzlich hat einen der Thrill richtig in Griff und man erlebt Luna ganz anders.

Ich war stellenweise wirklich erschrocken und habe mir überlegt, ob diese Story wirklich nur ausgedacht war. Hier ist natürlich auch wieder der Schreibstil der Autorin schuld, dass alles so reell klingt.

Fazit:

Dieses Buch hat mir gut unterhalten und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Eine Story, die mich wirklich nachdenklich gemacht hat. Ist wirklich alles nur der Fantasy der Autorin entsprungen? Für mich wäre die Story wirklich filmreif.

Hat mich absolut gefesselt

Von: Leben_in_den_Seiten Datum : 10.07.2016

www.lebenindenseiten.blogspot.de/

Titel: Der Keller
Autorin: Minette Walters
Seitenanzahl: 221
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48432-4


Inhalt

Ihr zuhause ist ein Kellerloch,
ihr Leben das einer machtlosen
Sklavin. Und ihr Racheplan
kennt kein Erbarmen ...

Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songoli ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen - und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ...


Meine Meinung

Dieses Buch hat mich sofort gefesselt und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, sodass ich es innerhalb eines Tages beendet habe. Angesichts der nicht allzu vielen Seiten war dies sicherlich keine unglaubliche Leistung, aber man sollte sich von der Seitenzahl nicht täuschen lassen. Was Frau Walters in diese Seiten packt ist ein Psychothriller, der sich gewaschen hat.
Der Schreibstil in diesem Buch ist etwas ganz Besonderes. Sehr kühl und distanziert gibt er die Geschehnisse wieder ohne sich mit vielen Beschreibungen aufzuhalten. Auch wenn dieses Buch nicht aus der Ich-Perpektive erzählt wird, erlebt man doch alles aus Munas Sicht, sodass man durch diesen Schreibstil fühlt, wie Muna die Welt wahrnimmt. Ohne Emotionen und mit einfachen Gedanken. Eine weitere Besonderheit des Schreibstils ist, dass obwohl viele Gespäche statt finden, diese nicht mit Anführungszeichen gekennzeichnet werden, sondern mehr oder weniger unauffällig und nur durch Absätze erkennbar in den Text eingearbeitet sind. Bei mir dauerte es nicht lange sich an diese Form zu gewöhnen.
Die Figuren waren meiner Meinung nach realistisch dargestellt. Am interessantesten von ihnen ist sicher Muna. Die vielen Misshandlungen haben schwere Schäden bei ihr hinterlassen. In diesem Fall sowohl psychsich als auch physisch. Außerdem wirkt sie wie jemand, der einen hohen IQ hat. Zwar hat sie ihre Probleme damit in der "richtigen" Welt zurechtzukommen, doch ihr hat es niemand beigebracht und dafür sind ihre Fortschritte erstaunlich. Und wir alle wissen ja, dass Intelligenz und psychische Schäden eine extrem gefährliche Mischung sind.
Die Story war die ganze Zeit spannend und unberechenbar. Man wusste einfach nicht, was als nächstes passieren würde. Das Einzige, das mich etwas gestört hat, war dass sich alles zu gut gefügt hat. Munas Pläne sind meistens auf Glück und Zufall angewiesen und dafür klappt einfach alles zu gut. Das halte ich für etwas unrealistisch.
Das Ende war ziemlich offen, was aber zur Geschichte gepasst hat und den Leser selbst nachdenken lässt, was und ob noch etwas passiert.

Rezension Minette Walters - Der Keller

Von: Cinderellas Traumwelt Datum : 02.07.2016

https://www.youtube.com/channel/UCDQ_dTmgDRjCwt6D0k0w6DA

Inhalt vom Klappentext:

Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ...


Meinung:

Ein kurzer Thriller, der jedoch alle Elemente packend vereint, um ein gutes Buch zu werden.

Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und gefesselt, durch den außergewöhnlichen Erzählstil und das Auslassen von detailreichen Beschreibungen jedweder Art. Die Autorin lässt den Erzähler nur das Nötigste berichten und kommt Schlag auf Schlag von einer grausigen Handlung zur nächsten.
Mit einer bewusst gewählten Distanz zu den Hauptcharakteren kommt wenig Empathie für Familie Songoli bei mir auf und man weiß zunächst nicht, welches das schlimmste Familienmitglied darstellt. Die kleine Muna ist ihnen völlig ausgeliefert und man hofft nur, dass sie dieser Hölle irgendwie entkommt. Von Schlägen und Vergewaltigungen, bis hin zur seelischen Folter gibt es nichts, was die Familie ihr nicht antut.
Das Verschwinden des jüngsten Sohnes, soll ihr dann eine Chance bieten sich für alles zu rächen, denn als die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, darf das sonst im Keller versteckte Mädchen mit im Haus leben und wird als Tochter der Songolis vorgestellt. Von nun an hat sie Anspruch auf anständige Bekleidung und gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie. Als zurückgeblieben und unterentwickelt wird Muna bei den Polizisten und Nachbarn beschrieben, doch wenn das mal nicht die größte Täuschung überhaupt ist.
Da das Leben des Mädchens ohne Gefühle und Zuneigung verläuft, kann sie diese auch nicht empfinden und wo ich zu Beginn noch Mitgefühl habe, kann ich ihre späteren Handlungen durchaus nachvollziehen und verstehen. Das schicksalhafte Blatt der Familie wendet sich immer mehr und was zu Beginn noch sehr realistisch auf mich wirkte, bekommt immer mehr unglaubwürdigere und konstruierte Züge. Ich hatte das Gefühl, dass jedes der Familienmitglieder seine gerechte Bestrafung erhält, jedoch wird das gesamte Ausmaß des Rachefeldzugs von Muna bis zum Äußersten getrieben.
Ebenfalls muss ich feststellen, dass es extrem beängstigend ist, wie sich ein gefühlloses Leben ohne Liebe und soziale Zuneigung, nur erfüllt von Hass, Qualen und seelischen Schmerzen auf einen Menschen auswirkt.
Das Buch lässt mich doch etwas verstört und mit einem offenen Ende zurück, was dem Leser noch viel Raum für eigene Gedanken lässt.
Der Thriller besticht nicht nur durch seine psychischen Aspekte, sondern auch durch wirklich schlimme Folterungen und Qualen.
Die Autorin hat ein Talent, ohne viele Worte, diese Szenarien sehr lebhaft wirken zu lassen, sodass ich wirklich an einigen Stellen schlucken musste vor Entsetzen.
Abschließend hat das Buch einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und ich würde es in jedem Fall weiter empfehlen.

Sie schlägt zurück

Von: Litis' fabelhafte Welt der Bücher aus Hannover Datum : 24.06.2016

https://litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

Die Story:
Muna wird als kleines Mädchen von den Songolis mit gefälschten Papieren aus einem Waisenhaus "entführt" und muss fortan als Sklavin für die Familie arbeiten und ihr Dasein im Keller fristen. Es ist äußerst bedrückend zu lesen, was ihr widerfahren ist und wie sie sich im Hause Songoli fühlt. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Geschichte. Der Rest beschäftigt sich mit Munas heimtückisch durchdachter Rache, als sie endlich aus ihrem Kellerloch heraus darf.
Frau Walters greift hier ein Thema auf, das mir bis dato eher fremd war. Und ich denke, in dieser Konstellation gibt es das auch nicht. Ohne viel Aufhebens und Vorgeplänkel wirft die Autorin den Leser sogleich in die Story.

Die Charaktere:
Aufgrund der Misshandlungen durch die Familie Songoli hat Muna eine zerstörte Persönlichkeit. Niemand hat ihr beigebracht, was Gefühle sind. Stumm erträgt sie die Schläge der Mutter, der Kinder und die Vergewaltigungen des Vaters. Als der Sohn Abiola plötzlich verschwindet und die Polizei vor der Tür steht, darf sie endlich aus ihrem Keller heraus. Sie muss so tun als wäre sie die Tochter und bis zu einem gewissen Punkt spielt sie brav ihre Rolle.
Nach und nach merkt der Leser, wie schlau und berechnend Muna ist. Alles ist genau durchdacht, jedes Wort legt sie sich präzise zurecht und sogar anderen in den Mund. Wenn etwas Unerwartetes geschieht, laviert sie sich geschickt aus der Situation heraus. Für meinen Geschmack hat sie etwas zu viel Glück. Alle trauen ihr blind und lassen sich von ihr einlullen. Sie stellt es zwar sehr geschickt an, aber mir erscheint es nicht ganz glaubwürdig.
Ansonsten präsentiert uns Frau Walters sehr überzeugende Charaktere. Ihre Handlungsweisen kauft man ihnen sofort ab, alles wirkt authentisch.

Der Schreibstil:
Ungewöhnlich, aber interessant finde ich, dass die Autorin zu großen Teilen keine wörtliche Rede verwendet. Es finden zwar Gespräch unter den Personen statt, sie werden aber ohne entsprechende Anführungszeichen dargestellt. Sehr schnell konnte ich mich an diesen Stil gewöhnen und es hat mich überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil - es ist mal etwas anderes.
Der Leser betrachtet alles durch die Augen von Muna und kann so voll und ganz begreifen, was in ihr vor sich geht und zu was sie fähig ist.
Bisher hatte ich "Im Eishaus" von Frau Walters gelesen, aber den Schreibstil kann man mit "Der Keller" nicht vergleichen. Er wirkt distanzierter, emotionsloser. Möglicherweise lässt die gefühlskalte Art, mit der die Autorin Muna darstellen muss, nicht ihren gewohnten Stil zu. Das zeigt aber wiederum, wie wandelbar Frau Walters ist.

Ende:
Das Ende ist offen, weil es der Plot zulässt. Ich bin mir ganz sicher, dass hier keine Fortsetzung zu erwarten ist. Den Schluss würde ich schlicht und ergreifend als "okay" bezeichnen, aber aus den Schuhen haut er mich nicht.

Fazit:
Munas "Werdegang" erscheint mir nicht ganz glaubwürdig. Alles liest sich distanziert und emotionslos. Einzig die Darstellung der Charaktere überzeugt.
3,5 von 5 Isis'

Gerechtigkeit für ihre Dienste?

Von: dia78 Datum : 14.06.2016

diabooks78.blogspot.co.at

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Goldmann Verlag, welcher mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Der Psychothriller "Der Keller" von Minette Walters erschien im Mai 2016 in der Taschenbuchausgabe im Wilhelm Goldmann Verlag.

Eine Familie bestehend aus Vater (Ebuka), Mutter (Yetunde), zwei Söhnen (Abiola und Olubayo) und einem Mädchen (Muna) steht vor den Trümmern ihrer schwer aufgebauten Zukunft. Ihr Sohn Abiola ist verschwunden, die Polizei ermittelt. Doch bevor sie die Polizei verständigen können, müssen sie das Mädchen aus dem Keller holen und die Spuren verwischen. Die dadurch entstandene Verzögerung macht die ermittelnde Polizistin nachdenklich und der Vater ist der Hauptverdächtige. Muna wird von der Familie nie als voll behandelt, sie sehen in ihr die zurückgebliebene Sklavin, welche das zu tun hat, was die Familie wünscht. Denn sie wurde von Yetunde aus einem Waisenhaus geholt und nach England gebracht. Obwohl für Ebuka, Yetunde und Olubayo die schwerste Zeit ihres Lebens beginnt, lebt Muna richtig auf, denn sie bekommt Kleidung und ein eigenes Zimmer. Muna ist die einzige Gewinnerin des Schicksalsschlag, doch auch Olubayo wird schwer krank, Epilepsie und während die Mutter mit ihrem Sohn ins Krankenhaus fährt, fällt Ebuka unglücklich in den Keller und ist querschnittsgelähmt. Durch diese Schicksalsschläge entzweit sich die Familie immer mehr und es kommt zu noch mehr unerklärlichen Zwischenfällen. Wer ist Schuld an dem Verschwinden des Jungen Abiola? Eine nervenaufreibende Jagd nach dem Täter und nach Erklärungen beginnt.

Durch die Schreibweise von Minette Walters ist es dem Leser möglich, direkt in die Geschichte einzusteigen, mitzufiebern, mit zu raten, was als nächstes passieren wird, um dann doch wieder mit einem anderen Weg überrascht zu werden.
Obwohl es nicht in der Ich-Form geschrieben ist, hat man die Geschichte immer von der Seite von Muna vor sich, was sie alles erlebt und aushalten muss in ihrer Familie.
Die Entwicklung der Familienmitglieder, als sie merken, dass sie in ihrer Rolle gefangen sind und sich nicht wirklich ändern können ist sehr schön konstruiert. Und man kann mit den Hauptprotagonisten ihre Verwandlung richtig miterleben.

Jeder, welcher Psychothriller gerne liest ist mit diesem eher dünnen, aber spannungsgeladenen Buch bestens bedient. Es ist ein Lesegenuss der Extraklasse, welchen man sich nicht entgehen lassen sollte.

Kaufempfehlung und 5 Sterne!

Der Keller

Von: Merendina Datum : 09.06.2016

www.merendinabloggt.wordpress.com

Ich habe schon viele Bücher von Minette Walters gelesen und alle haben mir sehr gut gefallen. Deswegen war ich nun auch sehr auf ihren neuen Thriller „Der Keller“ gespannt.

Das Buchcover des neuen Romans ist recht schlicht gehalten, was mir gut gefällt. Im Hintergrund sieht man einen Keller, was natürlich perfekt zum Titel passt. Autorin und Titel sind in Schwarz auf das Buchcover gedruckt.

Muna ist ein junges Mädchen, das von der Familie Songolis als Haussklavin gehalten wird. Sie muss tagsüber schwer arbeiten, wird schlecht behandelt und muss in einem dunklen Keller wohnen und schlafen. Noch dazu kommt, dass sie vom Hausherrn missbraucht wird.

Da verschwindet eines Tages einer der beiden Söhne der Songolis spurlos. Als die Polizei zu ermitteln beginnt, haben die Songolis ein Problem, denn niemand weiß von ihrer Haussklavin Muna. Mit den Ermittlungen bietet sich für Muna eine Chance. Kann sie den Songolis entfliehen, wird ihr Haussklavinnendasein aufgedeckt? Ich möchte hier nicht mehr verraten. Doch es wird bald klar, dass Muna schlauer ist, als die Familie vermutet hat…

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Spannung war von Anfang an da. Sowohl mit den Personen als auch mit den Handlungsorten findet man sich schnell und bestens zurecht. Man ist schon nach wenigen Seiten ergriffen, welches Schicksal das junge Mädchen in der Familie erleidet und unter welchen Umständen sie überhaupt in deren Haus gekommen ist. Schon nach kurzer Zeit empfindet man großes Mitleid mit dem Mädchen.

Muna wirkt sehr verstört und schüchtern, scheint etwas zurückgeblieben zu sein. Durch ihre Arbeit bei den Songolis ist sie sehr erschöpft und dann muss sie auch noch in einem dunklen Kellerloch wohnen. Von der Außenwelt ist sie völlig isoliert, bis eben ein Sohn der Familie spurlos verschwindet.

Die Sprache im Buch ist einfach und sehr gut lesbar.

Für mich hätte das Buch allerdings etwas dicker sein dürfen. Ich habe es in kurzer Zeit ausgelesen, weil es eben so spannend war und weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit dem Mädchen weitergeht bzw. ob ihr wohl die Flucht von der grausamen Familie gelingen wird.

Ich kann dieses Buch jedem Psychothrillerfan bestens weiterempfehlen. Es ist sehr spannend und hat unerwartete Wendungen.

Auch wenn es für mich ein paar Seiten mehr hätten sein dürfen, gebe ich diesem packenden Thriller volle Punktzahl: fünf Sternchen!

raffinierter Psychothriller

Von: Biggi Friedrichs Datum : 01.06.2016

vergessenebuecher.blogspot.de/

Nachdem endlich einmal wieder ein Buch von Minette Walters erschienen ist, musste ich das natürlich unbedingt lesen.

Auch dieser Psychothriller der Autorin hat mich nicht enttäuscht. Er ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und fesselnd erzählt. Muna, die aus einem Waisenhaus in Afrika stammt, wird von der Familie Songolis als Sklavin gehalten. Sie lebt im Keller, wird misshandelt und erhält keinerlei Bildung. Doch Muna ist nicht dumm, obwohl sie von sich selbst behauptet, sie hätte einen Hirnschaden. Sie hat von Kindheit an gelernt sich anzupassen und im passenden Moment schlägt sie zurück.

Erzählt wird die ganze Story aus Munas Sicht in der 3. Person. Minette Walters benutzt dazu eine einfache, knappe Sprache, die zu Muna passt. Das junge Mädchen ist eine interessante, vielschichtige Persönlichkeit, die die Familie Songolis und den Leser immer wieder überrascht.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Szenario, das die Autorin hier erschaffen hat, vorkommen kann. Es gibt leider solche Menschen, die andere Menschen ausbeuten und misshandeln, auch das macht diese Story so spannend.

Einige raffinierte Wendungen wurden eingebaut, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte. So mag ich Psychothriller!

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen raffinierten, abgründigen Psychothriller.

Für mich kein psychothriller, aber trotzdem sehr gut

Von: Beate Senft Datum : 30.05.2016

lord-byrons-buchladen.blogspot.de

Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ...

Da kommt plötzlich eine Frau ins Waisenhaus und gibt sich als deine Verwandte aus, die gerade erst vom Tod deiner Mutter erfahren hat und dich zu sich nehmen möchte. Du freust dich, weil du endlich jemanden hast, zu dem du gehörst, doch kaum zu Hause angekommen wirst du geschlagen und dir wird erklärt, dass du ab sofort das Dienstmädchen der Familie bist, nicht sprechen darfst, wenn du nicht dazu aufgefordert wirst, Schläge an der Tagesordnung sind, du nur das aller nötigste zu Essen bekommst und auch noch im dunklen Keller schlafen musst. Dass nachts dann auch noch der Herr des Hauses zu dir in den Keller kommt, musst du genauso ertragen wie die Gemeinheiten der beiden Söhne. Und dann ist plötzlich der jüngste Sohn verschwunden und die Polizei kommt ins Haus. Dein Leben verändert sich schlagartig, denn damit die Polizei nichts von deinem wahren Leben erfährt, bekommst du schicke Kleider an, darfst in einem Bett schlafen und wirst besser behandelt. Zumindest so lange die Polizei jederzeit vorbeikommen könnte. Aber du nutzt deine Chance und zeigst der Familie, was sie aus dir gemacht haben......

Minette Walters konnte mich mit ihrem Buch "Der Keller" total begeistern. Mit Muna ist ihr ein großartiger Charakter gelungen, der mir richtig Spaß gemacht hat. Ein schüchternes Mädchen, das auf Fremde zurückgeblieben wirkt und kaum den Mund aufmacht. Bis sie dann ihre Chance sieht. Die Songolis sind eine schreckliche Familie, der ich alles Schlechte gewünscht habe. Und ich kam da echt voll auf meine Kosten. Wie kommt man nur auf die Idee, ein Waisenkind zu sich zu nehmen und dann wie eine Sklavin zu halten? Da kommt doch kein normaler Mensch drauf. Dazu muss man schon wirklich richtig schlecht und abgebrüht sein.

Die Geschichte war von der ersten Seite an spannend und ich fieberte dem Ende entgegen, weil ich unbedingt wissen musste, wie das alles endet. Ich hätte am Liebsten noch weiter gelesen, denn die Geschichte war mit ihren 224 Seiten doch sehr schnell zu Ende. Der Schreibstil ist sehr packend und bildhaft, was nicht immer so gut war. Ich habe mir oft vorgestellt, wie schrecklich doch das Leben ist, das Muna führen muss. Ohne die Hoffnung, dass sich irgend etwas ändert.

Ich vergebe für diese tolle Geschichte 4 von 5 Punkten. Einen Punkt ziehe ich ab, weil ich die Story gerne etwas ausführlicher gehabt hätte und doch alles sehr schnell voran schritt. Dazu gibt es noch eine absolute Leseempfehlung von mir. Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann Verlag, die mir dieses tolle Buch als Belegexemplar zukommen ließen.

© Beate Senft

Die kleine Muna und der Teufel ...

Von: Anna Salvatore Datum : 21.05.2016

annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/

MEINUNG
Wow!!!
Was soll ich sagen? Auf diesen 220 süßen Seiten ist eine richtig mitreißende, beängstigende Geschichte.

Muna, unsere 14-jährige Protagonistin, wurde mit 8 Jahren aus dem Kinderheim von ihrer vermeintlichen Tante geholt. Doch es kommt ganz anders: Sie wird als Sklavin gehalten, in jeglicher Hinsicht.
Nachts muss sie immer im Keller schlafen, und tagsüber macht sie das ganze Haus sauber, darf niemals rausgehen.

Muna erzählt ihre Geschichte in der 3. Person. Ich muss sagen, dass ich schon nach dem 1. Kapitel vollkommen in der Geschichte war. Und Muna hat es in sich!

Sie ist schlauer als man denkt, lernt nebenbei Englisch und rächt sich langsam, aber sicher, an ihren Peinigern. Wie genau möchte ich jetzt nicht verraten, nur dass sie mich sehr oft sehr überrascht hat.

Das Buch liest sich weg wie nichts. Ich habe es innerhalb von 3 Std. inhaliert! Der Schreibstil liest sich fantastisch, irgendwie auch ein wenig beklemmend. Ich sag nur so viel:
Leider hatte meine Fantasie, wenn ich nachts einschlafen wollte, mir die kleine Muna mit ihrem Hammer neben mein Bett gezaubert, was ich nicht als besonders einschläfernd empfand.

Denn das ist das perfide:
An sich war es nicht gruselig, fesselnd auf jeden Fall, aber der Roman wirkt nach. Das Setting, mitten in England, war leider ebenfalls sehr schockierend und leider recht realistisch dargestellt. Die Grausamkeit, vor allem der Familie, klingt nach ... Wie ihr seht bin ich vollkommen auf Munas Seite ;-)


FAZIT
Ein fesselnder Psychothriller, der es in sich hat!
Der Schreibstil liest sich weg wie nichts, das Setting und die Story sind schockierend realistisch dargestellt.
Und die kleine Muna hat es echt in sich ...
Leseempfehlung!!!

- 5 von 5 Feenfaltern -

Ein fesselnder Psychothriller mit Gänsehautfaktor! Volle Punktzahl!

Von: Mordsbuch Datum : 20.05.2016

www.mordsbuch.net/

Buchinfo
Der Keller - Minette Walters
Taschenbuch - 224 Seiten - ISBN-13: 978-3442484324
Verlag: Goldmann Verlag - Erschienen: 18. April 2016 - EUR 9,99
Kurzbeschreibung
Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ...
Bewertung
Ein Psychothriller der seinen Namen alle Ehre macht. „Der Keller“ war mein erstes Buch von der Autorin Minette Walters, und es wird aber definitiv nicht mein letztes von ihr sein. Ihre Art zu schreiben ist fesselnd, spannend und schockierend. Auch wenn das Buch mit 220 Seite eher kurz ist, wirkt sich das absolut nicht auf die Geschichte aus. Die Spannung steigt kontinuierlich und durch die geschickte Schreibweise, die jedes Kapitel so enden lässt, dass man einfach weiter lesen muss, hat man das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Die Charaktere sind sehr detailliert beschrieben, vor allem natürlich Muna, deren Wandlung man intensiv miterlebt. Die Autorin erzählt uns mit diesem Buch von den Abgründe des menschlichen Handels.
Fazit: Ein fesselnder Psychothriller mit Gänsehautfaktor! Volle Punktzahl!

Aufregend gut

Von: Buchstabensalat Datum : 18.05.2016

https://www.facebook.com/Buchstabensalat1/?ref=bookmarks


Minette Walters

Der Keller

Psychothriller

Erscheinungstermin: 18. April 2016

Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ...

Ich weiß nicht warum, aber als ich die Beschreibung gelesen habe, musste ich dieses Buch unbedingt ganz lesen.
Mein erstes Buch von Minette Walters.
Und viele Thriller habe ich auch bis jetzt nicht gelesen.
Aber so langsam komme ich auf den Geschmack.
Dieses Buch hat mich eine halbe Nacht gekostet, es musste einfach in einem Rutsch gelesen werden.
So spannend ist es.

Die Art und Weise, wie Minette Walters Spannung aufbaut, die Gedankengänge der einzelnen Protagonisten beschreibt, die Gefühle, das Leid, der Hass.... Meine Güte! Man hat wirklich mitgefühlt!
Und das Ende? Hui, das war auch klasse!

Ich gebe für dieses Buch fünf von fünf Sternen, bedanke mich für das Rezensionsexemplar und empfehle es unbedingt weiter. Passt im Sommer bestimmt auch in jede Badetasche ...

Spannender und fesselnder Psychothriller

Von: Vanessa Datum : 17.05.2016

vanessa-liest.blogspot.de

Titel: Der Keller
Autor: Minette Walters
Verlag: Goldmann
Seiten: 224

Inhalt: Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ..

Meine Meinung: Eigentlich wollte ich in dieses Buch nur mal Hineinlesen... Doch dann habe ich es in einem durchgelesen.
Muna wird aus dem Waisenhaus entführt und wie eine Sklavin bei der Familie Songolis ,,gehalten". Sie wird dort misshandelt und missbraucht.
Das Buch ist nicht in der Ich-Perspektive geschrieben, was ich mir bei diesem jedoch gewünscht hätte um sich besser in Munas Lage hineinzuversetzen.
Den Schreibstil der Autorin fande ich Super. Er war kompakt und nicht zu vielsagend.
Bei den Kapiteln gab es einen Cliffhanger wie ich fande was es unmöglich machte das Buch aus der Hand zu legen.

Fazit: Minette Walters hat es geschafft einen tollen Psychothriller zu schreiben der einen oft Gänsehaut bereitet. In dieses Buch gibt es viele grausame Momente die gut gelingen waren.
Das war mein erstes Buch der Autorin, wird aber jedoch nicht das letzte sein.

Knackiger Psychothriller, ein Quickie der Spannung.

Von: Weltenwandler Datum : 11.05.2016

www.weltenwandler-blog.de


Autor: Minette Walters
Verlag: Goldmann-Verlag
Erscheinungsdatum: Mai 2016

Muna hat seit langem nichts anderes mehr gesehen als die Räume in dem Haus der Familie, die sie als Sklavin hält, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt, sie benutzt und auch als Sündenbock hinstellt. Sie wird für vieles mit köperlicher Gewalt bestraft, ob sie etwas falsch gemacht hat oder halt nur ein Familienmitglied gerade schlechte Laune hat. Diese Familie hat Muna aus einem Kinderheim, unter Angaben falscher Tatsachen »gestohlen«. Yetunde, die Mutter und Ehefrau in dem Haushalt, gab sich als Schwester der verstobenen Mutter von Muna aus.

Dann verschwindet Abiola, der leibliche Sohn der Familie. Die Eltern kontaktieren die Polizei, die ins Haus kommt. Muna, die entgegen der Annahme der Familie, nicht dumm ist, ergreift ihre Chance, und ein Spiel um Leben und Tod beginnt.

Es ist das erste mal, das ich Minette Walters gelesen habe, zum einem wegen des Klappentextes und zum anderem aufgrund der Rezension von:
http://nisnis-buecherliebe.blogspot.de

Ich habe ca 6 Stunden durchgelesen, da ich wegen der ordentlichen Spannung und der Geschehnisse, die oft unerwartet passierten, gar nicht anders konnte. Der Schreibstil hat es mir da einfach gemacht. Nichts Kompliziertes, dass ich zweimal lesen musste, keine unlogischen Momente. Der Titel des Buches passt auch perfekt zur Handlung im Buch, was ja nicht immer der Fall ist, wie ich schon feststellen musste in der Vergangenheit.

Dieser Psychothriller ist wirklich für jeden Leser, der dieses Genre mag, ein toller »Quickie« mit seinem nur ca 200 Seiten. Die Psychospiele sind gut ausgearbeitet. Und auch mit der Psyche vom Leser wird hier gearbeitet. Wie das geschieht, solltet ihr selbst herrausfinden, denn das Vergnügen will ich niemanden nehmen, indem ich zuviel verrate.

Fazit, es ist ein sehr guter Psychothriller, knackig und erfrischend. Langweilen wird sich niemand, denn die lässt Minette Walters nicht aufkommen. Sie verzichtet auf unnötige Beschreibungen von »Blumenbeeten« ;), das eben alles kompakt macht.

Minette Walters steht ab sofort auf meiner Beobachtungsliste :)
Darum vergebe ich an diesen Psychothriller 4 Sterne!

Ich wünsche euch auch viel Vergnügen mit dem Buch

Euer Weltenwandler

Nah an Stephen King

Von: Michael Lehmann-Pape Datum : 09.05.2016

www.rezensions-seite.de

Wie Stephen Kind in seinem Alterswerk, in dem er immer weniger das Grauen „von der anderen Seite“ kommen lässt, sondern mehr und mehr in den Mittelpunkt rückt, was immer schon sein eigentliches Thema war, das Grauen, das „Wegdriften“ des Menschen in sich selbst, setzt auch Minette Walters in dieser Novelle (sehr, sehr nah auch im Erzählduktus an der Form Kings) das Zerbrechen und Wiedererstarken der Person.

Die Gefühle am „tiefsten Abgrund“ (im Keller fast auf dem nackten Boden als Sklavin gehalten) und die „Machtübernahme“, Schritt für Schritt. Eine Machtübernahme der unterernährten, gerade mal 14jährigen Muna, die im Haushalt der der Familie Songoli, aus Afrika nach England eingewandert, in der jener Keller (und noch ein anderer Raum), ein Hammer und, vor allem, ein sehr waches Gehirn in einem sehr unscheinbaren Körper und einem eher ungebildeten Geist sich seinen Weg sucht.

Vater Ebeka (mit besonderen Interessen und Nutzungsanliegen an Muna), Mutter „Prinzessin“ Yolanda und die beiden Söhne der Familie leben seit Jahren in einem ganz besonderen Verhältnis zu Muna. Und Ahnen in keiner Form, dass in der Wand des Kellers eine Stimme, ein Gelächter seinen Wohnort zu haben scheint, der Muna das ein oder andere an innerer Wallung und innerer Kraft zukommen lassen wird.

Zumindest glaubt Muna, dass daher ihr die Kraft zuwächst.

Denn die Dinge ändern sich. Der jüngere Sohn kommt von der Schule nicht nach Hause, die Polizei nimmt Ermittlungen auf und durchsucht das Haus, stellt die Eltern zur Rede. Die, flugs, aus „Muna aus dem Keller“ Muna, die Tochter gemacht haben. Wobei man sich allgemein sicher fühlt, denn das hagere Mädchen kann ja noch nicht mal Englisch, glaubt man.

„Muna lauschte der sich entfernenden Sirene. Waren alle Sengolis fort? War sie seit Abiolas Verschwinden zum ersten Mal allein im Haus“? Ja, oder? Aber wie wird Muna damit umgehen? Ohne Buchstaben oder Zahlen zu erkennen, ohne die moderne Welt mit ihren Smartphones und bürokratischen Abläufen je erlebt zu haben?

Und was genau ist jene Kraft, die sie innerlich antreibt? Jene Vorstellungen und Fantasien, die sie in langen Jahren des Schmerzes und der Einsamkeit im dunklen Kellerloch in sich entfaltet hat?

Ruhig und jederzeit intensiv an den Emotionen der Personen schreibt Walters diese Geschichte mit einer fast unabwendbaren Entwicklung. Und schreibt und beschreibt so genau und bildkräftig, dass der Leser dieses gesamte Kammerspiel, das fast nur im Haus der Sengolis sich abspielt, ebenso emotional miterlebt. Auch hier zeigt sich eine enge Verwandtschaft zum Stil Stephen Kings, Walters führt den Leser ebenso immer wieder aktiv hinein in die Geschehnisse, in die Ereignisse, aus der Sicht Munas, bis man das Gefühl hat, selber oben an der Kellertreppe zu stehen und das leise Raunen aus der Wand heraus meint, hören zu können.

Eine ganz hervorragende, Spannende, auf das Innere bestens abzielende und dieses Innere offenlegende Lektüre, die den Leser wie mit einem Sog in sich hineinzieht.

Sie wird sich rächen

Von: Books and Biscuit Datum : 05.05.2016

booksandbiscuit.blogspot.de

Muna ist ein Geheimnis. Mit acht Jahren wurde sie gestohlen und wuchs, ohne zu wissen, wer ihre Eltern sind, im Haus der Familie Songolis in England auf. Ihre neue Familie ist grausam und behandelt sie wie eine Sklavin. Muna schläft im stockfinsteren Keller auf einer Matratze, wo der Mann sie nachts vergewaltigt. Ihre 'Mutter' Yatunde muss sie mit 'Prinzessin' anreden, ihren 'Vater' Ebuka mit 'Master'. Jahrelang sind die Songolis mit ihrem Geheimnis davongekommen. Doch dann verschwindet Abiola, der jüngere Sohn der Familie, und plötzlich wimmelt das Haus der Songolis vor Polizei. Muna bekommt ein Kleid angezogen, die Matratze im Keller verschwindet und sie muss so tun, als würde sie ihre 'Familie' lieben. Sie spielt die geistig behinderte Tochter, die schüchtern ist und nur Haussa spricht. Was ihre 'Familie' nicht weiß: jedes Mal, wenn der Sohn zuhause Englichunterricht bekam, hat sie heimlich zugehört - und geübt. "Mein Name ist Muna. Ich werde hier gefangen gehalten." Jeder hält sie für dumm und ungebildet, aber Muna ist ein cleveres Kind und sie wil sich rächen.

Der Keller ist mein erster Titel von Minette Walters und mir gefällt, wie sehr sie sich auf das Wesentliche beschränkt. Kein langes Vorgeplänkel, keine füllenden Perspektivenwechsel oder Zeitsprünge, keine verschönenden Umschreibungen. Sie beschreibt Munas 'Leben', das von Leid und Missbrauch geprägt ist, ich einem knappen, nüchternen, aber deutlichen Ton. Sie zeichnet ein Bild des Grauens, das zum Glück - hoffentlich! - in der Realität eine Seltenheit geworden ist. Eine afrikanische Familie in Europa hält sich ein gestohlenes Sklavenmädchen, das sie nach ihrem Belieben kommandieren, misshandeln und missbrauchen können.

Immer wieder behaupten andere - und auch Muna selbst - sie habe einen Hirnschaden, doch im Verlaufe des Buches zeigt sich, dass sie zwar eine emotionale Störung hat, aber ganz sicherlich nicht dumm ist. Ihr Plan ist perfide und zeigt deutlich, welchen Lebensstil die Songolis ihr vorgelebt haben. Nach und nach nimmt sie sich, was sie will und überzeugt dabei alle durch ihre schauspielerischen Künste, ihre rhethorischen Fähigkeiten und ihre schnelle Auffassungsgabe. Der Roman zeigt, welche Auswirkungen eine solche Kindheit auf die menschliche Psyche hat. Stephen Kings Carrie kann wohl kaum schockierender sein.

(c) Books and Biscuit

Eine grandiose Geschichte, die unter die Haut geht

Von: Lovely Girl Datum : 02.05.2016

bessis-louisiana.blogspot.de/

Kritik:
Nach dem Lesen musste ich so aufatmen, denn dieses Buch steckte voller schockierender Ereignisse.
Aber fangen wir erst einmal mit dem wesentlichen Punkten an. Die 14-jährige Muna wird als kleines Kind von der Familie Songolie aus einem Waisenhaus entführt und als ihre Sklavin misshandelt und missbraucht. Nachdem der jüngste Abiola verschwunden ist, geriet das Leben der Songolies aus dem Ruder. Diesen Schicksalsschlag nutzt die kleine Muna aus, um ihre Rachepläne in die Tat umzusetzen. Muna wächst in dem Glauben auf, sie sei auf der einen Gehirnhälfte behindert und könne daher nicht reden.
Bei der Vernehmung wird ihr von Yetunde (die Frau im Haus) jedes Gespräch mit der Polizei verweigert, sonst würde sie mit körperlichen Bestrafungen rechnen müssen.
Alle halten Muna für dumm und ungebildet, doch sie wissen nicht, wozu Muna in der Lage ist.

Dieses Buch ist das erste welches ich von Minette Walters gelesen habe, doch es wird nicht das letzte bleiben. Denn die Autorin hat die Geschehnisse ohne Umschweife beschrieben und sich stets kurz gehalten. Nichts wurde zu detailreich beschrieben, was mir auch sehr gefallen hat.

Das Buch fängt sehr mysteriös an und das Ende vom ersten Kapitel löste eine Gänsehaut in mir aus. Es fällt mir schwer, dieses Buch zu rezensieren, da ich aufpassen muss, dass ich nicht zu viel verrate. Genauso werde ich nicht auf jeden Charakter eingehen, denn die Eigenschaften der Protagonisten führten zu ihrer Rache.
Die Handlung erinnert mich stark eine Autobiographie einer Sklavin im Haus einer reichen Familie. Wenn mir jemand sagen würde, dass es nach einer wahren Begebenheit basiert, würde ich es glauben. Aus dem Grund hätte ich mir die Ich-Perspektive gewünscht, um mich besser in Munas Lage zu versetzten. Anfangs haben mich die Gespräche unter den Songolies irritiert, denn es wurde die Anführungszeichen verzichtet. Doch mit der Zeit störte es mich nicht mehr.

Der Schreibstil war sehr düster und die Atmosphäre erdrückend. Jedes Kapitel endete mit einem Cliffhanger, so dass man einfach nur weiterlesen musste. Die 218 Seiten schaffte man in einem Rutsch, da sich dieses Buch leicht lesen lässt. Das Ende vom Buch löste wieder eine Gänsehaut in mir aus und ich wünschte mir, dass die Geschichte nicht so schnell vorbei war.

Fazit:
Minette Walters hat ein heikles Thema angesprochen und grandiose Arbeit geleistet. Für Leute, die sich für das Thema Sklaverei interessieren, ist dieses Buch ein Muss. Die Geschichte geht einem unter die Haut, daher sollte man sich auf viele grausame Momente gefasst machen.

Ein verstörender, schockierender und fesselnder Psychothriller

Von: Claudia Bett Datum : 29.04.2016

www.claudiabett.com

Inhalt:

Im Alter von acht Jahren wurde die kleine Muna von den Songolis mit gefälschten Papieren aus einem afrikanischen Waisenhaus geholt und nach England verschleppt. Seitdem muss die inzwischen vierzehnjährige Muna der Familie Tag für Tag zu Diensten sein und bis zur Erschöpfung arbeiten. Sie wird geschlagen, gedemütigt, vergewaltigt, gequält und nachts in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Selbst dort ist sie nicht sicher vor den ständigen Misshandlungen durch die Familienmitglieder. Muna hat das Haus der Songolis noch nie verlassen, darf nicht einmal in den Garten, aber die Welt da draußen ist ihr ohnehin fremd und macht ihr große Angst. Deshalb fällt es auch niemandem auf, dass Muna im Keller der Songolis lebt und von ihnen wie eine Sklavin gehalten wird.
Als eines Tages der jüngste Sohn der Familie auf rätselhafte Weise spurlos verschwindet, ändert sich Munas Leben von einem Tag auf den anderen. Plötzlich sind ständig Polizisten im Haus, die nach dem vermissten Kind suchen, und damit diese nicht bemerken, unter welchen Bedingungen Muna leben muss, darf sie den Keller nun verlassen, in einem Bett schlafen und hübsche bunte Kleider tragen. Die Songolis geben Muna als ihre geistig zurückgebliebene Tochter aus, die der englischen Sprache nicht mächtig ist. Sie ahnen nicht, dass Muna jedes Wort versteht, viel klüger, scharfsinniger und vor allem gnadenloser ist, als sie glauben und nur auf eine Chance gewartet hat, um einen erbarmungslosen Racheplan in die Tat umzusetzen und ihr jahrelanges Martyrium endlich zu beenden.

Meine persönliche Meinung:

Ich warte schon seit Jahren auf ein neues Buch von Minette Walters, denn ihr Debüt 'Im Eishaus' war vor etwas mehr als 20 Jahren der erste Kriminalroman, den ich gelesen habe und hat mich so restlos begeistert, dass ich dem Genre seitdem treu geblieben bin und jedem Buch der Autorin gespannt entgegenfiebere. Diesbezüglich musste man in den letzten Jahren allerdings sehr geduldig sein, denn auf dem deutschen Buchmarkt ist seit 2008 kein neuer Roman der Autorin erschienen. Umso mehr habe ich mich jetzt natürlich auf 'Der Keller' gefreut, bei dem es sich jedoch diesmal nicht um einen Kriminalroman, sondern um einen Psychothriller handelt – und wenn ein Buch die Bezeichnung “Psychothriller” verdient, dann dieses. Innerhalb weniger Stunden hatte ich das schmale Büchlein in nur einer Nacht gelesen und war sehr enttäuscht, dass es nur 224 Seiten umfasst. Allerdings beruht die ungeheure Intensität des Textes nicht zuletzt gerade auf seiner Knappheit und Kürze. Minette Walters beschränkt sich auf das Wesentliche, verliert sich nicht in Ausschweifungen, sodass das Erzählte einen enormen Sog entwickelt, dem man sich kaum entziehen kann. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt eindringlich, fesselnd und flüssig.
Schon auf der ersten Seite ist man sofort von der Geschichte gefangen und erfährt nach und nach immer mehr über das Schicksal, die Herkunft und das bisherige Leben der kleinen Muna. Ich war entsetzt und regelrecht angewidert von dem, was die Familie Songoli diesem Kind über Jahre hinweg angetan hat.
Trotz der Kürze des Buches, hat Minette Walters alle Charaktere sehr präzise skizziert und lässt damit nicht nur Muna, sondern auch die Songolis auf geradezu erschreckende Weise lebendig werden und authentisch erscheinen. Schonungslos konfrontiert die Autorin den Leser mit all den schrecklichen Grausamkeiten, die Muna angetan wurden, denn jedes Familienmitglied hat das kleine Mädchen auf seine Art über Jahre hinweg missbraucht und gequält. Dabei empfand ich nicht nur die physische Gewalt sowie die sexuellen Übergriffe als besonders schockierend, sondern vor allem die psychische Gewalt, die ständigen Demütigungen und Erniedrigungen, mit denen man Munas Willen brechen und ihr immer wieder demonstrieren wollte, dass sie wertlos und der Familie vollkommen ausgeliefert ist. Allerdings ahnen die Songolis nicht, wie klug das vermeintlich zurückgebliebene Mädchen ist, wie schnell sie lernt und dass sie all die Jahre genutzt hat, um die Familie genau zu studieren. Muna erinnert sich kaum an ihre frühe Kindheit und die Zeit im Waisenhaus, kennt nur die Songolis, deren Wünsche, Gepflogenheiten, aber auch deren Ängste, Schwächen sowie die Konflikte und Feindseligkeiten innerhalb der Familie. Als nun ihr jüngster Sohn verschwindet und die Songolis sich gezwungen sehen, Muna vor der Polizei als ihre Tochter auszugeben, wendet sich das Blatt. Muna nutzt diese Chance, ihren scharfen Verstand und ihre gute Beobachtungsgabe, um die Songolis zu manipulieren, sich an ihnen zu rächen und mutiert von der machtlosen Sklavin zu einem erbarmungslosen Racheengel. Dabei geht sie nicht weniger grausam und barbarisch vor als ihre Peiniger, aber deutlich geschickter, klüger und raffinierter. Einerseits war ich schockiert von ihrer gnadenlosen Brutalität und vollkommenen Skrupellosigkeit, andererseits hatte ich aber auch Verständnis und Empathie, war fasziniert von ihrem neu gewonnenen Selbstbewusstsein, ihrer Intelligenz und starken Persönlichkeit. Mitleid mit der Familie konnte ich jedenfalls nicht empfinden, weder mit dem ältesten Sohn, der Epileptiker ist, noch mit dem Vater, der nach einem Sturz an den Rollstuhl gefesselt ist und von seiner Frau deshalb nur noch verachtet wird.
Es ist den Songolis nicht gelungen, Munas Willen zu brechen, stattdessen haben sie sie gelehrt, genau wie sie zu sein, merken jedoch nicht, dass sie das Mädchen letztendlich zu ihrem eigenen Spiegelbild geformt haben.
So ist 'Der Keller' von Minette Walters das erschütternde Psychogramm eines Menschen, der nie Liebe und Fürsorge kennenlernen durfte, sondern nur Gewalt, Missbrauch und Unterdrückung erfahren hat und gleichzeitig ein äußerst verstörender, schockierender und fesselnder Psychothriller, den ich jedem, der dieses Genre liebt, nur empfehlen kann.

Still, stumm, versklavt. Dramatisches Psychodrama mit Thrill

Von: Nisnis's Bücherliebe Datum : 28.04.2016

nisnis-buecherliebe.blogspot.de/

Das Leben des 14jährigen Mädchens Muna ist die Hölle. Einst von Yetunde aus einem Waisenhaus gestohlen, wird sie im Haus der afrikanischen Familie Songolis als Sklavin gehalten. Bis zur Erschöpfung dient sie den Eheleuten Yetunde und Ebuka sowie den Söhnen Olubayo und Abiola.

Jede Nacht wird sie in einen dunklen, fensterlosen Keller eingesperrt. Bis auf die Sätze "Ja, Prinzessin. Nein, Prinzessin. Kann ich etwas für Sie tun Prinzessin?" ist es ihr verboten zu sprechen. Sie wird missbraucht und ihre Seele wird zutiefst verletzt und stets klein gehalten.

Eines Tages verschwindet auf unerklärliche Weise der jüngste Sohn der Familie. Damit die Polizei nichts von Munas Schicksal erfährt, darf sie den Keller verlassen. Muna fängt an zu lernen, denn sie ist klüger als alle glauben. Sie schmiedet Pläne der Rache und spielt ein geschicktes, abgrundtiefes psychologisches Spiel, dass die Familie entzweit, quält und zutiefst verängstigt.

Die Autorin:

Minette Walters arbeitete lange als Redakteurin in London, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit ihrem Debüt "Im Eishaus", das 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde, zählt sie zu den Lieblingsautoren von Millionen Leserinnen und Lesern in aller Welt. Alle ihre bisher erschienenen Romane wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Minette Walters lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Dorset, England.

Reflektionen:

Minette Walters ist mit diesem Meisterwerk erneut ein Bestseller gelungen, denn sie beherrscht es, psychologische Gedankenspiele detailgetreu in einer authentischen Handlung zu verweben, die den Leser fesselt und sogar schockt. Die Authentizität mit der die Autorin schreibt ist beeindruckend, auch wenn ich hoffe, dass diese Geschichte nicht ansatzweise so geschehen ist.

Die Charaktere der wenigen Protagonisten sind außergewöhnlich und ausführlich gezeichnet. Typisch für ein psychologisches Spiel, verändern und wandeln sie sich im Laufe der Handlung und treiben so den Leser an, rasant von Seite zu Seite zu gelangen.

Sehr interessant ist die Entwicklung der Figur Muna. Sie ist auf brutalste Weise gepeinigt und leidet einsam und stumm. Sie ist unterernährt und kaum in der Lage Emotionen richtig einzuschätzen, so scheint es. Sie ist kaum fähig zu sprechen und unfassbar unterwürfig. Besuchern wird sie als zurückgebliebene Tochter mit Gehirnschaden vorgestellt. Sie wird nicht nur psychisch von allen Familienmitgliedern misshandelt. Hiervon auf realistischer Weise zu lesen berührt und schockt.

Als sie nach dem Verschwinden ihres Bruders Abiola endlich außerhalb des Kellers leben darf, damit die Polizei, die den Vermisstenfall untersucht, nichts von Munas furchtbarem Schicksal erfährt, beginnt für sie ein neues Leben. Mit der Zeit gewinnt sie Selbstvertrauen, doch sie zeigt es niemanden. Sie lernt rasant und findet bald einen Weg, andere so zu manipulieren, dass sie unter Zorn das tun was Muna bezweckt. Muna ist bald in der Lage Menschen in ihrem Umfeld Unbehagen, Schuldgefühle und Verunsicherung zu bescheren. Das ist ihre Strafe für die quälende Vernachlässigung, die sie erleiden musste und sie hört den Teufel lachen.

Mein Fazit:

Ein rasanter und intelligenter Psychothriller, der deutlich macht, wie sich Menschen unter psychologischer Qual wandeln. Meine Empfehlung an alle Thriller-Fans und an alle lesenden Fans von psychologischen Machtspielen.

Der Keller

Von: Seehase1977 Datum : 27.04.2016

seehases-lesewelt.blogspot.de/

Klappentext:
Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ...

Endlich ist es da, das neueste Buch von Minette Walters auf das ich schon so lange gewartet habe. In ihrem Psychothriller „Der Keller“ erzählt die Autorin die Geschichte der kleinen Muna, die von der Familie Songoli als Sklavin gehalten, geschlagen und missbraucht wird. Ihr Zuhause, der dunkle, fensterlose Keller. Erst als der jüngste Sohn der Songolis verschwindet, wendet sich Munas Schicksal. Ich war von Beginn an gefesselt von der Story und vom klaren und schnörkellosen Schreibstil der Autorin, der mich auch schon in ihren anderen Büchern begeistert hat. Nach dem ersten Drittel war ich voller Zweifel, ob ich da tatsächlich einen Psychothriller in den Händen halte, doch liest man weiter erschließt sich einem dann recht bald, dass der Titel durchaus seine Berechtigung hat. Die Hauptprotagonistin Muna durchlebt im Laufe der Geschichte eine wirklich krasse Wandlung. Die erniedrigte, emotionslose und scheinbar zurückgebliebenen Sklavin zeigt auf einmal ihr wahres Gesicht, denn Muna ist schlau, gerissen und so gnadenlos, dass es einem die Gänsehaut über den Rücken jagt. Ich möchte hier gar nicht mehr verraten, man muss es einfach selbst lesen und erleben.

„Der Keller“ von Minette Walters ist trotz seiner geringen Seitenzahl ein intelligenter und absolut spannender Psychothriller, der seine Psychoelemente zuerst geschickt im Verborgenen hält. Aufgrund der teilweise geschilderten Brutalität ist das Buch sicher nichts für Zartbesaitete. Auch wenn man relativ schnell weiß in welche Richtung es gehen wird und es dadurch keine großen Überraschungen oder Wendungen gibt und der Thriller gerade deshalb absolut gelungen und lesenswert!

Das Lachen des Teufels

Von: Rezifeder Datum : 26.04.2016

www.rezifeder.blogspot.de/

Seit sechs Jahren geht die vierzehnjährige Muna durch die Hölle. Mit acht Jahren wurde sie von ihrer angeblichen Tante Yetunde Songoli aus einem afrikanischen Waisenhaus geholt und nach England gebracht; tatsächlich suchte Yetunde nur eine billige Sklavin für sich und ihre Familie.

Tagsüber verrichtet Muna unermüdlich alle Hausarbeiten für die Songolis, nachts schläft sie im Keller. Sie muss Yetunde mit "Prinzessin" ansprechen, Ebuka mit "Master". Yetunde schlägt Muna regelmäßig, ihr Ehemann Ebuka vergewaltigt sie, und selbst die zehn- und dreizehnjährigen Söhne Abiola und Olubayo verachten und schlagen das Mädchen.

Munas Leben ändert sich urplötzlich, als Abiola eines Tages spurlos verschwindet. Seine Eltern erstatten eine Vermisstenanzeige. Da die Polizei routinemäßig auch ihr Haus durchsuchen wird, muss Munas Sklavenlager im Keller verschwinden. Die Songolis geben sie als ihre geistig behinderte Tochter aus und schärfen Muna ein, kein Wort zu der Dolmetscherin zu verlieren. Sie ahnen nicht, dass die kluge Muna über die Jahre hinweg etwas Englisch gelernt hat. Und sie ahnen auch nicht, dass Muna einen Plan entwickelt, wie sie sich aus ihrem Sklavendasein befreien kann ...

Bewertung:

Nur 220 Seiten umfasst dieses Büchlein, und nicht allein die Kürze, sondern vor allem der äußerst mitreißende und fesselnde Inhalt sorgt dafür, dass man das Werk durchaus in einem Zug verschlingen kann.

Minette Walters ist ein ungewöhnlicher, kammerspielartiger Thriller geglückt, der eine bemerkenswerte Protagonistin in den Mittelpunkt stellt. Es geht nicht um eine Tätersuche, denn die Rollen sind von Beginn an klar verteilt: Muna wurde unter falschen Angaben adoptiert und führt bei den Songolis ein unwürdiges Sklavenleben. Von der ersten Seite an ist der Leser folglich mit Muna verbündet und hofft inständig, dass sie sich aus diesem Leben retten kann.

Da Minette Walters eine ausgewiesene Krimi- und Thrillerexpertin ist, geht es nicht "nur" darum, dass sich Muna von ihren Peinigern befreit, indem sie flüchtet. Stattdessen entwickelt Muna einen perfiden mehrteiligen Plan, der sie nach und nach immer mehr Macht über die Songolis gewinnen lässt. Es beginnt damit, dass Ebuka Songoli einen schweren Unfall erleidet und fortan gepflegt werden muss. Bereitwillig übernimmt Muna diese Aufgabe und wird dadurch für ihn unentbehrlich. Yetunde wiederum erträgt es zwar kaum, dass ihre "Sklavin" einen anderen Status genießt, will allerdings ihren Ehemann - mit dem sie nur eine Zweckehe verbindet - auch nicht selbst pflegen, und Geld für eine Krankenschwester ist nicht da. Wohl oder übel muss Yetunde also akzeptieren, dass sie auf Muna angewiesen ist, zumal sie ohnehin immer mit den unregelmäßigen Besuchen der Polizei wegen Abiolas Verschwinden rechnen muss und Muna daher nicht in den Keller zurückkehren kann. Muna beobachtet ihre Umwelt ausgesprochen geschickt und zieht kluge Schlüsse aus allem, was sie hört und sieht, sodass sie die Familienmitglieder raffiniert gegeneinander ausspielen kann.

Ein besonderer Reiz dieses Buches liegt darin, dass Muna bei ihrem Plan eben auch zu drastischen Mitteln greift. Der Leser wird unwillkürlich zu einem Voyeur, der kaum anders kann, als Munas Taten zu bejahen, auch wenn diese gewisse Grenzen überschreiten. Die Unschuld und Naivität, die von Muna ausgeht, lässt ihre Befreiungsschläge auf verstörende Weise gutheißen. Sie ist das, was die Songolis aus ihr gemacht haben, wie sie einmal treffend formuliert, und die Familie bekommt dies zu spüren. Ein wiederkehrendes Motiv ist das Lachen des Teufels, das Muna immer wieder zu hören glaubt, wenn den Songolis etwas Schlimmes bevorsteht. Der Teufel ist ihr Verbündeter, er hilft ihr, ihr Elend weiter zu ertragen, während sie nach und nach immer mehr Vorteile für sich herausschlägt.

Das Werk ist spannend, auch wenn man nach einer Weile durchschaut, wie Munas Plan aufgebaut ist und welche Schritte sie wohl als nächstes machen wird. Wie die Geschichte endet, ist dennoch nicht vorherzusehen - ob Muna beispielsweise die freundliche Nachbarin einweiht oder sich doch an die Polizei wendet oder ob sie eines Tages aus dem Haus flieht.

Zu den geringen Schwächen gehört, dass der ältere Sohn eines Tages an Epilepsie erkrankt, was Muna langfristig in die Karten spielt - das kann man durchaus als etwas konstruiert empfinden. Zudem gibt es etwas im Haus, von dem nur Muna und nicht die Songolis wissen, was ihr gleichfalls einen großen Vorteil bringt - es ist aber etwas fraglich, wie diese gewisse Sache im eigenen Haus den Songolis über all die Jahre verborgen bleiben konnte. Des Weiteren muss man damit leben, dass der Schluss etwas abrupt kommt und nicht und man keine endgültige Klarheit über das Schicksal der Figuren bekommt.

Fazit:

Ein kurzer, aber intensiver Thriller mit nur geringen Schwächen. Sehr atmosphärisch und fesselnd, ideal geeignet für alle Leser, die düstere Kammerspiele schätzen.

Glaubwürdig und erschreckend.

Von: nicoleliest Datum : 24.04.2016

www.nicoleliest.com

Wer meine Rezensionen liest, wer mich ein wenig näher kennt weiß, Thriller und Krimis sind wie Schokolade für mich - unverzichtbar. So würde man meinen, dass ich alles gelesen, alles erlebt habe und man mich nicht mehr wirklich schockieren kann. Doch das kann man, glaubt mir. Minette Walters hat es geschafft, denn "Der Keller" brachte mich fast an meine Grenzen. Tausende Liter Blut, wilde Verfolgungsjagden, angst einflößende Killer - alles wäre okay gewesen, doch dieser Psychothriller hier ist anders. Grausamer, schockierender, beängstigender als vieles, das ich bisher gelesen habe.



Warum?
Der erste Grund war für mich das Setting. So ziemlich die ganze Handlung spielt sich im... nein nicht im Keller, sondern im Haus ab. Dieser Punkt sorgt schon für ein klaustrophobisches Gefühl beim Leser. Man hat das Gefühl festzusitzen, nicht fliehen zu können, der Handlung schonungslos ausgeliefert zu sein. Dies erfüllt auch einen ganz besonderen Zweck, man bekommt ein Gefühl für die Situation der Protagonistin. Jahrelang misshandelt, ausgenutzt und eingesperrt, diese Emotionen bekommt der Leser hautnah zu spüren. Minette Walters beschreibt schonungslos, welche Matyrien Muna ertragen muss(te). Und dies ist genau der zweite Punkt. Man muss hier doch ein wenig abgehärtet sein, um nicht das Buch zuzuklappen und so dem Grauen ein Ende zu machen.

Muna war eine ganz besondere Protagonistin. Ihren Wurzeln entrissen, devot erzogen und als geistig zurückgeblieben abgestempelt. Doch der Leser merkt schnell, dieses dürre, zarte Wesen ist klüger und gerissener als man annehmen würde. So hatte ich einerseits mitleid mit Muna, doch andererseits auch enormen Respekt wenn nicht sogar ein wenig Angst vor ihr. Denn wie der Klappentext schon verrät, hat sie grausame Pläne, und das ist wirklich so. Aber auf eine andere Art und Weise wie man anfangs vermutet - doch mehr sage ich hier nicht. Welches Spiel Muna treibt, müsst ihr selbst herausfinden.

Was ich hier jedoch noch erwähnen muss war der anfänglich etwas schwere Einstieg in die Handlung. Man wird hier nicht langsam an die Geschichte herangeführt sondern mitten ins Geschehen geworfen und dabei mit 5 Familienmitgliedern konfrontiert, die alle sehr außergewöhnliche Namen haben. Und das war anfangs beim Lesen wirklich anstrengend. Muna. Yetunde. Abiola. Olubayo. Ebuka. Irgendwie brachten mich diese Namen anfangs immer aus dem Lesefluss - bis ich mir angewöhnt hatte, einfach drüber zu lesen. Davon abgesehen war der Schreibstil absolut stimmig.


Alles in allem...
... war "Der Keller" bestimmt einer der grausamsten Thriller, die ich je gelesen habe, auf eine ganz abartigen, erschreckenden Weise. Minette Walters erzeugt eine klaustrophobische Stimmung, die ich das letzte mal in Melanie Raabes "Die Falle" erlebt habe. Zusätzlich hat sie hier eine grausame Grundthematik gewählt, auf die man als Leser schon gefasst sein sollte. Eine Leseempfehlung für hartgesottene Thrillerfans.

Minette Walters reichen 220 Seiten um den totalen Wahnsinn zu schaffen!

Von: Franzy Datum : 21.04.2016

franzyliestundlebt.blogspot.de/

Meinung
Der Leser befindet sich bereits ab dem ersten Satz mitten in der Geschichte und somit auch mitten in Munas Leben und Leiden. Als Kind aus einem Kinderheim geholt, lebt sie zusammen mit den, eigentlich aus Afrika stammenden, Songolis in England. Da Muna das Haus nicht verlassen darf, fällt niemandem in der Nachbarschaft auf, dass Muna etwas heller ist, als der Rest der Familie. Allerdings stellt sich später heraus, dass Muna nicht so unsichtbar ist, wie alle glauben wollen.

Ich will und kann euch gar nicht viel über die eigentliche Geschichte erzählen, da ich mit fast allem schon viel zu viel verraten würde. Was ich euch sagen kann ist, dass ihr dieses Buch nur lesen solltet, wenn ihr einigermaßen gefestigt seid. Kindesmisshandlung und Brutalität werden hier deutlich angesprochen und beim Namen genannt.

Muna macht in diesem Buch eine wahnsinnige Wandlung durch und hat mir als Protagonistin unglaublich gut gefallen. Der Leser hat die Möglichkeit sie recht schnell ins Herz zu schließen und auch da zu behalten - egal was passiert.

Am Anfang habe ich mich noch gefragt, was genau denn nun das Psycho-Element dabei sein soll. Ab einem gewissen Punkt macht es klick und eine wahnsinnig gut überlegte und getaktete Wendung geschieht - damit rechnet man nun wirklich absolut gar nicht. Aber man erkennt ab da, warum es sich um einen Psychothriller handelt ;-)

Minette Walters' Schreibstil gefällt mir unheimlich gut. Es wird nichts künstlich in die Länge gezogen und die Spannung kontinuierlich aufrecht gehalten. Dies war mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Buch von ihr.

Fazit
Ein Buch, dessen Geschichte so gut ist, dass 220 Seiten absolut ausreichen um den Leser zu fesseln und durch viele verschiedene Gefühlslagen zu schicken. Mein erster, aber sicher nicht mein letzter Walters ;-)
Ein absolutes Muss für alle Psychothriller-Fans, die mal eben ein kurzes Büchlein verschlingen wollen.
Für alle anderen eine Leseempfehlung - wenn ihr nicht zu zart besaitet seid ;-)

Eine sehr beeindruckende Mischung aus Spannung, Faszination und abgrundtiefer Gewalt!

Von: Caboo_Stories Datum : 20.04.2016

caboostories.blogspot.com

"Der Keller" war das erste Buch, das ich von Minette Walters gelesen habe. Und bisher war mir die Autorin völlig unbekannt. Leider, denn jetzt habe ich eine ganze Menge Lesestoff nachzuholen, da ich absolut begeistert war von diesem Psychothriller.
Aber beginnen wir ganz von vorne...
Ohne Umschweife und ohne lange um den heißen Brei herum zu reden beginnt die Geschichte. Ab dem ersten Satz ist man mitten drin im Geschehen und man begleitet Muna auf ihrem Leidensweg. Das ist es auch, was dieses Buch zu etwas besonderem macht. Nicht an einer einzigen Stelle wird es unnötig in die Länge gezogen, sondern alles wird direkt auf den Punkt gebracht. Ich fand es sehr interessant zu erfahren, was sich hinter einem Psychothriller verbirgt, der eine so geringe Seitenzahl hat und ich war sehr gespannt was mich erwartet. Die gesamten 224 Seiten über wird man nicht vor grausamen Details verschont. Eindeutig ist dieser Thriller nichts für schwache Nerven, oder für jemanden, der es nicht gut verkraften kann, über Kindesmisshandlung und deren Folgen zu lesen.
Für mich hat Muna, die Protagonistin, eine extrem starke Persönlichkeit, die mich zeitgleich fasziniert und erschreckt hat. In dem Buch wird, auf brutale Art, sehr deutlich dargestellt, was es für Auswirkungen auf die menschliche Psyche haben kann, nachdem man so misshandelt wurde/wird wie Muna.
Der Schreibstil von Minette Walters hat mich sehr angesprochen und die Spannung wurde von der ersten bis zur letzten Seite gehalten. Es ist ihr hervorragend gelungen, eine Mischung aus Spannung, Faszination und abgrundtiefer Grausamkeit zu erschaffen, die mich stellenweise emotional tief berührt und sprachlos gemacht hat.

Das Buch und die gesamte Story haben mich stark beeindruckt und deshalb bewerte ich "Der Keller" von Minette Walters mit 5 von 5 Sternen.
Als nächstes werde ich mich wohl ihrem Debütroman "Im Eishaus" widmen und bin schon gespannt, was mich da Großartiges erwartet.

Ein kurzweiliger Psychothriller

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum : 19.04.2016

www.hallo-buch.de

In “Der Keller” macht Minette Walters das, was sie am besten kann: Sie beschränkt sich in ihrem neuen, aufregenden Psychothriller auf die wesentliche Story. Fast schon in der Art einer Novelle zeichnet sie das traurige fiktive Schicksal der 14-jhrigen Muna nach, die mitten in Europa als Kindersklavin gehalten wird – ein im wirklichen Leben zwar zum Glück nicht mehr sehr häufiges, aber noch immer vorhandenes Phänomen. Natürlich spielt sie dabei auch mit Vorurteilen anderen Kulturkreisen gegenüber, denn die Familie, die sie ausbeutet, stammt in diesem Fall aus Afrika. Gleichwohl gelingt es Minette Walters, eine fesselnde Story um ihre pfiffige Heldin Muna aufzubauen, die schließlich ihre Peiniger mit ihren eigenen Waffen schlägt. So ist “Im Keller” ein kurzweiliger Pageturner, den man erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand legt.

Spannend bis zum Schluss

Von: Viola Hardel Datum : 17.04.2016

schnaeutzchen76.blogspot.de/

Also das war mal ein Buch voller Spannung. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Man ist gleich zu beginn gepackt von der Geschichte. Kein langes drum her rum Gerede. Das war schon mal ein Pluspunkt.

Was Muna alles so passiert in dieser Familie ist echt nichts für schwache Nerven gerade wenn man auch Kinder hat, so was wünscht man keinem Kind.
Aber man sollte sich eben nicht Täuschen lassen von ihr, sie ist ein sehr sehr schlaues Kind auch wenn sie in den Jahren der Gefangenschaft oder Sklaverei nichts gelernt hat, weiß sie doch eine Menge. Und weiß sich dann auch sehr gut zu helfen mit allem klar zu kommen. Teilweise sehr Psycho aber das ist ja gerade das was sie Geschichte so Spannend macht.

Ich will nicht weiter auf die Geschichte eingehen, sonst würde man zu viel verraten, ich kann nur eines dazu sagen die Geschichte wendet sich woran man erst gar nicht denkt.
Ich muss sagen das ein gelungener Spannender Psychothriller.

Auf jeden Fall werde ich noch Bücher von ihr lesen. Der Schreibstil ist grandios so das ich dieses Buch an einem Tag durch hatte obwohl ich es mehrmals aus den Händen legen musste um durch zu Atmen.