Leserstimmen zu
Mord mit Meerblick

Ranka Nikolić

Sandra Horvat (1)

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Auch in einer Urlaubsidylle wie der kroatischen Hafenstadt Rijeka wird gemordet. Doch der Mann, der inmitten seines Blutes von dem Mitarbeiter der städtischen Reinigung während der nächtlichen Tour gefunden wird, gibt der Mordkommission um Inspektorin Sandra Horvat Rätsel auf. Die zeitnahe Befragung der Nachbarn des Toten und die Suche nach Zeugen bringt zunächst keine Ergebnisse. Erst die genaueren Ermittlungen im Umfeld des Ermordeten versprechen einen Hoffnungsschimmer auf ein Tatmotiv. Hingegen bleiben die Gründe für eine weitere Bluttat – eine 75-jährige Frau wurde mit ihrem Schnellkochtopf erschlagen – im Dunkeln. Während Sandra Horvat nicht nur ihre mit eigenen Querelen beschäftigten Kollegen Jakov Milić und Mihajlo Zelenika unter Kontrolle halten muss, hat sie zudem noch einen neuen Mitarbeiter anzuleiten. Danijel Sedlar, ungemein gutaussehend, aber auch meinungsfest, stellt sich als Gefahr für Sandras Seelenfrieden heraus, fühlt sie sich doch zu ihm hingezogen. Wäre Danijel nicht verheiratet... „Mord mit Meerblick“ gehört zu den ruhigen „Cosy-Crime“-Geschichten, die neben der klassischen chronologisch verlaufenden Ermittlungsarbeit ohne spektakuläre Effekte auskommen und dafür mehr Augenmerk auf die zwischenmenschlichen Beziehungen richten. Gleichwohl gelingt es der in Kroatien geborenen Ranka Nikolic, die als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland kam, in ihrem Debüt einen Kriminalroman zu erzählen, in dem die Suche nach dem Täter und das Prüfen von Indizien, Verdachtsmomenten und Motiven auch dem Leser die Möglichkeit für eigene Vermutungen und damit ausreichende Spannungsmomente beschert. Ranka Nikolic hat mit Rijeka, der drittgrößten Stadt Kroatiens in der Kvarner-Bucht, eine pulsierende Urlaubsmetropole in den Mittelpunkt gerückt, die mit beispielloser Kulisse aufwartet. Die Autorin gewährt nicht nur Eindrücke in die multikulturelle Vielfalt der Bevölkerung und deren Mentalität und Lebensweise, sondern ebenso einen Blick in die durchaus als bewegende Landeshistorie. Denn die bereits in der Antike von Römern besiedelte, strategisch günstig gelegene Stadt musste sich später wechselnden Mächten wie den Habsburgern und Italienern beugen. Dass der eine oder andere Satz geringfügig nach Reiseführer klingt, sei der Autorin nachgesehen, weil dies auf eine sympathische Art geschieht und den Leser nicht langweilt. Daneben hat Ranka Nikolic mit Sandra Horvat und „ihren Männern“ eine illustre Protagonistenschar geschaffen, die mit ihren unterschiedlichen Vorzügen und Macken der Handlung gewisse Reize versetzt. Eine minimal stereotype Beschreibung und Überzeichnung ihrer Charaktere mag vorhanden sein. Beispielsweise wenn die Autorin die siebenunddreißigjährige Sandra als tüchtige und zielstrebige, ansonsten immer wieder in der sie umgebenden Männerwelt um Anerkennung ringende Frau darstellt, die sich trotzdem der Attraktivität ihres neuen Kollegen Danijel nicht entziehen kann. Danijel fällt anfangs durch Selbstbewusstsein und seine rationale Denkweise, aber mangelndes Einfühlungsvermögen auf, das sich erst im Verlauf der Ereignisse entwickelt. Der unter Liebeskummer leidende Jakov Milić wohnt noch zu Hause bei seiner Mutter und steht dazu. Das bietet allerdings seinem Kollegen Zelenika, der auch nach mehreren Versuchen sein Alkoholproblem nicht im Griff hat, Gelegenheit für Frotzeleien und bissige Kommentare. Überhaupt sind die Dialoge - gerade zwischen Milic und Zelenika - mit Augenzwinkern versehen und verleihen der Geschichte oft eine heitere Unbeschwertheit, weil sie ohne wirkliche Boshaftigkeit auskommen. Lediglich bei der Schilderung des Hin und Hers in der Beziehung von Sandra und Danijel verliert sich die Autorin ein wenig. „Mord mit Meerblick“ erweist sich als Kriminalroman im gemächlichen Fahrwasser, dem etwas mehr Tempo gut getan hätte, der indes mit dem Geschehen in reizvoller Umgebung und lebensechten Protagonisten unterhält. 3,5 Sterne

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Der zweite Fall vor "Mord im Olivenhain" bringt die zuständige Hauptkommissarin mit einem neuen Kollegen zusammen. Diese Serie besticht dadurch, dass der Krimi eher im Hintergrund steht. Im Gegensatz zu den Kabbeleien des vierköpfigen Teams der ihn aufklärenden Polizisten. Nebenbei lernt man ein wenig kroatisches Lebensgefühl kennen ebenso wie der Verwunderung darüber, das vor allem deutsche Urlauber die Inselnamen wie "Krk" nie richtig aussprechen können. Dennoch ist der Krimi ein Kriminalroman bei dem man unwillkürlich rätselt, wer der oder die Täter gewesen sein könnte. Die Kabbeleien fand ich nicht nervig. Eher wunderbar anders und das Genre ein wenig auf die Schippe nehmend. Herrlicher Schmöker für mehrere Lesestunden nacheinander!

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REZENSION "MORD MIT MEERBLICK" von Ranka Nikolic. Danke an das @bloggerportal, @randomhouse und den @blanvalet.verlag für das Rezensionsexemplar. TITEL: "Mord mit Meerblick" AUTOR: Ranka Nikolic SEITEN: 288 VERLAG: Blanvalet Taschenbuch Verlag ERSCHEINUNGSDATUM: 20.03.2017 PREIS: 9.99 Euro ( Taschenbuch) COVER: Das Cover zeigt und einen Teil der kroatischen Küste, wo der Kimi spielt. Die Liebe zum Land wird gezeigt, was auch im Buch deutlich wird. INHALT OHNE SPOILER: Ein Mord geschieht in der beschaulichen Hafenstadt Rijeka. Die Polizistin Sandra Horvat und ihre Kollegen Milic und Zelenika nehmen die Ermittlungen auf und sollen den Fall lösen. Ihnen wird ein neuer Kollege zur Seite gestellt. Sandra muss sich eigentlich auf den Mordfall konzentrieren, doch der neue Kollege sieht verdammt gut aus und ihre Gefühle spielen verrückt. MEINE MEINUNG Mit ihrem Debütroman hat Ranka Nikolic einen wirklich schönen und interessanten Krimi geschrieben. Die Charaktere sind aufgrund ihrer Authenzität sehr symphatisch in den Vordergrund getreten. Eigentlich soll es um die Ermittlungen gehen, doch wir lernen als Leser auch die wunderschöne Umgebung kennen und die Historie vom Handlungsort wird erläutert, was mir sehr gut gefallen hat. Der eigentliche Fall bekommt erst zum Ende hin seine Spannung und wird leider in recht kurzer Zeit zum Ende gebracht. Meiner Meinung nach lebt das Buch von den zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Unterhaltungen zwischen den Protagonisten stehen im Vordergrund, was dem Inhalt des Buches aber keinen Abbruch verschafft. Ich habe es geliebt zu lesen, wie die Kollegen miteinander umgehen und untereinander kommunzieren. Es war einfach herrlich erfrischend und ich habe keine blutigen Szenen oder z. B. Verfolgungsfahrten vermisst. Das Buch hat keinen wahnsinnigen Spannungsbogen aufgebaut, aber das brauchte es auch nicht. Das Ende des Buches war für mich überraschend und ich fand es sehr gut gelöst. FAZIT: Es ist ein einfacher und doch lesenswerter Krimi, der mit Wenig auskommt. Es wird solide ermittelt. Der Umgang der Protagonisten untereinander waren für mich die Höhepunkte. Ich gebe dem Buch von Ranka Nikolic gute 4 /5 Sternen. 🌟🌟🌟🌟

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flache Story

Von: Dominique

15.08.2017

Mord mit Meerblick Ranka Nikolic Eine Leiche wird in einem Hausflur aufgefunden. Die Polizei hat ein paar Verdächtige, tappt aber weitestgehend im Dunkeln. Die Kollegen von Sandra Horvat machen es ihr mit dem ewigen Reibereien auch nicht leichter. Und dann ist da noch der attraktive neue Kollege. Ich habe mich mit dem Buch recht schwer getan. Es hat sehr lange gedauert, bis mal Schwung in die Story kam. Bei 25% des Buches, war bis dahin nur der Mord und eine Vernehmung erfolgt. Dadurch zog sich das Buch. Zum ende wird es dann aber noch mal spannend. Die ewigen Zankereien der beiden Kollegen waren irgendwann auch zu viel und eher störend, als das sie zur Unterhaltung beigetragen hätten. Die Fremdwörter/Eigennamen, die verwendet werden, werden leider erst am Ende eines Kapitels erklärt und nicht auf der Seite selber. Die ersten habe ich noch nachgeschlagen, dann aber nicht mehr. Die Umgebung wurde viel zu sehr im Detail beschrieben. Es ist schön zu wissen wie es rundherum aussieht, aber bei einem Krimi zählen dann doch eher andere Dinge. Gut fand ich, das am Anfang eine Karte abgebildet war, wo der Krimi spielt, auch das die Protagonisten am Anfang vorgestellt wurden. So hatte man schon einen groben Überblick.

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In dem wunderschönen Ort Rijeka an der kroatischen Küste geschieht ein Mord. Ein junger Mann wird mit aufgeschnittener Kehle in einem Hausflur gefunden. Scheinbar hatte das Mordopfer mit Drogen zu tun, doch wirklich viele Informationen konnten Sandra Horvat und ihr Ermittler-Team über den Toten nicht herausbekommen. Auch seine Mutter kann ihnen nur sehr wenig über ihren Sohn erzählen. Als dann auch noch ein neuer Polizist nach Rijeka kommt, ist Horvat restlos überfordert, denn sie soll den neuen Kollegen anlernen. Dass dieser äußerst attraktiv ist, ist ihr keineswegs entgangen … Da ich bereits mehrere Sommerurlaube in Kroatien verbracht habe, habe ich mich auf diesen Krimi ganz besonders gefreut. Ich bin ein großer Fan regionaler Krimis, jedoch habe ich bis jetzt noch keinen gefunden, der in diesem wunderschönen Land spielt. Die Autorin, selbst Kroatin, schafft es wunderbar die kroatischen Landsleute und deren Lebensstil zu beschreiben. Dies schafft sie mit einer guten Portion Ironie. Ich musste oft schmunzeln, da mich manche Situationen an meine Urlaube in Kroatien erinnert haben. Das Buch hat 288 Seiten, die sich sehr angenehm und schnell lesen lassen. Ranka Nikolic fackelt nicht lange und lässt den besagten Mord direkt geschehen. Das Buch ist durchweg spannend geschrieben. Durch die geringe Seitenzahl gibt es auch keine langatmigen Passagen. Am Ende des Buches hätte ich mir jedoch noch ein paar weitere Informationen gewünscht. Die Auflösung des Mordfalls ging mir dann doch etwas zu schnell. Von mir gibt es daher 4 von 5 Sternen.

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Athesia Buch GmbH

Von: Heidi Haspinger aus Meran

18.04.2017

Die kroatische Hafenstadt Rijeka ist ein mediterraner Schmelztiegel, in der es trotz der multikulturellen Gesellschaft und des Tourismushochs in den Sommermonaten eigentlich recht friedlich zugeht. Natürlich gibt es auch hier wie in jeder größeren Stadt Kriminalität, mal mehr und mal weniger. Sandra Horvat, die Leiterin der Mordkommission und ihr Team ermitteln in zwei unterschiedlichen Mordfällen. Eine 75jährige Rentnerin ist in ihrer Wohnung mit dem Schnellkochtopf erschlagen worden und einem Kleinkriminellen wurde die Kehle aufgeschlitzt. Nicht genug damit, dass die Ermittlungen nur sehr langsam vorankommen, muss sich Sandra auch mit den Turbulenzen ihrer Kollegen herumschlagen. Die da wären, ein Alkoholiker auf Entzug, ein Muttersöhnchen mit Liebeskummer und ein eigenwilliger Neuzugang, der allzu selbstsicher und attraktiv ist und leider verheiratet. Dieser Kriminalroman kommt sehr leichtfüßig daher und ohne große Blutströme und rohe Gewalt aus. Dafür verströmt er einen ganz eigenen Charme und lebt von seinen charakterstarken, temperamentvollen Hauptfiguren und deren zwischenmenschlichen Beziehungen. Ein kurzweiliger und humorvoller Regionalkrimi, der es eher ruhig angehen lässt und den Leser trotzdem zu fesseln versteht!

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Ein Angestellter eines Reinigungsunternehmens findet auf seiner nächtlichen Tour einen toten Mann, der in ziemlich viel Blut liegt. Sandra Horvat ermittelt als Inspektorin in der kroatischen Hafenstadt Rijeka in den frühen Morgenstunden und befragt mit ihrem Team die ersten Nachbarn, ob sie irgendwas gesehen haben. Ranka Nikolic hat mit "Mord mit Meerblick" ein interessantes Debüt hingelegt, mit außerordentlich tollen Charakteren, die lebensecht und liebenswert beschrieben wurden. Sandra Horvat mochte ich von Anfang an und ihre Art mit ihren Mitmenschen und Kollegen umzugehen hat mir sehr gut gefallen. Sie und ihr Team sind gut eingespielt und ich finde jeder hier hat seinen ganz eigenen Charme, so das ich sogar nach kurzer Zeit die komischen Namen den Figuren zuordnen konnte, ohne mir die Namen auswendig zu merken. Als dann auch noch ein neuer Kollege kommt, der in ihren Team mitarbeiten soll, der auch noch genau ihren Männergeschmack trifft, ist es um Sandra geschehen. Leider ist er aber verheiratet und eigentlich fängt man mit keinen Kollegen etwas an, den das gibt nur Ärger. Der Krimi selbst war zwar schön zu lesen und ich habe auch keine wilden Verfolgungsjagden oder ganz heiße Szenen vermisst, dennoch hätte der Fall selbst ein bisschen spannender sein können. Dominiert haben hier wirklich die Protagonisten und wenn die ihren Charme behalten, freue ich mich schon auf den nächsten Teil.

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