Leserstimmen zu
Jane Eyre

Charlotte Brontë

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JANE EYRE ist der erste Roman von Charlotte Brontë, der 1847 von dem Londoner Verlag Smith, Elder & Co. unter dem männlichen Pseudonym Currer Bell verlegt wurde und mit dem sie ihren literarischen Durchbruch feierte. Sie versah ihn mit einem Vorwort und dem Zusatz „Eine Autobiographie“, erst mit der dritten Auflage wurde das Pseudonym gelüftet, zur Veröffentlichungsgeschichte steht ihm Nachwort in diesem Buch auch noch so einiges.. Die wunderschöne Auflage des Manesse Verlages habe ich als Rezensionsexemplar bekommen und möchte mich herzlich dafür bedanken, es ist ein wahres Schmuckstück, innen sowie außen. INHALT: Jane Eyre ist unsere Hauptprotagonistin in diesem erfolgreichen Roman von Charlotte Brontë, sie wird als kleines Kind Waise und wächst bei einer Tante und deren Familie auf. Doch dort erlebt sie kein bisschen Geborgenheit und Liebe, zudem wird sie von dem Sohn der Tante gequält und immer wieder zu Unrecht bestraft. Die Tante ist von Jane zutiefst abgeneigt und daher blind für die Untaten ihres Sohnes, überfordert mit der armen Jane lässt sie einen Geistlichen kommen um die Kleine zu einem Schuldbekenntnis zu bewegen. Doch die kluge und ehrliche Jane, was ich im gesamten Roman sehr an ihr schätzte, kann sich nicht zu Sünden bekennen, die sie nicht begangen hat. Von ihrer „Uneinsichtigkeit“ ist ihre Tante jedoch so aufgebracht, dass sie Jane in das Internat Lowood schickt, wo sie anfangs unter der Kälte und ständigem Hunger leidet. Dort lernt sie auch ihre stille, Bücher lesende Freundin Helen kennen, die aber bald an Typhus stirbt.. Jane entwickelt sich in dem Bedrängnis und der Enge des Internats zu einem freiheitsstrebenden, eigenständigen Wesen. Das intelligente und mutige Mädchen, wofür ich sie bewundert habe, wird später Lehrerin und bewirbt sich um eine Stelle außerhalb von Lowood. Auf Thornfield Hall findet sie eine feste Anstellung, sie soll die kleine Adele unterrichten, was sie mit viel Engagement und Hingabe tut. In der Zeit in Thornfield findet sie in der Hausdame Mrs. Fairfax eine Vertraute, während Grace Poole, eine andere Hausangestellte ihr total suspekt bleibt. Als der Besitzer von Thornfield Hall, Edward Rochester von einer Reise zurückkehrt, verändert sich jedoch so einiges in dem Anwesen.. plötzlich herrscht geschäftiges Treiben bei seiner Ankunft, aber auch eine knisternde Spannung. Edward ist streng und melancholisch zugleich, er sucht immer wieder das Gespräch zur klugen Jane Eyre, was wie ihr euch vorstellen könnt in der damaligen Zeit der Standesunterschiede sehr ungewöhnlich ist. Doch ihr Lieben, was alles so klischeehaft klingt ändert sich spätestens mit der Erkenntnis, dassThornfield Hall ein Geheimnis birgt, als dies gelüftet wird, verändert sich Janes Leben, die in dem Anwesen ein warmes Zuhause und eine Heimat gefunden hatte, auf sehr dramatische Weise… FAZIT: Nicht umsonst ist dieser Roman ein Klassiker.. ich hab mich in die genialen Charaktere und den Schreibstil von der Autorin verliebt. Mich hat die Stärke der eigentlich äußerlich unscheinbaren Jane besonders fasziniert, die mit ihrem Denken und Handeln gegen die Konventionen aufbegehrt. Die überraschende Wende kurz vor Schluss, hebt nochmal die Grenzen der Gesellschaft deutlich hervor und hat mich persönlich sehr zum grübeln gebracht und mit mir bestimmt auch alle die diesen Roman gelesen haben.. Ich kann hiermit nur eine eindeutige Kaufempfehlung für alle aussprechen, die es gerne mit einem überaus gut lesbaren und sehr schönem Klassiker versuchen möchten 🙂 Alles Liebe und auf das immer mehr Bücher gelesen und geliebt werden.. Feyza

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Meine Meinung: Ich war sehr gespannt auf diesen Klassiker. Die Protagonistin Jane ist eine Frau, die ihren eigenen Weg geht, in einer Zeit in der die Frauen nicht viel zu sagen haben. Die Autorin hat es geschafft eine sympathische Protagonistin zu beschreiben und so schon in der damaligen Zeit für die Rechte der Frau zu kämpfen. Das Lesen ging mir die meiste Zeit flüssig von der Hand, doch es gibt auch zähe Stellen, an denen ich mich zwingen musste weiter zu lesen. Manchmal hat die Autorin sich in einem Thema verloren, bevor die Geschichte wieder richtig weiter ging. Auch kam es vor, dass Nebenhandlungen zu viel an Gewicht bekamen, wo man doch eigentlich wissen wollte wie es der Protagonistin erging. In diesem Buch lernt man einen Menschen von Grund auf kennen, da Jane die Geschichte schon von Anfang an aus Kindertagen erzählt. Fazit: Wenn man sich für Klassiker aus der Literatur interessiert, sollte man dieses Buch unbedingt lesen. Meine Wertung: Cover: 5/5 Federn: Das Cover ist ansprechend und hübsch gestaltet Inhalt: 4/5 Federn: Bis auf einige Längen, war der Inhalt ansprechend und Bildich geschrieben. Schreibstil: 4/5 Federn: Der Schreibstil ist bildlich beschrieben, nur ab und zu verliert die Autorin sich in Details. Spannung: 4/5 Federn: Es gibt ein paar Längen, doch ansonsten ist das Buch spannend geschrieben. Charaktere: 5/5 Federn: Die Charakere sind bildlich beschrieben und haben Tiefe. Insgesamt vergebe ich für diesen gelungenen Roman 4 von 5 Schreibfedern

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Meinung: Jane Eyre ist ein Waisenmädchen welche ungeliebt bei der Witwe ihres Onkels aufwächst. Ihre Kindheit ist grau und trist, es gab keine Zeit in der sie nicht geschlagen wurde oder das sorglose und fröhliche Leben eines Kindes leben konnte. Doch eines Tages wird sie von ihrer Tante zu der Lowood-Schule geschickt, die Schüler leben da unter schlimmsten Bedingungen und sind auf reiche Gönner angewiesen. Im Laufe der Zeit bekommt die Öffentlichkeit mit, was in dieser Schule vor sich geht. Schließlich wird eine neue Schule gebaut und die Bedingugen verbessern sich. Nach ein paar Jahren kommt Jane als Gouvernante auf den Landsitz "Thornfield Hal". Als sie sich in den Hausherrn Mr. Rochester verliebt scheint endlich die schöne Zeit in ihrem Leben zu beginnen. Doch auf den Landsitz wird ein furchtbares Geheimnis gehütet.. "Jane Eyre" war sehr berührend und bestimmt kein Buch für zwischendurch! Man bekommt einen sehr guten Eindruck von dem Leben einer Frau im 19. Jahrhundert: Ehe, Pflichten und Familie. Die schlimme Kindheit von Jane hat mir am Anfang sehr aufs Gemüt geschlagen, deswegen fand ich es sehr schwer das Buch weiter zu lesen. Aber ich bin sehr froh das ich es doch tat und kann euch das Buch nahelegen. Cover: Ist das nicht eine wunderschöne Jubiläumsausgabe? Fazit: Ein sehr berührende und emotionale Lektüre, welche sich leider in der Mitte gezogen hat.

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Vor einigen Jahren habe ich schon einmal die Geschichte um die junge mittellose Jane Eyre gelesen. Zum 200. Geburtstag, der am 21. April 2016 gewesen war, entschied ich mich den Roman noch einmal zu lesen, nur dies mal in einer anderen Übersetzung. Nach einigen Recherchen entschied ich mich für die Ausgabe vom Manesse Verlag. Der Roman wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt - Vielen Dank! 
Die Übersetzung ist von Andrea Ott und wurde für diese Ausgabe noch einmal neu überarbeitet. Diese Ausgabe ist im März 2016, als Hardcover erschienen und hat 608 Seiten. Inhalt
Jane Eyre, ist eine Weise, welche in dem Pensionat Loowood aufwächst. Auf ihrem Lebensweg trifft sie auf den ebenso eigensinnigen Mister Rochester. Durch ihre eigene Stärke und ihren großen Mutest Jane Eyre eine sehr außergewöhnliche Frau. Meine Meinung:
Auch beim zweiten Lesen konnte mich dieser wundervolle Roman in seinen Bann ziehen. Die fiktive Biografie lies sich absolut flüssig lesen. 
Besonders gefielen mir die immer wiederkehrende direkte Leseransprache Jane Eyres. Der Roman ist auch der Ich-Perspektive unserer Heldin geschrieben. Sid ist eine beeindruckende Protagonisten, mit großer Stärke, viel Mut und ihrer eigenen direkten Art, nicht ganz ohne Ecken und Kanten, mit der sie ihren Weg geht. Charlotte Brontë hat mit Jane Eyre eine sehr außergewöhnliche junge Frau geschaffen, die ihrer Zeit um einiges voraus ist. Sie weiß was sie will.
Alle anderen Figuren sind ebenso spitzfindig und genau gezeichnet. Es fällt mir als Leser nicht schwer, mir die Figuren und ihre Umgebung vorzustellen. Wenn ich mir die mir vorliegende Ausgabe ansehe, im Vergleich zu der Ausgabe vom Insel Verlag von 1986, habe ich das Gefühl das die Übersetzung von Andrea Ott näher am Original ist. Dies merkt man vor allem an den altertümlichen Begriffen, welche die Übersetzerin hier verwendet hat und in einem Glossar sehr gut erklärt werden. Wer, wie ich Probleme mit der französischen Sprache hat, der wird sich über das Glossar auch sehr freuen. Auch das Nachwort möchte lobend erwähnen, es ist sehr informativ und ein Blickt lohnt sich. Beim zweiten Lesen konnten mich die Wendungen leider nicht mehr so überraschen wie beim ersten Lesen. Nichts desto trotz konnten mich die Wendungen absolut fesseln und ich habe so manches Detail entdeckt, welches ich damals wohl nicht so ganz war genommen habe. So erschlossen sich mir manchmal ganz neue Zusammenhänge. 
Für mich war es erstaunlich, das mir der Teil im Roman sehr gut gefiel, welcher mir in meiner anderen Ausgabe nicht so ganz gefiel. Natürlich ließen mir die mysteriösen Stellen wieder einen wohligen Schauer über den Rücken laufen, so das der Roman Elemente eines Schauerromans hat. Für Jeden der ‚Jane Eyre' noch nicht gelesen hat und gerne Klassiker liest oder auch mit klassischer Literatur beginnen möchte, der sollte unbedingt diesen Roman lesen. Die Ausgabe aus dem Manesse Verlag kann ich dafür nur Empfehlen. Ich persönlich werde in meinem Leben sicherlich das ein oder andere mal Jane Eyre lesen.

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"Jane Eyre" gehört zu den Klassikern, die mir wirklich am Herzen liegen. Als ich zehn Jahre alt war, las ich das Buch zum ersten Mal und verstand noch nicht alles, fand es aber unglaublich spannend. Als Teenager las ich es erneut und nahm daraus den Gedanken mit, dass Fleiß und harte Arbeit sich auszahlen, und dass es irgendwann egal ist, wo man herkommt, und nur noch zählt, wo man hinwill. Seitdem habe ich es im Abstand von ein paar Jahren immer wieder gelesen, dabei jedes Mal neue Entdeckungen gemacht und 2011 die neue Verfilmung im Kino gesehen. Mein vergilbes Taschenbuch fiel allmählich auseinander, darum freute ich mich sehr, als ich die prachtvolle Jubiläumsausgabe entdeckte, die zum 200. Geburtstag der Autorin im Manesse Verlag erschienen ist. Die zeitlose Geschichte einer Heldin Der Roman erzählt die Geschichte des Waisenkinds Jane Eyre, das bei herzlosen Verwandten aufwächst, auf ein strenges Internat kommt und schließlich als Gouvernante bei dem geheimnisvollen Mr. Rochester nicht nur Lob und Anerkennung, sondern auch ein Zuhause und Liebe findet. Aber dann muss Jane entdecken, dass ein gefährliches Geheimnis Mr. Rochester umgibt… Jane wird von Anfang an als sympathische Außenseiterin dargestellt. Bei ihrer strengen Tante und den ruppigen Ziehgeschwistern gilt sie wegen ihrer empfindsamen Art als weinerlich und verstockt. Sie versucht, sich unsichtbar zu machen, vergräbt sich in Büchern und wird trotzdem immer wieder auf unfaire Weise in Auseinandersetzungen hineingezogen. Als sie ins Internat kommt, muss sie ebenfalls Entbehrungen und Demütigungen ertragen. Dass sie gegen Ungerechtigkeiten protestiert und ihre Meinung sagt, kommt nicht gut an. Jane Eyre ist als eine Ich-Erzählerin angelegt ist, die sich nicht viel rechtfertigt und sich nicht über andere erhebt, und gerade deswegen ergreift man als Leser so gerne Partei für sie. Wie wohltuend ist es da, zu lesen, wie sich die Verhältnisse im Internat schließlich bessern und wie die bescheidene Jane erstaunt bemerkt, dass ihre Leistungen und ihr klarer Verstand endlich gewürdigt werden. Bei Mr. Rochester wird Jane dann schließlich nicht nur anerkannt, sondern auch herausgefordert. Ihre schlagfertigen Antworten zu lesen, ist wirklich ein Vergnügen. Vor allem, wenn man bedenkt, wie ausgefallen es für die damalige Zeit war, so etwas zu schreiben – eine Frau, und dann noch nicht einmal eine richtige Dame, sondern eine Person, die gezwungen ist, für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten, wagt es, dem Hausherrn zu widersprechen! Und sie wird dafür nicht einmal bestraft, sondern belohnt, denn Mr. Rochester findet merklich Gefallen an der widerspenstigen Gouvernante… Die unvermeidlichen Komplikationen (auf die ich hier nicht im Detail eingehen werde, um eventuellen Erstlesern nicht die Spannung zu verderben) fand ich beim ersten Lesen aufregend, inzwischen denke ich an einigen Stellen: Och nö, Charlotte Brontë, musste das echt sein? Das sind ein bisschen viele Zufälle, und ein paar „Requisiten“, die man aus etlichen Romanen ihrer Zeit kennt. Aber so haben Autoren damals eben gearbeitet. Wenn man das ganze Drumherum weglässt, geht es in „Jane Eyre“ um eine Frau, die ihren Weg geht. Die ihre Ziele ehrgeizig verfolgt und sich von Hindernissen und Schicksalsschlägen nicht aus der Bahn werfen lässt. Und das ist es, was mich bis heute an diesem Buch fasziniert. Eine gelungene Übersetzung Normalerweise lese ich englische Bücher lieber im Original; als ich Jane Eyre das erste Mal gelesen habe, konnte ich aber noch nicht genug Englisch, und darum spricht Jane für mich bis heute Deutsch. Es wäre merkwürdig, das Buch jetzt plötzlich in einer anderen Sprache zu lesen. In diesem Fall ist das aber auch kein Nachteil, denn die deutsche Übersetzung von Andrea Ott ist wirklich gelungen. Da gibt es keine schiefen Bilder, keine hinkenden Vergleiche und keine Konstruktionen, denen man anmerken würde, dass sie eigentlich aus dem Englischen stammen. Das ganze Buch ist ein gelungenes Mosaik aus vollkommenen Sätzen. Hochwertige Ausstattung Auch, wenn bei Büchern vor allem die inneren Werte zählen sollten: Was für ein schönes Buch! Ich kann mich gar nicht daran sattsehen. Der Schutzumschlag, der Einband und das Lesebändchen passen wunderbar zusammen und tragen zu einem sehr hochwertigen Gesamteindruck bei. Ich bin ziemlich begeistert. Mit dieser Jubiläumsausgabe hat sich der Manesse Verlag – den ich vorher, ehrlich gesagt, gar nicht so auf dem Zettel hatte – schlagartig in die Top Ten meiner Lieblingsverlage katapultiert.

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Meinung Ein 565 Seiten starker, englischer Klassiker? Das ist doch eine Qual! Tja, falsch gedacht ;-) Für das Erscheinungsdatum kommt dieses Werk nämlich sehr modern daher (oder hatte ich einfach Glück mit meiner Übersetzung?) und lässt sich sehr locker und flüssig lesen. Weder staubtrocken, noch schwer verständlich oder die immerwärende Frage: "Was will der Autor damit sagen?" - wer bereits das Vergnügen hatte Goethe begegnen zu dürfen, weiß was ich meine. 169 Jahre alt und kein bisschen verstaubt. Ganz im Gegenteil. Charlotte Brontë beschreibt außergewöhnlich mutig den Lebensweg der emanzipierten Jane Eyre. Und das zu einer Zeit bevor die Suffragetten auf dem Vormarsch waren und die Frau (noch viel später) als gleichgestelltes Wesen betrachtet wurde. Ich will eigentlich nicht viel über den Inhalt verraten, weil es wirklich, wirklich lesenswert ist und ich euch da keinerlei Freude nehmen möchte. So viel sei verraten: Es ist kein Liebesroman. Es behandelt nicht in einem Kapitelchen Janes Kindheit und dreht sich dann nur um sie und Mr. Rochester. Der Leser begleitet Jane durch ihr ganzes Leben. Ihr unglaubliches Leid in jeder Lebensphase und auch die Freude, die sie dann und wann (viel zu selten) erleben durfte. Wie der Titel schon sagt, geht es um Jane Eyre - und nichts anderes Alle Charaktere wurden wunderbar ausgearbeitet. Und auch wenn es im großen und ganzen eigentlich nur um Jane geht, wirkt niemand blass oder kurz angeschnitten. Zu jeder Person kann man sich ein Bild machen und weiß genau, was man von ihm/ihr zu halten hat. Doch die Autorin kämpft nicht nur für Jane Eyres Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Freiheit, sondern auch für die aller Frauen. In vielen Passagen des Buches äußert sich Jane sehr abfällig über die Rolle der Frau und man fragt sich als Leser, ob da nicht eher Charlotte selbst spricht, statt einer erfundenen Figur. Was ich persönlich etwas anstrengend fand, waren die französischen Sätze, die zwischendrin auftauchen. Jane arbeitet als Gouvernante für Mr. Rochester und betreut sein Mündel aus Frankreich - die leider kaum Englisch spricht. Dadurch fließen an manchen Stellen viele französische Sätze ein. Mein Schulfranzösisch lässt mich da dann leider ziemlich hängen. Alle diese Sätze (und auch verschiedene Begriffe im Buch) sind mit Zahlen versehen und im Anhang sind dazugehörige Übersetzungen zu finden - aber mal Hand aufs Herz: Wer hat schon Lust ständig zu blättern? Der Sinn hat sich mir aber auch so erschlossen, weswegen ich nach dem dritten oder vierten Mal schon nicht mehr nachgeschaut habe. Den sehr passenden Abschluss bildet ein Resumee durch Jane, was aus den einzelnen Charakteren geworden ist, die uns im Laufe der Zeit begegnet sind. Dies finde ich wirklich wunderbar und absolut passend! Fazit Charlotte Brontë berichtet schonungslos von dem Leben einer Frau im 19. Jahrhundert. Es wird nichts geschönt und es kommt auch kein Herzog auf seinem Schimmel angeritten, der sie auf sein Schloss mitnimmt und verwöhnt. Jane wird abgelehnt, nicht geliebt, gezüchtigt und muss Hunger leiden. Aber sie erfährt auch Anerkennung und Liebe. Dieser Roman war vor über 160 Jahren bereits ein unglaublich gutes Buch und wird es auch in 500 Jahren noch sein!

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Ein bisschen peinlich, dass ich diesen Klassiker bisher noch nie in einem Schwung gelesen hatte. Und als ich diese wunderschöne Neuübersetzung gesehen habe, musste ich einfach noch mal ran. Was für eine Geschichte! Auch wenn das Buch mittlerweile rund 150 Jahre alt ist, hat es mich vollkommen aufgesogen. Jane ist die Frau, die man gerne wäre. Die alles durchsteht, sich nichts gefallen lässt und immer ihre eigene Meinung vertritt. Wir begleiten sie im Buch auf mehreren Stationen ihres Lebens: als verstoßenes Pflegekind in einer reichen Familie, arme Schülerin in einem Internat und schließlich als Hauslehrerin in einem Anwesen, bei dem sie sich in ihren Arbeitgeber Mr. Rochester verliebt. (Diese Plot-Points sind klar, auf weitere Stationen werde ich wegen Spoilern nicht eingehen) Jane Eyre ist wahrscheinlich eine der klassischsten Liebesgeschichten in der Literaturgeschichte, und zu unrecht verbinden viele damit seichte, schnulzige „Frauenliteratur“. Immer wieder geht es im Buch um die von der Gesellschaft definierten Rollen der sozialen Klassen und die von Männern und Frauen. Gleichberechtigung (in beiden Fällen) ist ein zentrales Thema, denn Jane hinterfragt immer wieder die Erwartungen, die an sie gestellt werden und entscheidet sich für Eigenverantwortung und Selbstständigkeit. Ein wunderbares Buch, das besser wird, je länger ich darüber nachdenke.

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In dem Buch geht es um ein Mädchen dessen Geschichte als kleines Mädchen beginnt und als Erwachsene Frau aufhört. Jane Eyre ist eine Waise, lebt ein Leben, wo einem nicht viel geschenkt wird, muss sich das Glück hart erarbeiten. Doch plötzlich scheint auch sie ihr Glück gefunden zu haben in den Augen eines älteren Herren, der ihr Leben auch nicht gerade leichter macht. Jane Eyre wird vor schwere Entscheidungen gestellt. Entscheidungen, die ihr Leben beeinflussen und für immer verändern werden. Jane Eyre war mein erster Klassiker und ich denke, für einen Klassiker habe ich mich ganz gut geschlagen:) Jane Eyre hat mich fast zweieinhalb Wochen beschäftigt und am Anfang bin ich in das Buch mehr oder weniger reingestolpert... Aber gut, fangen wir von vorne an. Ich habe mir Jane Eyre als Rezensionsexemplar bestellt, weil ich dachte, so ein Klassiker kann ja nicht schaden. Zudem ist diese Ausgabe auch noch überirdisch schön *__* Das Cover ist wirklich ein Traum, kann man nichts dagegen sagen. Vielen dank nochmal an den Manesse Verlag, für das Zusenden dieses Buches. Der Anfang war für mich wie gesagt, etwas holprig. Die vielen Worte auf jeder Seite, die wenigen Absätze, die tausend Kommas und Schachtelsätze und die manchmal verwirrenden Gedanken der Jane Eyre haben mich schon ein wenig überfordert. Vor allem da ich ja praktisch Klassiker-Jungfrau bin :D Umso mehr gefreut hat es mich, als ich mich ab Mitte des Buches mit dem Schreibstil zunehmend angefreundet habe und manche Kapitel wie im Flug vergingen. Jane Eyre wurde mir immer sympathischer und ihre vielen Gedanken (Das kleine Mädchen, denkt wirklich sehr viel :DD) kamen mir nicht mehr so verworren vor. "-ich würde hier sterben, doch bald raffte ich mich wieder auf, krabbelte auf alle vieren weiter und erhob mich endlich auf die Füße-" ~Jane Eyre, Charlotte Brontë Dieses Zitat ist genau Jane Eyre (als Person meine ich)!! Das Buch spielt ja im 19. Jahrhundert und Jane befindet sich den Hauptteil des Buches im selben Alter wie ich, also achtzehn Jahre. Oft habe ich sie mit mir verglichen, überlegt, ob ich genauso handeln würde wie sie. Was dachte ich über den finsteren Mr. Rochester oder wie würde ich reagieren, wenn mich Mrs. Reed wieder zusammenstaucht? Oft hätte ich ähnlich wie Jane gehandelt, jedenfalls in Gedanken. Ich bezweifele, dass ich die Kraft und den Mut wie Jane besitze:) Ich habe den Namen Jane Eyre oft gehört, aber nie wirklich gewusst, worum es in diesem schon etwas dickerem Buch geht. Jetzt bin ich schlauer und ich habe es definitiv nicht bereut. Die Charaktere sind einzigartig und sehr detailreich ausgestaltet. Es sind keine perfekten Menschen über die man heute so viel ließt, nein, sowohl Jane als auch Mr. Rochester sind authentische Personen mit Fehlern und Makeln, was sie umso liebenswürdiger macht. Klassiker sind eine Herausforderung, die einen manchmal wirklich auf die Probe stellen. Mehr als einmal war ich kurz davor, eine lange Passage reinen Monologs zu überspringen, habe mich aber letztendlich doch zum lesen überwunden und bin jetzt wirklich stolz auf mich. Würde ich Klassiker empfehlen? Würde ich Jane Eyre empfehlen? Klassiker sind nicht für Jedermann, aber bevor man das weiß, muss man es ausprobieren! Deshalb würde ich jedem raten, wenigsten einen Klassiker mal anzufassen. (Was Klassiker sind, überlasse ich dabei jedem selbst:)) Ich habe nun einen Klassiker gelesen und kann noch nicht recht urteilen, ob diese Art von Büchern wirklich etwas für mich sind. Wahrscheinlich muss ich noch ein paar verschlingen. Jane Eyre wird also nicht mein letztes Buch aus diesem Gerne sein. Für Einsteiger ist Jane Eyre schon ein Brocken, aber diesen Brocken kann man schlucken, wenn man will. Gerade für junge Leser, wie mich, passt er gut, da die Protagonistin durch die selben Lebensabschnitte wandert wie wir, nur halt anderthalb Jahrhunderte früher. Ich habe mir eine kleinen Satz aus Jane Eyre rausgesucht. Überlegt einfach mal, ob ihr damit etwas anfangen könnt:)) Lange habe ich darüber nachgedacht und erst nach Stunden bin ich dahinter gekommen. Wer Jane Eyre ließt, findet solche Aussagen wie Sand am Meer. "Gefühl ohne Verstand ist eine dünne Brühe, doch Verstand, den das Gefühl nicht mildert, ist für die menschliche Kehle ein gar zu bitterer, trockener Brocken." ~ Jane Eyre, Charlotte Brontë Fazit Jane Eyre ist sonderbar, eigentümlich, fesselnd, langweilig, lang, hinreißend, und krass zugleich. Ich habe Stellen geliebt und ich hätte Stellen gerne am liebsten übersprungen. Der Grund für vier, statt fünf Sternen sind mir einfach diese endlos langen Passagen von Gedanken, Überlegungen, die am Ende zu nichts führen und auch nicht für die Geschichte relevant sind. Vielleicht gehört das zu einem Klassiker dazu. aber ich bin einfach noch nicht so weit, um das zu erkennen. Jane Eyre empfehlen ich natürlich allen, die klassische Romane gerne lesen und zu Charlotte Bronte noch nicht vorgedrungen sind. Ich empfehle es auch denen, die gerne mit dem Klassiker-Lesen beginnen wollen und den Mut haben, es mit Jane Eyre statt beispielsweise Peter Pan zu versuchen.

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