Leserstimmen zu
Die Flamme erlischt

George R.R. Martin

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Die Flamme erlischt Broschiert 14,99€ Penhaligon Verlag 448 Seiten Inhalt: Der Hilferuf seiner Jugendliebe Gwen führt Dirk t'Larien zu der sterbenden Welt Worlorn. Aber als er dort eintritt, scheint Gwen es sich anders überlegt zu haben und versucht, ihn wieder wegzuschicken, denn sie liebt ihren Ehemann Jaan. Doch mit der Heirat ist sie auch in eine Kultur eingetreten, die Frauen keine Selbstbestimmung erlaubt. Dirk kann nicht glauben, dass sie dieses Schicksal freiwillig gewählt hat, und tatsächlich gelingt es ihm, sie zur Flucht zu überreden. Doch mit ihrem Verrat an Jaan haben sie auch dessen Schutz aufgegeben, und Menschenjäger treiben sie in die Enge. Nur einer kann sie noch retten – doch Jaan ist seine Ehre wichtiger als alles andere … Meine Meinung: Aufgrund der Popularität des Autors hatte ich hohe Erwartungen an sein erstes Buch. Der Protagonist Dirk t'Larien begibt sich, mit der Hoffnung seine einst verlorene Liebe Gwen zurückzugewinnen, auf den sterbenden Planeten Worlon, der nur noch wenige Bewohner hat. Durch ein Missverständnis gerät die Geschichte in Fahrt. Dirk wird von anderen Kavalaren zu einem Duell herausgefordert, vor welchem er flüchtete und sich, Gwen und Jaan in Gefahr bringt. Gern kann sich über die gesamte Geschichte hinweg nicht recht entscheiden, was sie will. Was leider etwas langatmig ist. Natürlich erschafft der Autor eine Welt, in die der Leser abtauchen kann. Allerdings stellt er alles was sehr gezogen dar. 150 Seiten weniger hätten dem Buch keinen Abbruch getan, im Gegenteil. Der Leser lernt also 14 Welten und Städte kennen. Leider sind die Protagonisten nicht besonders gut ausgearbeitet und ich kam beim Lesen immer wieder ins stocken und hatte den Impuls das Buch an die Seite zu legen. Zudem war es leider teilweise wirklich verworren und ich wusste nicht, was ich tun sollte um dadurch zu steigen. Ich habe das Buch natürlich beendet, was allerdings Monate dauerte und es könnte mich nicht so überzeugen wie Wildcards oder Game of Thrones.... Ich bin froh, dass der liebe Herr Martin mittlerweile um Längen bessere Bücher geschrieben hat.

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Nachdem ich die Serie Game of Thrones so lieb gewonnen habe und auch die Bücher einen Platz in meinem Herzen bekommen, wollte ich unbedingt das erste Buch des Autors lesen. Schon als ich angefangen habe ist mir aufgefallen, dass der Schreibstil nicht mit dem aus Game of Thrones zu vergleichen ist und dass es sich hierbei um eine ähnlich komplexe Geschichte zu handeln scheint. Obwohl das Buch lange nicht so dick ist wie seine anderen Werke bin ich nicht durchgekommen. Ich habe das Buch nach der Hälfte abgebrochen, weil es mich einfach überhaupt nicht fesseln konnte. Ich habe vielleicht einfach zu viel erwartet und gedacht, dass ich mich in die Charaktere verlieben würde, aber dem war leider nicht so. Am verwirrendsten fand ich die vielen Namen und unterschiedlichen Titel der Charaktere, die mich einfach dauerhaft rausgebracht haben. Ähnlich verwirrend war es auch mit den Namen der Welten und Bezeichnungen wie beteyn, teyn u.ä. Dadurch habe ich den Überblick verloren und auch schnell das Interesse verloren. Besonders angezogen hatte mich die Geschichte anfangs durch die Liebesgeschichte, die letztendlich aber auch ganz anders war, als erwartet und mich einfach nicht überzeugen konnte. Sowohl Dirk als auch Gwen waren mir unsympathisch und obwohl Gwen dauerhaft abweisend erschien, ist Dirk bei ihr geblieben und hätte alles getan. Irgendwo verstehe ich es ja, andererseits fand ich die Beziehung der beiden etwas eigenartig und auch der Besitzanspruch von Jaan, der natürlich einiges der Geschichte ausmacht, hat mich eher durcheinandergebracht. Die Geschichte an sich klang wirklich spannend. Leider wurde es mir durch die vielen Hintergrundinformationen, die anhand von Gesprächen übermittelt wurden, einfach zu langweilig und langatmig. Einiges hätte man kürzer halten können und so habe ich wirklich lange gebraucht um weiter zu kommen. Fazit: Natürlich baut der Autor auch hier wieder eine ganz neue und eigene Welt auf. Diese kann mich aber nicht annähernd so überzeugen, wie die Welt in Das Lied von Eis und Feuer. Vielleicht habe ich einfach zu viel erwartet und bin deshalb enttäuscht worden. Trotzdem gab es für mich viele Stellen, an denen man es hätte kürzer halten können und Informationen wurden immer über lange Gespräche überbracht, die auf Dauer einfach langweilig und vor allem langatmig wurden. Für mich waren aber vor allem die unterschiedlichen Begriffe verwirrend. Hierbei konnten es unterschiedliche Bezeichnungen für eine Person oder eine Welt sein, was den Leser einfach rausbringt und mich daher auch nicht halten konnte. Ähnlich ging es mir mit der Beziehung von Gwen und Dirk. Obwohl sie Dirk um Hilfe gebeten hat verhält sie sich ihm gegenüber abweisend und trotzdem will er mit ihr zusammen sein. Es kommen so viele Details der Kavalaren hinzu, die dann aber auch nicht dazu beitragen. Wahrscheinlich habe ich diesmal einfach zum falschen Buch gegriffen und ich hätte mir wirklich gewünscht, dass ich es letztendlich besser finden würde, aber von mir gibt es diesmal leider nur 2 Leseschmetterlinge.

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Die Welt Worlorn liegt im Sterben, die meisten Bewohner haben ihr den Rücken gekehrt, nur noch wenige sind geblieben. Als Dirk t’Larien einen Hilferuf seiner Jugendliebe Gwen erhält, die sich auf Worlorn aufhält, zögert er nicht lange und begibt sich auf den verlassenen Planeten. Doch leider fällt das Wiedersehen anders aus, als Dirk erwartet hätte - Gwen hat das Mitglied eines frauenfeindlichen Klans geheiratet. Dirk kann sie zur Flucht überreden, aber damit fangen die Probleme erst an. „Die Flamme erlischt“ ist der erste Roman von George R. R. Martin und das merkt man. Sein Schreibstil ist zwar sehr eloquent, allerdings sind die Sätze sehr verschachtelt und zum Teil überflüssig. Oft habe ich mir gedacht „Muss diese Beschreibung jetzt wirklich sein? Was bringt mir das für den weiteren Verlauf des Buches?“ Mir kam es vor, als habe er sich zu sehr verkünstelt. Einige Elemente des Buches findet man in seiner „Ein Lied von Eis und Feuer“-Reihe wieder. Ich muss gestehen, ich habe das Buch letztendlich weniger als eigenständigen Roman, sondern vielmehr als Übung des Autors angesehen, was das Erschaffen von Welten betrifft. Das World Building ist unfassbar komplex. Es handelt sich um einen Science Fiction-Roman, auch wenn das Szenario sich auch auf der Erde oder irgendwo anders hätte abspielen können. Mir persönlich war es zu viel des Guten. Das Buch könnte halb so dünn sein, wenn man die vielen unnötigen Beschreibungen von Planeten und Kulturen gestrichen hätte, die ich meistens nicht wirklich verstanden habe. Versteht mich nicht falsch, ich finde es klasse, wenn Wert auf Geschichte und Plausibilität gelegt wird, aber hier war es zu viel des Guten und nach der zehnten Beschreibung des Sternensystems mit seinen sieben Sonnen und dreimal so vielen Bezeichnungen hatte ich leider die Schnauze voll. Irgendwann wollte ich auch nicht mehr zum 18-seitigen Glossar blättern und habe mich dabei ertappt, wie ich Seiten übersprungen habe, bis ich zum nächsten Dialog gekommen bin, damit endlich etwas passiert. Dadurch schreitet die eigentliche Geschichte sehr langsam voran. Im ersten Drittel passiert kaum etwas, außer dass Dirk auf Worlorn landet und dort Gwen trifft und ihren Ehemann Jaan, seinen teyn* Garse und Gwens Arbeitskollegen Arkin kennenlernt. Wir erfahren viel über die Kultur der Kavalaren, denen Jaan und Garse zugehörig sind. Erst 150 Seiten vor Schluss kam richtig Spannung auf und ich hatte sogar Spaß am Lesen, weil nun endlich etwas passiert ist. Das Volk der Kavalaren ist unfassbar frauenfeindlich, was mich sehr abgeschreckt hat. Frauen werden dort als Sklavinnen und Konkubinen gehalten, Rechte haben sie keine. Das wird damit gerechtfertigt, dass die von anderen Völkern/Stämmen beschützt werden. Es gibt zwar Männer unter ihnen, die diese Behandlung nicht gutheißen, aber leider ist das Thema stark untergegangen im Verlauf des Buches. Es wurde irgendwann einfach als selbstverständlich hingenommen und das fand ich nicht in Ordnung. Die wohl größte Schwäche des Buches sind die Charaktere. Es soll ja eine Sci Fi-Liebesgeschichte sein, aber ich konnte mit den beiden Hauptcharakteren Dirk und Gwen nicht mitfiebern, weil beide einfach so unsympathisch waren. Dirk ist naiv und trottelig, egoistisch und vollkommen unverantwortlich. Er baut Mist, schiebt es aber auf andere. Und das meiner Meinung nach Schlimmste: Er macht sein Glück davon abhängig, dass er Gwen wieder für sich gewinnt. Er ist auch absolut dagegen, wie Gwen, die einen Kavalaren „geheiratet“ hat, behandelt wird, will sie aber nicht deswegen befreien, sondern nur, weil er sie wieder für sich möchte. Also aus völlig falschen Beweggründen. Er macht zum Glück gegen Ende eine Wandlung durch und findet zu sich selbst, aber letzten Endes war es mir egal, was mit ihm passiert. Gwen ist sehr flatterhaft und weiß einfach nicht, was sie will. Will sie bei Jaan und eine „Sklavin“ bleiben oder will sie lieber mit Dirk fliehen? Aber sie liebt Jaan doch so sehr! Aber, aber, aber,… Insgesamt wird sie von 3-4 Kerlen geliebt. Aber wie man so eine Person lieben kann, ist mir schleierhaft. Auch sie macht eine Veränderung durch, bleibt aber trotzdem leblos und kühl. Da waren die beiden Anti-Helden Jaan und Garse doch um einiges interessanter. Beide waren lebendig und haben aus Überzeugung gehandelt (wenn es zum Teil auch sehr falsche Überzeugungen sind), wodurch ich mehr mit den beiden sympathisiert habe. Und das, obwohl einer der beiden der frauenfeindlichste Charakter ist, der mir je untergekommen ist. Alles in allem ist das Buch eine Sci Fi-Romanze mit vielen ausschweifenden (meiner Meinung nach unnötigen) Beschreibungen, unsympathischen Hauptcharakteren und philosophischen Ansätzen. Da es zum Ende hin spannend wurde, gebe ich dem Buch doch noch 2½ Sterne. Wer komplex konstruierte Welten mag und weniger Wert auf einen ausgereiften Plot legt, sollte hier zugreifen. *Die Eigenbegriffe des Romans werde ich jetzt nicht ausführlich erläutern, das würde den Rahmen sprengen. Ein teyn ist sowas ähnliches wie ein Blutsbruder, würde ich sagen, mit dem man die engste Verbindung hat, die es gibt. Vergleichbar mit einem Parabatai, wer die „Mortal Instruments“-Bücher kennt.

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