Leserstimmen zu
Die Midkemia-Saga 3

Raymond Feist

DIE MIDKEMIA-SAGA (3)

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Die Gilde des Todes Arutha con Doin, Thronfolger von Rillanon und Lord Marschall des Westen, soll ermordet werden. Doch der vergiftete Pfeil trifft seine Verlobte. Selbst der mächtigste Magier kann sie nicht heilen, aber ein Heilmittel gibt es, eine Pflanze bei seinen Feinden. Wird er seine Verlobte retten können? Mal wieder sehr spannend und mitreißend. Raymond Feist hat sich wieder selber übertroffen.

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Nachdem ein Erzählabschnitt der Midkemia-Saga mit dem Vorgänger Der verwaiste Thron beendet ist, beginnt hiermit ein neuer. Die Geschichte schließt jedoch nahtlos an die Ereignisse an. Die drei Brüder sind in ihre neuen Ämter erhoben worden und ziehen gemeinsam durch das Land, so dass der König sein Reich und seine Untertanen kennenlernen kann. Gerade kommen sie von dieser langen Reise zurück und Arutha bangt ob, seine angebetete Anita seine Frau werden will. Diese willigt ein und gemeinsam ziehen sie gen Krodor um zu heiraten. Doch dort wartet ein Meuchelmörder auf Arutha, denn mit seinem Tod soll sich eine Prophezeiung erfüllen. Ein Attentatsversuch auf der Hochzeit kann vereiltet werden, allerdings trifft die Braut der vergiftete Pfeil statt ihres Gatten und nichts scheint Heilung zu bringen. Und so macht sich Arutha mit ein paar ausgewählten Begleitern auf den Weg ein Heilmittel zu suchen. Unterwegs werden nach und nach mehr Hintegründe zum Attentat enthüllt und spätestens im Finale wird deutlich, dass es erneut einen „größeren Feind“ gibt, den es zu bekämpfen gilt, was dann im Folgeband geschehen wird. Mit von der Partie sind viele bekannte Figuren, die hin und wieder einen Auftritt haben. Im Zentrum stehen zunächst Arutha und der junge Dieb Jimmy, aus deren Sicht die Geschichte jeweils erzählt wird. Im Laufe des Buches bekommt Pug auch wieder die Gelegenheit seinen Beitrag zu leisten und erhält auch wieder eine Perspektive. Die Geschichte springt von Ort zu Ort bzw. von Person zu Person, bleibt dabei aber chronologisch ähnlich wie in den anderen Büchern. Anders ist jedoch, dass diesmal kein Bedarf danach besteht überflüssige Jahre in der Geschichte wegzulassen. Das liegt am Aufbau der Geschichte, die diesmal eher einen kurzen Zeitraum umfasst, der beinahe völlig „ausgespielt“ wird. Lediglich unwichtige Abschnitte der Reise werden weggelassen. Dies hat mir gut gefallen und ist eine deutliche Besserung gegenüber dem Vorgänger, da es die Geschichte wesentlich runder erscheinen lässt. Es war hier auch gar nicht notwendig, da die Charaktere ja nun alle erwachsen sind und ihren Charakter gebildet haben. Durch diese konzentriertere Handlung, die vor allem auf die Rettung Anitas abzielt, liest sich das Buch auch besser als die Vorgänger. Das Ziel wurde am Ende selbstredend auf die Rettung Midkemias erweitert. Dem Schreibstil merkt man nach wie vor an, dass das Buch in den 80er Jahren geschrieben wurde, dennoch finde ich, dass die Reihe allgemein an Atmosphäre gewonnen hat. Die Geschichte ist im Prinzip nicht abgeschlossen, wenn das Finale auch einen guten Schnittpunkt findet und es so mit einem Sinnabschnitt enden lässt. Nichtsdesto trotz möchte ich nun natürlich wissen, ob Midkemia (noch einmal) gerettet werden kann. Leider muss ich diesmal etwas länger warten, denn der abschließende Band der Midkemia-Saga erscheint erst 2017. Die ersten drei sind ja an demselben Tag in der Neuauflage erschienen und so hatte ich das Glück mir die Leseabstände selbst aussuchen zu können. Fazit: Im Gegensatz zum Vorgänger hat Die Gilde des Todes eine thematisch wesentlich eingeschränktere Handlung, was ich sehr begrüße. Die Rettung Anitas steht im Zentrum des Werkes. Schnell wird jedoch deutlich, dass Midkemia wieder in Gefahr schwebt, doch dessen Rettung wird erst im nächsten Band in Angriff genommen. Durch die beinahe in sich abgeschlossene Handlung ist die Geschichte jedoch schön rund und liest sich spannend, so dass mir dieses Buch als Ganzes besser gefallen hat als die beiden Vorgänger. Da die Handlung jedoch nicht vollständig abgeschlossen ist, muss ich nun auf die Fortsetzung warten.

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