Leserstimmen zu
Die Klippen von Tregaron

Constanze Wilken

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Die Klippen von Tregaron - - - Constanze Wilken Die junge Künstlerin Caron leidet unter einem traumatischen Kindheitserlebnis. Sie kann sich jedoch nicht erinnern, was damals in Tregaron House geschah. Als sie unverhofft das alte Cottage auf der walisischen Halbinsel Llyn und ein verschollen geglaubtes Gemälde erbt, kommt sie an den Ort des tragischen Geschehens zurück und muss sich der Vergangenheit stellen. In dem sensiblen Gärtner Ioan findet sie einen Mann, der ihre zerrissene Seele versteht, und schon bald verlieben sich die beiden ineinander. Zusammen mit Ioan kommt Caron schließlich einem grausamen Geheimnis auf die Spur, das ins 19. Jahrhundert zurückreicht – das aber auch der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit ist ... Es war mein erstes Buch dieser Autorin - ich liebe Romane in verschiedenen Zeitschienen, wie ihr wisst, dann noch Schauplatz Wales und so ein ansprechendes Cover, es musste auf meine Leseliste! Ich wurde ganz und gar nicht enttäuscht, es erwartete mich eine spannende Handlung, zwar mit vielen Personen (Personenliste sei Dank!), die mich durch ihr Verhalten sehr bewegten. Die Küsten Wales so hingebungsvoll und passend beschrieben, die Handlung hätte nirgends besser hingepasst. Der Spannungsbogen blieb über das ganze Buch hindurch erhalten, auch wenn zum Schluss nur ein kleines Puzzleteilchen zum Schlüssel der Vergangeheit fehlte. Spannung, Familiengeschichte, Liebe, Romantik, Historie und eine sympathische Protagonistin haben es zu einem gesamten Runden gemacht, deshalb: ✰✰✰✰✰

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Inhalt: „Die Klippen von Tregaron“ beginnt, als die junge Glasbläserin Caron einen Brief erhält, in dem ein Anwalt sie über ein Erbschaft in Wales informiert. Sie soll ein Cottage und ein Gemälde erben und macht sich auf den Weg in ihre alte Heimat Wales. Sie sieht der Frau auf dem Gemälde zum verwechseln ähnlich, aber niemand weiß so recht um wen es sich handelt. In Wales macht sie sich auf den Weg dem unvorhergesehen Erbe und auch ihrer eigenen Vergangenheit auf den Grund zu gehen. Meine Meinung: Wie man es von Constanze Wilken und ihrer Wales Reihe gewohnt ist, steck auch „Die Klippen von Tregaron“ voller lokaler Details, liebevoll beschriebene Handlungsorte und eine Familiengeschichte deren Wurzeln tief zurück reichen. Dieser Roman ist der fünfte und letzte Teil dieser Reihe, aber jeder kann auch ganz alleine für sich gelesen werden. Zunächst ist es mir nicht leicht gefallen in die Geschichte zu finden. Das liegt wie so oft an den schönen walisischen Namen. Sie sind mir fremd und ich weiß nicht wie man sie ausspricht. (Das Namenregister wäre die passende Gelegenheit gewesen, die passende Aussprache gleich mit zu liefern.) Nachdem die Hürde überwunden war, konnte ich die spannende Familiengeschichte bis zum Schluss genießen. Die Autorin hat hier wieder sehr geschickt zwei verschiedene Erzählstränge zu einem spannenden Ganzen verbunden. Was zuvor wie zwei verschiedene Geschichten erschienen ist, fügt sich am Ende zu einer gut nachvollziehbaren und logischen Ereigniskette zusammen. Auf der einen Ebene wird die aktuelle Geschichte rund um Caron und ihr Erbe erzählt, die zweite Ebene wird immer wieder dazwischen geschoben und klärt Stück für Stück die Entstehung des Gemäldes und die dazugehörige Geschichte. Die Kapitel selbst lassen sich gut von einander unterscheiden, fügen sich aber am Ende ineinander. Die Figuren in „Die Klippen von Tregaron“ sind sehr detailliert ausgearbeitet. Am besten gefallen hat mir die Protagonisten Caron selbst. Sie war meiner Meinung nach am dichtesten beschrieben und auf das ganze Buch gesehen, kann man sie bei ihrer ganz persönlichen Weiterentwicklung beobachten. Sie wächst über ihre Gewohnheiten und ihre Familie hinaus. „Die Klippen von Tregaron“ hat mir gut gefallen. Man kann sich bei Constanze Wilken darauf verlassen, das sie einen auf unterhaltsame Lesestunden ins ferne Wales mitnimmt. Ihre Bücher sind doch immer wieder wie ein kurzer Urlaub an der Küste. Würde ich noch Sterne vergeben, gäbe es von mir mindestens 4 Sterne, auf jeden Fall aber eine klare Leseempfehlung.

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In dem neuen Roman von Constanze Wilken sind wir an der walisischen Küste, auf der Llyn Halbinsel in Wales und lernen die Glaskünstlerin Caron kennen,die ein Cottage erbt, das Tregaron House. Zusätzlich erbt sie auch noch ein sehr interessanten aber auch mysteriöses Gemälde. Eigentlich lebt sie in Amerika aber sie begibt sich auf die Reise nach Wales und erfährt immer mehr über ihre Vergangenheit. Dabei wird sie von einem Tagebuch begleitet und dann gibt es noch den Gärtner Ioan. Zwischen den beiden prickelt es schnell und sie fühlen sich immer mehr zueinander hingezogen. Das ist das zweite Buch nach "Sturm über dem Meer" ,das ich von der Autorin gelesen habe. Es ist sehr schön und unglaublich atmosphärisch geschrieben. Wer immer mal nach Wales wollte,wird es in ihren Büchern erleben können. Sowohl Cover als auch Handlungen entführen einen an die walisische Küste. Caron ist eine sehr sympathische Protagonistin. Wir erleben die Geschichte aus zwei Zeitebenen, die beide sehr spannend und emotional sind. Ich kam nur manchmal mit den Namen und den Personen in der Vergangenheit durcheinander und habe für mich einige wenige Längen in der Gegenwart empfunden. Neben der Handlung,die insgesamt schön zu lesen ist,kann ich immer wieder betonen,dass in den Geschichten von der Autorin viel Herzblut steckt und viele Liebe zum Detail. Es bleibt auch die Handlung über sehr geheimnisvoll und vor allem die zweite Hälfte fand ich sehr spannend. Ich habe es sehr gerne gelesen und hoffe weitere Romane von der sympatischen Autorin lesen zu dürfen. Autorin: http://constanze-wilken.de/autorin/

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Tregaron

Von: dorli aus Berlin

28.03.2018

In Constanze Wilkens fünftem Wales-Roman „Die Klippen von Tregaron“ erwartet den Leser eine dramatische Familiengeschichte mit einem abwechslungsreichen Handlungsverlauf und einer spannenden Spurensuche. Die Glaskünstlerin Caron Bevans erbt ein Cottage in der walisischen Gemeinde Llanbedrog sowie eine beträchtliche Geldsumme, wenn sie die Bedingungen erfüllt, die der exzentrische Brynmore Bowen an das Erbe geknüpft hat. Caron soll die Geschichte eines Gemäldes aufdecken. Das Bild aus dem späten 19. Jahrhundert zeigt eine junge Mutter mit einem Kleinkind auf dem Arm. Verblüfft stellt Caron fest, dass die dargestellte Frau ihre Doppelgängerin sein könnte… Als Grundlage für ihre Recherche bekommt Caron das Tagebuch des Malers und hat ein Jahr Zeit, um Brynmores Aufgabe zu erfüllen. Caron nimmt die Herausforderung an, um die Gelegenheit zu nutzen, Licht in das Dunkel um ihre eigenen Wurzeln zu bringen und um herauszufinden, warum der kleine Küstenort ihr so seltsam vertraut vorkommt… Neben dem gegenwärtigen Geschehen gibt es einen weiteren Handlungsstrang, der im Jahr 1885 spielt. Dieser Part entspricht dem Inhalt des Tagebuchs. Hier lernt der Leser Lloyd Pierce kennen. Lloyd ist ein talentierter aber mittelloser Künstler, der auf Empfehlung eines Freundes während seiner Wanderschaft durch Wales bei Lawrence Bowen auf Plas-Gelli-Wen haltmacht. Lloyd findet in Lawrence einen großzügigen Geldgeber und bleibt in Llanbedrog. Er lernt die junge Selma kennen und lieben. Schon bald muss der begabte Maler jedoch feststellen, dass in seinem neuen Domizil nicht alles mit rechten Dingen zugeht – Lloyd mischt sich in die Angelegenheiten der Einheimischen ein und bringt damit nicht nur sich selbst in große Gefahr… Constanze Wilken hat einen sehr mitreißenden Schreibstil. Die Beschreibungen sind intensiv, die Schilderungen durchweg bildhaft und die Figuren allesamt ausdrucksstark. Jede Szene wirkt lebendig und ist fesselnd, so dass ich nicht nur ruckzuck mittendrin im Geschehen war, sondern auch durchweg bestens mit den Akteuren mitfiebern und mitfühlen konnte. Caron - die bei ihren Nachforschungen von dem charmanten Landschaftsgärtner Ioan unterstützt wird - und ihre Erlebnisse haben mich dabei genauso begeistert, wie die tragische Geschichte um Lloyd und seine Selma. Dank der detailreichen Beschreibungen konnte ich mir die Schauplätze in und um Llanbedrog sehr gut vorstellen. Die Besonderheiten des – in der Gegenwart idyllischen, in der Vergangenheit düsteren - Landstriches werden entsprechend hervorgehoben und sowohl die lokalen Begebenheiten wie auch die Eigenarten der Küstenbewohner fließen in die Handlung ein. „Die Klippen von Tregaron“ hat mir ausgezeichnet gefallen. Eine gut ausbalancierte Mischung aus Spannung, Romantik und Historie, die mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß - ein rundum mitreißendes Leseerlebnis.

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Als bekennender Fan von Familiengeschichten, nach dem Lesen des Romans "Das Erbe von Carreg Cottage" habe ich mich erneut auf eine Reise nach Wales auf die Halbinsel Llyn gemacht und "Die Klippen von Tregaron" gelesen. Ich muss sagen: es hat mich begeistert! Der Schreibstil war locker und flüssig. Die Autorin schreibt im richtigen Erzähltempo und so ich habe mich sofort in die Geschichte hineinversetzen können. Das ansprechende Cover versetzt einen bildlich direkt an die Küste und man kann nur ein bisschen erahnen, was sich hier wohl alles ereignet hat. Beginnend im Jahr 1983 geht es zurück Ende des 19. Jahrhunderts mit einer kurzen Episode. Zurück in die Gegenwart erfährt Caron Bevans, die eine anerkannte Glaskünstlerin ist und in den USA lebt, dass sie ein Haus und ein Gemälde erbt. Bedingung allerdings ist, sie muss nach Wales reisen. Hier vor Ort wird sie erfahren, was es damit auf sich hat. Es werden vergrabene Erinnerungen wach. Und so taucht Caron mehr als ihr lieb ist in die Vergangenheit ein, ihre und die der Familie. Die Erzählstränge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind so platziert, dass der Leser die Geschichte gut lesen kann. Hauptsächlich in der Ich-Erzähperspektive von Caron. Die eingebundenen Themen der Glasbläserei als auch die Kunst des Malens sind verständlich dargestellt, was u. a. auch an der großartigen Wortwahl bzw. dem Schreibstil der Autorin liegt. Das Buch lebt geradezu von seiner Charakterzeichnung. Die Protagonisten sind gut aufegestellt, authentisch. Rundum ist der Roman eine Familiengeschichte, aber es hat auch etwas von einem Krimi. Für mich ein grandioses Buch, das die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft und eine schicksalshafte Geschichte erzählt. Dabei geht die Autorin gefühlvoll, aufrichtig und spannungsgeladen mit ihren Charakteren um. Alles in allem ist das Buch unglaublich gut geworden, die Geschichte wunderbar zu lesen und fesselt. Ich für meinen Teil konnte nicht aufhören zu lesen und war froh, wenn ich wieder in diese Geschichte eintauchen durfte. Empfehlen kann ich das Buch allen Lesern, die gerne Werke mit Schicksalsschlägen, Liebe und Verrat, Vergangenheit und Geheimnissen lieben. Eine klare Leseempfehlung für alle Freunde von Familiengeheimnissen.

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Das Cover spiegelt die Stimmung im Buch wider und ist von der grundlegenden Aufmachung her gut als einer von 5 Bänden der Wales-Reihe zu erkennen. Obwohl es eine Wales-Reihe ist, ist jedes Buch separat lesbar und man kann sich ohne jegliche Vorkenntnisse von Beginn an in die Geschichte hineinversetzen. Anfangs sind eine Karte von Wales und ein Hauptpersonen-Register eingegliedert. Ich mag diese Details sehr gerne, denn so kann man beim Lesen immer mal wieder nachgucken, wo sich denn die jeweilige Szene abspielt. Das macht alles eingängiger und man fühlt sich als Leser mitgenommen ins Geschehen. Das Register der Personen ist gerade zu Beginn sehr hilfreich, da doch vielerlei Namen autauchen und so kann man die Zusammenhänge besser begreifen. Bereits der Prolog fesselt und macht neugierig. Die Spannung wird hier schon aufgebaut und der Spannungsbogen hält sich bis zum unvorhersehbaren Ende. Wie schon erwähnt, herrscht eine düstere Grundstimmung, die mich dieses Buch in die Genre Roman, historischer Roman und Kriminalroman einteilen lässt. Da ist von jedem etwas dabei und die Autorin versäumt nicht, interessante und vielfältige Details zur Glasbläserei und Kunst an sich, einzufügen. Die Geschichte wird in den zwei Zeitsträngen Gegenwart und Vergangenheit erzählt, die gelungen durch die hervorgehobenen Kapitelbeginne unterschieden werden können. So fällt es dem Leser leicht, die Szenerien richtig einzuordnen und auch nach und nach die Vorkommnisse zu ergründen und nachvollziehen zu können. Man bekommt auch bei diesem Band wieder Lust auf Wales und die raue Gegend. Merkt man doch, dass die Autorin davon begeistert ist. Dies spürt man durchweg und ist ansteckend. Mein Fazit: düstere Grundstimmung, die es jedoch zu ergründen lohnt

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Bereits zum fünften Mal nimmt uns die deutsche Autorin mit nach Wales, dieses Mal auf das Anwesen der Familie Bowen, dem Herrenhaus Plas-Gelli-Wen, zu dem auch das etwas abseits gelegene Künstlerhaus Tregaron gehört. Wir erleben zwei Zeitebene – eine rund um 1885 und eine in der Gegenwart, die sich etwas im Schriftbild unterscheiden. Protagonistin ist Caron, eine junge Frau, welche vor 30 Jahren mit ihrer Mutter in Wales gelebt hat, heute aber als Glaskünstlerin in den USA lebt und arbeitet. Sie bekommt die Nachricht, dass sie ein Haus und ein Gemälde in Wales erben wird und fährt neugierig quasi in die Vergangenheit zurück. Anfänglich steht sie vor einem Rätsel, aber mit Hilfe eines Tagebuchs (dessen Fortsetzung später in den USA gefunden wird) und eines geheimnisvollen Gemäldes, welches ihr ähnlich sieht, begibt sie sich auf eine Zeitreise, lernt mehr über den Maler Lloyd Pierce und sein Leben Ende des 19. Jahrhunderts kennen... schon sind wir in der zweiten Zeitzone und erleben den Maler, wie er auf das Anwesen der Familie Bowen kommt, sich dort verliebt und als Künstler arbeitet. Die Geschichte auf beiden Ebenen ist abwechslungsreich und bildhaft erzählt. Manchmal kann man fast das elitäre im Hause Bowen und gleichzeitig so düster-kalte im Steinbruch spüren; die ideenreiche Wortwahl lässt unserer Fantasie freien Lauf und nimmt uns in die Situation mit: „Ich verharrte auf dem Hügel und beobachtete gebannt die gespenstische Szene, die sich unter mir im Tal abspielte. Seit Wochen hatte der Winter das Land in seinen eisigen Fängen... Ich machte einen Schritt nach vorn, um das seltsame Gefährt, das sich dort unten quietschend und ratternd fortbewegte, besser sehen zu können... Was langsam auf den Schienen entlangkroch, war keine Eisenbahn, sondern eine Lore, die per Hebelkraft bewegt wurde. Auf der Plattform des seltsamen Gefährts hockten sechs Menschen auf Holzstühlen um einen Sarg...“ (Seite 64/65) Mich hat es gefroren beim Lesen und ich sah die schwarzen Gestalten auf der quietschenden Lore quasi vor mir... Der Roman lebt meines Erachtens von den Gegensätzen des Schönen und des Düsteren und das macht das Lesen wirklich abwechslungsreich und spannend. Immer wieder nimmt Constanze Wilken neue Geschichtenfäden auf – wie z.B. die Geschichte von Carons Mutter oder das Telefonat in die USA – und man vermutet sich immer wieder auf der erzählerischen Zielgerade. Aber weit gefehlt! All die im Laufe des Romans aufgestellten Rätsel werden sich erst am Ende des Buches lösen ;) und daher macht es so viel Freude, die rund 440 Seiten zu lesen. Eingerahmt wird das Buch von Landschaftskarten und einer Beziehungsliste der Hauptpersonen, damit man nicht den Überblick verliert. Natürlich darf auch die Liebesgeschichte nicht fehlen ;) und es tauchen auch Personen aus früheren Wales-Romanen der Autorin auf. Aber jedes Buch steht für sich und kann auch gut ohne die anderen verstanden werden. Mich hat „Die Klippen von Tregaron“ wieder fasziniert und ich habe es gerne „verschlungen“; allerdings hat mich dieser Roman nicht so sehr in den Bann gezogen wie „Das Erbe von Carreg Cottage“... warum? Vermutlich, weil für mich in dem aktuellen Buch noch nicht alle Fragen hinreichend beantwortet sind (so z.B. wohin Blake und Logan verschwunden sind). Aber dennoch empfehle ich allen Wales-Freunden und Fans von Familiendramen die Neuerscheinung, denn sie ist unterhaltsam, spannend und nimmt uns LeserInnen mit in einer faszinierende Welt rund um Traditionen, Liebe und Kunst.

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Tregaron House

Von: Katjuschka aus Gießen

07.03.2018

Mit "Die Klippen von Tregaron" hat Constanze Wilken den fünften (in sich abgeschlossenen) Roman mit Schauplatz Wales geschrieben. Zum wiederholten Mal schafft die Autorin es, den Leser in sehr kurzer Zeit durch Raum und Zeit in diesen rauen und faszinierenden Landstrich zu entführen. Caron, eine gebürtige Waliserin, lebt und arbeitet als Glaskünstlerin in den USA, als sie Post von einem Anwalt erhält. Von einem ihr unbekannten Erblasser erbt sie ein Gemälde und ein Cottage in Wales. Caron reist in die ihr mittlerweile fremde Heimat um sich ihr Erbe zumindest anzuschauen und erlebt eine Überraschung, denn das mysteriöse Gemälde zeigt eine junge Mutter, die ihr verblüffend ähnlich sieht. Wer ist diese Frau? Und vor allem: Wer ist dieser Brynmore Bowen, der ihr Cottage und Gemälde vererbt hat, ohne sie überhaupt zu kennen? Auf der Suche nach den Hintergründen um das Gemälde erfährt sie nach und nach immer mehr aus der Vergangenheit der Familie Bowen, dem Maler Lloyd Pierce und seinem Modell, der jungen Selma. Innerhalb der Familie Bowen, seit mehreren Generationen Bewohner des Herrenhauses zu dem Tregaron House gehört, scheinen ihr aber nicht alle wohlgesonnen. Gibt es ein, oder gar mehrere Geheimnissse, die nicht ans Tageslicht kommen sollen? Caron lässt nicht locker, denn sie spürt, es gibt eine Verbindung von ihr und ihrer Familie zu Tregaron House. Ihr zur Seite steht der Landschaftsgärtner Ioan, zu dem sie sich von Anfang an hingezogen fühlt.... Lloyd Pierce, ein junger Maler, trifft im 19. Jahrhundert auf der walisischen Halbinsel Llýn auf die reiche Familie Bowen und bietet seine Dienste als Porträtmaler an. Er lernt in dieser Zeit ein paar einheimische Fischer, sowie Arbeiter in den Minen von Lawrence Bowen kennen. Das Leben ist hart in dieser kargen und rauen Umgebung. Die Arbeitsbedingungen sind oft grausam und die Menschen sind arm. Lawrence Bowen, nur auf den eigenen Vorteil aus, ist ein ungerechter und launischer Mensch. Einziger Lichtblick für Lloyd ist Selma, Tochter eines Fischers und Zofe im Haus Bowen. Als Lloyd dann den Umtrieben einer Schmugglerbande zu nahe zu kommen scheint, wird es gefährlich für das junge Paar.... "Die Klippen von Tregaron" ist ein echter Pageturner! Der fesselnde Schreibstil katapultiert einen sofort an die walisische Küste. Die Beschreibungen von Wales und der Landschaft dort sind so bildhaft - man vermag fast die Wellen des Meeres hören und den Wind spüren. Die Protagonisten und ihre Lebensumstände sind sehr detailliert beschrieben und alles wirkt dadurch sehr authentisch. Man kann sich wunderbar mit ihnen identifizieren und durch den jeweiligen Spannungsbogen in beiden Erzählsträngen fiebert man die ganze Zeit an ihrer Seite mit. Hier ist übrigens nicht, wie in vielen anderen Romanen, der historische Teil der Geschichte interessanter. Beide Handlungen sind hier gleichermaßen atmosphärisch geschrieben und fesselnd zu lesen. In diesem historisch wieder sehr gut recherchierten Roman geht es um Familie, die Liebe und um Geheimnisse aus der Vergangenheit. Von mir ***** und eine ganz klare Leseempfehlung! Ich hoffe nicht, dass "DIe Klippen von Tregaron" (wie angekündigt) der letzte Teil der Wales-Reihe von Constanze Wilken ist, denn selten weckt ein Buch nicht nur Reiselust, sondern schon fast Sehnsucht nach Ort und Land der Handlung.

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