Leserstimmen zu
Der Bote

Ingar Johnsrud

Fredrik Beier (2)

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€ 15,00 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

• Broschiert: 544 Seiten • Verlag: Blanvalet Verlag (14. Mai 2018) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3764505885 • ISBN-13: 978-3764505882 • Originaltitel: Kalypso (Fredrik Beier 2) • Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 4,5 x 21,3 cm PREIS: 15,00 Euro "Der Hirte" habe ich vor längerer Zeit gelesen. Nun habe ich mich dem Boten gewidmet, es ist Band zwei - aber separat zu lesen. Extrem spannend erzählt Ingar Johnsrud eine faszinierende Geschichte, die Geschichte des Hauptkommissars Fredrik Beier, der wieder in einen Fall zu ermitteln hat. Eine Leiche wird in einer Villa entdeckt. Der Mann muss kürzlich verstorben sein, die Bewohnerin dieses Hauses ist spurlos verschwunden. Der Tote war ihr Sohn, der angeblich vor 20 Jahren während eines Militäreinsatzes starb. In einem Abwasserschacht wird schließlich eine zweite Leiche gefunden. Der Tote wurde gefoltert. Gibt es eine Verbindung zwischen beiden Fällen? Beier hat es nicht leicht, jemand legt ihm während seiner Ermittlungen Steine in den Weg, Akten verschwinden und auch Beweismittel ... Leseprobe: ======== "Peder Rasmussen ist verdammt gerissen. Und durch und durch böse. Wenn Sie mir nicht vertrauen wollen, meinetwegen, aber denken Sie zumindest über die Fakten nach!" Fredrik sah Koss direkt in die Augen. "Warum ist Kain nicht zu uns gekommen?" ... Die Spannung ist zum Zerreißen. Gleich zu Beginn steigt der Autor mit Spannung in die Geschichte ein, die er über die gesamte ständig ausbaut bis zum Ende, das ganz anders ist, als ich erwartet hätte, viel besser ... muss ich zugeben. Toll finde ich, wie der Autor die Handlungsstränge aufgebaut hat. Das hat mir während des Lesens sehr gut gefallen, vielleicht nicht immer ganz leicht zu verfolgen, aber für die Handlung und das Verständnis sowie die Spannung perfekt gemacht, man kann sich eindenken, komplex eindenken und mitermitteln. Die Ermittlungen werden detailliert beschrieben, dennoch wird nicht zu viel verraten von der kriminalistischen Handlung - hätte man besser nicht machen können. Ich bin begeistert und freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil.

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Nach dem ersten Thriller“ Der Hirte“ ist es das zweite (Hör)Buch, welches ich vom Autor Ingar Johnsrud genossen habe. Er ist seinem Stil treu geblieben. Der Klappentext lässt in keinster Weise erahnen, welche Wege diese Erzählung geht. Von der Jetztzeit schlägt sie Bogen zurück bis in den 2. Weltkrieg. Aber es bleibt über die ganze Geschichte hinweg absolut spannend. Auch Dank des genialen Vorlesers Dietmar Wunder. Ein Buch für jede Gelegenheit, für den Urlaub, für die Abendstunden zu Hause oder eine lange Zugfahrt. Absolut empfehlenswert!

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Fredrik Beier kommt gerade aus dem Krankenhaus. Er wollte sich umbringen, warum, weiß er nicht, er hat die Erinnerung daran verloren. Er nahm eine Überdosis Schmerzmittel und spülte sie mit Alkohol hinunter, danach legte er sich vors Haus seiner Ex-Frau Alice. Er hat überlebt – sein Privatleben nicht. So ziemlich alle sind sauer auf ihn, vor allem seine Lebensgefährtin Bettina, die überhaupt nicht verstehen kann, warum er das getan hat, aber noch weniger, warum er sich ausgerechnet vor das Haus seiner Ex gelegt hat. Sein Sohn Jacob verkriecht sich indes in seinem Zimmer und spielt Brahms auf seiner Bratsche. Aber Life goes on, die Kriminellen nehmen keine Rücksicht auf ihn und so verkriecht sich Beier in seinen Beruf als Mordermittler. Kafa Iqbal, seiner Kollegin, geht er seit der Explosion auf Solro allerdings aus dem Weg. Doch nun müssen sie wieder an einem Strang ziehen, denn die Leiche aus der Kanalisation, die er und sein Kollege Andreas Figueras gefunden haben, hängt unmittelbar mit jener Leiche, die Kafa gefunden hat, zusammen. Ich habe mich tatsächlich auf „Der Bote“ gefreut, das hätte ich nach „Der Hirte“ nicht gedacht. Aber man ist direkt wieder drin, der Schreibstil ist – zumindest zunächst – flott und packend – es war für mich wie heimkommen. Alles ist am richtigen Platz, oder auf einem vier besseren, und diese angenehme Schwere fand ich auch wieder vor. Mit einem schwerst depressiven Fredrik Beier, bei dem man sich fragen kann, warum er in seinem Job überhaupt eine Waffe tragen darf. Und Kafa, die orientalische Schönheit, die mit ihrer toughen Art den ein oder anderen männlichen Kollegen alt aussehen lässt. Sowie Andreas, der diesmal als besonderer Kotzbrocken auftritt – aber diese Meinung teile ich mit einigen anderen. „Der Bote“ spielt anderthalb Jahre nach „Der Hirte“ und ist wesentlich politischer als sein Vorgänger, vor allem militärpolitischer. Was den Aufbau betrifft sieht die Geschichte genau so aus wie der erste Teil der Trilogie. Wir haben kurze, knackige Kapitel und zwischendurch immer wieder Rückblenden – die Rückblenden führen uns diesmal aber nicht so weit in die Vergangenheit. Auch diesmal haben mich die Rückblenden eher überfordert, weil man anfangs so gar nicht einschätzen kann, wie diese zum Rest der Geschichte passen – aber natürlich wird am Ende alles immer klarer. Johnsrud macht auch diesmal wieder einige Fässer auf, behandelt einige Themen – Religion, Militär, Politik, Geschichte und etliche andere –, aber diesmal werden sie wesentlich stimmiger behandelt als im „Hirten“ – zumindest wirkt es so. Und die Atmosphäre gefällt mir noch besser als bei Teil eins, die hat mich sehr an die US-Serie „The Americans“ erinnert, die in der Zeit des Kalten Krieges spielt – und genau dieses Thema spielt in „Der Bote“ eine Hauptrolle. Sonst habe ich diesmal aber keinerlei Anleihen an diversen Serien entdeckt. Vor allem das Ende ließ mich mit offenem Mund zurück – das wird definitiv noch eine Rolle spielen und ist für mich ein Grund, den dritten Teil auch zu lesen. Ich freue mich. Was mir dennoch abermals Kopfzerbrechen bereitet hat, war diese verworrene Konstruktion der Geschichte, die es mir nicht immer einfach gemacht hat, alles nachzuvollziehen. Aber das gehört offenbar zu Johnsruds Schreibstil und macht ihn vermutlich so erfolgreich – zumindest in seiner Heimat Norwegen. Bei den Figuren hätte er allerdings etwas präziser sein können was deren Profil betrifft – vor allem bei den Rückblenden habe ich ein paar Charaktere verwechselt bzw. bin ich erst gegen Ende  darauf gekommen, dass das zwei unterschiedliche sind. Tl;dr: „Der Bote“ von Ingar Johnsrud ist ein facetten- und themenreicher Thriller, der diesmal für meine Begriffe wesentlich stimmiger ist als dessen Vorgänger. Die Charaktere entwickeln sich weiter und Johnsrud sorgt mit der schweren Stimmung und einer Kalter-Krieg-Atmospäre dafür, dass man sich in dem Buch wohlfühlt – wenn man es gerne so hat.

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Kurze Zusammenfassung: Beier wird zu einer noblen Villa gerufen, da die Hausbesitzerin schon länger nicht mehr gesehen wurde. Die Vermutung liegt nahe, dass sie verstorben sein könnte. Tatsächlich findet die Polizei eine Leiche im Haus, allerdings ist es nicht die Hausbesitzerin, sondern eine männliche Leiche, die zu aller Überraschung als Sohn der Hausherrin identifiziert wird und wie es scheint, lebte er schon länger wieder bei seiner Mutter. Allerdings sollte dieser Mann schon seit vielen Jahren tot sein, gefallen während eines geheimen Einsatzes an der russisch-norwegischen Grenze. Doch Beier hat nicht viel Zeit sich alleine auf diesen Fall zu konzentrieren, denn bald wird schon eine weitere Leiche gefunden. Auch dieser Tote scheint beim Militär gewesen zu sein, zudem hat er deutliche Foltermale. Für Fredrik Beier ist klar, dass diese beiden Toten irgendwie zusammengehören, doch er kommt mit seinen Ermittlungen nicht wirklich weiter. Irgendjemand scheint alles zu blockieren und als Beier es doch schafft nach und nach an brisante Informationen zu kommen, wird es für ihn brandgefährlich.... Fazit: Irgendwo in Skandinavien gibt es einen Baukasten für nordische Ermittler ;) Johnsrud hat diesen Baukasten mit Sicherheit zu Hause und kann ihn erfolgreich anwenden. Fredrik Beier ist ein so typisch nordischer Ermittler, typischer geht es kaum. Zerknittert, beziehungsunfähig, eine Neigung zum Konsum von schädlichen Stoffen, Probleme mit der Teamfähigkeit und und und ... Genau so möchte ich meinen skandinavischen Kommissar haben und nicht anders. Ebenso ist der Aufbau des Krimis typisch nordisch. Schnell verliert sich das Buch in viele verschiedenen Handlungsstränge, die erst einmal unabhängig voneinander agieren, nach und nach nähern sie sich an und gehören auf einmal zusammen und bilden zusammen das große Ganze. Das heißt, man muss aufmerksam lesen und auch auf Details achten. Mir hat es großen Spaß gemacht diese Handlungsstränge zusammen zu führen und selbst ein wenig ermittelnd zu puzzeln. Der erste Fredrik Beier Band hat mir schon sehr gut gefallen, aber diesen finde ich noch besser. Beier hat mehr Konturen bekommen und die Charaktere wirken ausgefeilter. Für mich war dies ein toller, nordischer Krimi und ich hoffe mit Fredrik Beier gibt es noch viele, viele Bände.

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Der Bote , ist der zweite Fall von Frederick Beier, der sich jedoch ohne den Vorgänger zu kennen verständlich folgen lässt. Das Hörbuch lässt sich angenehm folgen , durch die deutsche Übersetzer Stimme von Adam Sandler. Der Sprecher versteh sein Handwerk hervorragend und schafft es Spannung bei vortragen aufzubauen so das keine Langeweile bei dem Hörer auftritt . Ebenso gib der Sprecher jedem der im Buch auftretenden Charaktere eine eigene stimme , Stimmlage so das man sie toll auseinander halten kann . Mit 21 Stunden hat das Hörbuch auch eine angenehme Laufzeit und die kurzen Kapitel erleichtern einen das Pause drücken. Ein Hörbuch das ich auf jeden Fall weiter empfehle.

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