Leserstimmen zu
Der Fluch von Pendle Hill

Oscar de Muriel

Ein Fall für Frey und McGray (2)

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€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

OSCAR DE MURIEL - Der Fluch von Pendle Hill (Goldmann Verlag) - Macht und Ohnmacht des Hexenbundes - Der, 1983 in Mexiko City geborene Autor Oscar de Muriel studierte Chemie, arbeitete nebenbei als freiberuflicher Übersetzer um sein Studium zu finanzieren und verlegte seinen Wohnsitz letztlich nach England, um dort seinen Doktor zu machen. Die von ihm erdachten Geschichten um das ungleiche Ermittlerpaar Frey & McGray entstehen heute zu weiten Teilen in einem kleinen Schuppen im hinteren Teil des Gartens seines Hauses in seiner Wahlheimat, der Grafschaft Cheshire im Nordwesten Englands. Der zweite historischer Roman "Der Fluch von Pendle Hill", des leidenschaftlichen Violinenspielers Oscar de Muriel, wandelt als mysteriöser Kriminalroman des viktorianischen Zeitalters auf ähnlichen Pfaden, wie sie schon Sherlock Holmes und Dr. Watson beschritten haben. Aber nun zur Story... Wir schreiben das Jahr 1882. Genauer gesagt den 02. Dezember 1882. Wir befinden uns an der Ostküste Schottlands, wo der ärztliche Leiter der königlichen Irrenanstalt von Edinburgh Dr. Clouston, begleitet von einem Krankenpfleger namens Tom, die Geisteskrankheit von Lady Anne Ardglass Sohn Lord Joel Ardglass bescheinigen soll. Dr. Clouston soll Joel, welcher seit seinem 23. Lebensjahr bereits mehrere Selbstmordversuche unternommen hatte, in seine Irrenanstalt einweisen und ihn für tot erklären lassen, auf dass er die Ehre der mächtigen Aristokraten-Familie aus dem Geschlecht der Ardglass nicht weiter beschmutzen möge. Was der Doktor mit der Vertragsunterzeichnung und der Übernahme von Lord Joel Ardglass lostritt, hätte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorzustellen gewagt. Als Inspector Adolphus "Nine-Nails" McGray und Inspector Ian Frey von CID (dem Criminal Investigation Department) in der Neujahrsnacht 1889 in die örtliche Irrenanstalt gerufen werden, müssen sie mit ansehen, wie eine augenscheinlich von Dämonen oder dem Teufel höchstpersönlich besessene junge Frau, bis zur völligen Groteske verkrampft, in einem Krankenbett liegt. Der bereits anwesende Dr. Clouston, kann jedoch nicht mehr viel für die Todgeweihte tun. Hilflos müssen die Männer mit ansehen, wie die bedauernswerte Person vor ihren Augen aus dem Leben scheidet. Wie sich herausstellt, handelte es sich bei der Verstorbenen um die Krankenschwester Miss Greenweood. Die Bedauernswerte war jedoch keinesfalls von Dämonen oder gar vom Teufel besessen, wie Dr. Clouston erklärt. Es war schlicht und einfach Strychnin, welches man ihr verabreicht hatte. Jemand vollkommen irdisches hatte die junge Krankenschwester also vergiftet. Der hiernach flüchtige Insasse Lord Joel Ardglass gerät aufgrund seiner geradezu aufdringlich auffälligen Verhaltensweise selbstredend schnell unter Mordverdacht. Patienten und Pfleger der Einrichtung berichten von schemenhaften Gestalten, die in Neumond Nächten über die Flure huschen und durch die Gärten der Anstalt streifen. Pansy McGray, ebenfalls Insassin der königlichen Irrenanstalt von Edinburgh, befindet sich seit den schlimmen Vorfällen, die sie hier herbrachten, in einem dauernden Zustand der Katatonie. Die zwanzigjährige Schwester von Inspector Nine-Nails McGray hatte seit den damaligen Vorfällen angeblich kein einziges Wort mehr gesprochen. Nachdem eine Krankenschwester jüngst vor dem Mord an ihrer Kollegin beobachtet haben will, wie Pansy in einem vermeintlich unbeobachteten Moment mit Lord Joel Ardglass Konversation trieb, wird der Vorfall und die Jagd auf Ardglass für Inspector Nine-Nails McGray zu einer persönlichen Angelegenheit, um nicht zu sagen zur Besessenheit. Die beiden Ermittler des CID bekommen es mit schwarzer Magie, toxikologischen Substanzen, psychoaktiven Stoffen, Hexenbräuchen, Zauber, Okkultismus und Aberglaube zu tun. Was oder wie viel weiß Dr. Clouston? Wohin ist die Hellseherin Miss Oakley verschwunden und warum? Wohin will Lord Ardglass und was hat es mit dem Begriff "Marigold" auf sich, den Pansy Inspector Frey in krakeliger Schrift auf einen Zettel schrieb? Eine Verfolgung des geisteskranken Lord, nimmt seinen Lauf und führt den Leser durch weite Teile des Königreichs bis hin zum Pendle Hill, dem Hexensitz von Lancashire. Oscar de Muriel versucht die Kälte, die Feuchtigkeit, den Nebel und die mysteriösen Ereignisse, die sich in Schottlands Hauptstadt Edinburgh zum Ende des 19. Jahrhunderts abspielen, für den Leser ein Stück weit greifbar zu machen. Er bemächtigt sich dabei einer Sprache, die für die damalige Zeit durchaus angemessen scheint. Ähnlich dem Stile von Sherlock Holmes, lässt der mexikanische Schriftsteller Muriel seine beiden Protagonisten durch das halbe Königreich hetzen. Das, im Taschenbuchformat insgesamt 512 Seiten umfassende "Der Fluch von Pendle Hill" ist aus der Sicht von Inspector Frey geschrieben, der zwei Monate zuvor von London nach Edinburgh versetzt wurde. Ian Frey & Nine-Nails McGray, der seinen Spitznamen dem Verlust eines Fingergliedes verdankt, sind sich anfangs nicht grün. Es ist in der Hauptsache McGray, der gegen Frey schießt, doch im Laufe der Geschichte lernen sie einander allmählich Wert zu schätzen und vielleicht auch ein klitzeklein wenig zu vertrauen. Doch McGray ist aufbrausend, unbeherrscht und hat sich nur selten im Griff, was den Auftrag der beiden nicht immer ganz leicht gestaltet. McGray ist eben kein Kind von Traurigkeit und lässt auch gerne mal die Fäuste fliegen. Frey & McGray ermitteln, befragen, untersuchen, investigieren, jagen, rätseln, grübeln, zerbrechen sich die Köpfe und ziehen mit Miss Jane Oakley letztendlich sogar eine Hellseherin zu Rate. Doch Lord Ardglass scheint auf Rache zu sinnen und den beiden Ermittlern immer einen Schritt voraus. Die Leichen, die er hinterlässt tragen ein filigranes Zeichen. Ein Mal, das unter die Haut geht. Und dann sehen die beiden Ermittler ein mysteriöses grünes Feuer und noch eines und noch eines. Ein Lärmfeuer? Und was hat es zu bedeuten? Und was ist da noch, das Inspector McGray antreibt Lord Ardglass' Person habhaft zu werden. Etwas, das vielleicht besser im Verborgenen geblieben wäre? "Der Fluch von Pendle Hill" ist mysteriös, nebulös, durchaus atmosphärisch, vielleicht sogar ein wenig gruselig und sogar ein bisschen cozy. In manchen Passagen aber auch etwas verwirrend. Das Lokalkolorit hätte ebenfalls gerne etwas galanter ausfallen dürfen. Etwas mehr Spannung wäre der ansonsten flüssig zu lesenden Geschichte sicherlich nicht minder zuträglich gewesen. So bleibt "Der Fluch von Pendle Hill" leider nicht mehr als ein wirklich recht gutes, aber kaum überragendes Mysterienspiel, das man lesen kann, aber sicherlich nicht gelesen haben muss. http://www.oscardemuriel.com/ DEUTSCHE ERSTAUSGABE Aus dem Englischen von Peter Beyer Originaltitel: A Fever Of the Blood (2) Originalverlag: Penguin Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten, 11,8 x 18,7 cm ISBN: 978-3-442-48506-2 Erschienen am 15. Januar 2018 Taschenbuch € 10,00 [D] inkl. MwSt. € 10,30 [A] | CHF 14,50 * (* empf. VK-Preis) Meine Wertung: 80/100 Link zur Buchseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Fluch-von-Pendle-Hill/Oscar-de-Muriel/Goldmann-TB/e504627.rhd More Hard Stuff @ www.lackoflies.com

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Einfach mal abschalten

Von: Hannah aus Deutschland

27.12.2018

Der zweite Teil besticht wieder durch den eingängigen Schreibstil, die fantasievollen Beschreibungen des ausgehenden 19.Jahrhunderts in England. Man kann richtig gut eintauchen in diese neblige, düster anmutende Zeit. Die Geschichte hat auch ein paar überraschende Wendungen, sodass es spannend weitergeht, wenn man doch mal eine gewisse Langatmigkeit in der Handlung verspürte. Trotz einiger charakterlicher Exzesse der beiden Protagonisten, lernt man sie doch noch besser kennen und lieben. Auf jeden Fall werde ich auch einen dritten Fall lesen!

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Vorab sollte ich erwähnen, dass das Band 2 ist und ich den ersten Band nicht gelesen habe. Ist mir aber auch so beim Lesen nicht wirklich aufgefallen, also muss man den ersten Band nicht unbedingt kennen. Nur beim durchblättern des Buches und des Original-Titels ist es mir dann aufgefallen. Typisch ich xD Da ich historische Kriminal-Romane zeitweise echt interessant finde und ich mal wieder lust auf einen hatte, ist mir dieses Buch besonders durch seine Thematik mit der Irrenanstalt aufgefallen. Das ist ja sowieso mein Thema. Und ich muss sagen, ich finde das Ermittler-Duo einfach nur genial! Ich hab teilweise echt gelacht, wenn sich Frey und McGray gestritten haben, wie ein altes Ehepaar. Gut, der Schotte hatte einige Kraftausdrücke auf Lager, wer darüber hinwegsehen kann, wird auf jeden Fall gut unterhalten. Ich mochte die historische Atmosphäre und die Storyline, die einige Überraschungen parat hält. Es war gut zu lesen, der Schreibstil einfach, aber ich muss auch sagen, man kann das Buch aus der Hand legen und es hatte seine Längen. Deswegen von mir einen Punkt Abzug. Dennoch hoffe ich auf weiter Fälle der beiden, denn als Team sind sie echt unterhaltsam.

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Beschreibung: Neujahr 1889, Edinburgh Nachdem Frey in die wohlverdienten Ferien gereist war, wartet nach seiner Rückkehr schon der nächste suspekte Fall mit McGray auf ihn. Ein Insasse aus der örtlichen Irrenanstalt ermordet eine Schwester und flieht aus dem gut gesicherten Gebäude. Auf seiner Flucht hinterlässt er eine Spur aus Toten, denen die Ermittler versuchen zu folgen um den Psychopathen aufzuhalten. McGray hat außerdem noch einen ganz persönlichen Grund den Flüchtigen zu fassen. In der Anstalt wurde berichtet, dass seine Schwester, die seit Jahren kein Wort gesagt hat, scheinbar mit eben diesem Mann geredet hat. Eine Hetztjagd durch das Königreich beginnt, doch mit dem was die Ermittler schließlich entdecken, hätte keiner von ihnen gerechnet. Meinung: Nach dem ersten Band, hätte ich eigentlich erwartet, dass die Beiden einen Weg finden um besser miteinander zu arbeiten. Eventuell einen halbwegs normalen Umgang zu pflegen. Doch stattdessen wurde ich in diesem Band mit einer Brutalität seitens McGray konfrontiert, mit der ich nicht gerechnet hatte. Ich muss ihm zugutehalten, dass er nichts dafür konnte, aber dennoch hat mich das etwas überrascht und der Geschichte einen dezenten Dämpfer gegeben. Es war nicht nur McGray, der verhältnismäßig über die Stränge schlug. Im Vergleich zum Vorgänger, war es in meinen Augen um einiges gewalttätiger. Die Ermittlungsarbeit rückte dadurch ziemlich in den Hintergrund. Stellenweise hat man außerdem das Gefühl, dass Tage vergangen sind, dabei scheinen es oftmals nur wenige Stunden zu sein, bis sich die Protagonisten – halb tot geprügelt – zum nächsten Ort des Geschehens schleppen. Was jedoch wieder sehr schön in die Geschichte integriert wurde, war die Tatsache, dass so vieles Übernatürliches doch auf plausible Art erklärt werden kann. Wer sich ein wenig mit den damaligen Verhältnissen auseinander setzt, wird schnell feststellen, dass Hexen oftmals einfach Frauen waren, die sehr viel Geschick und Wissen in Kräuterkunde an den Tag legten. Sie waren nichts anderes als Heilerinnen, oder eben das Gegenteil. Dies hat der Autor in meinen Augen richtig gut in dem Buch zur Geltung gebracht. Nach wie vor bin ich sehr hin und hergerissen, wie ich das Buch nun finden soll. Es hat mich gut unterhalten, aber bei weitem nicht so gut, wie der erste Band. Die Charaktere haben sich nicht ganz so entwickelt, wie ich es mir vorgestellt hatte – was aber wie gesagt auch Gründe hatte, wodurch sich ein Bild ergibt. Die Geschichte war mir fast etwas zu rasant und brutal. Nichts desto trotz war die Story an sich gut und schlüssig. Auch der Schreibstil war wie gewohnt schön zu lesen. Fazit: Eine nette Unterhaltung, aber man sollte nicht dasselbe erwarten wie vom Vorgänger. 3,5 von 5

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Rezension zu Der Fluch von Pendle Hill von Oscar de Muriel Beschreibung: Neujahr 1889. In Edinburghs berüchtigter Irrenanstalt ermordet ein gefährlicher Psychopath eine Krankenschwester. Kurz bevor ihm die Flucht gelingt, unterhält er sich mit einer jungen Patientin, die seit Jahren kein Wort gesprochen hat. Wieso hat sie ihr Schweigen gebrochen? Sind die Gerüchte von schwarzer Magie wahr, die in den Fluren der Anstalt kursieren? Inspector McGray geht der Fall sehr nahe, denn die junge Frau ist seine Schwester. Zusammen mit seinem Partner Ian Frey verfolgt er den Mörder durch das ganze Königreich – bis zum Pendle Hill, Sitz der gefürchteten Hexen von Lancashire, wo die beiden genialen Ermittler einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur kommen … Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Fluch-von-Pendle-Hill/Oscarde-Muriel/Goldmann-TB/e504627.rhd Erscheinungsdatum: 15.01.2018 Der Autor hat es hier, mit dem zweiten Teil dieser Reihe, wieder geschafft einen tollen britischen Krimi zu schreiben. Die Handlung startet in Edinburgh mit einem, man möchte fast meinen typisch für Schottland, grausamen Mord an der Krankenschwester Miss Greenwood. Daraus entwickelt sich eine Verfolgungsjagd mit vielen Überraschungen, beeinflusst durch viele Verstrickungen von den Ermittlern selbst und der Familie Ardglass mit dem Fall. Auch wird der Leser über die wahre Funktionsweise von Flüchen und Zaubern aufgeklärt, die Hexen verwenden. Raffiniert inszeniert Oscar de Muriel das Geschehen, Ereignisse die zunächst nebensächlich wirken, bekommen haben plötzlich große Auswirkungen auf das Gesamtgeschehen. Für den gesamten Krimi lässt sich sagen, dass nichts Vorhersehbar ist, dass es aber dann schließlich logisch und harmonisch zu einer Auflösung kommt. Das Buch hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht, auch wegen dem typisch englischen Humor den Oscar de Muriel mit einfließen lässt. Die Handlung ist rasant, einem Ereignis folgt das Nächste. Oscar de Muriel hat einen einfachen Erzählstil, der nicht unbedingt einzigartig aber dafür sehr angenehm ist. Während ich las, war ich versunken im Buch, und praktisch vor Ort in Schottland und England. Muriel nutzt die richtige Dosis von Details, alles ist klar vorstellbar aber man wird nicht abgelenkt durch Nebensächlichkeiten die zur Langatmigkeit führen könnten. Insgesamt möchte ich schreiben, dass es eine gelungene Fortsetzung ist und ich mich sehr auf den dritten Teil freuen. Suchtpotenzial ist vorhanden. Für einen guten Krimi gebe ich gerne 4 Sterne Euer Weltenwandler

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Es ist die Nacht zum 1. Mai - Walpurgisnacht, als ich Oscar de Muriels zweiten Kriminal Roman „Der Fluch von Pendle Hill“ aufschlage - wie passend, ich bin also schon in der richtigen Stimmung, denn auch in seinem Buch geht es um Hexen-Kulte. Schon immer war ich von Hexen und ihrem Treiben fasziniert. Und die Vorstellung das einst einfache Frauen auf bloßen Verdacht hin der Hexerei bezichtigt, gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden, nur weil sie ein Talent dafür besaßen die Wirkung von Kräutern oder Wurzeln zu kennen und diese anzuwenden, lässt mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Doch ein Glück ist das heute nicht mehr der Fall, andernfalls hätte ich kein so angenehmes Leben, denn auch in meiner Büchersammlung befinden sich so einige Bücher über Kräuterkunde. Allerdings habe ich über die Hexen von Pendle die 1612 der Hexerei angeklagt und hingerichtet wurden bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts gehört. Dank Oscar de Muriel weiß ich jetzt aber eine ganze menge mehr darüber. De Muriels Roman beginnt mit drei Rückblenden, die erste bezieht sich auf einen Hexenprozess der 1624 in Lancashire stattfand, bei dem sechs vermeidliche Hexen hingerichtet wurden und noch während sie am Galgen hingen einem gewissen Lord Ambrose und seinem Sohn einen Fluch auferlegten. Ein weiterer zeigt Lady Anne Ardglass, eine der Wohlhabendsten Frauen Schottlands, die 1882 heimlich in einer Nacht und Nebelaktion ihren verrückt gewordenen Sohn Lord Joel Ardglass in die Irrenanstalt einweisen ließ. Ein Jahr später wurde die neunzehnjährige Amy McGray in die gleiche Anstalt eingewiesen, da sie zuvor ihre Eltern getötet und ihrem Bruder einen Finger abgetrennt hatte. Die Kerngeschichte setzt 1889 ein. Seit bereits zwei Monaten lebt der aus London stammende Inspector Ian Frey in Edinburgh. Einer Stadt die er für eine unansehnliche Provinz hält und die seinem geliebten kultiviertes London niemals das Wasser reichen wird. Die Stelle die er gezwungen wurde anzutreten ist für ihn ein einziger Witz. „ Ich fungierte als Assistent der neu gegründeten Kommission zur Aufklärung ungelöster Fälle mit mutmaßlichem Bezug zu Sonderbarem und Geisterhaften. Doch, doch, eine solch abstruse Abteilung existiert tatsächlich, und sie tut genau das, was ihr Name andeutet.“ Dazu kommt das er unter einem Dach mit seinem neuen, fragwürdigen Vorgesetzten Adolphus McGray lebt, einem waschechten Schotten, rau, stur und direkt, vor allem Frey gegenüber, den er zu jeder sich bietenden Gelegenheit schikaniert. Doch auch Frey lässt sich nicht alles von ihm gefallen und kontert mit teils gut gezielten, schlagfertigen Antworten. Es ist einfach wundervoll zu sehen wie die beiden permanent aufeinander rumhacken und kein gutes Haar an dem jeweils anderen lassen. Das aber auf eine so amüsante und charmante weise tun, das ich mir das ein oder andere Lachen nicht verkneifen konnte. Dennoch empfindet Frey, seitdem er von McGrays tragischer Familiengeschichte erfahren hat, Mitleid mit dem resoluten Schotten. Als die beiden erfahren das in der Anstalt, in der auch seine Schwester Patientin ist, eine junge Frau mit dem Leben ringt, befürchten sie, dass es sich um Amy handeln könnte. Doch sie ist es nicht, sondern eine Pflegerin die von ihrem Patienten, Lord Ardglass mit Strychnin vergiftet wurde. allerdings hat dieser bevor er geflüchtet ist noch mit McGrays Schwester geredet, die seit dem Schicksalhaften Tag vor fünf Jahren kein einziges Wort mehr gesprochen hat und sich auch danach wieder in Schweigen hüllt. Angetrieben von dem unbändigen Wunsch zu erfahren was sie zu Ardglass gesagt hat verfolgen sie seine Spur bis nach Lancashire. Doch Joel Ardglass denkt gar nicht daran sich gefangen nehmen zu lassen, er hat seine ganz eigenen Ziele. Ihm dürstet es nach Rache, denn er ist sich sicher das seine Pflegerin einem Haxenzirkel angehörte, der es sich zur Aufgabe gemacht hat ihn geistig wie Körperlich zu brechen. Nicht nur das ungleiche Ermittler Duo nimmt die jagt auf, sondern sie selbst werden von Leuten verfolgt die augenscheinlich um jeden Preis verhindern wollen das sie Ardglass finden. Wie auch in seinem erstem Band „die Schatten von Edinburgh“ lässt er all seine Charaktere lebendig werden und erschafft durch seinen wunderbaren Schreibstil eine Welt in die ich mich perfekt einfühlen kann. Das er in seine Geschichten Bezüge zu wahren Begebenheiten miteinfließen lässt, ist nur noch das Sahnehäubchen. Anders als zu seinem vorangegangenen Buch, steht hier der Fall im Vordergrund - dessen Ende mir einen Tick zu wenig Mystik besaß. Es sind eben doch recht weltliche Themen mit denen sich die Hexen so rumschlagen müssen. Der zweite Band ist weitaus rasanter und dramatischer, hat mehr Verfolgungsjagden in petto und die Prügel die die beiden Ermittler beziehen stellt so manchen Action Roman in den Schatten. Dennoch lässt de Muriel es weder an einer gehörigen Portion Mystik, noch an emotionalen Szenen fehlen. Dieses Buch ist eine einzige Achterbahnfahrt an Gefühlsregungen, aber auf eine wirklich sehr positive Art und Weise. Man muss den ersten Band nicht unbedingt vorher gelesen haben, doch wer wie ich eine Schwäche für mystische und spannungsgeladene Krimis hat, die mit einer priese Wahrheit gewürzt wurden, wird auch „die Schatten von Edinburgh“ lieben.

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Titel: Der Fluch von Pendle Hill - Ein Fall für Frey & McGrey Reihe: Frey & McGrey Teil: 2 Autor: Oscar de Muriel Seitenanzahl: 499 ISBN: 978-3-442-48506-2 Inhalt Hütet euch vor dem Pendle Hill. Ein Blick - und ihr seid auf ewig verdammt ... Neujahr 1889: In Edinburghs berüchtigter Irrenanstalt wird eine Krankenschwester ermordet. Kurz bevor dem Täter die Flucht gelingt, spricht er mit einer Patientin, die seit Jahren stumm ist. Sind die Gerüchte von schwarzer Magie wahr, die in den Fluren der Anstalt kursieren? Inspector McGray geht der Fall sehr nahe denn die junge Frau ist seine Schwester. Zusammen mit seinem Partner Ian Frey verfolgt er den Mörder durch das ganze Königreich - bis zum Pendle Hill, Sitz der gefürchteten Hexen von Lancashire, wo die beiden einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur kommen ... Wie kam ich zum Buch? Auch dieses Buch habe ich beim Bloggerportal entdeckt und nachdem mir versichert wurde, dass man den ersten Teil nicht gelesen haben muss, habe ich ihn angefragt. Lustigerweise kam meine Mutter wenige Tage später mit dem ersten Teil nach Hause, ohne dass sie wusste, dass ich den zweiten schon hatte :D Meine Meinung Zuerst muss ich sagen, dass ich den ersten Band nicht gelesen habe. Ich hatte aber trotzdem nicht das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlt oder ich etwas nicht verstehe. Insofern denke ich, dass man die Teile auch sehr gut einzeln lesen kann, da sie in sich abgeschlossen sind. Ich werde aber den ersten Teil auf jeden Fall noch lesen, da mir Der Fluch von Pendle Hill sehr gut gefallen hat. Die beiden Ermittler geben ein unglaublich unterhaltsames, ungleiches Pärchen ab. Der Kontrast zwischen dem groben und nicht auf den Mund gefallenen Schotten McGrey und dem englischen Gentleman Frey ist sehr groß und sorgt auch nicht selten für Spannungen zwischen den beiden, jedoch hat man als Leser sehr viel Spaß daran, den beiden bei ihren Auseinandersetzungen zuzuhören. Stellenweise war es so lustig, dass ich schon ein bisschen in mich hineinlachen musste. Dem Autor ist es wirklich gelungen genau die richtige Menge Witz in seinen Schreibstil einfließen zu lassen. Auch ansonsten ist das Buch schön geschrieben, nicht zu anstrengend, wenn man bedenkt, in welcher Zeit es spielt, sondern so dass man es flüssig lesen kann. Ich empfand die Story als sehr spannend. Ich habe mich nie gelangweilt und war so gefesselt, dass ich immer weiter lesen wollte. Die Vermischung von Übernatürlichem und "normaler" Kriminalität ist sehr gut gelungen und es war sehr interessant die Ermittler auf ihrer Verfolgungsjagd zu begleiten und mit ihnen die Wahrheit immer mehr aufzudecken. Ein paar Dinge am Ende waren vorauszusehen, aber alles in allem gab es ein spannendes Finale, welches das Buch perfekt abgeschlossen hat. Ich freue mich schon sehr darauf den ersten und auch die weiteren Teile zu lesen.

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Der Fluch von Pendle Hill - Ein Fall für Frey und McGray von Oscar de Muriel Inhalt: Neujahr 1889. In Edinburghs berüchtigter Irrenanstalt ermordet ein gefährlicher Psychopath eine Krankenschwester. Kurz bevor ihm die Flucht gelingt, unterhält er sich mit einer jungen Patientin, die seit Jahren kein Wort gesprochen hat. Wieso hat sie ihr Schweigen gebrochen? Sind die Gerüchte von schwarzer Magie wahr, die in den Fluren der Anstalt kursieren? Inspector McGray geht der Fall sehr nahe, denn die junge Frau ist seine Schwester. Zusammen mit seinem Partner Ian Frey verfolgt er den Mörder durch das ganze Königreich – bis zum Pendle Hill, Sitz der gefürchteten Hexen von Lancashire, wo die beiden genialen Ermittler einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur kommen … Cover: Passend zur Buch-Reihe würde ich sagen. Gefällt mir auch diesmal aufgrund seiner Schlichtheit. Meinung: Mit Spannung habe ich auf dieses Buch gewartet und mich sogleich auf den 2. Teil dieser Reihe gestürzt und ...ich wurde nicht enttäuscht. Ich konnte sofort in die Story eintauchen und den Schimpftiraden von Frey und MacGray amüsiert folgen. Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und locker gehalten und auch der Erzählstil ist wieder sehr fesselnd, an Spannung mangelt es dem Buch nicht im Geringsten. Die Story beginnt am Neujahrstag 1889 in Edinburgh und geht sogleich in die Vollen. Nachdem ein Patient in der hiesigen Irrenanstalt eine Krankenschwester um die Ecke gebracht hat und türmt, beginnt eine wilde Verfolgungsjagd bis nach England. Dort machen sich die beiden alles andere als beliebt und stecken auch diesmal jede Menge Prügel und Häme ein. Ich empfand dieses Buch diesmal sehr viel actionlastiger als den Vorgänger. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen, weil ich wissen wollte, wer oder was hinter alldem steckt. Ich hatte mir gewünscht, mehr über die Hintergründe der Tat von McGrays Schwester zu erfahren. Aber da muss ich wohl noch ein wenig warten oder es ist schlicht und einfach so, wie es McGray nicht wahr haben will. Es bleibt weiterhin spannend und mysteriös. Viele haben bemängelt, dass Frey und McGray sich immer noch nicht riechen können und sich immer noch ständig beschimpfen und verprügeln. Dazu kann ich nur sagen: Das Verhältnis der beiden zueinander hat sich ja nicht geändert. Die beiden sind halt keine dicken Freunde, auch weil sie sich erst seit ein paar Wochen kennen. Frey findet McGray immer noch in jeglicher Art widerlich und McGray findet Frey arrogant und schnöselig. Sie mögen sich nicht, aber sie respektieren die Qualität der Arbeit des anderen ( was ja schon ein kleiner Fortschritt ist, wenn man es genau nimmt ). In diesem Band gehen beide aber über ihre Grenzen und beide wissen nicht, ob sie dem anderen je wieder vertrauen können. Der Spannungsbogen wird hier sehr hoch gehalten und endet in einem tollen Finale. Dem Nebencharakteren wurde viel Leben eingehaucht, keine der Personen blieb irgendwie blass oder platt. Ich war ja schon beim Vorgänger von der Atmosphäre begeistert und kann sagen dass der Stil und die Atmosphäre hier beibehalten wurde. Fazit: Ein sehr würdiger Nachfolger und ich bin sehr verliebt in diese beiden schrulligen Inspectors, in die Atmosphäre ,die hier vermittelt wird, die ungewöhnlichen Fälle, die skurrilen Nebencharaktere. Das Buch enthält alles, was ich von einem viktorianischen Krimi erwarte. Für mich übertrifft der zweite Teil den ersten. Ich empfand ihn noch um einiges besser, spannender und dunkler. Deshalb bekommt er auch alle Sternchen, die ich habe. Empfehlung: Auf jeden Fall für alle, die den 1. Teil gelesen haben und für alle die skurrile und mysteriöse viktorianische Krimis mögen. Von mir gibt's: 5 von 5 Sternen

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