Leserstimmen zu
Das Gift der Seele

Michelle Frances

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Laura ist erfolgreich und wohlhabend, auch wenn ihre Ehe eigentlich seit Jahren nur noch eine Farce ist. Aber sie hat ja ihren geliebten Sohn Daniel, der gerade mit dem Studium fertig und wieder in das Anwesen seiner Eltern gezogen ist. Doch auch dieses Glück wird Laura genommen, als Daniel sich in Cherry verliebt. Laura sieht ihre Felle davon schwimmen und weil Cherry aus eher ärmlichen Verhältnissen stammt, kommt der liebenden Mutter schnell der Gedanke, dass Cherry nur hinter dem Geld ihres Stammhalters her ist. Tatsächlich findet Cherry den ungewohnten Reichtum in ihrem Leben toll und möchte diesen genauso wenig verlieren wie Laura den Platz als Nummer 1 bei ihrem Sohn. Und dann geht der Kampf der Damen los… Michelle Francis hat einen soliden Thriller geschrieben, der mich aber leider nicht packen konnte. Das liegt nicht an ihrem Stil, der ist prima und liest sich flüssig. Es liegt an den sehr eindimensionalen Charakteren und der Handlung, die leider viel zu oft vor sich hinplätschert. Der einzige sympathische Charakter ist leider über weite Strecken abwesend und so wird der Leser mit den Gedanken der beiden leider eher wirren Protagonistinnen allein gelassen. Diese Gedanken sind paranoid, von krankem Ehrgeiz getrieben und für mich oft nur bedingt nachvollziehbar. Spannend fand ich, dass man an beiden Charakteren und somit an der Wahrheit über weite Strecken zweifelt. Wer von beiden ist nun im Recht und wer im Unrecht. Aber so einfach schwarz/weiß ist es nicht und das macht dann auch Spaß.

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