Leserstimmen zu
Libellenschwestern

Lisa Wingate

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Gestohlene Kinder auf dem Schwarzmarkt

Von: Marianne

24.11.2019

Es ist September 1939. Die zwölfjährige Rill Foss wartet mit ihren jüngeren Geschwistern, während die schmerzerfüllten Schreie ihrer Mutter aus dem Hausboot der Familie nach draußen klingen. Schon viermal durfte die große Schwester Rill sich über ein kleines Geschwisterchen freuen. Auch dieses Mal kann sie es kaum abwarten. Doch es kommt anders. Die Hebamme merkt auf einmal, warum diese Geburt so schwer ist. Es sind Zwillinge. Sie kann nichts für die leidende Frau tun. Wenn Rills Mutter nicht ins Krankenhaus geht, werden nicht nur die Babys in ihrem Bauch sterben, sondern auch sie. Rill und ihre Geschwister bleiben allein zurück, aber der Vater verspricht bald zurück zu sein. Doch auf einmal stehen Beamten vor der Tür. Mit Gewalt nehmen sie die fünf Kinder mit in ein Kinderheim. Den Kindern wird gesagt, dass sie bald ihre Eltern im Krankenhaus besuchen können, wenn sie nur schön brav sind. Doch das ist eine Lüge. Die fünf Kinder erleben Schreckliches. Hunger, Gewalt, Erniedrigung. Sie erleben, wie andere Kinder von einem Tag auf den anderen verschwinden. Rill fühlt sich für ihre Geschwister verantwortlich, doch diese Aufgabe erweist sich als viel zu schwer für das junge Mädchen. Etwa 70 Jahre später reist Avery nach Hause, um ihrem kranken Vater beizustehen. Sie geht davon aus, dass sie früher oder später die politische Rolle ihres bedeutenden Vaters übernehmen wird. Bei einem Besuch in einem Altenheim nimmt eine merkwürdige alte Frau Averys Armband an sich; ein Armband, das Avery von ihrer Großmutter bekommen hat. Manches deutet darauf hin, dass es eine mysteriöse Verbindung zwischen dieser Frau und Averys Großmutter gibt. Avery macht sich auf die Suche nach Antworten. Dabei stößt sie auf dunkle Geheimnisse, die auch ihre persönlichen Entscheidungen betreffen. In dieser spannenden Erzählung laufen zwei Erzählstränge nebeneinander. Abwechselnd erzählen Rill und Avery. Auch wenn mehr als 70 Jahre ihre Geschichten trennen, ist es doch eine Geschichte, die nach und nach enthüllt wird. Die Autorin ist eine Meisterin der Erzählkunst. Schon nach wenigen Seiten schließt der Leser die fünf Geschwister ins Herz. Jedes hat eine eigene Persönlichkeit, und darum reagieren alle unterschiedlich auf die traumatische Entführung. Der Leser erlebt mit ihnen die Angst vor den autoritären Erziehern, den verzweifelten Hunger, und den sehnsüchtigen Wunsch einfach wieder Zuhause zu sein. Die Szenen im Kinderheim sind sehr bewegend, und man kann sich gut in die hoffnungslose Situation der Kinder hineinversetzen. Die Geschichte von Avery ist zwar nicht so ergreifend wie die Geschichte der Kinder, aber durch das Zusammenspiel beider Geschichten bleibt das Buch ungeheuer spannend. Geheimnisse werden enthüllt und Rätsel gelöst. Die traurige Geschichte in diesem Buch beruht auf Tatsachen. In den 30er und 40er Jahren wurden im Bundesstaat Tennessee tatsächlich viele Kinder entführt oder auf andere Weise den Eltern weggenommen, nur damit sie später an willige und unwissende Adoptiveltern verkauft werden konnten. Fazit: Ein spannendes und berührendes Buch, das den Leser ein schreckliches Verbrechen miterleben lässt. Wunderbar erzählt, ist es ein Buch, dass sich trotz seines düsteren Themas nur schwer aus der Hand legen lässt. Sehr empfehlenswert, vor allem für Leser von historischen Romanen.

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Geschwisterliebe

Von: Booklove15_11

30.10.2019

Aiken, South Carolina, Heute Die erfolgreiche Anwältin Avery Stafford soll in die Fußstapfen ihres Vaters treten, der momentan als Senator kandiert ist. Für Avery und für die Familie Stafford gibt es keine Geheimnisse in dem Leben und die dulden auch keine Schlagzeilen. Sie hat einen Verlobten, eine Familie, die sie über alles liebt und unterstützt. Bis sie eines Tages bei einem Pressetermin, in einem Altersheim die 90-jährige May Crandall trifft und dass alles infrage stellt. Denn die alte Dame erkennt Averys Libellenarmband, ein Erbstück, die sie von ihrer Großmutter geschenkt bekommen hat und entwendet die Dame ihr unbemerkt ihr Armband. Sie bekam ein Anruf aus dem Heim, da sie ihr Armband abholen möchte, findet Avery einen schwarz-weiß Foto in Mays Zimmer, die Person auf dem Bild ihr selbst und ihre Großmutter sehr ähnlich vorkommt. Sie beginnt zu recherchieren und stößt schon bald auf ein Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt. Memphis, Tennessee 1939 Die 12-jährige Rill Foss lebt mit ihren Eltern und vier Geschwistern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Ihre Mutter liegt in den Wehen von Zwillinge und als es während der Geburt Komplikationen kommt, musste ihr Vater ihre Mutter ins Krankenhaus bringen. Als ältester von vier Kinder muss Rill alle aufpassen und müssen sie auf jeden Fall zusammen in dem Hausboot bleiben. Ein versprechen, dass sie niemals brechen will. Als Tage später ihr Vater immer noch wegbleibt, kommt die Polizei, sammelt die Kinder und sie werden in ein Waisenhaus verschleppt. In Tennessee Children's Home Society... Und genau in diesem Teil liegt auch die wahre Geschichte, die ich Haare raufend gelesen habe, denn dieses Waisenhaus existierte tatsächlich. Die zwischen Zwanziger- und Fünfzigerjahren, was zahlreichen Kindern in dieses Waisenhaus wider Gefahren ist unglaublich, zerstörerisch dennoch aber wahr. Der Schreibstil und die Charaktere der Autorin sind sehr authentisch und bildhaft. Ich habe mit den Kindern gehofft, geweint, gebettelt... So sehr hat mich den Kapiteln von Vergangenheit mitgenommen, wo ich das Buch erstmals bei Seite legen musste, weil mein Mutterherz all das Geschehen nicht akzeptieren wollte. Ein Punkt muss ich leider trotzdem abziehen weil, wo die Vergangenheit mich total mitgenommen hat, hat mich die Gegenwart nicht so überzeugt. Ich mochte Avery und ihre Art und Weise nicht und deswegen wirkte den Kapiteln mir kühl und distanziert. Und noch eine Sache muss ich erwähnen: Hier gibt es viel zu viele Namen. Ich hatte am Anfang meine Schwierigkeiten mit dem Namen, musste immer wieder zurückblättern, bis ich auf die Idee kam: Ich habe mir die Namen und dazu gehörende Personen notiert, dann geht es auch einfacher. Eine Familiengeschichte die ich nicht so einfach vergessen werde. Bis auf Paar Kleinigkeiten absolut Top und lesenswert.

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Libellenschwestern

Von: ana

22.07.2019

Libellenschwestern von Lisa Wingate ist eine fiktive Geschichte mit wahrem Hintergrund. Die Personen und die Handlungen hätte es so oder so ähnlich tatsächlich geben können, denn Libellenschwestern beruht auf den Machenschaften der Tennessee Children’s Home Society, welche es lange Zeit wirklich gegeben hat. Viele Hundert Kinder wurden zwischen 1920 und 1950 ihren eigenen Familien entrissen um sie dann gewinnbringend als angebliche Waisenkinder an andere Familien zu vermitteln. Die meisten der Kinder die in Mrs. Tanns „Obhut“ gelandet sind waren keineswegs Waisenkinder, viele wurden einfach entführt. Werbung Libellenschwestern Libellenschwestern von Lisa Wingate ist auf zwei verschiedene Handlungsstränge ausgelegt. Einmal die Handlung um Rill Foss welche wir zusammen mit ihren Geschwistern im Jahr 1939 begleiten dürfen. Sie werden direkt von dem Hausboot entführt, auf dem sie mit ihren Eltern leben. Sie landen in den Fängen der Tennessee Children’s Home Society und werden schließlich vermittelt. Der zweite Handlungsstrang folgt Avery Staffort, eine junge Politikers Tochter mitten in der Planung ihrer eigenen Hochzeit. Sie lüftet eher zufällig das Familiengeheimnis ihrer Großmutter. Dieses Geheimnis könnte die ganze Familie in einen Skandal stürzen. Ich fand den Schreibstil der Autorin sehr angenehm und man konnte sich schnell in die Situation versetzen. Das war nicht immer leicht, ist doch gerade der Teil, der in der Vergangenheit spielt, nur sehr schwer zu ertragen. Stellvertretend für viele andere Hundert Kinder stößt den Geschwistern in Libellenschwestern etwas zu, das niemals irgendjemand wiedergutmachen kann. Mit dem aktuellen Handlungsstrang schafft die Autorin es aber, die Geschichte etwas aufzulichten und schafft so ein Gleichgewicht zwischen düsterer Vergangenheit und hoffnungsvoller Gegenwart. Libellenschwestern von Lisa Wingate erzählt sehr einfühlsam und bewegend von realen Zwangsadoptionen, Gier, Macht und einigem mehr. Trotz oder gerade wegen des schwer verdaulichen Themas bekommt dieses Buch eine Leseempfehlung von mir.

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Libellenschwestern

Von: Elisabeth Müller aus Köln

23.12.2018

Dieses Buch hat mich derart fasziniert, dass ich beinahe nicht aufhören konnte mit Lesen. Daraufhin habe ich sofort 2 weitere Bücher von Lisa Wingate gekauft. Auch das Buch "Jolas Briefe"war so spannend, dass ich viel zu schnell zu Ende gelesen habe. Ich freue mich auf die anderen in Deutsch übersetzten Bücher.

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Eine ziemlich langanhaltende Leseflaute hat mich den Sommer begleitet. Es war einfach zu heiß gewesen und ich zu träge. Dieses Buch von Lisa Wingate hat mich leider auch nicht wirklich aus dieser Flaute befreit. Schreibstil // Ich kam sehr schwer rein, da mir der Schreibstil oftmals zu blumig, zu detailverliebt, was oftmals einfach nicht gebraucht hätte. So habe ich immer mal wieder ein Kapitel gelesen, das Buch wieder weggelegt und ich hatte nicht so den Anreiz weiter zu lesen. Es gab nicht diese "Cliffhanger", die ich mir gewünscht hätte und es war vieles auch vorhersehbar. Zwei Zeitebenen // Die zwei Zeitebenen mag ich ja momentan an sich sehr gerne, aber gerade die Zeit "früher" hat sich sehr gezogen und man kam einfach mit den vielen Namen durcheinander. Man merkt zwar, wie sich die Kinder in dieser Situation gefühlt haben und es ist alles krass, was vor allem aus einer wahren Begebenheit, früher wirklich passiert ist. Die Zeit "heute" gefällt mir hingegen sehr gut, es macht Spaß Avery, die mir sehr sympathisch ist, zu begleiten und auf die Spur der Geschichte des Libellenarmbandes zu kommen. In der Mitte des Buches denkt man aber gleich, dass man alles weiß, wie die Geschichte verläuft und glaubt nicht an eine spannende Wendung, sondern, dass alles vor sich hinplätschert. Verlauf und Ende // Im weiteren Verlauf kommt schon noch das ein oder andere raus und die Geschichte nimmt eine Wendung. Aber plötzlich wird das Ende hopplahopp erzählt und meiner Meinung nach einfach zu schnell beendet. Zwar schön und mit einem wohligen Gefühl im Bauch schließe ich das Buch, nehme auch viel mit, aber es war jetzt nicht DAS beste Buch. Fazit Die Geschichte über Zigeunerkinder, die im Waisenhaus landen und misshandelt und sogar gehandelt werden, ist erschreckend und interessant. Leider hat mir der Schreibstil am Anfang wirklich Schwierigkeiten bereitet, was jedoch mit der Zeit wirklich ging. Wenn ich nicht diese Leseflaute gehabt hätte, wäre ich auch definitiv schneller durch gewesen, da die Geschichte zunehmend an Fahrt aufgenommen hat. Die Libellenschwestern haben ihre Höhen und Tiefen, aber alles in allem ist die Geschichte aus der Vergangenheit und dem Zusammenfinden in der heutigen Zeit, die Spaß gemacht hat. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

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Rezension von Melanie zu Libellenschwestern: Roman von Lisa Wingate 5 von 5 ⭐ ein lohnenswertes Buch über einWaisenhaus und Waisenkinder. "Ein Flügelschlag verändert ihr Leben. EINE WAHRE GESCHICHTE. Bewegend Klappentext "Lisa Wingates ergreifender Roman basiert auf verbrecherischen Adoptionen in den USA bis 1950.« (FÜR SIE) Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt! Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf … Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können ― aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt … Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann … Ein zutiefst bewegender Roman, inspiriert von einer wahren Geschichte. " Quelle: Amazon Verlag Meinung Nach den ganzen blutigen Thrillern, krimis und Horror-Büchern musste es jetzt mal wieder was leichtes sein; und da habe ich gleich Glück gehabt. Es geht um ein 12-jähriges Mädchen namens Rill Foss, welches in den 1930igern mit der ganzen Familie auf einem Hausboot lebt ( ich sag nur Kelly- Family im Kleinen. Das Cover ist auf einem Schutzumschlag,und zeigt eine Libelle aus kleinen Mosaikstücken zusammengesetzt, und sieht richtig schön aus. Und oasst ausgezeichnet zum Titel, eine Dtory, welche auf einer wahren Geschichte beruht Aber so schön das Familienleben auf dem Missisippi ist schwebt ein Damoklesschwert, über der kleinen Familien. Als die Mutter Wehen vekommt mit Zwillingen bringt der Vater sie an Land in ein Krankenhaus. Rill wird beauftragt, auf die Geschwister aufzupassen, bis die Eltern wieder da sind. Aber sie warten vergebens, stattdessen kam die Polizei und nimmt die Kinder mit inkl. Rill. Da die Kleine, sich aber immer noch für die Geschwister veeantwortluch fühlt, veresucht sie alles um die Familie zusammen zu halten. Was nicht einfach ist, denn es wsr auf dem Wasser eine heile Welt, und nun kommt das rauhe Leben auf sie eingestürzt. Und das aks zwölfjähriges Mädchen. Diese Zeit und die Widrigkeiten. Dann kommt ein Zeitsprung. 70 Jahre später trifft dieStaatsanwältin Avery Stafgord die 90jährige May und entdeckt bei dieser ein Libellenarmband, da diese an FmDemez leidet kann Affery nicht einfach nach dessen Herkunft fragen. Ein Fote aus den 1930 igern erregt ebrnfalls due Aufmerksamkeit. Affery geht eigene Verabtwortung auf die Suche. Lisa Wingate zeigt wie bereits in dieser jungen Zeit mit einer wertvollen Ware gehandekt wird-> Kindern,hier soeziell 'Waisenkindern. Echt erschütternd und bewegend. Ich vewundere Autoren die mit ihrem Schreibstil Emitionen an den Leser übertragen können👏👏👏! Lisa Wingate legt mit "Libellenschwestern" einen Roman vor, der auf wahren Fakten beruht. Rund 30 Jahre lang nutzte die Sozialarbeiterin Georgia Tann das Waisenhaus der Tennessee Children's Home Society in Memphis für ein perfides Adoptionsprogramm. Sie entriss tausende Kinder ihren armen Familien und 'vermittelte' ​ihre 'Schützlinge' anschließend an reiche Familien, Prominente und Politiker - nicht ohne dabei sehr viel Geld zu verdienen. Was sie und ihre Helfer wie aufopferungsvolle Hilfe für kleine Waisen auf der Suche nach einem schönen Zuhause aussehen ließ, war klassischer Kinderhandel, dem im Übrigen meist eine sehr schlimme Zeit im Waisenhaus voranging. "Libellenschwestern" mag äußerlich ein hübsch anzusehendes Buch sein, aber der Inhalt geht ans Eingemachte. Ich weiß nicht, wie oft ich das Buch zuklappen und durchatmen musste, weil mir die Niedertracht und Gier dieser Frau, die all das Leid von so vielen Kindern verursacht hat, an die Nieren gegangen ist. Ihre mehr als armselige Rechtfertigung ihres Handelns und die Tatsache, dass viele ihrer Opfer aufgrund von Tanns durchdachter Systematik nie erfahren haben, wer ihre richtige Familie ist - nur zwei Punkte, die mich fassungslos gemacht haben. Dieser Roman ist erschütternd, weil es kaum vorstellbar scheint, dass eine Frau, die vorgibt Gutes für hilflose Kinder zu tun, in Wirklichkeit so kaltblütig und grausam ist, dass sie - ohne mit der Wimpern zu zucken - schutzbedürftigen Kindern tiefe seelischen Verletzungen zufügt. Lisa Wingate schildert diese Geschichte in einer einfühlsamen Sprache, die jede Menge Emotionen transportiert. Die Blickwinkel wechseln sich ab, so dass Rill und Avery zu Wort kommen. Dabei hat mich vor allem Rills kindliche Perspektive besonders berührt, denn was sie und ihre Geschwister durchmachen müssen, zeigt stellvertretend die Leiden und Schmerzen all der Kinder, die Opfer von Georgia Tann wurden. Dieser Roman ist dramatisch und erschütternd, und jeine leichte Kost - aber auch ganz besonders, denn die Autor hat ein unscheinbares Thema kunstvoll ins Rampenlicht gesetzt. Mich hat das Buch positiv überrascht und es hat die volle Punkt- bzw. Sternzahl verdient. Deswegen absolute Leseempfehlung. Fakten 482 Seiten HC 22,00 € Ebook 4,99 € Erschienen im Limes Verlag Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und bei jeder Plattform, welche Bücher und Ebooks anbietet. Ich möchte mich bei RandomHouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog: http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

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Rill Foss ist ein Mädchen, welches dem Leser seine Geschichte erzählt. Mich hat sie ratlos zurückgelassen. Ich weiß, dass es Kinderhandel gibt. Ich hätte jedoch nicht gedacht, dass es in Amerika über Jahre hinweg praktiziert wird. Politiker, Ärzte und Krankenhäuser die Augen vor dem Verbrechen verschließen. 1939 Rill ist ein Flußkind. Mit ihren Eltern und Geschwistern lebt sie auf dem Hausboot Arcadia. Als ihre Mutter Queenie Zwillinge erwartet, wird sie unter qualvollen Schmerzen in ein Krankenhaus gebracht. Der Vater erteilt Avery den Auftrag gut auf die Geschwister aufzupassen. Sie sollen das Hausboot nicht verlassen. Da kommt die Polizei und bringt die Kinder in ein Heim. Nur so lange, bis ihre Eltern zurückkommen. Sagen sie. Sie dürfen ihre Elten bald besuchen. Behaupten sie. Skrupellose Lügen zerstören eine Familie. Die Kinder werden in ein Heim gebracht, das Georgia Tann führt. Diese Frau genießt großes Ansehen, da sie ja armen Kindern ein gutes Zuhause vermittelt. Das Schlimme: Dieses Miststück gab es wirklich! Jetzt Avery Stafford ist eine Frau, für die ich von Anfang an eine große Sympathie empfand. Ihr krebskranker Vater ist Politiker. Pflegeheime sind stark in Verruf geraten. Oma Judith lebt in einem teuren Pflegeheim. Avery ist sich bewusst, dass sich das ungünstig auf das Ansehen ihres Vaters auswirken kann, sobald die Presse davon Wind bekommt. Bei einem Besuch in einem etwas ärmlichen Pflegeheim, lernt Avery die demente May Crandall kennen. Die alte Dame geht auf sie zu und packt sie am Handgelenk. Die 90 jährige verhält sich, als ob sie Avery kennen würde. Avery muss feststellen, dass die alte Dame ihr das Libellenarmband entwendet hat. Normalerweise würde Avery es auf sich beruhen lassen. Da es sich jedoch um ein Erbstück handelt, besucht sie May. Sie fühlt sich zu der Dame hingezogen. Sie stellt fest, dass May gar nicht so dement ist. Die erfolgreiche Anwältin entdeckt ein Foto bei May. Darauf ist ihre Oma zu sehen ….. Mir war von Anfang an klar, dass May ein großes Geheimnis hat, welches mit der Familie Stafford zusammenhängt. Dennoch habe ich viele Überraschungen erlebt. Konnte nicht fassen, was mit den Kindern im Heim passiert ist. Ein Hausboot auf dem Mississippi hatte eine behagliche Atmosphäre verbreitet. Die Familie Foss war arm, aber glücklich. Der Vater hat Geschichten erzählt und Fische gefangen. Die Mutter hat gekocht und sich um die Kinder gekümmert. Die Kinder konnten Freiheit und die Liebe ihrer Eltern genießen. Dann zerstört Georgia Tann alles. Macht eine Familie kaputt. Quält hilflose Kinder und gaukelt der Öffentlichkeit ein gutes Herz vor. Ich kann einfach nicht fassen, über wieviele Jahre hinweg dieses grausame Biest das praktizieren konnte. Es ist kein Geheimnis. Ich liebe Familiengeschichten. “Libellenschwestern” enthält eine wahre Begebenheit. Die Geschichte an sich ist fiktiv. Der Hintergrund real. Sie beginnt mit Avery. Einer taffen Frau, die den Mut hat, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Eine Frau, die dadurch reichlich belohnt wird. Von Averys Eltern konnte ich mir kein genaues Bild machen. Ihre Mutter kam etwas arrogant rüber. Dann geht es weiter mit Riff. Das Mädchen bekommt eine Verantwortung aufgebürdet und zerbricht fast an dieser Last. Vor diesem Mädchen ziehe ich den Hut! Zuletzt bringt May Licht ins Dunkel. Eine Geschichte, die trotz der traurigen Thematik, das Herz aufgehen lässt. Eine Frau, die durch ihren Mut so vieles zum Positiven ändert. Eine Heimleiterin, die den Ruf einer herzensguten Frau hatte und alles hatte. Nur eins nicht: HERZ! Eine Geschichte, die sämtliche Emotionen in mir ausgelöst hat. Ich habe gelacht, hatte feuchte Augen und wurde oftmals sehr sehr wütend. Das Ende empfinde ich positiv. Zumindest wenn man bedenkt, wie vor vielen Jahren die Geschichte ihren Anfang genommen hat. Enttäuscht hat mich, dass nicht jeder an der Wahrheit interessiert war! Herzlichen Dank Lisa Wingale. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt. Die Musik des Alters ist … nun ja, nicht dafür geschaffen, darauf zu tanzen. Sie ist … einsam. (Pos.6149 auf dem Reader) Mutter Queenie hatte die Arcadia immer sehr sauber gehalten. Dieses Zitat hat mir Lächeln in’s Gesicht gezaubert: >>Es muss alles schiffabello sein …. << (Pos. 5578) Menschen treten nicht zufällig in unser Leben. (Pos. 6183)

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»Lisa Wingates ergreifender Roman basiert auf verbrecherischen Adoptionen in den USA bis 1950.« (FÜR SIE) Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt! Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf … Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können ― aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt … Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann … Die Autorin: Lisa Wingate ist Journalistin und Autorin mehrerer preisgekrönter Romane. Was ihr am Schreiben am meisten gefällt ist, dass sie dadurch Menschen näher kennenlernt, reale genauso wie fiktive. Sie lebt in den Ouachita Mountains in Arkansas, USA. Meine Meinung: Dieses Buch ist für mich als Leserin eher untypisch. Ich bin im Thriller und Horrorbereich anzutreffen. Diese Geschichte jedoch hat mich so angesprochen das ich sie lesen wollte. Also habe ich mal wieder zu einem Roman gegriffen und was ich hier geboten bekommen habe hat mich sehr berührt. Das Buch basiert ja auf Fakten und ich finde so macht es eine Geschichte immer noch interessanter. Die Autorin hat einen sehr gefühlvollen und leichten Schreibstil der super zu Thematik passt. Die Charaktere sind mir im Laufe der Geschichte so ans Herz gewachsen und ich hatte schon einen Kloß im Hals als das Buch endete. Eine Geschichte die absolut unter die Haut geht. Sehr gefühlvoll und respektvoll von der Autorin erzählt. Tolle Charaktere und eine Thematik die ich so in einem Buch noch nicht gelesen hatte. Von mir eine klare Empfehlung und ich behalte die Autorin im Auge. Sehr emotionales Buch

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