Leserstimmen zu
Ein ordentlicher Ritt

Irvine Welsh

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"Ein ordentlicher Ritt“ Autor: Irvin Welsh Genre: Mischung aus Roman mit Satirischen Anteilen Verlag: Heyne Inhalt: Juice Terry Lawson ist Taxifahrer aus Edinburgh, sein Markenzeichen sind Schlapperlocks und Korkenzieherlocken. Seine Zeit vertreibt er sich damit sich intensiv um seine weiblichen Fahrgäste zu kümmern, und das er Schlag bei den Frauen hat steht hier nicht zur Frage. Nebenbei bessert er als Lieferfahrer für Drogenhändler sein Gehalt auf oder spielt in Pornostreifen mit. Sein Leben ändert sich, als ein amerikanischer TV-Star ihn als Chauffeur anheuert. Damit aber noch nicht genug, denn außerdem muss Terry ein Auge auf das zwielichtige Etablissement seines Kumpels werfen, wo Jinty, einer seiner Freundinnen anschafft. Diese verschwindet auf mysteriöse Weise und Terry macht sich zusammen mit dem TV-Star auf die Suche nach ihr. Meinung: Der Autor warte mit einer Mischung aus Krimi, Satire und jeder Menge Situationskomik und viel schwarzem Humor auf. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und lässt seine Protagonisten so reden, wie ihnen der Schnabel ebbend gewachsen ist. So kling es an manchen Stellen auch sehr direkt und für manchen Leser vielleicht etwas zu derb und roh. Aber gerade dieses macht das Lesen des Romans so lesenswert und seine Charaktere sympathisch. Die Handlung allgemein ist stellenweise schon sehr bizarr und provokant, so muss man sich darauf einlassen können. Leider ist auch der Schreibstil manchmal nicht einfach, an manchen Stellen liest er sich locker und schnell, dann wiederum folgen Stellen, die etwas abgehackt wirken und nicht ganz so flüssig gelesen werden können. Insgesamt ist dem Autoren ein unterhaltsamer Roman gelungen, der mit viel schwarzen Humor gekennzeichnet ist. Seine Charaktere sind liebenswert, wirken authentisch und man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Fazit: unterhaltsamer Roman, der mit jeder Menge schwarzen Humor aufwartet

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„Ein Intellektueller ist ein Mensch, der etwas Interessanteres als Sex entdeckt hat.“ -Aldous Huxley- Nach einigen weniger beachteten Veröffentlichungen des bissigen immer sehr humorvollen Provokateurs Irvine Welsh begibt er sich mit seinem neusten Roman Ein ordentlicher Ritt erneut in die Bereiche, die er am Besten beherrscht: das zynische skizzieren einer verkommen Gesellschaftsform, hier verkörpert durch den eher unangenehmen Zeitgenossen Juice Terry Lawson. Dieser ist Taxifahrer, Sex-Maniac und Kleinkrimineller, der es mit den gesetzlichen Grundlagen nicht so genau nimmt. Während eines Hurrikans an der schottischen Ostküste verschwindet eine seiner Freundinnen, weshalb sich Terry, unterstützt von dem ihm völlig gegensätzlichen amerikanischen Reality-TV-Star Ronald Checker, aufmacht, sie zu suchen. Der Beginn einer ungewöhnlichen Odyssee… Sprachlich ist der Autor auf seinem gewohnten Niveau. Laut und umgangssprachlich nutzt er seine Worte schonungslos, um ein authentisches Bild Edinburghs zu skizzieren. Erneut gelingt es ihm meisterhaft, unangenehme Charaktere in den Mittelpunkt einer ausgefallenen Geschichte zu stellen. Hier trifft man auf einen sexbesessenen, kriminellen Taxifahrer und einen eher selbstgefälligen amerikanischen TV-Star, die gemeinsam ihren ungewöhnlichen, sehr chaotischen Road Trip durch das stürmische Edinburgh meistern und dabei auf viele außergewöhnliche Figuren treffen. Ein ordentlicher Ritt (Originaltitel: A Decent Ride, 2015) erscheint in einer Übersetzung von Stephan Glietsch als Paperback mit Klappenbroschur bei Heyne Hardcore (448 Seiten, €16,99). Deftig, sozialkritisch, bissig und schwarzhumorig ist Ein ordentlicher Ritt ein Roman, der sich stimmig in das Gesamtwerk des Autors einfügt und dem Leser, der sich nicht an den derben, teilweise vulgären Eskapaden stört, einen unterhaltsamen, ordentlichen Ritt beschert. Christian Funke ,Meinung zur Veröffentlichung: „Ein Intellektueller ist ein Mensch, der etwas Interessanteres als Sex entdeckt hat.“ -Aldous Huxley- Nach einigen weniger beachteten Veröffentlichungen des bissigen immer sehr humorvollen Provokateurs Irvine Welsh begibt er sich mit seinem neusten Roman Ein ordentlicher Ritt erneut in die Bereiche, die er am Besten beherrscht: das zynische skizzieren einer verkommen Gesellschaftsform, hier verkörpert durch den eher unangenehmen Zeitgenossen Juice Terry Lawson. Dieser ist Taxifahrer, Sex-Maniac und Kleinkrimineller, der es mit den gesetzlichen Grundlagen nicht so genau nimmt. Während eines Hurrikans an der schottischen Ostküste verschwindet eine seiner Freundinnen, weshalb sich Terry, unterstützt von dem ihm völlig gegensätzlichen amerikanischen Reality-TV-Star Ronald Checker, aufmacht, sie zu suchen. Der Beginn einer ungewöhnlichen Odyssee… Sprachlich ist der Autor auf seinem gewohnten Niveau. Laut und umgangssprachlich nutzt er seine Worte schonungslos, um ein authentisches Bild Edinburghs zu skizzieren. Erneut gelingt es ihm meisterhaft, unangenehme Charaktere in den Mittelpunkt einer ausgefallenen Geschichte zu stellen. Hier trifft man auf einen sexbesessenen, kriminellen Taxifahrer und einen eher selbstgefälligen amerikanischen TV-Star, die gemeinsam ihren ungewöhnlichen, sehr chaotischen Road Trip durch das stürmische Edinburgh meistern und dabei auf viele außergewöhnliche Figuren treffen. Ein ordentlicher Ritt (Originaltitel: A Decent Ride, 2015) erscheint in einer Übersetzung von Stephan Glietsch als Paperback mit Klappenbroschur bei Heyne Hardcore (448 Seiten, €16,99). Deftig, sozialkritisch, bissig und schwarzhumorig ist Ein ordentlicher Ritt ein Roman, der sich stimmig in das Gesamtwerk des Autors einfügt und dem Leser, der sich nicht an den derben, teilweise vulgären Eskapaden stört, einen unterhaltsamen, ordentlichen Ritt beschert. Christian Funke

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Terry „Juice“ Lawson zählt sicher nicht zu den charmantesten Taxifahrern in Edinburgh. Die anhaltenden Straßenbahnarbeiten nimmt er gern als Ausrede, um mit seinen ahnungslosen Kunden unerhört weite Umwege zu fahren, seine männlichen Kunden schwallt er erbarmungslos in der Hoffnung auf ein sattes Trinkgeld zu, während sich weibliche Kundschaft oft genug mit dem Fahrer zusammen auf dem Rücksitz wiederfindet. Als gelegentlicher Pornodarsteller ist es Terry schließlich gewohnt, sich jedes ihm bietende Loch zu stopfen. Etwas Abwechslung in seinen Alltag bringt der amerikanische Fernsehstar und einflussreiche Baumagnat Ronald Checker, der Geschäftliches in Schottland zu erledigen hat und Terry gern als Stammfahrer engagieren möchte. Allerdings muss er auch für den Puffbesitzer Victor „die Schwuchtel“ Syme ein Auge auf dessen Schuppen werfen, in dem Kelvin nicht gerade pfleglich mit den Mädchen umgeht. Unter ihnen zählt vor allem Jinty, die Freundin von Terrys nicht ganz so hellen, aber umso besser bestückten Stiefbruders Jonty, zur besseren Ware. Doch nach einer Hurrikanwarnung für Schottlands Ostküste und einem Zwischenfall im Pub With No Name verschwindet Jinty spurlos. Und Terry muss auf die Schnelle Golf spielen lernen, weil Terry mit einem dänischen Investor um eine seltene Whisky-Flasche ein Doppel angesetzt hat, und sich um seine zwei unehelichen Söhne kümmern. Daneben muss aber eben auch immer Zeit für einen ordentlichen Fick sein. „Nix gegen einen Fick auf der Rückbank vom Taxi, doch ne schöne Luxussuite is natürlich unschlagbar. Eins habe ich über die Jahre gelernt: Wenn das Schicksal dich wien Pferd bestückt hat, dann musste das verdammt noch mal auch ausnutzen. Und wenns dich außerdem mit ner Zunge so lang wien Schal von Doctor Who beschenkt hat, dann sollteste auch die einsetzen.“ (S. 111) Als Autor des erfolgreich von Danny Boyle verfilmten Romans „Trainspotting“ ist der in Schottland geborene und mittlerweile in Chicago lebende Irvine Welsh weltberühmt geworden und hat sich seitdem mit Romanen wie „Drecksau“ und „Porno“ als lautstarke Stimme der Undergroundliteratur etabliert. Mit „Ein ordentlicher Ritt“ beweist Welsh einmal mehr, dass er ein unnachahmliches Gespür für ausgefallene, um nicht zu sagen eigentlich unsympathische Figuren besitzt, die er jeweils überwiegend als Ich-Erzähler auftreten lässt und dabei auch ihren zunächst gewöhnungsbedürftigen Sprachduktus übernimmt. Besonders interessant gestaltet sich die ungewöhnliche Kombination des ständig herumvögelnden Taxifahrers, Pornodarstellers und Kleinkriminellen Terry Juice und dem selbstgefälligen Ami-Promi, die zu besseren Freunden werden, als man zunächst annehmen dürfte. Die Story entwickelt sich dabei so rasend schnell wie ein wilder Ritt mit Terrys Taxi durch Edinburgh und bringt eine ganze Handvoll interessanter Charaktere zutage, so den ebenfalls als Ich-Erzähler auftretenden Jonty, der als Maler sein Geld verdient und naiverweise davon ausgeht, dass seine hübsche Freundin Jinty als Putzfrau ihren Teil zum gemeinsamen Lebensunterhalt beisteuert. Wie der Autor den ungewöhnlichen Hurrikan, Terrys Umgang mit seinen familiären Verhältnissen und den unzähligen Frauen in seinem Leben, die Tücken der Jagd nach der begehrten Whisky-Flasche und die Ermittlungen im Fall der verschwundenen Jinty miteinander verknüpft, ist schon virtuos und extrem unterhaltsam, aber eben nichts für zartbesaitete Gemüter. Wer sich nicht an den ausufernden Sex-Episoden und dem rohen Sprachstil stört, wird mit einem mehr als nur ordentlichen Ritt belohnt.

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