Leserstimmen zu
Das Lange Utopia

Terry Pratchett, Stephen Baxter

Lange Erde (4)

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Tolle Fortsetzung

Von: JK

03.01.2019

Lobsang, die künstlichen Intelligenz, die über Jahrzehnte die Lange Erde erforscht hat und bei vielen Unternehmungen der Menschheit die Fäden gezogen hat, erlebte einen Schock, als ihn die Next, die superintelligenten Nachfahren der Menschen nicht als einen der ihren aufnehmen wollten. Um sich davon zu erholen und das Leben aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten, täuscht er seinen Tod vor und zieht mit Agnes und einem adoptierten Jungen namens Ben in eine entlegene Kolonie. In New Springfield wollen die beiden künstlichen Wesen als Farmer leben, Ben großziehen und das Altern simulieren. Sie tun alles, um sich der kleinen Bevölkerungsgruppe anzupassen und nicht aufzufallen. Doch mit dieser Kopie der Erde stimmt etwas nicht. Agnes hat Probleme mit dem Schlafen und das Gefühl, dass der Tag immer kürzer wird. Außerdem sind immer wieder Lichterscheinungen auf dem Mond zu erspähen. Lobsang beschließt, dass er erneut Joshuas Hilfe benötigt. Dieser ist gar nicht mal überrascht, dass Lobsang nicht wirklich tot ist. Nelson, ein gemeinsamer Freund von Lobsang und Joshua, hat sich unterdessen auf der Datum Erde auf Spurensuche begeben, um Joshuas Vater aufzuspüren. Joshua, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, ist ihm nie begegnet und Nelson, der Rätsel liebt, möchte ihm damit eine Freude zum 50. Geburtstag machen. Seine Suche führt ihn jedoch weiter zurück in die Vergangenheit als zunächst erwartet. Er stößt dabei auf eine Gruppe von Steppern, die sich schon vor über 200 Jahren zusammengefunden hat. Damals hatte einer von ihnen noble Ziele und wollte die Stepper zu einer geheimen Elitetruppe für das englische Königshaus machen. Die Next haben sich nicht vollständig aus den menschlichen Kolonien zurückgezogen. Sie sind immer auf der Suche nach neuen Kandidaten. In Stan Berg glauben sie einen solchen gefunden zu haben. Stan lebt in Miami West 4 auf der Baustelle des ersten Weltraumaufzugs und ist viel zu intelligent für seine Mitmenschen, was ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Die Next sprechen ihn, seine Mutter und seinen besten Freund Rocky an und schlagen ihm vor, sich die zurückgezogene Gemeinschaft, die sich die Next in den letzten Jahren aufgebaut haben, anzuschauen. Dann werde er sich sicher dafür entscheiden, zukünftig bei ihnen zu leben. Doch Stan ist gar nicht davon überzeugt, dass die Next wirklich eine Utopie erschaffen haben. In Das Lange Utopia befassen sich Terry Pratchett und Stephen Baxter mit der zukünftigen Entwicklung der Menschheit und der Next und wie diese sich wieder vermischen. Das Buch erzählt viele Geschichten zugleich und es dauert wieder einmal sehr lange, bis sich die Haupthandlung in den Vordergrund schiebt. Wieder ist etwas Zeit vergangen und viele der Nebenfiguren aus den bisherigen Bänden der Long Earth-Reihe tauchen in neuen Rollen auf. Im Roman werden einige sehr interessante neue Aspekte der Langen Erde geschildert und auch der Ausflug in die Familiengeschichte von Joshua ist faszinierend.

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