Leserstimmen zu
Sturm

Uwe Laub

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Wetter beeinflussen – Wetter als Kriegswaffe, von Menschenhand gesteuert. Ein genialer Plot, der als Thema die Klimaentwicklung und deren Einfluss durch den Menschen aufnimmt. Was könnte besser in diesen Sommer passen? Hurrikan, Überschwemmung, Hitze, Blizzards - eine Kriegsführung, die Länder in den Ruin treibt, nicht nachweisbar. Entität der Naturgewalt als Nachschöpfung der Welt, ein Patchwork von Modulen, benutzt zu optimieren, zu zerstören, das man nie ganz in den Griff bekommt. Weiter: https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/sturm-von-uwe-laub-rezension.html

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Spannendes Thema

Von: Mella

22.07.2018

Meine Meinung: Der Klappentext hört sich nach einer schockierenden und spannenden Geschichte an und wir bekommen so viel mehr. In diesem Buch geht es vor allem um das Wetter. Überall auf der Welt passieren unglaubige Ereignisse, von richtig schlimmen Schneestürmen bis zu Hageltürmen, wobei die Hagelkörner unermesslich groß sind und viele andere. Aber natürlich haben wir auch einige wichtige Charaktere in dieser Geschichte, unter anderem Laura. Als ich das Buch angefangen habe, war ich sofort gefesselt. Es passiert gleich zu Anfang spannende Szenen und man fiebert einfach nur mit. Auch im weiteren Verlauf haben wir immer wieder üble Wetterphänomene. Man merkt dem Autor an, dass er hier viel Recherche betrieben hat um alles gut und präzise darzustellen. Vor allem aber fand ich es unglaublich interessant, wie das alles so zustande gekommen ist, wer wirklich der Feind ist. Ich habe bei diesem Thema einfach unglaubliche Gänsehaut bekommen aber auch Angst. Es ist erschreckend, was passiert, wenn solche Dinge in die Hände der falschen Leute gerät. Nicht auszumalen, was noch so passieren würde. Der Verlauf der Geschichte sowie die Spannung, der Nervenkitzel, wie auch die Hintergrundrecherche fand ich sehr gelungen. Allerdings hatte ich manchmal mit Laura, die Mutter ist, so meine Probleme. Die Mutterrolle hat mich manchmal etwas gestört, weil sie diese eigentlich kaum ausgefüllt hat. Ansonsten finde ich es ein absolut grandios Buch. Fazit: Eine Welt, die durch das Wetter in Chaos stürtzt und Feinde mit denen man nicht rechnet. Hier kommt der Nervenkitzel sowie die Spannung nicht zu kurz.

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Das Wetter – es gibt kaum ein anderes Thema über das alle schimpfen und sich doch keiner einig wird. Zu kalt, zu warm, zu schwül, zu trocken, zu windig…zum Glück kann es keiner ändern. Kann keiner? Irrtum! Dank des Autors Uwe Laub bin ich eines besseren belehrt worden und das durch einen Thriller. Soll ja keiner sagen Lesen bildet nicht. Jetzt aber mal im Ernst. Das Buch startet rasant mit unheilvollen Wetterkapriolen, die in einer Katastrophe enden und dermaßen gut beschrieben sind, dass es mich unwillkürlich fröstelte. Alle starrten nach oben. (S. 11) Daniel Bender, einst erfolgreich in der Showbranche, schlägt sich mit seinem Jet-Stream-Weather-Channel durchs Leben und ist in Sachen Wetter immer up to date. So erlebt er einen Mördertornado im Berliner Fußballstadion live und in Farbe mit. Zusammen mit seinem Freund Leif landet er eher zufällig im Gebäude der Andra AG. Dort trifft er auf die dort arbeitende Laura. Allen drei ist klar, dass diese Wetterphänomene nicht normal sind und spätestens als ihnen ein Killer auf den Fersen ist, wird ihnen bewusst dass hier sehr mächtige und einflussreiche Menschen am Werk sind. Was stürmisch beginnt, entwickelt sich mit jedem weiteren Kapitel zu einem ausgemachten Tornado. Der Autor hat da richtig was zusammen gebraut und bringt mit Hintergrundwissen viele Informationen und Erklärungen zu den Wettermachern. Dabei fühlt man sich dennoch nicht wie in einem erklärenden Sachbuch. Alles ist in die Story, die Dialoge und die Verhaltensweisen der Charaktere eingebunden. Was für eine Menge an Recherchen müssen dafür nötig gewesen sein? Die Genre-Zuordnung Thriller passt sehr gut, wobei ich selbst die Bezeichnung Öko-Thriller noch mehr in den Vordergrund rücken würde. Das Wetter geht uns schließlich alle an und spielt auf der ganzen Welt eine tragende Rolle. Da läuft etwas im Hintergrund ab, von dem wir nichts wissen. (S. 193) So schnell wie sich das Wetter ändern kann, bleibt die Qualität im Buch gleichbleibend auf hohem Niveau. Sehr viel Spannung, was auch an den verschiedenen Orten und Charakteren liegt. Man will es einfach wissen, die Sache mit den Chinesen und was sich da für ein Drama in Amerika abspielt. Daniel und Lauras Rolle in der Story ist von Anfang an festgelegt. Sie sollen die Welt retten oder zumindest die aufhalten die dabei sind sie zu zerstören. Insgesamt 57 Kapitel beherbergt das Buch. Darinnen ein paar gute, ein paar böse und solche die richtig übel sind. Es gibt Regen und Sonnenschein, Hagel und Sturm. Es wird rasant und stellenweise wieder ganz ruhig, quasi die Ruhe vor dem Sturm (haha, ich liebe diese Wortspiele). Auf jeden Fall wurde ich bestens unterhalten und durch den angenehmen, flüssigen Stil bin ich in einem wahnsinnigen Tempo durch das Buch geflogen. Denn wer ins Feuer bläst, dem fliegen leicht Funken in die Augen. (S. 312) Im Buch gibt es dennoch eine Sache die mich störte. Die Vita von Laura war mir zu unglaubwürdig. Dabei spiele ich direkt auf ihren Sohn an. Der kleine Kerl hat zwar besonders zum Ende hin eine wichtige Rolle und bringt Lauras Reaktionen erst zum Vorschein, aber besonders in den anfänglichen Sequenzen konnte ich ihr Verhalten ihm gegenüber nicht nachvollziehen. Vielleicht sehen oder empfinden andere Leser*innen das anders, mir kam diese vernachlässigte Mutterrolle aber zu unglaubwürdig rüber. Das Buch bietet neben der bereits erwähnten Spannung auch einiges an Action. Die Charaktere haben genug Tiefe die sie lebendig werden lässt – ich fand diesen Bishop ja klasse dargestellt. Auch so mancher Blick in Richtung Politik und die Vorherrschaft diverser Staaten und Länder bei der Manipulation des Wetters lassen einen doch tatsächlich nachdenklich zurück und spätestens nach dem Buch, schaut man sich die Wolken am Himmel aus einem anderen Blickwinkel an. „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ – also lasst die Finger von unserem Wetter! Rezension verfasst von © Kerstin

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Darum geht's: Wetterextreme gibt es ja immer mal. Aber in letzter Zeit häufen sie sich in verschiedenen Teilen der Erde. Wettermann Daniel wird im Berliner Olympiastadion Zeuge, wie ein Tornado große Schäden anrichtet. Und die Sekretärin Laura muss mit ansehen, wie Besucher eines Stadtfestes bei Hannover von faustgroßen Hagelkörnern getroffen werden, darunter auch ihr Sohn Robin. Während alle an zufällige Wetterkapriolen glauben, hat Daniel eine schreckliche Befürchtung. Und Lauras Chef taucht nach einer Geschäftsreise nach China nicht wieder im Büro auf. So fand ich's: Das Buch startet mit einer Serie von extremen Wetterlagen, die nicht nur sachlich geschildert werden, sondern man erlebt sie jeweils aus der Sicht eines einzelnen Betroffenen, die alle überrascht und schockiert sind, hautnah mit. Schon alleine diese Berichte haben ausgereicht, um mich zu packen. Es dauert nicht lange, bis man erkennt, dass keine Zufälle hinter diesen Phänomenen stecken, sondern kriminelle Machenschaften. Und spätestens als Daniel und Laura mittendrin stecken, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Ich mag es sehr, wenn ein Buch Realität und Fiktion so vermischt, dass man das Gefühl bekommt, es fehlt nur ein winziger Schritt von dem, wie es tatsächlich ist, bis zu dem Szenario im Buch. Und genau das passiert hier. Ich hatte das Gefühl, der Autor hat gut und gründlich recherchiert und nur ein bisschen seine Fantasie spielen lassen, wie es in den nächsten Jahren weiter gehen könnte, wenn ... - und vielleicht hat er den Nagel damit genau auf den Kopf getroffen. Man bekommt technische und meteorologische Erklärungen geliefert, die nicht allzu theoretisch und immer gut verständlich sind, die sich für mich auch sehr glaubwürdig und umsetzbar angehört haben. Wer mehr zu den wissenschaftlichen Hintergründen erfahren möchte, kann sich auf der Homepage des Autors, die ich unten bei den Buchinfos mit verlinkt habe, weiter informieren. An dramatischen Szenen und Action fehlt es hier auch nicht, die Spannung war von Anfang an da und ließ die ganze Zeit über nicht nach. Der eingängige und mitreißende Schreibstil hat ebenfalls dafür gesorgt, dass man nur so über die Seiten fliegt. Bei Wissenschaftsthrillern bin ich dicke Wälzer a la "Blackout" von Marc Elsberg oder "Der Schwarm" von Frank Schätzing gewöhnt. Da "Sturm" nur etwa halb so dick ist wie beispielsweise diese beiden Bücher, steigt man weder so detailiert ins meteorologische Thema ein noch sind die Wendungen des Haupt-Handlungsstranges so komplex oder vielschichtig wie dort. Die 400 Seiten hatte ich in kürzester Zeit verschlungen. Wie die Handlung zwischen Naturwissenschaft und Thriller-Elementen aufgeteilt war, hat mir sehr gut gefallen und einen ordentlichen Lesesog erzeugt. Mit Daniel und Laura gibt es zwei durchaus sympathische Hauptpersonen, doch das Buch wird nicht von den Personen getragen, sondern von dem Szenario, dem Wettlauf gegen die Zeit, dem Kampf gegen die Bösewichte und dem, was eine entfesselte Natur anrichten kann. Normalerweise lege ich keinen großen Wert auf Buchcover, doch dieses hier hat in seiner Schlichtheit genau auf den Punkt getroffen und gefällt mir ausgesprochen gut. Wer Wissenschaftsthriller und Katastrophenszenarien gerne liest, der wird an diesem Pageturner genauso viel spannende Lesefreude haben wie ich.

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Ganz ehrlich? Ich liebes es wenn die Welt aus den Fugen gerät und man bestaunen kann wie sich die Natur gegen uns stellen kann. Natürlich nur als Buch oder Film, aber spannend ist es immer wieder. Genau aus diesem Grund entschied ich mich für dieses Buch. Ich wollte wieder einmal erleben wie wir Menschen versuchen die Welt nach unseren Wünschen zu gestalten, nur um dann zu merken das es nicht immer so läuft wie man es sich vorstellt. Also dann, stellen wir uns der Wetterfront. Wenn nicht einmal mehr dem Wetter zu trauen ist. Nach dem ich dieses Buch beendet hatte, hatte ich immer noch eine leichte Gänsehaut. Kein Wunder, erlas ich doch Dinge, die nicht für möglich gehalten hätte. Traute ich dem Wetter bisher, so kamen mir nun ernsthafte Zweifel daran. Erleben wir derzeit das Wetter das uns die Natur gab oder ist es von fester Hand geplant? Eine leicht gruselige Frage, ohne Antwort. Nicht nur ein Buch aus dem Horror-Genre kann dafür sorgen das wir uns fürchten, denn selbst ein gut geschriebener Thriller schafft dies mühelos. So erging es mir zumindest mit "Sturm", welches mir vor Augen hielt, was für Unmöglichkeiten mittlerweile möglich waren. Wir erleben aus der Sicht mehrerer Personen wie der Umgang mit der Manipulation des Wetters auf der Welt von statten geht. Dabei schrecken die Länder nicht vor Toten zurück und hinterlassen oftmals völlig veränderte Orte. Eis schmilzt, Seen verdampfen und Regengüssen überfluten ganze Landschaften für Tage. Doch einen Feind sehen sie zu spät und er ist schlimmer als alles bereits da gewesene. Wie schon oben beschrieben, war beim Lesen die Gänsehaut mein ständiger Begleiter. Nicht allein die Thematik schockierte mich dabei sondern auch wie detailliert und leidenschaftlich man an das Ganze heran ging. Man merkte einfach das der Autor, sehr viel Mühe und Zeit in seine Recherchen gesetzt hatte, nur um ein gerade zu klares Bild in den Köpfen der Leser zu erzeugen. Dabei vermittelt er Wissen, welches auch noch einen AHA-Effekt besitzt. Das einzige Manko waren die viele fremden Begriffe aus dem Bereich der Meteorologie, welche bei mir oftmals für Verwirrung sorgten. Ich konnte mit vielen Formulierungen sehr wenig anfangen und konnte sie daher nur überlesen. Hier hätte ich mir am Ende ein Glossar gewünscht, in dem diese erklärt worden wären. So hätte ich vielleicht ehr verstanden wie sich gewisse Wetterphänomene bilden. Neben dem Hauptthema "Wettermanipulation", erlebten wir so einige Leidenswege der Charaktere im Buch. Zum einen wäre da Laura, welche als Teenager schwanger wurde und seitdem alles tut, damit es ihr und ihrem Sohn Robin gut geht. Sie ahnt nicht dass das Unternehmen in dem sie arbeitet, mit für die Vorfälle auf der Welt verantwortlich ist. Sie erfährt dabei mehr als gut für sie ist. Daniel und Leif sind Freunde. Daniel war Meteorologe im TV und musste diesen Posten wegen einer Unstimmigkeit räumen. Seitdem führt er seinen eigenen Channel bei Youtube. Sein Wissen über das Wetter und die Vorgänge darin, ist erstaunlich und verblüffte mich zusehendes. Über Leif erfahren wir leider nur wenig, aber ein interessanter Charakter war er trotzdem, da er mit seiner Kaltschnäuzigkeit immer etwas über das Ziel hinaus schoss, dabei aber über Internetkenntnisse verfügte, die zumindest mich tief beeindruckten. Natürlich gibt es noch viele Personen, Firmen und Gesellschaften, die im Buch vorkommen, aber diese zu nennen, würde die Spannung der Handlung auf jeden Fall minimieren. Gesamt war das Spiel der Figuren sehr angenehm und man erfreute sich an Dialogen und Handlungen. Gerade bei Laura, spielten die Emotionen hin und wieder verrückt, da man diese junge Mutter einfach nur mögen konnte und man einfach nix böses für sie wollte. Neben dem Mitleid für einige Personen, lernte man aber auch einige Personen einfach zu hassen. Man mochte sie nicht weil sie Dinge aus unverständlichen oder nichtigen Gründen taten. Allerdings waren die Charaktere dafür sehr gut in der Geschichte untergebracht, so das sie wieder rum für eine gewisse Harmonie sorgten. Schlicht, aber trotzdem ein Lichtpunkt. Der schwarze Hintergrund ist schlicht aber der perfekte Untergrund für den Namen des Autors und des Buchtitels. Besonders der Buchtitel sorgte mit seiner Darstellung für die nötige Neugier. Denn statt einer waagerechten, entschied man sich für eine senkrechte Schreibweise. Doch nicht nur das macht das Buch anders, denn der Buchtitel steckt in einem blauen Hurricane, was einfach nur grandios zum Inhalt des Buches passt. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, werde ich wohl mehr auf das Wetter achten. Eine spannende Handlung mit gut durchdachten Charakteren, bei der nur die schiere Masse an Fremdworten ein wenig an der Spannung kratzt. Ansonsten sehr lesenswert.

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Sturm

Von: Manuela Hahn

12.03.2018

Inhalt: Weltweit spielt das Wetter verrückt. In Australien verschwindet ein kompletter See, in Russland taut innerhalb weniger Stunden der Permafrostboden auf und eine ganz Stadt wird zerstört, in Deutschland zerstört ein Wirbelsturm das Olympiastadion und ein Wintereinbruch Ende September stürzt das Land ins Chaos. Der Metereologe Daniel und die Sekretärin Laura finden heraus das diese Wetterphänomene keine Launen der Natur sind, sondern von Menschen gemacht und Laura hat von ihrem Chef den Schlüssel in die Hand bekommen, mit dem das ganze aufzuhalten ist. Ihr Chef hat Insiderwissen an eine Chinesische Firma verkauft und diese lässt einen Tornado ungeahnten Ausmaßes auf die USA zurasen, was die CIA auf den Plan ruft.Während Laura ins Visier der Chinesischen Firma gerät, die einen Auftragskiller auf sie ansetzt. Meine Meinung: Das Buch beginnt mehr als spannend, ein Sturm aus heiterem Himmel, auftauende Permafrostböden, verschwundene Seen und damit verknüpft die Schicksale der Menschen, das bietet Stoff für atemlose Lesestunden und die hatte ich teilweise auch. Nur für meinen Geschmack hat der Autor zu viele Erklärungen eingefügt, ich hatte das Gefühl das er immer und immer wieder das selbe erklärte, wobei dem sicher nicht so wahr und ich dem Autor damit Unrecht tue, aber es gab Passagen bei denen ich mich gelangweilt habe. Das Thema ist brisant und beim Lesen fragte ich mich unweigerlich ob alle Wetterkapriolen natürlichen Ursprungs sind oder ob der Mensch in der Lage ist das Wetter so weit zu kontrollieren, dass es außer Kontrolle geraten könnte. Dieser Satz ist nur auf den ersten Blick unlogisch. Es gibt Dinge von denen sollte man, trotz aller Möglichkeiten die Finger lassen, da die Folgen nicht abzusehen sind. Nur ist das Wunschdenken, denn sobald die technischen Möglichkeiten da sind, wird es Menschen und Nationen geben die sie um jeden Preis nutzen wollen. Mein Fazit: Für Leser die wissenschaftliche Erklärungen lieben, ist es zu 100% Empfehlenswert.

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Sturm

Von: angeltearz liest

02.03.2018

Ich bin ein absoluter Fan von allem was mit dem Wetter zu tun hat. Ob es Filme sind oder Bücher, die auf der Grundlage von Wetter-Katastrophen bestehen. Deswegen konnte ich einfach nicht anders, als dieses Buch lesen. Der Klappentext hörte sich nämlich direkt nach einem Buch für mich an. Zum Inhalt braucht man eigentlich auch nicht mehr zu sagen, außer dass es sich noch in eine andere Richtung entwickelt. Ich bin mit dieser Wendung ziemlich überrascht worden. Denn mit dem “Feind” ist im Prinzip nicht das Wetter gemeint. Wer genau, musst du aber selber lesen. Dennoch ist die Wendung unheimlich spannend, aber auch beängstigend zu gleich. Es gibt immer wieder Verschwörungstheorien, aber auch schon wissenschaftliche Bestätigungen. Obwohl das Buch zum größten Teil Fiktion ist, finde ich es unglaublich schade, dass der Autor sich diesen Verschwörungstheorien bedient. Ich finde, dass das Buch das nicht nötig gehabt hätte. Mir hat es auf jeden Fall ein Augenrollen entlockt. Es ist dieser Mix aus “Es könnte ja sein” und “Fiktion”, der bei mir ein merkwürdiges Gefühl auslöst. Einerseits ganz interessant, aber andererseits ein “Muss das sein?”. Dafür ist es wissenschaftlich wahnsinnig interessant. Dafür finde ich die Szenarien der einzelnen Katastrophen gut durchdacht und detailliert beschrieben. Es ist wirklich richtig gruselig zu lesen, was passieren könnte. Ich habe jede einzelne Szene abgekauft und im Kopf miterlebt. Der Schreibstil des Autors gefällt mir auch wahnsinnig gut. Er hat mich auf den ersten Seiten eingefangen und nicht mehr losgelassen. Es kristallisieren sich im Laufe des Buches Charaktere raus, die bis zum Ende bleiben und praktisch das Buch durchleben. Zu Beginn des Buches wird zwischen mehreren Ländern und Charakteren gesprungen, so dass ich leicht den Überblick verloren hatte. Die einzelnen Kapitel wechselten mit den Ländern recht schnell, aber das legte sich nach und nach. Je mehr die einzelnen Geschichten zusammen liefen, umso einfacher war es dann auch. Die Charaktere waren okay. Es waren jetzt leider keine, die sich in den Kopf brennen und die man wiederlesen mag, aber das finde ich in diesem Buch zweitrangig. Ich möchte eine dicke Empfehlung aussprechen für alle Leser, die auch gerne Wetter-Katastrophen lesen mögen. Aber Achtung, es gibt eine Kindesentführung in dem Buch. Wer so etwas nicht lesen mag: Finger weg! Das Cover: Ich mag das Cover unheimlich gerne. Es sind nur wenig Farben, aber die harmonieren so wunderschön miteinander. Fazit: Sehr spannend geschrieben und die Katastrophen-Szenarien sind wirklich gut durchdacht. Allerdings gefallen mir die Erwähnung von Verschwörungstheorien nicht gut. Das hätte das Buch nicht nötig gehabt.

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Überall auf der Welt kommt es plötzlich zu Wetterphänomenen, die niemand erwartet hat. In Australien verschwindet über Nacht ein See, während in Russland plötzliche Temperaturanstiege den Boden auftauen lassen, was dazu führt, dass eine ganze Stadt zerstört wird. Die USA sehen sich einem unberechenbaren Wirbelsturm gegenüber und auch Teile Deutschlands versinken im Chaos durch Schneestürme und Tornados. Mit jedem Kapitel springen wir an einen anderen Ort und erfahren so die immensen Zerstörungen, die die Naturkatastrophen jeweils hinterlassen. Manche Charaktere lernen wir so nur kurz kennen, andere hingegen begleiten uns über das ganze Buch hinweg. So zum Beispiel Laura, die zusammen mit ihrem Sohn in Hannover in einen gewaltigen Hagelsturm gerät. Obwohl wir manche Charaktere länger begleiten und auch etwas besser kennen lernen, blieb meine Bindung zu ihnen doch eher oberflächlich. „Sturm“ ist ein Wissenschaftsthriller, der mich eher durch seine Bildgewalt überzeugen konnte, denn der Autor versteht es sehr gut durch seine Sprache ein richtiges Kopfkino entstehen zu lassen. Auch allgemein erinnert mich das Buch an diverse Katastrophenfilme, und ich könnte mir die Story prima als Film vorstellen. Das Buch enthält außerdem einiges an Action-Szenen, denn unsere beiden Hauptprotagonisten kommen einem großen Komplott auf die Spur und geraten so natürlich schnell ins Fadenkreuz der bösen Gegenfraktion. Die Grundidee des Buches finde ich wirklich sehr interessant und die Story hat mich auch inspiriert mich im Nachhinein ein bisschen über das Thema zu informieren. Das Thema ist natürlich sehr weitläufig, doch Uwe Laub hat es geschafft einen thematisch interessanten, gut recherchierten und auch actiongeladenen Thriller zu schreiben. Der besondere Kick kommt hierbei vor allem dadurch, dass Uwe Laub sich hier zwar eine fiktive Geschichte ausgedacht hat, das Thema der Wettermanipulation jedoch sehr real ist. Auch die politischen Verstrickungen, die hier (hoffentlich) überspitzt dargestellt wurden, hat Laub sehr gut einfließen lassen. Generell glaube ich, dass man das Genre selbst schon mögen muss, denn ich kenne viele Menschen, die allgemein keine Thriller mögen, die Richtung Wissenschaft oder Umwelt gehen. Ich selbst mag sowohl Bücher als auch Filme mit so einem Thema sehr gerne. Das Szenario, das erschaffen wurde, war zugleich interessant als auch angsteinflößend, so dass ich in nur wenigen Stunden durch das Buch gerast bin. Für Genrefans eine klare Empfehlung!

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