Leserstimmen zu
Bartimäus

Jonathan Stroud

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Der zweite Teil der Saga um Bartimäus, dem schlauen und witzigen Dschinn! Der Krieg zwischen den Zauberern und den Gewöhnlichen steht kurz bevor. Als dann auch noch ein Golem auftaucht, sind beide Seiten ratlos und die Zerstörung beginnt. Aber wer hat den Golem beschworen? Nathanael sieht die Verfolgung und Ermittlung als ein Sprungbrett für seine Karriere an aber er steckt fest! Da bleibt nur noch Bartimäus, der helfen kann, aber ist das die Lösung? Ein tolles und spannendes Abenteuer mit wirklich viel Witz und immer einem kleinen Augenzwinkern.

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Rezension: Der zweite Band knüpft nicht direkt an den ersten an, sondern spielt ganze vier Jahre später. In dieser Zeit hat sich Nathanaels Welt um hundertachtzig Grad gedreht. Endlich kann er das lernen, was er schon so lange wollte. Doch durch diese Veränderung hat sich auch Nathanaels Charakter gewandelt. Er ist von dem jungen entschlossenen Zauberlehrling zu einem arroganten und überheblichen Schnösel geworden. Eine Veränderung, die weder mir noch Bartimäus gefällt, der tatsächlich, wie könnte es anders sein, wieder von besagtem Zauberer beschworen wird. Nathanael ist mir deswegen im zweiten Band unsympatischer, einige seiner Worte und Handlungen hätte er früher nie getan, doch jetzt hat er die Skrupellosigkeit der Zauberer aufgenommen und geht mit kaltem Herzen durch die Welt. Ab und zu lässt sich ein Funken von Wärme in ihm blicken und dafür bin ich dankbar. Das gibt mir und auch Barti die Hoffnung das er nicht ganz verloren ist. Lesefluss: Nathanaels Kapitel lassen sich trotzdem ungehindert lesen und in Bartis Kapitel gibt es immernoch unsere geliebten Fußnoten, wobei diese ehrlich gesagt etwas schwächer als die im ersten Band waren. Trotzdem lassen auch sie uns wieder beim lesen grinsen. Das ganze Buch zieht sich allerdings dahin. Den ersten Teil konnte ich ungehindert in drei Tagen lesen, für diesen brauchte ich wesentlich länger. Bis Nathanael Bartimäus erst einmal herbeiruft dauert es schon eine gefühlte Ewigkeit. Neu sind die Kapitel aus einer dritten Sicht, die von Kitty. Ihr sind wir bereits im ersten Band begegnet, sie gehört zu der Widerstandsbewegung und ist somit eine Feindin Nathanaels. Es freut mich, dass keine dämliche Liebesgeschichte auftaucht (soviel sei verraten), das wäre weit zu Klischeehaft und würde auch nicht zu Strouds Stil passen. So haben wir nun die Sicht eines Dämons, eines Zauberers und einer (fast) Gewöhnlichen, was uns mehr Verständnis und Blicke in die Welt gibt. Leider trugen Kittys Kapitel zum Dahinstrecken des Buches bei. Ihre Kapitel, in denen erstmal eine Ewigkeit über ihre Vergangenheit erzählt wird, sind zum einschlafen. Eine kurzer knapper Rückblick über ein Kapitel hätte gereicht. Lohnt es sich weiter zu lesen? Trotz der Schwächen, die der zweite Band im Gegenzug zum ersten hat, würde ich euch, falls euch der erste Band auch sehr gut gefallen hat, raten auch diesen Teil zu lesen. Barti ist unverändert und die Welt, in die uns Jonathan Stroud entführt, begeistert mich. Außerdem kann man es nicht lassen, mal will doch einfach mehr von Bartimäus lesen. Wenn du den ersten Band eher so okay fandest, solltest du es lieber lassen. Ich blicke voll Hoffnung auf den dritten Teil, da ich vor allem auf Nathanaels weitere Charakterentwicklung und Kittys weiterleben gespannt bin. Außerdem habe ich so eine leise Ahnung, wer der eigentliche Strippenzieher hinter all dem ist. Und natürlich will ich ein Wiedersehen mit unserem Barti.

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Meinung: Es ist nun doch schon wieder viel zu lang her, dass ich den ersten Band gelesen habe. Zwar war die grobe Erinnerung noch da, aber die Feinheiten haben die Zeit leider nicht überdauert. Dementsprechend hatte ich mir erhofft, mit einem spannenden Anfang sofort wieder in die Geschichte katapultiert zu werden, aber genau das Gegenteil war der Fall. Die ersten 150 Seiten haben sich echt gezogen und ich war schon kurz davor das Buch zur Seite zu legen. Denn irgendwie gibt es ziemlich viel Geschwafel und es dauert ewig bis die Geschichte wirklich in Gang kommt, aber dann habe ich es nicht eine Sekunde lang bereut, doch weiter gelesen zu haben. Nathanael hat sich in den letzten beiden Jahren die seit dem ersten Band vergangen sind durchaus weiter entwickelt, aber keineswegs zum Positiven. Er ist nun ziemlich weit oben an der Spitze der Macht und will immer weiter und ist dafür auch bereit über Leichen zu gehen. Da aber ab und an doch noch sein Gewissen hervortritt, habe ich ja die Hoffnung für ihn noch nicht ganz aufgegeben. Dieses Mal erfährt man endlich mehr über die Welt in der die Geschichte spielt und zwar auch, wie das Leben für die Gewöhnlichen so abläuft und dies ist teilweise ziemlich erschreckend. Die Widerstandskämpferin Kitty ist dabei eine ziemlich interessante Figur, die den Leser gut auf die andere Seite der Medaille mitnimmt und ganz gegensätzliche Einblicke zu Nathanaels Sicht der Dinge gewährt. Last but not least bleibt natürlich noch Bartimäus. Ich weiß noch, dass ich ihn im ersten Band durchaus beeindruckend und lustig, aber dennoch ein bisschen hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibend fand. Diesen Eindruck hatte ich im zweiten Band überhaupt nicht mehr. Ich habe mich über seine Art und seine spritzig-frechen Kommentare mehr als einmal kaputtgelacht und seine Sicht der Dinge war es auch, die dafür gesorgt hat, dass ich nach dem langweiligen Beginn überhaupt weiter gelesen habe. Ich finde seinen Charakter immer noch höchst interessant und extrem gut erarbeitet. Der Schreibstil ist wieder sehr leicht lesbar, durch Bartimäus Schlagfertigkeit extrem humorvoll und eher auf junge Leser ausgerichtet. Dennoch sorgt vor allem der Mix aus Humor, tollen Charakteren und einer interessanten Handlung auch bei älteren Lesern für tolle Unterhaltung. Es gibt auch dieses Mal wieder ergänzende Kommentare von Bartimäus in Fußnoten die anfangs den Lesefluss etwas unterbrechen, aber ich habe mich schnell wieder daran gewöhnt und fand dieses Mal die Anzahl auch viel angemessener als im vorherigen Teil. Fazit: Abgesehen von den ersten 150 Seiten eine sehr lesenswerte Fortsetzung der Bartimäus-Reihe. Die Charaktere sind wieder extrem gut erarbeitet und nun erfährt man auch endlich etwas mehr über die Welt an sich. Zusätzlich gibt es eine stimmige und recht spannende Handlung und Lachanfälle sind garantiert. Deshalb gibt es von mir auch dieses Mal wieder solide 4 Sterne.

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Erste Sätze Bei Sonnenuntergang entzündeten die Feinde eines nach dem anderen ihre Lagerfeuer und es waren so viele wie noch in keiner Nacht zuvor. Die Lichter funkelten wie glühende Edelsteine in der kargen Landschaft, so zahlreich, dass es schien, als sei eine verzauberte Stadt aus dem Boden gewachsen. Klappentext Der junge, ehrgeizige Nathanael strebt eine Karriere im Zaubereiministerium des britischen Imperiums an. Sein erster Auftrag: Er soll eine Gruppe von nichtmagischen Widerständlern dingfest machen, die mit Anschlägen die Zaubererwelt in Atem hält. Zur Widerstandsbewegung gehört auch die 15-jährige Kitty, die über außergewöhnliche Abwehrkräfte gegen Magie verfügt. Nathanael setzt alles daran, Kitty und ihre Verbündeten aufzuspüren. Doch als diese entkommen, hilft nur eines: Bartimäus muss wieder her! Meine Meinung Das Buch ist sowohl aus der Ich-Perspektive geschrieben als auch aus der Sicht eines auktorialen Erzählers. Die Ich-Perspektive wird aus der Sicht des Dschinns Bartimäus erzählt, während der auktoriale Erzähler entweder aus der Sicht von Kathleen „Kitty“ Jones oder Nathaniel alias John Mandrake. Bartimäus ist so liebenswürdig und humorvoll wie aus dem vorherigen Band. Er unterstützt Nathaniel nach einigem Widerwillen und ich habe das Gefühl, dass er das nicht nur macht, weil er deswegen gerufen wurde. Er entwickelt sich im Laufe des Buches zwar kaum, aber ich mag seine sarkastische, humorvolle Art und Weise einfach sehr gerne. Da das Buch zwei Jahre nach dem ersten Band spielt ist Nathaniel mittlerweile älter geworden. Eingebunden in ein Ministerium hat er immer noch den Plan, sich nach oben zu arbeiten. Doch das ist schwieriger als gedacht, denn einige sehen seinen Aufstieg als gefährlich an. Er hat sich in den zwei Jahren verändert. Er ist mehr ein Zauberer und weniger Nathaniel geworden. Er ist ernster, weniger kindisch und kopflos. Er versucht mit allen Mitteln anerkannt zu werden. Die Entwicklung fand ich schon recht krass. Zwar hat mir Nathaniel im ersten Band nicht so gut gefallen, weil er so kindlich war, aber ich hätte nicht erwartet, dass ein Dienst im Ministerium und ein Leben bei seiner neuen Meisterin ihn so verändert. Dennoch muss ich sagen, dass die Entwicklung realistisch ist und ab und an gibt es Momente, wo der alte Nathaniel durscheint. Mir hat er als Charakter besser in dem Buch gefallen. Seine Handlungen waren überlegter und für mich nachvollziehbarer. Kitty ist zum ersten Mal in diesem Buch eine Protagonistin. Sie ist zwar im letzten Buch kurz aufgetaucht, aber dieses Mal spielt sie eine entscheidendere Rolle. Man erfährt, wie sie zur Widerstandsbewegung gekommen ist und was sie zu ihrem Handeln antreibt. Sie ist loyal, kämpferisch und mutig. Ich fand ihren Charakter interessant und es war mal schön einen Teil der Geschichte aus der Sicht einer Gewöhnlichen zu erleben, auch wenn es sich herausstellt, dass sie nicht ganz so gewöhnlich ist. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und fand ihre Handlungen nachvollziehbar. Die Geschichte ist wieder spannend, actionreich, dramatisch und humorvoll. Sie ist weniger emotional als der vorherige Band, aber das liegt auch an Nathaniels Entwicklung. Man erfährt einige Hintergründe dazu, wie England die aufstrebende Zauberernation wurde und das fand ich sehr interessant. Die Geschichte hat einige überraschende Wendungen, vor allem gegen Ende, und Entwicklungen, mit denen ich so in dem Moment nicht gerechnet hätte. Bewertung Der zweite Teil hat mir wirklich besser als der erste Teil gefallen und bis auf die Länge des Buches habe ich absolut keinen Kritikpunkt an das Buch, daher bekommt es von mir 4,5 von 5 Würmchen

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