Leserstimmen zu
Bartimäus

Jonathan Stroud

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Machen wir es kurz: Bartimäus ist zurück – und das Lesen lohnt sich wieder! Ursprünglich sollte ja nach “Die Pforte des Magiers” Schluss sein mit der Trilogie um den frechen Dschinn und den jungen Zauberer Nathanael. Doch jetzt überrascht uns Autor Jonathan Stroud mit der “Geschichte vor der Geschichte”.

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„Sonnenuntergang über den Olivenhainen“ – Erster Satz Die Aufmachung: Ich bin so dankbar, dass sich Cover und Format nicht von der Trilogie unterscheiden und sich dieser Teil nahtlos in das Regal setzten lassen. Ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen, bin aber sehr erleichtert. Das Setting: Die Geschichte spielt Isreal im Jahr 950 v.Chr. Das heißt viel Wüste, viel Sand und eine unbekümmerte nahöstliche Atmosphäre, die man selten in Büchern findet. Die Geschichte spielt also zur Zeit von König Salomo, der auch in dem Buch eine bedeutende Rolle einnimmt, wie der Titel vielleicht schon verrät. Ich konnte mich jedenfalls sehr gut in der Zeit und im Setting zurecht finden, nicht zuletzt wegen der sengenden Temperaturen, die in den letzten Tagen geherrscht und ganz entfernt an die Arabische Wüste erinnert haben. Der Plot: "Der tollkühne Dshinn Bartimäus untersteht dem dunklen Zauberer Khaba, der für König Salomo arbeitet. Im Besitzt des gefürchteten Herrschers befindet sich ein Ring, von dem eine unglaubliche Macht ausgeht. Doch es droht Gefahr: Die junge Wächterin Asmira hat von der Königin von Saba den Auftrag erhalten, Salomo den Ring abzunehmen. Als die Wächterin auf Bartimäus trifft, beginnt ein atemberaubendes Abenteuer. Den Asmira ist nicht die Einzige, die es auf Salomo und den ring abgesehen hat..." - Klappentext Die Handlung des Buches war zwar ein wenig vorhersehbar, dass hat der Erzählung aber keinen Abbruch getan. Die Geschichte war spannend und einzelnen Handlungskomponenten haben sehr gut zusammengespielt, was die Erzählung sehr kurzweilig gemacht hat. Die Hauptprotagonisten: Barimtäus ist ein sehr hinterlistiger und unverschämter Dshinn, der mit seinem Sinn für Humor und einer gehörigen Portion (ung)gesundem Selbstvertrauen die Geschichte von Anfang bis Ende zu einer unterhaltsamen Erzählung macht. Meine Erfahrungen mit dem Dshinn (das heißt die Lektüre der Trilogie - nicht das hier jemand glaubt, ich würde selbst welche beschwören) liegt sehr lange zurück, aber ich konnte mich trotzdem direkt wieder mit ihm anfreunden. Asmira war neu, aber auch ein sehr runder Charakter. Sie hält an ihrer Mission und an ihrem Glauben fest und wird dadurch zu einer Person mit Überzeugung, ohne naiv oder fanatisch zu wirken. Ich fand sie sehr sympathisch und habe sie für ihren Mut sehr bewundert. Der Schreibstil und Umsetzung: Gewohnt gut. Ich hatte noch in Erinnerung, dass Jonathan Stroud etwas von seinem Handwerk versteht und war froh, dass mich meine Erinnerung nicht betrogen hat. Besonders zu erwähnen sind die Fußnoten, in den Teilen, die aus der Sicht von Bartimäus erzählt sind. Hier kommentiert der Geist seine eigenen Erzählung mit lustigen Zusätzen: "Die Fliegengestalt war im Grunde überflüssig. Die beiden waren so miteinander beschäftigt, dass sie sich auch nicht umgeschaut hätten, wenn ich mich in ein knatternd pupsendes Einhorn verwandelt und quer durchs Zimmer Pirouetten gedreht hätte." - Seite 360 Negativ muss ich allerdings anmerken, dass der Autor zu oft in der Erzählperspektive springt. Vor allem in den Kapitel, die aus der Sicht von Bartimäus erzählt werden. Hier lässt Jonathan Stroud den Dhsinn aus der Ich-Perspektive erzählen, diese wird jedoch unterbrochen, wenn Bartimäus erzählt was er als Tier tut, in das er sich gerade verwandelt hat. z.B.. Die Katze legte ihren Kopf schief und während ich mir die Maueren ansah... (so ähnlich) Dies ist am Anfang etwas verwirrend, aber man gewöhnt sich allerdings schnell daran und stolpert dann nicht mehr sosehr über die Perspektive

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Ich habe so lange auf diese Ausgabe gewartet und nun halte ich sie endlich in Händen. Vor Jahren habe ich die Bartimäus-Trilogie gelesen. Als ich wusste, dass es eine „Vorgeschichte“ geben wird, habe ich mich sehr gefreut. Ich bin zwar nicht der größte Bartimäus-Fan, aber irgendwie hatten die Geschichten immer ein ganz besonderes Feeling. Eins vorab: Bartimäus’ Humor ist auch in diesem Band wieder spitzenklasse! Die berühmten Fußnoten sind geblieben und geben einem wieder dieses besondere Lesegefühl. Gerade weil es so lange her ist, dass ich die anderen Bücher gelesen habe, hatte ich zunächst leichte Bedenken, ob ich mich in der Welt von Bartimäus überhaupt wieder zurecht finden würde. Doch es hat von Anfang an super funktioniert und man erinnert sich irgendwie sofort an viele kleine Einzelheiten von „damals“. Ebenso habe ich mich gefragt, ob mir Nathanael und Kitty fehlen werden. Im „Ring des Salomo“ geht es darum, dass König Salomo einen Ring trägt, der eine starke Macht beherbergt. So stark, dass das ganze Volk Angst vor ihm hat. Salomo nutzt diese Angst gerne aus und stellt Forderungen an andere Könige und Königinnen, die in der Regel nur für Salomo selbst nützlich sind. Asmira, eine junge Frau aus dem Königreich Saba, bekommt von ihrer Königin die Aufgabe, den Ring zu stehlen und damit Salomos Macht zu stürzen. Dies ist natürlich absolut keine leichte Aufgabe und eigentlich ist sie damit auch dem Tode geweiht. Die Geschichte spielt in Ägypten und ich LIEBE Geschichten die in Ägypten spielen. Warum, weiß ich gar nicht so genau, aber es macht mir einfach Spaß etwas darüber zu lesen. Sobald man ein paar Seiten gelesen hat, ist man wieder so richtig drin und es macht unglaublich Spaß erneut in Bartimäus Geschichten einzutauchen. Klasse! Die Kapitel sind wie gewohnt in die jeweiligen Personen eingeteilt, aus deren Sicht der Abschnitt der Geschichte erzählt wird. Es sind einige. Damit habe ich persönlich oft Schwierigkeiten, da ich mich so ungern umstelle und sehr gerne aus einer, höchstens zwei Perspektiven lese. Aber das gehört zu einem Bartimäus-Buch einfach dazu und daher mag ich es hier ausnahmsweise auch sehr gern. Jonathan Stroud schafft es zudem immer, dass mir die Männer in seinen Büchern überhaupt nicht gefallen, ich die Frauen aber immer schnell in mein Herz schließen kann. Asmira hat es mir hier wirklich angetan. Sie ist eine absolut starke Persönlichkeit, ohne überheblich oder eingebildet zu wirken. Die Männer sind..nun ja, wieder sehr unsympathisch getroffen, aber das braucht die Geschichte auch, damit man so richtig schön mitfiebern kann. Dieses Buch hat endlich wieder meine Leselust entfacht und es hat absolutes Suchtpotenzial! Falls ihr schon immer überlegt habt, ob Bartimäus etwas für euch ist, empfehle ich euch „Der Ring des Salomo“ zu lesen. Den kann man nämlich ganz gut als Einzelband lesen, da es nicht im direkten Zusammenhang mit den anderen drei Büchern zu tun hat. Und wenn es euch dann nicht gefallen hat, habt ihr keine Reihe im Rücken. Für mich steht fest, dass es mein Lieblings-Bartimäus-Buch ist! Vielleicht war ich damals für den Humor, die Thematik und den Schreibstil irgendwie zu jung, aber heute bin ich sogar in der Stimmung, die anderen Bände auch nochmal zu lesen. Fazit: Lustig und fesselnd bis zur letzten Seite!

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"Bartimäus - Der Ring des Salomo" ist der 4. Teil der von Jonathan Stroud erschaffenen Fantasyreihe. Gleichzeitig ist es aber auch der 1. Teil, denn in diesem Band ist Bartimäus‘ Vorgeschichte zu lesen. Von demher eignet er sich genauso gut zum Einstieg und ist als eigenes, abgeschlossenes Buch zu verstehen. Ich selbst bin hiermit eingestiegen... Bartimäus ist ein Dschinn und zählt somit zu der zahlenmässig größten und vielfältigsten Unterart von Geistern. Mit einer mehr oder weniger komplizierten Beschwörungsformel kann ein Zauberer einen Dschinn an sich binden und dieser hat dann die Aufträge seines Herren auszuführen - egal, um welche es sich handelt und wie lange dieses andauert. Anschließend wird er entlassen und kann bis zum nächsten Bindezauber in seine eigene Dimension - an "den anderen Ort" - zurückkehren. Als "Leuchte aller Dschinn" - wie sich Bartimäus gerne selbst bezeichnet und was nicht gerade von Bescheidenheit zeugt - ist er nun schon seit geraumer Zeit auf der Erde unterwegs. Er diente als Dschinn nur den Hochwohlgeborensten und Besten. Bartimäus ist nicht nur ein cleverer Dämon und Gestaltwandler, sondern er verfügt ebenso über eine lockere Zunge und einem scharfen Verstand. Zwar gerät er gerade deshalb obendrein in die eine oder andere für ihn prekäre Situation, aber mit ganz viel Humor und Sarkasmus schafft er es, die Abenteuer zu überstehen. * * * Dieses Mal findet das Abenteuer um 950 v.Ch. in Jerusalem und Umgebung statt. Das Land wird von dem mächtigen und gefürchteten König Salomon regiert. Mit Hilfe seines Ringes, welcher magische Kräfte besitzt. Salomon, der nicht nur viel Wert auf die Schönheit seines Reiches legt, hat außerdem eine Vorliebe für schöne und magische Gegenstände. So beschäftigt er seine Untertanen - neben den "alltäglichen Regierungsgeschäften in seinem Namen - auch damit, diese Gegenstände zu finden und ihm für seine Sammlung zu bringen. Salomo zählt mehrere starke Zauberer zu seinen Helfern. Diese wiederum haben selbst Geister als Sklaven beschworen. Bartimäus hat in diesem Abenteuer das Pech, dass er zwischen der Entlassung des einen Zauberers bis zum Bindezauber des nächsten Zauberers keine Verschnaufpause bekommt. Als Dämon ist er sehr gefragt... und schließlich landet er bei Khaba, einem auf den ersten Blick sehr treuen und umso strengeren Zauberer im Dienste des Königs. Khaba ist es auch, der der Königin von Saba den wiederholten Heiratswunsch von König Salomon überbringt. Als die Königin Balkis auch dieses Mal den Antrag ablehnt, fordert Khaba im Namen Salomons einen Tribut (in Form von Weihrauchsäcken), um die weitere Sicherheit ihres Landes zu gewährleisten. Balkis regierte ihr Land stets unabhängig von anderen Königreichen und erpressen lassen will sie sich schonmal gar nicht. Um dem Ganzen ein Ende zu bereiten, beauftragt sie ihre Wächterin Asmira, nach Jerusalem zu reisen, König Salomon zu töten und schließlich den magischen Ring an sich zu nehmen. Kurz vor dem Ziel trifft Asmira auf Bartimäus. Gerade als es so aussieht, als würden sich beide in einer Sackgasse befinden, schaffen sie es, sich zusammen zu tun. Von Khaba befreit und an Asmira gebunden, bestreiten Bartimäus und die Wächterin fortan gemeinsam das sehr rasante Abenteuer. Dabei stellen sie fest, dass Asmira nicht die Einzige ist, die es auf den König und seinen Ring abgesehen hat. Da ist in den letzten Jahren in diesem Königreich offensichtlich so einiges anders gelaufen, als gedacht. Doch Bartimäus wäre nicht der "Dschinn aller Dschinns", würde er nicht auch in dieser noch so ausweglos scheinenden Situationen mit viel Charme und Witz einen Weg finden und das Königreich - ach, was schreib ich: mehrere Königreiche und vielleicht sogar die Geschichte der Menschen! - retten. * * * Der Ring des Salomo ist in drei Teile unterteilt. Darüber hinaus ist jedes Kapitel mit dem Namen des jeweiligen Protagonisten als Überschrift versehen. Dadurch behält der Leser zu jedem Zeitpunkt den Überblick. Eine Besonderheit dieses Buches besteht darin, dass die Kapitel von und über Bartimäus in der Ich-Form geschrieben sind. So bekommt man noch den einen oder anderen "Zusatzschmankerl" an Gedanken und Hintergründe. Die Geschichte ist gut konstruiert und es hat wirklich Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Alleine der Humor und Bartimäus' Einwände an der einen oder anderen Stelle, haben für laute Lacher meinerseits gesorgt. Jonathan Stroud hat es geschafft, eine Geschichte aus "alter Zeit" mit dem sprachlichen Witz einer "neueren Zeit" zu besetzen. Ein wahrlich gelungenes Abenteuer. Eigentlich ist dieses ein Jugendbuch, aber es wäre nicht das erste Mal, dass ein Jugendbuch auch Erwachsene begeistern kann. So wie mich...

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Erste Sätze Sonnenuntergang über den Olivenhainen. Der Himmel errötete pfirsichfarben wie ein verschämter Jüngling beim ersten Kuss. Klappentext Was aber treibt unser Held? Nachdem Bartimäus einen Magier König Salomos austrickst, verspeist und „fröhlich rülpsend“ hinfort fliegt, beginnen seine Verstrickungen. Auf frischer Tat ertappt, brummt man ihm unwürdige Arbeiten auf, welche er mit diversen Respektlosigkeiten quittiert. Unbelehrbar in Gestalt eines Nilpferds im Baströckchen anzügliche Lieder über das königliche Intimleben zu trällern, sprengt endgültig die Grenzen: Bartimäus wird mit einem höchstgefährlichen Auftrag bestraft – denn niemand macht sich über den gefürchteten Salomo lustig, dessen unbestrittene Herrschaft auf einem mächtigen Zauberring basiert, mit dem er sogar Geister der höchsten Ebene knechtet. Jene Anweisung trägt allerdings maßgeblich zur Wendung der Geschehnisse bei, indem eine schöne und äußerst kluge Attentäterin den Weg des Dschinns kreuzt. Meine Meinung Das Buch ist sowohl aus der Ich-Perspektive als auch aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers geschrieben. Dabei wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht des Dschinns Bartimäus berichtet. Der auktoriale Erzähler berichtet hauptsächlich aus der Sicht von Asmira, wobei es einige wenige Kapitel gibt, die aus der Sicht einer anderen Person erzählt werden. Bartimäus ist ein Dschinn, der sein Sklavendasein unter den Zauberern, sarkastisch und humorvoll nimmt. Er hat eine große Klappe und nimmt nur selten ein Blatt vor dem Mund, außer er befindet sich in einer äußert schlechten Situation, der er nicht ausweichen kann. Er ist ein toller, interessanter Charakter, in den ich mich gut hineinversetzten konnte. Asmira ist die erste Wächterin der Königin von Saab. Ihr lebenslanges Ziel ist ihrer Königin zu dienen und für sie zu sterben, so wie ihre Mutter vor ihr. Sie lebt nur, um zu dienen, weiß aber, dass sie tief in ihrem Herzen unglücklich ist, weil sie durch die Erbfolge der ersten Wächterin keine Wahl hat, als diese zu werden. Sie hat nie darüber nachgedacht, was sie will, sondern lebt für ihre Berufung. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich weiter und findet zu sich selbst, was mir wirklich gut gefallen hat. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Die Geschichte spielt hauptsächlich in Jerusalem 859 v. Chr. zu Zeiten König Salomos, was ich für eine sehr interessante Zeit halte, die leider nur in Geschichten mit Dschinns eine Rolle spielt, was ich sehr schade finde. Man lernt etwas von der Zeit kennen und von Jerusalem. Die Geschichte braucht ein wenig, damit man sich erst einmal in die Zeit und die politischen Gegebenheiten fallen lassen kann, aber dann wird sie immer spannender, actionreicher und dramatischer. Es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen. Bewertung Insgesamt eine gute Geschichte, die interessante Charaktere hatte, aber mich nicht vollkommen überzeugen konnte, daher gibt es von mir 3,5 von 5 Würmchen

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Im folgenden möchte ich euch gerne von einem Buch berichten, dass ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Gut, es ist ein Jugendbuch, aber wie ihr bei meinen Buchvorstellungen bemerken konntet, lese ich hin und wieder sehr sehr gerne auch ein Jugendbuch.In diesem Fall geht es um "Bartimäus und der Ring des Salomo" von Jonathan Stroud. Die Bücher von Jonathan Stroud habe ich nahezu alle gelesen. Ich mag seinen Wortwitz, seine Art Geschichten spannend zu erzählen ohne dass man weiß, wie es auf den nächsten Seiten weiter geht, geschweige denn dass man zu Beginn des Buchs eine Ahnung davon hat, wie es ausgehen wird. (Gut, bei einem Jugendbuch stehen die Chancen für ein Happy End sehr gut, aber das ist ja nun auch nicht alles....). Bartimäus - der Ring des Salomo ist ein Buch, dass nach der Bartimäus-Reihe geschrieben wurde. Zeitlich ist es aber VOR der Bartimäus-Reihe einzuordnen, denn es verrät mehr über den kleinen Dschinn Bartimäus. Ich habe es danach gelesen und würde es jedem anderen auch so empfehlen, der die Reihe noch nicht gelesen hat. Warum? Bartimäus ist ein sehr liebenswerter kleiner Dschinn. Dschinns (was ist da eigentlich die Mehrzahl?) sind von Natur aus eigentlich gar nicht lieb. Tatsächlich werden sie von Zauberern jeglicher Art beschworen und müssen diesen dann auf jede erdenkliche Art dienen, bis diese sie dann entlassen. Dass das dem Dschinn nicht gefällt und er jeden erdenklichen Fehler in der Beschwörung sofort ausnutzen würde, ist klar. Bartimäus ist anders. Er ist witzig, frech, hinterlistig. Sicherlich auch nicht unschuldig. Außerdem schafft er es so ziemlich jedes Fettnäpfchen zu erwischen, dass sich ihm so bietet. Wenn man mit der Bartimäus-Reihe startet, dann gewinnt man ihn mit jeder Seite mehr lieb. Und das ist auch der Grund, warum ich dieses Buch als letztes lesen würde. Es ist mehr wie ein zusätzliches Bonbon, bei dem man noch etwas Zeit mit ihm verbringen darf. Eine schöne Zeit, denn ich habe es wie gesagt verschlungen. Ohne dass ich jetzt zu viel verraten möchte: in dem Buch geht es um nicht weniger als den bedeutenden Ring des Salomo. Denn wenn dieser den Ring am Finger dreht, dann kann er eine Heerschar der übelsten Kreaturen beschwören und ist somit quasi unbesiegbar. Zu Zeiten von Salomos Heerschaft ist Bartimäus gerade wieder in den Diensten eines Zauberers und sucht natürlich unentwegt einen Ausweg aus seiner Knechtschaft. Dabei begegnet er auch dem ein oder anderen Bekannten aus der restlichen Bartimäus-Reihe. Außerdem gibt es mit einem jungen Mädchen eine weitere Hauptfigur, die einen beim Lesen in ihren Bann zieht. Ich möchte euch das Buch nicht genauer beschreiben, denn wie gesagt: Jonathan Stroud schreibt so herrlich spannend, dass ich euch diesen Lesespaß nicht nehmen möchte. Noch dazu ist es aber ein flüssiger Schreibstil, dem man gut folgen kann (keine seitenlangen Umgebungsbeschreibungen, aber doch so viel, dass man sich wunderbar hinein finden kann). Wer mit Bartimäus noch keinen Kontakt hatte, dem lege ich diese Serie wirklich sehr ans Herz. Es passt vom Genre in die Reihe "Abenteuer, Spannung, ein bisschen Krimi, ein bisschen Fantasy". Es ist für Jungs und Mädchen gleichermaßen geeignet. Ich freu mich schon, wenn meine 2 in die Welt von ihm eintauchen :)

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Titel Bartimäus - Der Ring des Salomo Autor Jonathan Stroud gelesen März 2015 Bewertung ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ Genre Fantasy Erscheinungsdatum März 2015 (Taschenbuch bei Blanvalent) Verlag Blanvalent Originaltitel Bartimaeus - The Ring of Salomo Seitenzahl 469 Seiten Preis 8,99 Euro ISBN 978-3-442-38421-1 Verlagslink http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Bartimaeus-Der-Ring-des-Salomo/Jonathan-Stroud/e462700.rhd Klappentext: Die Vorgeschichte der sensationellen Bestsellerserie von Jonathan Stroud! Der tollkühne Dschinn Bartimäus untersteht dem dunklen Zauberer Khaba, der für den König Salomo arbeitet. Im Besitz des gefürchteten Herrschers befindet sich ein Ring, von dem eine unglaubliche Macht ausgeht. Doch es droht Gefahr: Die junge Wächterin Asmira hat von der Königin von Saba den Auftrag erhalten, Salomo den Ring abzunehmen. Als die Wächterin auf Bartimäus trifft, beginnt ein atemberaubendes Abenteuer. Denn Asmira ist nicht die Einzige, die es auf Salomo und den Ring abgesehen hat… "Ein Jugendbuch nach meinem Geschmack" Denis Scheck "Der Ring des Salomo, brillant komponiert, überzeugt mit der Fabulierkraft orientalischer Märchen. Ein grandioses Abenteuer und garantierter Lesespaß!" Süddeutsche Zeitung "Strouds Helden kämpfen mit der mächtigsten Zauberwaffe des Universums: Humor!" Stern Inhalt In dieser Geschichte geht es zum einen natürlich um den Dschinn Bartimäus, der einen Zauberer, der dem König Salomo untersteht, beim Tempelbau helfen muss. Zum anderen geht es um die junge Asmira, die erste Wächterin der Königin von Saba, die von Salomo und seinem mächtigen Zauberring bedroht wird. Asmira soll die Bedrohung lösen, indem sie Salomo töten und den Ring nach Saba bringt. Dieses Vorhaben hatten schon vor ihr jede Menge Wesen, sowohl Geister, als auch Zauberer, doch niemand hat es bisher überlebt, auch nur in die Nähe des Rings zu kommen. Doch für Asmira und ganz Saba steht viel auf dem Spiel und sie trifft schließlich auf Bartimäus. Meinung: Zunächst einmal vielen vielen Dank an den Blanvalent Verlag, der mir das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat! Wie auch die drei weiteren Bartimäus-Bände hat mich auch "Der Ring des Salomo" wirklich begeistert. Ich habe das Buch geliebt und hätte es an einem Stück verschlungen, hätten Uni und Hausarbeiten mich gelassen. Es handelt sich hierbei ja um den vierten Band bzw. die Vorgeschichte zu der "eigentlichen" Bartimäus-Reihe, ich denke aber, dass man "Der Ring des Salomo" auch unabhängig davon zuerst oder auch unabhängig als Einzelband lesen kann. Die Welt und ihr Aufbau werden auch in diesem Buch noch einmal erklärt und die Geschichten nehmen keinen Bezug aufeinander. Außerdem spielt "Der Ring des Salomo" im Jahre 995 v. Chr. in Israel. Also etwa 3.000 Jahre vor Bartimäus' Begegnung mit Nathanael in Großbritannien. Ansonsten kann ich die Geschichte wirklich nur loben: Der Dschinn Bartimäus war humortechnisch mal wieder in Bestform und ich mochte auch Asmira wirklich gerne. Die Geschichte ist unglaublich witzig (ich musste oft sogar laut lachen), sie enthält sehr viel Action, die Zauberer (und auch andere Geister) sind auch wieder einmal böser als böse und gelungene Antagonisten und die Wendungen sind teilweise sehr unvorhersehbar und erzeugen einen tollen Spannungsbogen. Eigentlich fällt mir hier wirklich nichts ein, was ich kritisieren könnte und das kommt wirklich nicht oft vor. Höchstens vielleicht, dass das Buch nach 469 Seiten zu Ende war und es nun keinen weiteren Folgeband mehr gibt. Dieses Buch und die gesamte Reihe sind eine absolute Kauf- und Leseempfehlung von mir und ein unbedingtes MUSS für alle Fans von Fantasy-, Zauber- und Geistergeschichten. Falls ihr diese Reihe noch nicht kennt, schaut sie euch einmal genauer an, ich bin mir sicher, ihr werdet sie lieben!

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Einige Worte zum Inhalt Bartimäus ist ein Dschinn vom Anderen Ort, der im vierten Band der Bartimäus-Reihe, der Vorgeschichte, ein märchenhaftes, orientalisch angehauchtes Setting unsicher macht. Der sarkastische Dämon (aber pst, so wird Bartimäus nicht gern genannt!) wird von dem dunklen Zauberer Khaba, der im Dienst von König Salomo steht, beschworen, um einen antiken Kunstschatz zu rauben. Doch dies ist nicht das einzige Problem, mit dem Bartimäus sich herumschlagen muss: Der gefürchtete Salomo ist im Besitz eines Rings, der unvorstellbare Macht birgt, und die Wächterin Asmira erhält von ihrer Königin den Befehl, Salomo zu töten und ihm den Ring zu stehlen. Als Bartimäus auf die Wächterin trifft, entspinnt sich ein fantastisches Abenteuer. Meine Meinung Tja, was soll ich sagen – ich liebe Bartimäus einfach! Daher bin ich schon mit großer Vorfreude an das Buch herangegangen. Die ersten drei Bände habe ich als Teenager mehrfach gelesen und sie zählen noch heute zu einer meiner liebsten Jugendbuchreihen, da sie sich völlig von anderen Reihen unterscheidet. Der vierte Band erzählt einen Teil von Bartimäus’ Vorgeschichte, was ich sehr spannend finde, da er so aus dem modernen Kontext gelöst und ins alte Ägypten versetzt wird. Das Setting ist mit der orientalischen Umgebung wundervoll stimmig und märchenhaft. Dank des detaillierten Schreibstils von Jonathan Stroud konnte ich mir alles hervorragend vorstellen und mich ins alte Ägypten träumen. Zwar hat mir Bartimäus auch im verregneten London unheimlich gut gefallen, doch auch in einem früheren Zeitalter hat er bereits seinen beißenden Sarkasmus und seine selbstverliebte, beleidigend-charmante Art. Der Dschinn ist sowieso eine Nummer für sich und ein einzigartiger Charakter, den man wegen seiner spitzen Zunge einfach lieben muss. Bartimäus ist definitiv mein Lieblingscharakter, während die Wächterin Asmira für mich leider relativ blass blieb. Ich konnte einfach keinen richtigen Zugang zu ihr finden, weil sie so von der Liebe zu ihrer Königin bestimmt ist. Khaba ist der typische gemeine, machtgierige Gegenspieler, der eine ziemlich interessante Beziehung zu seinem eigenen Schatten pflegt und mit dem mich eine groteske Hassliebe verbindet. Sehr gerne mochte ich aber auch Salomo – der Kerl hat einfach Stil! Die Handlung ging, wie in jedem Bartimäus-Band, rasant vonstatten, was jedoch perfekt zu der Geschichte passt und mir gut gefallen hat. Es ist einfach aufregend, Bartimäus und Asmira auf ihrer Reise zu begleiten, und man kann kaum aufhören zu lesen, da es so spannend ist! Mir gefielen jedoch die Bartimäus-Kapitel besser als die Asmira-Kapitel, was aber wohl einfach daran liegt, dass ich Asmira nicht so sehr mochte. Es gab auch Kapitel aus Salomos Sicht und der Sicht der Königin Balkis, der Asmira dient, was einen sehr guten Blick in die Leben der einzelnen Charaktere gewährt hat. “Salomo hatte angeordnet, dass man außerhalb der Palastmauern Menschengestalt annehmen musste. Tiergestalten waren verboten, ebenso mythische Ungeheuer; auch scheußliche Entstellungen waren nicht erlaubt – leider.” S. 76 Jonathan Strouds Schreibstil ist ein humorvolles, sarkastisches, fantasievolles und verträumtes Gesamtkunstwerk. Damals wie heute hat er mich mit seinen Worten von der ersten Seite an gebannt. Ich liebe die Fußnoten, in denen Bartimäus Kommentare oder Erklärungen einstreut. Auch Slapstickelemente sind zu finden, was ich persönlich sehr mag, da ich immer wieder plötzlich lachen musste, weil es so urkomisch war. Mit vielen schmückenden Worten beschreibt Stroud die Welt, in der Bartimäus sich herumtreibt, und ich fand es sehr interessant, dass Bartimäus’ Sicht retrospektiv war, da so auch moderne Begriffe nicht deplatziert wirkten. Besonders toll ist auch, dass man den vierten Band tatsächlich als Vorgeschichte lesen kann. Alles Wesentliche wird noch einmal erklärt und es macht nichts, wenn man die drei anderen Bände noch nicht gelesen hat. Daher kann ich dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen. Fazit Ich hatte mal wieder einen Mordsspaß mit Bartimäus! Bartimäus – Der Ring des Salomo ist, ebenso wie die anderen Bände, ein packendes Abenteuer mit viel Sarkasmus, einzigartig tollen Einfällen, individuellen Charakteren und einem grandiosen Setting. Müsste ich aber wählen, würde ich die ersten drei Bände bevorzugen, da sie mir noch einen Tick besser gefallen haben (denn irgendwie habe ich Nathanael doch vermisst). Meinetwegen könnte Stroud noch zehn weitere Bände schreiben!

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