Leserstimmen zu
Sturmflimmern

Moira Frank

(4)
(6)
(1)
(0)
(0)

Statt Partys und Entspannung pur - erwarten Sofia diesen Sommer einige Probleme. Da ist nicht nur der gewalttätige Bruder von ihrem besten Freund, den sie provoziert hat. Auch ein seltsamer Bekannter von Sofias Vater taucht auf - und plötzlich hat Sofia alle Hände voll damit zu tun, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen .... bzw. ihr Leben zu retten. -> "Sturmflimmern" ist voller Action, Abenteuer und tiefgehender Probleme! Zudem kehrt hier nochmal das Sommerfeeling zurück! ;)

Lesen Sie weiter

Allgemeine Infos: Das Buch ,,Sturmflimmern,, von Moira Frank,hat 350 Seiten,und ist am 29.8.2016 im cbt Verlag erschienen.Der Preis als Hardcover beträgt 16,99 Euro. Klappentext: Ein flirrend heißer Sommer in einer amerikanischen Kleinstadt: Die 15-jährige Sofia würde am liebsten einfach nur die großen Ferien genießen, mit ihren Freunden Partys feiern und im Fluss baden gehen. Doch mit ihrer eigensinnigen Art hat sie unbeabsichtigt den Konflikt zwischen ihrem besten Freund Oscar und seinem brutalen älteren Bruder David verschärft. Aus ein bisschen Geplänkel entsteht eine gefährliche Spirale der Gewalt. Dabei fangen mit der Ankunft eines alten Bekannten von Sofias Vater die Probleme gerade erst an ... Zum Cover: Ich liebe das Cover ! Es ist in sehr schönen,schlichten Farbtönen gehalten,was super aussieht.Besonders gut gefällt mir die Schriftart,und wie der Titel angeordnet ist ! Zum Inhalt: Die Geschichte ist wahnsinnig packend und auch humorvoll geschrieben,aber es war oft auch ziemliech brutal.Die Protagnonistin Sofia mochte ich auf anhieb irgendwie gerne.Generell haben mir die Charaktere gut gefallen ! Das Buch behandelt für mich sehr wichtige Themen,wie zum Beispiel Freundschaft.Ich finde die Grundidee im Buch sehr gut umgesetzt. Zum Schreibstil: Den Schreibstil fand ich,besonders für einen Debütroman,sehr gut ! Die Sätze waren teilweise etwas länger,was mich aber nicht gestört hat.Das Buch lässt sich vom Schreibstil her,sehr schnell lesen (aber ich finde man muss sich beim lesen trotzdem Zeit lassen,und das gelesene erstmal auf sich wirken lassen !) Mein Fazit: Dieses Buch ist der Wahnsinn ! Super spannend und etwas brutal,aber doch humorvoll.Es ist ein ganz toller Debütroman,den ich definitiv weiterempfehlen kann ! Wertung: 5/5 Sterne

Lesen Sie weiter

Sturmflimmern

Von: Xenia

18.02.2017

Klappentext: Ein flirrend heißer Sommer in einer amerikanischen Kleinstadt: Die 15-jährige Sofia würde am liebsten einfach nur die großen Ferien genießen, mit ihren Freunden Partys feiern und im Fluss baden gehen. Doch mit ihrer eigensinnigen Art hat sie unbeabsichtigt den Konflikt zwischen ihrem besten Freund Oscar und seinem brutalen älteren Bruder David verschärft. Aus ein bisschen Geplänkel entsteht eine gefährliche Spirale der Gewalt. Dabei fangen mit der Ankunft eines alten Bekannten von Sofias Vater die Probleme gerade erst an ... Gestaltung: Die Gestaltung gefällt mir richtig gut. Es passt ersten sehr gut zum Inhalt und zweitens ist es ein sehr warmes Cover, dass zwar schlicht ist aber trotzdem sehr aussagekräftig ist. es überzeugt einem es zu lesen. Inhalt: Sofia ist ein Mädchen, dass nicht gerade auf den Mund gefallen ist, sie kämpft für Gerechtigkeit und ihre Freunde. Abeer als sie sich mit David, dem Bruder ihres besten Freundes, anlegt, wird alles extrem kompliziert. Meine Meinung: Das Buch ist meiner Meinung nach sehr interessant.. Es ist ein Buch, dass vor allem das Thema Familie und Freundschaft thematisiert. Das wiederspiegelt wie wichtig Familie und Feunde doch sind. Das Familienleben ist nicht immer leicht und dieses Buch zeigt dieses deutlich. Es zeigt eine Familie die mit dem Problemen, so gut wie möglich umgeht und eine die einfach die Probleme verschweigt. Es sind beides Vorgehensweisen die, so denke ich, oft im Leben vorkommen. Nicht unbedingt so stark, wie sie in dieser Geschichte, ausgeprägt wird, aber doch schon. Die Geschichte war sehr realistisch, aber zum Glück wie ich hoffe auch einzigartig. Die Autorin hat eine sehr intensive Schreibweise und man möchte sehr gerne weiterlesen. Ich persönlich habe mir die Geschichte genau so vorgestellt. Der Geschichte kann man sehr folgen und es gibt keine verstehenfehler. ich kann sie nur weiter empfehlen.

Lesen Sie weiter

Dieses Buch hat mich wirklich sehr positiv überrascht. Was vermutlich auch nicht so schwer war, da ich fast gar keine Erwartungen hatte. Der Klappentext und das Cover fand ich zwar auf den ersten Blick interessant, doch als das Buch, nachdem ich es angefragt hatte, dann auch bei mir ankam, habe ich es erstmal auf meinen Rezensionsbuchstapel gelegt und dort blieb es auch eine ganze Weile. Aber jetzt bin ich unheimlich froh, dass ich es endlich gelesen habe, denn auch wenn ich keine großen Erwartungen hatte, hat mir dieses Buch im letzten Monat von meinen gelesenen Bücher mit am allerbesten gefallen. Schon alleine der Prolog hat mich gepackt und die Spannung enorm in die Höhe getrieben. Auch wenn das erste Kapitel mich dann etwas sitzen ließ, da dieses neun Jahre später spielt und sich die Dinge etwas "normalisiert" haben, geht es schnell wieder los und wurde erneut unheimlich spannend. Denn der Sommer, der vor Sofia liegt, wird ihr Leben in ihren Grundfesten erschüttern und nicht nur sie selbst bedrohen. "Ich mache nur Scherze, Sofia", sagte Isaac beschwichtigend. "Walter weiß das." Sofia, die bereits wutentbrannt den Mund geöffnet hatte, brach ab und wiederholte itrritiert: "Walter?" Schill fuhr sich mit der Hand übers Gesicht und sagte dann, jetzt ohne jeden Hohn und mit mörderischer Ruhe: "Hör auf, mich so zu nennen." - Isaac, Sofia und Schill, S.195 Sofia war mir zuerst etwas suspekt, doch so länger ich von ihr las, desto mehr konnte ich mich in sie hinein versetzen und habe sie auch wirklich gern gehabt. Auch wenn viele sie als naiv und kindisch abstempeln, habe ich vor allem an ihr bewundert, dass sie alles in ihrer Machtstehende tut, um diejenigen, die ihr etwas bedeuten zu beschützen. Da kommt sie ganz nach ihrem Dad Schill, den ich von allen Charakteren in diesem Roman am meisten ins Herz geschlossen habe. Warum, möchte ich euch nicht verraten, denn diese Kleinigkeiten verstreuen sich über das gesamte Buch. Vermutlich würden euch seine Gesten und Äußerungen auch nicht besonders viel bedeuten, wenn ihr den Hintergrund, also das gesamte Buch, noch nicht gelesen habe, was ich euch sehr ans Herz legen kann. Für den Bruchteil eines Augenblicks war Sofia sicher, dass jemand geschossen hatte. Der Schock verkrampfte ihren ganzen Körper, bevor sie überhaupt wusste, was geschehen war, das Herz war ihr in die Kehle gesprungen. Schill hatte sie von ihrem Stuhl gestoßen und sich schützend zur Seite geduckt. - S.234 Viele, von denen ich Meinungen zu diesem Buch gelesen haben, brachten an, dass es sehr brutal ist. Ich kann diesen Standpunkt sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich es nicht... naja, so unheimlich brutal finde (GoT - Fan und so), doch dafür, dass das Buch ab 15 Jahren empfohlen ist, ist es meiner Meinung nach in Ordnung. Ich bin selber erst 16 und habe es, wie gesagt, nicht so krass empfunden, kann aber anderer Leute Sorgen verstehen. Ein Teil, der vielleicht noch etwas beängstigender sein könnte als die Brutalität, ist die Einsicht in die menschliche Psyche. Das klingt jetzt vielleicht eigenartig, aber ich fand es unheimlich interessant, die vielen verschiedenen Charaktere im Verlauf des Buches zu beobachten, wie sie sich den Situationen stellen, in die sie geraten. Auch Vorurteile spielen in diesem Buch, das in den 80ern spielt eine große Rolle. Fazit: Ein Debütroman, der mich vollkommen überzeugen konnte. Spannend, liebevoll und humorvoll. Ein Ende, das mir hoffentlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Lesen Sie weiter

Eine amerikanische Kleinstadt in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Es ist Sommer und die Hitze liegt brütend über der Stadt. Dementsprechend aufgeheizt ist auch die Stimmung. Die 15jährige Sofia und ihre Freunde wollen eigentlich nur den Sommer genießen. Im Fluss baden, Partys feiern und die Ferien ausnutzen. Doch ein schon lange andauernder Konflikt zwischen Sofias Freund Oscar und dessen älterem Bruder David verschärft sich und weitet sich auf die jeweiligen Cliquen aus. Die Situation spitzt sich gefährlich zu. Noch dazu gibt es auch in Sofias Elternhaus Probleme, die in ihrer mysteriösen Vergangenheit begründet liegen und die nun ebenfalls wieder hochkommen. All das zusammen mit den flirrend heißen Temperaturen gibt eine explosive Mischung. Ich muss gestehen, ich hatte etwas anderes erwartet, als ich zu diesem Buch gegriffen habe. Das pastellfarbene Cover vermittelt einen anderen ersten Eindruck und auch die Buchbeschreibung lässt nicht wirklich erahnen, wie heftig es in dieser Geschichte zur Sache gehen wird. Dies als kleine Warnung vorab für alle, die eine lockerleicht zu lesende Jugend-Sommer-Geschichte erwarten! Nachdem ich mich dann aber einmal in die Story hineingefunden hatte, fand ich das Buch durchaus spannend. Die vielen Gewaltszenen sind nicht immer einfach zu lesen, in meinen Augen kommt die Stimmung zwischen den Jugendlichen und in der Stadt allgemein aber sehr gut rüber, ich konnte mir das alles gut vorstellen und fand es auch (leider!) recht glaubwürdig. Gerade die sich immer weiter hochschraubende Gewaltspirale fand ich zwar bedrückend, aber auch in der Realität absolut vorstellbar. Was für mich nicht so ideal gepasst hat, war die Geschichte um Sofias Vergangenheit und Herkunft. Das war für mich nicht so richtig schlüssig und kam mir etwas zu konstruiert vor, auch wenn dem eine spannende Idee zugrunde lag. Insgesamt für mich ein überraschendes Jugendbuch mit vielen interessanten Themen und mehr Härte, als ich es erwartet hatte – aber durchaus empfehlenswert für alle LeserInnen, die keine Schwierigkeiten damit haben, wenn es in einem Buch etwas härter zur Sache geht und auch Gewaltszenen explizit beschrieben werden.

Lesen Sie weiter

Eines Nachts fahren zwei junge Erwachsene immer schneller, immer weiter fort von einem zum nächsten Staat der USA. Einer der Beiden, ein Mann mit einer Security-Statur und zahlreichen Tattoos, ist angeschossen und scheint um sein Leben mehr als hart zu ringen. Beide verstecken im Auto ein kleines Kind von gerade einmal vier Jahren, welches - blutverschmiert - noch immer nicht recht begreifen kann, was gerade passiert ist. Irgendwann kommen die drei in dem Städtchen Highville an, setzen sich dort nieder und werden zu einer mehr oder weniger normalen Familie. In einem flirrend heißen Sommer dann, Sofia, wie sie nun heißt, ist mittlerweile 15 Jahre alt, braut sich ein grausamer Sturm zusammen. Während die Hitze immer unerträglicher wird und sie mit ihren besten Freunden Oscar, Jeremy, Nicky und Abigail einfach nur den Sommer genießen möchte - mit Partys und Schwimmengehen. Doch dann verschlimmert sich die Lage zwischen Oscar und seinem gewalttätigen Bruder, sodass dieser mit seinen Freunden Jazz, Chloe und Tommy gewissermaßen Jagd auf die Teenager macht. Sofia, die ihr Temperament so gut wie überhaupt nicht zu bändigen vermag, trägt in der nächsten Zeit wesentlich dazu bei, dass sich Gewaltexzesse immer weiter hochschrauben. Darüber hinaus werden auch immer mehr Unbeteiligte zu Opfern schier grenzenloser Brutalität. Auch wenn man jedes Mal glaubt, mittlerweile müssten die Charaktere am Boden liegen und nicht mehr in der Lage sein, aufzustehen, geht es doch immer weiter... Irgendwann gipfelt alles in einem unfassbaren Orkan, den keiner der Beteiligten so erwartet hätte... Parallel dazu verläuft eine zweite Handlung, denn selbstverständlich lässt sich eine derart düstere Vergangenheit wie die Sofias und deren Zieheltern Harriet und Schill nicht einfach abschütteltn. Eines Sommertages taucht, als wäre für Sofia nicht schon genug im Argen, Isaac auf und behauptet, ein alter Freund ihrer Eltern zu sein. Sofia, wissend dass dies nicht möglich ist, da alle drei falsche Papiere und nie im Leben alte Bekannte haben, ist und bleibt misstrauisch. Dadurch, dass ihre Eltern sich mit einer Mischung aus blankem Hass und Kleinbeigeben mit dem Besuch des Mannes arrangieren, wird Sofias Unbehagen verstärkt. Nach und nach sickert durch, dass der Fremde etwas mit Sofias Vergangenheit zu tun hat. Er weiß darum, dass sie entführt worden ist und will sie zurück holen, an ein medizinisches Institut, das an Sofia große Interesse hat, ein Ort, an dem ihre Mutter vor Jahren in den Tod getrieben wurde. Selbstverständlich erinnert sich die Jugendliche nur bruchstückhaft an die Ereignisse der verheerenden Nacht oder an die Zeit davor. Aber einiges weiß sie auch ganz sicher, ohne dass Schill und Harriet ihr jemals alles erklärt hätten: Sie ist nicht das Eigentum von irgendwem und die beiden Menschen bei denen sie lebt, ihre Eltern, liebt sie über alles. Sie darf nicht zulassen, dass ihnen irgendetwas zustößt. Doch schon bald wird klar, dass Isaac und seine Männer auch vor Gewalt nicht zurückschrecken, um das zu bekommen, was sie wollen. Und so wird Sofia zum Handeln gezwungen... Es ist wirklich schwer, den Inhalt des Buches einigermaßen wiederzugeben, da sich verschiedene Handlungsstränge, die auf eine gewisse Art miteinander verknüpft werden, über 476 Seiten erstrecken. Dabei verliert sich die Autorin immer wieder in Ausführungen, welche für die Handlung vielleicht nicht gerade bedeutungsvoll sind, aber dem Leser dennoch viel Atmosphäre und ein Gespühr für die Figuren vermitteln. Was mich beeindruckt hat, ist, dass es der Autorin in ihrem Debütroman gelingt, die Figuren ganz selbstverständlich miteinander agieren zu lassen und dem Leser ermöglicht, ganz tief einzutauchen, sodass er die verschiedenen Charaktere sehr gut kennt. Zwar erfährt man nur nach und nach über in der Vergangenheit liegende Ereignisse, merkt auf diese Art und Weise allerdings auch, weshalb sich einzelne wie zueinander verhalten und warum wer wie zu wem steht. Gerade bei einem Erstlingswerk ist das meines Erachtens eine große Leistung. Allerdings, das muss ich auch zugestehen, erhält "Sturmflimmern" so seine Längen. Auch wenn es in meinen Augen beinahe durchgehend spannend war, fiel es mir manchmal schwer, mich durch einzelne Passagen zu kämpfen. Der Schreibstil ist sehr angenehm - verständlich auf der einen, extrem packend und ergreifend auf der anderen Seite. Der Autorin gelingt es, einen mitten ins Geschehen zu ziehen; nicht nur, was die Figuren, sondern auch was die Handlung angeht. So konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und habe mit den zahlreichen Figuren, die es allesamt nicht leicht haben, gefiebert. Die Handlung ist äußerst brutal, weswegen das Buch sicherlich nicht für jeden geeignet ist. Die Protagonisten sind in einer Gewaltspirale gefangen, aus der sie einfach nicht entkommen können. Immer mehr spitzt sich die Lage zu und die Abstände zwischen den einzelnen Exzessen nehmen ab. Dabei beschreibt die Autorin auf sehr eindringliche und detailverliebte Art, wie diese vonstatten gehen. Solche Szenen, in denen Knochen gebrochen, Schüsse abgefeuert oder Menschen gewürgt werden, nehmen den Großteil des Buches ein, so war mein Gefühl. Immer wieder war ich von so viel Hass und Brutalität überrascht, aber auf eine erschreckende Weise wirkte das Erzählte so real und greifbar, dass man es kaum anzuzweifeln mag. Darüber hinaus folgt ein Schlag schlüssig auf den nächsten und man ist bei den einzelnen Aktionen so im Geschehen, dass das Gesamtbild plausibel wirkt. Denn tatsächlich glaubt man der Autorin, nimmt ihr die Geschichte ab und versteht, wie es dazu kommen konnte, dass der sprichwörtliche kleine Stein große Wellen schlägt. Sehr ansprechend finde ich zudem, wie das Wetter die Stimmung im Buch widerspiegelt und das trägt ebenfalls zu der angespannten Atmosphäre bei. Auch der ausgewählte Handlungsort und -zeitraum sind mit einer Kleinstadt in den USA der 80er Jahren sehr vielversprechend und geschickt gewählt. Dank der ausführlichen Beschreibungen kann man sich die einzelnen Gebiete hervorragend vorstellen, weswegen mir immer wieder in den Sinn kam, dass das Buch auch als Film sehr gut funktionieren würde. Mich konnte "Sturmflimmern" sehr packen und aufgrund der bildgewaltigen Sprache tauchte ich sehr schnell ins Gesehen ein. Die meiste Zeit über hatte ich das Gefühl kein Leser, sondern ein Beteiligter zu sein, was gerade bei einem Debütroman beeindruckend ist. Dennoch hatte das Buch zwischenzeitig wegen sehr ausführlicher Beschreibungen langatmigere Stellen, was aber zu einem besseren Verständnis der Beweggründe und Ähnlichem beitrug. Für Zartbesaitete ist "Sturmflimmern" mit seinen zahlreichen deatilreich geschilderten Gewaltszenen sicherlich nicht geeignet. Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt und einen aufgrund mehrerer Handlungsstränge etwas verwickelten Roman über das Erwachsenwerden und wahre Freundschaft lesen möchte, der nicht vor lauter Kitsch trieft, ist mit diesem Werk sehr gut beraten! Ich vergebe 4,5/5 Sternen

Lesen Sie weiter

Natürlich hat man als Leser von Jugendbücher schon ein gewisses Bild, wie weit sich Autoren eigentlich „herauslehnen“ dürfen. Für mich hat die noch sehr junge Autorin Moira Frank definitiv ein Zeichen gesetzt, dass in ihrer Geschichte – welche übrigens im übergreifenden All-Age Gebiet angesiedelt ist – schon ein anderer Wind weht. Explizite Gewaltanwendungen stehen in „Sturmflimmern“ sehr stark im Mittelpunkt, was nicht jedermanns Cup of Tea sein wird. Darüber sollte man sich im Klaren sein. Für mich persönlich war diese Vorwarnung allerdings der Hauptgrund, weshalb ich das Buch lesen wollte. Damit wurde meine Neugierde geweckt. Der Unterschied zwischen Jugendbuch und All-Age wird unter Umständen auf dem deutschen Buchmarkt noch nicht genug hervorgehoben. Franks Erstling ist da ganz sicher nicht in das Jugendbuch-Raster zuzuordnen, und deshalb ein gutes Beispiel für die Unterschiede. Man merkt in „Sturmflimmern“, dass sich im All-Age Freiheiten genommen wurden, sowohl von der Beschreibung einiger Gewaltakte als auch vom sprachlichen Niveau, die im Jugendbuch nicht funktionieren würden. Bereits der Klappentext lässt vermuten, dass es der Leser bei Moira Franks Debüt nicht mit einer locker flockigen Sommergeschichte zutun haben wird. Die Leseprobe und der düstere Prolog feuern das Gefühl dann auch mächtig an. Der Buchtitel „Sturmflimmern“ steht für ein bedrohliches Gewitter, das sich in einer heißen Kleinstadt Amerikas sehr langsam auflädt, sowohl meteorologisch als auch im Leben des jungen Mädchens Sofia. Die Hauptfigur ist ein impulsives Mädchen mit ausgeprägtem Freigeist und einer großen Lücke in früher Kindheit. Lernt man sie und ihre ungewöhnliche »Patchwork-Familie« kennen, versteht man recht schnell wieso. Sofia gefiel mir, weil sie nicht einfach muckte nachdem sie wieder einmal verkloppt wurde. Die Familie, woher wir kommen und wer uns prägt, sind sehr präsente Themen in „Sturmflimmern“. So stehen klare Probleme in der Familie auch im Fokus, aber auch Zusammenhalt unter Freunden. Es sind Aspekte, mit denen sich die Autorin persönlich identifizieren kann, was daher ihre Schreibe sehr authentisch werden lässt. Die Figuren sind allesamt recht charakterstark und unheimlich interessant. Es fesselte mich die Charaktere zu begleiten und mit ihnen zu fiebern. Der Erzählstil ist sehr einnehmend, so manches Mal auch ausufernd, was einem unter Umständen beim Lesen fordert. Aber irgendwie treibt die Autorin den Leser auch immer weiter. Schließlich will man dranbleiben. Und es lohnt sich definitiv. Packend, aufwühlend und schockierend ist dieses Debüt, und absolut nichts für nebenbei.

Lesen Sie weiter

Sehr brutal

Von: Julia

01.12.2016

Das Cover des Buches ist sehr schlicht gehalten, und täuscht meiner Meinung nach über den Inhalt, erst dachte ich mir 'geh das hast du sicher schnell gelesen'. Aber bereits nach dem ersten Kapitel ist klar, dass es sich keineswegs um leichte Kost handelt. Im ersten Moment war ich über die Brutalität des Buches sehr überrascht, die sich aber im Laufe der Geschichte noch steigert. Sofia ist 15 und lebt bei einem Paar, dass nicht ihre echten Eltern sind, wieso weshalb warum erfahrt ihr im Buch. Und geht in Texas zur Schule, die Geschichte beginnt kurz vor Beginn der Sommerferien, als ihr bester Freund Oscar von seinem großen Bruder David bedroht wird, Sofia geht dazwischen und zieht so seine Wut auf sich. Was als nicht ganz harmloser Streit zwischen Geschwistern beginnt, entwickelt sich zu etwas, was mich mit offenem Mund zurück gelassen hat. Wenn jemand ein Problem mit Gewalt hat, sollte er dieses Buch wohl eher nicht lesen, da es wirklich sehr bildlich und genau beschrieben wird. Dann taucht auch noch ein alter Bekannter von Sofias Eltern auf, und von Anfang an hat sie im Gefühl, dass er ihnen nichts gutes will - und dass es etwas mit dem Leben zutun hat, dass sie alle drei zurück gelassen haben. Das Buch konnte konstant seine Spannung halten, allerdings bin ich ein paar Tage später immer noch über die schiere Gewalt geschockt, weshalb ich es nicht unbedingt als geeignetes Jugendbuch ansehen würde. Ich persönlich kenne niemanden der so brutal ist, trotzdem ist es natürlich gut solche Defizite aufzuweisen, weshalb ich es zwar für ein gutes Buch halte. Richtig Spaß hatte ich allerdings nicht beim lesen.

Lesen Sie weiter