Leserstimmen zu
Die Clique

Mary McCarthy

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€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Inhalt: Eine Zeitreise ins Manhattan der schillernden 30er Jahre: Die Clique – acht bestens ausgebildete junge Frauen, die sich nach Abschluss ihres Studiums am vornehmen Vassar-College hoffnungsfroh ins Leben stürzen, um ihre Träume zu verwirklichen. Begabt, leidenschaftlich und lebenshungrig sind sie alle, doch ihre Lebenswege sind ganz unterschiedlich. Auf der Suche nach sich selbst, nach Abenteuer, Sex und der großen Liebe durchleben Lakey, Libby, Kay & Co Krisen und Konflikte, üben den Spagat zwischen Kindern und Karriere und kämpfen um Freiheit und Eigenständigkeit. Was aus ihnen und ihren Träumen wird, erzählt Mary McCarthy meisterhaft – authentisch, bewegend und blitzgescheit. Meine Meinung: Ein Buch, dass in seinem Erscheinungsjahr 1963 für Furore gesorgt hat. Wie ich finde, ist es auch im Jahre 2018 immer noch brandheißes Material, denn auch wenn das hier beschriebene Frauenbild aus den 30er Jahren natürlich nicht mehr ganz zeitgemäß ist, sind die Grundthemen heute noch genauso aktuell wie vor über einem halben Jahrhundert! 8 Frauen und deren Geschichten, alle in ihrem Wesen und ihren Vorstellungen vom Leben unterschiedlich, aber dennoch eint sie eines: sie müssen sich als Intellektuelle Akademikerinnen in einer Welt zurecht finden, in der sie sich den Männern unterzuordnen haben und unmündig sind. Eine Ehe versprach zwar Sicherheit, aber auch Selbstaufgabe, Einiges an der Geschichte erinnert an die Storys bekannt aus Sex in the City, Themen wie Mutterschaft ohne Selbstaufgabe, Karriere, Ehebruch und viel Sexualität. Und diese Gesamt-Kombination macht das Buch auch so lesenswert. Auch wenn die Welt sich um einiges weitergedreht hat können wir heute immer noch nicht von einer Gleichberechtigung sprechen und viele Frauen haben sich auch heute noch die gleichen Fragen wie in den 30er Jahren zu stellen. Eine absolute Empfehlung, die zum Nachdenken anregt.

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In "Die Clique" geht es um eine Gruppe von Freundinnen, die vor allem durch ihre gemeinsame Studienzeit miteinander verbunden sind. In einer Zeit, in der Frauen der Zugang zu akademischer Bildung noch nicht so offen stand wie heute, machen die Freundinnen ihren Abschluss und erhoffen sich Großes von ihrer Zukunft. Im weiteren Handlungsverlauf wird dann abschnittweise jeweils eine der Frauen näher betrachtet und ein Stück lang auf ihrem Lebensweg begleitet. Mary McCarthy gelingt es wunderbar, den Leser mitten hinein in die Geschichte zu entführen. Ihr Erzählstil ist dicht und detailliert, der Inhalt ihrer Geschichte noch immer hochaktuell. Zwar mag sich die Art der Probleme, Sorgen und Ängste von Frauen seither ein wenig verändert haben, trotzdem bangt und fühlt man als Leserin mit den Freundinnen mit und kann man ihre Entscheidungen mal mehr, mal weniger nachvollziehen. Fazit: Eine sehr atmosphärische und inhaltlich noch immer aktuelle Geschichte mit ironischen Untertönen und interessanten Charakteren.

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Beim Lesen dieses Buches muss man sich immer wieder vor Augen führen, dass es neu aufgelegt wurde und die ursprünglich bereits 1963 geschrieben wurde, als das Frauenbild noch ein anderes war als heute und die Geschichte noch dazu in den 1930er Jahren spielt, wo das noch umso mehr der Fall war. Die Schriftstellerin selbst ist 1912 geboren und hat die von ihr beschriebene Zeit selbst miterlebt. Die Geschichte dreht sich um 8 Frauen, die nach ihrem Studium ihren Weg im echten Leben suchen. Man wird in die Gruppe herein geschmissen, als sich alle bei der Hochzeit von Kay treffen, die als Erste diesen Schritt wagt. Mich haben die vielen (zum Teil etwas ähnlichen) Namen zuerst etwas durcheinander gebracht und es fiel mir schwer, die einzelnen Infos zu den Charakteren immer wieder den Namen zuzuordnen. Nach und nach bekamen die Personen aber ein Profil und man durchlebte mit ihnen verschiedene Situationen, die vielleicht heute unproblematisch wären oder so nicht mehr vorkommen würden. Es geht um Männer, Empfängnisverhütung, Untreue und das Finden des eigenen Lebensweges. Ein wenig "Sex and the City" in den 30ern. Nicht umsonst hat Candace Bushnell, die Erfindern von Carrie, das Vorwort zu dieser Neuauflage geschrieben. Insgesamt sind am Ende nur wenige Charaktere wirklich interessant genug, dass sie im Gedächtnis bleiben. Ein paar Situationen, sie beschrieben werden, machen nachdenklich und froh darüber, dass sich die Welt und die Position der Frau gewandelt hat. Auch wenn es immer noch Punkte gibt, über die sich streiten lässt, mag man sich kaum vorstellen, wie ausgeliefert und unmündig die Frauen damals gehalten wurden.

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