Leserstimmen zu
Star Wars™ - Die Sith-Lords

Paul S. Kemp

(0)
(1)
(2)
(0)
(0)
€ 13,00 [D] inkl. MwSt. | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empf. VK-Preis)

In Anbetracht des Titels "Die Sith-Lords" würde man sich eine einerseits wuchtige, andererseits die dunkle Seite der Macht näher beleuchtende Geschichte erwarten, bekommt stattdessen in Paul S. Kemps erstem Kanon-Werk einen recht generischen Plot ohne allzu viele Schlenker aufgetischt, dessen größtes Versäumnis es wohl ist, dass die titelgebenden Figuren in weiten Teilen wie bloße Staffage wirken und kaum an Tiefe hinzugewinnen, wenn man einmal von einigen wenigen, vielversprechenden Szenen absieht. Dergestalt leider ein sehr durchschnittlicher Star Wars-Roman, der auch nichts Substanzielles zum Kanon beizutragen weiß.

Lesen Sie weiter

Kurzreview Der Titel und der Klappentext des Buches könnten etwas irreführend sein. Ebenso wie das Cover, auf dem neben Palpatine, Vader und Sturmtruppen auch noch AT-ATs und menschliche Rebellen zu sehen sind, die im Buch nicht vorkommen. Schließlich geht es nur um eine Gruppierung rebellierender Twi’Lek von Ryloth und nicht um die Rebellenallianz, die man aus der Originaltrilogie kennt. Eben diese rylothischen Rebellen stehen zumindest in der ersten Hälfte des Buches stark im Vordergrund. Die namensgebenden Sithlords spielen in diesem Abschnitt des Buches nur eine Nebenrolle. Erst in der zweiten Hälfte des Buches begleitet der Leser Vader/Palpatine und die Rebellen zu etwa gleichen Teilen. Diese zweite Hälfte ist es auch, die der Klappentext beschreibt. Die ersten etwa 200 Seiten zieht das Buch seine Spannung eher aus dem Zeitdruck und der technischen Herausforderung für die Rebellen einen großangelegten Angriff auf den Sternzerstörer Bedrohung zu planen und durchzuführen. Neben den Rebellen spielen auch noch der Kollaborateur Belkor Dray, ein imperialer Colonel, und seine Vorgesetzte Moff Mors eine Rolle. Die Schicksale und Pläne der verschiedenen Parteien, die der Leser in dem Buch begleitet, stehen meist im Gegensatz zueinander. Daraus resultiert die Spannung, die das Buch über den gesamten Verlauf halten kann. In der zweiten Hälfte des Buches nimmt das Tempo etwas zu und die Einzelnen Fäden beginnen zum Showdown im dschungelartigen Äquatorialwald von Ryloth zusammenzulaufen, in dem natürlich auch die Natur ein Wörtchen mitzureden hat. Genau dieser Kampf gegen die Natur beleuchtet das Verhältnis von Darth Vader zu seinem Meister Palpatine. Die Dynamik zwischen den beiden ist durchaus interessant, da der Imperator Vader mit seiner Vergangenheit konfrontiert und gleichzeitig seine Treue auslotet. Schließlich gibt es alte Sith-Gesetze, wie etwa die Regel der Zwei, nach der der Schüler irgendwann seinen Meister an Macht übersteigt und tötet um seinerseits die Macht an sich zu reißen und einen neuen Schüler zu unterweisen. Der Kampf gegen Ryloths Fauna nutzt sich leider irgendwann ein bisschen ab, da er wenig Abwechslung bietet. Langweilig wird es aber nicht. Vor allem das durchaus perfide Ende ist aus Sicht des Lesers sicherlich durchaus versöhnlich und charakterisiert den Imperator wie keine andere Szene im Buch. Für Fans weiterhin interessant sind die transmedialen Bezüge auf andere Star Wars Inhalte. Cham Syndulla taucht beispielsweise bereits in Star Wars Clone Wars als Anführer rylothischer Unabhängigkeitskämpfer auf. Außerdem könnte einem der Name Syndulla bekannt vorkommen. Hera Syndulla, eine der Hauptfiguren aus der etwas später angelegten Serie Star Wars Rebels, ist niemand geringeres als Chams Tochter. Das Buch und die deutsche Übersetzung, sind durchaus gelungen, auch wenn sich einige Wörter oder Satzteile einige Male wiederholen. Der allgemeine Stil ist gut verständlich und lässt sich flott und unterhaltsam weglesen. Die Länge von etwas über 400 Seiten war der geschichte absolut angemessen, so dass sich keine Längen eingeschlichen haben. Das gefiel mir soweit ganz gut. Fazit Der Roman die Sithlords trägt einen durchaus würdigen Teil dazu bei die Lücke von etwa zwanzig Jahren zwischen Prequel- und Originaltrilogie mit Inhalt zu füllen. Zudem beleuchtet er auf interessante Weise das Verhältnis von Palpatine/Vader respektive Meister/Schüler und zeigt den Imperator in seiner ganzen Niedertracht. Außerdem zeichnen sich Auswirkungen auf den weiteren Geschichtsverlauf dieser Epoche ab.

Lesen Sie weiter

Der Imperator und Lord Vader müssen für eine Mission nach Ryloth reisen, doch deren Sternzerstörer wird von einer offensichtlich sehr gut organisierten Gruppe von Widerstandskämpfern rund um Cham Syndulla, dem Vater von Hera Syndulla aus Star Wars Rebels, attackiert. Die Sith-Lords sind dadurch dazu gezwungen, auf Ryloth – abgeschnitten von der Außenwelt – selbst zurecht zu kommen. Schon bald merkt Lord Vader, dass sich dieser Aufenthalt zu einer Prüfung für ihn zu entwickeln scheint… Ich will ganz ehrlich sein: Die Grundgeschichte ist nicht mal schlecht, spielt aber in der falschen Epoche. Der Darth Vader, wie er hier rumhüpft, mit einem Raumschiff abstürzt oder Dinge repariert, ähnelt Anakin Skywalker aus den Klonkriegen viel zu sehr. Die beiden dunklen Lords legen diesen mystischen Schleier, der sie in den Filmen umgibt ab und scheinen viel zu verwundbar. Das Cover zeigt passenderweise Vader und den Imperator, allerdings in einer Situation, die im Buch so schlicht und ergreifend nicht vorhanden ist. Nicht mal annähernd. Irgendwie erscheint das Bild deswegen eher wie eine Collage aus verschiedenen Elementen, die wohl irgendwie etwas mit dem Titel zu tun haben. Haben die Designer das Buch überhaupt gelesen? Nach dem ausgezeichneten Roman Eine neue Dämmerung haben wie hier ein in allen Belangen schlechteres Star Wars Buch, das deshalb wirklich nur von Fans gekauft werden sollte. Leute, die einfach gelegentlich gerne Star Wars Bücher lesen, können diesen Roman gut und gerne überspringen. -gekürzte Fassung

Lesen Sie weiter