Leserstimmen zu
Die sieben Kreise der Hölle

Uwe Wilhelm

Helena Faber (2)

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Dies ist der zweite Teil um Staatsanwältin Helena Faber und ihrem Ex-Mann Robert. Doch dieses Mal wird es sehr persönlich, denn die Töchter der beiden werden entführt. Es folgt eine Schnitzeljagd, wenn man sie denn so bezeichnen möchte, die dem Leser sehr sehr viel abverlangt. Ich habe lange überlegt, wie ich an diese Rezension heran gehe, denn das Thema ist echt harter Tobak und nichts für schwache Nerven. Ich war teilweise kurz davor, dieses Buch abzubrechen, nicht weil es schlecht war, sondern weil es hier um Kinder ging, um Gewalt, Menschenhandel, Kinderpornografie, um nur ein paar Dinge zu nennen. Ich habe wirklich schon einiges gelesen, was die oben genannten Themen betrifft, aber dieses Buch hier gehört definitiv an die Spitze. Im Grunde genommen versetzt der Autor den Leser in die Situation, in die Helena ist, denn ich glaube, jede Mutter, jeder Vater, kann die Handlungen der Hauptprotagonistin nachvollziehen und würde vermutlich ebenso handeln, wie sie es getan hat. Die Geschichte an sich ist nicht neu, aber sie ist aktueller denn je. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, wenn der Autor hier weniger brutal vorgegangen wäre und etwas mehr Handlung. Ich hätte mir noch mehr Tiefe in den Charakteren gewünscht. Helena und Robert kommen zwar menschlich rüber und auch ihre Handlungen sind nachvollziehbar, doch trotzdem war keine Bindung so wirklich da. Schade eigentlich. Mein Fazit: Als Autor kann man es nicht jedem Recht machen und das ist auch gut so. Ich fand die Geschichte an sich klasse, auch wenn sie nicht neu war von der Handlung her. Doch sie war mir definitiv an manchen Stellen zu brutal. Ich gebe Uwe Wilhelm und dem Buch "Die 7 Kreise der Hölle" 4 Sterne. Fazit: Definitiv ein Buch, das nicht jeder lesen kann. Ich danke dem Bloggerportal, sowie dem Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dies hatte jedoch keinerlei Auswirkung auf meine Bewertung.

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Der zweite Band der Helena Faber Reihe ist auf jeden Fall ein ganzes Stück spannender und kommt wesentlich schneller (und heftiger) zur Sache. Kindesentführung, Zwangsprostitution, Mord und Menschenhandel - alles geht hier Schlag auf Schlag. An sich sehr gut, immerhin erwartet man von einem Thriller genau das: Gänsehaut und Spannung pur. Leider flachte genau das im Mittelteil etwas ab. Nicht weil die Grundstory nicht gut wäre, aber ich war teilweise etwas irritiert von unserer Protagonistin. Nicht alle ihre Handlungen waren für mich wirklich gut nachvollziehbar. Auch die eingebauten Wendungen, wirkten eben genauso: Eingebaut. Es hat sich für mich selbst im Lesefluss leider nicht so natürlich angefühlt wie ich es gerne wollte. Dennoch ein durchaus spannender Thriller der sicherlich den meisten Lesejunkies gefallen wird. Ich werde mir auch den nächsten Teil der Reihe definitiv zulegen, denn Thriller Liebhaber kommen durchaus auf ihre Kosten.

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Die Staatsanwältin Helena Faber hat ihren letzten Fall noch nicht wirtklich abgeschlossen, als sie ein neuer Albtraum erwartet: Ihre beiden Töchter wurden entführt. Es scheint, als bestehe eine Verbindung zum Dionysos-Fall, in dem Faber ermittelte. Eine Jagd beginnt, die Helena in eine schreckliche Welt führt, in der Menschenhandel und Kindesmissbrauch an der Tagesordnung ist. Und der Gedanke, dass sich Helenas Kinder in der Gewalt genau dieser Menschen befindet, treibt sie zum Wahnsinn … . Was für ein Buch! Ähnlich wie im ersten Teil "Die sieben Farben des Blutes" geht Uwe Wilhelm auch bei der Fortsetzung  seiner Trilogie um die Staatsanwältin Helena Faber von Anfang an in die vollen. Teil 2 beginnt, wo Teil 1 endet und man erliegt dem unglaublichen Sog von Wilhelms spannendem Schreibstil erneut nach nur wenigen Sätzen. Da wird keine Zeit mit Erklärungen und Rückblenden verschwendet - der Leser wird sofort ins kalte Wasser geworfen. Ähnlich wie die Protagonisten, die nämlich selbst nicht weiß, wo ihr der Kopf steht bei all den Geschehnissen, die um sie herum passieren. "Die sieben Kreise der Hölle" übertrifft selbst den ersten Teil der Reihe, und der hat mich schon mehr als fasziniert und begeistert. Uwe Wilhelm schreibt seinen Plot konsequent fort, verwandelt die taffe Helena Faber in eine hilflose und verzweifelte Mutter, die aber dennoch mit aller Macht versucht, alles in den Griff zu bekommen. Rasant und atemberaubend zieht die Handlung an einem vorüber und man vergisst teilweise, dass man ein Buch in der Hand hält, denn Wilhelms Schilderungen sind dermaßen filmreif, dass sich die Buchstaben in bewegte Bilder verwandeln. Thematisch begibt sich Uwe Wilhelm dieses Mal wortwörtlich in eine Hölle, die den Leser umso mehr erschreckt, weil sie mit viel Hintergrundwissen sehr detailliert und nachvollziehbar geschildert wird. Kindesentführung, -misshandlung und Menschenhandel werden hier behandelt, dass es einem eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken jagt. Verbunden mit dem unglaublich schnellen Erzählstil kommt man kaum zum Atemholen, so spannend wird der Plot serviert. Uwe Wilhelm hat einen Thriller geschaffen, der nachwirkt und den Leser beschäftigt. Wilhelm bedient mit seiner Thriller-Reihe zwar das Mainstream-Publikum, bewegt sich aber mit seinen Werken definitiv außerhalb der gängigen Klischees im Thriller-Genre. Er packt Tabuthemen an. Aber nicht nur das, er schildert sie auch wirklich schonungslos und brutal, überschreitet manchmal sogar Grenzen und kann dadurch absolut überzeugen. Ich kann gar nicht mehr aufzählen, wie oft ich mir während des Lesens gedacht habe: "Wow, was für ein Hammerbuch!" Wer Berlin kennt, wird zusätzlich noch seine wahre Freude haben, wenn die Protagonisten durch Stadtteile hetzen, die man durch die detaillierten Beschreibungen (Straßennamen) ganz klar vor Augen hat. "Die sieben Kreise der Hölle" macht unglaublich Spaß, was, wie schon beim ersten Teil, auch an den wunderbaren und authentischen Dialogen liegt. Wilhelm legt seinen Protagonisten nämlich Worte in den Mund, die die meisten von uns ebenfalls genau so sagen würden. Der zweite Teil der Helena Faber-Trilogie baut auf dem ersten Teil auf, so dass man wirklich mit Teil 1 beginnen sollte. Interessant ist dadurch nämlich auch die Entwicklung der Charaktere. Viele Entwicklungen im Plot sind nicht vorhersehbar und machen das Buch extrem spannend. Beim Ende fühlte ich mich an eine gewisse Filmreihe erinnert, empfand dies aber, sofern ich mit meiner Vermutung richtig liege, eher als eine Verbeugung seitens des Autors. Insgesamt führt "Die sieben Kreise der Hölle" konsequent den Geist von "Die sieben Farben des Blutes" weiter, verbindet die beiden (im Grunde genommen eigenständingen) Geschichten zu einem einzigen Plot, der, gesamt gesehen, absolute Logik zeigt. Das Ende ist, wie ich es nicht anders erwartet habe, eine grandioser Cliffhanger, der den Leser wie einen begossenen Pudel zurücklässt. Einerseits hat die Geschichte zwar ein Ende gefunden, andererseits lassen die Entwicklungen der ersten beiden Teile auf ein bombastisches Finale hoffen. Ich bin überzeugt, dass Uwe Wilhelm meine Hoffnungen erfüllen wird, denn schon mit dem vorliegenden zweiten Teil hat er eindeutig bewiesen, dass eine Steigerung gegenüber dem ersten Teil machbar war. Für mich zeigt "Die sieben Kreise der Hölle", dass Thriller auch mal abseits des Mainstreams möglich sind und sogar bei weitem besser unterhalten als Werke, die nach einem bestimmten Schema verfasst werden. Wilhelm hat eine Protagonistin erschaffen, die manchmal sympathisch und manchmal weniger sympathisch wirkt. Glaubwürdiger kann man eine Heldin nicht machen. Daumen hoch für diesen Wahnsinns-Thriller. . Fazit: Noch spannender als Teil 1. Temporeicher geht fast nicht. © 2018 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Endlich hat sich Helena Faber so weit von ihrem letzten Fall erholt, dass sie mit Familie und Freunden ihre Rückkehr in den Alltag feiern kann. Die einzigen, die bei Tisch noch fehlen, sind ihre beiden Töchter. Haben sie wieder einmal beim Spielen die Zeit vergessen? “DU BIST KUNST” Helena macht sich auf die Suche und sieht gerade noch, wie beide Mädchen einem Transporter folgen, der um die Ecke biegt. Alarmiert nimmt sie die Verfolgung auf. Zu Fuß. Als der Wagen anhält, kann sie zwar aufholen, muss aber hilflos mit ansehen, wie beide in den Laderaum einsteigen. Sofort gewinnt das Auto wieder an Fahrt und entkommt mit seiner wertvollen Fracht. Was Helena bleibt, sind Kennzeichen, Automarke und der Schriftzug “Du bist Kunst”. AUCH BAND ZWEI DER REIHE FESSELT Nach Die 7 Farben des Blutes ist Die 7 Kreise der Hölle das zweite Buch aus der Helena Faber Reihe von Uwe Wilhelm, das ich lese. Und wieder war ich begeistert. Als Drehbuchautor ist er es offensichtlich gewohnt, schnelle Storys zu entwerfen. Es fällt mir schwer, seine Bücher wieder aus der Hand zu legen. MANCHMAL KÖNNTE ICH KOTZEN Fassungslos machte mich wieder die Kaltschnäuzigkeit, mit der manche Menschen mit anderen Menschen, insbesondere Kindern, umgehen. Auch wenn oder gerade weil ich weiß, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder, Kleinkinder oder gar Babys in manchen Kreisen kein Tabu sind. Ebenso wie die Versteigerung selbiger zur “freien Nutzung”. Wenn ich mir vorstelle, ich weiß, dass dieses Schicksal für meine Kinder erwartet, wenn ich sie nicht rechtzeitig finde, könnte ich kotzen. Dieses Gefühl beim Lesen zu vermitteln, hat Uwe Wilhelm mit Die 7 Kreise der Hölle meisterhaft geschafft.

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Dieser Thriller hat seinen Vorgänger (Die sieben Farben des Blutes) sogar noch übertroffen. Schon ihr erster Fall konnte mich begeistern und mitreißen, aber dieser hat das sogar noch toppen können. Auf der Suche nach ihren Töchtern begleitet man Helena, Robert und ihre Helfer auf einer wahnsinnigen Reise in eine unvorstellbare Welt. Sie müssen in menschliche Abgründe abtauchen und oft kann man gar nicht fassen, was man da liest. Kinderhandel und Missbrauch im ganz großen Stil, perfekt organisiert. Es scheint unmöglich, die wahren Hintermänner zu finden. Viele Verstrickungen, Decknamen und ein sehr gut organisiertes Netzwerk machen die Suche nach den Kindern immer schwerer. Und je mehr nach und nach herauskommt, desto beklemmender wird das Gefühl beim Lesen. Die Täter scheinen keine Fehler zu machen. Sie sind eine große und mächtige Organisation, die aus einflussreichen und vermögenden Menschen besteht, die keine Grenzen zu kennen scheinen. Sie stellen Unvorstellbares auf die Beine. Ein Zahnrad greift perfekt in das andere. Wie kann man so einem übermächtigen Gegner gewachsen sein? Kann man gegen einen "ungreifbaren" Gegner überhaupt kämpfen? Helena und Robert haben zwar einige Helfer, auf die sie sich verlassen können, aber es gibt auch genügend Personen, die alles daran setzen, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt. Irgendwann weiß man gar nicht mehr, wem man noch trauen kann. Polizei, Staatsanwaltschaft überall scheint es Lücken zu geben und die Verfolgung der Täter wird immer gefährlicher. Die Suche führt das Team unter anderem in die Türkei. Das ständige Hin und Her gibt dem Ganzen noch mehr Tempo. Das hat mir gefallen. Es passiert ständig irgendetwas. Es sind viele Personen eingebunden, auch das macht die Sache irgendwie noch spannender, weil man immer versucht, die Verbindungen zu erkennen. Helena Faber ist mir sehr sympathisch gewesen. Sie ist eine starke und selbstbewusste Frau, die wieder mal an ihre Grenzen gehen muss und weit darüber hinaus. Ihr geschieht Unvorstellbares und in dieser Situation muss sie einen klaren Kopf bewahren. Sie ist verzweifelt und wird dann auch noch von einem alten Bekannten mit ihren Ängsten konfrontiert. Rashid Gibran ist genauso wie im ersten Fall. Undurchschaubar und unheimlich. Manchmal hat er mich richtig wahnsinnig gemacht. Helena und Robert geht es da ähnlich, aber sie dürfen eines nicht machen. Ihren Emotionen freien Lauf lassen. Sie müssen sich gerade in dieser Situation beherrschen, um keine Fehler zu begehen und das Leben ihrer Töchter zu gefährden. Dieser Thriller weckt beim Lesen viele Emotionen. Manchmal kann man die Hilflosigkeit von Helena richtig spüren und selbst empfinden. Man fragt sich teilweise, wie soll es ab hier noch weitergehen? Die Kinder scheinen wie vom Erdboden verschluckt. Als hätte sie jemand in ein Paralleluniversum befördert. Und leider Gottes ist es irgendwie auch so. Nur dass es in diesem Universum keine Menschlichkeit zu geben scheint. Die letzten Seiten des Buches haben mir dann nochmal den Rest gegeben ;-) und mich sehr mitgenommen zurückgelassen. Es wühlt einfach alles so auf. Die Ereignisse überschlagen sich teilweise. Es steckt so viel in diesem Thriller. Nicht nur Spannung. Manchmal rührt einen auch die tiefe Freundschaft zwischen Helena, Robert und einigen ihrer Helfern, die für die beiden alles riskieren. Und man beginnt, sich doch die ein oder andere tiefergehende Frage zu stellen. Gerade Gibrans Worte, so unmöglich sie einem anfangs auch erscheinen, regen zum Denken an. Man muss den Vorgänger (Die sieben Farben des Blutes -> Link zu meiner Rezension siehe unten!) nicht zwingend gelesen haben, um diesen Fall zu verstehen, aber ich würde es trotzdem jedem empfehlen. Erstens ist auch dieser Fall wahnsinnig spannend und zweitens wird hin und wieder doch Bezug zum Fall Dionysos genommen. Von der ersten Seite an hat mich dieser Thriller einfach nicht mehr losgelassen. Und ich hätte gern noch weitergelesen. Ich will, muss wissen, wie und ob es weitergeht!!! Also bitte unbedingt lesen!!! Diesen Fall sollte keiner verpassen!!!

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Das Cover passt optisch super zum ersten Band und veranschaulicht gleichzeitig, dass man es hier mit einem düsteren Thriller zu tun hat! Um was geht es? Nachdem Helena Fabers Töchter entführt worden sind, setzen die Berliner Staatsanwältin und ihr Noch-Ehemann Robert alles daran, die Entführer zu schnappen und ihre Töchter wieder zu sich nach Hause zu holen. Die Befüchtung, dass Helenas ehemaliger Vorgesetzter Paulus etwas mit der Entführung zu tun hat, scheint sich immer mehr zu bewahrheiten. Und so geraten die verzweifelten Eltern in ein Katz und Maus-Spiel, bei dem der Feind ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint ... Nachdem man im ersten Band Helena Farber als taffe und starke Persönlichkeit, die es schafft, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen, kennengelernt hat, so zeigt sich in diesem Teil eine ganz andere, neue Seite an ihr! Als verzweifelte Mutter schreckt sie vor nahezu nichts zurück, um ihre beiden Töchter Sophie und Katharina aus den Fängen skrupelloser Menschenhändler zu befreien, die mächtiger sind, als sie angenommen hat. So wie Uwe Wilhelm seine Protagonistin porträtiert, zweifelt man auf keiner Seite, dass Helena Faber ans Ende der Welt und durchs Feuer gehen würden, wenn sie dadurch nur ihre beiden Kinder wieder in die Arme schließen kann. Die seelischen Qualen, die die Protagonistin durchlebt, werden so glaubhaft und absolut real dargestellt! Man verliert sich nahezu zwischen den Zeilen und weiß manchmal nicht, ob man angesicht der Thematik schreien oder weinen möchte! Uwe Wilhelms Schreibstil hat mich von Anfang an in die Geschichte hineingezogen! Auch ohne blutrünstige Szenen, schafft er es, einen zu fesseln und für seine Story zu vereinnahmen! Es war vor allem das doch sehr heikle Thema, dass ich in diesem Buch so nicht erwartet habe! Die Art und Weise - und eben genau deshalb, weil der Autor nicht davor zurückschreckt - wie Uwe Wilhelm über den Handel mit jungen Mädchen und sexuellen Missbrauch schreibt, haben mich einerseits fasziniert, andererseits aber extrem abgeschreckt und wütend gemacht. Die Tatsache, dass das, was die Protagonistin in diesem Buch durchlebt, makabere Realität und der Alptraum vieler Eltern darstellt, hängen mir immer noch nach! Spannend, erschreckend und einfach nur gut! In "Die sieben Kreise der Hölle" porträtiert Uwe Wilhelm die verzweifelte Verfolgungsjagd einer Mutter auf einen Mänschenhändelrring beängstigend realitätsnah!

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Die Berliner Staatsanwältin Helen Faber hat schon bei vielen Mordermittlungen mitgewirkt und zahlreiche Täter hinter Gitter gebracht. Doch dass sie in den eigenen Reihen auf einen Serienmörder stößt und ihr Chef in einem Kinderschänderring aktiv tätig ist, schockiert sie enorm. Nun wurden auch noch vor ihren Augen ihre beide Töchter entführt ohne, dass sie die auf Rachegelüste beruhende Tat verhindern kann. Eine erbarmungslose Jagd beginnt, bei der Helen weit über ihre Grenzen geht und das einst von ihr vertretende Recht keine Rolle mehr spielt. "Die sieben Kreise der Hölle" ist nach "Die sieben Farben des Blutes" der zweite Teil einer Trilogie, in dessen Mittelpunkt die grauenvollen Machenschaften einer Gruppe von Mädchenhändlern stehen. Menschen, deren Macht ungemein weit reicht und die nur schwer beizukommen sind. Deshalb wundert es nicht, dass eine ermittelnde Staatsanwältin und ihre Familie selbst zum Opfer grauenvoller Verbrechen werden und nur wenig Chancen haben, diese aufzuklären. Und während der Leser als Zeuge miterlebt, was mit den unschuldigen Mädchen geschieht, weiß die an den Ermittlungen beteiligte Staatsanwältin Helen Faber nicht, wo ihre Töchter sind und ob sie sie jemals wiedersieht. Uwe Wilhelm offenbart in seinem Thriller schonungslos, wozu Menschen fähig sind. Und obwohl die von ihm verfasste Story das Resultat seiner Gedanken ist, reicht sie erschreckend nah an die Wirklichkeit heran. Eine Tortur für den Leser, der sich genau, wie die überwiegende Zahl der Figuren mit starken Gefühlen auseinandersetzen muss, während er gleichzeitig von dem rasanten Handlungsverlauf gefesselt wird. Seite für Seite fiebert er mit, ist dabei, wenn Schreckliches geschieht und eine zu allem entschlossene Staatsanwältin bis um Äußersten geht. Letztendlich aber ist das alles noch nicht genug und er muss erfahren, wie wenig erfolgreich manche Ermittlungen trotz hohem Einsatz sind. Fazit: Ein gleichermaßen bewegender und mitreißender Thriller, der tief in menschliche Abgründe blicken lässt und neben einer aufkommenden Gänsehaut auch eine deprimierende Hoffnungslosigkeit erzeugt.

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Menschenhandel – Prostitution – Versklavung – Folter – immer noch aktuelle, grausame Themen in manchen Regionen unserer Welt, die eigentlich zivilisierter sein sollte. Jedenfalls behauptet man das immer mal wieder. Es sind die kriminellen Parallelwelten, die immer Mal wieder die gesellschaftliche Oberfläche erreichen. Es gibt sie und mitunter verbergen sich Charaktere aus der Politik, der Wirtschaft und der Religion. Getrieben von urbanen, brutalen Ideen, ein Bedürfnis seine Ängste, die Wut zu kanalisieren, sind solchen Menschen alle Mittel Recht. Uwe Wilhelm greift diese Thematik in seinem neuesten Buch: „Die 7 Kreise der Hölle“ auf. Nach dem ersten Teil: „Die 7 Farben des Blutes“ geht es nun mit der Protagonistin – die Figur der Staatsanwältin Helene Faber weiter. Der Autor lässt Helene Faber und ihren Ex-Mann Robert in abgrundtiefe, grausame Höllen hinabsteigen. Ja es wird persönlich und Frau Faber sieht Rot – und lässt die Göttin des Rechts - Justitia hilflos stehen. Selbstjustiz – und das getrennte Ehepaar jagen gemeinsam, die Entführer ihrer Töchter. Ankläger – Richter – Henker – das Ehepaar ist rücksichtslos und verfolgt die Rettung ihrer Kinder konsequent und mit allen Mitteln. Das sie dabei ebenfalls zu Mördern werden, dass sie sich der Folter bedienen, lässt sie dabei nicht unbedingt sympathisch erscheinen. Auch psychologisch gesehen, verlangt „Die 7 Kreise der Hölle“ den Leser einiges. Thematisch sowieso am Rande des Erträglichen, gibt es radikale Gewaltexzesse und die erzählerische Perspektive des Martyriums der entführten Töchter, ist psychologisch gesehen, nachhaltig effektiv. Die Grundidee einer verschworenen Gemeinschaft, mit Personen des öffentlichen Lebens aus vielen sozialen und beruflichen Schichten unseres Sozialsystems, ist nichts Neues. „Der Club der Humanisten“ wie dieser hier genannt ist, bleibt in einer Schattenwelt verborgen. Schade, denn über eine Organisation und über die Motive der Mitglieder wäre dies ein spannendes Thema gewesen. Hauptsächlich handelt es sich bei der Story um eine actionreiche Schnitzeljagd, eine Blut- und Leichenspur. „Die durch die Hölle“ gehen wird zu einem Mantra für Helena und Robert Faber. Aber nicht nur Leichen pflastern ihren Weg – auf der Strecke bleiben auch die Vernunft, die Moral, die Ethik und das Vertrauen und realistischer wird die Story dadurch auch nicht. Eine respektable Realität, eine authentisch-glaubhafte Story beinhaltet „Die 7 Kreis der Hölle“ nicht. Plakative Gewalt in Kombination mit psychologischem Terror und Simsalabim fertig ist der Bestseller? Die Spannung verliert sich in einem Irrgarten der Gewalt – schade. Vielleicht etwas mehr Handlung, weniger ungeschickte aggressive Verhandlungen mit Schusswaffen wären hier vonnöten gewesen. Es gab auch wenige Charaktere, die tiefsinnig konzipiert wurden – einzig und alleine die Figur von Rashid Gibran, leider nur ein blasser Nebencharakter hatte die Möglichkeit hier wirklich zu faszinieren. Doch dieser blieb jenseits aller Chancen. „Die 7 Kreise der Hölle“ endet allerdings höllisch logisch. Allerdings sind die Kreise noch nicht gänzlich geschlossen. Dieser Part ist erstaunlicherweise überraschend gut gelungen – und „Good“ und „Evil“ zeigen sich mit vielen Schattenseiten. Atmosphärisch absolut stark beschrieben und das der Autor Uwe Wilhelm eine nicht erwartete Ausfahrt nimmt, kommt einen geplanten dritten Teil sehr gelegen. Fazit „Die 7 Kreise der Hölle“ von Uwe Wilhelm ist der Eingang zu einer höllischen Odyssee. Zwar nicht 10 Jahre – aber mindestens 10 Stunden spannender Unterhaltung, die durchaus noch hätte besser sein können. Wir hoffen mal auf mehr Handlung, etwas weniger Blut und einen wirklich intelligenten Widersacher. Michael Sterzik

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