Leserstimmen zu
Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten

Corinna Kegel

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Hardcover
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REZENSION Wie ihr ja inzwischen wisst, bin ich immer auf der Suche nach neuer Literatur über Hochsensibilität. Und obgleich wir nicht davon ausgehen, dass unsere Frieda hochbegabt sein könnte, sondern ihr Gehirn durch ihre Hochsensibilität einfach "nur" unglaublich schnell und effektiv arbeiten kann, wanderte dieses Buch sofort nach dem Lesen des Klappentextes in mein Bücherregal. "Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten" von Corinna Kegel aus der Gütersloher Verlagshaus sprach mich eben sofort an und ich war irre neugierig. Besonders der extrem positive Blickwinkel und die Begeisterung für all das, was durch Hochsensibilität und Hochbegabung möglich wird, klang für mich außergewöhnlich spannend.  Unsere Gedanken und Einstellungen haben ja einen sehr großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Wenn ich immer nur mit negativen Gefühlen durch das Leben gehe, fällt mir auch vieles schwerer. Im Allgemeinen sehe ich sowieso sehr gerne die schönen Dinge des Alltags und versuche auch in für mich eher schwierigen Begegnungen die positiven Anteile herauszuziehen und an den anderen zu wachsen. Das gelingt natürlich nicht immer, aber ist schon ein schöner Grundsatz, wie ich finde. Das hochsensible Wesen unserer Frieda ist dafür ein richtig gutes Beispiel, denn trotzdem wir uns mit unserer Frieda natürlich längst richtig toll eingegroovt haben und das wunderschön-feinfühlige und empathische Wesen unserer Tochter lieben, schlittern wir doch manchmal auch in Situationen, die zunächst anstrengend anmuten und nicht immer so leicht zu bewältigen sind - für Groß und Klein. talentierte und sensible sind reich Literatur, in der die Hochsensibilität als Geschenk gesehen wird, aber die sich trotzdem nicht vor möglichen Alltagsproblemen verschließt, finde ich besonders hilfreich und holt mich als Mama einer hochsensiblen Tochter genau da ab, wo ich stehe. Corinna Kegel spricht in ihrem Buch "Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten" sogar von einem Geschenk, einem ungeahntem Reichtum und außergewöhnlichen Fähigkeiten. Trotzdem ist das Buch in keiner Weise "außerirdisch" oder hebt in irgendwelche spirituellen Gedanken ab, sondern hier sind echte Episoden aus dem Leben von hochbegabten und/oder hochsensiblen Menschen aufgeschrieben, die dann von der Autorin ausführlich und aus dem positiven Blickwinkel beleuchtet werden. So sehr mich das Thema Hochsensibilität ja interessiert und ich die Hochsensibilität unserer Frieda auch als ein sehr großes Geschenk sehe und dankbar für diesen wunderbaren Wesenszug bin, bin ich leider nur sehr schwer in das Buch reingekommen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass "Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten" von Corinna Kegel über hochsensible Erwachsene schreibt und die Leser sich selbst darin Wiedererkennen können. Eine Mama eines Kindes mit hochsensiblem Wesen wie ich, die selbst (wahrscheinlich?!) nicht mit dieser tollen Gabe beschenkt ist, erkennt sich in den Texten halt nicht wirklich wieder und ihr kleines Kind eben auch noch nicht. Ich werde das Buch auf jeden Fall aber in unserem Bücherregal stehen lassen. Es könnte auch für uns irgendwann ein Buch sein, das Frieda Mut macht, all das Wunderbare zu entfalten, was noch so in ihr schlummert. Bist du selbst hochsensibel, hochbegabt oder sogar beides? Dann wird dieses Werk ein wirklich tolles Buch für dich sein. 

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Kann tatsächlich da Leben verändern!

Von: Anja Schmid

20.12.2018

Das Buch von Corinna Kegel hat mich im richtigen Moment gefunden und tief berührt. Die Thematik ist definitiv nicht leicht, da die Hochsensibilität in den Fokus der Gesellschaft rückte und somit Gefahr läuft zu gehypt zu werden. Dann erkennt sich plötzlich jeder als Hochsensibler. Corinna Kegel schafft es in dem Buch alle Aspekte und Facetten zu beleuchten, die relevant und interessant sind im Zusammenhang mit dem Thema Hochsensibilität. In allen Punkten stimme ich mit ihr überein, allerdings heißt das nicht, dass alles in vollster Ausprägung bei jedem hochsensiblen Menschen zutrifft. Die Beispiele und exemplarischen Geschichten verdeutlichen die sachlichen Inhalte und hinterlassen eine frischen Eindruck nach dem Lesen der spannenden theoretischen Informationen. Jeder, der sich fragt, ob er hochsensibel sein könnte, sollte sich das Buch zur Hand nehmen oder vielleicht gibt es jemanden im Umfeld, auf den die Persönlichkeitsstruktur zutrifft. In einem Punkt bin ich allerdings ganz anderer Meinung als Frau Kegel, denn die Gleichstellung bzw. Korrelation von Hochsensibilität und Hochbegabung würde ich nicht vornehmen und eher bezweifeln. Eine Buch, das zum Nachschlagen im Alltag ideal und zum Entdecken der eigenen Persönlichkeit unentbehrlich ist.

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Wie fühlt sich die Welt für einen Hochsensiblen oder einen Hochbegabten an? Und wie lässt sich am besten in ihr leben, wenn man zartbesaitet und/oder hochintelligent ist? Die Autorin Corinna Kegel hat nachgeforscht. Mit ihrem Buch möchte sie Hochsensible (HSP) und Hochbegabte (HB) ermutigen, ihr Inneres zu erforschen und noch unbekannte Räume in sich anzuschauen. Sie nutzt dazu das Geschichtenerzählen und regt die Fantasie an. Die Bilder, welche dabei entstehen, sollen HSP und HB helfen, sich selbst besser zu verstehen. Corinna Kegel geht der Ursache auf die Spur, warum sich viele HSP und HB als falsch empfinden und durch jahrzehntelanges Anpassen, gar nicht wissen, wer sie überhaupt sind. Das Märchen „Das hässliche Entlein“ von Hans-Christian Andersen nutzt sie als ein Hilfsmittel, um das Gefühl der Ausgrenzung zu verdeutlichen. Auch HSP und HB haben Übung darin, sich an anderen zu orientieren, sich zurückzunehmen, um nicht gemobbt zu werden. Aus Angst vor Repressalien wollen sie auf keinen Fall auffallen. Aber all das macht sie unglücklich, weil sie sich immer mehr selbst verlieren. Nur die Selbstakzeptanz, eventuell mit Hilfe eines Mentors, der die Person spiegelt, vollführt die Wandlung vom Entlein zum Schwan. Doch das alleinige Erkennen dieser Geschenke, wie Corinna Kegel, die Begabungen nennt, reicht nicht, um ein zufriedenes Leben zu führen. Sie berichtet von historischen Hochbegabten, wie Gertrude Bell, Sylvia Plath und Carl Friedrich Gauß, die sich in Einsamkeit verlieren. Hinzu kommt bei HSP und HB ein ausgeprägter Freiheitsdrang und Eigenwilligkeit. Außerdem setzen sich beide selbst sehr hohe Maßstäbe. Der HSP leidet zudem unter Reizüberflutung. Der HB hat Schwierigkeiten bei der Berufsfindung und neigt zu Gedankensprüngen, denen andere nicht folgen können, was erneut die Einsamkeit verstärkt. Die Autorin erzählt in „Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten“ nicht nur Geschichten über jenen besonderen Menschentyp. Sie gibt Zartbesaiteten und Überfliegern auch Hilfestellungen, um den Alltag besser zu meistern. Das Eingeständnis „Ja, ich eigene mich überhaupt nicht zum Small Talk“ kann befreiend sein, aber wie verhält sich ein HSP oder HB, wenn er doch in diese Situation gerät. Corinna Kegel weiß nicht nur in diesem Zusammenhang Rat. Achtsamkeitsübungen können erden, erlauben Selbstfürsorge und dämpfen die Unruhe, Abgrenzung und Distanzierung verhindern das Ertrinken in Reizen, ebenso kann Spiritualität zum Ruhepol werden. Die Autorin setzt in ihrem Buch Puzzleteile Stück für Stück zusammen, erlöst scheinbar belastende Persönlichkeitsfacetten wie den Perfektionismus und Idealismus und führt zu einem bessern Selbstverständnis. Der Ratgeber entblättert sich Seite um Seite zu einem fast euphorischen Befreiungsschlag und macht HSP und HB Mut, ihr Schwanengefieder endlich auszubreiten.

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Ein wirklich gelungenes Buch zum Dasein von Hochsensiblen und Hochbegabten! Gleich zu Beginn wird man "auf den Topf" des Hässlichen Entleins gesetzt. Durch die Widergabe und Interpretation dieser Erzählung und vieler anderer Geschichten, die von -bisher verkannten- Hochsensiblen und Hochbegabten stammen, werden Betroffene und Angehörige von Betroffenen ermutigt, den eigenen Weg zu gehen bzw. den eigenen Weg Anderer zuzulassen. Vielen Dank für dieses Buch!

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Hochsensibel oder auch hochbegabt: Segen oder Fluch? Corinna Kegel bringt Licht ins Dunkle. Kurz zum Inhalt Hochbegabt oder hochsensibel sein; auf den ersten Blick scheint es ein Gewinn zu sein. Natürlich, man denkt schnell, die Sinne sind geschärft. Doch die 'Gaben' haben auch ihre Schattenseiten wie zum Beispiel Einsamkeit, weil man anders ist. In diesem Buch werden sowohl die glänzenden als auch die dunklen Seiten der Hochbegabung und -sensibilität beleuchtet und auch Tipps im Umgang geben. Meine Meinung Ein wirklich angenehmes Sachbuch. Die Verhaltensweisen, Gefühle und Gedanken der Hochbegabten und hochsensiblen Personen werden einfach und nachvollziehbar geschildert. Mit Beispielen werden die beschrieben Thesen der Phänomene (z.B. der "Zappelphilipp") belegt. Ob der Leser selber hochbegabt oder hochsensibel ist oder nicht, spielt keine Rolle. Auch wenn ein Bekannter eine dieser oder beide Eigenschaften besitzt, entsteht ein Verständnis für ihre/seine Welt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich werde bestimmt noch einmal das ein oder andere Phänomen nachlesen. Von mir gibt es ★★★★★ von 5 Sternen. Außerdem danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar! :) Eckdaten Genre: Sachbuch Seitenanzahl: 224 Seiten Preis: 17,99 € Verlag: Gütersloher Verlaghaus Klappentext Selbstverständlich genial - entdecken Sie ein Kaleidoskop Ihrer besonderen Fähigkeiten! Trendthema Hochsensibilität und Hochbegabung? Corinna Kegel präsentiert in ihrem Buch einen neuen und frischen Ansatz: Hochsensibilität und Hochbegabung sind Geschenke! All die Sensiblen und Talentierten sind beschenkt mit einem Reichtum, der ihnen selbst in seiner Vielfalt oft (noch) gar nicht richtig bewusst ist. Der erfahrene Coach begleitet "Menschen beim Wachsen" und will in ihnen Freude und Dankbarkeit wecken für ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten. Und nicht zuletzt Begeisterung für all das, was dadurch möglich wird. Die zahlreichen Geschichten in diesem Buch lassen sich mit Vergnügen lesen und jeder "Beschenkte" kann sich darin selbst erkennen. Ein Buch, das Mut macht, all das Wunderbare zu entfalten, das noch in Ihnen schlummert.

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Corinna Kegel ist nicht nur Autorin, sondern auch Coach und Trainerin für High Potentials, Hochbegabte und Hochsensible. Mit „Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten“ legt sie nun ein umfassendes, wie auch erklärendes Buch vor über die recht speziellen Wahrnehmungsstrukturen, Verhaltens- und Denkweisen von hochsensiblen und / oder hochbegabten Menschen. Detaillierte Erläuterungen und diverse Fall-Beispiele bieten einen guten Überblick über die „Andersartigkeit“ besagter Menschen. Die Eigenheiten von Hochsensibilität und Hochbegabung schienen mir hier auch überwiegend gut dargestellt, erklärt und zusammengefasst. Alle wichtigen Bereiche werden aufgeführt und abgehandelt. Der Schreibstil ist dabei sehr eingängig und das Buch durchweg flüssig lesbar. Inhaltlich ist das Buch nach Themenkomplexen sortiert und beschäftigt sich nach und nach mit allen Merkmalen, was mir persönlich sehr gut gefiel. Man kann sich somit auch nur einzelne Themenblöcke heraussuchen und diese für sich stehend lesen. Gut gelöst fand ich zudem, dass die Stärken in der Darstellung neben den Schwächen der betroffenen Menschen gleichauf stehen und beiden Seiten viel Wertschätzung entgegengebracht wird, somit nicht nur die oft diskutierten „Schattenseiten“ aufgegriffen werden. Doch manche Schlussfolgerung der Autorin, häufig bezogen auf das weitergehende Empfinden von Hochsensiblen und Hochbegabten, schienen mir nicht immer ganz korrekt und manches Mal ein wenig spekulativ. Bei der Wortwahl hätte ich mir zudem an einigen Stellen eine etwas weniger „kitschig wirkende“ Sprache gewünscht. Denn spätestens wenn der Begriff „Hellsichtigkeit“ fällt, wird sich kaum ein „normal Wahrnehmender“ das vernichtende Lächeln über die Inhalte des doch sehr ansprechenden Buches verkneifen können. Ansonsten aber ist „Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten“ ein sehr interessantes, aufschlussreiches und gut strukturiertes Buch, dem der Versuch, Hochsensibilität und Hochbegabung mit all den dazugehörigen Auswirkungen und Facetten niveauvoll zu erklären, absolut gelungen ist! Deshalb 4 Sterne.

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Wer ist hochbegabt, wie verhält man sich, wenn man hochsensibel ist? Was kann man dagegen oder dafür tun? Allzu außergewöhnlich ist das Thema nicht mehr, die Umsetzung, die Corinna Kegel in ihrem Buch „Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten“ gewählt hat, ist allerdings interessant Schrittweise und mit vielen Beispielen führt die Autorin an das Thema heran, immer wieder treten so Aha-Momente auf, sei es aus eigenen Erfahrungen oder aus Beobachtungen. Dieser interessante Schreibstil, der ohne belehrend zu wirken spannende Informationen preisgibt, ist eine wunderbare Herangehensweise an die beiden Themen. Interessant ist ebenfalls die Grundidee, dass Hochsensibilität und Hochbegabung keinesfalls immer störend und eine Belastung, sondern vielmehr Geschenke sind, die nur in richtiger Weise angenommen werden müssen. Die Autorin, die selbst Coach ist, versucht dies in ihren Beispielgeschichten zu zeigen, alle gehen mit einem Happy-End aus, à la „bei unserer letzten Sitzung geht es XY viel besser, er kann sich selbst annehmen, ist glücklicher“… Ihr merkt vermutlich schon meine leichte Ironie. Grundsätzlich hat mir persönlich das Buch gut gefallen, vor allem von der Aufmachung her. Die Geschichten aus dem Alltag Hochsensibler und Hochbegabter und der offene Umgang mit dem Thema sind wirklich gut gemacht! Auch dass alles „echte Geschichten“ sind, die Corinna Kegel von ihren Klienten erzählt. Aber irgendwie fehlte mir so „das gewisse Etwas“. So genau kann ich es gar nicht beschreiben, aber ich habe mich jedes Mal, wenn eine neue Geschichte auftauchte gefragt „und was ist hier jetzt die neue Erkenntnis“, denn genau das war für mich eines der Probleme: viele Themen haben sich gedoppelt, wenn mich nicht alles täuscht, sogar einige Namen! Natürlich könnte die Autorin hier darauf gesetzt haben, dass Wiederholungen gut zur Einprägung beitragen und natürlich gleichen sich die beschriebenen Menschen in ihren Verhaltensmustern, aber muss das dann immer wieder aufgegriffen werden? ...

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Ein Buch, das ganz anders ist, als ich mir erwartet hatte und das mir dennoch sehr gut gefallen hat. Erwartet hatte ich mir ein populärwissenschaftliches Werk mit allgemeinen Betrachtungen zum Thema, abgerundet mit Berichten über diverse Studien und gepolstert mit diversen Statistiken. Das aber, so schreibt die Autorin gleich auf den ersten Seiten , ist es keineswegs. Denn dieses Buch ist explizit kein wissenschaftliches (…)Dieses Buch hat eine andere Herangehensweise – nämlich die über Bilder. Bilder und Geschichten sprechen uns in ganz anderer Weise an und geben uns die Möglichkeit, auf einer tieferen Ebene Dinge zu entdecken, (wieder ) zu erkennen und zu verstehen. p14 Es beginnt mit der Geschichte des häßlichen kleinen Entleins, das eigentlich ein Schwan ist, führt über Himmel und Hölle der Hundenase und die Prinzessin auf der Erbse bis zu Pippi Langstrumpf. Es werden typische Verhaltensweise von Hochsensiblen und Hochbegabten besprochen. Die Kapitelüberschriften machen neugierig. „Niemand ist eine Insel – ich schon“, „Der Pinguin ist so perfekt wie die Giraffe“ Mich hat zum Beispiel das Thema Reizüberflutung und Hochsensibilität ziemlich interessiert. Ich fand es informativ, abgerundet, mit vielen Beispielen versehen. Es gibt zu allen Teilbereichen Erklärungen und Beispiele. Die Autorin schreibt einen angenehmen, leicht zu lesenden Stil. Hin und wieder kam meine Erwartungshaltung hoch, dass ich von einem solchen Buch erwarte, dass es von qualifizierten Psychologen geschrieben ist, aber diese Erwartungshaltung verflog dann immer wieder, weil sich das Buch eben so flüssig liest und weil mir die Schilderung von sehr vielen Stellungnahmen von Betroffenen sehr einleuchtend und streckenweise bekannt vorkam. Einfach ein Beispiel: Dazu kommt, dass sie von Kind an häufig verlernt haben, ihrer Intuition zu trauen. Damals stempelte man ihre Wahrnehmung als Einbildung und Spinnerei, als eine zu ausgeprägte Fantasie. So bestand häufig der einzige Ausweg darin, ihr sicheres Körpergefühl „abzustellen“, da die Erwachsenen so eine ganz andere Wahrnehmung hatten. Den Eltern , den Erwachsenen zu vertrauen ist für das Kind überlebensnotwendig. Gib Tante Luise die Hand, Tante Luise lächelt doch so lieb. Sie haben als Kind ganz klar gespürt, dass Tante Luises Lächeln falsch war, dass sie gar keine Kinder mag. Sie haben es gespürt, sie wussten es einfach. Aber weil die Eltern immer Recht haben, verlernt das Kind seiner eigenen Wahrnehmung zu vertrauen und ersetzt sie durch die Einschätzung der Eltern. (…) Was ich fühle ist falsch. Ich bin falsch so wie ich bin. p. 53 Das einzige, was mir an dem Buch wirklich nicht gefallen hat, ist eine der mehreren verwendeten Schriften. Dass überhaupt mehrere Schriften verwendet werden, finde ich weder gut noch schlecht, aber eine der verwendeten Schriften ist so blass, dass ich sie nur schwer entziffern konnte. Insgesamt ein sehr angenehmes, interessantes Leseerlebnis, bei dem ich eine Menge gelernt habe. Meinen herzlichen Dank an den Verlag für die Überlassung des Rezensionsexemplars.

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