Leserstimmen zu
Wenn das Eis bricht

Camilla Grebe

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Camilla Grebe erzählt ihren Schweden-Psycho-Thriller „Wenn das Eis bricht“ konsequent aus den drei Perspektiven von Peter, Hanne und Emma. Als jeweilige Ich-Erzählerin gelingt es ihr, das Handeln und die subjektive Wahrnehmung ihrer drei Charaktere so eindringlich und überzeugend zu schildern, dass die Story immer wieder überraschende Momente erhält und eine unerwartete Wendung nimmt. Dabei geht es fast zwangsläufig auch um die persönlichen Gedanken und Erfahrungen der drei Protagonisten, die, wie in sich gefangen, nicht aus ihrer Rolle heraus kommen und von jenen schwer enttäuscht werden, die sie zu lieben glauben. So ist “Wenn das Eis bricht” ein Drama, das psychologisch raffiniert aufgebaut, ungemein spannend erzählt und bis zur letzten Seite fesselnd ist.

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"Wenn das Eis bricht" ist Camilla Grebes Solo-Debüt. Zuvor hat Sie mit ihrer Schwester Åsa Träff eine Thriller-Reihe um die Psychotherapeutin Siri Bergman veröffentlicht. ***Inhalt*** In der Wohnung eines reichen Geschäftsmanns wird eine brutal zugerichtete Frauenleiche gefunden. Von dem Geschäftsmann fehlt jede Spur. Das Ermittlerteam fühlt sich bei diesem grausamen Mord an einen 10 Jahre zurückliegenden Fall erinnert und holt sich zur Unterstützung die Hilfe der damaligen Psychologin Hanne dazu. Drei unterschiedlichen Erzählperspektiven ziehen sich durch das gesamte Buch: In wechselnden Kapiteln kommen der Ermittler Peter, die Psychologin Hanne und die junge Verkäuferin Emma nacheinander zu Wort. ***Buchkritik*** „Wenn jemand sagt, du seist anders, dann musst du an den Schmetterling denken. Anders bedeutet nicht schlechter. Anders kann genauso gut besser sein. Versprich mir, das nie zu vergessen.“ (S. 389) Das was mich an dem Buch am meisten fasziniert hat, waren die gut ausgearbeiteten Protagonisten. Man lernt durch die jeweils wechselnden Ich-Perspektiven innerhalb eines Kapitels die Charaktere sehr gut kennen und spürt Empathie mit Hanne, die an Demenz erkrankt ist. Mit Peter, der unter seiner Beziehungsunfähigkeit leidet und Emma, deren Leben sehr einsam und ungeliebt wirkt. Einige Erinnerungen reichen zum Teil in die Vergangenheit zurück, sodass die Eigenarten und die Verhaltensweisen aller Protagonisten gut nachvollziehbar sind. Nach 70 bis 75 % des Buches hatte ich bereits eine Ahnung, wie sich der Mord zugetragen hat und durch wen dieser begangen wurde. Dies hat jedoch dem Lesespaß keinen Abbruch getan, da der Schreibstil sehr packend und emphatisch ist. ***Fazit*** Ein spannender Thriller mit tollen und tiefgehenden Charakteren. Klare Leseempfehlung!

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Zusammenfassung: Emma, eine junge Verkäuferin der Modekette "Clothes & More " lebt recht einsam, bis sie eines Tages auf Jesper Orre trifft. Jesper ist Vorstand der Modekette, eigentlich für Emma unerreichbar, aber trotzdem beginnt Jesper in Emmas Leben eine große Rolle zu spielen. Natürlich muss dies alles geheim bleiben, aber dennoch kann Emma ihr Glück kaum fassen. Bis Jesper sie ausgerechnet am Abend der Verlobung sitzen lässt. Noch nicht einmal per Brief oder mit Worten, er taucht einfach nicht mehr auf. Irgendwann will Emma Klarheit und versucht mit Jesper in Kontakt zu treten, doch das ist gar nicht so einfach. Dann wird in Jespers Haus eine grausam ermordete Frau gefunden. Die Polizei weiß nicht wer die Frau ist und Jesper ist spurlos verschwunden. Er ist nicht aufzufinden und benutzt weder Kreditkarte noch Mobiltelefon. Peter ermittelt in diesem Fall und da er Bezüge zu einem sehr alten Verbrechen hat, zieht er die Verhaltenspsychologin Hanne hinzu. Hanne ist eigentlich nicht mehr aktive Beraterin, aber diesen Fall möchte sie dennoch mit aufklären.... Vielleicht auch, um einen Teil ihrer eigenen Vergangenheit zu klären. Fazit: Die Geschichte wird aus drei Perspektiven und auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Peter, der Polizist erlebt den Fall im Hier und Jetzt, erzählt seine Eindrücke und beginnt mehr und mehr seine eigene Persönlichkeit zu reflektieren. Hanne ist auch im Hier und Jetzt, entgleitet aber sehr oft in die Vergangenheit, die ihr auf einmal wieder sehr Nahe kommt. Emmas Erzählung beginnt einige Monate vor dem Verbrechen und rollt den Fall quasi von hinten nach vorne auf. In Emmas Beschreibungen erfahren wir, was passierte und warum das Geschehen zu einem bestimmten Punkt führte. In Peter und Hannes Beschreibung ist alles schon passiert und sie versuchen herauszufinden was eigentlich passierte. Die Wege aller drei kreuzen sich gelegentlich, ohne dass sie wissen, dass sich hier ihre Wege kreuzen. Auch der Leser tappte sehr lange im Dunklen und weiß nicht, wessen Weg er gerade, beim Lesen kreuzt. Ich fand diese Art des Erzählens sehr genial. Immer wieder hatte ich das Gefühl, durch Emmas Erleben der Polizei einen Tick voraus zu sein und wenige Seiten später glaubte ich weniger zu wissen als zuvor. Dadurch erhält das Buch noch eine zusätzliche Spannung, da mich die Autorin doch teilweise gehörig in die Irre führte. Die Geschichte an sich ist schon sehr spannend, aber mit diesem Verwirrspiel bekommt die Spannung noch mal mehr Tempo. Irgendwann dann, wurde das Verwirrspiel aufgelöst und ich, als Leser, wusste Bescheid, obwohl der Fall an sich noch nicht geklärt war. Dann konnte ich in Ruhe und gemütlich lesen, wie Peter und Hanne die Tat aufklären und die letztendliche Auflösung genießen. In der Buchklappe habe ich gelesen, dass der Roman in Hollywood verfilmt wird und das kann ich mir so richtig gut vorstellen. Das Buch hat wirklich das Zeug zu einem super Film. Mir hat der Roman total gut gefallen, der Schreibstil, die verschiedenen Perspektiven, die Protagonisten, die unterschiedlichen Zeitlinien, alles war stimmig und hat gut gepasst. Wenn es hiervon einen Band zwei und drei gegeben hätte, wäre ich wohl geradewegs in den Buchladen gegangen um sofort weiter zu lesen. :)

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Bisher kannte ich bereits die vier hervorragenden Krimis um die Stockholmer Psychotherapeutin Siri Bergman, die Camilla Grebe, Betriebswirtin, zusammen ihrer jüngeren Schwester Åsa Träff, Psychologin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie, geschrieben hat. Ich war deshalb sehr gespannt, ob Camilla Grebe alleine genauso gut schreibt wie im Team, und vor allem, ob das psychologische Element genauso stark sein würde. Beide Fragen kann ich nach der Lektüre mit einem eindeutigen Ja beantworten. Der Thriller „Wenn das Eis bricht“ beginnt einem scheußlichen Fund: In der Villa des ebenso erfolgreichen wie wegen seiner Methoden, seiner Frauengeschichten und seiner politisch unkorrekten Äußerungen umstrittenen 45-jährigen Managers einer erfolgreichen Modekette, Jesper Orre, wird eine enthauptete Frau gefunden, Orre selbst ist verschwunden. Die Auffindesituation gleicht frappierend einem nie aufgeklärten Mord an einem jungen Mann zehn Jahre zuvor ebenfalls in Stockholm. Können zwei verschiedene Täter dermaßen ähnliche Verbrechen begehen? Wer ist die Tote und wo ist Jesper Orre? Erzählt wird abwechselnd aus drei Perspektiven. Peter Lindgren, 49 Jahre, latent depressiv, mit stark angeknackstem Selbstbewusstsein und pathologischer Bindungsangst, ermittelt heute wie damals bei der Stockholmer Kriminalpolizei. Hanne Lagerlind-Schön, 59 Jahre, Verhaltensforscherin und gelegentlich von der Polizei mit der Erstellung psychologischer Täterprofile beauftragt, war ebenfalls bereits in den alten Fall involviert. Gegen Peters Willen wird sie erneut hinzugezogen. Die Beiden hat einst eine ernsthafte Liebesbeziehung verbunden, die an Peters Bindungsangst gescheitert ist. Nun leidet Hanne an beginnender Demenz und steht vor der Frage, wie sie die Zeit vor dem Vergessen sinnvoll verbringen will. Die dritte Ich-Erzählerin, die häppchenweise über die zwei Monate vor der Tat berichtet, ist die junge Verkäuferin Emma Bohman, angestellt bei der gleichen Modekette wie Jesper Orre, durch die heimliche Verlobung mit ihm aufgestiegen vom Aschenputtel zur Prinzessin – bis er sich plötzlich nicht mehr meldet. Anders als der Leser oder die Leserin, für die sich schnell ein Bild ergibt, tappt die Polizei lange im Dunkeln. Doch irgendetwas passt nicht so recht zusammen – aber was? Ein über 600 Seiten durchgehend spannender, einfach zu lesender Psychothriller, stimmig erzählt und genial aufgelöst, eben ein echtes Produkt „made in Sweden“.

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Camilla Grebes erstes Solo-Buch überzeugt durch unglaubliche Spannung und mit einer Wendung der Geschichte, die man nicht vorhersehen kann. Großartig!

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In Stockholm herrscht ungemütliches Schneematschwetter. Es ist kurz vor Weihnachten. Peter Lindgren steht am Grab seiner Mutter und reflektiert sein bisheriges Leben. Er ist Ermittler bei der Kripo, 49 Jahre alt und stellt sich die Sinnfrage für sein Tun. Warum klärt er Morde auf? Die Toten bleiben doch tot! Mitten in seine Grübeleien platzt der Anruf von seinem Kollegen Manfred. Er wird zu einem Tatort, ins Haus eines bekannten Geschäftsmannes gerufen, ein Mann, den die Medien, die Gewerkschaften und eine Menge Frauen hassen. Dort geschah ein gräßlicher Mord. Die Tote liegt in einer riesigen Blutlache. Sie wurde geköpft. Der Kopf steht neben der Leiche. Der Mörder, ein Perverser? Der Hausherr, der reiche Modekönig Jesper Orre, ist spurlos verschwunden... Hanne, die Kriminalpsychologin, die vor zehn Jahren bei einem fast identischen Fall mit ermittelte, wird hinzugezogen. Damals war das geköpfte Opfer ein junger Mann. Die Tat wurde nie aufgelöst. Leider bekam sie gerade eine furchtbare Diagnose für eine Krankheit, für die es keine Heilung gibt. Wie wird sie sich entscheiden? Wird sie dem Team eine Hilfe sein? Der Ermittler Peter Lindgren wiederum wird immer öfter von Selbstzweifeln geplagt. Hanne bezeichnet ihn als einen müden Polizisten mit angeknackstem Selbstbewußsein und pathologischer Bindungsangst. Die drei Protagonisten Peter, Hanne und Emma berichten in der Ich-Perspektive. Detailreiche, vielschichtige Erzählstränge, gekennzeichnet mit dem jeweiligen Vornamen, wechseln sich ab. Camilla Grebe zieht den Leser unaufhaltsam in die Geschichte hinein. Sie schreibt packend, elektrisierend mit viel Einfühlungsvermögen, so dass ich den Thriller in einem Rutsch hätte durchlesen wollen. Zwischenmenschliche Beziehungen spielen eine große Rolle. Die Geschichte beschäftigt sich mehr mit den Menschen als mit der Tat an sich. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Keinem Menschen kann man hinter die Fassade blicken. Gut dargestellt, was jeder so mit sich herumträgt. Die Handlung wurde hervorragend ausgearbeitet durch die Autorin. Ihre Herangehensweise mit dem ständigen Wechsel der berichtenden Personen fand ich sehr aufschlussreich und ungewöhnlich. Peter und Hannes Sichtweisen ergänzen sich, aber Emma bleibt in ihren Erzählungen für sich und unwidersprochen. Alle drei sind schwierige Charaktere.Der Leser ist immer mittendrin und man glaubt mehr zu wissen als die Ermittler. Was für ein Trugschluß! Geschickt behält Camilla Grebe die Handlungsfäden in der Hand, verwebt sie, legt Spuren. Die Zusammenhänge werden am Ende klar und deutlich. Die „Bombe“ platzt fast zum Schluss. „Wenn das Eis bricht“ ist ein psychologisch fundierter Titel. Immer wieder zwischendurch musste ich an den Titel denken. Wann bricht das Eis, und was kommt darunter zum Vorschein? Camilla Grebe zeichnet Charaktere, die einen tiefen, realistischen Wahrheitsgehalt haben. Sie beschreibt plastisch, lebendig bishin zu Gerüchen. Ein handwerklich ausgefeilter Thriller! Allerdings nichts für Leser, die an ständigen Actions und grausamsten Details bei den Ermittlungsarbeiten interessiert sind. In unaufgeregter, ruhiger Erzählweise mit einem wunderbaren Gefühl für die Sprache verfaßte Camilla Grebe ihr erstes Buch ohne die Schwester Asa Träff. Sprachlich top-vielen Dank auch an die Übersetzerin Gabriele Haefs. Für mich ein bemerkenswertes Leseerlebnis. Dafür von mir fünf von fünf Sternen!

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