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Leserstimmen (14)

John Grisham: Bestechung

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€ 15,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download (gek.) ISBN: 978-3-8371-3791-0

Erschienen: 10.04.2017
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leider nicht der beste Thriller aus der Feder des Autoren, bei interessanter Thematik fehlt die Spannung und das gewisse Etwas

Von: Buchmagie Datum : 03.11.2017

www.team-buchmagie.de/bestechung-john-grisham/

In seinen neuesten Thriller „Bestechung“ wartet der Bestsellerautor John Grisham wieder mit jeder Menge Wissen und Fachjuristischen Können auf.


Um was geht es?

Lacy Stolz arbeitet in einer Behörde, die sich mit Beschwerden von Bürgern gegen Ämter auseinandersetzt. Eigentlich ein ganz einfacher, ruhiger und simpler Job. Bis ihr ein gewisser Herr Myer Informationen zuspielt, die den größten Fall in der Geschichte der BJC (Board on Judical Conduct) werden könnte. Es gibt Information darüber, dass eine Richterin sich bestechen lies und immer noch korrupt ist. Es scheint sogar, dass sie unschuldige Personen hinter Gitter und sogar zu Tode verurteilt hat.

Meinung:

Nach „Die Jury“, „Die Akte“, „Die Firma“ und anderer seiner Anfangswerke war der Name des Autoren Garant für gute Unterhaltung. Leider lies dies mit der Vielzahl seiner Thriller auch nach. Nach langer Zeit war „Die Bestechung“ einmal wieder ein Thriller den ich von John Grisham gelesen habe. Hier warte der Autor einmal mit einem weiblichen Bösewicht auf und das fand ich sehr interessant.

Leider kann ich von der Lektüre nicht behaupten, dass der Bestsellerautor seinen Namen hier alle Ehre gemacht hat. Die Handlung wirkt einfach nur niedergeschrieben, der Pfiff und das gewisse Etwas, was die Werke des Autoren anfangs ausgezeichnet haben fehlt hier gänzlich. Man liest hier und liest Seite um Seite, wartet und hofft dass endlich Spannung aufkommt, doch leider vergeblich.

Die Thematik, die sich der Autor hier bedient hat ist zwar interessant, doch leider nicht sehr spannend verpackt. So wirken auch die Protagonisten recht fade und farblos. Die Handlung ist von Anfang an vorhersehbar und stellenweise zäh wie Kaugummi. Da muss man leider sagen, sehr Schade, der Autor hatte schon bessere Thriller zu Tage gebracht.

Fazit: leider nicht der beste Thriller aus der Feder des Autoren, bei interessanter Thematik fehlt die Spannung und das gewisse Etwas

Bestechung von John Grisham ist wieder ein sehr spannender Justizthriller

Von: MickyParis27 Datum : 19.09.2017

www.mickyparis27.blogspot.de


Die Handlung

Lacy Stoltz arbeitet beim Board on Judicial Conduct, eine Behörde, welche gegen korrupte Richter ermittelt oder sich mit Beschwerden von Bürgern gegen Richter auseinandersetzt.
Bei dieser Behörde geht es meistens ruhig zu, bis sie einen Fall bekommt, der alles was bisher gewesen war, in den Schatten stellt.

Ein gewisser Herr Myer hat von einem Maulwurf Informationen erhalten, dass die Richterin McDover Geld annimmt von einem gewissen Herrn Van Dubose. Der Maulwurf beruft sich auf dem Whistleblower Paragraf, welcher nach der Affäre von Snowden eingeführt worden ist.
Es könnte der größte Fall in der Geschichte des BJC werden, sollte er stimmen.

Myers berichtet, dass Van Dubose verschiedene Casinos, Hotels und Golfplätze gebaut hat, welche alle im Indianergebiet des Tappucola- Reservats liegen. Die Polizei oder Politiker sind machtlos, denn auf Indianergebiet gelten andere Gesetze. So kann dieser Van Dubose seelenruhig seine Vorhaben verwirklichen und immer neue Golfplätze und größer Bauprojekte bauen und niemand hindert ihn daran, denn er hat ein Ass im Ärmel, die Richterin Claudia McDover.
Sollte es von irgendeiner Seite zu einer Klage kommen, verhandelt sie den Fall und sprcht ihn immer zu Gunsten von Van Dubose aus. Sie winkt darüber hinaus, viele Sachen schnell durch und war auch maßgeblich an dem Bau der Straße zum Casino beteiligt.
Dafür brachte sie auch unschuldige Personen hinter Gittern, wobei einer zum Tode verurteilt wurde.

Und warum das alles-.......wegen dem GELD!!!!

Sie lässt sich laut Myer und dessen Maulwurf von Van Dubose bezahlen und bekommt dafür jeden Monat ein hübsches Sümmchen gutgeschrieben. Dieses Geld hat sie nach Ihrem Verständnis sicher angelegt, auf der ganzen Welt in sog. Off- Shore- Firmen.

Sollte das alles stimmen, dann hat Lacy und ihr Partner Hugo einen großen Fisch an der Angel und einen gewaltigen Gegner, der nicht einmal vor Mord zurückschreckt.

Doch die Suche nach Beweisen ist schwierig, denn der Tappucola- Clan ist kein gesprächiges Völkchen. Sie bekommen ihr Geld von Van Dubose, da er auf Ihrem Gebiet das Casino bauen durfte und er viele des Stammesvolkes bei sich arbeiten lässt.

Auf der Suche nach Zeugen geraten Lacy und Hugo in einem Hinterhalt, wobei Lacy im Krankenhaus erst wieder aufwacht und über das tragische Schicksal von Hugo erfährt. Und dann verschwindet auch noch Myer von der Bildfläche, womit alles verloren scheint.
Doch dann meldet sich plötzlich der Maulwurf persönlich bei Lacy und was dieser zu berichten hat, geht weit über den hinaus, was man sich an menschliche Gier nur vorstellen kann!!!


Meine Meinung und Fazit

Ein Grisham ganz nach meinen Geschmack. Einfach wieder sehr spannend und toll geschrieben. Ich mag vor allem sein Schreibstil und die Art, wie er einen die juristischen Besonderheiten näher bringen kann. Es ist nicht so öde, wie manch andere, die mit juristischen Fachausdrücken punkten wollen. Grisham schafft es einfach immer wieder mich an einem Buch zu fesseln und zu begeistern.
Dieses Buch ist auch für Menschen geeignet, die eben kein juristischen Background haben.
Seine Bücher sind auch immer hoch aktuell und brisant.
Einfach nur toll und von mir eine ganz klare Empfehlung.
Ich hoffe einfach, der ein oder andere wagt sich endlich mal an einen Grisham ran und beurteilt es selber!!!

Interessante Themati!

Von: Elke Heid-Paulus Datum : 05.07.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Vor einigen Tagen habe ich den neuen Thriller von Don Winslow beendet, dessen Thema die Korruption bei Polizisten, Anwälten und Richtern in New York war. Nun also „Bestechung“, der neue Roman von John Grisham, dessen Thematik in eine ähnliche Kerbe schlägt. Kein Kampf David gegen Goliath, wie wir es aus vielen Büchern des amerikanischen Autors kennen, der mit dem Rechtssystem bestens vertraut ist, da er viele Jahre als Anwalt in Mississippi praktiziert hat, bevor er sich dem Schreiben von Justizthrillern zuwandte.

Die Juristin Lacy Stoltz arbeitet in Florida bei der Rechtsaufsichtsbehörde, dem Board of Judical Conduct, einer Institution, die sich mit richterlichem Fehlverhalten beschäftigt. Üblicherweise sind das kleine Vergehen, wie Alkoholismus, Beleidigungen etc. Aber dann hat sie einen richtig dicken Fisch an der Angel. Über verschiedene Kanäle erhält sie die Information, dass sich in ihrem Einflussbereich eine Richterin seit Jahren die Taschen mit Bestechungsgeldern füllt, die sie von Casinobetreibern im Gegenzug für Gefälligkeitsurteile erhält. Brisant und gleichzeitig schwierig gestaltet sich der Fall dadurch, dass sich das Casino auf Indianerland befindet und somit dem Einflussbereich der US-Behörden entzogen ist. Lacy und ihr Kollegen müssen sich etwas einfallen lassen, denn mit der üblichen Herangehensweise werden sie nie und nimmer die benötigten Informationen erhalten, um der Richterin das Handwerk zu legen. Und schon gar nicht können sie damit die Hintermänner, die sogenannte Küstenmafia, dingfest machen.

Es ist ein interessanter Aspekt des amerikanischen Rechtssystems, den sich Grisham für seinen neuesten Roman herausgesucht hat: das Reservat als quasi abgeschlossener Raum, in dem die Repräsentanten der US-Justiz auf den guten Willen und die Erlaubnis der Stammesleitung angewiesen sind, wenn sie gegen korrupte Richter und mafiöse Organisationen vorgehen wollen. Prekär wird es nur dann, wenn diese drei gemeinsame Sache machen.

„Bestechung“ ist beileibe kein Action-Highlight, aber dennoch ist dieser Roman, gerade wegen der besonderen Thematik, sehr spannend. Und gerade dann, wenn man Winslows „Corruption“ noch im Hinterkopf hat, macht man sich als Leser so seine Gedanken zum amerikanischen Rechtssystem (was außer Frage steht, ist wohl die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten ein Problem mit Korruption quer durch alle Bereiche haben). Grisham liefert Anstöße, auch wenn ihm dies in der ersten Hälfte des Romans zu ausufernd und trocken gerät, bevor in der zweiten Hälfte das Tempo spürbar anzieht. Nichtsdestotrotz ist „Bestechung“ einer der besseren Roman des Autors und zweifelsfrei für einige spannende Lesestunden geeignet.

Spannend und authentisch geschildert. Ein gewohnt guter Grisham eben.

Von: Wolfgang Brunner - Buchwelten Datum : 08.06.2017

https://buchwelten.wordpress.com/

Lacy Stoltz ist Mitarbeiterin bei der Rechtsschutzbehörde und übernimmt den Fall der Richterin Claudia McDover, die sich angeblich bestechen lässt. Ein Informant gibt immer mehr Details preis und will offensichtlich die Richterin zu Fall bringen. Schon bald stellt sich auch heraus, dass an der Sache etwas Wahres ist und eine Menge Geld auf ungesetzliche Art und Weise den Besitzer wechselt. Welche Rolle spielt das Kasino in einem Indianerreservat? Und während Stoltz zusammen mit ihrem Partner immer mehr von der Wahrheit über die Richterin erfährt, enwickeln sich die Untersuchungen zu einem gefährlichen Spiel mit einem unberechenbaren Gegner …

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John Grisham ist einfach ein unglaublicher Erzähler. Auch in seinem neuen Justiz-Thriller „Bestechung“ schildert er packend eine komplexe Handlung, in die man sehr schnell eintaucht und von der man auch gefangen wird. Einigen Lesern wird der Anfang zu schleppend und unspektakulär erscheinen, wobei es gerade dieses Stilmittel ist, das eine gewisse Art von Sog entstehen lässt, dem man sich nicht so leicht entziehen kann. Die Geschichte beginnt ruhig und ohne großen Bombast. Doch kaum hat man sich mit den Personen vertraut gemacht und wiegt sich durch die gemächliche Erzählweise (ist natürlich im positiven Sinne gemeint) in Sicherheit, schlägt Grisham zu. Mit einer absolut unerwarteten und schockierenden Wendung nimmt „Bestechung“ dann auch so richtig Fahrt auf und wird zu einem spannenden Ermittlungs-Thriller, der hervorragend unterhält.

Was mir an den Büchern von John Grisham schon immer gefallen hat, wird auch hier von ihm wieder angewandt. Ein Fall steht im Vordergrund und im Hintergrund werden interessante Informationen eingebaut. In diesem Falle geht es um ein Indianerreservat und die damit verbundenen eigenständigen Gesetze. Grisham ist ein wahrer Meister, wenn es darum geht, solch komplizierten Vorgänge verständlich zu erklären. Das macht er auch in den meisten seiner anderen (Justiz-)Bücher und so auch im vorliegenden. Dieses Indianer-Thema fand ich sehr faszinierend und informativ.

Die Charaktere machten aus meiner Sicht keine Entwicklung durch, was ich aber nicht als störend empfand. Ich konnte mich mit den Protagonisten, egal ob Haupt- oder Nebenfigur, durchaus identifizieren und freundete mich mit den Guten sogar an. Ganz leise rieselte eine Liebesgeschichte mit in den Thriller hinein, die aber nicht weiter ausgeführt und lediglich immer wieder angedeutet wurde. Auch das empfand ich absolut in Ordnung, weil es vom Hauptplot in keiner Weise ablenkte. Grisham beherrscht es einfach, Geschichten erzählen. Er hat sicherlich bessere Werke abgeliefert, bewegt sich aber mit „Bestechung“ immer noch auf gewohnt hohem Niveau. Wie schon oben erwähnt, handelt es sich um einen komplexen Fall, bei dem man an manchen Stellen meint, man würde jetzt bald den Überblick verlieren. Aber Grisham schafft es mit seinen detaillierten Beschreibungen immer wieder, dass man alles versteht. Und auch wenn seine Plots prinzipiell immer nach dem gleichen Muster ablaufen, so wirken sie jedes Mal aufs Neue faszinierend, unterhaltsam und eben durchdacht.

Einzig den Epilog empfand ich langatmig und zu dokumentarisch geschildert. Das Ganze las sich dann fast wie ein Sachbuch über historische Ereignisse in der Juristenwelt. Auch wenn es den ein oder anderen Handlungsfaden wieder aufgriff und zu einem Ende brachte, so hätte man das durchaus „unterhaltsamer“ verfassen können als mit einer Aneinanderreihung von Begegenheiten. Dennoch, mit solch einem Wermutstropfen kann ich leben, denn der Unterhaltungswert von „Bestechung“ ist aus meiner Sicht absolut hoch und führt Grishams Erfolgskonzept konsequent fort. Ich freue mich schon sehr auf den im Oktober 2017 erscheinenden Roman „Das Original“.

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Fazit: Spannend und authentisch geschildert. Ein gewohnt guter Grisham eben.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Konnte mich fesseln

Von: vielleser18 Datum : 31.05.2017

https://www.lovelybooks.de/mitglied/vielleser18/

Lacy Stoltz ist Anwältin, sie arbeitet bei der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida. Diese ermittelt gegen Richter, die gegen Recht und Ordnung verstossen. Es ist eine kleine Behörde. Bisher gab es keine spektakulären Fälle. Doch der neuer Fall sprengt alle Dimensionen. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Richterin Claudia McDover wegen Annahme von massiven Bestechungsgeldern. Eingereicht von einem Mittelsmann, der sogar seinen Namen geändert hat und keinen festen Wohnsitz angibt, weil der Fall zusätzlich auch noch hochgefährlich ist, denn die Richterin hat sich mit ihrer Korruption mit einer Bande eingelassen, die vor nichts zurück schreckt, auch nicht vor Mord und Totschlag.

Ich habe schon viele John Grisham Romane gelesen. Immer geht es um das amerikanische Rechtssystem, um Anwälte, um spektakuläre Fälle. Ich mag seine Romane unheimlich gerne.
Diesmal brauchte ich allerdings lange, bis sich für mich die Spannung aufgebaut hat. Grisham hat meines Erachtens fast 100 Seiten gebraucht, bis ich mich mit diesem Roman anfreunden konnte. Unheimlich viel Info, viele Schauplätze, viele Akteure, die eingeführt werden mussten und die für mich leider anfangs auf die Spannungsbremse gedrückt haben. Doch dann fängt es an gefährlich zu werden und die Spannung stieg für mich enorm und ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch mit den weiteren 350 Seiten kaum aus der Hand legen. Erst gegen Ende sackte der Spannungsbogen mit der Auflösung langsam wieder ab.

Grisham kann gut erzählen. Die Einsichten, die dieser Roman wieder einmal in das amerikanische Rechtssystem, hier insbesondere auch auf die besonderen Rechte der Indianerreservate bietet, ist schon besonders gut dargestellt. Die vielen Dialoge machen den Roman abwechslungsreich, genauso wie die wechselnden Betrachtungen auf die Akteuere. Meist erzählt Grisham zwar in dritter Person über die Anwältin und Ermittlerin Lacy, aber auch andere Figuren treten zeitweise in den Vordergrund und machen die Geschichte abwechslungsreich und bieten dadurch dem Leser mehr spannende Aktionen und auch Informationen.

Als Leserin habe ich mitgebangt um die Hauptprotagonistin, habe mich überraschen lassen und habe auf manche falsche Fährte gesetzt - dazu das für mich unbekannte Terrain amerikanische Rechtssystem, Gerichte, Jury, aber auch das Thema Indianer und die speziellen Rechte ihrer Reservate, dies alles war für mich von John Grisham interressant und informativ beschrieben worden.

Fazit:
Es ist nicht Grishams spannendster und bester Roman, aber einer, der mich - nachdem ich die ersten 100 Seiten gelesen hatte - dann doch gepackt hat. Interessant war er von Anfang an und Spannung war ab diesem Zeitpunkt dann auch genügend vorhanden. Ich runde die 3,5 Sterne, die ich leider nicht vergeben kann, daher auf 4 Sterne auf.

Rezension - "Bestechung" von Grisham

Von: Martina - Schmökerwelten Datum : 22.05.2017

https://www.facebook.com/Schmoekerwelten

Rezension

"Bestechung" von John Grisham

Inhalt:
Wir erwarten von unseren Richtern, dass sie ehrlich und weise handeln. Ihre Integrität und Neutralität sind das Fundament, auf dem unser Rechtssystem ruht. Wir vertrauen darauf, dass sie für faire Prozesse sorgen, Verbrecher bestrafen und eine geordnete Gerichtsbarkeit garantieren. Doch was passiert, wenn sich ein Richter bestechen lässt? Lacy Stoltz, Anwältin bei der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, wird mit einem Fall richterlichen Fehlverhaltens konfrontiert, der jede Vorstellungskraft übersteigt. Ein Richter soll über viele Jahre hinweg Bestechungsgelder in schier unglaublicher Höhe angenommen haben. Lacy Stoltz will dem ein Ende setzen und nimmt die Ermittlungen auf. Eins wird schnell klar: Dieser Fall ist hochgefährlich. Doch Lacy Stoltz ahnt nicht, dass er auch tödlich enden könnte.

Rezension und Fazit:
John Grisham hat sich als Autor von Justiz-Thrillern einen großen Namen gemacht und auch in seinem neuesten Roman geht es wieder um das Gerichtswesen in den USA. Diesmal ist das Umfeld ein etwas anderes. Ein besonders perfider Fall von Wirtschaftskriminalität, Korruption im Justizsystem und Mord findet auf dem Gebiet eines Indianerreservats statt, auf dem US-Justizbehörden keine Befugnisse haben und nur mit Genehmigung des Stammes aktiv werden können. Die Hauptfigur Lacy Stolz arbeitet als Juristin für das Board in Judicial Conduct, eine Behörde des Bundesstaates Florida, die Beschwerden über das berufliche Verhalten von Richtern überprüft.
Man findet viel Fachwissen in Grishams Büchern und er schafft es immer wieder, den eigentlich trockenen Stoff eines komplizierten Rechtssystems anschaulich und spannend rüberzubringen.
In einem Satz gesagt: sehr gut geschrieben, eine tolle Story und wieder sehr interessante Protagonisten.
Vom Schreibstil her hatte ich das Gefühl, dass "Bestechung" etwas von seinen bisherigen Romanen abweicht, vielleicht etwas kommerzieller ist.
Für Grisham-Fans sicherlich ein Muss.

Sehr gradlinig und, leider, sehr vorhersagbar erzählt

Von: Michael Lehmann-Pape Datum : 22.05.2017

www.rezensions-seite.de

Wie gewohnt setzt Grisham auch seinen neusten Roman ein in die Welt des Rechts, samt der ebenfalls bei ihm fast klassisch zu nennenden Konstellation eines „Underdogs“ (hier eine nur mangelhaft und mit wenigen Rechten ausgestattete Kontrollbehörde gegenüber Richtern) und einer „Krake“ (einer weit verzweigten, gnadenlosen und mächtigen kriminellen Organisation).

Ebenfalls bekannt ist die gerade, schnörkellose Art Grishams, zu erzählen.

Was im Gesamten ein rundes Bild des Falles einer Ermittlung gegen eine als bestechlich bezeichnete Richterin angeht und auch den ein oder anderen Spannungsmoment einschließt (ein Autounfall, die Frage, wer die „Quelle“ ist, die Gefahren für einen Spitzel und fremde Männer, die sich scheinbar sehr entspannt in anderer Leute Häuser umsehen).

Und sicher ist es überraschend, wer das Ende des Romans nicht erleben wird und wer sich warum gegen die Richterin im Geheimen stellt.

Doch im Gros des Romans wirkt dieser fast dokumentarisch angelegt. Detaillierte Beschreibungen der dunklen Geschäfte, ein Blick auf undurchschaubare Verflechtungen im Indianerreservat und die akribische Begleitung der Ermittlungen führt doch zu einem eher langsamen Fortschreiten der Ereignisse. Auf deren Weg die ein oder andere durchaus wichtige Person (die man gerne länger begleitet hätte wie den „Chief“ oder Greg Myers) plötzlich nicht mehr vorkommt. Wie auch eine mögliche, beginnende Liebesgeschichte fast einfach so im Ungefähren verbleibt.

Lacy Stoltz, die Hauptperson des Romans, unterbezahlte Anwältin einer Behörde, die Richtern „auf die Finger schaut“, kann zunächst kaum glauben, was sie da erfährt.

Dass eine Richterin sei über 10 Jahren gegen eine fürstliche Bezahlung einer mafiaähnlichen Gruppe mit jedwedem genehmen Urteil zur Seite steht. Was Immobilien angeht, was aber auch einen armen Schluckers in die Todeszelle schon gebracht hat.

Wie nun sich der Fall entfaltet und Stoltz mit ihren Verbündeten Schritt für Schritt zum Kern der kriminellen Vereinigung vorstößt, das liest sich als roter Faden rund und gut. Wenn da nicht die erwähnten Längen, die etwas kühle Distanz zum Geschehen und zu den Personen hier und da doch störend auftreten würde. Da hilft es auch nicht, den Bruder der Anwältin ab und an einfliegen zu lassen (der Sinn dieser Figur erschließt sich an sich nicht ganz) oder teilzunehmen an den Überlegungen der tafffen Anwältin über ihre „biologische Uhr“.

Dennoch, wenn es zur Sache geht, erzählt Grisham dicht und spannend wie gewohnt und im Gesamten hilft der flüssige Stil des Autors ebenfalls über manch trockene Stelle hinweg.

Insgesamt ein solider Thriller, der aber nicht an verschiedene Highlights des Autors heranreicht.

Fast wäre es was geworden

Von: Phoebe Miller Datum : 15.05.2017

www.pm-thinks.com

Inhalt:
Lacy Stoltz arbeitet für das BJC, eine Behörde, die für Berufsaufsicht und standeswidriges Verhalten von Richtern in Florida zuständig ist. Meist eintönige Arbeit, mal ein alkholsüchtiger Richter hier, mal ein kleines Delikt da. Bis jemand an sie herantritt, weil er Beweise gegen einen den korruptesten Richter in der Geschichte der Vereinigten Staaten haben will. Lacy und ihr Kollege Hugo übernehmen, nichtsahnend, dass sie damit in ein Wespennest des organisierten Verbrechens stechen ...

Meine Meinung:
Ohja, das klang mal wieder nach einem typischen Grisham: Bestechung, Gefahr, Mord.

Nur die Story wurde diesmal nach Florida verlegt, aber auch im Sunshine State geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Das Setting ist überaus interessant, begibt Grisham sich diesmal in indianische Gefilde. Die Tappacola haben ihre eigenen Gesetze, in die der amerikanische Staat kaum eingreifen kann. Wie also etwas nachweisen?

Korrupte Stammesräte, ein untergeschobener Mord, Geldwäsche, ein Kasino und dahinter eine komplexe Organisation, die eine Richterin in der Tasche hat, die dem allen freie Bahn gibt.

Bereits von Anfang an war ich gefesselt von der Story, flog durch die Seiten, immer auf der Suche nach der nächsten Überraschung, nach dem großen Twist ... und ich suchte und suchte ...

Der Roman ist wie immer sehr gut geschrieben, Rechtliches wurde spannend aufbereitet. Das war wie immer top. Nur der Rest bewegte sich im unteren Mittelfeld. Die Charaktere blieben merkwürdig blass, ich empfand kaum Mitgefühl, baute keine Verbindung auf. Wenn ich ehrlich bin, war mir egal, was mit ihnen passierte. Ich mochte niemanden, ich hasste niemanden. Sie waren alle nur Akteure in dem großen Fall. Nur der interessierte mich. Allerdings wird in dem von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Man erfährt von den Hintermännern, entdeckt die Hintergründe. Ein paar kleine Ungereimtheiten wurden bezüglich der Spannung eingebaut - aber sie rissen mich nicht mit. Es ließ mich kalt, wie es aufgelöst wurde. Und das kenne ich von Grisham eben nicht. In seinen Werken fiebert man mit, leidet mit - dafür war hier kein Platz.

Einzig und allein die Verschwörung ließ mich am Ball bleiben, denn sowas kann er wie kein anderer beschreiben. Aber auch da fehlten mir die Twists, die Überraschungen. Es war eben von Anfang an klar, worauf es hinauslaufen würde - die Frage war nur: Wie. Und dieses Wie ließ mich trotz aller Widkrigkeiten weiterlesen.

Ich fühlte mich unterhalten, durchaus. Aber man ist von Grisham besseres gewohnt. Viel besseres. Geschichten, die einen das Buch nicht beiseitelegen lassen. Hier wäre soviel Potenzial dagewesen, das einfach nicht genutzt wurde. Denn daraus hätte was sehr gutes werden können.

Grundsolide Spannung in einem heiklen Korruptionsfall

Von: Dirk Hoffmann Datum : 09.05.2017

mamouliansgeschichten.blogspot.de

Lacy Stoltz und Hugo Hatch sind als Ermittler beim BJC (Board on Judicial Conduct) tätig, wo sie vor allem Beschwerden gegen standeswidriges Verhalten von Richtern in Florida nachgehen. In St. Augustine sollen sie im Auftrag ihres Vorgesetzten Michael Geismar einen Whistleblower treffen, der sich den beiden Kollegen und Freunden am Jachthafen der Stadt als Ramsey Mix alias Greg Myers vorstellt und dreißig Jahre als Anwalt praktiziert hat, bis er im Rahmen von RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) für sechzehn Monate ins Bundesgefängnis musste, nachdem er einen Deal mit der Staatsanwaltschaft eingegangen war. Mittlerweile hat er seine Lizenz zurück und nur einen Mandanten, dessen Namen er allerdings nicht kennt. Myers macht Lacy und Hugo mit einem Fall vertraut, in dem es um organisierte Kriminalität, indianische Kasinobesitzer in Brunswick County und die korrupte Richterin Claudia McDover geht, die mit dem Unternehmer Vonn Dubose gemeinsame Sache macht. Doch kaum wird die offizielle Beschwerde der Richterin zugestellt, verschwindet Myers völlig von der Bildfläche. Das hält vor allem Lacy überhaupt nicht davon ab, der Beschwerde weiterhin nachzugehen.
„Was auch immer die Richterin dachte, sie ließ sich nichts anmerken. Ihr Gesicht war völlig emotionslos, so unangenehm diese Angelegenheit auch sein mochte.
Das Schöne an Lacys Strategie war, dass McDover in diesem Moment keine Ahnung hatte, was der Maulwurf ihnen bereits gesagt hatte. Sie hatte keine Ahnung, dass das BJC von dem Bargeld, den Privatjets, den Immobilien, den vielen Annehmlichkeiten wusste.“ (S. 217)
Doch vor allem Dubose kennt keine Skrupel, seine Interessen zu schützen, und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Lacy muss unbedingt an den Maulwurf herankommen, um an die Infos aus erster Hand zu kommen, kann sich dabei aber auch auf ihren exzentrischen Bruder Gunter verlassen …
Mit seinem neuen Thriller „Bestechung“ hat es der Justiz-Thriller-Bestseller-Autor John Grisham einmal mehr auf schwarze Schafe in der sogenannten „besseren Gesellschaft“ abgesehen.
Der Fall wird wie bei Grisham üblich sehr detailliert und schnörkellos dargelegt, wobei die Abwicklung der Geschäfte über diverse Offshore-Konten etwas arg minutiös geschildert wird. Bei der Figurenzeichnung gefällt vor allem die sympathische Protagonistin, die nicht nur einen schweren Unfall und Verlust zu verarbeiten hat, sondern sich auch mit einem ehrgeizigen FBI-Agenten privat zu treffen beginnt. Dagegen wird die beschuldigte Richterin sehr eindimensional als hemmungs- und skrupellos gierige Person charakterisiert, was ebenso auf Dubose zutrifft. Was Grisham bei der Charakterisierung seiner Figuren vermissen lässt, gleicht er bei der Konstruktion des Plots locker wieder aus, so dass „Bestechung“ sicher nicht zu seinen besten Werken zählt, aber doch für grundsolide Spannung sorgt.

Bestechung von John Grisham

Von: Bina van Book Datum : 03.05.2017

www.binavanbook.de

Klappentext:
Richter sprechen Recht. Doch was, wenn sie es beugen?

Die Anwältin Lacy Stoltz ermittelt in einem Korruptionsfall von nie da gewesenem Ausmaß. Ein Richter soll über Jahre hinweg Bestechungsgelder in schwindelerregender Höhe kassiert haben. Woher stammt dieses schmutzige Geld? Lacy Stoltz recherchiert und kommt Machenschaften auf die Spur, die sie das Leben kosten könnten.


Der Autor:
John Grisham hat neunundzwanzig Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

Der erste Satz:
Im Autoradio Lief Softjazz, ein Kompromiss nach langer Debatte.

Meine Meinung:
Meinen erstes Buch von John Grisham war Der Gerechte, welches mir wegen seines Covers ich in der Buchhandlung aufgefallen ist. Wer weiß wann ich sonst auf diesen wunderbaren Autor aufmerksam geworden wäre. Sein neuer Roman Bestechung, würde mir in der Buchhandlung rein vom Cover eher nicht auffallen, wenn ich den Autor nicht schon kennen würde. Aber wie sagt man gerne, umso hässlicher das Cover umso interessanter der Inhalt. Dies trifft hier definitiv zu.

John Grisham gewährt uns in seinem neuen Roman wieder einen Einblick in die amerikanische Justiz. Was passiert wenn Richter nicht mehr objektiv entscheiden, sondern sich bestechen lassen? Und nicht unwichtig, was passiert wenn man ihnen auf die schliche kommt?

Lacy und ihr Kollege Hugo ermitteln gegen eine Richterin und bringen sich damit in eine lebensgefährliche Situation. Denn eine Richterin, die über viele Jahre Bestechungsgelder einkassiert ohne das dies bisher aufgefallen ist, ist mehrfach abgesichert.

John Grisham erzählt die Geschichte um eine Richterin, und der ermittelten Anwälte Lacy und Hugo so spannend und interessant, das man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag.

Fazit:
Ein spannender und zugleich sehr interessanter Roman über eine korrupte Richterin.

Wenn Richter bestechlich sind - was ist dann noch gerecht

Von: *》gяєу《* Datum : 25.04.2017

www.mohini-and-grey.blogspot.de

Cover:
Das Cover ist irgendwie interessant, trotz dem Blau und Rot ist es dunkel gehalten und strahlt etwas verschrobenes aus. Die Schrift wirkt dabei sehr dominant und etwas zu groß und lenkt vom Hintergrund ab.

Zum Buch:
Mehrere Sichtweisen, trotzdem ist es sehr übersichtlich gewesen für mich. Man bekommt viele Informationen und Details. Zu Beginn braucht es einen Moment bis man in den Schreibstil reinfindet, doch dann lässt es sich super lesen.

Protagonisten:
Als Leser/in trifft man auf so einige Charaktere. Ermittler, Informanten, das FBI und die Person zu der die Korruption führt. Gerade so viel erfährt man, das ein vages Bild geformt wird. Vieles wird nur angedeutet und an anderer Stelle werden Dinge mehr ausgeführt. Es besteht ein interessantes Gleichgewicht an Informationen die man bekommt und denen die versuchen mehr herauszufinden. Die genauen Hintergründe bleiben auch nur angedeutet für den Leser, aber das fällt nicht wirklich ins Gewicht bei der Geschichte. Trotz der vielen Personen denen man begegnet, ist es dennoch übersichtlich gemacht und man fühlt sich nicht zugeworfen mit unwichtigen Einzelheiten.

Meine Meinung:
Es ist nicht so das es einen überaus packt beim Lesen und ein riesen Spannungsbogen vorhanden ist, sondern so das es einen durch die ganzen Hintergrunddetails immer am Lesen hält. Der Schreibstil ist etwas anders und eine tolle Abwechslung zu anderen Büchern aus dem Genre. Bisher kannte ich noch keins der Bücher des Autors, doch ich werde sicher mal wieder ein Buch von ihm zur Hand nehmen, wenn mir der Sinn nach dem etwas anderen steht. Die Abläufe wirkten auf mich gut durchdacht und detailliert recherchiert. Der Schluss wirkte absolut logisch und alle Fäden die gesponnen wurden, führen zu einem großen Ganzen wieder zusammen am Ende.

Bestechung- Korruption- Mord !!

Von: die-rezensentin Datum : 21.04.2017

www.die-rezensentin.de

Das BJC ist eine Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, die u.a. gegen korrupte Richter ermittelt, doch diesmal haben es die Mitarbeiter mit einem besonderen Fall zu tun.
Offensichtlich ist hier nichts, sondern sie bekommen die Informationen durch einen Kontaktmann, der nicht offiziell in Erscheinung treten möchte und der den wahren Whistleblower auch nur über einen Mittelsmann kennt. Die gesammelten Hinweise reichen aber nicht für eine Anklage, deswegen muss das BJC verdeckt vermitteln und hieb- und stichfeste Beweise beschaffen.
Das macht es für die BJC- Anwältin Lacy und ihren Kollegen Hugo nicht gerade einfach, etwas herauszukriegen. Zumal es sich bei den Beschuldigten um hochrangige Geschäftsleute und Richter handelt. Erschwerlich kommt hinzu, dass die Fälle sich größtenteils auf dem Gebiet der Indianer abgespielt haben, bei denen sich fast gar nicht ermitteln lässt.
Als ein schrecklicher Unfall passiert, wird dem BJC klar, mit welchen Methoden die gegnerische Seite kämpft und dass sie um jeden Preis verhindern will, dass die Machenschaften ans Licht kommen.

John Grisham hat einen sehr komplexen Fall geschaffen. Zuerst hatte ich Schwierigkeiten, die vielen Personen richtig zuzuordnen, vor allem, da sie einmal mit Vor- und manchmal mit Nachnamen erwähnt werden. Aber das fand ich eigentlich nur am Anfang etwas verwirrend, danach blickt man gut durch.
Es geht um Korruption, Bestechung, Gefälligkeitsurteile bei Gericht und Mord, insgesamt Verbrechen im ganz großen Stil. Eine Mafia agiert auf dem Gebiet der Indianer, die ihre eigenen Gesetze haben und nicht gerne jemanden dahinterblicken lassen. Ich habe das mal gegoogelt, es scheint wirklich heute in einigen Reservaten noch so zu sein.
Als der wichtigste und bisher einzige Informant, plötzlich spurlos verschwunden ist, spornt das Lacy und ihre Kollegen an, jetzt erst recht weiter an dem Fall dranzubleiben.
Lacy und Hugo sind zwei sympathische Protagonisten, auch Lacys Bruder Gunter fand ich trotz seiner eigenen Art sehr unterhaltsam.

Ich liebe John Grishams Bücher und mir gefallen die Themen, bei denen es ja meist hauptsächlich um Anwälte und Gerichte geht.
Manchen mag der Stoff etwas trocken vorkommen, doch durch Grishams Schreibstil wird fast jedes öde Thema zu einem Pageturner. Ich fand die Ermittlungen sehr spannend und fieberte mit, ob das BJC der Korruption ein Ende machen kann, oder ob die Beteiligten ihre Schäfchen vorher ins Trockene bringen können und ohne Strafe davonkommen.
Bisher überraschte uns John Grisham bei seinem Büchern ja immer mit einem Klopper zum Ende, mit dem man überhaupt nicht rechnete und der das Ganze in ein völlig neues Licht stellte. Beim letzten Buch fehlte mir das allerdings und ob es hier wieder so ist, möchte ich nicht verraten.
`Bestechung` ist ein lesenswertes Buch, auch wenn es nicht eins seiner besten ist.

Trotz kleiner Schwächen ein interessanter und gut geschiebener Justiz-Thriller

Von: Nicoles Bücherwelt Datum : 19.04.2017

nicolesbuecherwelt.blogspot.de/

Ein Korruptionsfall mit ungeahnten Außmaßen...

Lacy Stoltz und ihr Kollege Hugo Hatch arbeiten für das BJC (Board on Judicial Conduct), das für die Berufsaufsicht zuständig ist und Anzeigen über standeswidrigem Verhalten von Richtern in Florida untersucht. Bald bekommen sie es mit einem Fall zu tun, der alle bisherigen richterlichen Fehlverhalten in den Schatten stellt: Ein Richter in Florida soll jahrelang Bestechungsgelder in unglaublicher Höhe angenommen haben - und noch einiges mehr. Nach eingehender Überprüfung nimmt das BJC den Fall an und Lacy beginnt sofort zu ermitteln. Schnell wird klar, dass der Fall sehr brisant ist und ungeahnte Ausmaße annehmen wird. Doch so diskret sie und ihr Kollege bei ihren Ermittlungen auch vorgehen, den Gegnern bleibt nichts verborgen. Schon bald schweben sie in großer Gefahr... Wird Lacy Licht ins Dunkel bringen und den Richter überführen?

"Er suchte sich eine Bank mit Aussicht auf die Bucht, blieb lange dort sitzen und machte sich Vorwürfe. Aus einem kleinen, dunklen Komplott war plötzlich etwas sehr viel gefährlicheres geworden." -Seite 138, eBook

Ich lese seit vielen Jahren mit Begeisterung die spannenden Justiz-Thriller von John Grisham und war dementsprechend gespannt auf sein neuestes Buch. In Bestechung geht es um einen Richter, der jahrelang Bestechungsgelder entgegen genommen haben soll - doch dieses ist nur ein Punkt auf einer Liste, die immer länger wird. Lacy Stoltz ist Anwältin der Rechtsaufsichtsbehörde und beginnt in diesem besonders brisanten Fall mit ihren Ermittlungen - und gerät bald darauf in Lebensgefahr...
Die Erzählweise ist sehr klar und gut verständlich, anfangs wird viel zu dem umfangreichen Fall erklärt, mit dem es Lacy und ihre Kollegen vom BJC zu tun haben. Da dieser Fall sehr umfangreich und verstrickt ist, ist diese ausführliche Schilderung über die Hintergründe sehr sinnvoll und gut gewählt. Nur leider kommt danach die Geschichte nicht so richtig in Schwung, sie plätschert eher vor sich hin. Im Mittelteil kommt dann zwar etwas Schwung in die Geschichte, doch das Ende bleibt etwas zu vorhersehbar.
Womit Grisham aber hier wieder überzeugt, ist mit seiner Fachkenntnis als ehemaliger Anwalt. Alle fachlichen Erläuterungen -vom Rechtssystem, über den Arbeitsalltag eines Anwalts bis hin zum Prozessablauf- sind sehr gut verständlich.

Mein Fazit: Ein solider, gut geschriebener Justiz-Thriller mit kleineren Schwächen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die sehr gut ausgearbeiteten Fakten. Leider fehlte mir bei dieser Geschichte aber das gewisse Etwas, sie plätschert ein wenig vor sich hin - es fehlten die fesselnden und überaschenden Momente. Das ist etwas schade, denn die Idee der Story ist wirklich klasse. Es gibt aber auch positives: Die Charaktere und der Fall sind gut ausgearbeitet und das Buch lässt sich flüssig lesen und bietet eine interessante Geschichte.
Kurz gesagt: Trotz kleiner Schwächen ein gutes und durchaus lesenswertes Buch, das sich bei den John Grisham-Romanen im guten Mittelbereich befindet.

EIne Richterin in Nöten

Von: Harakiri Datum : 17.04.2017

harakirisleseecke.jimdo.com/

Eine hohe Richterin wird der Bestechlichkeit und Unterschlagung verdächtigt. Die juristischen Ermittler einer Sonderbehörde Hugo Hatch und Lacy Stoltz bekommen Tips von Whistleblowern, geraten aber selbst in Gefahr, denn die Organisation hinter der sie her sind, ist gewaltig. Und will sich natürlich ihre Geschäfte nicht kaputt machen lassen. Sie schrecken auch vor Mord nicht zurück. Doch dann machen sie einen unverzeihlichen Fehler…


Grishams neuester Gerichtsroman ist erfrischend anders. Nicht Kleinkriminelle sind sein Thema, nein, er geht hinter die ganz Großen. Anfangs hatte ich ein paar Probleme, in die Handlung zu finden, bis die ganzen Zusammenhänge geklärt und die Organisationen vorgestellt waren. Aber spätestens bei dem geheimen Treffen hinterm Kasino hatte mich die Handlung so gepackt, dass ich das Buch nur noch schwer weglegen konnte. Dabei sind die Hintermänner ja eigentlich bekannt und es besteht auch kein Zweifel, dass die Richterin zu Recht beschuldigt wird. Allerdings ist die Beweisführung nicht einfach. Doch Grisham gelingt wieder der Spagat zwischen Spannung und gerichtlichem Fachwissen. Seine Schreibweise ist gewohnt flüssig und anschaulich und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise. Auch wenn man sich teilweise in den vielen Handlungen und Nebenschauplätzen etwas verlieren könnte, Grisham führt den Leser jedes Mal wieder zurück auf den richtigen Weg und führt am Ende alle Fäden logisch zusammen.

Besonders erfrischend fand ich den Charakter Gunter. Den Bruder von Protagonistin Lacy. Auch wenn er etwas ungehobelt rüberkommt – er hat das Herz auf dem rechten Fleck und ist immer da, wenn man ihn braucht. Andere Charaktere wirken dagegen teilweise etwas hölzern, so konnte ich keine Verbindung zu Lacys neuem Freund aufbauen. Im Gegenteil, mir kam er immer recht verdächtig vor. Und einer verschwand gar gänzlich von der Bildfläche, ohne weiter erwähnt zu werden.

Fazit: Anfangs etwas komplizierte Handlung, später aber eher spannend und mitreißend