Leserstimmen zu
Ich gebe dir die Sonne

Jandy Nelson

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Hardcover
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Wissothek

Von: Jutta Klink aus Stuttgart

12.09.2018

Bei „Ich gebe dir die Sonne“ hat mir so gut gefallen, wie die Autorin die Fäden zwischen den Protagonisten verknüpft, so diffizil dass erst kurz vor Schluss des Romans die Komplexität der Verbindungen deutlich wird. Auch die Liebe der Jungs untereinander ist authentisch, nicht verklärend aber auch nicht klischeemäßig in die Handlung eingebunden. Ich werde es auf jeden Fall gerne empfehlen und kann mir auch vorstellen, dass aufgrund der Covergestaltung und der sehr intelligent auf den Spannungsbogen setzenden Inhaltsangabe auf dem Cover, auch Leserinnen zugreifen die sonst eher main-stream lesen. So kann man ein thematisch anspruchsvolles und erzähltechnisch ausgefeiltes Buch auch an ein breites Publikum bringen.

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„Im Gegensatz zu fast allen Menschen auf der Erde sind wir von den ersten Zellen an zusammen gewesen, wir sind zusammen hierhergekommen.“ Noah und Jude sind zweieiige Zwillinge. Doch während Jude abenteuerlustig und beliebt ist, bleibt Noah lieber für sich alleine und malt. Beide erzählen ihre Geschichte abwechselnd, in der Gegenwart und in Rückblicken. Während sie am Anfang noch unter allen Umständen zusammenhalten, wird schnell klar, dass sie sich nach drei Jahren fremd geworden sind, ja sogar nahezu die Rollen getauscht haben. Nun ist Noah der, der viele Freunde hat und Jude die Einzelgängerin. Wie es soweit kommen konnte, wird erst im Laufe der Geschichte deutlich… Meine Meinung: Sowohl Noah und Jude als auch die anderen Personen sind nicht perfekt, aber sie sind einzigartig und sympathisch. Man begibt sich beim Lesen auf eine emotionale Reise mit ihnen, die einen nicht mehr loslässt. Der Inhalt ist nicht einfach zusammenzufassen, wenn man nichts vorwegnehmen will, da die Zusammenhänge und Verwicklungen erst nach und nach herauskommen, aber das macht den besonderen Reiz des Buches aus. Außerdem sorgt die bildhafte, fast schon poetische Sprache dafür, dass man die Welt mit anderen Augen sieht. Emotionen sind garantiert. Die Geschichte handelt zwar von Neid und leider auch vom Sterben, hat aber auch lustige Momente und ist im Endeffekt eine Liebesgeschichte, die einen zum Lächeln bringt. „Ich gebe dir die Sonne“ ist auf jeden Fall eines meiner Lieblingsbücher, es hat mein Interesse an Kunst geweckt. Ich könnte es immer wieder lesen, es macht einfach glücklich und man kann es zufrieden zuklappen! Hannah Steinbacher, 18 Jahre

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Inhalt In „Ich gebe dir die Sonne“ erfahren wir die Geschichte der Zwillinge Noah und Jude. Beide Geschwister sind künstlerisch begabt, doch während Noah seine Zeichnungen immer mit sich herumträgt, versteckt Jude ihr Talent. Sie baut Sandskulpturen, die sie von der Flut zerstören lässt. Doch ihre Mutter möchte, dass beide auf die California School of Arts gehen. Und ab da verändert sich nicht nur die Beziehung zwischen den beiden Zwillingen sondern auch die Zwillinge selbst verändern sich. Die Rivalität und der Neid zwischen den beiden, die zwar schon immer da waren, aber durch ihre enge Verbundenheit kaum Bedeutung hatten, tritt immer stärker zu Tage und führt letztendlich zu einem schweren Bruch zwischen Noah und Jude. Und während Noah früher sehr introvertiert und Jude offen gegenüber allen Menschen war, so ist es nach dem Bruch und einem schweren Verlust genau umgekehrt. Noah findet Anschluss an die Clique im Ort und Jude zieht sich immer mehr zurück. Meine Meinung Das Besondere an diesem Buch ist, dass wir als Leser einen intensiven Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Zwillinge erhalten. Das gelingt dadurch, dass es zwei Handlungsstränge gibt. Der erste findet vor dem Bruch der Zwillinge statt als beide 13/14 sind und wird uns aus der Sicht von Noah erzählt, der eine ganz spezielle Wahrnehmung auf die Welt hat. Der zweite Handlungsstrang spielt zu der Zeit, als Noah und Jude 16 sind, und wird aus der Sicht von Jude erzählt, die auf eine ganz besondere Art und Weise abergläubisch ist. Durch den Perspektivenwechsel und die Zeitsprünge erleben wir die Ereignisse und die daraus folgenden Veränderungen sehr intensiv und ich konnte mich sowohl gut in Noah als auch in Jude hineinversetzen. Beide fühlen auf ihre Art und Weise sehr intensiv und ich habe mir die ganze Zeit gewünscht, dass sie wieder zueinander finden. Auch wenn Noah anders als seine Schwester nicht an der CSA aufgenommen wurde, so geht er doch weiterhin seiner Leidenschaft des Zeichnens nach. Jude hingegen zweifelt immer mehr an ihrem Talent, bis ein Steinhauer sie als Mentor auf ihrem Weg begleitet. Im fortschreitenden Verlauf der Geschichte können wir als Leser immer besser verstehen, was zu dem Bruch zwischen den beiden Zwillingen geführt hat und begleiten sie auf dem Weg des Erwachsenwerdens und der Selbstfindung. Jandy Nelson schafft es dabei, einfühlsam die Themen Sexualität, Liebe, Trauer und Vergebung zur Sprache zu bringen. Mehr als einmal hatte ich Tränen in den Augen und freue mich auf weitere Werke der Autorin. Ich vergebe 5 Sterne und kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der gerne gefühlvolle aber nicht kitschige Geschichten liest.

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Jude und Noah sind Zwillinge, die nicht gegensätzlicher sein können. Sie die Extrovertierte, der Wildfang, der immer auf ein Abenteuer aus ist. Noah, der in sich gekehrt ist, sich in seiner Kunst verliert und der verliebt ist in den Nachbarsjungen. Die beiden waren bis vor ein paar Jahren trotz aller Gegensetzlichkeiten unzertrennlich. Aber etwas ist passiert, dass die beiden auseinander getrieben hat. In "Ich gebe dir die Sonne" erfahren wir die Geschichte. Jandy Nelsons Werk stand schon seit Monaten im Regal. Ich gebe es zu, dass ich es auch zeitweise vergessen habe. Nun ergab sich die Gelegenheit das Buch zu lesen. Nach anfänglicher Euphorie muss ich aber leider sagen, dass mich das Buch doch ein wenig enttäuscht hat. Zwar konnte mich die Autorin mit ihrem Schreibstil, der sehr sprachgewaltig ist, zu Beginn für sich gewinnen. Aber mit der Zeit verliert die Geschichte für mich an Spannung und dadurch auch an Qualität. Jude und Noah sind zwei Charaktere, mit denen ich nicht wirklich warm wurde. Noah ist von Beginn an introvertiert. Seine Liebe für die Kunst und für den Nachbarsjungen zeigen, dass er Gefühle hat. Aber für mich waren diese absolut nicht greifbar. Ich kann mir nicht helfen, aber an manchen Stellen empfand ich den Jungen auch etwas gruselig. Jude, die junge Wilde, die nach dem prägenden Ereignis eine 180-Wendung bei ihrem Charakter eingelegt hat, fand ich an manchen Stellen überdreht und mich störte es, dass sie sich nicht mehr für ihren Bruder eingesetzt hat. Besonders weil ihre "Freunde" den Jungen gemobbt haben. Geschickt versucht die Autorin die Fäden von Beginn an miteinander zu verweben. Erst langsam wird einem beim Lesen klar, was geschehen ist. Warum Jude und Noah so auseinandergedriftet sind. Aber für mich war die Handlung an vielen Stellen auch zu verworren, was mir den Spaß nahm. Die Begeisterung die am Anfang wegen dem Schreibstil empfand, versiechte langsam in Langeweile. Vielleicht war mir die Art des Erzählens irgendwann zu anstregend, aber ich war letztendlich froh, als ich das Buch beendet hatte. Vom Klappentext her habe ich mehr erwartet und auch der anfängliche begeisternde Schreibstil machte mir Mut. Dennoch konnte mich "Ich gebe dir die Sonne" nur mäßig begeistern, da es für mich einfach müßig zu lesen war.

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Es liegt mehrere Wochen zurück, dass ich „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson gelesen habe. Seitdem geistert es mir immer wieder im Kopf herum. Kurze Momentaufnahmen blitzen auf, wie die Sonne, die sich einen Weg durch die Wolken bahnt. Während dem Lesen ist deutlich spürbar, dass viele Gegensätze aufeinanderprallen und so eine unvergleichbar schöne Geschichte entstehen lassen, die sich vom Mainstream abhebt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die Zwillinge Jude und Noah könnten kaum unterschiedlicher sein. Eine Tatsache, die sich sogleich offenbart und nicht zu leugnen ist. Jude ist extrovertiert, lebhaft, manchmal frech und vor allem außerordentlich risikofreudig. Noah übernimmt den ruhigeren Part. Er ist eher introvertiert, verträumt, unauffällig und glänzt mit künstlerischem Talent. Außerdem ist er zum ersten Mal verliebt, in den Jungen von nebenan. Das und ein weiteres einschneidendes Erlebnis stellt die Welt der Geschwister von einem auf den nächsten Tag vollständig auf den Kopf. Ein schwerwiegender Wendepunkt in ihrem jungen Leben, der alles verändert. Jude zieht sich immer stärker zurück. Noah lässt seinen Traum schleifen und scheint wie ausgewechselt. Besonders fatal ist die Auswirkung auf die Beziehung zwischen den beiden. Das enge Band bröckelt und durch den kontinuierlichen Wechsel zwischen der Zeit vor und nach dem Schicksalsschlag sowie die zwei Perspektiven, die einfließen, spürt der Leser wie verfahren die Situation tatsächlich ist. In vielen Jugendbüchern nimmt eine vorhersehbare, monoton verlaufende Liebesgeschichte den entscheidenden Platz ein. Auch in „Ich gebe dir die Sonne“ ist es die Liebe, die alles miteinander verbindet, aber auf einer anspruchsvolleren, tiefsinnigeren Ebene. Unterstrichen wird das durch den unverwechselbaren Erzählstil der Autorin, der sich in den Gedankengängen und Charakterzügen der Protagonisten widerspiegelt. Scharfsinnig, dramatisch, schön und eindringlich wird die Welt von zwei jungen Menschen gezeichnet, die sich auf der Suche nach sich selbst befinden. Ein Weg, den wohl jeder automatisch geht und der viel bewirkt, aber manchmal nicht leicht zu gehen ist. All das macht es zu etwas, mit dem man sich identifizieren kann, das nachvollziehbar oder gar greifbar ist und die eigenen Gedanken durcheinander wirbelt. Ein Jugendroman, der mit seiner Einzigartigkeit und einer unbändigen Leidenschaft für die Kunst alles andere überstrahlt und dadurch lange in Erinnerung bleibt!

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„Ich gebe dir die Sonne“ in drei Worten? Lebendig, abwechslungsreich, anders. Cover & Gestaltung von „Ich gebe dir die Sonne“? Das Cover von „Ich gebe dir die Sonne“ ist so hell und freundlich, dass ich es einfach haben musste. Es ist einfach ein freundliches und farbenfrohes Cover, das man gerne Anschaut. Unter dem Schutzumschlag ist das Buch in einem wunderschönen Lila gehalten, im Inneren in einem strahlenden Orange. Von den Farben her ein absolutes gute Laune Buch! Worum geht es in „Ich gebe dir die Sonne“? So lebensfroh und fröhlich das Cover und die Farbgebung von „Ich gebe dir die Sonne“ sind, so tief und beinahe dunkel ist der Inhalt. Ihr solltet euch bewusst sein, dass es sich bei „Ich gebe dir die Sonne“ nicht um ein fröhliches Sommerbuch handelt, sondern um ein komplexes Werk, das sich stark mit Emotionen und zwischenmenschlichen Beziehungen auseinandersetzt. Es hat teilweise Phasen, die Leichtigkeit versprechen, aber dunklere Zwischentöne besitzen, die einen zum Nachdenken anregen. Ein sehr besonderes Werk. Der Schreibstil von Jandy Nelson? Der Schreibstil der Autorin ist sehr besonders. Und ich meine mit besonders nicht schlecht, sondern exorbitant. Zu Beginn hatte ich so meine Probleme, vor allem durch Noahs wirre und schnell wandelnde Gedanken. Jude war für mich sehr viel einfacher zu verstehen, was nicht heißen soll, dass ich Noahs Darstellung schwierig fand. Beide Darstellungsweisen von Gedanken und Emotionen sind so besonders und bewegend, dass ich es noch nirgendwo besser gelesen habe. Durch ihre Ausdrucksweise und die bildhaften Darstellungen schafft es die Autorin, die Geschichte ihrer Figuren direkt in meinen Kopf zu malen. Ein außerordentliches Talent, das mich sehr begeistert hat. Als ich mich dann an Noahs bunte Ausdrucksweise gewohnt hatte, kam ich schnell voran. Das Figurenpersonal in „Ich gebe dir die Sonne“? In der Hauptsache geht es um Noah und Jude, die Zwillinge sind und in der Phase der erzählten Zeit des Romans unterschiedlicher nicht sein könnten. Da die Geschichte der beiden in zwei Perspektiven erzählt wird, die zudem zeitlich getrennt ist, lernt man die beiden auf zwei Weisen kennen: Jude und Noah mit 13/14 und mit 16. Es ist unfassbar, wie sehr sich die beiden innerhalb weniger Jahre verändert haben und noch spannender, wie es dazu kam. Denn während Jude als 16jährige berichtet, erzählt Noah seine Geschichte als 13/14jähriger. Dadurch erlebt man die Veränderung der Figuren direkt mit, kann einen Blick in ihre Gedanken und Emotionen werfen und sich wünschen, dass alles anders kommt. Jandy Nelsons Figuren sind dabei so intensiv gestaltet, dass ich das Gefühl hatte, eine echte Geschichte zu erleben. Auch die Nebenfiguren, die ihren Teil zur Geschichte beitragen haben eine ganz eigene Tiefe, wie sie mir bisher nur selten begegnet ist. Positives zu „Ich gebe dir die Sonne“ Der Schreibstil, die Erzählweise, die Figuren, die Geschichte und die Aussage dahinter. All das macht „Ich gebe dir die Sonne“ so einzigartig und wundervoll. Es ist ein Buch, das man so schnell nicht vergisst und das seines gleichen sucht. Ich bin einfach sprachlos und baff, selbst Tage nach dem Lesen. Die Erzählweise mit zwei unterschiedlichen, zudem zeitlich versetzten Perspektiven erzeugt Spannung, da jede Perspektive neue Einzelheiten ans Licht bringt, die am Ende ein großes Ganzes ergeben. Eine Geschichte von Verlust, Ängsten und Fehlern. Empfehlung zu „Ich gebe dir die Sonne“? Ich kann „Ich gebe dir die Sonne“ allen Lesern empfehlen, die ein außergewöhnliches Buch suchen. Allerdings ist es, anders als es durch die Covergestaltung den Anschein macht, kein leichtes Sommerbuch, sondern ein Buch mit Tiefe und Emotion. Ich danke dem Bloggerportal und dem cbt Verlag von Herzen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Ich gebe dir die Sonne“.

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Heute ist der erste sommerliche Tag des Jahres und was passt besser dazu, als ein Buch mit diesem Titel? „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson ist mein selbsternanntes Highlight von allen acht Büchern, die ich im April gelesen habe. Wunderschön geschrieben, erzählt es von den Zwillingen Noah und Jude, die absolut unzertrennlich sind. Noah liebt das Malen und verliebt sich zudem in den Nachbarsjungen. Jude ist wild, kriegt den Mund kaum zu und lotet ihre Grenzen aus. Ein paar Jahre später reden die beiden Geschwister kaum noch miteinander, ein Ereignis hat sie verändert und geradezu entzweit. Bis Jude auf einen interessanten Künstler trifft… Ich gebe dir die Sonne von Jandy NelsonEs war mein erstes Buch von Jandy Nelson und von Anfang an begeistert hat mich vor allem der einnehmende Plot mit Noah, seiner Leidenschaft zum Malen und Jude, die so ganz anders ist und eine gewisse „Familien-Bibel“ der Oma geerbt hat. Ich brauchte keine zehn Seiten und befand mich in einem Abenteuer, samt der Gewissheit: ich freu mich drauf! Man merkt, dass Noah und Jude nicht nur Zwillinge sind, sondern sie auch eine starke Geschwisterliebe und Freundschaft verbindet. Ich liebe Bücher über Freundschaft. Noch mehr liebe ich Bücher über Freundschaft, in denen man es nicht nur liest, sondern regelrecht spürt und man Spaß beim Lesen der Dialoge hat. Witzig und charmant sind hin und wieder z.B. die Sterne, Blumen und vor allem die Sonne als gewisse Eintauschwerte von Bedeutung… Wie ein Geflecht werden die Kapitel abwechselnd aus der früheren Zeit von Noah und knapp zwei Jahre später aus der Sicht von Jude erzählt, was aufgrund des Zwillingdaseins nicht nur interessant zu lesen, sondern aufgrund des einschneidenden Erlebnisses dazwischen, auch wirklich grandios gelungen ist. Es geht um das Leben, Schicksal, Familie und die Erkenntnis, dass es immer mindestens zwei Sichtweisen von etwas gibt. Von den fast 500 Seiten abschrecken lassen sollte man sich ganz und gar nicht, denn man kann regelrecht nur staunen, wie man in der dramatisch-schönen Geschichte versinkt und die Seiten so dahinschmelzen. Es könnte also quasi auch ein sogenanntes Schwellenbuch für diejenigen sein, die eine gewisse Skepsis gegenüber dickeren Büchern haben. Schade ist, dass „Ich gebe dir die Sonne“ so vor Emotionen und Facetten sprüht, dass ich gar nicht alles in meiner Besprechung unterbringe. Besonders schön daran ist, dass es noch viele weitere Überraschungen für alle bereithält, die es nun lesen wollen. Ein superschönes Jugendbuch aus der „Empfehle-ich-immer-wieder“-Kategorie und ein Grund, weshalb ich Jandy Nelsons Debüt „Über mir der Himmel“ ebenfalls lesen möchte.

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josiajourdan.ch Suchen SPRINGE ZUM INHALT IMPRESSUM TERMINE ÜBER MICH MEINE PROJEKTE VERLAGE ROMAN ICH GEBE DIR DIE SONNE MAI 9, 2017 JOSIA SCHREIBE EINEN KOMMENTAR BEARBEITEN Klappentext Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist Ich gebe dir die Sonne von Jandy Nelson passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler … (Quelle: cbt-verlag.de) Rezension Noah und Jude sind Zwillinge. Unzertrennliche Zwillinge und trotzdem so verschieden. Noah schwärmt für die Kunst, während Jude gerne surft, mit Jungs flirtet und ihre Weiblichkeit entdeckt. Beide versuchen alles zu geben, um zum Liebling ihrer Mutter zu werden und an der Kunstschule aufgenommen zu werden. Viel Neid und Hass entwickelt sich zwischen den beiden. Jahre später sind beide wie verwandelt. Sie sprechen kaum noch miteinander. Jude ist an der Kunstschule, obwohl das doch Noahs Traum war. Dieser hängt jetzt mit den «coolen» Jungs Rum und versteckt sich vor sich. Beide geschockt und nicht mehr sich selbst. Jude hat nur noch ein Ziel. Sie muss eine Steinskulptur von ihrer Mutter machen. Dabei lernt sie den faszinierenden Guillermo kennen, welcher sie in der hohen Kunst des Bildhauers lernt. Doch bei Guillermo wohnt auch ein Junge. Oscar zieht Jude fast magisch an und sie fühlt sich mit ihm sofort verbunden. Jandy Nelson hat sich für einen Sichtwechsel-Erzählstil entschieden und konnte damit bei mir punkten. All 80-100 Seiten wird die Sicht gewechselt und so wird abwechselnd aus Judes oder Noahs Perspektive erzählt. Manchmal in der Vergangenheit. Vor dem Drama. Dann in der Gegenwart. Spannung wird ständig aufrecht gehalten. Ich habe Judes Sicht bevorzugt, da ich ihre Entwicklung spannend fand und gehofft habe, das sie ihren Weg findet. Noahs Sicht war ebenfalls interessant zu lesen. Er verliebt sich vor dem Drama in den Nachbarjungen und erlebt einen aussergewöhnlichen Sommer. Doch bei ihm fehlte mir das gewisse etwas. Erst kurz vor dem Ende wird aufgeklärt, was die Zwillinge auseinander gebracht hat. Spannung pur und sehr berührend. Fazit Eine berührende Geschichte über Selbstabstetanz, Liebe, Familie und Vergebung. Jandy Nelson spricht viele Themen an, mit welchen man sich als Teenager befassen muss. Auch wenn das ganze in einem dramatischen Roman verpackt wurde, konnte ich mich gut in die Handlung hineinversetzten. Mein persönliches Highlight ist die Beziehung zwischen Noah und Jude. Sie lieben sich und trotzdem steht so viel zwischen ihnen. In einer stark abergläubischen Familie aufgewachsen haben beide einige Schrauben locker. Besonders Jude läuft ohne Zwiebeln, Muscheln und Kleeblätter nie aus dem Haus. Für mich sehr amüsant. Von mir aus eindeutig eine Empfehlung. Das Buch lohnt sich und gibt einem neue Blickwinkel auf das Leben. Lasst euch überraschen. Danke an den cbt-Verlag fürs Zusenden meines Exemplars.

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