Leserstimmen zu
Unter einem falschen Himmel

Radhika Phuyal, Sharon Hendry

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Radhika wächst zwar arm aber dennoch liebevoll in Nepal auf. Ihre Schulbildung musste sie leider abbrechen, da ihre Hilfe zuhause in der Landwirtschaft gebraucht wurde. Mit 14 macht sie sich auf in die Stadt, um dort Gemüse zu verkaufen und ihre Familie finanziell zu unterstützen. Allein und fremd in der Stadt lässt sie sich von einem jungen Mann einlullen, froh endlich so einen netten Menschen gefunden zu haben. Dieser verspricht ihr einen tollen Job in einer anderen Stadt und Radhika läuft arglos in die Falle. Mit Drogen betäubt gelingt es ihr eine Niere zu entnehmen. Leider ist es noch nicht genug, denn der Menschenhändlerring hat noch mehr mit ihr vor. Zuerst wird Radhika zwangsverheiratet, gebärt unter ärmsten Verhältnissen einen Sohn und wird abermals unter falschen Versprechungen weggelockt. Sie landet schließlich in Indien in mehreren Bordellen und zerbricht fast daran. Lediglich die unendliche Liebe zu ihrem Sohn lässt sie es ertragen, dass sie über 30 Freier am Tag bedienen musste und ständiger Gewalt ausgesetzt ist. Bei diesem Schicksal treten einem wirklich die Tränen in die Augen. Wie kann man als Mensch soviel aushalten? Wie können Menschen dies anderen Menschen antun? Ich wusste zuvor nicht, dass es fast schon normal ist, junge Frauen aus Nepal zu entführen und nach Indien auf den Strich zu schaffen. Auch der Organhandel ist keine Seltenheit und viele Menschen, die einfach nur arm sind, machen es sogar freiwillig. „Unter einem falschen Himmel“ hat mich wirklich erschüttert. Diese tapfere Frau musste soviel aushalten und hat es dennoch geschafft. Einzig die Liebe zu ihrem Sohn hat sie am Leben erhalten, bis ihr dann schließlich nach vielen Jahren die Flucht gelungen ist. Wer nun aber denkt, dass diese Geschichte ein Happy End hat ist falsch gewickelt. Da Radhika mit einem Mann, welcher nicht der gleichen Kaste angehört wie sie, verheiratet wurde, darf sie nicht mehr im Heim ihrer Familie wohnen. Aus Tradition und Beschluss der Dorfältesten. Dabei spielt es keine Rolle, dass diese Ehe unter Zwang stattfand. Zuflucht fand Radhika dann schließlich bei „Mahiti Nepal“. Einer Hilfseinrichtung, welche sich speziell um solche Mädchen und Frauen kümmert. Sharon Hendry hat aus der Geschichte von Radhika eine tolle Biographie verfasst. Das Buch liest sich flüssig, ist spannend und ich mochte es gar nicht aus der Hand legen. Ich finde auch toll, dass in der Mitte des Buches viele Bilder über Radhika, ihrer Familie und auch manchem Übeltäter zu finden sind. So kann ich mir immer noch ein viel klareres Bild verschaffen. Fazit Ich kann dieses Buch jedem empfehlen der sich für andere Länder und andere Schicksale interessiert. Auch all jenen, welche gerne mal einen Blick über den eigenen Tellerrand risikieren wollen. Ich finde es schon sehr wichtig, dass man sich über die Dinge in der Welt einen Überblick verschafft und ich glaube, dass sich dann auch so manches „große“ Problem schnell relativiert.

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Unglaublich, wie oft ich Gänsehaut bekam beim Lesen dieses Buches. Als Europäer bekommt man sicher über die Medien immer mal etwas über die Lebensumstände von Frauen mit, aber das es solche Ausmaße hat? Wir haben ja keine Ahnung! Was die kleine Radhika erlebt hat, ist die Hölle auf Erden und nur für ihren Sohn hat sie nie aufgegeben! Kreuz und quer durchs Land verschleppt, immer an neue Orte. Getrennt vom eigenen Kind in dem Wissen, das der Kleine auch misshandelt wird und sie keinen Einfluss darauf hat. Behandelt, wie Müll der nichts wert ist und an die schlimmste Sorte von Männern verkauft wird. Ausgeliefert und ohne einen Funken Hoffnung auf Besserung! Ich bin wirklich beeindruckt, wie sie das geschafft hat. Auch das viele Menschen ihr dann noch geholfen haben, ist ein großes Glück. Die 3 Freundinnen, die sie noch gar nicht wirklich kannte und die mit Ihr das unter Lebensgefahr aufgesparte Geld teilten und der liebenswerte Jigmi der Ihr zur Flucht verhalf, die letztendlich aber dazu führte, das sie gefunden wurde und nur mit Glück überlebte. Besonders Sushil hat mich beeindruckt, völlig uneigennützig half er der jungen Frau mit ihrem Sohn in einer Weise, die mich sprachlos macht! Toll geschrieben, das Buch muss man gelesen haben! Ich hatte wirklich Gänsehaut pur! Hier findet Ihr die komplette Rezension: http://rosalies-testblog.de/unter-einem-falschen-himmel-verschleppt-verkauft-versklavt/

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