Leserstimmen zu
Mein Herz ist eine Insel

Anne Sanders

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Isla Grant kehrt nach der gerade erst erfolgten Trennung von Ihrem langjährigen Freund an ihren Heimatort zurück. Die kleine schottische Insel Bailevar mit ihren ca. 60 Einwohnern ist kaum bekannt. Auf der Insel selbst aber kennt jeder jeden und weiß über alles Bescheid. Das war auch der Grund weshalb Isla die Insel vor vielen Jahren verlassen hat, nur hat sie dann auch den Kontakt zu ihrem Vater und den beiden Brüdern komplett abgebrochen. Der Empfang durch die Familie fällt daher eher durchwachsen aus. Eine nette alte Dame namens Shona jedoch ist sehr erfreut über Islas Rückkehr. Sie scheint die junge Frau zu mögen, doch erhofft sie sich wohl auch, dass Isla zurück zu ihrer Jugendliebe Finn findet, einem Verwandten von Shona. Finn betreibt auf der Insel einen Pub. Um der Liebe etwas nachzuhelfen ist Shona fast jedes Mittel recht, doch ihr Vorhaben scheint fast zum Scheitern verurteilt als ein Fremder auf Bailevar auftaucht und Isla ihm näherkommt. „Mein Herz ist eine Insel“ ist eine Liebesgeschichte und damit etwas Lockeres für zwischendurch. Das Hörbuch wird hier von Anna Carlsson und Julia Horeyseck gelesen und zwar jeweils aus der Sicht von Isla oder Finn. Das machen die beiden Sprecher wirklich gut. Als Person ist Isla für ihr Alter nicht unbedingt eine gestandene Frau. Mit ihr darf man durchaus so seine Probleme haben, denn sie scheint nicht wirklich zu wissen was sie will und macht auch allzu gerne andere für ihre eigenen Fehler verantwortlich. Daher konnte ich ganz gut verstehen, dass ihr Vater sie nicht gleich mit offenen Armen empfangen hat. Die Geduld von Finn gegenüber Isla und ihren Gefühlsausbrüchen muss man schon als einzigartig werten. So viel Verständnis kann ich persönlich nicht für Isla aufbringen. Die Geschichte birgt natürlich einige Überraschungen und Wendungen, aber im Großen und Ganzen darf der Hörer hier sicher sein worauf es mit der Liebesgeschichte hinauslaufen wird. Dabei muss er Isla und ihre Launen mit Geduld ertragen. Insgesamt ist „Mein Herz ist eine Insel“ ein nettes Hörbuch, das Pluspunkte für seinen Handlungsort und den sympathischen Finn erhält aber Minuspunkte für die Nervensäge Isla. Sie empfindet man einfach als sehr störend und anstrengend und das schmälert den Hörgenuss. Auch wenn man als Leser oder Hörer selbstverständlich nicht immer auf einer Wellenlänge mit den handelnden Personen sein muss, so habe ich die Art von Isla hier einfach nur negativ empfunden. Copyright © 2017 by Iris Gasper

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Bei dem Cover bekommt man ein gemütliches Gefühl - finde Ich, der Titel klingt interessant und auch die Inhaltsangabe hat mir gefallen. Isla ist ja eine der Hauptprotagonisten im Buch, ich muss sagen - einerseits hat sie eine nette Art an sich, andererseits war sie mir doch etwas zu launisch, das es zwischenzeitlich auch mal genervt hat. Finn fand ich klasse, grad wie er sich immer um seine Großtante gekümmert hat, hat mir gut gefallen. Von den Nebencharakteren hat mir Shona am besten gefallen, die alte Dame hab ich irgendwie gleich ins Herz geschlossen. Was die Geschichte von Damals betrifft, fand ich es doch etwas zu mysteriös - das waren auch so die Stellen im Buch, mit den ich nicht so richtig viel Anfangen konnte. Die restlichen Handlungen haben mir ganz gut gefallen, wobei ich mir noch einige Höhepunkte gewünscht hätte. Das Ende hat mich schon etwas überrascht. Begeistern konnte mich der Schreibstil der Autorin, dieser war durchaus leicht und flüssig zu lesen.

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Meine Meinung Ich beginne mal mit etwas positivem zu diesem Buch: dem Schreibstil. Ich habe das Buch zwar als Hörbuch genossen, dennoch gefiel mir diese lockere Art und noch dazu haben die Sprecher das sehr gut vertont, weshalb ich gerne der Stimme von Isla und Finn gelauscht habe. Allerdings hatte ich so meine Probleme mit Isla. Sie verhält sich sehr oft wie ein naiver und sturköpfiger Teenager, der immer bei der Wahrheit die Hände auf die Ohren legt, damit sie ja nicht wie ein vernünftiger Mensch mit anderen kommunizieren muss. Dabei ist sie eine 30-jährige erwachsene Frau und sollte wissen, wo sie im Leben steht. Stattdessen trauert sie ihrer ehemaligen Jugendliebe Finn nach und flirtet ganz nebenbei mit einem Fremden. Noch dazu kommt, dass sie nicht aus ihren Fehlern lernt. Ja, jeder macht Fehler, aber nach dem ersten Mal, muss man doch eine Lehre daraus gezogen haben. Kann man zumindest erwarten. Weiterhin stört mich an ihr, dass sie (und das wird im ersten Kapitel schon erwähnt) diejenige war, die sich aus dem Staub gemacht hat, aber dann die ganze Zeit darüber jammert, dass Finn nicht um sie gekämpft hat. Ich hatte das Gefühl, dass sie selber nicht die leiseste Ahnung hatte, wen oder was sie im Leben überhaupt will. Der nächste Kritikpunkt betrifft Shona. Obwohl sie eine liebevolle und nette ältere Dame ist, gefiel mir ihre Rolle als Verkupplerin nicht. Noch dazu kam, dass sie Isla mal mit Finn und das andere mal mit dem Fremden verkuppeln wollte. Und ihre Scheinheiligkeit war der Gipfel. Sie hat sich immer total ahnungslos gegeben, um so ihre Rolle als gebrechliche alte Frau zu bewahren. Dennoch muss ich gestehen, dass sie sich ihren Optimismus bewahrt hat und die Freude in den kleinen Dingen des Lebens immer gesehen hat, auch wenn sie ein schweres Schicksal vor langer Zeit ereilt hatte. Kommen wir zu Finn. Er war mir der liebste und sympathischste Charakter aus dem Buch. Da die Geschichte teils aus Isla's und teils aus seiner Sicht geschrieben war, konnte man ein bisschen in seinen Kopf hineinsehen und tatsächlich mochte ich seine rationale und vernünftige Art und Weise zu denken sehr gern. Auch zu Shona verhält er sich so liebevoll und fürsorglich, dass ich einfach dahin hätte schmelzen können. Der nächste Punkt muss nicht unbedingt negativ sein. Es geht um die Klischees, die hier bedient wurden. Da wäre zunächst einmal die Tatsache wegen der "Fast-" Dreiecksbeziehung. Bin ich eher nicht der Fan von. Was ich allerdings witzig fand, war der schwule Freund von Isla. Er ist total quasselig und ein absoluter Stadtmensch, aber irgendwie fand ich die wenigen Szenen mit ihm etwas erfrischend. Einen riesengroßen Pluspunkt gibt es, wegen dem Setting. Es spielt auf einer kleinen Insel bei Schottland. Und ich konnte es mir so gut vorstellen. Ein einsamer Leuchtturm, sehr viel Grün, das raue Meer und der stürmische Wind... Ach, das lässt mein Herz höher schlagen. Und da ich selbst in einem kleinen Dorf wohne, weiß ich wie das mit Nachbarn ist. Jeder kennt von jedem jedes Geheimnis. Aber das hat mich gar nicht so gestört. Fazit Das Buch ist gut was für zwischendurch, um seinen Kopf mal ausschalten zu können und jeder, der Liebesgeschichten gerne liest, sollte es sich mal anschauen. Ich kann auch nur das Hörbuch empfehlen. Es lässt sich super schnell durchhören.

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Die Geschichte wird von zwei Sprechern erzählt. Ich mag es lieber, wenn es nur einen Sprecher gibt, denn jeder interpretiert die Charaktere anders. Dies ist leider auch hier der Fall. Anna Carlsson hat, aus meiner Sicht, die Stimmen und Stimmungen besser herausarbeiten und widergeben können als Julian Horeyseck. Anna Carlsson ist Shona besonders gut gelungen. Die kleine ältere Dame, die einiges an Unruhe stiftet, aber die wichtigste Figur in dieser Geschichte ist. Ihr Humor, ihre Antworten und ihre Art haben mir am besten gefallen. Isla fand ich dagegen recht anstrengend und über die Zeit auch etwas nervig. Finn wirkt leider etwas blass zwischen den Frauen und konnte mich nicht wirklich überzeugen. Ich mag große Familiengeschichten und kleine Dramen und auch Schottland hat seinen Reiz. Bei dieser Geschichte wurde ich jedoch immer wieder an die großen Sonntagsfernsehfilme erinnert (und ich meine nicht den Tatort). Es gab aber auch gelungene Passage (meistens mit Shona im Mittelpunkt) und diese haben die etwas zähen Abschnitte wieder wettgemacht. Insgesamt ist eine nette und unterhaltsame Geschichte, die jedoch nur langsam an Tempo und Spannung gewinnt und dadurch leider phasenweise etwas langatmig ist.

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