Leserstimmen zu
Abigale Hall

Lauren A. Forry

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Abigale Hall

Von: Mara

02.11.2017

Inhalt: London 1947: In einer nebelverhangenen Nacht schickt Bess Haverford ihre Nichten Eliza und Rebecca nach Wales. Eliza hat nicht einmal mehr Zeit, sich von ihrem Freund Peter zu verabschieden. In Thornecroft, einem einsam gelegenen Herrenhaus, müssen die beiden Schwestern als Dienstmädchen arbeiten. Doch in den gespenstischen Hallen scheinen merkwürdige Dinge vor sich zu gehen. In der Vergangenheit verschwanden immer wieder Dienstmädchen, und Abigale Hall, der nach der verstorbenen Frau des Hausherren benannte Prachtsaal, übt eine seltsame Faszination auf Eliza aus. Kann Peter sie finden, ehe das düstere Geheimnis von Thornecroft auch ihr Schicksal besiegelt? Aufgrunde dieses Wunderschöne Buchcover und der Inhalt der mich angesprochen hat wollte ich unbedingt das Buch Lesen. Thornecroft ist eine sehr stimmungsvolle Umgebung und Mrs. Pollard, der Hausmeister Mr. Drewry und der mysteriöse Mr. Brownawell tragen zu dem unheimlichen Gefühl des Romans bei. Die Autorin hat das Setting und die Handlungsorte wundervoll düster beschrieben, ich konnte teilweise diese düstere Atmosphäre Im Buch deutlich spüren. Die Charaktere im Buch waren authentisch und glaubwürdig, man konnte alle Caharaktere gut kennen lernen und Eliza ist eine starke Hauptdarstellerin, aber ihre Suche nach Antworten wird von der sehr beeindruckenden Haushälterin schnell beendet. Eliza versucht, Informationen aus den Bewohnern der nahe gelegenen Stadt herauszuholen, aber da niemand außer Ruth Owen bereit ist, mit ihr zu sprechen, erhält sie nicht viele neue Details über die seltsamen Vorkommnisse in Thornecroft. Eliza, die es wagt, das riesige Herrenhaus zu durchsuchen, deckt sehr beunruhigende Zeichen auf, dass etwas ominöses vor sich geht, aber die Antworten, nach denen sie sucht, bleiben schwer fassbar. Sie mochte ich besonders gerne als Protagonistin und war mir recht sympatisch. Als Leserin möchte man natürlich wissen was passiert in diesem Herrenhaus Der Schreibstil war leicht und flüssig zu Lesen, ich hatte das Buch innerhalb von 2 Tagen aus gelesen. Die Geschichte beginnt zwar sehr langsam das nicht viel passierte, aber mit der Zeit nahm die Geschichte ihren Lauf und es wurde spannender, nach und nach lüftet man das Geheimnis im Herrenhaus. Mit dem Ende war ich teilweise überrascht. Fazit: Ich kann das Buch weiter empfehlen die gerne einen historischen Roman lesen wollen

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Geistergeschichten spielen im Normalfall in abgelegenen englischen Landhäusern, in herbstlicher Atmosphäre zwischen Hochnebel und Moor. Das geht auch anders, dachte sich Autorin Emma Garnier und verlegte ihre Geschichte zur Frühlingszeit an die italienische Adria – den Ort Bordighera, der sich 1899 vom einstigen Fischerdorf zum noblen Tourismusziel für den europäischen (Geld-) Adel entwickelt hat. Im luxuriösen Grand Hotel Angst reisen die junge Nell und ihr Ehemann Oliver an. Sie wollen hier ihre Flitterwochen verbringen. Doch das Honeymoon-Feeling währt nicht lange. Nell ähnelt einer gewissen Lucrezia, die unter ungeklärten Umständen starb und durchs Haus spuken soll. Seltsame Vorkommnisse, unheilvolle Visionen, die dubiosen Geschäftspartner ihres Ehemannes: Nell muss schnell feststellen, dass nichts so ist, wie es scheint – und stellt eigene Nachforschungen an. Das Grand Hotel Angst hat es wirklich gegeben. Emma Garnier beschreibt in ihrem Nachwort, wie sie das heute verfallene Gebäude zu der Geschichte inspiriert hat. Doch warum trug es diesen wenig einladenden Namen? Zum einen entspricht er tatsächlich dem Nachnamen des Hotelbesitzers Adolf Angst. Zum anderen wurde das Hotel im ausgehenden 20. Jahrhundert erbaut, zu einer Zeit, in der Fortschritt und Technik, Elektrizität und die ersten Automobile auf dem Vormarsch waren. Als Gegenbewegung zur rationalen Welt, erfuhr die übernatürliche Welt wieder großen Zuspruch. Die Menschen verzehrten sich nach Romanen wie Bram Stokers „Dracula“, Oscar Wildes „Das Bildnis des Dorian Gray“ oder H. G. Wells „Insel des Doktor Moreau“. Séancen und Geisterbeschwörungen waren weit verbreitet. All dies lässt die Autorin sehr anschaulich in ihren Roman einfließen. Zurück zur Story: Die 21-jährige Nell erlebt mit ihrem frisch angetrauten Ehemann wundervolle Tage an der italienischen Riviera. Wohl behütet in ihrem englischen Landsitz aufgewachsen, genießt Nell das luxuriöse, weltgewandte Leben, das ihr Oliver, der als Kunsthändler tätig ist, bieten kann. Doch bereits kurz nach der Ankunft wird Nell mit der verstorbenen Lucrezia verwechselt, deren Porträt im Hotel hängt. Lucrezia lebte einst auf dem Grundstück des Hotels und hatte sich geweigert, dieses zu verkaufen, bevor sie unter mysteriösen Umständen starb. Seitdem solle sie durch das Grand Hotel Angst spuken, auf der Suche nach ihrem Mörder. Ist das Hotel verflucht? Plötzlich wird Nell von schlimmen Albträumen heimgesucht. Zudem scheint sie wieder unter Somnambulismus (Schlafwandeln) zu leiden. Neben übernatürlichen Phänomenen sieht sich Nell mit realem Horror konfrontiert: Ein Geschäftspartner von Oliver taucht auf und warnt sie vor ihrem Ehemann. Oliver soll den Tod seiner ersten Ehefrau verschuldet haben. Ein weiterer Geschäftspartner wird ermordet im Hotel aufgefunden. Bald weiß Nell nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Als sie sogar selbst unter Mordverdacht gerät, bleibt ihr nichts anderes übrig, als hinter die Schatten der Vergangenheit zu blicken und sich ihren ganz eigenen Dämonen zu stellen. Emma Garnier ist ein spannender Kriminalroman gelungen, in dem ihre Liebe zu Italien in farbenfrohen Beschreibungen durchscheint. 14 Jahre lang hat die Autorin an dem Buch gearbeitet, die Geschichte mehrmals umgestaltet. Es scheint, als wollte sie sich bis zuletzt alle Optionen offenhalten, am Schluss prasseln die Wendungen im Stakkato-Tempo auf das Geschehen ein. Wer Kriminalfälle, Geistergeschichten, das viktorianische Zeitalter und Italien liebt – und alle diese Bereiche in einem Buch vereint sehen möchte, wird mit „Grand Hotel Angst“ gut unterhalten werden.

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Persönliche Meinung Das Cover: Das Cover ist eine richtige Augenweide. Es hat etwas mysteriöses und zugleich historisches. Die beiden Schwestern im Fokus, die einander sehr innig zugetan sind und im Hintergrund Abigale Hall verleihen dem Buch einen ganz eigenen Glanz, gepaart mit Gänsehautfaktor. Die Handlung: Die beiden Schwestern Eliza und Rebecca haben es wirklich nicht leicht. In der Nachkriegszeit sind Essen und warme Kleidung rar. Eliza sorgt sich ständig um ihre jüngere Schwester und kümmert sich aufopfernd um sie. Nach der Schule arbeitet sie noch zusammen mit ihrem Freund Peter in einem Kino, um wenigstens ein bischen Geld für sich und Rebecca bei Seite legen zu können. Zusätzlich werden sie von ihrer geizigen und gefühlskalten Tante schikaniert. Eliza's einziger Trost in den schweren Zeiten sind ihre Liebe zu Büchern und ihrem Freund Peter. Jedoch hat auch dies ein jähes Ende, als sie und Rebecca von ihrer Tante nach Abigale Hall geschickt werden. Dort müssen die beiden ohnehin schon vom Leid geplagten Mädchen schwer im Haushalt arbeiten und es wird ihnen kaum Ruhe gegönnt. Zugleich geschehen in dem alten Herrenhaus Abigale Hall mysteriöse Dinge. Eliza versucht, diesen Dingen auf den Grund zu gehen und ahnt zu Beginn nicht, in welcher Gefahr sie sich befindet. Der Schreibstil der mir bis dato noch unbekannten Autorin ist ganz außergewöhnlich. Sie beschreibt die Nachkriegszeit so bildlich, dass man glauben könnte, sie habe diese selbst erlebt. Die Armut und den Hunger der beiden Mädchen werden dem Leser so detailgetreu veranschaulicht, dass man meint, sich mitten in einem alten historischen Film zu befinden. Wo zu Beginn noch nicht allzu viel passiert, außer dem Kennenlernen der Charaktere, kommt ab der Mitte der Geschichte eine seichte Spannung auf und natürlich will man unbedingt wissen, was es denn nun mit dem Verschwinden der ehemaligen Dienstmädchen auf sich hat. Auch bleibt ein gewisser Gänsehaut- und Gruselfaktor nicht aus, der dem Buch das gewisse Extra verleiht. Gegen Ende konnte ich das Buch zufrieden zuklappen und fühlte mich bestens unterhalten. Fazit: Das Buch kann ich jedem empfehlen, der es gerne ein wenig historisch und zugleich auch gruselig mag. Allein schon die geniale Erzählweise der Autorin veranlasst mich dazu, hier 5 von 5 möglichen Büchersternchen zu vergeben für diesen herrlichen Mix aus History, Thriller und Schauerroman.

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Naja

Von: Mimi aus Flawil

24.09.2017

Eigentlich wäre das Buch und die Story spannend. Aber leider streckenweise sehr langatmig und mit vielen "geheimnisvollen", zunächst ungeklärten Geschehnissen gespickt. So musste ich mich immer wieder ein wenig dazu aufraffen um weiterzulesen. Schade.

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Die Schwestern Eliza und Rebecca Haverford haben eine schwere Zeit hinter sich, denn ihre Eltern verstarben in der Zeit des zweiten Weltkrieges. Nun ist der Krieg vorbei und die Beiden sind bei ihrer Tante Bess in London untergekommen. Doch Bess ist alles andere als erfreut darüber, sich um die Mädchen zu kümmern und so werden sie von ihr eines Nachts einfach aus ihrer Heimat fortgeschickt. Sie sollen von nun an als Hausmädchen in einem riesigen Herrenhaus in Wales dienen. Doch in dem alten Herrenhaus gehen merkwürdige Dinge vor, Hausmädchen, die vor den Beiden dort angestellt waren, sind spurlos verschwunden oder verstarben an seltsamen Krankheiten, des Nachts hört man unheimliche Geräusche und Eliza kann sich dem Einfluss des alten Hauses nicht entziehen. Meine Meinung: Ich war vom ersten Moment an, als ich das Buch entdeckte, sehr neugierig auf diese Geschichte, denn schon das etwas düstere Cover mit den beiden Frauen und der Klappentext versprachen eine gruselige Geschichte. Auch der Einstieg ist hier absolut gelungen, denn der Prolog wirkte gleich sehr unheimlich mit der passenden Atmosphäre. Dann beginnt Lauren A. Forry aber zunächst mit der Geschichte der Schwestern und der Leser bekommt erst einmal einen Eindruck vom damalig aktuellem Zeitgeschehen, aber auch von den Charakteren. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und dabei sehr detailreich. An manch einer Stelle war es mir zu ausschweifend, an anderen passte es aber wiederum perfekt, denn dadurch erschafft die Autorin die passende Atmosphäre für die Story. Sprachlich bleibt die Geschichte gut verständlich und klar und passend zur Zeit. Es dauert hier etwas länger, bis dann auch der Plot spannender wird und die Geschichte etwas Fahrt bekommt und leider schwankte dies auch immer wieder. Die Geschichte wird in zweierlei Perspektiven erzählt, zum einen befindet der Leser sich in London bei Elizas Freund Peter, zum anderen ist man mit den Schwestern in Wales. Während mir der Erzählstrang rund um das Herrenhaus in Wales sehr gut gefallen hat und durchaus auch spannend wirkte, war mir der Part in London doch einfach zu ausführlich und nahm mir immer wieder die Spannung. Das Setting mit dem alten Herrenhaus in Wales ist sehr gut gewählt. Ich konnte mir das Anwesen mit seinen Räumlichkeiten gut vorstellen und fühlte mich hier zeitweise noch viel weiter in der Zeit zurückversetzt, als es eigentlich sein sollte. Was wohl allerdings auch mit an den Beschreibungen liegt, denn auf dem Anwesen gibt es z.B. keinen Strom, es ist ziemlich heruntergekommen und auf den ersten Blick würde man es wohl für verlassen halten. Das ist durchaus die passende Atmosphäre, die den Leser schauern lassen, doch auch hier gibt es teilweise Stellen, die zu ausführlich wurden. So fiel dann die entstehende Gänsehaut immer wieder schnell in sich zusammen.Schade, denn im Grunde kann die Autorin durchaus das passende Prickeln beim Lesen entwerfen. Mit dem Geschehen in London holt die Autorin den Leser auch immer wieder zurück in die tatsächliche Zeit, was mich immer wieder aus dem Rhythmus brachte. Zwar ist die Handlung hier durchaus glaubwürdig und vorstellbar, doch so richtig klar wurde mir nicht, warum hier der Fokus immer wieder auf Peter gelegt wurde. Da hätte die Geschichte deutlich abgekürzt und somit die Spannung erhöht werden können. Die Charaktere bleiben hier recht überschaubar, Eliza ist hier die Protagonistin auf dem Anwesen in Wales. Sie ist zwar recht lebendig erzählt, blieb mir allerdings zeitweise ein Rätsel. Man merkt hier aber deutlich, wie sehr ihre Schwester ihr am Herzen liegt. Neben den Schwestern gibt es hier noch ein paar Charaktere, die für passende Atmosphäre sorgten und bei dem ich die schlimmsten Vorstellungen hatte, was in ihen vorging. Peter, zu weiten Teilen in London, ist am Anfang wenig greifbar und doch entwickelt er sich im Laufe der Geschichte. Mit dem Ende konnte mich die Autorin dann auch noch so richtig überraschen und holte damit auf jeden Fall nochmal eine Menge heraus. Viel mehr möchte ich da aber gar nicht verraten. Mein Fazit: Eine Geschichte, bei der ich noch hin- und hergerissen bin, zum einen gab es viele Passagen, die ich spannend, teils unheimlich fand. Setting, Schreibstil, Charaktere und auch die Grundstory fand ich gelungen. Wären da nicht immer diese Passagen, die dem Buch unnötige Länge verpassten und somit auch immer wieder meinen Lesefluss bremsten, wäre es eine gelungene Geschichte. Ein Buch, dem ein paar Seiten weniger gar nicht schlecht gestanden hätten.

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