Leserstimmen zu
Ab ins Netz?!

Katja Reim

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Ab ins Netz

Von: Büchermami

14.02.2018

Irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem sein eigenes Kind auch ins Netz möchte und sich ausprobieren, sowie erforschen will. Doch wie bereitet man sich und sein Kind am besten darauf vor und wie kann man sein Kind im Netz schützen? Diese Fragen und einige mehr habe ich mir gestellt als es so weit war. ich war lange auf der suche nach einem Zeitgetreuen und gutem Buch, da das Internet ein immer größeres Thema wird und somit auch immer gefährlicher. In dem Buch habe ich Antworten auf meine fragen gefunden und konnte mir und meinen Kindern damit super weiter helfen. Mit dem Buch konnte ich meinen Kindern ein stück weiter Aufklären und Informieren. Das Buch ist super für alle Eltern die dem noch bevor stehen oder gerade mitten drin sind. Klasse Buch. Hilfe: Mein Kind will vor den Bildschirm! Irgendwann ist es so weit, der Nachwuchs soll einen Einstieg in die digitale Welt finden. Eltern fürchten dort allerhand Gefahren – reale und weniger reale. Sich-Heraushalten oder Kontrolle scheinen oft die einzigen Alternativen. Katja Reim weiß, dass es auch anders geht. Sie erzählt mit viel Know-How und Selbstironie, wie man Kinder schon im Kindergartenalter auf virtuelle Spielplätze begleiten kann. Dann sind sie nämlich sicher unterwegs, wenn sie später nichts mehr auf den Rat der Eltern geben.

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Kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie dieses hier. Gibt es wirklich noch so viele Eltern, die ihre Mini-Menschen-Kinder vor der digitalen Welt und dem Internet "bewahren" wollen? Ja, draußen an der frischen Luft die Natur zu entdecken und selbst mitzugestalten, Freunde zu treffen, Unsinn zu machen, Buden zu bauen und am Bach zu angeln ist nicht zu ersetzen -klar. Doch sollten wir unsere Augen doch nicht vor unserem digitalen Zeitalter und den ganzen neuen Medien verschließen. Unsere Kinder wachsen nunmal damit auf. Immer wieder greifen wir selbst zum Smartphone oder Tablet, wir sitzen vor dem Computer, befragen mal schnell google, wenn unser Kleinkind wieder mal eine wundervolle Frage stellt, die wir nicht beantworten können und schauen auch ab und zu mal in die Flimmerkiste. Wir alle sollten also unsere Mini-Menschen-Kinder schon frühzeitig auf virtuelle Spielplätze begleiten, damit sie nämlich später, wenn sie zum Beispiel in der Pubertät sind, dort sicher unterwegs sind und dann irgendwie zu medienkompetenten Kindern geworden sind. Für unsere Frieda wünsche ich mir das jedenfalls sehr. Zu diesem spannenden Thema habe ich vor kurzem einen genialen Erfahrungsbericht-Ratgeber gelesen und möchte ihn euch wirklich ans Herz legen. Warum ich ihn so super finde? In "Ab ins Netz?! - Wie Kinder sicher in der digitalen Welt ankommen und Eltern dabei entspannt bleiben" von Katja Reim wartet ihr vergebens auf den mahnenden Zeigefinger, der ausschließlich zu einem stark eingeschränkten Medienkonsum für Mini-Menschen-Kinder rät. Hier gibt es kein Non-plus-Ultra und kein kategorisches Richtig oder Falsch. Viel mehr erzählt euch die Autorin mit viel Know-How und Selbstironie, wie unperfekt-perfekt es bei ihnen zu Hause gelaufen ist, so dass ich mich selbst ganz oft in ihren Gedanken, Ideen oder Situationen des Lebens wieder finde.  So kann sicherlich jeder Familienalltag seine sehr individuellen Lösungswege gestalten. Das Buch ist natürlich für reflektierte Eltern wie dich und mich geschrieben. Für Eltern, die sich eh schon viele, viele Gedanken machen. Für Eltern, die viele Dinge des Alltags schon ziemlich cool rocken, aber manchmal bei Unsicherheiten kleine Hilfestellungen gut gebrauchen können. Dass unsere Kinder nicht gänzlich unkontrolliert mit einem Smartphone im Wartezimmer der Zahnarztpraxis sitzen, auf der Straße herumlaufen und auf richtig blöde Ideen kommen, ist ja klar. Es geht also viel mehr darum, dass wir uns als Eltern gut und gerne trauen sollten, auf unser Bauchgefühl zu hören. Dabei hat mich irgendwie ganz besonders der Satz "Sucht hat was mit Gefühlen zu tun und nicht mit Zeit" geflashst, denn er sagt meiner Meinung nach schon (fast) alles Wichtige aus. Wenn wir unseren Mini-Menschen-Kindern nämlich beim Großwerden genug von alldem mitgeben, was sie wirklich brauchen, ist es am Ende ziemlich sicher total egal, wie lange sie unterm Strich vor der Flimmerkiste sitzen. Schwierig könnte es erst dann werden, wenn andere entscheidende Dinge einer geborgenen Kindheit fehlen! Liebe, Bedürfniserfüllung, Nähe, Vertrauen, Sicherheit und und und. Ihr wisst schon. Und trotzdem man mit seinem Bauchgefühl bestimmt gar nicht so verkehrt liegt, kommen in "Ab ins Netz?!" natürlich auch viele verschiedene Experten aus den unterschiedlichsten Fachgebieten zu Wort, die die Thematik noch vertiefen und den Erfahrungsbericht-Ratgeber von Katja Reim wunderbar ergänzen. Auf rund 200 Seiten in 16 Kapiteln hat dieses Buch aus dem Köselverlag für uns wirklich viel zu bieten. Und dabei war das Lesennicht nur rein informativen Charakters, sondern vor allem auch sympathisch, authentisch und witzig. Katja Reim ist übrigens Journalistin, Mutter einer Tochter im Grundschulalter und von Natur aus neugierig. Seit Jahren bloggt sie über die gemeinsamen Ausflüge in die virtuelle Welt und ihre Aha-Erlebnisse, wenn Erziehung mit digitalen Medien richtig Spaß macht. www.meincomputerkind.de

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„Ab ins Netz?! Wie Kinder sicher in der digitalen Welt ankommen und Eltern dabei entspannt bleiben“ von Katja Reim mit Illustrationen von Diana Meier-Soriat, erschienen 2017 im Kösel-Verlag ist ein kompetenter Ratgeber und Begleiter, um sich als Eltern mit seinen Kindern souverän in der digitalen Welt zurechtzufinden. Das über 200 Seiten starke Buch nimmt mich als Mutter einer fünfjährigen Tochter kompetent an die Hand. Katja Reim schafft es, dass ich mich in Vielem wiederfinden kann. Sehr sympathisch beschreibt sie ihre eigenen Erfahrungen und Sichtweisen auf das Leben im digitalen Zeitalter. Das gibt einem das Gefühl, mit ihr zusammenzusitzen, während man sich bei einer Tasse Tee oder Kaffee über die Alltagsthemen mit Kindern unterhält. Mit unterschiedlichen Methoden lässt die Autorin ihre Tochter erleben, wie das Internet und die digitale Welt funktioniert, z.B. was passiert, wenn wir etwas losschicken, ein Bild oder eine Nachricht. Anhand eines eigenen posts haben Mutter und Tochter erfahren, wie schnell sich etwas im Netz verbreitet. Ihre Erfahrungen und Tipps überschreibt sie mit Titeln wie „Datenleck im Kaufmannsladen“ oder „Drum prüfe, was sich Quelle nennt“. Kapitel für Kapitel führte sie mich beim Lesen durch die unendlichen Weiten des digitalen Universums. Immer mit sicherem Tritt und verständlich formuliert. Viele interessante Tipps im Alltag mit Kindern konnte ich so nebenbei mitnehmen. So hat mich Katja Reim „angeschubst“, dass unsere Tochter ab jetzt Taschengeld bekommt. Sehr hilfreich: Am Ende eines jeden Kapitels sind noch einmal explizit alle Linktipps aufgführt, die im Fließtext auftauchen. Das erleichtert die eigene Recherche. Die Illustrationen von Diana Meier-Soriat unterstreichen unaufdringlich den Text. Ein fundiert recherchiertes Sachbuch, das sich unterhaltsam liest.

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Ob PC, Tablet oder Smartphone – unsere Kinder wachsen eigentlich ab Tag 1 mit der digitalen Welt auf: Mama & Papa machen die ersten Fotos auf der Säuglingsstation mit dem Smartphone, später dürfen die Kleinen die ersten Gute-Nacht-Geschichten oder -Melodien auf dem Tablet hören bzw. sehen oder bekommen beim Warten in der Kinderarztpraxis das Smartphone zum Spielen in die Hand gedrückt... ja, für die heutige Elterngeneration gehört die digitale Ausstattung wie selbstverständlich dazu. Aber mit Beginn der Selbstständigkeit unserer Kids wachsen die Ängste um den richtigen Umgang des Nachwuchses mit der digitalen Welt – auch bei mir. Und so war ich besonders gespannt auf das neue Buch von Katja Reim, welche sich nicht nur über ihren Blog „Mein Computerkind“, sondern auch Diskussionsrunden, Tagungen einen Namen als Fachfrau zum Thema Medienkompetenz gemacht hat. Modern ist das Buch aufgemacht: frisches Blau als Kontrast zum Inhalt, aufgelockert durch Sketchnotes von Diana Meier-Soriat und Sprechblasen, dazu Klick-Tipps zum Themen vertiefen – es hat wirklich Freude gemacht, das Buch „oldschool“ als Taschenbuch zu lesen ;) wobei man es – natürlich – auch als Ebook haben kann. Inhaltlich hat das Buch in 16 Kapiteln sehr viel zu bieten und ich habe nach dem Lesen bzw. Durcharbeiten (denn es steht wirklich ein Menge Wissenswertes darin) nicht das Gefühl, dass etwas fehlt. Die Themen sind altersgemäß gestaffelt und immer dargestellt mit Hilfe von Alltagssituationen der Autorin mit ihrer kleinen Tochter. Werbung, Realität und Fiktion auf dem Bildschirm, die erste Email an Oma oder welchen Weg geht die Puppe in der digitalen Welt – alltagsnahe Situationen werden in leicht verständlicher Sprache, aber inhaltlich fundiert recherchiert (und am Ende in den Anmerkungen auch verzeichnet) ausgearbeitet. Die Autorin schafft die Gradwanderung der erwachsenen Sprache und der kindlichen Aufnahmefähigkeit – dem erwachsenen Verständnis, verbunden mit der negativen & positiven Erfahrung und der kindlichen Neugier und einer Logik, die man nur bei den Kids findet... In vielen Themen habe ich mich wiedergefunden und wurde durch die Lösungsvorschläge Katja Reims zum Nachdenken, manchmal zum Stirnrunzeln oder Kopfschütteln animiert. Natürlich passt nicht immer alles 1 : 1 auf unser Leben, aber ich habe dennoch noch einiges lernen können bzw. weiß nun, wie ich es anders machen werde, wenn meine Kleinste in das Alter für Whatsapp & Co kommt. „Eltern, traut euch! Vertraut eurem Bauchgefühl!“ (Zitat Seite 7) gehört sicherlich zu den besten Tipps ;) ob man wirklich als Eltern entspannt bleiben kann, wage ich zu bezweifeln, aber mit Hilfe dieses Buches gelingt es mir sicherlich besser, so manchen Weg meiner Kinder in der digitalen Welt zu verstehen, verständlich zu machen und ein bisschen zu lenken... daher ist dieses Buch für mich eine absolute Empfehlung wert.

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Wir leben in einer digitalen Welt, in der das Internet mit allem was dazu gehört, nicht mehr wegzudenken ist. Als Eltern können wir davor die Augen nicht verschließen, sondern müssen uns überlegen, wie wir unsere Kinder am besten an die Vor- und Nachteile heranführen können. Da helfen weder Tipps, die das Netz und die Möglichkeiten in den Himmel loben noch solche, die es verteufeln. Frau Reim ist es gelungen, ein aktuelles und praxisnahes Buch darüber zu schreiben, wie wir medienkompetente Kinder großziehen können. Medienkompetenz beschreibt sie als „die Übertragung klassischer Werte wie Urteilsvermögen, Respekt oder Empathie auf die virtuelle Welt.“ Sie schreibt über ihre persönliche Erfahrung im Alltag mit ihrer Tochter und wie sie ihr die digitale Welt mit allen Vor- und Nachteilen näher bringt. „Digitale Medien sind kein einseitiges Unterhaltungsmedium, sondern auch kreative Werkzeuge, die vielfältig genutzt werden können.“ Sehr sympatisch beschreibt sie, was gelungen, wie sie zu ihren eigenen Erziehungsentscheidungen gefunden und wo es Stolpersteine gab. Damit hat sie auch meine Gedanken angeregt, für unseren Familienalltag individuelle Ideen zu spinnen. Gleichzeitig betont Frau Reim, wie unterschiedlich Familien und vor allem Kinder sind und plädiert für eine Erziehung nach dem Bauchgefühl (und das schon im Vorwort, was für sich genommen schon ein hervorragender Erziehungsratgeber wäre!). Das Buch ist in 16 Kapitel eingeteilt, die aus meiner Sicht alle relevanten Aspekte abdecken. Zum Beispiel: „Warum Werbung unglücklich machen kann“, „Digitales Taschengeld“ oder „Wie privat ist die digitale Sphäre“. In jedem Kapitel und zusätzlich nach jedem Kapitel gibt es Links zu Seiten, die das Thema noch vertiefen. Ein Highlight sind die zu jedem Kapitel gezeichneten Sketchnotes von Diana Meier-Soriat, die noch einmal kompakt den Inhalt des Kapitels wiedergeben. Zusammenfassend ist „Reden und Zuhören […] vielleicht der wichtigste Schutz, wenn Kinder das World Wide Web im Smartphone überall dabei haben.“ Und schließlich müssen wir uns an die eigene Nase fassen: „Wenn die Eltern ein schlechtes Vorbild sind, wie soll ein Kind dann lernen, achtsam mit seiner Internetzeit umzugehen?“

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Inhalt: Kinder kommen heute ja schon sehr früh mit moderner Technik in Kontakt, und für Eltern stellen sich dadurch viele Fragen, wie etwa: Ab wann lasse ich mein Kind an ein Smartphone? Welche Computerspiele sind geeignet? Welche Gefahren drohen? Dieses Buch zeigt Wege auf, wie ein Kind ganz langsam und sicher in den großen Dschungel Internet eingeführt werden kann. Denn es gibt nicht nur Gefahren, sondern auch viele Chancen, wie etwa sich Wissen anzueignen, sich kreativ auszutoben und ganz neue Berufsgruppen kennenzulernen. Deshalb wird hier beschrieben, wie ein Kind frühzeitig für Internet & Co. fit gemacht werden kann, um sich selbst schützen zu können. Eigene Meinung: "Ab ins Netz?!" ist ein toller Ratgeber für Eltern, die ihrem Kind den Einstieg in das Internet spielerisch und leicht ermöglichen wollen. Und selbst für mich als Erwachsene gab es noch neue Informationen, dazu komme ich gleich noch genauer. Das Buch ist in 16 Kapitel eingeteilt, wie z. B. "Warum Werbung unglücklich machen kann", "Digitales Taschengeld" oder "Wie privat ist die digitale Sphäre". In jedem Kapitel und zusätzlich nach jedem Kapitel gibt es Links zu Seiten, die das Thema noch vertiefen. Außerdem hat Diana Meier-Soriat in jedem Kapitel noch schöne Sketchnotes gezeichnet, die noch einmal kompakt den Inhalt des Kapitels wiedergeben. Ganz toll ist auch noch einmal die komplette Link- und Textverweisesammlung am Ende des Buches, so dass alles noch einmal auf einem Blick nachgeschlagen werden kann. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, alles liest sich flüssig und ist leicht verständlich geschrieben. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass Katja Reim viele Beispiele sowohl von ihrem Leben mit ihrer Tochter als auch aus anderen Quellen einfügt. So ist das Gelesene noch nachvollziehbarer. Außerdem lässt sie auch verschiedene Experten aus den unterschiedlichsten Fachgebieten zu Wort kommen, die die Thematik noch vertiefen. Die letzten beiden Kapitel beschäftigen sich dann mit den Fragen, wie das Internet entstanden ist und wem das Internet gehört, und hier gab es für mich viele Informationen, die ich bisher noch nicht gewusst habe. Jede Thematik wurde von der Autorin sehr gut recherchiert. Dieses Buch gibt gute Ratschläge für Eltern in einem Thema, das noch völlig neu ist und sie deshalb nicht auf den Erfahrungsschatz ihrer eigenen Eltern zurückgreifen können. Die Frage: "Wie hätten da jetzt meine Eltern reagiert?" gibt es nicht, da es damals noch kein Internet oder Smartphone gab. Deshalb ist es gut, hier mit diesem Buch einen Ratgeber zu haben, der Eltern einen Weg aufzeigt, das eigene Kind voller Selbstbewusstsein in die große Welt des Internets einzuführen. Katja Reims Blog www.meincomputerkind.de diente als Vorlage für dieses Buch. Fazit: "Ab ins Netz?!" ist ein absolut empfehlenswerter Ratgeber, der durch einen klaren Aufbau, einen schönen Schreibstil und die schön gezeichneten Sketchnotes das Thema leicht verständlich darlegt.

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Maria im Netz

Von: kinderdok

18.05.2017

Katja Reim hat eine Tochter Maria, die sie durch die digitale Welt zu begleiten versucht. Das macht sie nun auch in einem Buch, nachdem ihre Leserschaft das bereits auf ihrem Blog Mein Computerkind verfolgen konnte. Ich kannte ihren Blog bisher nicht - Asche auf mein Haupt - , aber nun gibt es ja das Buch. Wir erfahren von ersten Kontakten mit Bildschirmen, von digitalen Kümmerspielen und dass auch Mädchen Minecraft spielen können, wir erfahren nebenbei viel über Datenschutz und Privatsphäre, den Risiken von Fotos im Internet, wie Werbung uns ködert, dass virtuelles Geld keines zum Greifen ist und dass Wikipedia-Wissen kein Garant auf Wahrheit ist. Soweit, so bekannt. Aber in den Geschichten des Buches bekommen die Dinge eine neue, weil kindbezogene Perspektive. Das hat mich beeindruckt. Und Erkenntnisse sind das Wichtigste, was wir uns von Büchern wünschen. Ergänzt werden die Kapitel mit hübschen Sketchnotes von Diana Meier-Soriat, die man auch auf Katja Reims Homepage bewundern kann. Sie unterstreichen den Ratgeberanspruch des Buches. Die blauen Vignetten in Spruchblasenform, die wichtige Merksätze wiederholen, habe ich meist überlesen - aber sie gehören wohl zum Konzept der Verlage, wenn wir einen längeren Fließtext vor uns haben. Schließlich finden sich Unmengen von Linktipps zu allen Themen des Buches. Alleine diese komprimiert in einem Buch zu finden, lohnt bereits die Anschaffung. Storytelling ist der Schlüssel zur Wissensvermittlung, das sieht auch der Verlag Kösel so, und Katja Reim lässt ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken rund um Handy, PC, Pad, Cyperspace und deren Gefahren (denn es sind immer die Gefahren, die uns diese Bücher und Blogs lesen lassen) einfliessen. In jedem Kapitel findet sich "Bei Maria haben wir...", "Als Maria dann dies und jenes entdeckte....", "...habe ich Maria versucht zu erklären". Das ist sympathisch, wir lesende Eltern identifizieren uns sofort mit der besorgten Mutter und bewundern sie für ihr Engagement und Ideenreichtum. Auch ich habe, wie Katja Reim, meinen Manfred Spitzer gelesen und das "Netzgemüse" von Tanja und Johnny Häusler, und mir meine Gedanken gemacht, wie unsere Kinder die digitale Welt erfahren sollen. "Stimmt, so hätte ich das auch meinen Kinder vermitteln können", denke ich mir nicht nur einmal während der Lektüre des Buches "Ab ins Netz?!" und habe es doch nicht getan. Vielleicht waren wir als Eltern naiver, vielleicht auch weniger informiert, denn schließlich sind Häuslers und Frau Reim durch ihre journalistische Herkunft ganz anders sozialisiert als (wir) die medizinisch geprägten Haushalte. Und hier sehe ich das Problem des Buches: Es vermittelt Erfahrungswissen, schildert Trial und Error bei Mama Reim und Maria. Die Frage ist nur, lässt sich das nun auf die Kinder der Leserschaft übertragen? Natürlich nicht. Diesen Anspruch wird die Autorin auch nicht haben, schildert sie doch nur exemplarisch ihr eigenes Erleben. Aber ist das Buch dann ein Ratgeber oder (nur) ein Erfahrungsbericht? Lässt sich aus "so haben wir das gemacht" immer ableiten, dass es beim eigenen Kind genauso klappt? Da kommt das Buch an seine Grenzen. "Wie Kinder sicher in der digitalen Welt ankommen und Eltern dabei entspannt bleiben", verspricht der Untertitel. Das kann ein Buch in dieser Form nicht erfüllen. Dass Bildschirme zu unserer Welt dazu gehören, und wir heute noch gar nicht absehen können, was bereits in fünf Jahren auf unsere Kinder und uns einströmt: Geschenkt. Gemeinsames Erleben und Heranführen an die digitale Welt, ohne kategorische Verbote, das kann nur der einzige Weg sein, mit den Kindern die Risiken des Internets auszuloten. So war das aber auch schon beim bösen Fernsehen oder den Comics. Kinder und Jugendliche, die unbegleitet diese Welt erleben, gibt es jedoch in *Massen*, kein Wort von diesen im Buch. Spiel-, Handy-, Internet-Sucht sind in jeder zweiten Jugendvorsorgeuntersuchung ein relevantes Thema. Für reflektierte Eltern, die sich Gedanken um die Digitaliserung ihrer Kinder machen, ist das Buch ein tolle Fundgrube von eigenen Erfahrungen und Tipps. Sehr empfehlenswert. Für die anderen braucht es manchmal eben dann doch den mahnenden Zeigefinger eines Manfred Spitzer.

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