Leserstimmen zu
Eine Liebe, in Gedanken

Kristine Bilkau

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Wenn eine Liebe das ganze Leben beeinflusst

Von: inyanmni aus Kiel

11.06.2018

Toni und Edgar begegnen sich Mitte der 1960er Jahre in Hamburg, verlieben sich ineinander und planen eine gemeinsame Zukunft. Als Edgar nach Hong Kong geht, um dort eine Niederlassung seiner Firma aufzubauen, soll Toni eigentlich nachkommen und mit ihm dort leben. Er vertröstet sie allerdings immer wieder, und nach einem Jahr des Wartens löst Toni die Verlobung. 50 Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter, beabsichtigt Tonis Tochter, Edgar ein einziges Mal zu treffen, um Antworten auf das große Rätsel im Leben ihrer Mutter zu finden. All diese Wendungen nimmt bereits der Klappentext vorweg, so dass man hier schwerlich zu viel verraten kann. Was man meiner Meinung nach allerdings noch dazu sagen sollte, ist, [kleiner SPOILER] dass es keine Antwort auf die offensichtliche Frage geben wird, warum Edgar Toni damals hängen gelassen hat. Wer auf dramatische, spannende Enthüllungen hofft, sollte also lieber die Finger von diesem Buch lassen. „Eine Liebe, in Gedanken“ ist genau das, was der Titel verspricht: eine stille Geschichte, die sich aus Aufzeichnungen, Erinnerungen und Gedanken an eine Liebe speist, und die Geschichte einer starken Frau, der es vor allem um ihre Freiheit geht. Es gibt wunderbar berührende Passagen, mich hat es aber letztlich doch gestört, dass alle Eckpunkte der Handlung bereits im Klappentext vorweg genommen werden. Außerdem fand ich es beim Lesen etwas irritierend, dass die der Gegenwart nähere Geschichte von Tonis Tochter im Präteritum erzählt wird, während die 50 Jahre zurückliegende Perspektive von Toni im Präsens geschildert wird. Alles in allem ließ sich das Buch gut lesen, es hat mich aber emotional nicht wirklich mitgenommen, da ich mich weder mit Toni noch mit ihrer Tochter identifizieren konnte. Auch die Mutter-Tochter-Thematik zwischen Toni und ihrer Tochter bzw. zwischen dieser und ihrer eigenen Tochter Hanna hat mich leider nicht abgeholt, was aber durchaus an mir liegen mag.

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