Leserstimmen zu
Man sieht auch mit den Ohren gut

Kerstin Unseld

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Verwirrend

Von: W. Bönisch

23.08.2017

"Man sieht auch mit den Ohren gut. Eine kleine Reise in die Musik" ist ein Kindersachbuch von Kerstin Unseld, das hier als Hörspielversion - 2016 bei cbj Audio in München erschienen - besprochen wird. Unselds Hauptprotagonisten sind der blinde Jung Mathis und sein Blindenhund Muks. Mathis liebt es, samstags das klassische Konzert im Radio anzuhören. Denn seine Ohren sind bestens geschult, sie "sehen" für ihn die wunderbaren Bilder, die in Musik stecken kann. Muks hingegen liebt es mehr im Park herumzutrollen, hilft jedoch Mathis als sein Blindenhund in allen Lebenslagen. Eines Tages finden die Beiden in der Getränkelieferung eine geheimnisvolle blaue Flasche, die ihnen ein Rätsel aufgibt: wer ist die Königin der Instrumente? Mit Hilfe der blauen Flasche können Mathis und Muks durch die Zeit reisen und treffen dabei auf berühmte Musikerpersönlichkeiten wie Hildegard von Bingen, Kapellmeister Stamitz, Christoph Willibald von Gluck, Ole Bull, Arnold Schönberg, Claude Debussy oder Louis Armstrong. Sie lernen in Gesprächen und Abenteuern viel Wissenswertes über die Musik und Musikgeschichte. Doch keiner kennt die Königin der Instrumente. Werden sie sie finden? Und wer steckte ihnen die blaue Flasche zu? Kerstin Unseld versucht mit ihrer Geschichte den Kindern die Musik, ihre Ausdruckskraft, die Bilder, die durch sie entstehen, und Wissenswertes aus der Musikgeschichte näherzubringen. Die Betonung liegt auf Versuch, denn ihr Konzept greift nicht so recht. Interessant ist die Figurenkonstellation mit Mathis und Mucks. Daß ein blinder Junge sehr viel mehr mit seinen Ohren die Umgebung wahrnimmt, ist bekannt und dient hier als Türöffner für den Plot. Klassisch, jedoch nicht schlecht. Auch die manchmal gegenteiligen Interessen von Mathis und seinem Blindenhund führen zu mancher kleinen Kappelei, die die Geschichte auflockern soll. Doch so richtig zündet die Geschichte nicht. Es liegt zum einen an der Sprunghaftigkeit in den Zeitreisezielen: erst Barock, dann Mittelalter, dann wieder 18. Jahrhundert. Der rote Faden fehlt, beim Zuhören wird nicht klar, warum Unseld genau diese Musikerpersönlichkeiten ausgewählt hat. Natürlich ist es schön, auch einmal für Musiklaien unbekanntere Musiker kennenzulernen. Doch es entsteht ein recht zufälliger Eindruck in der Auswahl, die manchmal anstrengend wirkt. Ebenso ist der Erzählstil hin und wieder ermüdend: lange Schachtelsätze, viele Nebensächlichkeiten werden ausführlich geschildert, immer wieder treten die gleichen Kappeleien auf und langweilen in der xten Wiederholung. Ausschweifend sind die Beschreibungen und dellen so den Spannungsbogen immer wieder ein. Hier hätte der Text mehr gestrafft werden müssen. Denn letztlich umfaßt das gesamte Hörspiel über 4 CDs, über 4 Stunden. Sehr irritierend ist vor allem das Ende, die Auflösung, die nicht wirklich logisch ist. Sie wirkt konstruiert. Mit voller Stimme erzählt Florian Fischer die Abenteuerreise von Mathis und Mucks. Er gibt sich allerhand Mühe, die Geschichte zum Leben zu erwecken. Jedoch kann er die Schwächen des Textes nicht kompensieren. Natürlich erfahren die Kinder in dem Hörspiel "Man sieht mit den Ohren gut. Eine kleine Reise in die Musik" von Kerstin Unseld viel Wissenswertes über die Musikgeschichte. Hin und wieder blitzt die Idee, Begeisterung für Musik und deren Ausdruckskraft durch. Dies sind die starken Momente, jedoch sind ihrer zu wenig. Letztlich bleibt ein zäher Eindruck zurück. Schade, denn es steckt in der Plotidee viel Potential.

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Der Hörbuchschatz "Man sieht auch mit den Ohren gut - Eine kleine Reise in die Musik" ergänzt das dazugehörige und ebenfalls sehr empfehlenswerte Buch sehr gut (lies hier meine Besprechung)! Perfekt gelungen ist den Mitwirkenden und auch dem Verlag das Zusammenspiel von Geschichte und Musik. Gemeinsam mit Mathis und seinen Hund Murks reisen wir in ausgewählte Epochen der Musikgeschichte auf der Suche nach der Königin der Musik. Man spürt in jedem Wort und Ton, wie sehr die Autorin Musik liebt. Die beiden reisen in die Vergangenheit u.a. von Beethoven und Stamitz, aber auch zu Louis Armstrong. Das Hörbuch bringt die Geschichte der Musik den hörenden Kinder auf eine wundervolle Art und Weise sehr nahe, man fühlt sich, als wäre man bei dieser spannenden Reise live dabei. Auch der Erzähler Florian Fischer passt mit seiner sehr angenehmen Stimme wunderbar zur Geschichte. Er erzählt fesselnd und ruhig, er schafft es, dass man nicht mehr aufhören kann, diese zauberhafte CD zu hören. Auch das dem Hörbuch beigefügte sehr ansprechend gestaltete und informative CD-Booklet nimmt man gerne während des Hörens in die Hand, es fasst kurz die wichtigsten Stationen der Geschichte zusammen. Ein grafischer Augenschmaus und auch sehr stabil - was gerade für ungeduldige Kinderhände enorm wichtig ist ;-). Fazit: Eine äußerst gelungene, liebevolle und zauberhafte Umsetzung des gleichnamigen Buches! Mit der entsprechenden Musik wird die Geschichte natürlich lebendiger, greifbarer! Ein wahrer Hörgenuss und spannend noch dazu! Absolut empfehlenswert und auch ein tolles Geschenk! Prädikat: Besonders wertvoll für Ohren und Seele ;-)!

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Diesmal möchte ich euch in besonderes Hörbuch für Kinder ab 8 vorstellen. " Man sieht auch mit den Ohren gut" ist eine wundervolle Reise durch die klassische Musik. Untermalt durch eine spannende und liebevolle Geschichte. "Mathis und Muks - zwei ungleiche Helden mit Herz und Ohr! Mathis und Muks machen alles gemeinsam. Nur eines trennt sie: Mathis liebt Musik, während Muks lieber über eine Wiese tobt. Da kommt es Mathis gerade recht, dass ihnen auf geheimnisvolle Weise die Aufgabe gestellt wird, die Königin der Instrumente zu finden. Die Suche führt die beiden zu Musikkennern aus vielen Jahrhunderten. So landen sie unter anderem im Mittelalter bei Hildegard von Bingen, hören eine Sinfonie, von Herrn Stamitz höchstselbst dirigiert, lernen den Ritter von Gluck in der Pariser Oper kennen, trinken Tee mit Familie Schönberg in Wien und Cola mit einem Trompetenkollegen Louis Armstrongs in New Orleans. Ob das die beiden des Rätsels Lösung näher bringt? Auf jeden Fall spitzt Muks bei Musik plötzlich seine Ohren. Und Mathis hat ja schon immer gewusst, dass man auch mit den Ohren gut sehen kann. Lesung mit Musik, inkl. Informationen zu Komponist und Werk im Booklet (4 CDs, Laufzeit: 4h 47)" Das Zusammenspiel aus Musik und Geschichte ist angenehm ausgewogen. Ich habe mir die CD auch sehr gerne angehört. Die Musik war langsam oder schnell, leise und laut...verschiedene Spielarten, die Kindern nahe bringen soll, dass Musik auch Geschichten erzählen kann. Und ich finde, das ist gut gelungen. Das Cover und das Booklet sind ebenfalls liebevoll gestaltet und man findet noch allerlei nützliche Informationen. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Hörbuch nicht jedem Kind gefallen wird. Ich denke, dass es sich dennoch lohnt es auszuprobieren. Klassische Musik lässt still werden, man kann sich besser konzentrieren. Klassische Musik wird viel zu selten gehört, und das ist meiner Meinung nach bedauerlich.

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Oh, wir waren so gespannt auf dieses Hörbuch und haben es in der Zwischenzeit schon sehr oft gehört. Es ist ein wahrer Schatz in unserem Regal und wir lieben jede einzelne CD. Aber was macht dieses Hörbuch zu sowas besonderem? Immerhin gibt es jede Menge schöne Hörbücher für Kinder. Die Frage ist einfach zu beantworten. Das Zusammenspiel von Geschichte und Musik ist perfekt. Wir unternehmen mit Mathis und Muks eine wunderbare Reise in die verschiedenen Musikepochen. Wir hören leise und laute Töne, schnelle und langsamere Musik. Und das alles auf der Suche nach der Königin der Musik. Die Reise ist wundervoll, spannend und macht sehr neugierig. Man wird an die Hand genommen und erlebt eine so schöne Zeit, die nie langweilig wird. Die Reise beginnt für Mathis und Muks samstags und endet sonntags. Sie reisen in die Vergangenheit zu Beethoven und Stamitz, aber auch in die neuere Zeit zu Armstrong. Die CD lässt so gut wie nichts aus und bringt den Kindern die Musik auf eine schöne Weise näher. Musik kann nämlich ziemlich viel bewirken. Der Erzähler Florian Fischer hat eine sehr ruhige Stimme, die einfach perfekt zu dem Hörbuch passt. Klar und deutlich liest er das Buch vor, weiß an den richtigen Stellen, die Neugierde zu wecken und man kann nicht anders und muss zuhören. Mit dabei ist ein sehr schön gestaltetes Booklet, welches die wichtigsten Ereignisse noch einmal kurz und knapp zusammenfasst. Auf jeden Fall ist dieses Booklet einen oder auch zwei Blicke wert. "Man sieht auch mit den Ohren gut" von Kerstin Unseld ist eine schöne Reise durch die Musikgeschichte, die hier Jung und Alt begeistert hat.

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Cover: Die Cover- und Bookletgestaltung gefällt mir ganz gut. Die Zeichnung passt zur Geschichte und das Booklet enthält viele Informationen. Meinung: Zwischendurch höre ich gern mal klassische Musik, weshalb mich das Hörbuch interessiert hat. Ich habe mir die 4 CDs im Auto auf meinem Arbeits- und Heimweg zu Gemüte gezogen. Die Stimmes des Erzählers ist sehr angenehm. Er liest in genau dem richtigen Tempo. Die verschiedenen Figuren spricht er nicht großartig facettenreich, aber das ist bei dieser musikalischen Reise auch nicht weiter tragisch. Die musikalische Untermalung ist wirklich schön, die Geschichte aber hat mich nicht wirklich mitgerissen. Sie ist zwar fantasievoll, aber für meinen Geschmack etwas zu langatmig. Ich bezweifle auch, dass 8jährige wirklich so lange am Ball bleiben können, selbst wenn die Hörzeit auf mehrere Tage verteilt. Mein Sohn (8) jedenfalls fand leider, ebenso wie ich, keinen Zugang zu dieser Geschichte. Die Idee ansich, dass ein blinder Junge ganz in klassischer Musik aufgeht, gefiel mir eigentlich ganz gut, nur hätte die Reise etwas kürzer ausfallen sollen. Fazit: Mich konnte diese Lesung mit Musik nicht vollständig überzeugen. Für ältere Kinder und absolute Klassik-Fans mag es möglicherweise besser geeignet sein.

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Meine Meinung zum Hörbuch: Man sieht auch mit den Ohren gut Eine kleine Reise in die Musik Aufmerksamkeit und Erwartung: Diese Punkte befinden sich auf meinem Blog :) Inhalt in meinen Worten: Es geht in die Geschichte der Musik. Musik ist nicht nur eine Sache, nicht nur eine Form, Musik ist unendlich, mal tief, mal laut, mal leise, mal still und niemals langweilig, und das darf Mathis erleben und reist mit seinem treuen Freund Muks durch die Zeit. Wie fand ich das gehörte Buch? Genial! Nicht nur weil das Buch wirklich eine tolle Geschichte in sich birgt, sondern auch die Musik die im Hintergrund zu entdecken ist, macht das Hörbuch zu einem echten Hörvergnügen. Stimme: Finde ich angenehm. Nicht zu aufgeregt, nicht zu langatmig, nicht zu unangenehm. Sondern gerade richtig, und der Sprecher betont sehr gut und auch mit echtem Gefühl was somit das Hörbuch zu einem echten Schatz macht. Geschichte: Es geht um den blinden Jungen Mathis, der früh gelernt hat, man kann nicht nur mit den Augen sehen, sondern vor allem und gerade auch mit den Ohren. Sein Freund der Blindenhund Muks erzählt teilweise die Geschichte von Mathis und wie es auf Musikreise geht, sowie auch ein Erzähler im Buch. Mathis sucht die Königin der Musik und stellt bald fest, dass bei jeder Epoche der Zeit ein anderes Musikinstrument im Vordergrund steht. So geht es einerseits in die Zeit von 1777 bis zum Jahr 1928 aber auch die Musiker sind wahre Helden, die Mathis kennenlernen darf. Sei es Carl Philipp Stamitz bis hin zu Louis Armstrong. So unterschiedlich wie die Musiker sind, so unterschiedlich ist auch ihre Musik. Gerade das bringt dem Buch einen besonderen Reiz, denn die Musik die bei jedem einzelnen Musiker zu finden ist, findet sich auf den CDs als Hintergrundmusik, jedoch aber auch als einzelne Musikstücke auf der CD, aber nicht langweilig und eintönig sondern in einer richtigen tollen Mischung. Die Reise startet Samstags und endet Sonntags. Und die beiden lernen die Königin der Musik kennen. Doch wer ist das? Das solltet ihr euch selbst anhören. Booklet: Hier finde ich es total schön, dass der Verlag dafür sorgte, dass ein Booklet dabei ist, dass auf kurze und dennoch sehr inhaltsvolle Art die Geschichte mir noch näher brachte und Hintergrundwissen präsentierte. Warum empfehle ich euch das Hörbuch? Mich hat es sofort in seinen Bann gezogen, ich konnte nicht anders als zu zuhören und zu staunen, wie toll das Hörbuch umgesetzt wurde. Dabei habe ich Allgemeinwissen auf eine leichte und schöne sowie interessante Art näher gebracht bekommen. Und ich habe sehr profitiert dass ich dieses schöne Hörbuch hören durfte. Zitat aus dem Hörbuch: "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." Ludwig Wittgestein Fazit: Ein solch wundervolles Hörbuch das so intensiv und geduldig, voller Glanz und Anmut, Wissen und Humor mir begegnet finde ich selten - einfach wunderbar anzuhören. Sterne: Definitiv fünf!

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