Leserstimmen zu
Die Liebe zum Regen

Claire Hoffmann

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€ 14,99 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

INHALT: Vera lebt eigentlich ein wohlgeordnetes Leben an der Seite ihres Mannes, aber glücklich ist sie nicht. Als auf einmal aus heiterem Himmel das Chaos ausbricht, ihr Mann in den Schlagzeilen steht und sich nach Afrika absetzt, beschließt auch Vera die Flucht nach vorn. Mit 57 Jahren bewirbt sie sich als Granny-AuPair und fliegt nach England. Doch auch in London muss sie schnell feststellen, dass sie hier ziemlich alleine gelassen wird. Sie soll auf 3 Mädchen aufpassen, die ihr das Leben wirklich schwer machen. Der Vater der Kinder glänzt durch Abwesenheit und über die Mutter erfährt Vera so gut wie nichts. Sie merkt schnell, dass in dieser Familie etwas absolut nicht stimmt. Je näher Vera dem Geheimnis der Familie kommt, um so mehr begreift sie auch, dass sich in ihrem eigenen Leben nicht alles vertagen lässt. Vera erkennt nicht nur die traurige Wahrheit ihrer Au-Pair Familie, sondern beschäftigt sich auch sehr viel mit ihrem eigenen Leben. MEINUNG: „Die Liebe zum Regen“ ist der Debütroman von Claire Hoffmann. Am Anfang habe ich etwas gebraucht in die Geschichte zu kommen, aber danach konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil in diesem Buch ist sehr traurig gehalten und man spürt die bedrückende Stimmung, die Vera umgibt. Es war für mich sehr schwer in dieses Buch einzusteigen und ich hatte schon überlegt es nach 50 Seiten zur Seite zu legen. Gut, das ich es nicht gemacht habe, denn irgendwann packt einen dann doch die Geschichte und man ist auch mit dem Schreibstil eher vertraut. Die Geschichte der Mädchen Zoe, Ruby und Amanda hat mich sehr berührt. Zoe mochte ich von Anfang an. Ihre aufgeschlossen und liebenswerte Art hat sie direkt sympathisch gemacht. Auch das sie zu Vera direkt freundlich und hilfsbereit war, hat mir gut gefallen. Das war ja mit den restlichen Familienmitgliedern nicht so einfach. Ruby dagegen ist sehr in sich gekehrt, zurückhaltend und man merkte ihr an, dass es ihr absolut nicht gut ging. Sie tat mir immer sehr leid und man hätte sie gerne direkt in den Arm genommen. Amanda ist ein typischer Teenie. Sehr aufmüpfig und sieht in Vera mehr den Eindringling in die Familie. Der Vater, Mr. Hasting, war mir sehr unsympathisch. Er hat sich wirklich nicht von seiner besten Seite gezeigt und Vera ins kalte Wasser geworfen. Das Kennenlernen, zwischen der Tür, fand ich sehr unhöflich. Vera kam bei der Familie an und wurde weder von dem Vater richtig begrüßt noch irgendwie über die Familienverhältnisse aufgeklärt. Ich glaube, an ihrer Stelle, hatte ich direkt wieder die Flucht ergriffen. Aber Vera beißt sich tapfer durch und merkt schnell, dass die Kinder eigentlich ganz lieb, aber mit der Familiensituation total überfordert sind. Über die Mutter wird ein riesiges Geheimnis gemacht und man erfährt erst später, was mit ihr ist. Vera hat für mich hier die größte Entwicklung gemacht. Durch ihren Mann war sie eigentlich ein geregeltes Leben gewohnt, dass ihr zwar nicht immer Freude bereitete, aber ihr Sicherheit gegeben hat. Als sie dann die Flucht nach England wagt, obwohl ihre Englischkenntnisse nicht mehr die besten sind, fand ich sehr mutig. Auch ihre ganze Art, wie sie mit den Kindern umgegangen ist, fand ich bemerkenswert. Sie hat aus allen Problemen das Beste gemacht und ihren Au-Pair Job wirklich sehr ernst genommen. Vera hat wieder angefangen ihr Leben zu genießen. FAZIT: Ein tiefgründiger Roman, der sich am Anfang zwar sehr schwer lesen lässt, einen aber die Geschichte von Vera und den 3 Mädels doch sehr berührt. Ich bin froh, dass ich das Buch nicht zur Seite gelegt habe.

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Vera, 57 Jahre alt, Besitzerin einer Musikalienhandlung. Plötzlich bricht in ihrem Leben das Chaos aus, der Ehemann ist weg – und auch sie möchte etwas verändern. Da geht sie als Au-Pair nach London um sich dann von drei eigensinnigen Mädchen hin und her scheuchen zu lassen, denn der Vater der Schwestern glänzt durch ständige Abwesenheit. Sie spürt, dass es ein Geheimnis gibt in dieser Familie und versucht diesem auf die Spur zu kommen. Die Geschichte des Buches hat mich wirklich neugierig auf den Inhalt und die genaue Umsetzung gemacht, denn an und für sich klang die Geschichte einfach spannend und unterhaltsam. Auf in ein neues Abenteuer – oder so… Leider hat mich die Geschichte dann aber nicht direkt so gepackt, es zog sich ein wenig hin, bis ich so richtig in den Bann gezogen war. Der Schreibstil ist immer mal wieder recht wechselhaft, zumindest habe ich das so empfunden. Da ist es ein eher gewöhnlicher Stil, der dann aber immer mal wieder mit kurzen fast poetischen Phasen glänzt. (der bärbeißige Bademeister; generell ältere Wörter). Vom Schreibstil her hat mir das Buch insofern gut gefallen, dass keine großartigen Fremdwörter enthalten war, gelegentlich sind mal englische Sätze zu finden, diese stellten für mich aber keine Schwierigkeit dar. Alles in allem konnte mich die Geschichte nicht so ganz überzeugen, wie ich es mir gewünscht habe. Es ist zwar ein unterhaltsames Buch, in dem es neben vielen lustigen Situationen auch immer wieder emotionale Momente gibt, in denen so toll beschrieben ist, wie es mit den Kindern läuft (v.a. mit der Kleinsten), dann aber ist es wieder so lapidar, so dass ich den Gedankengängen von Vera nicht verständlich folgen kann. D.h. es könnte so schön und angenehm sein, wenn sie sich vielleicht manchmal nicht selbst im Weg steht… Ich habe mir von diesem Buch ein wenig mehr versprochen, ich wurde zwar durchaus gut unterhalten, habe mir jedoch einfach mehr erwartet, was leider nicht erfüllt wurde. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Das Cover in seiner Farbgebung und den Abbildungen ist ein angenehmes Gesamtbild. Hier wurde auf kleinste Details, wie beispielsweise die Hintergrundoptik, geachtet. Wenn ich mir das Cover jetzt, nach dem Lesen des Buches nochmals genauer betrachte, fällt mir auf, dass sich die reduzierte Art, die den Inhalt ausmacht, auf dem Cover sehr gut widerspiegelt. "Die Liebe zum Regen" ist der erste Roman der Autorin. Der Schreibstil wirkt auf mich eher nüchtern und, wie oben bereits erwähnt, reduziert. Ich möchte damit sagen, dass sich das Buch zwar flüssig lesen lässt, aber, die Themen für mich eher oberflächlich rüberkommen. Obwohl die unterschiedlichsten Situationen detailreich behandelt werden, konnte ich aufgrund des Schreibstiles zwar die Problematiken verstehen und nachvollziehen, aber, mir fehlte trotz allem Tiefgang, der mich fesseln hätte können. Konnte die Szenen verfolgen aber nicht miterleben. Ebenso erging es mir mit der Darstellung der Charaktere. Hier hatte ich immer das Gefühl, eine Armlänge entfernt zu sein. Konnte die Beteiligten "nicht greifen". Das Buch umgibt eine gewisse Mystik, die durch verschiedenartige Geheimnisse der Mitwirkenden hervorgeholt wird. Hier versteht es die Autorin, den Leser neugierig auf die Hintergründe und Beweggründe der Betreffenden zu machen. Mein Fazit: der erste Roman der Autorin konnte mich nur mittelmäßig mitnehmen

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Rezension Claire Hoffmann - Die Liebe zum Regen Klappentext: In Veras wohlgeordnetes Leben bricht aus heiterem Himmel das Chaos ein. Hals über Kopf flüchtet sie nach England – als Au-pair. Ziemlich gewagt mit 57 Jahren. Doch auch in London ist die Welt nicht heil. Drei eigensinnige Mädchen machen es ihr alles andere als leicht, der Vater glänzt durch Abwesenheit, und sie spürt, dass die Familie ein Geheimnis hat. Als Vera beschließt dahinterzukommen, muss sie erkennen, dass sich auch ihre eigenen Wahrheiten nicht ewig vertagen lassen. Meinung: Das Leben hat es doch eigentlich gut gemeint mit Vera, oder? Sie ist seit Jahren mit ihrem Mann Gernot, einem erfolgreichen Richter verheiratet, hat ein geregeltes Leben und muss sich um die finanziellen Aspekte keine Sorgen machen. Gut, Kinder hat sie keine, aber damit kann man sich arrangieren. Doch von einem Tag auf den anderen bricht ihre vermeintlich heile Welt zusammen und sie flüchtet nach London, um dort als Kindermädchen drei Töchter zu betreuen. Doch diese sind alles andere als brave Engel und Vera hat ganz schön zu kämpfen, denn der Vater glänzt durch Abwesenheit und wo die Mutter steckt, will ihr auch niemand verraten. Vera ahnt schnell, dass hier mehr hinter dem Verhalten steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Nach und nach kommt sie dem Geheimnis auf die Spur, muss sich aber auch eigenen unbequemen Fragen stellen. Claire Hoffmann schlägt hier sehr melancholische Töne an, die zwar sehr gut zu Veras Persönlichkeit passen, allerdings auch für sehr viel Schwermut in der Geschichte sorgen und nicht wirklich für regnerische Tage geeignet ist. Vera hat in ihren über 50 Jahre nie wirklich gelernt, sich durchzusetzen. Durch die Stelle bei den Mädchen und den fehlenden Optionen wird sie daher gezwungen sich über ihr Leben und das, was ihr wichtig ist, Gedanken zu machen. Grundsätzlich mochte ich Vera gerne, aber ich merkte schnell, dass Vera mich auch herabzog. Die Geschichte ist solide aufgebaut, allerdings fehlte mir manchmal der Bezug zu den Mädchen und dem großen Geheimnis um die Familie. Denn deren Schicksal berührte mich kaum und der Funke sprang nicht wirklich über. Vielleicht lag es an der schwermütigen Erzählweise? Vielleicht an den nicht immer greifbaren Charakteren? So entpuppte sich Die Liebe zum Regen leider als nicht ganz das große Lesevergnügen, das ich erwartet habe. Fazit: Die Liebe zum Regen ist ziemlich schwermütig, sowohl in seiner Erzählweise als auch mit seinen Protagonisten. Und so fehlte mir manchmal die Empathie im Roman, um es zu einen angenehmen Lesevergnügen zu machen. Die Handlung ist nicht schlecht, kann aber durch den schweren Erzählt in sich nicht ganz durchsetzen. Von mir gibt es 3 von 5 Punkten. Vielen Dank an den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Das Leben der siebenundfünfzigjährigen Vera ist wohl situiert und gut geordnet. Ihr Mann ist erfolgreicher Anwalt und sie verbringt ihr Leben an seiner Seite. Doch eines Tages bricht unerwartet das Chaos über sie herein. Kurzerhand flüchtet sie nach England und das als sogenannte Granny Au Pair. Doch auch in England ist nicht alles so einfach, wie erhofft, denn sie soll gleich drei Mädchen betreuen. Der Vater ist eigentlich nie zu Hause und was mit der Mutter ist, kann Vera nicht herausfinden. Während die jüngste der drei Mädchen noch recht umgänglich ist, kämpft Vera vor allem mit der Ältesten, deren Streiche alles andere als nett gemeint sind. Ruby, die Mittlere der Drei, schweigt eisern. Was ist mit den Mädchen nur los? Welches Geheimnis haben die Drei? Meine Meinung: Bei diesem Buch hat mich die Schlichtheit des Covers irgendwie angezogen und neugierig gemacht und das Thema einer Granny Nanny klang für mich recht lustig. Leider konnte mich das Buch dann nicht ganz so überzeugen, denn schon der Einstieg fiel mir recht schwer. Der Schreibstil ist recht leicht gehalten und dabei durchaus flüssig zu lesen, aber die Emotionen konnten mir nicht richtig näher gebracht werden. Was mich aber am meisten störte, waren die Gespräche in England, denn hier fallen immer wieder Sätze auf Englisch und manch Engländer versucht Deutsch zu reden und das brachte mich immer wieder aus dem Lesefluss, denn den Akzent bekommt der Leser gleich mitgeliefert. Inhaltlich hat mir das Buch wiederum sehr gut gefallen, denn es hat durchaus Tiefgang und auch eine Botschaft. Diesen Mut einen Neuanfang zu wagen und das in einem doch schon eher gestandenen Alter wie das Veras ist mit Sicherheit nicht einfach. Auch die ganze Situation, in die sie in England gerät, macht diesen Neubeginn nicht wirklich leichter. Interessant ist auch die Familie Hastings und das es da noch etwas gibt, spürt man gleich. Eine Ahnung hatte ich da auch recht schnell, aber ich denke mir, dass dies durchaus gewollt ist. Die Geschichte wird von einem personellen Erzähler in der dritten Person wiedergegeben. Dabei kann man durchaus gut den Ereignissen zusehen, aber mich hat, wie auch schon erwähnt, einfach gefehlt, dass man mehr mitfühlen konnte. So plätscherte das Geschehen erst einmal vor sich hin und gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse ein wenig. Hauptaugenmerk der Geschichte liegt hier deutlich bei den Charakteren und man merkt, dass die Autorin sich hier durchaus bei jedem seine Gedanken gemacht hat. Vera blieb mir trotzdem ein wenig fremd, ich hätte sehr gerne mehr über sie und ihr Leben erfahren. Trotzdem spürt man hier durchaus einen Veränderung in ihrem gesamten Auftreten im Laufe der Handlung. Richtig gut gefallen haben mir die drei Hastings Mädchen, allen voran Zoe, die doch sehr schnell das Herz erobert. Die Kleine hat etwas sehr rührendes an sich, bei dem sie auf der einen Seite die Liebe zum Leben zeigt und doch wiederum auch traurig wirkt. Aber auch Amanda und Ruby können den Leser auf ihre Art berühren, denn man merkt einfach den Mädchen an, dass sie es nicht unbedingt leicht hatten. Neben diesen Protagonisten gibt es noch weitere Charaktere, die mit auf die Entwicklung Veras Einfluss nehmen. Mein Fazit: Ein Debüt mit einem sehr schönen Thema, man findet hier Freundschaft und Mut zu Neuanfängen. Das Ende der Geschichte hat noch ein paar Fragen offen gelassen, was ich aber gar nicht weiter schlimm empfand, da man sich hier durchaus vorstellen kann, wie es weitergeht. Was mir einfach noch gefehlt hat, war das rüberbringen der Emotionen, die gerade in diesem Buch doch sehr wichtig sind. Auch wenn spürbar ist, dass die Charaktere durchdacht sind, fehlte mir hier etwas.

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Titel: Die Liebe zum Regen Autorin: Claire Hoffmann Verlag: Diana Verlag Genre: Roman Format: Taschenbuch Seiten: 300 Preis: 14,99€ ISBN: 978-3-453-29192-8 Über die Autorin: Claire Hoffmann hat als Schauspielerin an Theatern und in zahlreichen Filmen gespielt, heute schreibt sie hauptsächlich Drehbücher. Sie liebt es, ganze Tage am Schreibtisch zu verbringen und Geschichten zu erfinden, die überall auf der Welt spielen. Sie lebt in Hamburg und Berlin. Die Liebe zum Regen ist ihr erster Roman. Inhalt: In Veras wohlgeordnetes Leben bricht aus heiterem Himmel das Chaos ein. Hals über Kopf flüchtet sie nach England – als Au-pair. Ziemlich gewagt mit 57 Jahren. Doch auch in London ist die Welt nicht heil. Drei eigensinnige Mädchen machen es ihr alles andere als leicht, der Vater glänzt durch Abwesenheit, und sie spürt, dass die Familie ein Geheimnis hat. Als Vera beschließt dahinterzukommen, muss sie erkennen, dass sich auch ihre eigenen Wahrheiten nicht ewig vertagen lassen. Meinung: Von dem Buch habe ich nicht besonders viel erwartet. Ich dachte, es ist ein leichter Roman und "mal was anderes". Ich habe mir vom Buch weder zu viel, noch zu wenig erwartet. Das Cover des Buches gefällt mir eigentlich ganz gut. Es ist ziemlich schlicht gehalten was mir gut gefällt. Auch die Farben auf dem Cover gefallen mir sehr gut! Die Geschichte fand ich eigentlich ganz schön. Die Protagonistin Vera war jetzt nicht so mein Fall, was daran lag, dass ich mich, aufgrund ihres Alters, nicht mit ihr identifizieren konnte. Trotzdem war sie jetzt kein schlimmer Charakter. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir wirklich sehr. Er war angenehm und das Buch ließ sich flüssig lesen. Insgesamt fand ich das Buch in Ordnung. Es war weder ein gutes noch ein schlechtes Buch, weshalb ich dem Roman ⭐️⭐️⭐️/⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ gebe! Vielen Dank ans Bloggerportal und an den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Der Inhalt der Geschichte war wirklich toll. Eine ältere Frau, die ihr Leben von Grund auf hinterfragt. Hat sie sich gehen lassen? Hat sie immer zurückgesteckt für andere, nur des Friedens Willen? Diese Frage stellt Vera sich. Und Was will SIE? Sie überlegt und beschließt, sie will nach England. Lang genug hat sie alles getan, was ihr Mann wollte. Ihr Mann, der sie gar nicht mehr wahrnimmt. Der einfach für beide entscheidet. Hat sie dies all die Jahre zugelassen? Durch einen Zufall fliegt ihr ein Flyer in die Hände, auf der Au- Pairs gesucht werden, oder eher Granny Nannys. Eine Oma für eine Familie. Dies finde ich eine sehr schöne Sache. Ältere Damen, die gerne Enkel hätten oder einfach eine Beschäftigung und auf der anderen Seite, eine Familie, die dies nicht hat. Sie bekommt sehr kurzfristig eine Stelle angeboten, da ein anderes Au- Pair ausgefallen ist. Da die Stelle in England ist, packt sie augenblicklich ihre Sachen und beginnt ihr persönliches Abenteuer. Sehr mutig, wie ich finde. Einfach ins ungewisse, für mindestens drei Monate. Andererseits ja auch eine überschaubare Zeit. Zwischendurch habe ich Dinge hinterfragt, die in dem Buch passiert sind, wie z.B darf man es einer Nanny zumuten, dass der Vater immer verreist ist? Sie somit nie Freizeit hat? Ich denke nicht, wenn sich beide noch nicht kennen und wissen, ob das okay ist. Darf man als Nanny drei Schützlinge Nachts einfach alleine lassen, wenn das Kleinste fünf Jahre alt und die Größte gerade Mal 14 Jahre alt ist? Ich denke nicht. Außer, die Nanny kennt die Kinder gut genug und das größte Kind weiß das sie Babysitten soll. Und sollte man als Nanny eine 14 jährige mit in einen Pub nehmen? Hm. Also hier war es etwas schwieriger. Erst dachte ich, wie kann sie nur. Doch dann begann ich etwas zu grübeln. Als ich 14 war, war ich auch schon feiern. Und in dieser Situation ist ja auch eine Begleitperson, die ein Auge auf das Mädchen hat. Also vielleicht sogar ideal. Ich denke das muss jeder selber entscheiden, wie er dies Handhabt. Ich habe mich oft im Text verloren und mich schnell ablenken lassen. Der Schreibstil war am Anfang sehr ausgedehnt. Ab dem dritten drittel aber wurde es spannender und ich lies mich weniger ablenken. Mich hat vieles in diesem Buch zum nachdenken gebracht und ich fand es toll, wie Vera und die Familie mit der Zeit gewachsen sind. Ich habe sie gerne kennengelernt. Mein Liebling war auf jeden Fall die kleine Zoë. Sie hatte als kleinstes, der drei Kinder das größte Herz und zeigte dies auch an den meisten Stellen.

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Der 58 jährigen Vera geht es gesundheitlich nicht gut und ihre Ehe ist auch nicht gerade liebevoll oder schön. Was wohl an ihrem arroganten Ehemann liegt, der sich scheinbar nur um sich selbst kümmert. Man lernt Vera als graues Mäuschen kennen, und ich habe mich wirklich gefragt, wie man so leben kann und sich ständig von seinem Mann die Butter vom Brot nehmen lassen kann. Irgendwie ist sie in diese Situation reingewachsen und ich finde die Idee, als Au-pair nach London zu gehen, ist das beste, wie sie mal aus allem rauskommt. Der Vater ist so gut wie nie in dieser Familie da und Vera merkt schnell, dass es nicht so einfach mit den drei Mädchen wird. Aber sie schließt Zoe, Ruby und auch Amanda schnell in ihr Herz und hat auch den Verdacht, dass in dieser Familie was Schlimmes passiert ist. Mir hat das Buch ganz gut gefallen, aber leider fand ich viele Szenen einfach zu abgehackt und genau aus diesem Grund konnte mich das Buch emotional nicht wirklich berühren. Vera war mir auf ihre Art zu seltsam und daher wurde ich nicht warm mit ihr. Die Geschichte hatte viel mehr Potenzial, das meiner Meinung nach nicht genutzt wurde oder eben im Schnelldurchlauf ohne richtige Klärung abgehackt wirkte. Manche Szenen wurden mir zu wirr erzählt und ich konnte ihnen nicht immer gleich folgen. Ein leichtes Buch, das einen mal eben abtauchen lassen kann, nur eben nicht im gewünschtem Tiefgang. Liegt vielleicht auch daran, dass das Buch aus der Ich-Perspektive von Vera erzählt wird und diese Form mich nicht so gut Unterhalten konnte, weil ich eben mit Vera nicht ganz so viel anfangen konnte.

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