Leserstimmen zu
Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Albert Biesinger, Helga Kohler-Spiegel

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Auch Kinder beschäftigen sich mit den Themen Sterben und Tod, bzw. werden irgendwann damit konfrontiert (z.B. beim Tod eines geliebten Menschen, im Fernsehen, oder bei einem toten Vogel im Garten, etc.). Da ist es ganz normal, dass viele Fragen auftauchen, die auch von uns Erwachsenen manchmal gar nicht so einfach zu beantworten sind. In diesem Buch setzen sich daher 18 Autoren mit Kinderfragen rund um das Sterben und um den Tod auseinander. Die Autoren selbst werden hinten im Buch inklusive einiger Infos über sie, aufgeführt. Unter ihnen befinden sich z.B. Professoren für Religionspädagogik, Theologen, Pädagogen, Lehrer, Kinder- und Jugendarzt, Kinder- und Jugendpsychiater, Notfallseelsorger, usw.. Im Inhaltsverzeichnis sind zunächst die einzelnen Fragen und der jeweils darauf antwortende Autor aufgeführt, so dass man schon mal einen Überblick bekommt, welche Themen in etwa behandelt werden. Die Kapitel können im Grunde genommen in beliebiger Reihenfolge gelesen werden. Das Buch enthält neben Kapiteln mit Sachinformationen (z.B. was im Körper passiert wenn jemand stirbt) oder Erlebnissen der jeweiligen Autoren, auch Situationen und Gespräche aus dem Alltag mit Kindern - kindgerecht erzählt. So wirken die Fragen und deren Bearbeitung wie aus dem Leben gegriffen, so dass die Kinder eher einen thematischen Zugang finden können. Trotzdem sind sicherlich nicht alle Erklärungen unbedingt einfach zu verstehen (je nach Alter bzw. Entwicklungsstand des Kindes). Das Buch eignet sich daher am besten zum gemeinsamen Lesen mit dem Kind, um auf Fragen, Sorgen, Ängste usw. reagieren zu können. Ich persönlich würde das Buch vom Verständnis her für Kinder ab 8 oder 9 Jahren empfehlen. Besonders die Kapitel “Warum nehmen sich manche Menschen das Leben?“ und “Was ist, wenn Tante Rosa sterben möchte?“, würde ich eher in Begleitung mit dem Kind angehen und sie zumindest nicht komplett wortwörtlich jüngeren Kindern vorlesen. Manche Kapitel könnten aber auch für Kinder ab 6/7 interessant sein. Oder man liest es als Erwachsener, um eine Möglichkeit zu finden, wie man auf die Kinderfragen eingehen könnte. Am Ende eines Kapitel gibt es noch Impulse um sich bei Interesse noch weiter mit der jeweiligen Thematik zu beschäftigen (z.B.: “Kannst du dich an ein totes Tier erinnern? Du kannst einem Erwachsenen erzählen, was du gedacht oder gefühlt hast, als du den toten Körper gesehen hast.“). Diese Anregungen sind gut dafür geeignet um die Kinder zu involvieren und wenn man noch weiter gemeinsam über die Themen nachdenken und sprechen möchte. Im Buch wird deutlich, dass es auf manche Fragen im Leben keine richtigen oder falschen Antworten gibt, so dass es manchmal ganz unterschiedliche Vorstellungen geben kann. Gleichzeitig basiert das Buch ganz klar auf dem christlichen Glauben, auf diesen häufig Bezug genommen wird. Daher eignet sich das Buch mehr für Kinder, die in dieser Religion beheimatet sind. Trotzdem geht es am Ende auch noch auf drei weitere Religionen ein und behandelt in jeweils einem Kapitel die Fragen: Was glauben Juden/ Muslime/ Buddhisten, was nach dem Tod kommt? So bekommt das Kind trotzdem noch einen Einblick in andere Religionen. FAZIT: Ein ehrliches und doch einfühlsames Buch, das auf dem christlichen Glauben basiert. Ich würde es für ein gemeinsames Lesen & darüber Reden mit Kindern ab 8 oder 9 Jahren einsetzen. Aber auch für Erwachsene kann es durchaus hilfreich sein, wenn für manche Erklärungen einfach die Worte fehlen.

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Neben den Herausgebern Prof. Dr. Helga Kohler-Spiegel, Prof. Dr. Albert Biesinger und Simone Hiller antworten noch 15 weitere ForscherInnen auf Fragen, die sich bestimmt auch manche Erwachsene schon gestellt haben (Warum nehmen sich manche Menschen das Leben? Warum weinen manche Menschen beim Trauern nicht? Tut sterben weh? ...). Herausgekommen ist dabei ein höchst interessantes Buch in verständlicher kindgemäßer Sprache und einem ansprechendem Layout mit Illustrationen von Mascha Greue.

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Obwohl das Buch einen traurigen Hintergrund hat, finde ich es sehr interessant geschrieben. Psychologen und Mediziner beantworten in diesem Buch auf Kindgerechter Weise, alle Fragen die man zum Thema Tod wissen muss. Unter anderen die Frage „Tut sterben weh?“, „Was passiert bei einer Beerdigung?“ oder auch „Kann man Tote Menschen wieder aufwecken“. Doch neben den Fragen, die sich wohl jedes Kind einmal stellt, gibt es auch sehr ernste Themen wie „Warum nehmen sich manche Menschen das Leben“. Dabei können nicht nur Kinder noch einiges dazulernen, sondern auch wir Erwachsene. Den aufhören zu lernen, sollte man nie. Das Buch lässt sich fließend lesen, aber wegen dem Thema, habe ich so meine Zeit gebraucht. Ab und an, wurde es traurig und immer wieder musste ich an meinem Opa denken. So wunderte es kaum, das ich einige Wochen für das Buch brauchte und zwischendurch immer etwas anderes lesen musste. Die Schreibweise ist aber ideal für Kids ab 8/9 Jahre, wobei ich finde, dass man auch mit Kinder im Alter von 6/7 Jahre über das Thema sprechen kann. Das Buch gibt es ein Leben nach dem Tod? – Kinder fragen – Forscherinnen und Forscher antworten, kann ich sehr empfehlen. Begleitet wird es mit vielen farbigen Bildern und einigen Zitaten. Wichtig bei diesem Buch ist es, das Eltern nach jedem Kapitel mit den Kindern darüber sprechen. Nur so wird auch sichergestellt, das die lieben Kleinen es auch verstehen und keine Angst davor haben.

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Der Opa meiner Kinder, mein Papa ist gestorben. So kamen natürlich Fragen auf, das Thema "Tod und Sterben" wird in unserer Gesellschaft leider immer noch sehr ignoriert und ausgeblendet. In den Gesprächen mit meinen Kindern wurde mir schnell bewusst, dass auch ich selbst mehr Fragen als Antworten hatte. Und dann bin ich über dieses Buch gestolpert. Sowohl Theologen als auch Psychologen und Mediziner geben auf kindgerechte Weise Antworten auf die verschiedenste Fragen, seien es welche, die das Diesseits betreffen (Was passiert bei einer Beerdigung, Tut sterben weh?, Warum weinen wir, wenn jemand stirbt?, ...) als auch welche, die das "Danach" versuchen zu erklären (Wenn der Körper tot ist, fliegt dann seine Seele in den Himmel?, Gibt es eine Hölle?, ...) Ich selbst habe am meisten in dem Buch gelesen, einige zusammen mit meinen Kindern besprochen und manches haben sie auch alleine gelesen. Leider ist der Anlass ein so trauriger, aber ich kann "Gibt es ein Leben nach dem Tod? - Kinder fragen - Forscherinnen und Forscher antworten" unbedingt empfehlen. Nicht nur für die Kinder, auch für einen selbst. Nachfolgendes Zitat hat mich besonders berührt, daher möchte ich es unbedingt teilen: "Wenn Gott Menschen und Tiere aus Liebe geschaffen hat, dann kann er nicht den einen seinen Himmel öffnen, den Ort, wo alles gut ist, und ihn den anderen verschließen." (S.129)

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