Leserstimmen zu
Smoke

Dan Vyleta

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Ab der ersten Seite war ich begeistert von dan Vyletas Gefühl für Figuren. Ich werde jetzt nicht die komplette Charakerentwicklung beschreiben, aber er hat es auf eine wunderwar unterschwellige aber auch offensichtliche Weise geschafft, die Charaktere zu verändern. Vor allem bei Thomas war es oft sehr gut zu erkennen, wie er mit seiner Vorgeschichte zu kämpfen und wann der Wendepunkt für ihn war. Der emotionale Zwiespalt für ihn zwischen Charlie und ihm ließ sich darauf interpretieren, dass er nicht genau weiß, ob er ihn als Freund, Bruder, Rivale oder Autoritätsperson sehen soll. Das wird in vielen Kapiteln deutlich, die dann auch so geschrieben sind, dass man zwischen den Zeilen auch die Gedankengänge super nachollziehen kann. Charlie hingegen war als Charakter eher undurchschaubar. Für mich hat es dann auch so gewirkt, als hätte Charlie an einem gewissen Punkt 'dichtgemacht' und ab da waren seine Gedanken teilweise ein Rätsel. Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist die tatsache, dass die Dreiecksbeziehung zwischen Livia, Charlie und Thomas nicht in zerbrochener Freundschaft oder blutigem Heldenkampf geendet ist, sondern einfach einer Freundschaft zwischen allen dreien. wenn man die Zeit bedenkt, in der das Buch spielt, ist eine Frau, die zwei Männer liebt schon fast undenkbar, dochhier steht es am ende denke ich vor allem symbolisch für den Neuanfang nach dem Rauch. Der Rauch als Metaphor für das allgegenwärtige Böse. Zunächst habe ich es als gute Idee betrachet, da es Gedanken lesen sehr ähnlich ist. Aber das Problem ist nunmal, dass Menschen, egal bei was, sehr radikal werden können. fast fanatisch. Hier ist es auch so, dasss manche Familien es hier mit der Kontrolle über den Rauch übertreiben. Sie idealisieren so die Reinheit und die Unschuld, obwohl sie genau wissen, dass es solch eine Perfektion im Grunde nicht geben kann. So zeigt das Buch von Dan Vyleta ziemlich drastisch die Kontrollsucht der menschen, die letztendlich auch in machtsucht ausartet, denn es wird immer etwas geben, wonach die Menschen streben, was sie erreichen wollen. Sei es Reinheit oder Macht. Deswegen hat mir die Message insofern gut gefallen, dass sie sagt, dass wir uns solchen natürlichen Drängen oder kleinen Sünden nicht entziehen können. Das macht uns menschlich, denn komplette Reinheit ist nicht menschlich. Ich bin richtig umgeworfen worden von diesem Exemplar. Die Tiefe und das Detailreichtum war umwerfend beschreiben. Vyleta benutze viele Metaphern, vor allem natürlich die des Rauchs, die dazu veranlassen, die Geschichte auch auf heutzutage zu übertragen. Es ist Ansichtssache, was richtig oder falsch ist, aber man sollte seine Handlungen mit seinem Gewissen vereinbaren können, ansonsten "verdirbt" man, wird Opfer des Rauchs. Natürlich lässt sich diese Metapher auch anders interpretieren, aber das war für mich das Wichtigste. Zusammen mit der tatsache, das komplette reinheit oder perfektion nicht zu erreichen ist. Zumindest nicht ohne das man aufhört richtig zu leben. Außerdem wurde noch sehr einfühlend vermittelt, wie es ist zwei Menschen zu lieben, und das dies keineswegs verwerflich ist.

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Genial !

Von: Lena Kaspers

28.08.2017

Inhalt England, Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Welt, in der ein besonderes Phänomen um sich greift: Jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge manifestiert sich als Rauch, der unkontrollierbar dem Körper entweicht. Nur Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, wagen es, die Gesetzes des Rauchs zu hinterfragen. Sie stoßen auf ein düsteres Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung, und müssen schon bald um ihr Leben fürchten... Eindruck Smoke - eine fantastische Dystopie vor historischem Hintergrund, mit einem Thema, dass auch in der Gegenwart noch aktuell oder vielleicht sogar aktueller denn je ist. Darf die Wissenschaft zum Wohle aller auf dem Rücken von wenigen, gesellschaftlich und finanziell schlechter gestellten Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben ausgetragen werden. Dürfen jene, die nicht der Norm entsprechen - ob sie besser oder schlechter sind, sei dahingestellt - zu Forschungsobjekten der eitlen, arroganten, elitären Gesellschaft degradiert und missbraucht, sogar getötet werden? Die Frage nach Gut und Böse, nach Tugend und Sünde ist existenziell. Und die bei weitem interessantere Frage ist, WER darf sich anmaßen, darüber zu entscheiden. Dieses Buch hat mich gefordert und es ist definitiv nichts für zwischendurch oder mal eben zum abschalten - im Gegenteil. "Smoke" ist so detailverliebt, ausgeschmückt und behebig geschrieben, dass man sehr aufpassen muss, um alles genau aufnehmen zu können und den philosophischen Ansatz dahinter zu verstehen. Was ich durchaus nicht negativ meine, denn dieser Roman regt zum nachdenken an, darüber, wer die Tugenden und die Moral eines Menschen definiert und wer sich darüber erheben darf zu urteilen. Es rüttelt auf, sich bewußt zu machen, dass Macht oder besser Einfluß nur derjenige wirklich hat, der durch seinen Charakter und seine Taten überzeugen kann, nicht derjenige, der durch Geld, Zwang, Unterdrückung sein Ziel zu erreichen versucht. Die Charaktere sind interessant und greifbar gezeichnet. Vielen verschiedene Facetten sind vertreten und jeder der Protagonisten macht im Laufe der Geschichtet eine Wandlung durch bzw. zeigt sein wahres Gesicht und das ist - wie so oft im wahren Leben - ein ganz anderes, als das Bild, das er für andere zeigt. So entwickeln sie sich vom anfänglichen Unsympathen zum Sympathieträger oder von der unterkühlte Überspannten zum Objekt der Begierde von gleich zwei Jungen. Diese Veränderung der Charaktere war intensiv, fordernd und spannend - ebenso die Beschreibungen der Schauplätze und somit das gesamte Buch. Fazit Nicht für jedermann geeignet, aber für alle, die sich mit den existenziellen Fragen des Seins und des Scheins auseinandersetzen wollen. Teils umständliche Sprache, schwierige Chraktere, bildgewaltige, wirkungsvolle und bis ins kleinste Detail beschriebene Szenarien zu schätzen weiß und sich mit einem Buch auseinandersetzen wollen. Mich hat es richtig abgeholt und es wird nicht beim einmaligen gelesen sein bleiben und ich hoffe, dass von Dan Vyleta noch mehr solcher genialen Bücher kommen !

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Dieses Buch ist, für mich auf jeden Fall, ein absolutes Jahreshighlight! Die Stimmung im Buch wird schon auf dem Cover perfekt eingefangen, denn die Welt, die hier beschrieben wird, ist äußerst düster. Der Autor befasst sich, auf wirklich ungewöhnliche Weise mit der Sünde, mit der Unfehlbarkeit der Menschen, bei jeglicher Bösartigkeit, sei es nun als Gedanke oder Tat, drängt sich schwarzer Ruß durch sämtliche Poren des Menschen, und schwärzt die Kleider schwarz. Somit ist er gebrandmarkt, ob er es verdient hat ist eine andere Sache. Das Buch beginnt mit Worten die einen innerhalb kürzester Zeit in ihren persönlichen Bann ziehen. Unsere Hauptprotagonisten sind jugendliche Internatbewohner, das Augenmerk liegt hierbei besonders bei Thomas und Charlie. Dort bringt man Ihnen bei, Gentlemen zu sein – und Gentlemen rauchen nicht. Hier ist allerdings der Rauch gemeint, der allen Menschen entströmt, sobald sie eine Sünde begehen, etwas Schlechtes auch nur denken – und desto schlechter die Gedanken und Taten, desto widerlicher der Rauch. Eher zufällig stoßen Charlie und Thomas darauf, dass die Gesetze und Regeln des Rauchs augenscheinlich doch nicht für alle gelten. Ein großes Netz aus Lügen, Intrigen und Macht zeichnet sich ab und mittendrin stehen die beiden Jungen, die schon bald um ihr Leben fürchten müssen. Werden sie der Gefahr entkommen, löst sich alles in Rauch auf? Dan Vyleta hat die Atmosphäre gut eingefangen, die niederen Klassen, die von den Adeligen regelrecht im Dreck gehalten werden. Die verzweifelte Angst der Jugendlichen vor dem Rauch. Der Wahnsinn der nicht nur durch den Rauch, sondern auch aus der Angst vor ihm entsteht. Geschichten über Gut und Böse, Schuld und Sühne, Sünden und Strafen, gibt es wirklich genügend, Dan Vyletas Buch ist eine willkommene Abwechslung. Für wen ist das Buch gedacht? Ich denke Fantasy, Mystery und Geschichte - Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten, und sicherlich nicht nur die. Das Buch hat viel mehr zu bieten! Es ist auf jeden Fall kein Buch für Zwischendurch, das schwarz oder weiß Denken, ist hier der ausschlaggebende Gedanken des Buches. Der Autor zeigt hier durch sein Buch, den Rauch, dass gut gemeintes böse werden kann und umgekehrt. Es wirft Fragen zur Menschlichkeit auf. Was ist richtig? Was ist falsch? Was ist lebenswert? Dieser Roman ist bedeutungsvoller und philosophischer, als ich erwartet hatte. Es ist definitiv kein leichter Mystery-Thriller, sondern eine erstaunlich, komplexe Gesellschaftskritik. Ich will mehr davon! Auch die geheimnisvolle Atmosphäre gefiel mir sehr gut. Düster, ein wenig bedrohlich und voll starker Emotionen. Es ist wirklich schwierig, das Buch zu beschreiben, da das Buch quasi eine Ansammlung fantastischer Zitate ist, es gibt viele Metaphern und philosophische Stellen, meine bunten Post-its sind ziemlich oft gebraucht worden! Ich bin mir sicher, dass dieses Buch, seine Geschichte, die herrlichen Landschaften und Dialoge durchaus Potenzial für eine Verfilmung haben. Also ich würde mich freuen, und ich bin mir sicher, nicht nur ich!

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Klappentext: England, Ende des 19.Jahrhunderts. Eine Welt, in der ein besonderes Phänomen um sich greift: Jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge manifestiert sich als Rauch, der unkontrollierbar dem Körper entweicht. Nur Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, wagen es, die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen. Sie stoßen auf ein düsteres Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung und müssen schon bald um ihr Leben fürchten... meine Meinung: Das Cover passt richtig gut zur Geschichte und sieht auch mega aus. Die Geschichte hat mich in den Bann gezogen, aber an einigen Stellen hat sich das Buch gezogen. Die Schrift ist auch ziemlich klein, daher braucht man etwas länger zum lesen. Aber es ist bis zum Ende immer besser geworden. Das Buch lies sich gut lesen und besonders gut hat mir die Ausarbeitung der Charaktere gefallen, besonders die von Thomas und Charlie. Zusammenfassend war das Buch ein sehr spannender und interessanter Roman.

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Dan Vyleta hat einen von diesen besonderen Page Turnern geschrieben, die zwar auch manchmal ihre Längen haben, insgesamt aber so stark überzeugen können, dass es am Ende schlicht keine Rolle mehr spielt. Er hat allerdings auch keinen sehr einfachen Roman geschrieben, hier wird der Leser mannigfaltig gefordert und sollte sich das vor dem Lesen auch klarmachen. Natürlich geht es nicht um Rauch, auch wenn dieser von der ersten Seite an die Geschichte durchdringt. Der Rauch ist nur Mittel zum Zweck für diese Erzählung und nichtsdestotrotz ihr Mittelpunkt. Es geht hier nicht um Zeigefinger, um etwas, das "hinter einer Maske" liegt oder Dergleichen. Hier geht es tief und doch wieder nicht - es schadet nicht, eine gewisse Reife für das Buch mitzubringen. Es ist nicht leicht zu beschreiben, was genau geschieht, denn hinter allem steckt mehr, als es zunächst den Anschein hat. Dabei ist das keine bloße "Reise ins Selbst" der Figuren, die ihre Geschichte gern einmal in der Ich-Form erzählen. Am Ende haben nicht alle gefunden, was sie gesucht haben, sind aber defintiv nicht mehr die gleichen. Thomas und Charlie gehören zwar beide der Oberschicht an, starten ihr eigenes leben jedoch bereits sehr unterschiedlich, was nicht zuletzt an ihrer Familiengeschichte liegt. Besonders Thomas, generell ein leidenschaftlicher Charakter, hadert mit der seinen, denn immer steht die Tat seines Vaters neben ihm und er weiß nicht, ob es seine eigenen Sünden sind, die ihn rußen lassen. Charlie dagegen ist von Natur aus eher ruhig und bedacht, eine gelungene Kombination der beiden Figuren, die zurecht gute Freunde werden. Jene, die besonders engelsgleich leben und daher nicht rauchen, kommen nicht umhin sich zu fragen, was genau ihr Leben zu einem solchen macht. Andere denken weiter, vielleicht ist der Rauch gar nichts Schlechtes und wird nur künstlich dazu stilisiert - aber wenn es etwas ist, das eben alle tun, ob sie wollen oder nicht, was unterscheidet uns dann noch? In "Smoke" geht es also auch sehr philosophisch zu und es verstecken sich mannigfaltig Metaphern zwischen den einzelnen Sätzen. Wer nicht gelernt hat, zwischen den Zeilen zu lesen, ist hoffnungslos verloren bei einem solchen Werk. Obwohl sich unbestreitbar auch ein paar Längen im Lesefluss ergeben, arbeitet der Autor strikt auf das Ziel, die große Auflösung am Ende hin. Im letzten Drittel zieht er dabei so stark an, dass es fast unmöglich ist, das Buch zur Seite zu legen. Neben den beiden Jungen gibt es natürlich auch eine weibliche Hauptrolle, die gleichaltrige Livia und einen Bösewicht, ihren Mitschüler Julius. Zusammen ergeben alle ein rundes Bild, welches sich erst nach zahlreichen Seiten zusammenfügt. Dabei reagieren sie aber meist mehr, als dass sie agieren, was jedoch vermutlich vom Autor gewollt wurde. "Smoke" soll nicht das Herz zum flattern bringen, sondern den Geist - und das hat Dan Vyleta allemal geschafft.

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Großartig!

Von: Bücherklee

03.05.2017

Endlich wieder mal ein Buch, dass mich komplett überzeugt hat! Die Schreibweise, die Charaktere und die Story haben mir wirklich gut gefallen. Vorallem die Idee, dass nichts geheim bleibt (was heutzutage ja nicht sooo abwägig ist) und die Kluft zwischen den Reichen und der Arbeiterschicht, wie beide mit dem Rauch umgehen und diesen wahrnehmen, großartig.

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London, in längst vergangenen Tagen: auf einem Internat für hochwohlgeborene Jugendliche begegnen sich Charlie und Thomas. Während Charlie grundehrlich und herzensgut ist, schwillt in Thomas Wut, Angst und Aggression. Und das wird auch sichtbar. Denn jeder sündige Gedanke wird als dunkler Rauch sichtbar. Doch nur das niedere Volk raucht, der Adel muss rein bleiben. Und das soll ihnen auf dem Internat beigebracht werden. Aber was ist an dem Rauch so verdorben, so schlecht, das selbst Folter erlaubt ist? "Smoke" war mein erster Roman von Dan Vyleta und hat mich umgehauen. Der Autor spielt mit der Angst der Menschen, dass ihre sündigen Gedanken sichtbar werden und sie sich nicht mehr hinter einer Maske verstecken können. Und er entwirft eine Spirale aus Hass, Hochmut, Vermeidung und Revolution. Großartig! Die Geschichte wird kapitelweise von einem auktorialen Erzähler und aus der Perspektive einer handelnden Person berichtet. Während der auktoriale Erzähler alles im Blick behält, haben mich vor allem die persönlichen Schilderungen in den Bann gezogen. Denn diese beschränken sich nicht nur auf den Adel. Es kommen auch einfache, stark rauchende Menschen zu Wort und zeigen so, dass der Rauch nicht DAS Übel ist, wie er gern dargestellt wird. Diese Mischung hat mir super gefallen und ich konnte nur schwer die Finger von dem Roman lassen. Zu Beginn dachte ich, es läuft auf einen Abenteuerroman von 2 Internatsbuben hinaus. Spannend, aber doch eher einfach. Schon nach ein paar Kapiteln belehrte mich Dan Vyleta eines besseren. Der Autor offenbart, dass der Rauch in allen Menschen schlechtes hervorbringt, ob sie nun rauchen oder nicht. Denn es gibt in der Londoner Gesellschaft die Radikalen, die Frommen, die Revolutionäre und die Hungernden. Es gibt Vermeidungsstrategien, die Suche nach dem ultimativen Rauch-Kick und dann gibt es noch Thomas und Charlie. Die beiden Jugendlichen wollen dem Rauch auf den Grund gehen, wollen wissen, warum er so verteufelt wird und werden dadurch in eine Verschwörung gerissen, der sie nicht mehr entkommen. Die Figuren sind mannigfaltig und tiefgründig. Der Autor beschränkt sich nicht auf simple Schwarz/Weiß-Malerei, sondern gibt jedem Charakter eine Geschichte, einen Beweggrund und vor allem Persönlichkeit. So konnte ich jedes Handeln nachvollziehen, auch wenn ich bei manchen am liebsten laut losgeschrien hätte ob der Ungerechtigkeit. Genau sowas muss ein Roman in mir auslösen! "Smoke" ist kein Roman für zwischendurch, kein Buch, welches man mal eben bei einer 5-minütigen Busfahrt rausholt. Dafür hat Dan Vyleta zu groß und umfassend angelegt. Aber jede Zeit, die man sich nimmt, wird belohnt. Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist bildhaft, stellenweise philosophisch, aber nie langweilig. Fazit: Der Rauch enttarnt jeden. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen.

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Zuerst einmal finde ich das Cover wunderschön und ich liebe London :D, das wollte ich nur mal gesagt haben. Der Klappentext weckte bei mir schon vorab großes Interesse an diesem Buch und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte ist genauso außergewöhnlich wie der wunderbare Schreibstil des Autors und ich war sofort in einer rauen, grauen, trostlosen Welt voller Mysterien rund um den „Rauch“ gefangen. Der Schreibstil wird vermutlich nicht jedem gefallen, denn alles wird sehr genau und detailliert beschrieben und manches auch metaphorisch, dieses könnte einigen Lesern zu viel werden. Aber wenn man kein Problem hat mit ausufernden Beschreibungen, sich ändernden Perspektiven und schwierigen Überlegungen, dann ist man hier genau richtig. Der Autor spielt mit Moralvorstellungen und diverse Ausführungen im Buch, über „richtig“ und „falsch“, brachten mich oft zum nachdenken. Er erschafft dabei auch eine düstere, schwere Atmosphäre, fast schon so, als ob die beschriebenen Rauchwolken, direkt über einem hängen. Ich finde, das ist wirklich etwas besonderes und das schafft wirklich nicht jeder Autor. Es kann sehr viel in die Geschichte hineininterpretiert werden und oftmals hat man das Gefühl, dass auch vieles zu unsere aktuelle Zeit und Gesellschaft passt. Vermutlich hat dieser besondere Stil und der Tiefgang der Geschichte, aber auch dazu beigetragen, dass ich sehr lange für das Buch gebraucht habe, was dem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch getan hat. Die Mischung aus Fantasy, Thriller, Mystery und Historienroman hat mich begeistert und beeindruckt. Ein sehr gelungener Genremix mit einer innovativen, durchdachten Geschichte, welche stark zum nachdenken anregt und einen viele Gefühle durchleben lässt, welche auch von den Protagonisten durchlebt werden. Das Ende der Geschichte lies mich mit einer Gänsehaut zurück und ich bin mir sicher, dass die Geschichte noch lange in mir nachhallen wird. Eine klare Empfehlung von mir. Eines der ungewöhnlichsten Bücher, die ich jemals gelesen habe – im positivem Sinne. Am besten vorher eine Leseprobe lesen, da der Schreibstil auch etwas außergewöhnlich ist.

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